| Hallo User,
Herzlich Willkommen zur 37ten Ausgabe des Schlangengesangs.
Diese Ausgabe kreist um den Themenkomplex der Farbe schwarz und stellt damit die letzte Themenausgabe zu den Farben dar.
Auch diese Ausgabe erscheint wieder etwas verspätet. Darum noch einmal dieser Aufruf in eigner Sache:
Wir, das Schlangengesangteam suchen dringend eineN MenschIn mit html-Kenntnissen, freier Zeit, Kreativität und viel Lust zum Mitmachen. Wir bieten: keine Bezahlung, dafür ein freundliches und kreativ-chaotisches Team. Wenn du mutig und lustvoll an diese Aufgabe herangehen magst, dann melde dich bitte bei uns.
Zusendungen für die nächste Ausgabe mit offenem Thema bitte bis zum 1.11.2009 an die Schlangengesang-Redaktion.
Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
Annika, artemisathene, Cailynn, Esmerelda, Ilo, jana, Lilia, MedeaLaLuna
Inhaltsverzeichnis
Göttin:
- Nyx – die Göttin der Nacht
- Gebet an Mutter Erde – Heilgebet an Gaia
Pflanzen:
- Der Holunder, Sambuccus niger
Praktisches:
- In der Dunkelheit
- Rezepte mit Holunderbeeren
- Ahnenspeise
- Das kosmische Ei - Schamanisches Experiment
Thema schwarz:
- Schwarz
- Onyx
- Die Bärenmutter geht
Rezensionen:
- Rabenschwarze Intelligenz
- Ich, die Göttin
- Hexenrunen
Aktuelles:
- Deity Meditation
- Grüß Göttin
Kalender:
- Der Schlangengesang – Göttinnenkalender
- Feiertage im September
- Feiertage im Oktober
- Feiertage im November
Veranstaltungen:
- Veranstaltungen
Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden
Göttin:
Nyx - die Göttin der Nacht
Schwarz gewandet und mit schwarzen Flügeln wird die Göttin der Nacht in Literatur und Kunst dargestellt. Sie fährt mit einem Wagen, der von schwarzen Pferden gezogen wird, über den nächtlichen Himmel. In manchen Darstellungen trägt sie ihre Zwillingssöhne Hypnos (= Schlaf) und Thanatos (=Tod) im Arm. In moderneren Abbildungen trägt sie schwarze oder nachtblaue Gewänder, die manchmal sogar von Sternen übersäht sind. Oft bedeckt sie sich auch mit einem schwarzen Schleier. Der Dichter Nonnos bezeichnet die Göttin der Nacht als hässlich.
Die Römer nannten sie Nox.
In der griechischen Mythologie gibt es mehrere Schöpfungsmythen. Im Schöpfungsmythos des Hesiod (ca. 700 v.u.Z.), den er in seinem Werk Theogonie beschrieben hat, entstanden direkt aus dem Chaos des dunklen Weltbeginns die Göttin Nyx (= Nacht) und der Gott Erebos (= Finsternis).
Im Schöpfungsmythos der so genannten Orphiker, einer religiös-philosophischen Strömung, die sich auf den mythischen Sänger Orpheus bezog, heißt es, dass Nyx, die schwarzgeflügelte Nacht, vom Wind (Aithir) umworben wird. Sie legt daraufhin ein silbernes Ei (Symbol für den Mond) in den „Schoß der Dunkelheit“ (Ranke-Graves, 2003, Seite 25). Aus diesem Ei schlüpft Eros, die Liebe, auch von manchen als Phanes (der Offenbarer) bezeichnet. Eros, oder besser gesagt „die Liebe“, setzt das All in Bewegung. Als zweigeschlechtliche Gottheit erschafft Eros die Erde, den Himmel, die Sonne und den Mond. Nyx nennt ihren Eros auch Erikepaios (= der sich von Heidekraut ernährende) oder Protogenos Phaeton (der leuchtend Erstgeborene). Er wird beschrieben als goldgeflügelt und vierköpfig (Stier, Löwe, Schlange und Widder).
Während des Schöpfungprozesses bewohnte Nyx mit Eros eine Höhle. Sie zeigte sich als Trinität von Nacht, Ordnung und Gerechtigkeit. (Ranke-Graves, 2003, Seite 25). Vor der Höhle saß die Muttergöttin Rhea und rührte die bronzene Trommel. Damit lenkte sie die Aufmerksamkeit der Menschen auf das Orakel der dreifaltigen Göttin. Diese regierte über das All und die Planeten, die Eros erschaffen hatte, bis Uranos ihr die Herrschaft abnahm (Sieg des Patriarchats).
Homer schreibt in seiner Ilias, dass sogar Zeus Ehrfurcht vor Nyx hatte. Als die Nacht dem flüchtenden Hypnos Schutz gewährt, traut sich Zeus nicht zu widersprechen. Er erklärt Nyx für stärker als Götter und Menschen und verzichtet darauf den Flüchtling zu bestrafen.
Hesiod beschreibt die Familienverhältnisse der Göttin Nyx wie folgt:
Aus der Verbindung mit dem Gott der Finsternis, Erebos, entstehen Heméra (= der Tag) und Aíther (=die Luft des Himmels), sowie noch diverse andere Kinder: die „schwärzliche Ker“, der „schreckliche Moros“, die Zwillingsbrüder Thanatos und Hypnos und das Geschlecht der Oneiren. Charon, der Fährmann, der die Verstorbenen über den Unterweltsfluß Styx bringt, wird zudem als Sohn der Nyx und des Erebos bezeichnet.
Ohne fremde Hilfe, also in so genannter Parthenogense, schenkt die Göttin der Nacht Nemesis und Eris, den Zwillingen Momos und Oizys und außerdem den Hesperiden, den Moiren und den „gnadenlos strafenden Keren“ (Hesiod, Theogonie) das Dasein. Auch Philotes, Geras, sowie die Täuschung entstammen dem Schoß der Nyx.
Die Kinder der Nyx, allesamt Wesen der Nacht, haben zumeist düstere und unbeliebte Eigenschaften. Ker ist die Göttin des gewaltsamen Todes (= Mord), Moros der Gott des Verhängnisses und des Untergangs, Nemesis ist die Göttin des „gerechten Zorns“ und der rechtlichen Vergeltung, Eris die Göttin des Streits und der Zwietracht. Die Zwillingsbrüder Hypnos und Thanatos verkörpern Schlaf und Tod - ähnliche Zustände deren Grenzen oft fließend erscheinen. Momos ist der Gott des Tadels und der Kritik, seine Zwillingsschwester Oizys ist die Göttin des Leides und Elends, des Ärgers, der Ängstlichkeit und Sorge. Geras ist der Gott des zerstörerischen Alters, des Greisenalters; er wird gefürchtet von den Menschen.
Die Oneiren sind die Träume, ebenso Kinder der Nacht, wie die Moiren, die drei Schicksalsgöttinnen Klotho, Lachesis und Atropos, die den Lebensfaden jedes Menschen spinnen, abmessen und am Ende abschneiden. Ähnlich wie die Moiren sind auch die Keren Schicksalsgöttinnen, bzw. eher Todesgöttinnen. Sie erscheinen wenn die Lebenszeit abgelaufen ist (häufig auf dem Schlachtfeld) als dunkle Ungeheuer, die sich von Blut ernähren. Lieblicher hingegen sind die Hesperiden, Nymphen, die die goldenen Äpfel der Hera hüten, ein Hochzeitsgeschenk der Gaia zur Hochzeit mit Zeus. Philotes, Göttin der Freundschaft, Zuneigung und Liebesumarmung, ist eines der wenigen positiven Wesen der Nacht.
Nachdem Uranos die Herrschaft über das All und die Planeten aus den Händen der Nyx genommen hatte, bezog die Göttin der Nacht im Tartaros, der schrecklichen Unterwelt der Titanen, Häuser, die hinter dunklen Wolken verborgen sind. In diesen Häusern leben sowohl Nyx als auch ihre Kinder. Mit Tochter Heméra teilt sich die Göttin ein Haus, aber niemals sind beide gleichzeitig zugegen. Heméra ist nachts dort, wenn Nyx den Himmel mit Dunkelheit überzieht, die Göttin der Nacht verbringt die Tagesstunden dort, während ihre Tochter den Himmel erhellt. Eine eherne (eiserne) Türschwelle ist der einzige Punkt des Hauses, wo sich beide treffen; sie grüßen einander im Vorübergehen. Nyx trägt, wenn es Abend wird, den Hypnos im Arm und mit ihm besteigt sie ihren Wagen um den Menschen die Nacht und den Schlaf zu bringen.
Mit dem Namen der Göttin der Nacht wurden in der Neuzeit sowohl ein Asteroid, als auch ein Mond des Pluto versehen.
Quellen, Literaturtipps und Links:
Hesiod: Theogonie, S. 8. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, (vgl. Hesiod-W, S. 8) (c) Aufbau-Verlag
Hesiod: Werke und Tage, S. 3. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 4536 (vgl. Hesiod-W, S. 43) (c) Aufbau-Verlag
Homer: Ilias, S. 449. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 5064 (vgl. Homer-W Bd. 1, S. 263-264) (c) Aufbau-Verlag
Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie, rororo 2003
http://de.wikipedia.org/wiki/Nyx_(Mythologie)
http://de.wikipedia.org/wiki/Stammbaum_der_griechischen_G%C3%B6tter_und_Helden#Nachkommen_der_Nyx
http://www.peter-hug.ch/lexikon/Nyx
artemisathene
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
 
Gebet an Mutter Erde – Heilgebet an Gaia
Heilige Göttin Gaia
Schöpferin von Anbeginn
Große Erdenmutter
verzeih mir
verzeih uns Menschen
die Verletzungen, die wir brachten über dich
über deinen himmlischen Geist
über deinen göttlichen Erdenleib
über deine lebensspendenden Gewässer
über unser Heim
verzeih mir
verzeih uns Menschen
die Wunden, die wir erbringen an deinen Leib
der unsere Wohnstatt ist
Allschaffende Allnährende
Große Mutter
Gottkönigin
begegne mir
begegne uns Menschen
mit deiner Gnade
mit deiner Güte
mit deinem Segen
verschone uns
vor der zerstörenden Kraft deiner verborgenen Feuer
erwärme mit der Allmacht deines verborgenen Feuers
unsere Herzen
erhelle unsere Gedanken mit deinem Geist
helfe uns deinen Leib zu heilen
der uns hervorbrachte
der uns empfangen wird
helfe uns
dich
durch mich, durch uns
zu entfalten.
Heilige Göttin Gaia
Schöpferin von Anbeginn
Große Erdenmutter
dein Wille geschehe
Pamela Anna Guggenheim
Zitiert aus:
„Ich, die Göttin – Übungen und Meditationen“, Hierophant-Verlag 2009, Seite 93/94
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Pflanzen:
Der Holunder, Sambuccus niger
Die lateinische Bezeichnung des Holunders ist Sambuccus niger. Sambuccus lässt sich von dem antiken Wort „Sambyke“ oder „Sambyx“ herleiten, das ein Saiteninstrument aus dem Holz des Holunders beschreibt. Der Name stammt wahrscheinlich von den Phöniziern und wurde von den Griechen und später den Römern übernommen. Das Instrument war dreieckig, mit vier Saiten bespannt und erzeugte helle Töne. Vielleicht lässt es sich am ehesten mit einem Hackbrett oder einer Zither vergleichen. Außerdem ist noch eine Flöte aus dem Holunderholz bekannt, die „Sambuca“ genannt wurde.
Bei archäologischen Ausgrabungen von prähistorischen Siedlungen sind Samen des Holunders gefunden worden und in antiken Schriften wird er als Heilmittel beschrieben. Mit den Beeren des Hollers haben sich die Frauen im Altertum die Haare schwarz gefärbt.
Da früher eigentlich in der Nähe jedes Hauses ein Hollerbusch stand, wurde er im Volksglauben als Sitz der Hausgötter angesehen und durfte unter keinen Umständen gefällt werden. Tatsächlich ist der Holunder eine so vielseitig verwendbare Heilpflanze, dass es kein Wunder ist, dass sich so viele Sagen um ihn ranken. Neben den Blüten werden auch die Blätter, die Rinde und natürlich die Beeren medizinisch genutzt (siehe Spruch am Ende des Textes).
Der Holunder kann ein stattlicher Busch von bis zu 6 m Höhe werden. Er strömt einen intensiven Geruch aus. Durch seine stark verzweigten und teilweise verholzten Äste kann man ihn gut erkennen. Wir finden ihn in Gärten, Hecken und Gebüschen, sowie an Bachufern und in der Nähe von landwirtschaftlichen Gebäuden. Der Holunder ist eine echte Pionierpflanze: auf brach liegenden Flächen fasst er schnell Fuß und wächst wo es ihm gefällt. Dafür ist er berühmt. So sagt man auch: einen Holunder kann man nicht pflanzen, er sucht sich seinen Lieblingsplatz selbst aus.
Im Juni blüht der Holunder in großen weißen Dolden. Jetzt ist es Zeit die Blüten zu ernten und entweder in der Küche zu verwenden oder für Tee zu trocknen. Als Tee genossen, haben Holunderblüten Schweiß treibende und Fieber senkende Eigenschaften: Holunderblütentee kann aber auch vorbeugend eingesetzt werden. Die schwarzen Beeren erscheinen im Herbst. Ihr Saft ist äußerst vitaminreich, er wird durch Auskochen erlangt. Außerdem werden aus den Früchten gute und gesunde Marmeladen und Kompotte gekocht.
Teilweise werden sogar die Blätter und die Rinde des Busches verwendet.
Die Rinde des Strauches wurde in der Volksmedizin zur „Reinigung des Körpers von innen“, als Abführmittel und auch als Emetikum (zum Erbrechen reizendes Heilmittel) eingesetzt. Dafür galt die Regel, die Albertus Magnus aufgestellt hat: wird die Rinde nach oben zu abgeschabt, erhält man ein Emetikum, schabt man sie nach unten zu ab, erhält man ein Abführmittel (Laxans).
Inhaltsstoffe: die Blüten enthalten ätherische Öle, schweißtreibende Glykoside, Flavonoide, Gerbstoffe und Schleimstoffe. In den Blättern und der Rinde wurde ein der Blausäure verwandtes Glykosid nachgewiesen, deshalb sollten die Früchte auch nicht im unreifen Zustand gegessen werden. Im reifen Zustand sind sie unbedenklich und enthalten viele Vitamine und Mineralien.
Anwendung: zur Schwitzkur wird ein Tee aus den Blüten des Hollerbusches hergestellt (Rezept siehe unten). Dieser Tee eignet sich besonders bei fiebrigen Erkältungskrankheiten oder zu Vorbeugung einer solchen, denn er steigert die Abwehrkräfte. Der Saft aus den Beeren wurde früher als Abführmittel verwendet. Tee aus den Blättern oder der Rinde wird zur Anregung der Ausscheidungen (Harn und Stuhl), bei Ödemen und rheumatischen Schmerzen hergenommen.
Nebenwirkungen: Bei Verwendung der Blüten sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Bei Blättern und Rinde kann es jedoch zu Magen- und Darmbeschwerden kommen, da sollte man vorsichtig dosieren. Die Beeren gelten roh als schwach giftig, sie können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. Gekocht ist der Saft unproblematisch.
Geschichtliches
Schon in der Steinzeit wurde der Holler als Küchen- oder Heilpflanze verwendet. Es sind Reste der Pflanze bei archäologischen Grabungen in der Schweiz und in Norditalien festgestellt worden.
Die Griechen und Römer benutzten ihn als Heilmittel.
Dioskurides beschreibt in seiner „Materia medica“ die Wirkung der Holunderwurzel gegen Schlangenbisse. Er kocht die Wurzel in Wein und gibt diesen Trank dem Gebissenen. Umschläge mit den Blättern des Hollerbusches sollten Geschwüre lindern. Der Holunder wurde aber auch zum Abführen und Schleim lösen, sowie in der Gynäkologie verwendet.
Bei den Kelten war der Holler als „Ruis die Holde“ der Baum des dreizehnten Mondes.
Im Mittelalter gibt es diverse Schriften, die den Holunder als wirksame Arznei verwendet. Man könnte fast meinen er habe den Ruf eines Allheilmittels gehabt. Auch in dieser Zeit gilt er als abführend, entwässernd, fiebersenkend, schmerzlindernd und allgemein kräftigend. Hildegard von Bingen beschreibt den Holunder als „warm“ und preist seine heilende Wirkung bei Gelbsucht. Sie empfiehlt Dampfbäder mit den Blättern und einen Weintrunk mit den Sprossen des Strauches. Eine anschließende Bettruhe schließlich regte das Schwitzen an. Diese Behandlung sollte künstliches Fieber erzeugen und somit die Heilung beschleunigen.
Sagen und Märchen
Der Name Hollerbusch kommt aller Wahrscheinlichkeit nach von „Frau Holle“, der germanischen Göttin Holle, Hulda, Holda, Perchta, Berta. Sie war die Anführerin der „Wilden Jagd“ und fuhr mit ihrem Wagen voller „Seelen verstorbener Kinder“ in der „Zeit zwischen den Jahren“ durch die Lande. (siehe Schlangengesang 21/07 und 27/08)
Besonders in England und Irland wird dem Holunder eine Beziehung zu Tod, Teufel und Hexen nachgesagt. Er darf dort weder zum Schiffbau noch für den Hausbau benutzt werden, da er Unglück bringen soll. Stattdessen ist er als „broomstick“ (Hexenbesen) bekannt.
Tacitus schreibt, dass das Holz des Holunders für Bestattungen verwendet wurde und in Norddeutschland schnitt der Sargschreiner einen frischen Hollerzweig, um das Maß für den Sarg eines Verstorbenen zu nehmen. Außerdem war die Peitsche des Leichenwagenkutschers ein Holunderstecken.
Es ranken sich eine ganze Reihe Sagen um den Holler:
Man glaubt, dass ein Schutzgeist oder eine Fee in jedem Holler wohnt.
In Dänemark hieß es, wer in der Mittsommernacht unter einem Holler stünde, könne die Königin der Feen mit ihrem Gefolge vorbeireiten sehen. Es sollte auch niemals eine Wiege aus Holunderholz gefertigt sein, da sonst die „Hylde Moer“ käme und das Kind so lang an den Beinen zöge, bis man es herausnehme.
In Preußen sagte man, dass der Erdgott Puschkaitus, unter dem Strauch wohne. Bei den Slawen und den Balten heißt er Puschkit oder Partusk und ist wie „Frau Holle“ eine Unterweltsgottheit.
Meist aber erzählte man, dass der Holunder von der Kraft der Frau Holle beseelt sei. Man glaubte, er könne ein Tor zum unterirdischen Reich der Holle sein. Als Tor zur Unterwelt war der Holler eine beliebte Friedhofspflanze.
Es galt als Sünde einen Holunder zu fällen, da man fürchtete, dass Frau Holle sonst tödliche Rache nehmen würde.
Ein verdorrter Strauch oder eine erneute Blüte im Herbst galten als böses Omen für einen Todesfall in der Familie.
Mancherorts brachte man dem Baum kleine Opfer, um Frau Holle gnädig zu stimmen. Milch, Butter und besonders Bier wurden unter dem Baum abgelegt oder ausgeschüttet.
Äste des Holler, über Türen und Fenstern angebracht, sollten helfe, böse Mächte, Krankheiten und auch Blitzschlag fern zu halten.
Ein Hollerbusch vor oder neben dem Stall behüte das Vieh vor Zauberei, sagte man im letzten Jahrhundert noch im Raum Leipzig.
Unter dem Hollerbusch sollen zuweilen Schätze zu finden sein. Der Hintergrund dieser Sage ist interessant, denn tatsächlich vergrub man in unruhigen Zeiten, in Kriegswirren, häufig Wertsachen unter einem Hollerbusch. Dieser wurde dann bis kurz über der Wachstumsgrenze abgesägt und war so uninteressant und unkenntlich. Nach überstandenen Gefahren, war der Holunder bereits wieder ausgetrieben und konnte den Rückkehrern als gute Landmarke zur Widerauffindung des „Schatzes“ dienen.
Nach Ansicht von Mirella Levi D´Ancona gilt der Holunder den Christen als Symbol für Sünde und Scheinheiligkeit, weil die Blüten süß duften, die Beeren aber schlecht schmecken.
In anderen Gegenden war es Brauch, als Zeichen der Wertschätzung, den Hut zu ziehen, wenn man an einem Hollerbusch vorbeiging.
Weil der Holler eine heilkräftige Pflanze ist, glaubt man mancherorts, dass es schon ausreiche unter einem Hollerbusch zu schlafen, um gesund zu werden. Andernorts wiederum galt das Schlafen unter dem Hollerbusch als Krankheiten oder sogar Tod bringend.
Ein Kind solle gesund und kräftig aufwachsen, wenn man das Badewasser des Neugeborenen unter einem Holler ausgoss.
Zauberstäbe und Wünschelruten können aus Holunderholz gemacht sein.
Wenn eine verheiratete Frau sich ein Kind wünsche, solle es ihr helfen, einen Holler zu küssen.
Wenn ein Holunder gefällt werden sollte, musste man folgendes sprechen, während man ohne Kopfbedeckung und kniend betete: „Frau Holle, gib mir etwas von deinem Holze, dann will ich dir etwas von meinem geben, wenn es wächst im Walde!“
Magische Rezepte:
Die Hollerlimonade galt als Liebestrank: „Auf Johannis blüht der Holler, da wird die Liebe noch toller!“
In Serbien benutzte man Hollerblüten als Hochzeitstrank, der Strauch galt als Glücksbringer.
Elsabeth Brooke schreibt, dass der Holunder dem Sterbenden den Übergang von Leben zum Tod erleichtern könne.
Der Duft der Blüten soll hingegen angenehme Träume hervorrufen und sogar als Mittel zu Wahrträumen zu benutzen sein. Dazu soll man die Blüten in einen Baumwollbeutel einnähen und unter das Kissen legen (Elsabeth Brooke)
Sprüche, Lieder und Rätsel rund um den Holunder
Rinde, Beere, Blatt und Blüte,
jeder Teil ist Kraft und Güte,
Jeder segensvoll.
Nachbars Kinder und Nachbars Holunder
Bannst du nie auf Dauer.
Schließt du ihnen die Türe, oh Wunder!
Klettern sie über die Mauer.
„Ringel, Ringel, Reihe,
wir sind der Kinder dreie
sitzen unterm Hollerbusch
machen alle husch, husch, husch!“
Rätsel: Was ist grüner als Klee?
Was ist weißer als Schnee?
Was ist schwärzer als Kohl?
Bist du ein braves Kind, du errätst es wohl?
Rezepte rund um den Holler
Teerezept: 2 EL Hollerblüten mit ¼ Liter kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.
Rezept für Hollerblütensirup: 15 frisch aufgeblühte Holunderblütendolden, 3 ungespritzte Zitronen, 2 kg Zucker, 3 Liter Wasser, ca. 60 g Zitronensäure
Die Blüten auf „Tierchen“ untersuchen und ausschütteln, nicht waschen! Dann die Dolden von den großen Stängeln befreien und in ein großes Einmachglas (ca. 5 Liter) geben. In Scheiben geschnittene Zitronen dazugeben.
Das Wasser zum Kochen bringen und dann den Zucker darin lösen bis die Flüssigkeit klar ist. Eine Tasse voll wegnehmen, die Zitronensäure darin lösen und wieder zurückgeben. Gut verrühren. Dann die noch heiße Flüssigkeit auf die Holunderdolden und die Zitronen gießen, umrühren, abgedeckt und dunkel 5 Tage stehen lassen, dabei jeden Tag umrühren.
Anschließend abfiltern durch ein Baumwolltuch oder ein Teesieb und nachdem man den Absud noch einmal erhitzt hat, ihn in saubere Flaschen umfüllen.
Für Kinder mit Mineralwasser auffüllen, für die Erwachsenen kann´s schon auch mal Sekt sein.
Rezept Hollerkücherl: (für 5 Portionen) 200 g Mehl, ¼ Liter Milch, eine Prise salz, 1 EL Zucker, 1 Ei, Butterschmalz oder Öl zum Ausbacken, Puderzucker zum Bestreuen.
Die Blüten auf „Tierchen“ untersuchen und ausschütteln, nicht waschen! Mehl, Milch, Salz, Zucker und Ei zu einem flüssigen Teig verquirlen. 30 Minuten zum Quellen stehen lassen.
Tiefe Pfanne oder Fritteuse auf 180 Grad erhitzen. Evtl. Temperatur mit einem Tropfen Teig prüfen.
Hollerblüten in den Teig tauchen und im heißen Fett goldgelb ausbacken. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Mit Zimtzucker oder Puderzucker bestäuben.
Warnung: alle Rezepte und Hinweise zur Verwendung des Holunder als Heilpflanze beruhen auf Erfahrungen und Recherchen der Autorin. Im Krankheitsfall ersetzen sie nicht den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker.
Quellen, Literaturliste und Links:
M.Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen, Bechtermünz Verlag 2000
Hl. Hildegard: Heilkraft der Natur „Physica“, Neuauflage Weltbild 1993
Mayer, Uehleke, Saum: Handbuch der Klosterheilkunde, Zabert Sandmann 2002
Elisatbeth Brook: Kräuter helfen heilen, Stb 2004
Marianne Beuchert: Symbolik der Pflanzen, it 2004
artemisathene
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Praktisches
In der Dunkelheit – Ritual/Meditation
Heutzutage sind wir eigentlich kaum noch mit absoluter Dunkelheit konfrontiert. Wenn nachts keine Sterne leuchten, so tun es die Straßenlaternen, Häuserfenster, Bewegungsmelder, Flugzeuge, die digitale Uhrzeitanzeige am Wecker oder die Leuchtzeiger beim Analogwecker. Besonders in der Stadt, so denkt man, wird es eigentlich nie dunkel. Man könnte also meinen, wir hätten die Dunkelheit und die damit verbundenen Schrecken in unserer modernen Welt gebannt. Aber wollen wir das wirklich? Ist es nicht eher beänstigend, dass wir nicht mehr richtig lernen, mit Dunkelheit und Nacht umzugehen? Wie wir von dem Göttinnenportrait erfahren haben, gibt es nur eine Gottheit mit positiven Eigenschaften, die aus der Nacht, der Dunkelheit entspringt. Und besonders als Frau kennt man sicherlich das ungute Gefühl, wenn man nachts durch einen spärlich beleuchteten Park muss.
Ich habe darum für diese Ausgabe ein altes Ritual ausgegraben, dass ich benutzt habe, um mit der Dunkelheit zu kommunizieren, als mein Großvater gestorben war. Es geht dabei genau darum, schwarze Seiten und Aspekte des Lebens und der Umwelt als integrale Bestandteile unseres Daseins zu aktzeptieren. Es soll helfen, sich in der Nacht und der Dunkelheit geborgen und wohl zu fühlen.
Ich benutze:
eine lila Kerze
ein Stein, der gut in der Hand liegt (und von der Hand ganz umschlossen werden kann)
Das Ritual lässt sich überall dort abhalten, wo absolute Dunkelheit herrscht, d.h. beispielsweise in einem abgedunkelten Raum zur Mittagszeit, im eigenen Garten bei Nacht oder auf dem Balkon vor Sonnenaufgang. Die Umgebung sollte vertraut sein und Geborgenheit ausstrahlen.
Zunächst mache ich es mir im Schneidersitz vor einem kleinen Tisch bequem. Dort entzünde ich die Kerze und lege den Stein davor. Ich betrachte den mich umgebenden Raum, wie er (verändert) durch das Kerzenlicht erscheint; wie er sich bewegt und vielleicht Gegenstände unheimliche Formen annehmen. Während ich meine Umgebung bewusst wahrnehme und sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnen, atme ich tief durch die Nase ein und mit einem langen Zischlaut wieder aus. Dadurch entspannt sich mein Körper und mein Geist. Ich nehme ich den Stein in die Hand und führe die Atemübung so lange durch, bis der Stein meine Körperwärme und Energie aufgenommen hat. Dies geht leicht, wenn man sich vorstellt, mit dem zischenden Laut seine Energie in den Stein auszuatem. Dann lösche ich die Kerze. In der völligen Dunkelheit spreche/flüstere/singe ich folgende Worte, den Stein fest in meiner Hand:
Tag und Nacht bist du bei mir:
In mir, um mich, an mir entlang.
Du schwächst und stärkst mich,
Belebst und lähmst mich.
Du bist die Finsternis,
aus der ich stamme;
Du bist Stille und Zeit.
In dir geht alles auf,
in dich kann alles fallen.
Du kennst weder Ende noch Anfang:
Du bist immer und überall.
Ich bin teil der Schwärze
und nehme dein Wesen an.
Ich wiederhole den Text, bis ich das Gefühl habe, mit dem Raum bzw. der Dunkelheit eins zu sein. Ich entzünde wieder die Kerze, lege den Stein davor und spüre nach. Je nach Umgebung kann nun das Tageslicht wieder hereingelassen werden oder ein elektrisches Licht angeknipst werden.
Der Stein sollte an einem Ort aufbewahrt werden, an dem man sich häufig befindet, sich unwohl fühlt oder er kann (je nach Art und Beschaffenheit) als Amulett getragen werden.
Annika
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Rezepte mit Holunderbeeren
Für viele leckere Sachen aus Holunderbeeren ist der Holundersaft die Grundlage. Aus dem Saft kann jederzeit Sirup, Gelee oder Suppe gekocht werden.
Holundersaft
1 kg Holunderbeeren
ca. 100 ml Wasser
(auch wenn es mehr Beeren sind, die Wassermenge bleibt gleich, weil das Wasser nur dazu dient, den Entsaftungsprozess in Gang zu bringen)
Die Holunderbeeren waschen und nach Lust und Laune von den Dolden ribbeln – oder auch nicht. Ich mache das mit einer Gabel, das geht am schnellsten. Dabei darauf achten, dass keine unreifen Beeren dabei sind.
Zusammen mit dem Wasser in einen großen Topf geben und zum kochen bringen. Bei geschlossenem Deckel eine Viertelstunde köcheln lassen.
Jetzt werden die Beeren durch ein Tuch geseiht. Am einfachsten geht das mit einem sauberen Baumwolleinkaufsbeutel. Den Beutel (oder das Tuch) über einen zweiten Topf spannen und die Beeren mit dem Saft vorsichtig hineinschütten und dann abtropfen lassen. Ich mache das mit Hilfe von 2 Stühlen und einem Besenstiel.
Wenn es nach einigen Stunden nicht mehr tropft, wird der letzte Saft ausgepresst indem man den Beutel wringt, drückt und quetscht.
Anschließend wird der Saft in saubere Flaschen oder Gläser mit Schraubverschluss gefüllt und verschlossen. Die Flaschen werden dann in einen Topf gestellt, der soweit es geht mit Wasser gefüllt wird. Das Ganze muss jetzt eine halbe Stunde kochen, dann ist der Saft sterilisiert und haltbar.
Wer den Saft nicht einkochen möchte, kann ihn auch portionsweise einfrieren. Dann aber keine Glasgefäße benutzen, weil die platzen können.
Pur ist der Saft etwas bitter und sollte vor dem Verzehr leicht gesüßt werden.
Holundersirup
Holundersirup ist ein altes Hausmittel bei Husten und Erkältung und er soll die Abwehrkräfte stärken. Im Winter wird er mit heißem Wasser oder Tee getrunken, im Sommer ist er mit Mineralwasser aufgefüllt eine leckere Erfrischung.
1 l Holundersaft
500 g Zucker
nach Belieben und Geschmack mit folgenden Zutaten würzen:
Saft von 1 Zitrone, Limette oder Orange
Zimtstange, Nelken, Piment, Sternanis – oder Glühweingewürz oder ayurvedischen Gewürztee
Wenn Gewürze benutzt werden, diese vorher mit etwas Saft (ca. 100 ml) aufkochen und 1 Stunde ziehen lassen. Danach abseihen (Kaffeefilter) und den restlichen Saft dazu geben.
Den Saft mit dem Zucker in einem großen Topf aufkochen und 5 Minuten kochen lassen.
Anschließend wird der Saft in saubere Flaschen oder Gläser mit Schraubverschluss gefüllt und verschlossen. Die Gläser werden dann auf den Kopf gestellt und bleiben so eine halbe Stunde stehen.
Wer möchte kann den Sirup auch im Wasserbad sterilisieren.
Fliederbeersuppe (4 Personen)
In Norddeutschland wird der Holunder auch Flieder genannt und dort gibt es diese Suppe in den Herbst- und Wintermonaten.
1 l Holundersaft
100 g Zucker
3 – 4 Essl. Speisestärke
1 L Milch
500 g Grieß
1 Essl. Butter
2 Essl. Zucker
1 Prise Salz
1 Prise Muskat
2 Eier, verquirlt
nach Belieben und Geschmack mit folgenden Zutaten würzen:
Saft von 1 Zitrone, Limette oder Orange
Zimtstange, Nelken, Piment – oder einfach Glühweingewürz
Manchmal werden auch gedünstete Apfelspalten zu der Suppe gegeben.
Die Milch mit Butter, Zucker, Salz und Muskat aufkochen und den Grieß unter ständigem Rühren einstreuen. 2 bis 3 Minuten kochen bis ein zäher Brei entsteht. Etwas abkühlen lassen und die beiden verquirlten Eier unterrühren.
Den Saft mit dem Zucker zum Kochen bringen. Die Speisestärke mit etwas kaltem Saft anrühren und unter den kochenden Saft rühren.
Mit zwei Löffeln oder den angefeuchteten Händen aus der Grießmasse kleine Klößchen formen und zu der Suppe geben. Alles zusammen 10 Minuten köcheln lassen.
Lilia
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Ahnenspeise
Die Holunderbeeren im Garten sind reif.
Vorhin haben wir einen großen Topf voll zusammen mit den ersten Falläpfeln und noch nicht ganz reifen Zwetschgen aufgesetzt. Mit den anderen Zutaten experimentiere ich gern ein wenig herum. Heute waren es zwei zerbröselte Zimtstangen, einige zerstoßene Pimentkörner, Ingwer, Nelken, Kardamom und etwas Orangenschale. Das schmeckt gar nicht mal so weihnachtlich wie es vielleicht klingt, aber es verleiht dem Holundermus ein angenehmes Aroma. Etwas Zucker koche ich mit und heute zum ersten Mal eine Prise Salz. Leider habe ich den echten Vanillezucker vergessen, den ich nach dem Kochen zufügen wollte – beim nächsten Mal vielleicht. Wenn alles gar ist, wird das Mus durch ein feines Sieb gestrichen, denn die Holunderkerne verursachen ein wenig Übelkeit, wenn man zu viele davon erwischt.
Ich habe auch schon überlegt, statt der Gewürze aus südlichen Ländern hiesige Kräuter zuzufügen, damit das ganze etwas einheimischer wird. Vor ein paar Jahren wanderten schon mal etliche Hagebutten mit hinein. Minze wäre denkbar, von der ich verschiedene Sorten auf dem Balkon ziehe, oder Zitronenmelisse vielleicht.
Ich bin mit Holunderbeeren großgezogen worden. In unserer Familie hat sich die Tradition erhalten, jedes Jahr aus den Fliederbeeren, wie sie bei uns in Norddeutschland hießen, Saft zu kochen. Schon meine Urgroßmutter tat das und vor ihr die Urmütter vermutlich ebenso. Der Saft wurde den ganzen Herbst und Winter mit Wasser vermischt getrunken. Manchmal wurde eine Fliederbeersuppe daraus gekocht mit Apfelstückchen drin und zähen, kleinen Grießklößchen, die nicht wirklich süß waren, denn meine Mutter sparte mit dem Zucker. Andere Leute fanden das manchmal komisch und waren der Meinung, Fliederbeeren seien doch giftig.
Noch ein ganz wichtiges Thema beim Verspeisen von Fliederbeeren war ihre Färbekraft. Man musste gut aufpassen, nicht zu kleckern, denn das dunkle Blut der Ahnen hat eine starke Kraft, die sich auch darin ausdrückt.
Aus den Blüten Sirup zu bereiten lernte ich erst als erwachsene Frau aus Büchern, und jetzt besitze ich sogar ein ganzes Holunderkochbuch. Auf einem meiner ersten Schamanenlehrgänge vor vielen Jahren stolperte bei meiner Suche nach meiner speziellen Kraftpflanze ein kleiner Holunderstrauch über mich – ja, genauso herum hatte es sich angefühlt. Später sollten wir den nichtalltäglichen Aspekt der Pflanze anreisen, und mir erschien ein riesiger, fliegender, rotgoldener Glücksdrache, so wie man sie aus China kennt, den ich manchmal reite, und der mich sehr darin unterstützt, so zu bleiben wie ich bin - mit all meiner Schrägheit.
Ama Asase
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Das „Ei“ in kosmologischer Theorie und magischer Praxis
Das Ei hat eine weltweite Bedeutung in den kulturell unterschiedlichen Mythen der Schöpfung. Das kosmische Ei, auch Weltenei genannt, aus dem nach dem Schöpfermythos die Welt hervorgegangen ist, steht symbolisch für Neuanfang, Manifestation und Vereinigung, Evolution, Gleichgewicht der Kräfte und Schutz. In der Traumdeutung steht es für noch nicht verwirklichte Chancen und Potentiale, welche die Zukunft noch bringen wird.
Aus schamanischer Sicht stellt das Ei eine große Energiequelle dar und es wird verwendet, um sich von negativen Energien zu reinigen und als „Energiemethode“ sich von Ängsten und depressiven Verstimmungen zu befreien. Dieses hier von mir vorgestellte Experiment stammt von Vadim Tschenze, ein berühmter russischer spiritueller Berater. Ich finde diesen Versuch lohnenswert, der dunklen Jahreszeit, die of trübe Gedanken und Unsicherheiten mit sich bringt, mit diesem Experiment zu begegnen. Das Ei verfügt energetisch über eine sehr hohe Schwingungsfrequenz und kann so die niederfrequenten Schwingungen der „Verstimmungen“, wenn man sie sich als Blockade vorstellt, auflösen. Denn das Ei, als eine Ursubstanz, hat nach dem überlieferten Wissen unserer Urahnen die Fähigkeit, diese abzutragen.
Durchführung
Fülle ein Glas mit Leitungswasser, bis es zu ¾ voll ist. Achte darauf, dass das Wasser richtig kalt ist.
Nimm ein frisches Hühnerei aus biologischer Haltung, zerschlage es sehr vorsichtig und lege behutsam ohne die Schale in das Glas.
Das Ei sinkt nun langsam auf den Boden des Glases.
Stelle das Glas über Nacht an dein Bett.
Schaue morgens nach, was mit dem Ei passiert ist. Wenn du mehrere aufsteigende Bläschen
Oder Fäden siehst, hat sich etwas getan. Diese Reaktion deutet auf eine Reinigung hin.
Das Ei hat begonnen, negative Energien vom Körper abzuziehen.
Dieser Vorgang wird mindestens 10 mal wiederholt, bis sich keine Reaktion mehr im Wasserglas zeigt. Natürlich jedes Mal mit einem neuen Ei.
Das verbrauchte Ei wird in die Toilette gegossen. Spreche dabei folgenden Satz.
„Von wo die negative Energie gekommen ist, dorthin soll sie auch wieder gehen.“
Dokumentation
Ich empfehle über die Dauer des Experiments täglich ein paar Notizen zu den Befindlichkeiten zu machen und auf deine Ausscheidungen ( Harn, Stuhl, Schweiß, Hautreaktionen)zu achten und deine Gemütsverfassung zu dokumentieren. Auch lohnt es sich das morgendliche Ergebnis zu fotografieren und am Ende zu vergleichen. Ich habe das
jedenfalls so gemacht und fand es super spannend!
Vielleicht habt ihr ja Lust über eure Erfahrungen zu dem Experiment zu berichten?
Würde mich super freuen! Lieben Gruß
Quellen. Wikipedia, Kosmogonie/kosmogonischer Mythos
Vadim Tschenze, „Nützliche Tipps“, ISBN: 13: 978-3-934438-29-3
Ilo
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Thema schwarz
Schwarz als Symbolfarbe
„Schwarz“ ist wie „weiß“ eigentlich keine Farbe: „Schwarz“ bezeichnet das Fehlen von Lichtimpulsen auf der Netzhaut des Auges. Schwarze Objekte strahlen kein oder nur wenig Licht ab, sie reflektieren das Licht nicht, sondern absorbieren die Lichtwellen. Mischen lässt sich „schwarz“ heute durch die Farben „cyan“, „magenta“ und „gelb“ in gleichen Verhältnissen. Viele Jahrhunderte, nein Jahrtausende, wurde „schwarz“ als Farbe zur Herstellung von Malerei oder kunsthandwerklicher Gegenstände in erster Linie durch Ruß/Asche hergestellt. So nutzten bereits die frühen Menschen den Ruß, um damit die Höhlenmalereien zu schaffen, wie man sie in Lascaux oder Altamira bewundern kann.
Schwarz hat auch heute noch starke Symbolkraft. Es wird als edel eingestuft, als elegant und exklusiv, weshalb sowohl Anzüge als auch Autos bevorzugt in schwarz (grau/silber) hergestellt werden. Im alten Rom wurde schwarze Tinte und auch die schwarze Farbe für Kleidung aus Eichengallen (Galläpfeln auf Eichenblättern) in Kombination mit Eisenacetat gewonnen. Schwarze oder besser grau-schwarze Kleidung trugen allerdings nur Trauernde, Angeklagte oder Personen von niedrigem Rang, wie Dirnen und freigelassene Sklaven.
Weil die Trauerkleidung und die Kleidung der Priester, die den Unterweltsgöttern opferten in der Antike schwarz war, hat sich „schwarz“ als Symbol für den Tod erhalten.
Heute steht „schwarz“ auch für eine politische Orientierung. Konservative Parteien mit christlichem Wertebild und ihre Anhänger werden gerne als „die Schwarzen“ bezeichnet.
In der Mythologie und im Volksglauben war „schwarz“ ein Synonym für den Gegensatz von hell, licht.
Etymologisch hat das deutsche Wort „schwarz“ eine indoeuropäische Wurzel: gotisch: swarts, althochdeutsch: swarz, alt-nordisch: svsrtr, altenglisch: swart, niederländisch: zwart, lateinisch: sordes = Schmutz,
Es gibt aber auch Begriffe für „schwarz“, die nicht zu dieser Wurzel passen: noire (französisch), black (englisch), kelaino oder kelainos (alt-griechisch). Im Lateinischen gibt es sogar diverse Bezeichnungen für „schwarz“: niger, ater und pulleiaceus.
„Schwarz wie die Nacht“, ist ein feststehender Begriff, der seit der Antike üblich ist. Nyx, die griechische Göttin der Nacht, wird mit schwarzen Flügeln und häufig auch schwarzgewandet oder schwarzhaarig dargestellt (siehe Göttinnenportrait). Alle als „böse“ oder „dämonisch“ bezeichneten Wesen gelten als „Kinder der Nacht“; es heißt sie scheuten das Tageslicht. Bereits in der Antike ist „schwarz“ die Farbe der Unterwelt und des Totenreiches. In der griechischen Mythologie wird der „Tod“ Thanatos schwarz geflügelt dargestellt, ebenso sein Zwillingsbruder Hypnos, „der Schlaf“.
Besonders die chtonischen Göttinnen (Erdgottheiten) Demeter, Persephone, Ceres, Hekate und Hel, aber auch andere große Göttinnen wie Artemis, Isis, Ischtar, Astarte und Kali werden nicht selten mit schwarzer Hautfarbe oder schwarzer Kleidung abgebildet. Selbst im Christentum spielt die „schwarze Madonna“, die christliche „schwarze Göttin“, eine wichtige Rolle. Das ist besonders deshalb interessant, da im Christentum die Farbe „schwarz“ eher für die Macht der Dunkelheit steht, für den Teufel, Hexen und Dämonen, die manchmal sogar vereinfacht als „die Schwarzen“ bezeichnet werden.
Nicht vergessen dürfen wir natürlich die afrikanischen Göttinnen Yemanjá, Iansa und Oshun, die nicht in ihrer Symbolkraft die dunkle Seite der großen Göttin darstellen, sondern natürlich aufgrund ihrer Hautfarbe zu den schwarzen Göttinnen gerechnet werden können.
In alten Märchen und Legenden gilt als Gegenstück zum „schwarzen Mann“, einem wilden Jäger mit schwarzem Bart, die „schwarze Margaret“ als Kinderschreck: eine schwarze, wilde Jägerin. Auch die Geschichten von der „wilden Jagd“ berichten von schwarzen, menschenähnlichen Gestalten.
Schwarze Tiere symbolisieren in den alten Geschichten häufig den Teufel und seine dämonischen Schergen. Beliebt waren der schwarze Hund (Pudel; siehe Goethes Faust), die schwarze Katze, der schwarze Hahn oder die schwarze Henne, Rabenvögel, ein schwarzer Bock oder schwarze Kröten und Schlangen. Sie standen als Seelentiere auch für die Toten, die Verstorbenen der Familie oder des Clans. Dem Hund kommt als Begleittier der Zauber- und Unterweltsgöttin Hekate noch eine besonders magische Funktion zu.
„Schwarz“ spielt eine wichtige Rolle als Zauberfarbe. In der Magie aller Kulturen wird die Macht der Unfarbe „schwarz“ genutzt.
Besonders als Unheil abwehrende Farbe wurde „schwarz“ in vielen Bereichen der Magie eingesetzt. Für Heilzauber wurden beispielsweise bevorzugt schwarze Tiere als Opfertiere verwendet. Gerade die chtonischen Gottheiten erhielten häufig schwarze Rinder, Katzen, Hühner oder Pferde zum Opfer. Schon Hippokrates beschreibt die heilende Wirkung der Milch einer schwarzen Kuh bei Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen und Verstopfung.
Heilzauber mit schwarzer Wolle und schwarzen Tüchern werden schon in der Antike beschrieben. Plinius erklärt, dass die schwarze Farbe die eigene Kraft des Heilers unterstütze, zum Beispiel bei Frauenkrankheiten und dem Biss eines aggressiven Hundes.
Auch schwarze Früchte wie Johannisbeeren oder Holunderbeeren galten auch ihrer Farbe wegen als besonders heilkräftig.
Im Bereich der Regen- und Wetterzauber war „schwarz“ ebenso beliebt wie bei Schutz- und Geldzaubern. Hier wird „schwarz“, wie bei den Heilzaubern auch, zu positivem Zweck eingesetzt. Anders ist dies bei Schadenszaubern, für die „schwarz“ selbstverständlich auch verwendet wurde. Außerdem gibt es Berichte über den Einsatz eines schwarzen Steines, um Gedanken und Absichten eines anderen Menschen erkennen zu können.
Geburt, Hochzeit und Tod sind die Lebensbereiche, die besonders von bösen Mächten gestört werden konnten. Da die schwarze Farbe apotropäisch (Unheil abwendend) wirken sollte, wurde es besonders in diesen Lebensphasen benutzt. Schwarze Bemalung und schwarze Kleidung, schwarze Tierhaare und Federn, Amulette und Tücher spielten eine wichtige Rolle. Beliebte Geschenke für Wöchnerinnen waren ein schwarzes Huhn, Heidelbeeren oder schwarze Johannisbeeren. In Oberschwaben, im Allemannischen und in Altbayern haben Bräute zum Teil zwischen der Verkündigung der Hochzeit und dem Hochzeitstag schwarze Kleidung getragen. Außerdem war es ein Brauch, dass das Brautpaar eine schwarze Henne zuerst über die Türschwelle laufen ließ, bevor es selbst das Haus betrat.
Für Sterbende wurde eine schwarze Kerze angezündet, um die bösen Geister und jeglichen Zauber fernzuhalten. Lukian berichtet, dass in Rom schwarze Totengewänder und schwarze Schleier für die trauernden Frauen Verwendung fanden.
Griechische Priester trugen bei Opfern an „die Unterirdischen“ schwarze Kleidung und noch heute ist schwarz die Farbe der meisten christlichen Priester und Nonnen.
Bei Prophezeiungen und Träumen galt „schwarz“ als Unglücksbote und sogar als Todesanzeiger. Schwarze Tiere wurden gefürchtet, wenn es um die Gesundheit und das Glück der Familie ging. Nur sehr selten wird „schwarz“ als Glücksfarbe angesehen.
Beliebte „schwarze Heilmittel“, die sowohl medizinisch wie magisch verwendet wurden, sind der Schwarzkümmel, die Schwarzwurzel (Beinwell), die Tollkirsche, das schwarze Bilsenkraut, der schwarze Holunder und die schwarze Johannisbeere.
Quellen, Links und Literaturtipps:
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (Band 7), Weltbild-Verlag
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Madonna
http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%A4rberei_in_der_Antike
artemisathene
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Onyx
Der Onyx gehört zur Mineralienklasse der Chalcedone und ist von glänzender, schwarzer Oberfläche, durch die sich, ähnlich wie beim Achat, auch andersfarbige (vor allem weiße) Schichten ziehen können. Echte Onyxe sind selten und damit sehr teuer. Es werden daher oft Imitate in den Handel gebracht, um den Bedarf zu decken. Entsprechend kann man sich vorstellen, wie wertvoll z.B. die Gemma Augustea sein muss (siehe Fotografie).
Der Name Onyx stammt vom griechischen Wort für Fingernagel oder Kralle ab. Dies soll auf die Geschichte von Cupido zurückgehen, welcher der Venus die Fingernägel mit einem Pfeil abschoss, während diese schlief. Die abgeschnittenen Nägel wurden dann in Steine umgewandelt, damit kein Körperteil der Götter je vergehen konnte. Onyx war und ist seit jeher sehr beliebt und wird heute meist im Trauerschmuck verwendet. Bereits in der Bibel wird der Onyx erwähnt, als einer von zwölf Edelsteinen auf dem Priesterschurz (2. Mose, 28,20). Außerdem findet man ihn im Paradies im Fluß Pischon neben Gold und dem Bedolachharz (1. Mose, 2,12; Schoham = hebr. Onyx).
Zur Abwehr des Bösen Blickes und allgemein für Augenkrankheiten soll der Onyx sehr geeignet sein. Hildegard von Bingen beschreibt den Onyx als warm und rät zu einem guten Wein, in dem der Onyx einige Tage verweilen soll, um gegen Augenleiden, Magenschmerzen, Fieber und anderem zu wirken. Bei anderen Autoren des Mittelalters kommt der Stein allerdings nicht so gut weg: Laut Marbod von Rennes „zieht [er] Nachtgeister und böse Träume an, stiftet am Tag Zank und Hader“ und bei Albertus Magnus „erweckt [er] Traum, Befürchtungen, schreckliche Phantasien im Schlaf, vervielfältigt traurige Stimmungen und Streitigkeiten, erhöht bei Kindern den Appetit, hemmt schädliche Einflüsse, befördert Melancholie im Kopf (zitiert nach Hildegard von Bingen „Physica“ Cap. 4-3 (Pattloch-Verlag, Seite 304).
In der heutigen Heilsteinkunde ist er der Stein des Durchsetzens: er fördert das Selbstbewusstsein und verbessert logisches Denken und Argumentieren.
Für mich persönlich ist der Onyx ein sehr besonderer Stein, da er wie ein schwarzer Bluttropfen der Erde aussieht. Glatt poliert und in Form gebracht, durchgeschüttelt und entzaubert liegt ein Stück Lebenskraft der Erde vor mir, das mich in seine Schwärze zieht.
Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Onyx_(Mineral)
Hildegard von Bingen „Physica“ Cap. 4-3, Pattloch-Verlag, Seite 302-304
Gienger, Michael: Heilsteine. 430 steine von A-Z. Neue Erde Verlag
http://www.beyars.com/edelstein-knigge/lexikon_371.html
http://www.dasschwarzenetz.de/index.htm
http://www.gemstone.org/gem-by-gem/english/onyx.html
http://www.dasschwarzenetz.de/allmende/steine/onyx.htm
Annika
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Die Bärenmutter geht, oder wie mein Uterus auf seine alten Tage noch das Fliegen lernte
Schon vor mehr als 35 Jahren, nach der Geburt meines Sohnes, war etwas nicht mehr ganz in Ordnung „da unten“, und ich bekam einen dicken weißen Porzellanring eingesetzt, der dabei helfen sollte, meine Gebärmutter an ihrem Platz zu halten. Mit meinen 22 Jahren hatte ich damals noch sehr wenig Bewusstsein für meinen Körper und war über diese Therapie eher erstaunt und amüsiert als beunruhigt.
Nach der Geburt meiner älteren Tochter vor fast 32 Jahren entließ mich der Gyn bei der Nachuntersuchung mit den Worten: „Und wenn Ihnen etwas herausfallen sollte, dann legen Sie sich hin und lassen sich einen Krankenwagen rufen.“ Mit diesem Fluch lebte ich einige Jahrzehnte lang, und jeder Gyn bestätigte mich darin. Einer oder eine sagte zu mir als ich grad mal paarunddreißig war, meine Vulva sähe aus wie die einer fünfzigjährigen Frau.
Wie gut, dass ich selektiv verdrängen kann. So ließ ich mich nicht allzu sehr bange machen, sondern lebte mein Leben nach Kräften und hatte auch viel Spaß dabei.
Nach der Geburt meiner jüngeren Tochter vor fast 29 Jahren wurden die Senkungsbeschwerden und die Empfindung des Herausfallens jedoch so deutlich, dass ich mich schweren Herzens dazu entschloss, mir die Gebärmutter herausnehmen zu lassen. Ich hatte schon einen Termin für die OP gemacht, da lernte ich bei einem Bauchtanzkurs eine Ärztin kennen, die mir dringend davon abriet, und zwar mit dem Argument, die Gebärmutter sei die Sonne im Körper einer Frau. Das gefiel mir, und ich sagte den OP-Termin ab und versprach meinem Uterus, einst mit ihm zusammen begraben zu werden.
Es lief mal besser, mal schlechter, aber ich ließ mir meine Lebensqualität nicht allzu sehr davon beeinträchtigen. Auf einem meiner damaligen regelmäßigen Spaziergänge begegnete mir eines Tages die Hüterin meines Uterus als eine sehr schöne aber etwas abgearbeitete ältere Frau. Ich hatte auch zuvor schon von ihr geträumt, und nun begann ich regelmäßig mit ihr zu kommunizieren, und sie begleitete mich, riet und half mir bei vielen Fragen. Später, als ich begann gezielt schamanisch zu reisen, offenbarte sie mir, dass sie zugleich meine spirituelle Führerin und Lehrerin in der Oberen Welt ist. Und das ist sie bis zum heutigen Tag.
Ich nahm im Lauf der Jahre einige Kilo zu, und das innere Fett um die Organe herum half ein wenig, alles zu stützen und an seinem Platz zu halten, sodass ich mich sogar mit großer Begeisterung auf eine Pilgerschaft am Jakobsweg machen konnte. Doch im letzten Jahr nahm ich in relativ kurzer Zeit zwölf Kilo ab, und mir ging es natürlich sehr gut damit. Im September stellten sich dann jedoch ganz plötzlich, fast wie über Nacht, die Senkungsbeschwerden wieder ein, schlimmer als je zuvor. In der ersten Zeit litt ich furchtbar, konnte kaum laufen, hatte das Empfinden, meine Lebenskräfte flössen mir bei jedem Schritt zwischen den Beinen heraus. Die Gewichtsabnahme stoppte im gleichen Moment, ohne dass ich an meiner Ernährungsweise etwas änderte, so als ob mein Körper fürchtete, mit jedem verlorenen Kilo den Zustand zu verschlimmern.
Nach einer Weile des Leidens und der Angst vor dem Verlust hatte ich genug davon und nahm die Herausforderung an. Ich besorgte mir ein Buch mit CD und begann mit einem Beckenbodentraining, wohl wissend, dass in meinem Alter die Beschwerden nur gelindert, aber nicht beseitigt werden würden. Das Training machte mir trotzdem viel Freude, und die Beschwerden und mein Körpergefühl besserten sich tatsächlich sehr. Ich machte sogar zusammen mit einer Freundin, meiner älteren Tochter und einigen anderen jungen Frauen, die vor kurzem entbunden hatten, einen richtig anstrengenden Cantienicakurs mit.
Im Februar begann ich regelmäßig im Fitnesscenter zu trainieren, was mir und meinem Beckenboden zusätzlich gut tat und Kraft gab. Bloß der Crosstrainer war eine Qual, weil ich nicht wusste, wie ich beim Treten da unten alles zusammen halten sollte.
Irgendwann dämmerte mir die Erkenntnis, dass ich um eine OP wohl doch nicht herumkommen würde, gab mir dafür aber Zeit bis zum Spätsommer. Doch dann ging ich trotzdem schon im Juli zur Frauenärztin, die die Senkung und den OP-Plan bestätigte und zusätzlich einen kleinen Polypen entdeckte, der auch abgeklärt werden sollte. Ich erhielt einen Untersuchungstermin im Städtischen KH.
Mein Problem war nun, wie ich mit dem Versprechen an meinen Uterus umgehen sollte, mit ihm gemeinsam begraben zu werden. Das musste ich nun ja brechen. Ich überlegte hin und her, durchdachte Konservierungsmethoden. Meine Tochter bot sich an, bei meinem Tod die Gebärmutter mit in meinen Sarg zu legen, doch eine Konservierung in Formalin sagte mir gar nicht zu. Am Ende beschloss ich, sie bei uns im Garten, am Fuße des alten Apfelbaums feierlich zu begraben, der auch der Wohnsitz meiner geistigen Lehrerin ist.
Im Krankenhaus traf ich auf einen unendlich sanftfingrigen Oberarzt, dem ich von meinem Wunsch erzählte, und der scheinbar ganz gelassen damit umging. Er empfahl mir nur, es beim OP-Termin noch mal anzusprechen, dass ich meinen Uterus mit nach Hause nehmen will. Außerdem schlug er mir vor, vor der Gebärmutterentfernung eine Ausschabung vornehmen zu lassen, damit bei der späteren OP schon klar ist, ob alles gutartig ist. Der Polyp sah aber ganz glatt aus, und ich wusste genau, dass er in Ordnung war. Der Arzt bestätigte das auch, wollte aber korrekt nach den KH-Richtlinien vorgehen. Trotzdem entschied ich mich dafür, mir die Ausschabung zu ersparen, ich hatte auch vorher noch nie eine gehabt.
So fuhren wir erst einmal in den geplanten Urlaub in Richtung Usedom, besuchten Freunde in Weimar und das vorgeschichtliche Museum in Halle, wo ich endlich das Original der Himmelsscheibe von Nebra und viele andere spannende Sachen sah. Wir waren nach drei Tagen am 25. Juli nördlich von Berlin in der Uckermark angekommen, als uns dort auf einem Campingplatz die Nachricht erreichte, dass mein Papa einen Schlaganfall gehabt hatte und sterben würde.
Wir kehrten sofort um, doch mein Vater starb noch während wir unterwegs waren, und so konnten wir am Abend nur noch von seinem toten Körper Abschied nehmen, seine Seele war schon fort gegangen. Ich bin sehr froh, dass ich während der Heimfahrt als Beifahrerin mit ihm Frieden schließen und mich intensiv von ihm verabschieden konnte, während er noch im Koma lag. Ich spürte genau den Moment seines Todes, und gleich darauf rief meine Tochter an und bestätigte es.
Durch die große Trauer und die Beschäftigung mit der Familie und den Beerdigungsangelegenheiten geriet mir mein körperlicher Zustand ein wenig aus dem Blickfeld, doch der OP-Termin stand schon fest, und am 10. August war es dann so weit. Der erste Tag im KH verging mit Verwaltungskram, Untersuchungen und Zimmerbelegung. Ich hatte etwas Mühe, mich in der veränderten Umgebung zurechtzufinden. Doch ich schlief gut, auch ohne Medikamente, und erwartete die OP relativ gelassen.
Nach der OP war ich ziemlich entkräftet, hatte Schmerzen, gegen die ich aber Mittel in den Tropf bekam. Die erste Nacht war ich an allerlei Geräte angeschlossen, Blutdruck, Sauerstoff, Salzlösung, und ein kleiner Monitor stand neben meinem Kopf. An meiner Seite hing ein Katheterbeutel, der durch meine Bauchdecke in die Blase führte, was ich zum Glück erst später erfuhr. Das machte mir aber alles nur wenig, weil ich die ganze Zeit in einem Dämmerzustand verbrachte. Am nächsten Tag wurden die Geräte entfernt, nur der Beutel blieb mir erhalten und wurde für die nächsten Tage zu meinem ständigen Begleiter, meinem „Handtäschchen“. Wie oft ist es mir passiert, dass ich vom Bett aus, an dem er hing, schnell ein paar Schritte irgendwohin machen wollte und erst durch ein Ziehen an meinem Bauch bemerkte, dass ich etwas vergessen hatte. Dafür vermisste ich ihn manchmal in der ersten Zeit, nachdem er endlich entfernt worden war. Noch jetzt passiert es mir gelegentlich, dass ich aufstehe um irgendwohin zu gehen, und dabei einen kurzen Moment innehalte und mir kurz klar machen muss, dass da nichts mehr an mir hängt. Der Mensch gewöhnt sich so schnell!
Am Tag nach der OP schaute ich das erste Mal wieder nach meinen Begleitern in der Geisterwelt und stellte fest, dass sie unverändert wirkten. Bloß mein erstes Krafttier hatte ziemlich zerrupfte Flügelspitzen. Es sah aus, als ob die Enden der Federn abgerissen worden waren. Das machte mir ein wenig Sorge, weil ich es in den vergangenen fast dreizehn Jahren immer nur in perfekter Schönheit gesehen hatte. Und als ich nach der Seele meines Uterus schauen wollte, sah ich meine kleine Gebärmutter (Hühnereigroß hatte der Arzt gesagt) mit winzigen weißen Flügeln fröhlich an einem blauen Himmel fliegen, fast wie der „Schnatz“ bei Harry Potter’s „Quidditchspiel“, nur nicht ganz so schnell. Das war so befreiend, und ich hatte das Gefühl, sie wirklich loslassen zu können.
Ich sang am Morgen im Therapiegarten der benachbarten Psychiatrie für sie und mein Krafttier das Lied „Fly Like An Eagle“, und es passte wunderbar. Einige Tage später sah ich, dass mein Krafttier an seinen Flügelspitzen diamantengleich funkelnde Besätze bekommen hatte. Überhaupt der Therapiegarten! Er war meine tägliche Zufluchtsstätte. Dort tankte ich die Kraft der Sonne, der Erde, der Bäume und Pflanzen, des Wassers und des Windes.
Das Krankenhaus macht trotz der vielen Therapiemöglichkeiten irgendwie auch krank, jedenfalls habe ich es so erlebt, und am Ende habe ich mich gestern selbst entlassen. Ich hatte nämlich etwas Fieber bekommen und habe irgendwo einen Entzündungsherd im Körper, wahrscheinlich in den Hämatomen in meiner Vagina. Doch die angekündigten Antibiotika hätte ich sowieso nicht genommen, also bin ich gegangen, um endlich wieder ganz gesund zu werden.
Beim nächsten Vollmond werde ich die Bärenmutter im Garten unterm Apfelbaum vergraben.
Ama Asase
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Rezensionen
Rabenschwarze Intelligenz von Josef H. Reichholf
Im meiner Wohngegend gibt es eine Saatkrähenkolonie, einige Rabenkrähen und diverse Eichelhäher und Elstern. Da ich diese intelligenten und geselligen Vögel gerne beobachte, freute es mich zu erfahren, dass im Herbig-Verlag „rabenschwarze Intelligenz – was wir von Krähen lernen können“ erschienen ist. Prof. Dr. Josef H. Reichholf, Zoologe an der der zoologischen Staatssammlung in München, beschreibt in diesem ca. 250 Seiten starken Buch augenzwinkernd und mit spürbaren Respekt vor den Fähigkeiten dieser Vögel, seine ganz persönlichen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse aus diversen Studien und Forschungsprojekten. Das letzte Kapitel ist den Rabenmythen gewidmet. Denn nicht immer hatten die schwarzen Rabenvögel den Ruf Totenvögel oder Unglücksraben zu sein, diese Umdeutung erfuhren sie erst durch die Christen. Das Buch bringt allen Interessierten die Familie der Rabenvögel durch ihre liebevolle Beschreibung näher, schlägt die Brücke zum Artenschutz und zu den unsinnigen Verfolgungen der Krähen durch Jäger. Prof. Reichholf legt interessante Fakten auf den Tisch und füllt Wissenslücken durch diverse Zahlen, Kurven und Tabellen.
Fazit: ein wundervolles Buch zu den meist wenig geliebten Rabenvögeln, mit amüsanten Geschichten rund um die intelligenten Streiche der „Schwarzgefiederten“.
Josef H. Reichholf
Rabenschwarze Intelligenz – was wir von Krähen lernen können
Herbig-Verlag, 250 Seiten
ISBN 978-3-7766-2600-1
19,95 €
artemisathene
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Ich, die Göttin – Übungen und Meditationen
Pamela Anna Guggenheim
Das angekündigte Übungsbuch zu dem Roman „Ich, die Göttin“ („Aufgelesen“, Schlangengesang 33/09) ist jetzt im Hierophant-Verlag erschienen. Wie ich schon erwartet hatte, ist es wirklich ein gelungenes Buch mit praktischen Übungen zur Selbstentwicklung mit Hilfe der Göttinnen-Spiritualität.
Das Buch gliedert sich, ebenso wie der Roman, in 13 Kapitel, die verschiedenen Göttinnen gewidmet sind (z.B. Aphrodite, Selene, Ereschkigal, Lakshmi oder Gaia). Zu jeder Göttin gibt es dann thematisch passende Übungen (Visualisationen, praktische Tipps und Körperübungen, Bewußtwerdungs-Übungen, ect.) und jeweils eine Meditation. Übungen und Meditationen beginnen in den ersten Kapiteln mit einfachen, manchmal fast banal anmutenden Anregungen, werden dann aber zunehmend anspruchsvoll und bieten so eine gute Basis für Einsteiger wie auch für Fortgeschrittene auf dem Pfad der Erkenntnis.
Ein kleines Manko ist, dass das Buch für Anfänger nur in Kombination mit dem Roman verständlich und sinnvoll ist. Pamela Anna Guggenheim stellt nämlich die Göttinnen mit ihren Mythen und Einflussbereichen mit keinem Wort vor. Schön wäre gewesen, wenn jedes Kapitel mit einer kurzen Vorstellung der jeweiligen Göttin begonnen hätte, dann könnte man das Übungsbuch auch ohne Vorkenntnisse isoliert vom Roman nutzen. Ein weiterer Kritikpunkt: das Lektorat hat eine ganze Reihe von Fehlern übersehen.
Fazit: Ein sehr gelungenes Übungs- und Meditationsbuch mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis, dem man auch die kleinen Fehler verzeihen kann.
Pamela Anna Guggenheim
Ich, die Göttin – Übungen und Meditationen
Hierophant-Verlag, ISBN: 978-3-940868-39-8
145 Seiten, Preis: 17,90 €
artemisathene
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Hexenrunen von Susan Sheppard
Susan Sheppard gibt hier eine wunderbare praktische Anleitung zur Herstellung und Ermächtigung der 13 Hexenrunen. Sie zeigt praktizierenden Hexen, wie man damit arbeitet und für welche Sprüche Runen insbesondere geeignet sind. Ihr geschichtlicher Streifzug durch die Hexenähra sowie die Erklärung woher eigentlich die 13 Hexenrunen stammen, runden dieses Buch insgesamt ab. So liest man u.a. auch auf Seite 13, eine mehr wie treffendere Erklärung zum Thema Hexe (Zitat):
„Als Hexe wird man geboren. Ein Mensch entwickelt sich zur Hexe, weil es ihrer oder seiner Natur entspricht. Die Vorstellung, dass Frauen und Männer mit Hilfe einer alten, erdbezogenen Religion zum Hexentum konvertieren können, ist nicht glaubwürdiger als die Vorstellung, Christen könnten dadurch zu Heiligen werden, dass sie jeden Sonntag in die Kirche gehen. Wahre spirituelle Kraft ist keine Religion und war es niemals. Religion ist bloß eine Straßenkarte, eine Erinnerung an jene göttliche Ordnung, von der wir alle ein Teil sind. Zur Quelle, zur wahren Natur der Dinge gelangen wir selten mit Hilfe einer fest strukturierten Gruppe oder Institution. Der mystische Pfad ist stets etwas Individuelles. Und hierbei erfüllen die Hexen ihre wichtige Funktion.“
(Zitat Ende)
Die Autorin führt liebevoll durch die Bedeutung der einzelnen Runen, sowie durch deren geschichtlichen und mythologischen Hintergrund.
Schritt für Schritt erklärt sie die Herstellung der einzelnen Runen, sowie ihre Einzelbedeutungen, Kombinationen oder die Bedeutung bei bestimmter Fragestellung. Planetare und Elementare Zuordnungen findet man ebenso, wie die Zuordnung zu den einzelnen Sternzeichen. Aus der Geschichte wissen wir, dass man traditionell glaubte, zu einem Coven gehören 13 Mitglieder. Die hier vorgestellten 13 Hexenrunen stehen mit den 13 Sternzeichen in Verbindung zzgl. der 13. Rune, dem Auge, welches die Energien der anderen umfasst. So stehen sie auch für die 12 Stunden des Tages bis hin zur Mitternacht. Wieder ist die 13. Rune die wichtigste, denn sie beinhaltet die kollektiven Energien der zwölf anderen. Die Zahl 13 ist eine Zahl mit einem starken Einfluss. Sicherlich ranken aus diesem Grunde so viele abergläubische Geschichten um sie. So haben wir alljährlich 12 Vollmonde und in besonders magischen Jahren einen 13. Mond. Selbst Jesus hatte 12 Jünger. Er selber stand als 13., als Führer und Erlöser an oberster Stelle seiner Jüngerschar. Die Autorin schreibt, dass sich die Geschichte der 13 Hexenrunen durch den gesamten europäischen Kontinent verfolgen lässt, den Nahen Osten, den Fernen Osten bis hin nach Afrika. Allerdings lassen sie sich genauso schwer kategorisieren, wie die Hexen selber.
Die plausible und einfache Übersetzung der Bedeutung der Runen ermöglicht es, sehr schnell mit ihnen arbeiten zu können. Sicherlich sind sie nicht mit den germanischen oder skandinavischen Runen gleichzusetzen oder gar zu vergleichen, doch das strebt Susan Sheppard auch aus meiner Sicht nicht an. Die dreizehn Hexenrunen stehen ganz für sich als Orakel und Wegbegleiter und offenbaren sich durch die eigene Herstellung und Ermächtigung, auf eine wundersame magische Weise. Als Einstieg im Umgang mit Runen aus meiner Sicht, ein gelungenes Werk, welches in einem Hexenhaushalt eigentlich nicht fehlen darf.
Hexen Runen
Von Susan Sheppard
Ullstein Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-548-74236-0
8,95 €
MedeaLaLuna
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Aktuelles
„Grüß Göttin“ - Schild an der Deutsch-Österreichischen Grenze
Als ich Ende August von München nach Kufstein gefahren bin, wurde ich am Grenzübergang Kiefersfelden – Kufstein von einer fünf Meter langen Tafel mit der Aufschrift „Grüß Göttin“ überrascht. So herzlich begrüßt habe ich mich bislang noch nie gefühlt, wenn ich nach Tirol gefahren bin!
Nun die Geschichte zu dem Schild:
Die Tiroler Künstlerin Ursula Beiler hat dieses Plakat im Rahmen der Aktion „Kunst im öffentlichen Raum 2008“ entworfen, jetzt ist es als erstes der fünf geförderten Projekte realisiert worden.
Die Künstlerin will in dem Plakat die „weibliche Interpretation der Tiroler Identität“ unterstützen. "Dieses Land mit seinen gewaltigen Bergen, den engen und weiten Tälern, den Gewässern erinnert an die heile, heilige Welt." Und dieses Heil sei seit Menschengedenken auch immer die Sache der Frauen gewesen. (DER STANDARD/Printausgabe 22.8./23.8.2009) „Viele Orte, Geschichten und Darstellungen erinnern an die Göttin-Natur unseres Landes" erzählt die Künstlerin der Presse.
Ursula Beiler hat die Wirkung des Grußes bereits in ihrem Atelier ausgelotet. Sie hat die Worte „Grüß Göttin“ dort an die Wand geschrieben und die Reaktionen der Menschen beobachtet. Viele seien irritiert und irgendwie berührt gewesen, die meisten aber lächelten, erzählt Beiler. Frauen fühlten sich sofort angesprochen, sie spreche aber auch die „Göttin in jedem Mann“ an mit dieser Grußformel.
Ich freue mich jedenfalls, dass dieses Plakat nun für fünf Jahre an der Autobahn bei Kufstein stehen wird und mich und alle die diesen Grenzübergang passieren aufs herzlichste Willkommen heißt. Es ist mit Sicherheit ein weiterer guter Grund einmal einen Ausflug ins schöne Tirol zu machen, vielleicht so wie wir es getan haben – zum „Hexenwasser“ in Söll.
Quellen:
- DER STANDARD/Printausgabe 22.8./23.8.2009
- http://www.hall-tirol.at/index_sm.html?http://www.hall-tirol.at/hall/news/20090814_Asfinag-Kufstein-Kunst-Tirol.shtml
- http://www.tt.com/tt/tirol/story.csp?cid=12335778&sid=56&fid=21
artemisathene
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
 
Göttinnen-Meditation als Konzentrationshilfe
Unlängst bin ich auf einen Artikel im Spiegel aufmerksam geworden. Unter der Überschrift „Yoga als Hirn-Tuning“ wurde über eine interessante Studie der George Mason University berichtet. Dort hatte man zwei Gruppen gebildet die jeweils mit einer anderen Meditationstechnik buddhistischer Tradition übten. Beide Gruppen wurden Konzentrationstests unterzogen, sowohl vor als auch nach der Meditation. Eine Gruppe praktizierte eine so genannte „open-presence“- Meditation, bei der versucht wird den Geist in eine Art Leerezustand zu bringen. Die andere Gruppe praktizierte „Deity Yoga“, in dem sie sich auf die Vorstellung einer Gottheit konzentrierte. In den Test schnitten eindeutig die „Deity Yoga“-Meditierenden besser ab, sie konnten ihre Treffsicherheit beim Wiedererkennen von Bildern und bei Übungen zum dreidimensionalen Vorstellungsvermögen fast verdoppeln. Die andere Gruppe erhöhte ihre Trefferquote nur leicht.
Da ein Langzeiteffekt nicht eintrat, muss die Meditation regelmäßig durchgeführt werden und zwar kurzfristig vor der gewünschten Konzentrationsleistung.
Also, liebe Leserinnen und Leser, fleißig ans Werk! Klappaltar rausholen oder Altar schmücken und auf eine Göttin meditieren bevor ihr euch an Prüfungen oder wichtige Arbeiten macht!
artemisathene
Quelle: Spiegel 19/2009
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Der Schlangengesang - Göttinnenkalender
Feiertage im September (2. Hälfte)
16./17. September = 27. Boedromion: Löwe/Jungfrau, abnehmender Mond
In Griechenland: Opfer zu den Nymphen und Gaia (Erdmutter) in Erchia und zu Athene in Teithras.
Quelle: (6)
17. September: Jungfrau, abnehmender Mond:
Byzantinisches Fest zu Ehren der Heiligen Sophia, der Göttin der Weisheit und ihrer drei Töchter: Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe.
Quelle: ?
22./23. September = 2 Boedromion: Skorpion, zunehmender Mond
Niketeria: Fest der griechischen Siegesgöttin Nike. (siehe Schlangengesang)
Quelle: (6)
23. September: Skorpion, zunehmender Mond:
Fest der Göttin Latona (lateinischer Name der griechischen Göttin Leto), Mutter der Zwillinge Artemis und Apollon.
Quelle: (3)
24./25. September = 6.Pyanepsion: Schütze, zunehmender Mond
Proerosia: Übersetzt heißt dieses Fest „Einleitung zum Pflügen“ und ist ein landwirtschaftliches Fest der Göttin Demeter in Eleusis. Mehr dazu im schlangengesang 5/04
Quelle: (5)
25./26. September: Saraswati Puja
Quelle: http://www.hinduism.co.za/hindu.htm#Hindu%20Festivals2008
25. September: Schütze, zunehmender Mond
Durga Puja: Fest der indischen Göttin Durga. Je nach Region konnte dieses Fest zwischen 2 und 9 Tage dauern.
Quelle: http://www.durga-puja.org/durga-puja-calendar.html, http://www.divya-jyoti.de/Kalender/text_Religi%C3%B6se%20Feste.htm, http://hinduism.about.com/library/weekly/extra/bl-alm.htm
25./26.September = 7.oder 8. Pyanepsion: Schütze/Steinbock, zunehmender Mond:
Oskhophoria: ein Traubenernte und Traubenkelterfest. In erster Linie war es ein Fest des Gottes Dionysos, aber auch Apollon und die Athene Skira bzw. die Göttin Skira wurden bei diesem Fest verehrt. Die Geschichte des Theseus und der Ariadne, bzw. der Mythos vom Minotauros spielte im Verlauf des Festes eine wichtige Rolle.
Quelle: (5)
26. September: Steinbock, zunehmender Mond:
Festtag der Venus Gen(e)trix, der Stammmutter Roms durch ihren Sohn Äneas. (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: (3), http://de.wikipedia.org/wiki/Venus_%28Mythologie%29
27./28. September = 9.Pyanepsion: Steinbock, zunehmender Mond
Stenia: In Eleusis und Alimountas stattfindendes nächtliches Fest zu Ehren der Göttinnen Demeter und Persephone. Es war der Auftakt zu den Tesmophorien und nur Frauen vorbehalten. (siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: (5)
29./30. September bis 2./3. Oktober = 11.-13. Pyanepsion: Thesmophorien: Feier zu Ehren Demeters und Persephones zu Beginn der Saatzeit (Sporetos). Die Feierlichkeiten waren auf Frauen beschränkt und gehörten zum Bereich der weiblichen Mysterien. (siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: (5)
Ende September: genauer Termin war leider nicht feststellbar: Fest der ägyptischen Göttin Hathor.
Quelle: http://www.land-der-pharaonen.de/Wissenschaften/body_wissenschaften.html
Ebenso ohne festes Datum, wahrscheinlich um den 29./30. September: Wotanstag, mit dem Erntefest und Wodansblot im germanischen Kulturkreis. Es ist Zeit, dass man Besuch von Wodan erwarten kann, der überprüft ob man bereit ist den neuen Reichtum auch zu teilen. Es wird ein Bierfest veranstaltet, Tisch und Raum werden mit Hopfenblättern geschmückt.
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar: 17.9. Fest der Sophia (Byzanz), 22.9. Fest der Seegöttin (Sedna?) bei den Eskimos, 27.9. Varuni (Indien), 28.9. Baubo (Giechenland)
Quellenangaben:
(3) www.novaroma.org
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
artemisathene
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
 
Feiertage im Oktober
Im Jahreskreis der alten Griechen teilten sich die Mondmonate Pyanepsion und Maimakterion die Zeit unseres diesjährigen Oktobers. Der Name Pyanepsion kommt vom gleichnamigen Fest zu Ehren der Göttin Artemis und ihres Bruders Apollon sowie der Horen (Personifikationen der Jahreszeiten). Maimakterion leitet sich von einem Beinamen des Gottes Zeus her und bedeutet soviel wie der zürnende, tobende Zeus. Das Fest mit gleichem Namen (Maimakteria) stand für den Winteranfang, ein genaues Datum dafür ist aber nicht überliefert.
Im römischen Kalender war der Oktober der achte Monat nach dem alten Jahresbeginn im März.
Der alte Name dieses Monats im germanischen Sprachraum wird als „Gilbhart“ angegeben. Es bezeichnet die Zeit des Welkens und Vergehens des Laubes. Etymologisch ist anzunehmen, dass sich Gilbhart aus den Bezeichnungen gilb = gelb und hart = viel, sehr zusammensetzt.
29./30. September bis 2./3. Oktober = 11.-13. Pyanepsion: Thesmophorien: Feier zu Ehren Demeters und Persephones zu Beginn der Saatzeit (Sporetos). Die Feierlichkeiten waren auf Frauen beschränkt und gehörten zum Bereich der weiblichen Mysterien. (siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: (5)
1.Oktober: Fische, zunehmender Mond
Fest der römischen Göttin Fides, der Göttin der Treue (mehr dazu im schlangengesang 7/04)
Quelle: (4)
Ebenso Festtag der römischen Göttin Juno Sororia: es war wohl ein Fest zur Einweihung der jungen Mädchen ins „Frau-sein“. Ein Pubertätsfest für die Mädchen Roms.
Quelle: (3), http://students.roanoke.edu/groups/relg211/minor/festivals.html
3. Oktober: Fische, zunehmender Mond
Lakshmi-Puja: zum Vollmond nach dem Durga-Fest feiern die Hindus zuhause das Fest der Mutter-Göttin Lakshmi. Sie laden dazu ihre Nachbarn ein und beten zu Lakshmi um Gesundheit und Wohlstand. Die Hindus glauben, dass Lakshmi zu diesem Vollmond die Häuser der Menschen besucht.
Quelle: http://hinduism.about.com/library/weekly/extra/bl-alm.htm
4. Oktober: Widder, Vollmond
Ieiunium Cereris: römisches Fest zu Ehren der römischen Göttin Ceres.
Der Ritus geht auf Anweisungen in den Sibyllinischen Büchern zurück und ist daher sicherlich eher griechischen Ursprungs. An diesem Festtag wurde gefastet.
Quelle: http://home.scarlet.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
5. Oktober: Widder, abnehmender Mond
Öffnung des Mundus Cereri: Die „Welt der Ceres“, ein Erdspalt auf dem Forum Romanum, der nur dreimal jährlich geöffnet wurde und einen Eingang zur Unterwelt darstellte. Diese Öffnung zur Unterwelt steht sicherlich im Zusammenhang mit Proserpinas Winterhalbjahr in der Unterwelt.
Quelle: (3), http://home.scarlet.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
Ebenso an diesem Tag: „Fest der alten Weiber“ in Litauen.
Quelle: Bericht von Litauern.
9. Oktober: Zwillinge, abnehmeder Mond
Fest der Fausta, vergöttlichte Frau des römischen Kaisers Constatin und Fest der Felicitas, der Göttin des Glücks sowie der Venus Victrix, der Göttin des Sieges in Rom.
Quelle: (4), http://home.scarlet.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
10. Oktober: Zwillinge, abnehmender Mond
Fest der Juno Moneta, einer römischen Göttin, der „mahnenden, warnenden“ Juno. Sie galt als Beschützerin der Stadt gegen Überfälle von Feinden, war aber auch Schutzherrin der Münzprägestätte in Rom. Ihr Tempel war gleichzeitig auch Prägestätte. Sie hat einen weiteren Festtag am 1.Juni.
Quelle: (3), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
11. Oktober: Krebs, abnehmender Mond
Meditrinalia: Festtag der römischen Göttin Meditrina, Göttin der Gesundheit und des Weines. (siehe Text im schlangengesang 05/4)
Quelle: (3)
12. Oktober: Krebs, abnehmender Mond
Augustalia: Fest der Fortuna Redux: römische Göttin der glücklichen Heimkehr nach Reisen, Abenteuern oder Feldzügen. Mehr dazu im schlangengesang 5/04
Quelle: (3), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
13. Oktober: Löwe, abnehmender Mond
Fontinalia: Fest zu Ehren des Gottes Fontus, Sohn des Janus und der Nymphe Juturna. An diesem Tag wurden die Quellen Roms besucht und mit Blumen geschmückt und ein Weinopfer wurde dargebracht. Man dankte den Quellgöttern und Quellgöttinnen für die Heilkraft des Quellwassers.
Quelle: http://www.ancientworlds.net/aw/NewsStory/194879
17. Oktober: Waage, abnehmender Mond
Diwali, Kali Puja: Fest der hinduistischen Göttin Kali, der Göttin in ihrem dunklen Aspekt. Die zerstörerische Macht der Kali ist gefürchtet, in diesem Fest verbinden sich die Verehrer der Kali mit ihrer mütterlichen Kraft, die mit all ihrer Macht für ihre „Kinder“ sorgt.
Quelle: http://hinduism.about.com/od/festivalsholidays/a/hindu_calendar.htm
17./18. Oktober = 29.Pyanepsion: Waage/Skorpion, abnehmender Mond/Neumond
Khalkeia: griechisches Fest für den Schmiedegott Hephaistos und die Göttin Athene Ergani. Es war ein Fest der Handwerker, der Waffenschmiede aber auch der Weber (Ergastinai), die an diesem Tag mit der Arbeit an dem Peplos begannen, das Athene an den Panathenaien zum Geschenk gemacht wurde.
Quelle: (5), http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
29. Oktober – 2. November: Isia: Fest der ägyptischen Göttin Isis in Rom. Früher war dieses Fest vom 13. bis 16.November gefeiert worden. In der späteren Zeit des römischen Reiches wurde das Fest vorverlegt. (siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
Dann gibt es noch zwei nicht näher spezifizierte Feste im Oktober:
Apaturia: Opfer zu Ehren des Zeus Phratios und der Athena Phratia. Gefeiert wurde in Athen und bei den Ioniern.
Marawu und Owaqlt: Zeremonien der Frauenbünde der Hopi-Indianer: Fest für Fruchtbarkeit und Heilung.
Quelle. http://bauerw.tripod.com/indianer/hopi.htm#hopi_zeremonien
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
artemisathene
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
 
Feiertage im November
Im Jahreskreis der alten Griechen teilten sich die Mondmonate Maimakterion und Poseideon die Zeit unseres diesjährigen Novembers. Maimakterion leitet sich von einem Beinamen des Gottes Zeus her und bedeutet soviel wie der zürnende, tobende Zeus. Das Fest mit gleichem Namen (Maimakteria) stand für den Winteranfang, ein genaues Datum dafür ist aber nicht überliefert. Poseideon hat seinen Namen zu Ehren des Meeresgottes Poseidon. Es gab je nach Bedarf, abhängig von der Übereinstimmung Mondjahr/Sonnenjahr ein bis zwei Monate mit Namen Poseideon. Dieses Jahr sind es zwei Monate, der erste beginnt in diesem November.
Der November ist im römischen Kalender der neunte Monat des Jahres. Begonnen wurde die Zählung mit dem März.
Nebelung war die germanische Bezeichnung für den Monat November. Damit wird ein nebel- und windreicher Monat bezeichnet. Die Indogermanische Sprachwurzel „Nebh“ bezeichnet Feuchtigkeit, Dunst und Nebel.
1.November: Widder, zunehmender Mond
Tag der Banschees, der Geister aus der Anderswelt in der keltischen Religion. In Irland wird noch teilweise ein Brauch dazu zelebriert. Man legt den Verstorbenen Äpfel auf die Gräber als Symbole für den ewigen Kreislauf aus Geburt – Tod – Wiedergeburt. Banshee kommt etymologisch von ban = Frau und sidhe = Fee.
Quelle: Edain Mccoy: Die keltische Zauberin
Geburtstags-Fest der schottischen Göttin Cailleach. Ihre Herrschaft als Wetter- und Sturmgöttin, Zerstörerin und wilde Furie, die jedes aufkeimende Frühlingsblatt mit ihrem Zauberstab zu zerstören sucht, beginnt am ersten November. Sie endet, je nach Überlieferung an Imbolc, 2.Februar, oder sogar erst an Beltane, 1.Mai. (Mehr zu Cailleach im schlangengesang 8/04)
Quelle: http://www.mysteriousbritain.co.uk/folklore/calleach.html
wohl auch Festtag einer schottischen Göttin mit Namen Nicneven. Als Totengöttin reitet sie ähnlich wie Hel in den dunklen Monaten durch unsere Welt um Seelen einzusammeln.
Quellen: einzige Quellen, unsicherer Qualität:
http://www.sacklunch.net/mythology/N/Nicneven.html
In Mexico: Opfer an die aztekische Liebesgöttin Xochiquetzal. Göttin der Frauen, des Handwerks, des Tanzes, Gesanges und der Blumen, Schmetterlinge und Vögel. (Siehe Schlangengesang (24/07)
Quelle: http://mexiko-lexikon.de/mexiko/index.php?title=Xochiquetzal
13.November: Waage, abnehmender Mond:
Festtag der römischen Göttin Feronia. Sie war die Göttin der Wälder, Heilquellen und Heilkräuter. (Siehe Text im schlangengesang 5/04)
Quelle: (4), Barbara Hutzl- Ronge Feuergöttinnen und Sonnenheilige
13.-16. November: Isia: Fest der Aussaat und des Keimens im alten Ägypten und in Rom vor der Kaiserzeit. (siehe auch Oktober)
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar:
1.11.Pomona, römische Apfelgöttin, 6.11. Göttin Tiamat, 16.11 Nacht der Göttin Hekate, bzw. der Diana Lucifera, 18.11. Ardvi-Sura Anahita, persische Göttin, 28.11. Sophia
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
artemisathene
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Veranstaltungen
Internationaler Goddess - Kongress 2010
„Ihr nennt mich mit tausend Namen
und sprecht doch nur euch selber aus“
Große Mutter - Göttin - Ahnin - Großmutter
The living Goddess - Die politische Dimension weiblicher Spiritualität
Hambacher Schloss vom 28. – 30. Mai 2010
Erinnerung dich rufe ich an
sende Bilder in mein verlassenes Haus
denn selbst die Dunkelheit leuchtet
wenn wir uns erinnern
Seit Jahrzehnten stehen Frauen wieder im Dialog mit der Göttin. Sie verbinden sich mit der Allmutter - mit der Natur und mit all ihren Wesen, ihren Erscheinungsformen und Kräften. Dieser Dialog gehört zu einer umfassenden, elementaren Spiritualität - einer matriarchalen Spiritualität.
Die Formen von Trennung und Isolation, die wir heute in der patriarchalen Unkultur erleben - sei es die Trennung des Äußeren vom Inneren, des Sakralen vom Profanen, des Menschen von der Natur, des Makrokosmos vom Mikrokosmos - haben ihren Ausgangspunkt in einer Grundeinstellung, die alles nach Profit bewertet. Das Leben in seiner ganzen Vielfalt und Ganzheitlichkeit wird nicht mehr wahrgenommen. Es herrscht eine zerstörerische Denk- und Verhaltensweise, welche die patriarchösen wirtschaftlichen und politischen Ziele so überhöht, dass sie als die eigentlichen Lebensinhalte erscheinen.
„Matriarchale Spiritualität ist keine patriarchale Institution, sondern eine Bewegung mit politischer Essenz im Sinne eines anderen Politikbegriffes, der systemüberschreitende Politik meint.“ Heide Göttner-Abendroth
Es geht feministisch-matriarchaler Spiritualität um die Entwicklung einer tiefen, inneren Verbindung zum Leben, um Achtung, Wertschätzung und Fürsorglichkeit gegenüber allem Existierenden. Spiritualität ist das Bewusstsein, Teil eines Großen Ganzen zu sein, nicht als formulierte, dogmatische Religion oder organisiertes Glaubenssystem - sondern sie ist wie der Atem, der zum Leben gehört.
Das Wiedererkennen matriarchaler Kulturen durch uns Frauen verändert das allgemeine Bewusstsein: Es entsteht ein ganzheitliches und umfassendes Weltverständnis im Symbol der Großen Göttin. Denn SIE ist die der Welt innewohnende Energie und Geist.
Die Matriarchatsforscherin Heide Göttner-Abendroth über die Spiritualität matriarchaler Kulturen:
„Der matriarchale Begriff von Göttlichkeit ist immanent, denn die gesamte Welt wird als weiblich betrachtet, und zwar als weiblich göttlich. Das belegen die alten Vorstellungen von der Göttin als Universum, die Schöpferin ist, und der Mutter Erde, die alles Lebendige hervorbringt. Deshalb besitzt alles Göttlichkeit, jede Frau und jeder Mann, der kleinste Stein und der größte Stern.“
Matriarchale Kulturen sind zutiefst spirituell und brauchen keinen Namen für die allumfassende Kraft des Weiblichen, denn Namen sind Festlegungen und beschreiben nur einen Teil des Ganzen. Matriarchale Spiritualität ist eine komplexe Weltsicht, die die Göttin als ordnende Kraft, als sich-selbst-offenbarende Weisheit in allen Menschen und in allen Dingen sieht. SIE ist in ihrer Schöpfung allgegenwärtig und symbolisiert nicht nur das Leben - SIE ist das Leben. SIE ist es, die aus sich selbst das Neue erschafft – SIE ist die Mutter.
Sie ist Raum, Zeit, Himmel, Erde, Ordnung, Weisheit – auch in uns selbst, in jeder Frau, in jedem Mann.
Die Rückkehr dieser Art des Welterlebens erfordert in einer patriarchalen Gesellschaft einen Paradigmenwechsel.
Die feministisch-matriarchale Göttinbewegung hat diesen Paradigmenwechsel schon seit Jahren eingeleitet, in dem sie die Idee des Göttlichen nicht verwarf, sondern ihre eigenen religiösen und spirituellen Erfahrungen und Bedürfnisse wieder entdeckte und mit ihnen eine neue Weltsicht“.
Christa Mulack
Zehn Jahre nach Ausrufung des Jahrtausends der Frau teilen und ehren wir auf diesem internationalen Zusammentreffen unsere Erfahrungen mit der politischen Dimension weiblicher Spiritualität. Wir stärken unsere Verbundenheit und bekräftigen unser Wirken als -
- Junge, gerade jetzt geboren und aller Erfindungen fähig
- Mutter, die sich selbst enträtselt aus dem Netzwerk das euch trägt
- Alte, Greisin, die den Schlüssel hält und zu der alle Dinge zurückkehren.
Mein Ich ist Göttin
Ich erkenne mich nicht außer in Ihr
Denn ich bin Erde unter mir
Und Himmel über mir
Ich kenne das Helle
Ich kenne das Dunkle
- die Sehnsucht schweigt
- die Sehnsucht spricht
Wir - Die zukünftigen Ahninnen
Freitag den 28. Mai
10.00 Uhr Öffnung des Matri - Cafés.
Allgemeiner Treffpunkt des Marktes.
Frühstück im Matri-Café. Kaffee - Tee - Säfte
Croissants - Müsli - Minestrone - belegte Brötchen - Obst - etc.
12.00 Uhr Ritual zur Eröffnung des Hambacher-Festes
Die Erde berühren und die Wesen des Ortes rufen. Lisa Manhuru / Didgeridoo
Dr. Donate Pahnke-McIntosh/Bremen und Absolventinnen
der ALMA MATER Akademie „Spiraltanz des Segens“ rund um
das Schloss mit Trommeln, Digderidoo und Akkordion
Ingrid Mettert, Lisa Manhuru, Verena Hochheimer u.a.
13.00 Uhr Vernissage der Kunstausstellung, Performance
„Die Große Mutter“ Brunhilde Kluss mit Gruppe und Performance
„St-EINE“ Benno Joseph Feth - „Of women Born“ Jean Kahui,
Maori/Neuseeland - „Die Göttin in mir“ Dana Laurent
„Unsere liebe Frau vom Hohlen Fels“ Ulrike Loos
14.00 Uhr Begrüßung und Eröffnungsvortrag
„Die Entwicklung feministisch-matriarchaler Spiritualität heute“
Siegrun I. Laurent, Leiterin der ALMA MATER Akademie für
Kultur-Ethik-Religion und Spiritualität, Speyer-Karlsruhe
14.30 Uhr „ ...und jetzt wird Ordnung gemacht“
Erkenntnisse einer „Raum“-Pflegerin.
14.50 Uhr „Spiritualität und Politik“ War die Zusammengehörigkeit
von Spiritualität und Politik noch im „finsteren“ Mittelalter eine
Selbstverständlichkeit, so gilt sie im „aufgeklärten“ 20. und 21.
Jahrhundert als ausgemacht. Wir richten unseren Blick auf
unterschiedliche Epochen und werden mit Texten unterschiedlicher
Kulturen konfrontiert, um diese Zusammengehörigkeit zu demonstrieren.
Dr. Christa Mulack, Religionswissenschaftlerin, Autorin.
15.30 Uhr Vorstellungen der Projekte MatriaWiss = Uscha Madeisky,
Das GodeNetzwerk / Der GodeWeg ........... ?
Das Journal „MatriaVal“ = Krista Koepp-Blodau, Der Rat der Großmütter =
Ursa Illgen, MatriaMarkt = Dagmar Margotsdotter-Fricke
Gesang mit allen Anwesenden Gila Antara / England
16.20 Uhr „Die Lebenslüge heilen - eine andere Welt ist möglich“
Das Göttliche war ursprünglich weiblich - Von matriachalen Kulturformen
zu kreisförmigen Wirtschaftsformen.
Dr. Kirsten Armbruster, Wissenschaftlerin, Politikerin, Autorin
16.50 Uhr „Mutter Fluss, ich rufe dich - die Göttin in der Landschaft“
Die Wiederkehr der matriarchalen Spiritualität in der Landschaft.
Mythenlandschaften und Kultplätze werden seit Jahrhunderten
vereinnahmt und vermarktet. Den meisten Menschen ist jedoch kaum
bewusst, dass solche Orte häufig Stätten einer mythischen Ahnfrau und
ihres männlichen Partners waren. Die kulturhistorische Aufarbeitung, wie es
an verschiedenen Beispielen gezeigt wird, wirkt nicht nur befreiend für die
Plätze selbst, sondern auch für das spirituelle Bewusstsein der Menschen.
Dr. Kurt Derungs/Schweiz, Kulturanthropologe, Begründer der Landschaftsmythologie
17.30 Uhr „Die Verehrung der Göttin in den matriarchalen Gesellschaften
der Jungsteinzeit“ Der Holle-Kult am Hohen-Meissner in der Frühzeit und heute: die
matriarchale Schamanin und ihr (R)evolutionäres Potential - ein Erfahrungsbericht.
Annette Rath-Beckmann Historikerin, Wissenschaftliche Bibliothekarin
18.00 Uhr Abendessen und Marktzeit.
19.30 Uhr „Bei den Kunama in Eritrea sprechen die Ahnen
durch ihre Töchter - die Andinas“ mit Filmeinspielungen.
Gudrun Frank-Wissmann / Dokumentarfilmerin matriachaler Gesellschaften.
20.10 Uhr „Die lebendige Göttin - Mein Aufbruch in eine neue Zeit“
Krista Koepp-Blodau / Ehemalige Pfarrerin
20.30 Uhr „Akka-Zeichen - Im Namen der Großen Mutter“ Heilige Zeichen
und Symbole als Ausdruck eines ganzheitlichen Weltbildes von Raum und Zeit
aus vierzigtausend Jahren spirituellen Erlebens. Über Jahrtausende hinweg wurde
Wissen als Zeichen und Symbole an die nächsten Generationen weiter gegeben.
Siegrun I. Laurent, Feministisch-matriarchale Kulturreferentin und
Jahreskreis-Ritual-Leiterin
21.30 Uhr Fest zu Ehren der Göttin in uns.. Tänze - Meditation - Körpergebete
Performances - heilige Gesänge und Rituale. „Ritual für die Erde als unsere
Große Göttin“ Cécile Keller/Schweiz. Ärztin, Leiterin der matriarchalen Mysterienfeste
„Vertraue auf den Anfang“ Lisa Kuttner = Tänzerin, Hyun-Kyoung Shin = Musikerin
Bettina Schmitz = Dichterin. „Der Erde eine Stimme geben“ Lieder, Tänze, Ritual zur
Heilung der Erde und ihrer Kinder. Amei Helm, Ritual - und Tanzleiterin, Hüterin von „Lied der Erde“
23.30 Uhr Zeit der Stille - gemeinsames Schweigen.
Samstag, den 29. Mai
07.45 Uhr Frühstück im Matri-Café mit Kaffee Fair Trade,
Tee, frischen Brezeln, Croissants, Müsli, Früchte und vieles mehr…
08.30 Uhr Morgenritual. Meinen Göttinnenkörper spüren -
mit allen Sinnen wach und präsent.
Arunga Heiden / Sängerin, Komponistin, Ritualleiterin
09.00 Uhr "Klanmutter wird immer die jüngste Tochter" Bei den Khasi
und vielen anderen matriarchalen Gesellschaften ist die jüngste Tochter
die Haupterbin und Oberhaupt des Klans. Sie ist für das Spirituelle u n d
das Wirtschaftliche zuständig. Kamtilin Massar ist so eine jüngste Tochter,
viele kennen sie aus dem Film: "Die Töchter der sieben Hütten" Damals war
sie 12 Jahre alt und wurde für ihre Aufgabe vorbereitet. Nun 13 Jahre später
leitet sie bereits den großen Klan der Massar. Die Schwester von Kamtilin
Massar wird anwesend sein. Filmausschnitte Uscha Madeisky, Daniela Parr.
09.30 Uhr „Die Erbsen der Göttin - Heiteres und Ernstes
in der Ritualsprache“ Welche Sprache ist richtig fürs Reden und Singen im
Ritual? Ist Authentizität exotisch? Wie wirken Fremdsprachen? Wie wirken
Mantren? Und nicht zuletzt: In welcher Sprache singt die Göttin?
Dr. Donate Pahnke-McIntosh, Religionswissenschaftlerin, Körpertherapeutin,
Autorin, Leiterin des Selene-Instituts für Rituale in Bremen.
10.00 Uhr „Matriarchale Spiritualität, früher und heute“ Das tiefe Wissen
unserer Vormütter und Ahninnen aus der matriarchalen Epoche Europas
kommt heute immer mehr ans Licht, es lehrt und stärkt Frauen heute und gibt
ihnen ihre natürliche Würde zurück. In der matriarchalen Spiritualität, in der die
Große Mutter, die Göttin und die Ahnfrau im Mittelpunkt stehen, ist dieses Wissen
als umfassende Weisheit enthalten. In diesem Sinne werde ich über die
Grundzüge matriarchaler Spiritualität sprechen. Dr. Heide Göttner-Abendroth,
Philosophin, Leiterin der Internationalen Akademie HAGIA.
10.40 Uhr „Über die Liebe zum Gras an der Autobahn“ Um Leib und Seele -
eine andere „Naturwissenschaft“. Das ist es!
Über den Umgang mit den Zyklen von Leben und Tod, Sichtbarem und
Unsichtbarem und der „Verbundenheit alles Seienden“.
Prof. Dr. Claudia von Werlhof, Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie,
Universität Innsbruck / Österreich
11.20 Uhr Pause und Marktzeit
11.40 Uhr „Spiritualität und politische Ökonomie“ Welche wirtschaftliche
Veränderung folgt aus unserer neu entdeckten, lang verschollenen,
weiblich zentrierten Spiritualität gerade in unserem Kulturkreis?
Prof. Dr. Veronika Bennhold-Thomsen, Kulturanthropologin,
Soziologin (Habilitation)
12.20 Uhr „Weibliche Spiritualität der Berber- Frauen der Kabylei:
Eine Religion des Alltags“ Wie stellen sich die Frauen einer schriftlosen
Gesellschaft das Göttliche vor? Die Dimension ihrer Spiritualität (Religiosität)
wird durch ihre Kosmogonie bestätigt.
MAKILAM, Dr. Malika Grasshoff, Autorin Wissenschaftlerin, Angehörige
einer matriarchalen Gesellschaft aus der Kabylei, Nordafrika.
13.00 Uhr Mittagspause und Marktzeit
14.30 Uhr „Wir Frauen und die Bären - Göttin“ Auf der ganzen Welt zeigen
Mythen, Riten und Wirken eine Enge Beziehung zwischen Frauen und Bären.
In ihnen drückt sich lebendiges Wissen über das Zusammenleben aller Wesen
auf Erden aus. Indem die irdisch-kosmischen Ökomythologien von den Gestirnen
der „Großen und kleinen Bärin“ von „Frauen und Bären“ wieder erinnert werden,
können sie ihre transformierende Kraft für unser Überleben entfalten.
Kaarina Kailo / Autorin und Politikerin, Finnland
15.10 Uhr „Die Göttin in der Sexualität“ Tara ist die Göttin vieler Kulturen.
Sie ist die freie Frau, die Erlöserin von gedanklichen und emotionalen Zwängen,
ist die Verkörperung von Weisheit und Mitgefühl. Sie ist e i n Bild der
Großen Muttergöttin, die in der Seele aller Frauen eingebettet ist. Christa Schulte,
Diplompsychologin, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, BDP-Supervisorin
15.40 Uhr "Das heilige Paar: Schwester und Bruder“ Das heilige Paar sind nicht (Ehe)Frau und ((Ehe)Mann. Geschlechterbalance in der Südsee, in Nordafrika, den Urmären und anderen matriarchalen Gesellschaften. Uscha Madeisky, Dokumentarfilmerin, Kulturreferentin, Schwerpunkt: Matriarchale Gesellschaften
16.10 Uhr Töne - Stimme - Klang und Körper
Bewegungsmeditation mit Gila Antara
16.30 Uhr „Gatheres - Giving and Goddesses -
Sammlerinnen, Schenkende und Spiritualität“
Ist eine veränderte Gesellschaft ohne matriarchale Spiritualität möglich?
Genevieve Vaughan, Autorin, politische Aktivistin / USA / Italien
17.10 Uhr „Die drei Göttinnen - die die Eine ist“ - Die Matronendreiheit als Sinnbild allen Zyklischen. Gudrun Nositschka, Schriftstellerin, Matronenforscherin und Vorsitzende der Gerda-Weiler-Stiftung
17.40 Uhr „Rebel Shamans: indigenous women confront empire“ Rebellische Schamaninnen. Indigene Frauen konfrontieren den Staat.
Uns wurde gelehrt, dass Politik und Spiritualität getrennte Dinge sind.
Aber warum sind dann die Führerinnen der originären Freiheitsbewegungen Medizinfrauen, Priesterinnen und Wahrsagerinnen? Diese visuelle Präsentation zeigt, wie indigene Frauen durch weiblich-spirituelle Tradition das System in Frage stellt. Max Dashu, Suppressed Histories Archives / USA
18.20 Uhr „Psychotherapie im Raum der Göttin -
Weibliches Bewusstsein und Heilung“ Was die Erde retten kann ist Weibliches Bewusstsein als Leben erschaffende und Leben bewahrende Kraft.
Gertrude Raven-Croissier, Psychotherapeutin, Lehrtherapeutin für Transpersonale Psychologie.
18.50 Uhr „Die weiblichen Kräfte im Horoskop“ Die Zyklen von Mond - Venus - Lilith. Mit diesen drei urweiblichen Kräften verstehen wir alle Formen der weiblichen Ausdrucksform und bekommen Hinweise für den
jetzt anstehenden Paradigmenwechsel. Susanne von Wolff, Dipl. Psychologin, Astrologin, weiblich spirituelle Wegbegleiterin.
19.15 Uhr Abendpause Marktzeit
21.00 Uhr „...denn ich bin Erde unter mir und Himmel über mir“ Arunga Heiden, „Ich bin Erde, Luft, Feuer, Wasser“ Klänge, Rhythmen und Texte zum Lauschen und Mitsingen mit dem Spirituellen Frauenchor „KaLANGa“
Gila Antara / England, Musikerin, Sängerin, Komponistin,
„Geführte Klang Ton Stimm Meditation“, Martina vom Hoevel / England
„Gesang der Großmutter“, Amai Helm „Das Lied der Erde“,
Performance „Ahninnen“ Brunhilde Kluss und Gruppe.
23.45 Uhr Zeit der Stille - gemeinsames Schweigen
Sonntag den 30. Mai
07.45 Uhr Frühstück im Matri-Café
08.30 Uhr Morgenmeditation mit Amei Helm
09.00 Uhr „ PflanzenGroßmütter“ Echos der Göttin - die Erde in all ihren Farben und Formen ehrt ihre Ahninnen - steinalt und saftig jung - jede tönt den Namen der Göttin. Heilpflanzen - Ge-DANKen zu GroßmutterKräuter.
Gertrude Ernst-Wernecke/ Schweiz, Phytotherapeutin, Heilpraktikerin
09.30 Uhr „Sein und Verbundensein als Lebensprinzip“ Unsere heutigen Wirtschaft legitimiert sich mit dem Verkauf und dem Versprechen des „Guten-Lebens“. Was ist gutes Leben? Und wie gut ist das Leben in einer
individualisierenden, hedonistischen Gesellschaft. Eine Frage, womit sich nicht nur WissenschaftlerInnen aller Couleur beschäftigen. Doch nur wenige suchen im TAO = Mutter aller Dinge den Sinn des Seins und des guten Lebens.
Isabelle My Hanh Derungs, Kultur - und Sozialwissenschaftlerin mit sino-vietnamesischen Wurzeln.
10.10 Uhr „Unsere liebe Frau vom Hohlen Fels“ DIE größte spirituelle Sensation in der Menschheitsentwicklung und ihre politische Dimension.
September 2008 - die älteste menschliche Figur der Welt lässt sich in der Schwäbischen Alb wieder-finden: eine ca. 40 000 jährige Frau! SIE stellt eine Botschaft dar und wir sind IHRE Töchter. Was antworten wir IHR?
Dagmar Margotsdotter-Fricke, Dipl. Sozialpädagogin, Feministisch-matriarchale Kulturreferentin, Autorin, Mutter, Kulturprojekt „matriaOase“
10.50 Uhr „Ermächtigt durch die Ahninnenreihe-Erfahrungen aus den Höhlen der Ile-de-France“ Das Vermächtnis einer Frauenkultur aus dem Mesolithikum. Zeugnisse einer auf die Göttin ausgerichteten Weltbildes.
Sirilya-Dorothee von Gagern / Biologin, Spirituelle Wegbegleitung
11.30 Uhr „Der Rat der Großmütter“ Rund um die Welt haben 13 Großmütter aus indigenen Kulturen den „Rat der Großmütter“ gegründet, der sich für eine weibliche Lebensqualität in der Zeit der Großen Veränderungen einsetzt.
Das MAnifest der Großmütter wird die Grundlage für politisches Handeln sein.
Ursa Illgen, Pädagogin, Heilpraktikerin / Frauenheilehaus Wennenden
11.50 Uhr „Ursymbol Labyrinth - Mother Earth and her Child in her Womb”
Das göttliche Maß liegt genau in der Mitte zwischen ZUVIEL und ZUWENIG.
DREIfaltigkeit als EINfachste ART größtmöglicher VIELfalt.
Mit anschließendem Labyrinth-Gang. „Im Gang durch das Labyrinth“
Wir erinnern uns an ein tiefgreifendes Lebensgesetz. Im Weg des Labyrinths können wir eine mütterliche Ordnung erkennen, die wie eine choreographierte ANAlogie für den kleinsten gemeinsamen Nenner steht, der uns ALLE mit
ALLEM verbindet. Li Shalima-Abbasi, Kulturreferentin, und Philosophin.
13.00 Uhr Vom Schlossberg in die Weite der Welt.
Ausrufung des „Hambacher- MAtriarchats - MAnifestes“
Im Namen der Göttin mit der Energie aller Elemente
ERDE - FEUER - WASSER - LUFT verbinden wir uns mit den Frauen, den Kindern und Männern für eine andere Welt.
Rahmenprogramm im Siebenpfeiffer-Saal oder in der Natur
Donate Pahnke-McInthosh Visionsritual für Großmütter.
Die Verbindung halten - Wurzeln nähren - Sinnhaftigkeit fördern.
Unsere Visionen als Großmütter, um den großen Bogen
zwischen Gestern und Morgen zu spannen.
Film von Max Dashu „Göttinnen in der Zeit“
Ritualtänze, und Körpergebete von Tricia Laurent und Arakana
Jean Kahui/ Neuseeland / Meine eigene Göttin formen.
Im Weißen Zelt: Poesie, Theater, Gesang, Musik,
Offenes Mikrophon - „Ich habe was zu sagen“
Kunst - und Kunsthandwerk von Frauen zum Thema
Simultanübersetzungen: Ingrid Flaig / Österreich, Lisa Marsh / USA, Maria Püschel / Deutschland
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Frauenfiguren, Göttinnen in Ton formen
Am ersten Sonntag mit Tonerde formen - Göttinnen, Ton-Mütter, Feuerfrauen und andere Frauenfiguren - kraftvoll - heilsam - liebend - tanzend ... beim Gestalten zeigt sich die eigene, innere Göttin und nimmt Form an.
Besonderer Schwerpunkt wird ein Beitrag zu Göttinnen-Kräften in der dunklen Zeit im Jahreskreis sein.
Am zweiten Sonntag werden diese Figuren in einem Raku-Brand vor unseren Augen “durchs Feuer gehen” - dabei werden auch die Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft mitgestalten.
Leitung: Marieluise Theile - Keramik - Künstlerin
Termine: Sonntag, 25. Oktober 2009, Modellieren Sonntag, 1. November 2009, Raku-Brand jeweils 13 - 18 Uhr
Kosten: 55,00 € inklusive Material- und Brennkosten
Ort: Tonwerkstatt Erdreich - max. 6 Teilnehmerinnen
Info und Anmeldung: Marieluise Theile, Kattegatstr. 10, 13359 Berlin, Fon: 497 64 36
Anmeldung jederzeit möglich - sie ist mit einer Anzahlung der Hälfte des Kursbeitrags gültig.
Siehe auch: www.tonwerkstatt-erdreich.de
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Impressum
Schlangengesang – der Rundbrief für Göttinnenspiritualität wird von keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die sich zu diesem Zweck zusammenfanden.
V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Holzkircher Str. 12, 13086 Berlin
Bilder:
Schlangengesanglogo von Distelfliege
Zierelemente von Aruna, Caitlin, jana, Lilia, Teleri
Fotos: artemisathene, Genet, Lilia, MedeaLaLuna
Dieser Rundbrief darf nur als Ganzes und unverändert in der vorliegenden Form weiter verbreitet werden. Eine Weiterverbreitung als Ganzes ist erwünscht.
Das Copyright des vorliegenden Materials (Bilder, Texte, Grafiken, Dateien u.ä.) liegt bei den jeweiligen AutorInnen, KünstlerInnen, die im Einzelnen der Redaktion namentlich bekannt sind. Jegliche Weiterverwendung des Materials ist nur mit Genehmigung des jeweiligen Autoren, der jeweiligen Autorin, erlaubt.
Schlangengesanginfos
Schlangengesang ist ein offener Rundbrief für alle Menschen, die sich mit der Göttin beschäftigen.
Schlangengesang erscheint alle zwei Monate. Über das Internet als HTML-Email ist Schlangengesang kostenlos abonnierbar. Die Printversion und ist jetzt auch abonnierbar.
Schlangengesang offline Abo: Gegen einen Unkostenbeitrag (in bar) von 2,04 Euro Euro ist Schlangengesang auch auf Papier abonnierbar unter der Postkontaktadresse.
Wenn Dir der Rundbrief gefällt, verteile ihn bitte weiter - sei es als Email oder als Ausdruck (z.B. im Frauenzentrum, Esoladen etc). Zum Ausdrucken findest Du hier eine geeignete PDF-Datei: http://www.schlangengesang/archiv/.
Schlangengesang ist ein Rundbrief zum Mitmachen: Bitte schicke uns Deine LeserInnenbriefe, Beiträge, Buchrezensionen, Kleinanzeigen oder was immer Du im Schlangengesang veröffentlichen möchtest.
Kontakt
Bitte schickt LeserInnenbriefe, Kleinanzeigen und Artikel an:
kontakt@schlangengesang.de
oder
Schlangengesang, PF 87 03 52, 13162 Berlin
Infos zu Schlangengesang, Abomöglichkeit und Archiv:
http://www.schlangengesang.de
Diesen Newsletter haben Sie erhalten, weil Ihre E-Mailadresse in unsere Mailingliste eingetragen wurde.
Falls dies ohne Ihr Einverständnis erfolgt ist oder wenn Sie keine weiteren Newsletter erhalten möchten,
klicken Sie bitte auf folgenden Link, um Ihre E-Mailadresse aus unserer Mailingliste auszutragen:
|