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Hallo, Herzlich Willkommen zur 33ten Ausgabe des Schlangengesangs.
Der Schlangengesang 33 hat unrühmliche 4 Wochen Verspätung. Wir bitten
um Entschuldigung.
Wir bringen Euch jetzt nochmal den Winter zurück und machen damit den
Weg frei für den Frühling.
Diese Winterausgabe ist der Beginn einer neuen Themenreihe: Wir starten
mit Weiß, im Mai behandeln wir Rot und schließen im November mit
Schwarz. Schickt uns doch Eure Ideen und Texte zur den angekündigten
Farben - wir freuen uns über Eure Post!
In der nächsten Ausgabe werden wir die Göttin Tara vorstellen und auch
dazu freuen wir uns auf über zahlreiche Zuschriften zu Mantren, Yoga,
Chakren und anderen interessanten Göttinnenbeiträge rund um Indien.
Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
Annika, artemisathene, Cailynn, Esmerelda, Gwenhwyfar, jana, Lilia,
MedeaLaLuna, Sassenach

Inhaltsverzeichnis
Göttin:
- Skadi
- Hl. Agnes
Thema Winter, Schnee, Weiß:
- Schnee
- weiß
- Märchen:Schneemädchen
- Winterrunen
- Kälte spüren
Pflanzen:
- Schneeball
Praktisches:
- Lieblingseis
- Pastafavoriten
- Rezepte aus Eis und Schnee
- Silberne Schneeflocken
- Schneeflockenfee und Kerzensonne
Zauberspiegel:
- Weise silbergraue Eule
- Begegnung mit dem Tod - Initiation ins Leben
- Mein Dankgebet
- Gedicht
- Flossen, Meereskind, Flossen
Rezensionen:
- "Ich, die Göttin"
- Rabenorakel
Aufgelesen:
- Die Venus von Saraisk
Netze weben:
- Lichtbildchen
Kalender:
- Feiertage
- Veranstaltungen
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Göttin:
Skadi – die germanische Göttin des Schnees
Skadi ist die germanische Göttin des Schnees, des Eises, der Jagd sowie
des Skilaufens. Ihr Name Skadi kommt vom nord. Skade, was soviel wie
"Zerstörung" heißt.
Eigentlich ist sie eine Riesin, die Tochter des Thiassi oder auch Thjazi,
zweite Gattin des Meergottes Njörd und die Mutter der Geschwister Frey
und Freyja.
Die Götter hatten ihren Vater Thiassi getötet, weil dieser die Göttin
Idun entführt und ihre Äpfel gestohlen hatte. Deswegen erschien Skadi
bewaffnet in Asgard, um ihn zu rächen. Das angebotene Gold jedoch lehnte
sie ab. Stattdessen verlangte sie einen Ehemann und Gelächter. Man
willigte ein, sofern Skadi ihren Zukünftigen nur nach den Füßen
auswählte. So geriet Skadi wegen dessen schöner Füsse an den Njörd -
dabei hatte sie auf Baldur gehofft.
Für das Gelächter sorgte Loki, indem er am Hoden Njörds eine Ziege
festgebunden hatte. (Allerdings habe ich auch schon gelesen, dass er
dies an seinem eigenem oder sogar dem von Odin befestigte).
Bußefür den Mord tat Odin, als er Thiassis Augen in den Himmel warf und
diese fortan als Sterne leuchteten.
Die Beziehung zwischen Skadi und Njörd klappe jedoch nicht, da Skadi Eis
und Berge liebte, Njörd jedoch Meer und Strand. Sie einigten sich
darauf, jeweils neun Tage und neun Nächte miteinander an den jeweiligen
Lieblingsorten des Partners zu verbringen, doch dies war auf Dauer keine
Lösung und so trennten sie sich.
Danach heiratete Skadi Ullr, den Gott des Bogenschießens, des
Skilaufens, des Winters, der Jagd und des Todes.
Außerdem heißt es, dass Skadi und Odin noch zahlreiche Nachkommen gehabt
haben sollen.
Skadi war es auch, die eine Schlange über Lokis Kopf befestigte, nachdem
er in seinen Zankreden (Lokasenna) über die Götter hergezogen war und zu
Skadi sagte:
Loki:
50 Wenn auf die scharfe Kante des reifkalten Vetters
Sie mich mit Därmen binden bald,
So war ich der erste und auch der eifrigste,
Als es Thiassi zu töten galt.
und Skadi antwortete:
Skadi:
51 Warst du der erste und auch der eifrigste,
Als es Thiassi zu töten galt,
So soll aus meinem Hof und Heiligtum
Immer kalter Rat dir kommen.
Die Götter banden ihn auf einen Fels und Skadi band die Schlange über
ihn.
Quellen und Links:
http://www.lokis-mythologie.de/menue.php
http://www.sungaya.de/schwarz/index.htm
Kaya
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Agnes oder Die Entsinnlichung einer Göttin
Namenstag von Agnes, der christlichen „Heiligen“, ist ihr angeblicher
Todestag, der 21. Januar. Die Gute steht in erster Linie für
jungfräuliche „Unschuld“ und Keuschheit, d. h. für unnatürliche
Asexualität. In der bildenden Kunst erkennt mensch sie an ihren
wichtigsten Attributen Palmzweig (weil sie für ihren Glauben einen
gewaltsamen Tod gestorben sein soll), Buch (weil sie unerschütterlich
die Glaubenslehren der Bibel befolgt haben soll) und Lamm. Mit dem
lateinischen agnus (dt.: „Schaflamm“) wird sie nämlich – wegen der
lautlichen Ähnlichkeit – sprachlich verbunden. Streng genommen geht ihr
Name jedoch auf das altgriechische hagnos zurück und bedeutet dann „die
Reine“.
Es macht allerdings stutzig, dass die Verehrung dieser „Heiligen“ zwar
ab dem 4. nachchristlichen Jahrhundert belegt ist, besagte
Erkennungsobjekte ihr aber erst tausend (!) Jahre später „verbindlich“
zugeordnet werden! Bis ins 14. Jahrhundert hinein symbolisiert die
bildende Kunst sie entweder durch ein Schwert, durch polanges, dichtes
Haar oder durch eine auf einem Scheiterhaufen ausgestreckte, mitunter
nackte Frauengestalt. Diesen Metaphern – da ist man sich in der
Literstur ziemlich einig – liegen vorchristliche Interpretationsmuster
zu Grunde: Das Schwert deutet als Sonnensymbol auf eine Frühlingsgöttin
hin, der Scheiterhaufen auf heiliges Feuer und die spektakuläre Frisur
auf erotische Anziehungskraft und Wollust. Den körperverhüllenden und
gerade dadurch erotisierenden Haarwuchs versuchte die Kirche in ein
Keuschheitszeichen umzudeuten – offenbar wenig überzeugend, was wohl
letztlich das Durchsetzen der drei erwähnten neuen Sinnbilder bewirkt
hat. Aus alledem ergibt sich, dass „unsere“ Agnes im Kern keltischer
Herkunft ist.
Leider konnte eine wissenschaftlich zufriedenstellende keltische
Mythologie bislang nicht erarbeitet werden. Auch in absehbarer Zeit ist
keine zu erwarten, da hier ein wohlstrukturiertes, hierarchisches
Pantheon wie das olympische oder das germanisch-normannische fehlt. Von
weit über 400 gallischen GöttInnen-Namen sind rund 300 nur ein einziges
Mal nachgewiesen, und ForscherInnen gehen davon aus, dass eine ähnlich
hohe Anzahl schlicht in Vergessenheit geraten ist. Waren manche Namen
wohl ausschließlich lokal in Gebrauch, so stellten andere regionale
Sprachvarianten allgemein bekannter Gottheiten dar. Wie dem auch im
einzelnen gewesen sein mag: Ohne die – natürlich gegenüber den
„Barbaren“ voreingenommen – antiken griechischen und römischen sowie
mittelalterlichen irischen Autoren wüssten wir über die religiösen
Vorstellungen der KeltInnen nur, was sich in der mündlichen
Überlieferung über die Jahrhunderte erhalten hat. Aufs Ganze gesehen,
ist das fast überhaupt nichts. Und doch hat in Einzelfällen uralte
Erinnerung Jahrtausende überdauert, wie wir sehen werden.
Agnes, im Volksmund deutscher Zunge vielerorts „Ángnes“ gerufen, ist
eine jener Gottheiten, über die sich nur sehr schwer Zeugnisse finden
lassen ist. Mit dem Urbild der ach so scheuen christlichen Patronin der
Jungfrauen und Gärtner verhält es sich in Wirklichkeit ganz anders; denn
dieses hat mit unterwürfigem Dulden so wenig am Hut wie mit
geschlechtlicher Verklemmtheit! Agnes ist eine dürftig bis gar nicht
maskierte, griechisch-römisch beeinflusste Variante der keltischen
Göttin Brigid oder Brigantia, zu der ja auch unter mancherlei anderen
Bezeichnungen gebetet wurde – und glücklicher Weise wieder gebetet wird,
vor allem zum Termin des keltischen Licht- und Reinigungsfestes am 1.
Februar, auf das wir noch zurück kommen. Dass die verchristlichte Agnes
dafür zehn Tage zu früh im Kalender steht, tut dabei nichts zur Sache.
Eines ihrer vergessenen Heiligtümer befindet sich in der Metropolregion
Rhein-Necksr, und zwar unmittelbar nordöstlich der Landesstraße 454
zwischen der Ortsgemeinde Dannstadt-Schauernheim und der Stadt
Schifferstadt. Haben wir auf dieser Strecke die Überquerung der
Bundesautobahn 61 hinter uns, so finden wir unmittelbar links der Straße
– gegenüber dem rechter Hand gelegenen Queckbrunner Hof – den in einem
Gehölz versteckten, geheimnisvoll wirkenden Queckbrunnen. Der auf das
Mittelhochdeutsche zurück zu führende Begriff bedeutet soviel wie
„lebendiger Brunnen“.
Hinsichtlich dieses mittelalterlichen Relikts ist vereinzelt immer
wieder die Vermutung geäußert worden, es habe im Altertum hier außerdem
noch „Ángnesens Quelle“ gegeben, einen der gleichnamigen keltischen
Göttin geweihten Quellbrunnen. Die das glaubten, wurden allerdings meist
als unverbesserliche Spinner hingestellt.
Desto sensationeller nahm sich 1981das Ergebnis umfangreicher
archäologischer Grabungen an dieser Stätte aus; denn zehn Dezimeter
unterhalb des Queckbrunnen-Niveaus kam dabei ein Brunnen mit
Holzverschalung zum Vorschein. Diese wies einen Durchmesser von etwa
siebzig Zentimetern auf. Die Wissenschaftler datierten die Anlage auf
ca. 400 v. u. Z. und ordneten sie eindeutig den Kelten zu. (Die
frühesten Hinweise für eine Brunnennutzung entstammen sogar der Zeit um
4.000 v. u. Z., also dem Neolithikum! Der international bekannte, im
Historischen Museum der Pfalz zu Speyer ausgestellte, mindestens 3.000
Jahre alte „Goldene Hut" von Schifferstadt wurde weniger als einen
Kilometer von dieser Quelle entfernt gefunden. War er die Kopfbedeckung
eines Priesters im Göttinnendienst?)
Zahlreiche Funde am Queckbrunnen wiesen darauf hin, dass mensch die
Quelle besonders zur Römerzeit stark frequentiert hat. Die ForscherInnen
schlossen daraus auf eine zumindest regional hohe kultische Bedeutung.
Die wichtigsten Funde – römische Münzen aus der frühen Kaiserzeit, ein
antiker Fingerring, ein vorrömisches Rasiermesser sowie eine bronzene
Fibel – könnten vielleicht Opfergaben für die Göttin Agnes gewesen sein.
Ángnesens Quelle“ ist eine mystische Stätte, wenngleich hier
bislang nichts auf göttinnenspirituelle Aktivitäten hindeutet. Bei
hohen Wasserstand ist die Fassung der uralten Quelle nicht sichtbar.
Dieser Hinweis auf die uralte Kultstätte zwischen
Dannstadt-Schauernheim und Schifferstadt ist mehr als dürftig und wird
meist übersehen.
Die katholische Hagiographie hat diese Frühlingsgöttin zur christlichen
„Heiligen“ umgeformt. Die zu diesem Zweck gestrickte Vita enthüllt indes
bedeutend mehr, als sie verbirgt! Konstantin d. Gr. (geb. um 274, gest.
337 n. u. Z.), römischer Kaiser von 306 bis 337 n. u. Z., der dem
Christentum zum weltweiten Durchbruch verholfen hat, war – ganz im
Gegensatz zu seinem bis heute allgemein guten Ruf – ein absolut
skrupelloser Politiker, dem es beim Durchsetzen seiner Ziele auf
Menschenleben nicht ankam. Erfolgreich verstand er es, die
machtbewussten Teile des christlichen Klerus’ ideologisch punktgenau
einzusetzen. So kümmerte er sich auch systematisch um eine passende
Heerschar „Heiliger”, die als Vorbilder für das Volk fungieren könnten.
Dabei wurde nichts dem Zufall überlassen!
Konstantins Mutter Helena (geb. um 257, gest. wohl 336 n. u. Z.)
unternahm zu besagtem Zweck eine groß angelegte Pilgerfahrt ins heilige
Land der Juden und Christen, wo sie doch tatsächlich innerhalb kürzester
Zeit neben dem „wahren Kreuz Christi“ allerlei weitere „archäologische
Beweise“ für den Glauben zu Tage förderte. Ihr Töchterlein Constantia
(geb. ?, gest. 330 n. u. Z.), des Kaisers Halbschwester, tat sich
derweil in Rom beflissen um Brav stieß sie an der Via Nomentana auf ein
Grab, in welchem eine Märtyrin begraben sein sollte, welcher man flugs
den Namen „Agnes“ gab. An dieser Stätte entstand dann ziemlich rasch die
Kirche Sant’Agnese fuori le mura, manchen RomtouristInnen vielleicht ein
Begriff.
Eine als „historisch“ verkaufte Lebensgeschichte der „Heiligen“ war
rasch Allgemeingut: Agnes soll sogar zwei Mal getauft worden sein!
Zuerst gibt es für sie die „normale” christliche Wasser-Taufe und zum
Ende ihres kurzen Lebens auch noch eine Feuer-Taufe. Einerseits sieht
Agnes sich ausschließlich als Braut ihres „himmlischen Herrn“ Jesus,
andererseits ist die offenbar Frühreife bereits als blutjunges Mädchen
so sexy, dass sie vom Sohn des damaligen römischen Präfekten Sempronius
heiß begehrt wird. Als sie dessen Avancen aber dauerhaft widersteht,
schaltet sein Papa sich ein, erhält jedoch ebenfalls eine Abfuhr. Auf
Befehl des Sempronius wird die überirdisch Reine schließlich entkleidet,
bis sie kein Fädchen mehr auf ihrer zarten Haut hat und so in ein
Freudenhaus verschleppt. Doch Engel bedecken die Blöße der keuschen
Agnes mit einem Kleid, das nur aus Licht besteht. Das müsste ihre
erotischen Reize allerdings eher noch erhöht haben??!
Kein Wunder jedenfalls, dass die Süße im permanenten Eva-Kostüm zur
Attraktion des Etablissements wird, wenngleich uns weisgemacht werden
soll, es gelinge ihr trotz eines wahren Ansturms potenter junger Römer,
weiterhin „unberührt“ zu bleiben. Ihr üppiges Haupthaar wächst so lang
herab, dass es schließlich nicht nur ihr wohlgeformtes Gesäß bedeckt,
sondern auch sämtliche sekundären Geschlechtsmerkmale. Den verliebten
Präfektensprössling reizt das – verständlicher Weise – erst recht. Er
macht sich im Bordell neuerlich an Agnes heran und fällt ob dieses
Frevels tot um. Das fromme Mädchen aber betet ihn ins Leben zurück. Zum
„Dank“ dafür überantwortet der Vater des Reanimierten sie zwar wegen
Hexerei dem Scheiterhaufen, doch was in der Frühen Neuzeit den
christlichen Hexenjägern gelingen wird, bleibt diesem „heidnischen”
versagt: Die Flammen umlodern unseren sexy Nackedei wie ein Dom,
vermögen ihr jedoch nicht das Geringste anzuhaben! Erst ein Henker
befördert sie danach in die Runde derjenigen katholischen Heiligen,
deren Leben nicht nachweisbar ist.
Göttin sei Dank, brennt die Flamme der Erkenntnis immerdar. Nicht nur
das lateinische Wort agnitio (dt.: „Erkenntnis“, „Erleuchtung“) macht
den Hintergrund unserer Agnes heller. Sie habe, wie Dieter Juchemich
1982 schreibt, ursprünglich eine starke sexuelle Faszination ausgeübt,
deretwegen die Menschen sich ihr zu Ehren voller Freude rituellen
geschlechtlichen Vereinigungen hingaben. Noch die Verschleppung ihres
christlichen „zweiten Ichs“ in ein Institut käuflicher Liebe deute, weit
über die Keltenzeit hinaus, auf die organisierte Prostitution in den
Tempeln einiger Kulturvölker vor allem im Mittelmeerraum, in Kleinasien
und Indien zurück.
Das Thema „Tempelprostitution" befindet sich im Schnittpunkt sehr
unterschiedlicher akademischer Fächer, Themenfelder, methodischer
Ansätze, Fragestellungen und Forschungstraditionen. Es wäre in
göttinnenspiritueller Hinsicht einen eigenen Aufsatz wert. In Bezug auf
Agnes ist festzuhalten, dass der damalige Mensch in seiner
Geschlechtlichkeit das machtvolle Wirken überirdischer Wesen sah.
Sexualität war für ihn unmittelbares, göttliches Werkzeug.
Nach dieser Auffassung stellte dann prinzipiell jeder Geschlechtsverkehr
eine direkte Teilnahme am Schöpfungswerk und daher regelrechten
Gottesdienst dar. Das althebräische Wort für Prostitution ist k’deshah
(dt.: „geweiht“; „heilig“). In diesem Sinne konnte ein Koitus bestimmten
Gottheiten aufgeopfert werden, keineswegs nur bei Völkern mit
Tempelkultur. Wenn um mehr Schöpfungsaktivität – also Fruchtbarkeit –
gebetet werden sollte, lag es folglich nahe, sich außerhalb einer
festen, „diesseitigen“ Partnerbeziehung zu vereinigen. Als rituelle
Handlung brachte dies den dafür ausersehenen Damen ursprünglich hohe
Ehre. Die Priesterinnen der Aphrodite beispielsweise blieben bis zu
ihrem Tod in diesem Dienst der Göttin!
Die zu Vertreterinnen der überirdischen Sphäre geweihten Frauen dienten
als Mittlerinnen zwischen jener und dem jeweiligen Mann. In unserem Fall
stellten sie durch die Darbringung ihres Körpers die Verbindung mit
Agnes her. Der Orgasmus, der Augenblick der Selbstaufgabe, galt dabei
als der Moment, in welchem die Göttin sich enthüllte.
Erst, als weltweit patriarchalisch verfasste Stämme überhand nahmen,
ging die Heilige Prostitution zurück, um mit der Verbreitung des
Christentums ihr völliges Ende zu finden. Das Dirnenwesen wurde durch
die Männergesellschaft zunächst seines sakralen Charakters beraubt und
in der Folge – bis auf den heutigen Tag – zu einem verachteten Gewerbe
herabgewürdigt!
Die „Feuertaufe“ der Agnes weist auf das „Ewige Feuer” der
iro-keltischen Brigid hin, das in Kildare noch unterhalten wurde, als
mensch den alten Kultplatz der Göttin schon längst in ein christliche
Kloster umfunktioniert hatte. Erst 1220 n. u. Z. untersagte der
zuständige Bischof das „St. Brigidenfeuer“, da es nach seiner Auffassung
zu manchem „Aberglauben“ Anlass bot. Heute brennt die Flamme wieder und
ist alljährlich am 1. Februar Mittelpunkt des Imbolc-Events in Kildare
Town. In den östlichen Alpen sollen Agnes zu diversen Anlässen bis dato
an gewissen Heiligen Plätzen Opfer dargebracht werden; leider konnte ich
hierzu nichts näheres in Erfahrung bringen.
Welcher Art waren wohl die Riten, die zu Ehren dieser Göttin einst an „Ángnesens
Quelle“ abgehalten worden sind? Das wissen die HistorikerInnen natürlich
nicht. Vorsichtige Vermutungen tendieren zu der uralten Feier des
Frühlingsbeginns. Dieses fiel mit der Geburt der Lämmer und der
Laktation der Mutterschafe, also der anfangenden körpereigenen
Milchproduktion dieser Tiere, zusammen.
Scheinbar drängt sich ein Zusammenhang zwischen Agnes und Jesus, dem zum
„Lamm Gottes“ stilisierten Wanderprediger (vgl. beispielsweise im Neuen
Testament der Bibel Joh. Kap.1, Vers 29), förmlich auf. Doch auf das
Lamm, in der christlich verordneten Kunst Symbol der Unschuld und Demut,
kann die Kirche kein Urheberrecht geltend machen, spielte es doch
während des Altertums in zahlreichen Religionen und Kulten eine Rolle!
Lamm- und Ziegenfleisch wurde bei den betreffenden Völkern nach
besonderen „Reinheitsgeboten“ produziert und nahm folglich innerhalb des
Nahrungsangebotes eine herausgehobene Stellung ein. Fleisch von Lämmern
galt auch spirituell als makellos, als prädestiniert für Opfermähler
oder besondere Festmähler. In aller Regel war nur ein „handverlesener“
Personenkreis beim rituellen Verzehr von Lamm- oder Kitzfleisch
zugelassen.
Die Natur, die Lämmer sowie deren Milch standen religiös in engstem
Bezug und wurden nicht selten in einem Atemzug genannt. Die Tiere galten
daher als würdig, Göttinnen oder Göttern als Opferspeise gereicht zu
werden. Am Rande sei hier vermerkt, dass sich wegen der heutigen
Skandale um Lebensmittel zunehmend mehr Leute auf jene Zeiten
zurückbesinnen.
über die keltischen und antiken Wurzeln der Agnes weit hinaus führt
übrigens Agni, der vedische (altindische) Gott der Herd- und Opferfeuer,
dessen mythologisches Reittier der Widder – also der Schafbock – war.
Agni ist gleichzeitig das Sanskrit-Wort für das Feuer als solches.
Fazit: Eine geschichtlich greifbare Agnes im Sinne der christlichen
Legende gab es nie. Vielmehr handelt es sich bei dieser „Heiligen“ um
eine ihrer geballten magischen Energie und sexuellen Kraft beraubte
Licht- und Frühlingsgöttin. Wir sollten sie wieder als die verehren, die
sie eigentlich ist!
Literatur:
Archiv für Elsässische Kirchengeschichte, Ausg. Nr. 11 (1936): „Le culte
de sainte Brigide de Kildare dans l'Europe continentale“ v. L. Gougaud
H. Bächtold-Stäubli (Herausgeberin): Handwörterbuch des deutschen
Aberglaubens, Band I; Berlin und New York 1927
F. W. Bautz: Hl. Agnes, in: Biographisch-bibliographisches
Kirchenlexikon, Band I; Hamm 1990
K. Böck: Menschen und Heilige; 2. Aufl. Donauwörth 1986
J. u. W. Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde. [in 32 Teilbänden],
Leipzig 1854-1960; Quellenverzeichnis 1971.
B. Love: Enzyklopädie der ungewöhnlichsten Sexpraktiken, Band II;
Flensburg 1997
G. Heinz-Mohr: Lexikon der Symbole. Bilder und Zeichen der christlichen
Kunst; Neuausgabe München 1998
B. Hutzl-Ronge: Feuergöttinnen, Sonnenheilige, Lichtfrauen. Mythen,
Sagen und Sternzeichen zum Feuer; München 2000
S. James: Das Zeitalter der Kelten; Düsseldorf, Wien und New York 1996
B. Maier: Die Religion der Kelten; München 2001
Schifferstadter Tagblatt (2001), Ausg. Nr. 220 vom 21. September: „Der
Queckbrunnen – ehemals ein heidnisches Quellheiligtum? Vor zwanzig
Jahren wurde die Quelle wieder freigelegt“ v. G. Sellinger:
Schlangengesang (2004), Ausg. Nr. 3 vom 13. Januar: „Brigid“ v.
Gwenhwyfar
Vorchristliche Kultstätten am Oberrhein (1982), Ausg. Nr. 7 vom 1.
Februar: „?ngnesens Quelle. Eine Überlieferung zum Queckbrunnen wird
archäologisch bestätigt“ v. D. Juchemich
Al Terego
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Thema Winter, Schnee, Weiß:
Schnee
Winter und Schnee gehören in unseren Breitengraden ganz einfach
zusammen. Wie oft habe ich in diesen Tagen die Wetter-Prognosen für
„weiße Weihnachten“ gehört. Wir freuen uns, wenn es in der
Vorweihnachtszeit schneit, wenn dicke, weiße Flocken durch die Luft
tanzen und die kalte Jahreszeit „be-greifbar“ machen. Dass wir das noch
heute, in unseren wohlig warmen Häusern und Wohnungen als etwas
Besonderes empfinden ist schon interessant. Wie mag das noch vor einigen
Generationen gewesen sein? Zu Zeiten da das Winterwetter, Schnee und Eis
über das Überleben ganzer Familien und Sippen entschieden?
Einen Einblick in die Verehrung des Schnees, als übernatürliche, ja
göttliche oder dämonische Macht, gewähren uns Märchen und
Überlieferungen. Ein paar davon habe ich zusammengestellt:
Herodot, der griechische Geschichtsschreiber, prägt die Vorstellung von
wirbelnden Flaumfedern in Bezug auf den Schnee. Ob es auf seiner
Interpretation beruht oder er nur ein bereits bekanntes Motiv aufgreift,
wissen wir nicht. Doch nicht nur er stellt die Verbindung zu den
Bettfedern her. Frau Holle kennen wir bereits aus den Märchen der
Gebrüder Grimm. Aus ihren ausgeschüttelten Federbetten schneit es auf
die Erde herab. Die brave Goldmarie übernimmt gerne die Rolle der
Wetterzauberin, während sich die Pechmarie nicht um die Pflege der
Jahreszeiten, nicht um die schützende Schneedecke für Land und Leute
kümmert. Beide werden für ihr Engagement entsprechend „entlohnt“
Unser Wort von einer geschlossenen „Schneedecke“ enthält die Vorstellung
von der schützenden Bettdecke der schlafenden „Mutter Erde“. „Die Erde
muss ihr Betttuch haben,
soll sie der Winterschlummer laben.”
In den „Sagen“ der Brüder Grimm tauchen noch mehr Schneebringer auf:
Engel oder gar die Mutter Maria selbst kümmern sich um den Schnee, aber
auch die so genannten „Waldweiber“ haben das „Schnee machen“ zur
Aufgabe.
Im süddeutschen Raum und in Österreich wird die „Frau Percht“, „Berta“
oder „Perchta“ als Personifikation des Winters verehrt. Sie kommt mit
den wilden Schneestürmen der „Zeit zwischen den Jahren“ auf ihrem
Schlittengespann zu den Menschen gebraust. Ihr haben wir, ebenso wie der
„Frau Holle“ bereits mehrere Artikel gewidmet. (Ausgaben: 1, 21, 26, 27)
In der Schweiz kennt man die „Tante Arie“, die aus ihren Hemdfetzen
Schnee herstellt ebenso wie die „Schneefräulein“. Verehrt, aber auch
gefürchtet, wurden das „Schneemanli“ sowie die Schneegeister, die
wetterkundig waren und weissagen konnten.
Aus Finnland kennt man „den Alten“ = „Snaer“, „Vater Jökull“ (Eisberg)
oder den „Frosti“ (Frost) mit seinen drei Töchtern: „Fönn“ (dichter
Schnee), „Mjöll“ (feiner, glänzender Schnee) und „Drifa“
(Schneegestöber).
Eine weitere nordische Göttin, deren Lebensraum Berge und Schnee sind,
ist „Skadi“, die nordische Göttin des Winters. Ein ausführliches
Portrait dieser Göttin lest ihr in dieser Ausgabe.
Die Menschen früherer Zeiten beobachteten die Wetterzeichen besonders
intensiv, weil sie noch viel stärker als wir heute von der Witterung
abhängig waren. Aus den genauen Beobachtungen entwickelten sich Orakel
und Bauernregeln. Beispielsweise Sprüche wie: „Treibschnee ist
Bleibschnee“ oder „liegt er (der Schnee) erst drei Tage, so liegt er
auch drei Wochen.“
Aber nicht nur für die Witterung, die Vegetation und die Temperaturen
wurde der Schnee zum Orakeln benutzt, auch für persönliche Vorhersagen
gibt es Beispiele: „Wenn es in den Brautkranz schneit, so bedeutet dies
Glück“.
„Blutiger Schnee“, also rötlich gefärbter Schnee, wie er fällt wenn sich
Staub aus der Sahara beimischt, galt als Unglücksbote.
Die christliche Gottesmutter Maria besitzt, Überlieferungen zu Folge,
ein ganz besonderes Verhältnis zum Schnee: So soll sie durch Schneefall
den Ort einer ihr versprochenen Kirche angezeigt haben. Diese Sage ist
aus Rom bekannt. Ein Fest ist danach benannt worden, es heißt „Maria
Schnee“ und findet am 5.August statt.
Ein Rätsel zum Schnee:
"Vom Himmel fällts,
tut sich nicht weh,
ist weich und kalt,
es ist der ....."
(Schnee)
Zum Schluss noch eine Legende darüber, wie der Schnee zu seiner Farbe „weiss“
gekommen sei:
„Als Gott (oder die Göttin, Anm. der Autorin) alles erschaffen hatte,
Gras, Kräuter, Blumen mit ihren bunten Farben, sagte er zum Schnee, der
noch allein keine Farbe hatte, er solle sie sich sonstwo suchen, da er
ja doch alles fresse. Der geht also zu Gras, Rose, Sonnenblume, Veilchen
und bittet um ein bisschen Farbe, wird aber überall abgewiesen. Da denkt
er nach, wie er sich rächen könne. Doch da erbarmt sich seiner zuletzt
das Schneeglöckchen und bietet ihm sein Mäntelchen an. Daher ist der
Schnee allen Blumen Feind, außer dem Schneeglöckchen.“ (Schönwerth,
„Oberpfalz“ zitiert nach „Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens“
Literatur und Links:
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Weltbild-Verlag
http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/schnee.htm
artemisathene
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Symbolik und Assoziationen der Farbe "weiß"
"Es war einmal mitten im Winter, und die Schneeflocken fielen wie
Federn vom Himmel herab. Da saß eine Königin an einem Fenster, das einen
Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und wie sie so nähte und
nach dem Schnee aufblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger,
und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im
weißen Schnee so schön aussah, dachte sie bei sich: Hätt' ich ein Kind,
so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz an dem
Rahmen ! Bald darauf bekam sie ein Töchterlein, das war so weiß wie
Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie Ebenholz und ward darum
Schneewittchen (Schneeweißchen) genannt……………………(Quelle: Brüder Grimm –
Schneewittchen)
Wer von uns kennt dieses Märchen oder die Passage nicht auch? Wer von
uns hat damit nicht etwas reines, unschuldiges, zartes, zerbrechliches
in Verbindung gebracht? Vielleicht nicht als Kind, als wir es vorgelesen
bekamen, doch sicherlich aber im Laufe unseres Lebens. Ich vermag an
dieser Stelle nicht, das Märchen zu deuten, doch zeigt es, wie und was
wir mit Farben in Verbindung bringen. Jungfrau-Mutter-weise Alte, weiß
für Reinheit und Unschuld, rot für die Reife, das Blut, das Gebären
können, schwarz für die Weisheit oder aber auch für das Ende. Dies ist
uns in unserem Kulturkreis geläufig, doch was ist mit: Hell, Trauer,
Unschuld, Hochzeit, Unsterblichkeit, Unendlichkeit, Jungfräulichkeit,
Licht, Kronenchakra, Waffenstillstand, Frieden, Herbst, Alter, Westen,
Hinterlist, Neutral, Stille, Schnee, Winter, Reinheit, Sauberkeit,
Kälte, freudige Ereignisse, luftig, Leichtigkeit, Federn, Engel, reine
Farbe........................
Meine Liste könnte sicherlich noch länger sein und ich spreche nicht von
verschiedenen Assoziationen, sondern immer wieder über die Farbe weiß.
Weiß, welche ja eigendlich zu den unbunten und demnach nicht zu den
Farben im herkömmlichen Sinne gehört. Die vielfältige Symoblik der Farbe
hat mich erstaunt, als ich begann nach einer allgemeinen Symbolik zu
schauen. Wir verbinden hier in unserm Kulturkreis mit der Farbe,
Reinheit, Göttlichkeit, Winter, Schnee, Helligkeit, Unschuld. Wir denken
an die Hochzeit in weiß, an den Frieden, an das Taufkleid eines Kindes,
an die in weiß gekleideten Kommunionkinder, sicherlich nicht an den Tod
oder an den Herbst. Diesen verbinden wir ehr mit dunklen Farben, oder
auch mit schwarz. In der Magie verwenden wir den Begriff der weißen
Magie, was wieder das positive und gute symbolisiert, im Gegensatz zur
schwarzen Magie. Hingegen wird in der Chakrenlehre das weiß dem
Kronenchakra und demnach dem Vater im Himmel, die Anbindung an die
Göttlichkeit verbunden. Wir visualisieren nicht nur im Reiki, weißes
Licht, um die Reinheit und die universale Lebensenergie schwingen zu
lassen. Was in unserem Kulturkreis mit weiß assoziiert wird, ist positiv
bis neutral, hingegen ist die Farbe des Todes in China ebenfalls weiß.
In schwarzen Regionen tragen die Menschen weiß zu Trauerfeiern.
Ebenfalls die Frauen in Korea.
Im Göttinnenkult verbinden wir mit der weißen Göttin, die Jungfrau, auch
den zunehmenden Mond, der Beginn des Lebens, der Beginn des Wachstums,
die Unschuld und Reinheit.
Denken wir Jahreszeitlich, verbinden wir mit der Farbe weiß den Winter,
demnach auch den Schnee, die Kälte und auch das wiederaufblühen des
ersten Lebens. Schneeglöckchen sind ja ebenfalls weiß.
Wenn ich an weiß denke, verbinde ich damit immer Reinheit, Einheit, Ruhe
und Stille. Wie friedlich gerade alles ausschaut, wenn die dicke
Schneedecke Mutter Erde bedeckt und umhüllt. Alles scheint zu ruhen und
zu schlafen, friedlich eingeüllt und zugedeckt. Komme ich hingegen in
Wohnungen oder Räume mit weißen Wänden, empfinde ich diese als kalt und
unwohnlich. Weiße Möbel hingegen wirken oft edel. Somit bleibt auch in
der Farbenlehre, egal welche Symbolik sich dahinter verbirgt, wie immer
alles im Auge des Betrachters und das, was wir in unserem Inneren
jeweils damit verbinden.
MedeaLaLuna
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Das Schneemädchen
(Nacherzählung eines Märchens aus Russland)
Es waren einmal ein Bauer und eine Bäuerin, die bereits lange Zeit
miteinander verheiratet waren. Zwar waren sie sehr glücklich
miteinander, aber ihnen schien es nicht vergönnt, Kinder zu bekommen. So
schauten sie oft den Nachbarskindern zu und hofften, dass eines Tages
auch eins ihrer Kinder dort spielen würde.
Mitten im Winter, es hatte gerade erneut geschneit und die Häuser waren
von einer dicken Schneeschicht bedeckt, machten sich die Nachbarskinder
daran, einen großen Schneemann zu bauen. Der Bauer und die Bäuerin
schauten ihnen dabei zu. Da kam ihnen die Idee, dass sie sich doch auch
eine Freude machen könnten, indem sie aus dem Schnee ein Kind für sich
bauten. So gingen die beiden hinaus und begannen aus dem Schnee zuerst
einen kleinen Körper zu rollen, an dem sie dann kleine Arme und Beine
befestigten. Schließlich formten sie aus einem weiteren Schneeball einen
Kopf, modellierten Nase, Mund und Kinn aus Schnee und drückten mit den
Fingern zwei Augen hinein. Glücklich und Stolz standen sie vor ihrem
Schneemädchen, als sich das kleine Wesen mit einem Mal auf wunderliche
Weise zu bewegen begann! Der warme Atem aus dem kleinen Schneemund
bildete bald eine sanfte weiße Wolke und das Schneemädchen schlug die
blauen Augen auf und lächelte. Die Bäuerin schrie auf vor Freude und der
Bauer kniete nieder. Da schüttelte sich das Schneemädchen, so dass der
Schnee von ihren Haaren fiel und ein goldener, dicker Zopf kam zum
Vorschein. Es begann kleine vorsichtige Bewegungen im Schnee zu machen,
als wollte es seine Arme und Beine ausprobieren. Da hielt es die Bäuerin
nicht mehr aus und sie umarmte das kleine Wesen, küsste seine
schneeweiße Stirn und schluchzte Laut vor Entzücken. Der Bauer und die
Bäuerin führten das kleine Schneemädchen schließlich ins Haus und
konnten ihr Glück kaum fassen.
Wie der Tag so verstrich, war das Schneemädchen stetig gewachsen und
hatte an Anmut und Größe zu gelegt. Es war eine große Freude, ihm zu
zusehen. So kam es, dass auch bald die Nachbarskinder vorbei kamen und
mit ihm spielen wollten. Das kleine Haus der Bauersleute füllte sich mit
Leben, mit Gesang und dem eifrigen Spiel der Kinder. Das Schneemädchen
war sehr wissbegierig und sog alles auf, was die Kinder ihm beibrachten.
Es hörte gut zu, war nett und freundlich und so schlossen es bald alle
Leute im Dorf in ihr Herz.
Doch als der Winter zu Neige ging und der Schnee zu schmelzen begann,
saß das Schneemädchen alleine am Fenster und blickte hinaus, während die
Nachbarskinder auf dem grünen Gras spielten und sich über den Frühling
freuten. Doch ihre fröhlichen Lieder und Tänze machten das Schneemädchen
nur immer trauriger. Die Bäuerin wollte wissen, was sie bedrücke, aber
das Schneemädchen schwieg. Es versteckte sich nun immer öfter vor den
Nachbarskindern und der Sonne und kam nur Nachts heraus oder spielte
unter schattigen Bäumen am Fluss. Bei jedem Regen oder Hagel sah man das
Schneemädchen draußen herum springen und tanzen und singen, dass es nur
so eine Freude wahr. Doch der Sommer kam und Regen und Hagel wurden
immer seltener. Schließlich sollte ein großes Sommerfest gefeiert werden
und die Dorfkinder fragten das Schneemädchen, ob es nicht mit ihnen im
Wald Blumen sammeln wollte. Zunächst sträubte sich das Schneemädchen,
doch die Mutter überredete es, obgleich auch ihr nicht Wohl zu Mute war.
Im Wald pflückten die Kinder viele Blumen, bastelten Kränze und trieben
allerlei Unsinn. Die Sonne schien warm und es war eine ausgelassene
Stimmung. Die Kinder tanzten und sangen beim Laufen, als sie plötzlich
hinter sich ein leises Seufzen vernahmen. Doch als sie sich umdrehten,
war nicht mehr zu sehen, als ein kleiner Schneehaufen, der bald gänzlich
verschwunden war. Das Schneemädchen jedoch fanden sie nicht mehr. Sie
riefen seinen Namen, suchten es überall, aber nirgends war es zu finden.
Da überlegten sie, dass es wohl schon nach Hause gegangen sein musste,
aber auch dort war es nicht. Die nächsten Tage machte sie das ganze Dorf
auf, das Schneemädchen zu suchen und die Bauersleute waren krank vor
Sorge. Doch keiner fand das Schneemädchen. Lange noch hörte man abends
die Bäuerin weinen und nach dem Schneemädchen rufen. Aber wer weiß, wenn
es Winter ist, kehrt das Schneemädchen vielleicht zurück zu ihnen.
Nach einem Abdruck des Märchens in „Die schönsten Märchen der
Welt“, Kapp-Verlag, 1981
Annika
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Winter in der Runenwelt
Die Rune für Eis und Schnee ist Isa. Sie ist die einzige Rune,
die durch die Zeiten niemals Veränderung erfahren hat. Sie is ein
einfacher, senkrechter Strich. Alle anderen Runen gibt es in mindestens
noch einer alternativen Form.
Ihr Name bedeutet Eis.
Sie stoppt und staut Energien, die dann später auch wieder freigegeben
werden müssen.
Mit Isa kannst du die Stille einer vereisten, verschneiten Ebene
herstellen, in der du jedes Geräusch und jeden Anblick meilenweit sehen
und hören kannst. Indem sie den Sturm zur Ruhe bringt, schärft sie die
Sinne.
Sie hilft gegen magische Angriffe, weil die Energie einfach eingefroren
wird. Dann hast du die Wahl, sie zurückzuschicken oder abzuleiten.
Du kannst Isa auch dazu nutzen, Vorgänge zu verzögern, wenn es also
drauf ankommt, Zeit zu gewinnen.
Isa kann Energie anziehen, sie speichern oder auch anstauen. Qualitativ
verändert sich die gestaute Energie nicht.
Die Eisrune dämmt die ausufernden Kräfte ein, ebenso wie der Frost das
strömende Wasser zum Stillstand bringt.
Wenn aber Isas Energie zu stark wird oder zu lange festgehalten werden
soll, gibt es Verdrängung, Verhärtung, Stillstand und Erstarrung.
Weitere Zuordnungen:
Buchstabe: I
Pflanzen: Zinnkraut, Schierling
Steine: Bergkristall
Tiere: Pinguin, Eisbär, Polarfuchs
Gottheit: Rinda, Skadi
Tierkreis: Krebs
Körperhaltung (Stadha): Du stehst aufrecht und hebst die Hände
über den Kopf, wobei du die Handflächen zusammenlegst. Diese Haltung
stärkt die Willenskraft und das Durchhaltevermögen. Außerdem fördert sie
körperliche und geistige Widerstandskraft.
Skadi ist die Tochter des mächtigen Frostriesen Tjazi, also eine
Frostriesin. In ihrer Heimat, die in den nördlichen skandinavischen
Ländern vermutet wird, läuft sie frei und ungebunden auf Schneeschuhen
durch die verschneite Landschaft. Mit Pfeil und Bogen jagt Skadi das
Wild. Ihre Jagdkunst ist groß, nie kehrt sie ohne Beute heim. Durch
Lokis (Trickstergottheit) Schuld wird ihr Vater von den Asen
(Göttergeschlecht) erschlagen.
Sie ist eine große Kriegerin und Jägerin und so zieht sie gerüstet und
bewaffnet vor die Tore Asgards (Götterheim) und fordert Rache.
Die Asen bieten ihr die Heirat mit einem der ihren an. Doch es gibt eine
verwirrende Bedingung: Sie darf sich ihren künftigen Mann nur nach den
Füßen aussuchen.
Die Asen sind hinter einem Vorhang verborgen, und sie wählt die
schönsten Füße, in dem Glauben, sie müssten Baldur gehören. Doch ist es
nicht Baldur, sondern Njörd, der die schönsten Füße hat. Er ist der Gott
der Schifffahrt und des Meeres. Sie werden miteinander nicht glücklich,
denn er liebt die See, den Möwenschrei und den Fischfang. Skadi, die
Eisriesentochter, liebt die Berge, den Winter, das Skifahren und die
Jagd. So ziehen sie sich beide wieder in ihren Bereich zurück.
Dieser Mythos deutet auf die Sehnsucht des Winters (Skadi) nach dem
Licht und dem Frühling (Baldur). Meer (Njörd) und Eis (Skadi) sind eine
für den Menschen unglückliche Verbind voller Gefahren, die dankenswerter
Weise nur begrenzt ist. (Trennung von Njörd und Skadi)
Die Riesin Rinda ist ein Sinnbild für die gefrorene Erde.
Sie hat mit Odin ein Kind, Vali, der den Tod seines Vater in der
Götterdämmerung rächen wird.
Eis ist in der Edda eine Urmaterie.
Die Edda (germanischer Schöpfungsmythos und Götterlehre) stellt den
Uranfang so dar: Zu Beginn war nichts außer Ginnungagap ( "die klaffende
Spalte"), ein zutiefst weibliches Symbol.
An ihrem einen Rand entstand Muspelheim, die Feuerwelt, an ihrem anderen
Rand Niflheim, die Welt von Nebel und Eis. Also sehen wir als das
Weiblche als Urform, aus dem heraus die beiden Gegensatzkräfte Feuer und
Eis entstehen.
Aus der Vereinigung von Feuer und Eis bilden sich Audhumla (die
„Saftreiche“), die Urkuh, und Ymir. Ihre Milch nährt den Urzeitriesen
Ymir, während sie aus dem entstandenen Reif das erste menschenähnliche
Wesen freileckt. Es ist Buri, der Stammvater der Götter. Das Weibliche
als Prinzip tritt uns hier in der Urkuh wieder entgegen, die nicht nur
die Ewigkeit (Ymir = Immer) nährt, sondern auch noch den Stammvater
aller anderen Götter hervorbringt.
Feuer und Eis als Urschöpfungselemente sind die großen Gegensätze, die
im Zusammenwirken die ganze Schöpfung entstehen lassen. Die Edda zeigt
uns hier, dass die ganze Schöpfung aus gegensätzlichen Kräften aufgebaut
ist, die einander die Waage halten.
Info und Kontakt: constanze@steinfeldt-gbr.de
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Kälte spüren
Wenn wir uns auf ein tieferes neues Verhältnis mit Mutter Natur
einlassen wollen – weit weg vom westlichen Weltbild wieder Mama Erde und
die Sternengöttin spüren wollen, - dann gehört auch das Wetter und eben
auch die Kälte dazu.
Wir müssen nicht unbedingt in ungeheizten Wohnungen frieren wie unsere
AhnInnen, aber ein bisschen Auseinandersetzung mit dem Thema jenseits
des warmen Wohnzimmers ist sicher nicht verkehrt. Denn das Wetter – und
eben auch die Kälte – ist ein Teil von Mutter Erde. Wenn ich einen
respektvollen, anderen Umgang mit Mutter Erde lernen will, sie spüren
will, dann ist es nicht hilfreich, wenn ich das Wetter als feindlich
erlebe und permanent dagegen ankämpfe. Genau das ist ja die westliche
Sichtweise Mensch gegen Natur.
Für mich ist es so normal, es scheint mir Teil unserer gesamten Kultur,
das Wetter als etwas Unberechenbares, Unpraktisches, Blödes, das es zu
bekämpfen (und zu beschimpfen) gilt, anzusehen. Ganz zu schweigen vom
Jammern und Schuldzuweisen. Und natürlich gilt das ganz besonders für
die Kälte. Ich persönlich bin auch sehr gefangen in diesen Sichtweisen
und muss mich immer sehr konzentrieren, sie zumindest kurzzeitig zu
verlassen.
Jedes Wetter ist wertvoll und nützlich, Teil von Mutter Natur. Jedes
Wetter hat seinen Sinn. Das Wetter ist nicht da, um uns zu ärgern oder
zu stören, sondern um Wachstum und Leben zu fördern. Natürlich kann es
auch zerstörerisch wirken, aber das ist Bestandteil des Lebenszyklus auf
diesem Planeten. Das Wetter ist ein ungemein komplexes System, das die
Menschen noch immer nicht komplett erfasst haben oder erfassen können.
Gerade das Wetter zeigt die Komplexität und Lebendigkeit unseres
Planeten und wie alle Dinge miteinander verbunden sind. Zwar scheint
inzwischen Stand der Dinge zu sein, dass ein Schmetterling in China doch
keinen Wirbelsturm auslösen kann, aber trotzdem ist es ein zart
vernetztes System mit vielen Faktoren.
Jammern scheint da irgendwie unangemessen.[1]
Wenn wir das Wetter nicht länger nur als etwas Unpraktisches wahrnehmen
wollen, dann müssen wir wohl auch aufhören, uns die ganze Zeit vor dem
Wetter zu schützen. Natürlich müssen wir für unsere körperliche
Sicherheit sorgen, aber mal ehrlich – übertreiben wir das manchmal nicht
etwas? Wir müssen ja nicht nackt durch den Schnee tanzen oder zu
Silvestern ins Wasser hüpfen, auch wenn beides sicherlich möglich ist,
wenn mensch sicht hinterher sofort wärmen kann. Wie wäre es, einfach
beim Rausgehen, nicht sofort alle Schichten anzuziehen, sondern erst
einmal die Kälte (bzw. das Wetter) wahrzunehmen. Es wäre sicherlich ein
erster Schritt auf dem Weg, das Wetter nicht länger als Feind zu
verstehen. Eine Betrachtungsweise, die wir von den Naturvölkern lernen
können – denn die sind zwar der Witterung weit aus ungeschützter
ausgeliefert als wir, machen aber nicht halb so viel Aufhebens davon.
Es gilt, die Angst zu verlieren und den Kampf zu beenden, und trotzdem –
oder eben darum- nicht zu frieren.
Gehe einmal hinaus und ziehe deine Jacke aus, kremple deine Ärmel hoch.
Lass die Luft auf deine Haut. Du spürst die Kälte auf der Haut. Genau
dort sitzt die Kälte. Sie ist außen auf der Haut. Dort kann sie
keinerlei Schaden anrichten und ist keine Bedrohung für uns. Wir können
üben, sie dort entspannt zu spüren. Es besteht keine Notwendigkeit,
solange es nicht wirklich sehr lebensunfreundliche Temperaturen von
vielen Grad unter Null ist, dass die Kälte in uns eindringt. Ich für
meinen Teil, habe das Gefühl, dass die Kälte im Inneren von etwas
anderem herkommt und nicht die Kälte aus dem Außen ist- es ist die
Kälte, die ich produziere, eine Mischung aus Kreislauf, Angst,
Projektion. Ich bestreite nicht, dass einem irgendwann im Winter beim
Draußenrumstehen die Füße kalt werden, oder Te mperaturen unter Null
irgendwann die Hände schmerzen lassen etc. Aber die meisten frieren ja
schon unter ganz anderen Bedingungen und fühlen sich eben ausgeliefert.
Es geht mir darum, keine unnötige Angst vor der Kälte zu haben und sie
nicht unnötig zu bekämpfen. Natürlich werde ich auch nach einem langen
Spaziergang in der Kälte mich gerne aufwärmen und immer dafür sorgen,
Unterkühlung zu verhindern. Nur laufen wir ja im Alltag selbst im Winter
gar nicht Gefahr, uns zu unterkühlen.
Größtenteils denke ich, ist es bei uns Frierenden [2],
die Angst und das erlernte Wissen ums Frieren („Zieh dir was an Kind…“),
das uns Frieren lässt – gut, natürlich kommen körperliche Faktoren wie
schlechter Kreislauf etc. hinzu. Aber ich denke, dass wir Frierenden
alle weniger frieren müssten als wir es tun. Ein Schritt dazu ist eben
die Angst vor der Kälte hinter sich zu lassen und sie bewusst auf der
Haut zu spüren – und sich bewusst zu machen, dass sie auf der Haut
keinen Schaden anrichtet und nicht weiter eindringen kann.
Um warm zu bleiben, können wir mit Visualisierungen experimentieren:
- Lasse dir Wurzeln aus den Füßen wachsen und ziehe die Hitze der Erde
zu dir in den Körper hinauf
- Denke an die letzte Gelegenheit, bei der du rundum wohlig warm warst:
Vor dem Kachelofen, in der Badewanne … rufe sie dir ganz detailliert ins
Gedächtnis und spüre die Wärme.
Es geht wie gesagt nicht darum, frieren zu sollen, sondern uns von dem
unnötigen Zwang zu frieren zu lösen. Natürlich kann ich mich auch
schützen und ganz besonders dick anziehen. Aber dies bedeutet, dass ich
von meinem Schutz abhängig bin und dass ich eine feindliche Haltung zum
Wetter, zum elementaren Bestandteil des Leben auf unserem Planeten
verinnerliche.
[1] Ganz besonders hier und heute, wo wir
keineswegs in Gefahr sind, zu verhungern oder zu erfrieren.
[2] Es gibt sie ja auch hier, die Leute, die im Herbst
noch im T-Shirt rumlaufen und im Winter in Sandalen.
jana
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Pflanze
Schneeball
Viburnum opulus

Dieser einheimische Wild-Strauch mit dem winterlichen Namen ist eine
beliebte Garten- und Heckenpflanze. Ich kenne ihn aus dem Garten meiner
Eltern, wo er uns das ganze Jahr über erfreut. Vom Frühjahr bis in den
Sommer schmücken ihn weiße Trugdolden mit dem Aussehen von Schneebällen.
Bei den laubabwerfenden Arten verfärben sich die ahorn-ähnlichen Blätter
im Herbst rot. Außerdem tragen viele Arten schöne rote Beeren, die sich
auch zu Marmelade verarbeiten lassen. Der immergrüne Schneeball verliert
seine Blätter nicht und trägt den gesamten Winter hindurch ein grünes,
wollig-behaartes Blattkleid.
Ganz allgemein liebt der Schneeball feuchte, lehmhaltige Böden; er mag
nicht austrocknen und ist mit einem schattigen oder halbschattigen Platz
sehr zufrieden. Deshalb eignet er sich auch hervorragend als
Heckenpflanze, als Begleiter von anderen größeren Sträuchern und Bäumen
und findet häufig Verwendung in Parks. Er steht auch gerne an Ufern von
Seen, Flüssen und Bächen.
Neben der Wildform, auch „gemeiner“, „gewöhnlicher“ oder
„Wasserschneeball“ genannt, gibt es eine ganze Reihe von Zuchtformen. So
gibt es zum Beispiel gefüllte Arten, wie den „gefüllten japanischen
Schneeball“, deren Blüten noch kugeliger sind und deshalb den Namen
„Schneeball“ vielleicht sogar noch mehr verdienen. Der
„Winter-Schneeball“ trägt zart-rosa Blüten und hat eine wunderschöne
Herbstfärbung. Der „Prager Schneeball“ fällt auf durch seine lackartigen
grünen Blätter auf, die tiefe Blattadern besitzen. Die Blüten sind
halbkugelförmig und rosa bis cremeweiss. Die Blüten einiger
Schneeballarten verströmen einen betörenden Duft.
Die Beeren des Schneeballs werden vor allem in Osteuropa sehr geschätzt.
Man darf sie aber nur im reifen Zustand verwenden, da die Inhaltsstoffe
Durchfälle verursachen können. Dennoch wird der Schneeball nur als
leicht-giftig eingestuft. Gekocht kann man die Früchte zu Gelees und
Marmeladen verarbeiten. Der Saft aus den Früchten wird, ähnlich wie der
Hollersaft, als Immunsystem stimulierend gepriesen. In der Türkei wird
der Saft aus den vergorenen Beeren mit Zucker und Wasser versetzt und
als Erfrischungsgetränk unter dem Namen "Gilaboru" genossen. Diesem Saft
wird eine Heilwirkung bei Nierensteinen nachgesagt.
Die Inhaltsstoffe des Schneeballs sind: Gerbstoffe, Oxalate,
Bitterstoffe, krampflösende Saponine, ein uteruswirksames Sedativum, das
Glycosid Viburnin, Arbutin, Cumarine und andere Wirkstoffe.
Medizinisch genutzt wird die homöopathische Zubereitung „Viburnum opulus“
aus der Rinde der Zweige und der jungen Stämme. Man setzt sie bei
Beschwerden im gynäkologischen Bereich ein: bei
Menstruationsbeschwerden, Blutungsanomalien, Wechseljahresbeschwerden,
drohendem Abort und schmerzhaften Nachwehen. Aber auch allgemein bei
Rückenschmerzen, nervöser Unruhe und Übelkeit kann Viburnum opulus
wirken.
Literatur und Links:
Homöopathisches Repetitorium (DHU), M.Pahlow, das große Buch der
Heilpflanzen
http://www.hausgarten.net/pflanzen/baum/gemeiner-schneeball.html
http://www.dingers.de/gartenthemen/pflanzen/pdmdetail.cfm?ID=27
http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnlicher_Schneeball
artemisathene
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Praktisches
Lieblingseis
Basisrezept:
200 g Frischkäse
200 ml Sahne
100 g Zucker
Die Sahne mit dem Zucker steif schlagen und den Frischkäse unterrühren.
Fertig ist die Basis für viele köstliche Eissorten.
Die Mischung in eine flache Form geben und abgedeckt ins Gefrierfach
stellen. Alle 30 Minuten umrühren, dann wird es cremiger.
Vanilleeis:
Eine Vanilleschote auskratzen und in etwas flüssige Sahne einrühren und
im Wasserbad erhitzen. Danach abkühlen lassen und mit der restlichen
Sahne steif schlagen.
Fruchteis:
Je nach Obstsorte 100 bis 200 g geputzte Früchte pürieren und mit dem
Frischkäse unter die Sahne mischen. Einen Teelöffel Zitronensaft
zugeben.
Lilia
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~)O(~
Pastafavoriten
Spätzle oder Knöpfle (für 4-6 Personen):
500 g Mehl
5 Eier
150-200 ml Wasser
Salz, Muskat
Die Eier mit Salz und Muskat verrühren. Dann Mehl und Wasser abwechselnd
hinzugeben. Der Teig muss zähfließend sein.
In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Den Teig
portionsweise mit einem Spätzlehobel ins Wasser geben. Wenn sie an die
Oberfläche kommen, sind die Spätzle fertig. Aus dem Wasser nehmen und
auf einem Sieb abtropfen lassen.
Wer keinen Spätzlehobel hat, nimmt ein (Holz-)Brettchen, streicht den
Teig darauf und schabt mit einem Teigschaber die Spätzle ins Wasser. Das
geht am besten, wenn Brettchen und Schaber regelmäßig ins Wasser
getaucht werden.
Einfache Nudeln (für 4-6 Personen):
mit Ei:
400 g Mehl
4 Eier
2 EL Öl
Salz, Muskat
ohne Ei:
400 g Hartweizenmehl (oder -grieß)
200 ml Wasser
Salz, Muskat
Alles zu einem glatten Teig verkneten. Dabei mehrmals mit dem Nudelholz
ausrollen, falten und wieder ausrollen. Dann einen großen Ball formen,
abdecken und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Bei den Nudeln ohne Ei muss man relativ lange kneten (mindestens 10
Minuten), wenn man kein Hartweizenmehl sondern -grieß nimmt. Wenn man
etwas mehr Wasser zugibt, geht es einfacher. Zum Schluss dann etwas
normales Mehl unterkneten.
Am nächsten Tag 2-3 Stunden vor der Verabeitung aus dem Kühlschrank
nehmen, durchkneten und nochmal bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Dann den Teig sehr dünn ausrollen (am einfachsten geht das mit einer
Nudelmaschine), in lange Streifen schneiden, etwas antrocknen lassen
(darf auch etwas länger sein) und dann in viel Salzwasser gar kochen.
Wenn sie an die Oberfläche kommen, sind die Nudeln fertig. Aus dem
Wasser nehmen und auf einem Sieb abtropfen lassen.
Für Ravioli, Tortellini, Cannelloni oder Lasagne den Teig etwas dicker
ausrollen.
DIE weiße Soße
2 Schalotten
Butter
100 ml Brühe
150 g Frischkäse
150 g Schmelzkäse
50 g frischer Parmesan geraspelt
50 g Gryere geraspelt
1 TL Zitronensaft (wer mag, kann auch etwas Weißwein nehmen)
Salz, Pfeffer, Muskat
Die Schalotten in etwas Butter glasig dünsten, aber nicht bräunen. Wenn
sie gar sind, mit der Brühe ablöschen und den Käse zugeben. Alles
vorsichtig erhitzen, dabei ständig rühren. Nicht kochen, sonst gerinnt
der Käse! Mit Zitronensaft und den Gewürzen abschmecken.
Lilia
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Rezepte aus Eis und Schnee
Hollerblütenschnee
(frei nach einem Rezept von Alfons Schubeck)
Zutaten (für 4 Personen): 8-10 Hollerblütendolden (mit kurzem Stiel oder
einzelne Blütchen), 300 ml Weißwein (am besten Riesling), 200 ml
Mineralwasser, 200 ml Sekt (einfache Sorte), 2 Nelken, 2 Zitronen, 220 g
Zucker, 50 ml Champagner oder guter trockener Sekt zum Aufgießen.
Hollerblüten auschütteln und kopfüber auf ein Tuch legen (dabei den
Tierchen Zeit geben sich zu verziehen). Weißwein, Mineralwasser,
einfachen Sekt und Nelken mit dem Saft zweier Zitronen und dem Zucker
aufkochen. Die Blüten übergießen und eine Woche in einem Glasgefäß,
bedecket mit einem Tuch, ziehen lassen. Dann durch ein Tuch abseihen und
in einer Eismaschine oder einer Schüssel im Gefrierschrank gefrieren
lassen. Dabei immer wieder mit dem Schneebesen durchrühren. Kurz vor dem
Gefrieren den weiteren Sekt hinzufügen und fertig gefrieren lassen.
Zum Servieren: Mit einem Löffel „Hollerschnee“ von dem Eis abschaben, in
Cocktailgläser füllen und nach belieben mit Champagner oder frischem
Sekt auffüllen und genießen.
Calvados-Apfel-Schnee
(abgewandelt nach einem Rezept von Alexander Herrmann)
Zutaten (für 4 Personen): 2 Granny Smith Äpfel, Saft von 1 Zitrone, ½
Esslöffel Puderzucker, ½ TL roter (rosa) Pfeffer, 6 cl Calvados
(ersatzweise Wodka)
Äpfel vierteln, schälen, Gehäuse entfernen und grob raspeln. Mit
Zitronensaft beträufeln und mit dem Puderzucker betreuen. Den roten
Pfeffer grob zerstoßen (im Mörser) und mit dem Calvados/Wodka 5 Minuten
ziehen lassen. Auf Teelöffel verteilen, diese auf einen Teller legen und
im Kühlfach 30 Minuten gefrieren lassen. Eiskalt servieren.
Gesammelt von: artemisathene
  
Silberne Schneeflocken
Recycling von Teelichthüllen aus Aluminium
Wenn das Teelicht ausgebrannt ist, braucht man die leere Hülle nicht zu
entsorgen. Mit viel Freude und ein wenig Geschick lassen sich daraus
silberne Sterne oder Schneeflocken basteln.
Wir brauchen:
leere Teelichthüllen - von Wachsresten befreit
Schere
Nudelholz
Stricknadel oder alten Kugelschreiber
Nachdem die Teelichthülle gesäubert ist, wird sie ringsum am Rand bis
zur Basis eingeschnitten. Wie oft, ist dabei Geschmacksache - je mehr
Schnitte, desto filigraner wird der Stern.
Dann wird der Rand vorsichtig!!! nach unten gebogen - dabei gut
aufpassen, dass man sich nicht schneidet. Anschließend die Hülle mit dem
Nudelholz ganz platt walzen. Jetzt die "Strahlen" in Form schneiden und
noch einmal mit dem Nudelholz walzen.
Nun beginnt der eigentliche Spaß. Mit einer Stricknadel oder einem alten
Kugelschreiber wird der Stern jetzt verziert. Dabei ein Küchenhandtuch
unterlegen, damit sich das Motiv auch schon durchdrückt. Dann an einem
Zacken ein Loch bohren, das geht am besten mit einem Nagel oder einer
dicken Nadel. Zum Abschluss noch einmal mit dem Nudelholz walzen, einen
Faden durch das Loch fädeln und aufhängen.
Lilia
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Schneeflockenfee und Kerzensonne
Schneeflöckchenfeen als Weihnachtsschmuck
Material: 1 weiße Papierkugel (ca. 1,5 bis 2 cm Durchmesser), zwei lange
weiße Federn (ca. 7 cm), zwei kürzere weiße Federn (ca. 5 cm) und ein
paar kurze weiche Flaumfedern, ein Aufhängebändchen und nach Lust und
Laune: Watte, Goldfolie und ein wasserunlöslicher Stift.
Das Loch in der Papierkugel mit etwas Bastelleim füllen und die längeren
Federn so hineinstecken, dass sie wie Arme und Beine wirken. Die
Flaumfederchen als Halskragen mit einstecken. Auf der anderen Seite das
Aufhängebändchen in das Loch kleben. Nach dem Trocknen Watte als Haare
aufkleben und je nach Lust und Laune ein goldenes Haarband basteln. Mit
dem Stift ein lustiges Gesicht aufmalen. Fertig ist eine lustige
Schneeflockenfee, die an den Tannenbaum oder an ein paar Zweige gehängt
werden kann.
Viel Spaß beim Basteln.
Bastelanleitung für eine Kerzensonne als Symbol für die Wiedergeburt
der Sonne an Wintersonnwend

Material: 1 großes Teelicht, Goldfolie rechteckig (ca. 5 x15 cm)
Die Metallschale des Teelichtes außen mit Bastelleim bestreichen. Dann
die Goldfolie zylinderförmig darumkleben. Die Folie bis zum Rand der
Metallschale senkrecht einschneiden und nach außen knicken.
Wer die Deko öfter verwenden will, klebt sie nicht an der Metallschale
fest, sondern bastelt einen Zylinder, der gerade über die Metallschale
passt. Dann kann man den Goldstern nach dem Abbrennen der Kerze mit
einem neuen Teelicht bestücken.
Viel Spaß beim Basteln.
artemisathene
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Gedichte
Weise silbergraue Eule
Und ich lache
Ich sage dir – nimms leicht
Und ich sage dir: Tanze!
Tanze und lass dich fallen
Auf die Schwingen der silbergrauen Eule
Und sie fliegt mit dir in die tiefste Dunkelheit hinunter
Und ich frage dich:
Was drückt dich so schwer, schwer, schwer
Was macht dich zittern, klappern?
Und ich lache…
Lach doch mit
Träume, du Feder
Träume, fröhlicher Frühlingswind
Spürst du? Nichts kann dich drücken
Und du beginnst zu lachen
Und jetzt zeige ich dir dein Zittern
Dein Zittern ist deine Kraft
diese Kraft durchströmt dich in Wellen
und du spürst diese Kraft und darfst und willst sie lieben
und du lachst, Lachen schüttelt deinen Körper und erfüllt und erstrahlt
die
Dunkelheit
und die weise silbergraue Eule sitzt neben dir
in ihrer Ruhe und ihrer Kraft
und wo ist die Dunkelheit?
Dunkelheit?
Und mit leisem Flügelschlag fliegt leise lächelnd die silbergraue Eule
Durch die silberglänzende Nacht
Und du?
Und du lachst und lachst und lachst…
Nana Beginaset
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Begegnung mit dem Tod - Initiation ins Leben
Gestern war ich auf der Beerdigung einer Bekannten. 40 Jahre alt
geworden,
ein weinendes Kind im Grundschulalter, ein weinender Ehemann, eine
weinende
Familie. Tod in Folge von Krebs.
Die Diagnose einer schweren tödlichen Krankheit ist gleich der Begegnung
mit
dem Tod. Das gilt meiner Erfahrung nach für die von der Krankheit selbst
getroffenen sowieso, aber genauso für die liebenden, zurückbleibenden
Angehörigen.
Meine Erfahrung – ist meine persönliche Bilanz der Monate an der Seite
meines geliebten, an Krebs erkrankten Mannes. Ein halbes Jahr gelebt
werden,
ein halbes Jahr getrieben werden, ein halbes Jahr ohne Rast.
Wo bleibt die Spiritualität?
Göttin, was soll das?
Wie kommen wir – ich da durch?
Wird er es schaffen?
Werde ich es schaffen?
Was ist wenn…?
Wer ist Freund, wer trägt, wer zieht sich zurück oder ist weiter weg als
jemals zuvor?
Viel Mitgefühl und mindestens ebenso viel Schweigen
Angst – Druck in der Herzgegend
Schlaflosigkeit in Schweiß und Starre
Wie soll es weiter gehen?
Wie kann es weiter gehen! – Die Welt wird still stehen!
Will ich, dass es weiter geht?
Die Entscheidung für die Chemotherapie ist von Anfang klar.
Ganz entgegen meinen Überzeugungen, aber was sind im Angesicht des Todes
schon Überzeugungen.
Außerdem, es ist nicht meine Entscheidung.
Immer wieder überrascht und überrumpelt mich die Maschinerie, die mit
der
Diagnose Krebs anläuft, vor allem aber das Tempo.
Dennoch bekomme eine völlig neue Sichtweise von ganzheitlicher Medizin.
Ganzheitlich ist eben nicht ganzheitlich, wenn es die Schulmedizin
kategorisch ausschließt.
Mein Mann verblüfft im Krankenhaus Mitpatienten. Er erzählt ihnen, er
rede
mit seinen Tumoren und mache ihnen klar, dass sie mit seinem Leben auch
das
Ihre bedrohen. Ob sie das wirklich wollen?
Ganzheitlich heißt, sich mit allen verfügbaren und für richtig
befundenen
Mitteln der Krankheit stellen.
Er weiß auch, woher er die Krankheit bekommen hat. Leider interessiert
das
die behandelnden Ärzte kaum.
Im Januar macht meine Gruppe ein Ritual für Tanna, die unerbittliche,
kalte,
strenge Alpengöttin.
Es ist das erste Ritual, an dem mein Mann teilnimmt, und ich bin seit 8
Jahren auf diesem Weg.
Tanna – du bist mir gerade zu nah – was willst du von mir?
Radikale Änderung auf allen Ebenen:
Wir getrennt, für Wochen, die seit Jahren höchstens mal eine Nacht
getrennt
sind.
Die Arbeit alleine bewerkstelligen, organisieren, den Ausfall verwalten,
mit
Kunden sprechen…
Täglich 25 km Krankenhaus hin und zurück.
Keine privaten Interessen mehr, außer meiner Gruppe, die sich weiter
regelmäßig bei mir trifft und nicht nur mich, sondern auch meinen Mann
stützt.
Keine Musik mehr, das Radio lasse ich aus, und mein Gesang zerbröselt in
der
trockenen Kehle.
Neben mir stehen.
Verantwortung für das Familieneinkommen.
Du schaffst das! Die gut gemeinte Motivation ist fast schon eine
Bedrohung,
Forderung
Ach ja? Schaffe ich das? Wer sagt das?
Andererseits:
Ist es besser länger zu leben?
Was ist Leben überhaupt?
Wenn es ein weiter gibt, wie soll das aussehen?
Als Familie gehörst du jetzt zu den gezeichneten. Im Dorf weiß es jeder.
Auch der Kranke fühlt sich jetzt auf der anderen Seite, bei „denen“.
Dieses Denken kommt aus unserer Gesellschaft, aber es tut uns nicht gut.
Es
trennt die Betroffenen von denen, die froh sind, dass es sie (noch)
nicht
erwischt hat.
Die Wochen und Monate stehen nun im Zeichen von Alltagsbewältigung,
Zeiten
vor der Chemo, während der Chemo und nach der Chemo.
Glücklicherweise: die Kernfamilie funktioniert. Unser Sohn unterbricht
sein
Studium und arbeitet für 5 Monate im elterlichen Betrieb. Eine
unschätzbare
Stütze.
Gegen Ende der Behandlung tauchen starke Ängste auf, die jede Nacht ins
Unerträgliche verkürzen.
Allein sein. Ein Leben für zwei Leuten geschneidert, für mich allein zu
groß, zu schwer, WILL ICH NICHT!
Es ist seit Wochen Sommer. Wir gehen aus dem Krankenhaus Pizza essen,
Flucht
für 2 Stunden, danach bringe ich ihn zurück. Skurril. Unwirklich. Den
Sommer
verleben wir allein.
Es ist fast vorbei. Alte „Freunde“ nähern sich mit einer Aura aus
Schaudern,
Angst und Anteilnahme. Seltsam, befremdlich.
Nach der Krankheit.
Urlaub. Wandern. Einmal die Woche zum Arzt zur Blutkontrolle. Alles
entwickelt sich weiterhin gut.
Nach drei Wochen bin ich wieder zurück im Alltag. Viel zu schnell
vorbei,
von Erholung kann keine Rede sein, gerade mal ein Aufatmen. Trotzdem muß
es
jetzt weiter gehen.
Bilanz ziehen, in mich Hinein-Fühlen, dieses Bedürfnis wird immer
stärker.
Eine schamanische Reise und 2 Vollmondrituale bringen mich weiter.
Was ist zu ändern? Wo kann ich wachsen?
Diese Frage ist individuell. Begegne dem Tod und du findest es heraus.
Ich tauche auf.
Das normale Leben trottet sich ein, aber ich bin nicht mehr normal.
Jedenfalls nicht mehr so wie vorher.
Wenn es morgen vorbei ist, was hättest du heute gerne getan? Und ich tue
es
Wieviel Sicherheit brauche ich? Was ist sicher? Diese Sicherheit sichert
ja
nicht mein heute ab, sondern frühestens das morgen, aber eigentlich
sprechen
wir über die Alters-vor-sorge.
Es geht nicht um das Seil beim Bungee-Jumping – und so ver-rückt bin ich
nicht.
Unsere Zeit ist endliche und wir wissen nicht, wann unser Leben zu Ende
ist.
Drum lege jeden Tag als ob es dein letzter wäre.
Worte, die jede schon mal durch ihren Kopf hat gehen lassen. Aber wie
umsetzen?
Die Begegnung mit dem Tod ist eine Initiation die den, der dafür bereit
ist,
an seinen Wesenskern führen kann. Sie initiiert folgende Fragen:
Wer bin ich?
Was will ich?
Was brauche ich?
Wer oder was hilft mir?
Was nährt mich?
Wenn morgen mein letzter Tag wäre, was wollte ich heute tun?
Ich denke an die trauernde Familie gestern.
Niemand kann Ihnen Ihr Leid nehmen, niemand erleichtern. Daraus gibt es
nur
einen Ausweg: Lebe jeden Tag, als ob es dein letzer wäre. Trauere, wenn
dir
danach zu Mute ist – und gestern war mir danach zu Mute. Lache, wenn dir
nach Lachen zu Mute ist. Lebe intensiv, was du brauchst. Niemand gibt
dir
dein Leben zurück, wenn du es an Dinge verschwendest, die dir nichts
bedeuten. Es ist dein Leben. Vielleicht hast du nur eines.
Nana Beginaset
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Mein Dankgebet
Verfangen im christlichen Dogmengespinst,
fromm, demütig, unkritischer als jedes Kind
beherrscht durch die katholische Kirche,
so sündig und klein gemacht!
Jedoch nach 48 Jahren,
während der Tage des römischen Isis-Festes
erlöste mich 2008
DEINE göttliche Stimme,
Yemayá Mama Watta!
Danke, o Herrin der tausend Namen,
DU Allmutter der Welt,
große Göttin, Inanna, Ishtar, Venus, Maria,
hochheilig und gesegnet sind all’ DEINE Bezeichnungen!
DU offenbarst DICH nämlich ohne selbsternannte „Übersetzer“;
DEIN Kult ist sinnlich wahrnehmbar und echt,
o Königin der Menschenseelen,
denn Du gebarst das Universum!
Kein „Erdenbastler“, angepriesen als „die Liebe“,
tilgt’ unsere „Sünden“ durch ein Menschenopfer – seinen Sohn...
Weshalb sonst musst’ ich in der Kirche jeden Sonntag sprechen
die "meine Schuld und meine Sünden"-Litanei?
Grausamer Vatergott, der immer gleiche Ritus seiner Messen
ist sinnentleert, er sprach mich kaum noch an!
Die Teile seines Gottesdienstes, die ich nicht länger mitsalbadern
konnte
nahmen stetig zu.
Erdmutter, wie dankbar hab’ ich DEINE Liebe da gesehen,
die niemals kleinlich rechnet und mit Strafen mich bedroht.
„Komm’ zu MIR, lass’ dich in MICH fallen“, rufst DU freundlich,
„und erfahr’ die Fülle des Daseins! Die kirchlichen Fesseln streif’ ab!
Bei MIR kannst DU Negativem, Destruktivem die Macht entzieh’n!
Die Taufe hinter dir lassen!
Von Beichtstuhlgeständnissen ablassen!
Das ständige Hostien-essen aufgeben!“
Lächelnd blickst DU mich an, trostreiche Göttin,
mit DIR allein kann ich diese Vergangenheit entmachen.
An lustfeindliche Gebote brauch’ ich jetzt nicht mehr zu denken,
von Sündenangst bin ich durch DICH nun frei.
Auch muss ich nicht mehr knien in diesen Kirchenbänken,
die mensch ohnehin zunehmend schwächer frequentiert.
Eintön’ges Geläute erfüllt nur traurig dies Gebäude
wo mein Erinnern sich auflösen wird wie Rauch.
So geh’ ich an DEINER Hand vom katholischen Gestern
durchs rostende Kirchenportal in die offene Welt,
eigener Kraft wieder bewusst werdend!
Dankbar wandel’ ich auf den uralten Pfaden,
um DEINER Schönheit gewahr zu werden, o Göttin,
und mich selbst dabei wieder zu finden!
Jeder gemeinsame Tag mit freundlichen Mitgeschöpfen
unter DEINEM Firmament ist spiritueller Gewinn!
Drum wend’ ich zu DIR meine Augen
Zu DIR allein blick’ künftig ich hoffnungsvoll auf!
Zu DIR erheb’ ich beide Arme, DICH anzubeten,
Yemayá Mama Watta, erhöre mein Fleh’n.
Sieh herab auf DEINEN Diener,
der nach katholischer Irrfahrt stolz zu DEINEN Füßen kniet.
Schenke mir immer DEIN Wohlwollen,
nimm an meinen Lobpreis
und erhöre mich!
Al Terego
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Gedicht
Bist du es,
die mit tausend Stimmen zu mir spricht,
mir tausend Lieder singt?
Bist du es, schaust du mir ins Gesicht?
Ich seh dich und ich seh dich nicht.
Auf Tränen schwamm ich hin zu dir
du fingst mich auf,
legst in die Wiege mich zu dir.
Du bist es die mich zu der Quelle führt,
wo Leben sich und Tod berührt,
und Düfte sich mir in die Seele wehn,
wenn tausend Sonnen Ihre Bahnen drehn
Nun will ich meine eigne Mutter sein
das Glück nährt sich von Mehl
und Pudding ist die Liebe.
Wenn eine fremde Melodie
meine Sehnsucht zieht
zum Meer.
Geh ich Ihr ein Stück entgegen
nehme Ihre nasse Hand
in meine warme
drück sie fest
zusammen begegnet uns
das Glück
Was soll ich vollenden,
bleib ich doch mit leeren Händen
im leeren Haus zurück?
Der Tod blickt dich jeden Tag an und überlegt.
Also, was hindert dich daran zu fliegen?
rosa 2005 (U.G.)
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Flossen, Meereskind, Flossen
Wo hast du deine Flossen, Meereskind?
Zweifelst du, dass die Wellen, die Fluten, die Wasser dich tragen
werden?
Bist du meerfern geworden, deinen Nymphenschwestern fremd?
Kennst du noch deine Möglichkeiten und Wege?
Meereskind, Meereskind, weißt du überhaupt noch, wer du bist?
Wer dich geboren, geliebt und gefürchtet hat?
Ach, Meereskind, du ahnst deine Schönheit nicht mehr, glaubst dich
hässlich,
weil du dich nach Beinen, Läufen, Krallen, Pranken und Hufen sehnst und
nicht ahnst wer du bist.
Flossenkind. Sturmfrau. Wasserbraut. Nachtglanz.
Und alte Legende.
Zweifle nicht daran, dass es dich gibt.
Wisse, dass du nicht auf dem Wasser zu gehen brauchst-
du selbst bist das Meer, das Salz darin und die Fische.
Du musst kein Menschenfischer sein.
Nur dich selbst, Meereskind.
Erinnere dich an dich selbst, an deine Schönheit, an deine Schwestern
und
an deine Fähigkeit, zu schwimmen.
Flossen, Meereskind, Flossen!
(aus "Traumverlorenes und Fluggedanken, Gedichte 1995 -2006"
erhältlich im Buchhandel)
Sonja Nepthis Buchmann, 13.7.2005
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Rezensionen
Pamela Anna Guggenheim – Ich, die Göttin
Die Einweihung in die weiblichen Archetypen
„Ich, die Göttin“ wird von der Autorin Pamela Guggenheim als
Initiationsroman bezeichnet. Sie wählte die Ich-Erzähler-Position für
ihre Reise zu 12 archetypischen Göttinnen mit einer namenlosen
Protagonistin, von der weder Vorgeschichte noch Motive für diese Suche
nach dem „Selbst“ genannt werden. Auf dieser Reise durch Zeiten und
Kontinente trifft sie auf Göttinnen, die sich, auch wenn sie noch so
archaisch sind, perfekt im Lebensstil der Moderne auskennen und gekonnt
über Vorstellungsgespräche und die Demokratie moderner Prägung
parlieren.
Die knapp 500 Seiten sind vollgestopft mit Erkenntnissen aus Religion,
Philosophie, Mythologie und Esoterik. Man fragt sich, ob die Autorin
nicht lieber ein Sachbuch denn einen Roman hätte schreiben sollen, da
die Handlung und speziell die Figur der Ich-Erzählerin nur sparsam
ausgestaltet wurden.
Kurze Zusammenfassung des Inhalts: Die Ich-Erzählerin trifft
unvermittelt auf 12 Göttinnen, die sich am Lagerfeuer versammelt haben.
Nacheinander wird die Protagonistin nun, ob sie will oder nicht, zu
Artemis, Aphrodite, Athene, Selene, Tefnut, Demeter, Maat, Ereschkigal,
Lakshmi, Gaia, einer namenlosen Lichtgestalt und zu Hildegard von Bingen
(!) geschickt. Bei jeder Göttin erhält Sie diverse Lehrstunden. Leider
sind ihr dabei nur selten eigene Erfahrungen gestattet, in der Regel
ergehen sich die Göttinnen oder ihre Begleiterinnen in lehrmeisterhaften
Monologen. Themen wie Matriarchat, Patriarchat, Christentum oder die
Jung´sche Psychologie tauchen wiederholt bei verschiedenen Göttinnen
auf. Am Ende sieht sich die Protagonistin, wieder in der Lagerfeuerrunde
angekommen, mit einer neuen Aufgabe konfrontiert: nach ihrer scheinbar
gelungenen Initiation, soll sie nun ihr gesammeltes Wissen an andere
weitergeben.
Tatsächlich wird in den zwölf Kapiteln sehr viel Wissenswertes
vermittelt. Themen wie Intellekt und Intuition, Schönheit und Erotik,
Psychologie der Archetypen, matriarchale Kulturen und
Patriarchalisierung der Religion, das Akzeptieren von Gegensätzen, die
Auseinandersetzung mit Tod, Sterben, Leid und Schmerz, die Wirkung von
Worten und Sprache, der Wille und das Wünschen, sowie diverse Mythen und
Philosophietheorien werden ausführlich behandelt. Begleitet wird dies
von einigen wenigen Meditationsübungen und Hinweisen auf Techniken zur
Bewusstwerdung. Aber das ist wohl nicht das Thema dieses Buches, weshalb
vom Verlag ein Buch mit Meditationen und Übungen schon angekündigt wird.
Fazit: Für Neulinge auf dem Gebiet der Göttinnen-Spiritualität und zur
Nachlese ist das Buch wegen der Fülle an Informationen gut geeignet,
wenn man sich an die Ich-Erzähler-Perspektive gewöhnt hat, die ich
persönlich für ungeschickt halte. Schade finde ich, dass die
Protagonistin so wenig Gelegenheit bekommt ihre eigenen Erfahrungen zu
machen, sondern von den „Göttinnen“ alles fein säuberlich vorgekaut
serviert bekommt. Ein Romangefühl entsteht meiner Ansicht nach nicht.
Pamela Anna Guggenheim
Ich, die Göttin – Initiationsroman – Die Einweihung in die weiblichen
Archetypen
Hierophant-Verlag
485 Seiten, Preis: 27,90 €
artemisathene
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Die Rabenkarten
Die Orakelkarten von Gabi Brückner sind fast noch druckfrisch: 2008
herausgekommen aus dem "Nest" Königsfurt-Urania-Verlag. Die Autorin ist
Heilpraktikerin für Psychotherapie und arbeitet mit schamanischen
Heilreisen und imaginativer Heilarbeit. Nun kenne ich eine ganze Menge
Karten jeder Art (schließlich bin ich Kartenlegerin!) und habe mir hier
nicht viel Neues oder Anderes erwartet. Doch die schlichte Gestaltung
und die große Bandbreite der Texte haben mich eines viel Besseren
belehrt!
Die Texte sind nachdenklich, humorvoll und eindrücklich ("Geh zu deinen
Wurzel. Begib dich direkt dort hin. Wenn du zu dir kommst, ist der
Gewinn garantiert") und immer sehr klar ausgedrückt. Also kein Orakel,
an dessen Deutung man noch Stunden später kaut, sondern praktisch
nachvollziehbar und verständlich. Ein guter Begleiter für jeden Tag und
auch für außergewöhnliche Momente im Leben.
Die Karten sind recht groß; so 12 X 12 cm. Das macht sie bedeutsam und
lässt keine Enge in den Gedanken aufkommen. Eigentlich gibt es nur drei
Schattierungen: Grau, weiß und schwarz, der Hintergrund ist sandfarben.
Die Raben fliegen, sitzen, stelzen, hacken oder tun, was ihnen so zu tun
beliebt. Nicht lenkt einen ab von der eindrücklichen Botschaft des
Textes, gleichzeitig hat das Auge aber etwas zum Verweilen.
Odin, der Göttervater der Germanen hatte zwei Raben Hugin (Gedanke) und
Munin (Erinnerung), die jeden Tag für ihn über die Erde flogen und ihm
Nachrichten brachten. Diese Karten bringen uns neue Gedanken und die
Erinnerungen an das, was wir wirklich brauchen.
Gabi Bücker
Rabenkarten: Das Rabenorakel.
Verlag Königsfurt Urania
49 Karten mit Anleitung, EUR 14,90
Constanze
Fragen, Infos, Anregungen an: constanze@steinfeldt-gbr.de
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Aufgelesen
Die Venus von Saraisk?
Saraisk ist eine 24.000 Einwohner kleine russische Stadt. Etwa 135
Kilometer südöstlich Moskaus gelegen fiel sie historisch bisher vor
allem dadurch auf, dass sie immer wieder Schutzschild gegen militärische
Angriffe auf die russische Hauptstadt war. In den letzten Jahren
verbreitete die russische Fachpresse Meldungen über teilweise
sensationelle archäologische Funde aus der Altsteinzeit. Tausende
Artefakte: Werkzeuge, Waffen, Kultgegenstände.
Anfang Dezember 2008 wurden der Öffentlichkeit ein weiterer Fund
vorgestellt. Neben Mammutabbildungen auf Mammutknochen und einigen
Kleinfunden, galten drei Objekte als besonders rätselhaft. Einem
kegelförmigen, spitzenlosen Artefakt aus Mammutelfenbein konnte bislang
keiner Funktion zugeordnet werden. Nach Angaben der beteiligten
WissenschaftlerInnen wurde noch nie ein vergleichbares Stück entdeckt.
Daneben tauchten zwei sogenannte Venusfigurinen auf. Die Funde stammen
aus einem offenbar bewusst angelegten Hort, der mit Sand ausgekleidet
war und vor Verwitterung durch einen Schulterblattknochen eines Mammuts
geschützt wurde. Angelegt wurde er vor circa 22.000 Jahren.
Die Funde von Saraisk gehören in die sogenannte Kostenki-Avdeevo-Kultur,
benannt nach zwei weiteren Fundorten etwa 300 Kilometer südlich von
Saraisk. Die Kostenki-Avdeevo-Kultur bildete sich vor etwa 26.000 Jahren
heraus und endete vor circa 21.000 Jahren. Als Vorläufer gilt die etwa
6.000 Jahre ältere Astenki-Sungir-Kultur. Das Ausdehnungsgebiet von
Kostenki-Avdeevo ist nicht klar. Es umfasst den Raum südlich Moskaus und
reicht möglicherweise bis in die heutige Ukraine hinein.
Die beiden Venusfigurinen sind aus dem Elfenbein von Mammutstoßzähnen
geschnitzt worden. Die kleinere, etwa 12 Zentimeter große Figur
hinterlässt einen sehr unfertigen Eindruck. Lediglich der Kopf und die
Gesamtform sind erkennbar. Die größere Figur ist etwa 17 Zentimeter hoch
und trotz der Brüchigkeit des Materials sehr klar in ihren Konturen. So
fällt z.B. auf, dass die Brust sehr viel kleiner ist, als beispielsweise
bei der Venus von Willendorf. Bauch und Gesäß zeichnen sich klar ab.
Während der Bauch vor allem aus seitlicher Perspektive heraussticht,
tritt das Gesäß bei der Ansicht von vorn klar hervor. Die Beine laufen
auch nicht spitz zusammen, sondern stellen die Venus als stehend dar.
Die Arme scheinen auf dem Bauch zu ruhen. Jedoch ist das Material so
stark angegriffen, dass sich genauere Aussagen zunächst verbieten.
Die beiden Figuren reihen sich ein in Funde aus den russischen Orten
Avdveevo nahe Kursk und Kostenki bei Voronesh. Während bei Avdeevo seit
Mitte der vierziger Jahre Teile einer altsteinzeitlichen Siedlung
ausgegraben wurden, darunter mehr als zehn Venusfigurinen, stellt
Kostenki einen weitaus bedeutenderen Fundort dar. Die Funde von Kostenki
stammen aus Zeiträumen von mehr als 30.000 Jahren und umfassen mehrere
einander folgende Kulturepochen.
Für die Kostenki-Avdeevo-Kultur fällt auf, dass die inzwischen mehr als
20 gefundenen Figurinen wenig stilisiert sind. Sehr real stellen sie die
Körper unbekleideter Frauen dar. Dies obwohl zumindest außerhalb der
Behausungen auf Grund der klimatischen Bedingungen Kleidung getragen
worden sein muss und gefundene Schmuckgegenstände auch auf Kleidung
hinweisen. Eine in Avdeevo gefundene Figurine hat trotz des Verfalls des
Elfenbeins noch erkennbare Gesichtszüge und Anzeichen einer komplexen
Frisur. WissenschaftlerInnen gehen davon aus, dass keine der Statuetten
wirklich junge Frauen abbildet. Der Zustand des Körpers kann sowohl auf
mehrere Schwangerschaften als auch auf eine nicht optimale Ernährung
hinweisen. Inwieweit dies jedoch mit auf die tatsächliche Situation der
Frauen vor mehr als 20.000 hindeutet, bleibt Spekulation.
Über die Funktion der Figurinen lässt sich nichts Gesichertes aussagen.
Auch wenn die beiden jetzt in Saraisk gefundenen Darstellungen offenbar
auf besondere Weise gesichert wurden, kann nicht gesagt werden, ob sie
eine herausragende Stellung für die damalige Gesellschaft hatten. Da von
einem Göttinnenkonzept, ähnlich z.B. der Antike oder der Postmoderne
nicht ausgegangen werden kann, könnten die Figurinen vielleicht Ahninnen
in einer Art schamanischem oder animistischen Weltbild darstellen, wenn
sie denn überhaupt einen spirituellen Bedeutungsinhalt hatten. Auffällig
ist, dass männliche Darstellungen in dieser Kultur weitaus seltener
gefunden wurden und wenn dann nur in geritzter Form in Knochen oder
Elfenbein. In der Regel handelt es sich dabei um stilisierte
Darstellungen z.B. bei Jagdszenen.
Die damalige Gesellschaft lebte in einer Steppenlandschaft am Rand des
kontinentalen Eispanzers. Die Jahresdurchschnittstemperaturen dürften
unter 0 Grad Celsius gelegen haben, klimatisch vergleichbar mit der
heutigen nordrussischen Tundrenlandschaft. Dennoch war eine reichhaltige
Fauna vorhanden. Während Mammuts, Nashörner. Bären und Hirsche die
vielleicht größten jagdbaren Tiere darstellten, deuten Funde darauf hin,
dass die Lebensgrundlage neben pflanzlichen Produkten eher das Fleisch
von Polarfüchsen und Wölfen war, die vermutlich mit Fallen gefangen
wurden.
In den kurzen Sommern hoben die Menschen Hausgruben aus und überdachten
sie. Auf diese Weise entstanden bis zu 1000 Quadratmeter große
Siedlungen mit zehn bis 15 teilweise oder komplett unterirdischen
Häusern. ArchäologInnen haben eine große Palette an Werkzeugen, Waffen
und Schmuck gefunden. Verwendet wurden ausschließlich in der Natur
gefundenen Materialien, wie Elfenbein, Knochen, Zähne und Feuerstein.
Typisch sind einfache geritzte oder gebohrte Muster. aus Linien, Zacken
und Winkeln, seltener auch Kreuzen und Pfeilen, die jedoch reichhaltig
verwendet wurden.
Alle großen Fundstätten der Kostenki-Avdeevo-Kultur sind bei weitem
nicht vollständig erschlossen. Zudem dürften weitere Grabungsplätze
dazukommen, die das Bild der Kultur vervollkommnen werden.
Möglicherweise lässt sich eines Tages auch klären, wozu die
Venusfigurinen eigentlich dienten.
Markus der Wanderer
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Die Lichtbringerin, entstand, bzw. zeigte sich, einen Tag vor der
Winterwende 2008, also am 20.12.2008 um es ganz genau zu sagen.
Sie ist Lichtbotin, welche Dir Dein persönliches Licht bringt. Schützend
und segnend Deinen Weg mit Licht und Liebe erhellt. Dir Kraft spendet
und Dir zur Seite steht. Sie vermag den Himmel mit der Erde zu
verbinden, das Licht auf Mutter Erde zu manifestieren.
Um Ihr Licht zu verbreiten, sende ich Dir Ihr Bild als Energiekärtchen
gerne zu. Trage es bei Dir wann immer Dir danach ist, oder lege es
dorthin, wo Du der Ansicht bist, das Licht benötigt wird. Auf Wunsch
stimme ich Dich auch gern in die Lichtbringerin ein. Infos dazu gebe ich
Dir gern unter der angegebenen Email. Energieausgleich für die
Energiekärtchen (Visitenkartenformat): Ein frankierter Rückumschlag
genügt: Sonja Becker, Haldenweg 3, 59192 Bergkamen. Infos auch unter:
www.creativ-sophia.de
Sonja Becker
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Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren
vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten
aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es
gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber
deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das
Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine
Lebensaufgabe.
Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen
eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen
Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle
hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.
artemisathene
  
Feiertage im Januar 2009
Zum griechischen Januar gehören dieses Jahr die Mondmonate Gamelion und
Anthesterion (Blumenmonat). Gamelion ist benannt nach dem Hochzeitsfest,
dem „hieros gamos“ der Göttin Hera mit Göttervater Zeus. Dieses Fest
wird oft auch Theogamia genannt.
Der römische Monat Januar ist benannt nach dem zweigesichtigen Gott
Janus. Er hat ein altes und ein junges Gesicht und blickt somit ins alte
wie ins neue Jahr.
Im germanischen Gebiet hieß dieser Monat Hartung, nach dem hart
gefrorenen Schnee. Das Wort bedeutet im Althochdeutschen in etwa „sehr“
oder „viel“ (Schnee oder Kälte). Die Wurzel „hart“ ist indoeuropäischen
Ursprungs.
1.Januar: Wassermann, zunehmender Mond
Eröffnungsfest des Tempels der Göttin Fortuna Omnium in Rom. (mehr dazu
siehe Schlangengesang 8/04)
Quelle: (4)
Ebenso am 1.Januar: Fest der japanischen sieben Glücksgottheiten,
darunter Benten, die für Musik, bzw. für die Künste im Allgemeinen
zuständig ist. Man betet zu ihr aber auch um mehr Geld.
Quelle: http://homepage.univie.ac.at/bernhard.scheid/rel_vo/ikon/7fuku.htm
http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8269.html
Tag der Juvenalien: Fest der Göttin Juventus, Personifikation der
Jugend. Fest der Kinder und jungen Leute im alten Rom. Eingeführt von
Nero mit Schauspielen und Gladiatorenkämpfen. Ab dem Ende des 1.
Jahrhunderts nach der Zeitrechnung wurde das Fest auf den ersten Januar
verlegt, um die sprichwörtliche Jugend des neuen Sonnenjahres zu feiern.
Quellen: http://www.wilsonsalmanac.com/book/dec24.html
5./6. Januar: Widder/Stier, zunehmender Mond
Koreion: Festlichkeiten zu Ehren der Kore-Persephone. Es ist eine Feier
zum Beginn des Vegetationsjahres, Kore ist der Jungfrauenaspekt der
Erntegöttin, die Kornjungfrau.
Quelle: http://www.beliefnet.com/story/2/story_264.html
6. Januar: Stier, zunehmender Mond
Feste der Göttin Holle, der Perchten, und von La Befana, Epiphania-Tag,
Festtag der drei Bethen.
Quelle: Schlangengesang 2/03, 21/07 und 26/07
www.nebelpfade.de/artikel/6terjanuar
6./7. Januar: Stier, zunehmender Mond
Fest der keltischen Göttin Morgane/Morrigan, einer Triadengöttin, die
aus den drei Göttinnen des Krieges, der Schlacht und des Todes besteht.
Schicksalsgöttin.
Quelle: die keltische Zauberin, Edain McCoy
07.Januar: Stier, zunehmender Mond
St.Distaff´s Day: Wohl das Fest der Göttin Frigga als „Spinnerin“. Die
stellare Konstellation des Orion in dieser Zeit ist auch bekannt als „Frigga´s
Distaff“. An diesem Tag nahmen die Frauen nach der Pause der Raunächte /
Weihnachtszeit das Spinnen wieder auf. Dazu gab es verschiedene Bräuche.
(siehe Text im Anhang)
Quelle: momentan keine Quelle auffindbar…
8.-12.Januar bzw.12.-15. Gamelia:
Lenaia: Griechisches Fest für Dionysos und die Mänaden. Außerdem wird
der Erigone gedacht. Diese Tochter eines Weinbauers wird von Dionysos
mit einer Weintraube verführt und erhängt sich nach dem Mord an ihrem
Vater. Zeus versetzt sie als Sternbild „Jungfrau“ an den Himmel.
Quelle: (6), Schlangengesang 14/05
Die Frau im alten Griechenland: Julia Iwersen
09. Januar: Zwillinge, zunehmender Mond
Agonalia: römisches Opferfest: zu diesem Fest wird wohl nicht nur eine
Gottheit geehrt, sondern den meisten Göttern des römischen Pantheon
„ihr“ Opfertier dargebracht: Schwein für Ceres, Hirschkuh für Diana, ein
Hahn für die Göttin der Nacht (Selene, Nyx oder Hekate?)
Quelle: (1)
11. und 15. Carmentalia:
2-tägiges Fest der Göttin Carmentis oder Carmenta: etruskischer
Herkunft: Göttin der „Carmina“ = der Lieder, Prophetin und
Geburtsgöttin, verantwortlich für die Ortsbestimmung der Gründung Roms
(laut Sage), Quellgöttin
Ebenso Festtag der römischen Quellgöttin Juturna.
Quelle: (1), (2)
16.Januar: Waage, abnehmender Mond
Festtag der römischen Göttin Concordia: Personifikation der Eintracht.
Quelle: (1)
16./17. Januar bzw. 8. Gamelion: Waage, abnehmender Mond
Opfer im antiken Griechenland an die Nymphen sowie an Apollon
Nymphogetes, und Apollon Apotropeus.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
17./18. Januar bzw. 9. Gamelion: Waage, abnehmender Mond
Opfer an die griechische Göttin Athene im antiken Erchia.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
Zwischen dem 24.-27. Januar: Feriae Sementivae: „Saatferien“: auch
Paganalia genannt: nach Ovid war es ein ländliches Fest zu Ehren der
Göttin Tellus Mater und der Göttin Ceres.
Ihnen wurden nach der Aussaat des neuen Getreides Kuchen geopfert und
„Fleisch ausgesät“. (Siehe Gebet im Schlangengesang 9/05)
Quelle: http://www.villaivlilla.com/GensSempronia/tellus.htm
http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_myth_gods_grecoroman_tellus.htm
23./24. Januar = 27. Gamelia: Schütze/Steinbock, abnehmender Mond
Theogamia, das Fest der Heiligen Hochzeit des Zeus und der Hera. An
diesem Tag wird Zeus als „Teleios“ (Oberhaupt der Familie) und Hera als
„Teleia“ (weibliches Familienoberhaupt) verehrt. Weitere Opfer sind
vorgesehen für Poseidon und Demeter Kourotrophos (Beschützerin der
Kinder).
Quelle: (5)
30. Januar: Fische, zunehmender Mond
Fest der römischen Friedensgöttin Pax mit Lorbeerkränzen, Weihrauchopfer
und einem Tieropfer eines „schneeweißen Tieres“, das vor der Opferung
mit Wein besprengt wird.
Quelle: (1)
31.Januar: Widder, zunehmender Mond
Fest der keltisch-irischen Göttin Brigantia / Brigid. Als
„Lichtbringerin“ und schöne Jungfrau beendet sie in dieser Nacht die
dunkle Herrschaft der Göttin Cailleach (nach anderen Quellen erst zu
Beltane).
Quelle: http://www.wilsonsalmanac.com/book/jan31.html
Schlangengesang 1/04 Text zu Brigid
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf
eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen
belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann
wäre ich sehr dankbar: 2. Januar, Inanna, 6.Januar: kelt. Göttin Sirona,
7.Januar: Sekhmet (Ägypten)
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/696.4.Gamelion.html
artemisathene
  
Veranstaltungen
Lesung aus Traumverlorenes und Fluggedanken
Gedichte von und mit Sonja Nepthis Buchmann
am Sonntag, 15. Februar 2009,16 - 17 Uhr im Bistro Emo (aramäisch für
Mutter) in 8003 Zürich, Schweiz, Predigerplatz 40 (Nähe
Zentralbibliothek)
Es besteht die Möglichkeit, meine Gedichte zu hören und auch Fragen dazu
zu stellen und natürlich mein Buch „Traumverlorenes und Fluggedanken“
käuflich zu erwerben – signiert wenn frau möchte!Eintritt frei
Vortrag über Göttinnen in verschiedenen Kulturen und Religionen:
Die Göttin aus psychologischer und religionswissenschafltlicher Sicht.
am Samstag, 21. März 2009, 17-18 Uhr im Bistro Emo (aramäisch für
Mutter) in 8003 Zürich, Schweiz, Predigerplatz 40 (Nähe
Zentralbibliothek)
Vortragende: Sonja Nepthis Buchmann. Eintritt frei
Ich rufe sie mit tausend Namen
Filz-Kunst-Werke
Martina Zinkowski und Gabriele Küther-Staudler
25. Januar bis 12. April 2009
Filz – eines der ältesten von Menschenhand gefertigten Gewebe und
gleichzeitig bis heute vielfach verwendetes Material. Filz schützt und
wärmt. Die Herstellung gleicht einer Meditation. Wie in ältester Zeit
entsteht Filz ohne Geräte, allein durch die Fertigkeit menschlicher
Hände.
In der Ausstellung zeigt sich die Verbindung von altem Wissen und
zeitgenössischer Kunst. Symbole und traditionelle Zeichen finden im Filz
einen neuen Ausdruck, mal robust, mal von zarter Transparenz. Martina
Zinkowski und Gabriele Küther-Staudler gestalten Bilder zum Fühlen,
Riechen, Tasten.
Teppiche zum Ausruhen und Aufladen, lichtvolle transparente
Symbolträger. Und sie laden Sie dazu ein, diese mit allen Sinnen zu
erfahren.
Ausstellungseröffnung, Sonntag 25. Januar 2009, 12 Uhr
Weitere Infos auf www.frauenmuseum-wiesbaden.de
Die Frau - Sammlerin, Priesterin, Künstlerin, Mutter, Jägerin,
Heilerin
Sonderausstellung im Zweigmuseum Oettingen
13. März 2008 bis 08. Februar 2009
Über Frauen in indigenen Kulturen zu berichten kann viele
Überraschungen bergen: Frauen sind in jägerischen, nomadischen und
agraren Gesellschaften viel mehr als nur Mütter, die das Fortbestehen
der Gruppe sichern. Die Frau ist zunächst, und die Liste kann nur
unvollständig sein, Lebensgefährtin, Geliebte, Sammlerin, Jägerin,
Fischerin, Köchin, Erzieherin, Töpferin, Künstlerin und Heilerin.
Üblicherweise lebt eine Frau, sobald sie das gebärfähige Alter
erreicht und die Übergangsriten bestanden hat, mit einem Mann zusammen
und sie gründen eine Familie. Dieser Bund beruht auf den pragmatischen
Erkenntnissen der Arbeitsteilung, es ist einfacher zu zweit zu
überleben. Liebe und Zuneigung können auch vorhanden sein, aber die
Teilung der Aufgaben ist die Voraussetzung für eine dauerhafte
Lebensbeziehung.
Das enorme Spektrum an Tätigkeiten verrät ihre Rolle und die ihr
gewährte Sozialstellung in den indigenen Gesellschaften. Es wird nicht
vom schwachen oder starken Geschlecht, sondern von gegenseitiger
Unterstützung und Ergänzung gesprochen.
Staatliches Museum für Völkerkunde, Zweigstelle Oettingen
Residenzschloss Oettingen
Hausanschrift: Schloßstraße 1 86732 Oettingen i. Bay.
Telefon: 09082 3910
http://www.oettingen.de/index.php?id=0,91
Heidelberg: Ostara-Feier 2009 am 28.03.2009
Wir feiern das Fest der wiedererwachenden Natur. An einer Quelle
schöpfen
wir Ostara-Wasser.
Im Anschluß erden wir uns beim gemeinsamen Essen und lassen das Fest
gemeinsam ausklingen.
Bitte einen Beitrag zum Essen mitbringen.
Wann: Samstag, 28.03.2009, 18:00 Uhr
Wo: bei Heidelberg
Kontakt: schlangentanz@rufdergoettin.de
Kosten: keine
Mitbringen:
- wetterfeste Kleidung
- 1 leere Flasche für das Ostara-Wasser
- einen Beitrag zum gemeinsamen Mahl
Aufgrund des Raumangebots ist die Teilnehmerzahl begrenzt.
Weitere Information bekommt ihr gerne über die genannte E-mail-Adresse.
AN DEN HEILIGEN FEUERN DES ALTAI
Vortrag keine Anmeldung nötig
Kunstmagisches Vortragswirken in Wort, Klang und Bild
Auf den Spuren der Urschamanin werden wir schamanisches Denken und
Wirken anschauen. Dabei geht es um das Initiationsprinzip, um die Ebenen
der nichtalltäglichen Wirklichkeit, um den eigenen Weg als Heilerin. Es
wird auch darum gehen, warum das alte schamanische Wissen in unserer
heutigen Zeit bedeutsam ist.
Weiblicher Schamanismus ist ein zentraler Punkt, denn er ist
kulturhistorisch der ältere und ursprünglichere. An dieses uralte
schamanische Wissen können wir uns erinnern, denn es ist in unseren
Zellen, in den Knochen gespeichert.
Abgerundet wird der Vortrag mit einer Tanzperformance. Die persönlichen
Spirits werden dabei gerufen und geehrt.
LEITERIN Cambra Maria Skadé
TERMIN Freitag, 30. Januar 2009, 19 Uhr
ORT Bischoff-Moser-Haus, Stuttgart, Wagnerstr. 45
17 Eurakel
DIE GÖTTIN, DIE NATUR UND DER KLIMAWANDEL
Vortrag keine Anmeldung nötig
Ein Vortrag von Luisa Francia
TERMIN Freitag, 6. Februar 2009, 19 Uhr
ORT Bischoff-Moser-Haus, Stuttgart, Wagnerstr. 45
13 Eurakel
Kurse - Anmeldung für alle folgenden Kurse erforderlich bei
ARKUNA
(Eine Auswahl des Seminarangebots untenstehend)
Kernerstraße 31
70182 Stuttgart
info@arkuna.de
Telefon 07 11/65 19 44
Fax 07 11/65 19 11
TELEFONZEIT IST JEDEN DIENSTAG 17-19 UHR
SCHAMANISMUS - EIN ERFAHRUNGSWEG DER MENSCHWERDUNG
Ein Erlebnisabend mit Nana Nauwald
Aufzuwachen in die Wirklichkeit des eigenen Seins ist im Schamanismus
ein lebenslanger Lernweg, dessen Hauptmerkmal die eigene Erfahrung ist.
Erfahrung schließt alle Sinne mit ein. So kann dieser Weg im geistigen
Feld schamanischer Weltsicht zu einem ganzheitlichen, heilsamen
Erkenntnisweg werden.
Nana Nauwald wird an diesem Abend durch ihre lebendige, humorvolle
Erzählweise, mit Klangbeispielen und Räucherung sinnenhaft anregen und
ermutigen, den Geist des Schamanismus mit seinem unendlichen Reichtum an
Wirklichkeiten wach, bewusst, neugierig, lustvoll und heilsam zu
erfahren und zu leben - den eigenen Lebensumständen entsprechend.
Ausgehend von ihren jahrelangen Erfahrungen mit den Heilweisen
südamerikanischer Schamanen wird sie hinweisen auf die Lebendigkeit der
eigenen europäischen Wurzeln schamanischer Kulturen.
LEITERIN Nana Nauwald
TERMIN Freitag, 27. März 2009, 19 Uhr
ORT Bischoff-Moser-Haus, Stuttgart, Wagnerstr. 45
17 Eurakel
SONNENHIRSCH UND BIRKENFRAU
Frühling - das zarte Neue durchdringt das Winterharte.
Für die Anthropologin Felicitas Goodman (1914-2005) ist unser Körper ein
"universelles Instrumentarium" zum Erkennen der Vielfalt von
Wirklichkeiten, zur direkten Erfahrung und Einsicht in das lebendige
Informationsnetz des Bewusstseins. Die von ihr und ihren
Mitarbeiterinnen erforschten "Rituellen Körperhaltungen" entstammen
vorwiegend frühen, von schamanischer Weltsicht geprägten Kulturen. Wenn
wir heute "Rituelle Körperhaltungen" bewusst rituell einsetzen und mit
unserem Geist und unseren Informationen füllen, dann werden sie
unabhängig von ihrer Ursprungskultur zu geistigen Informationsträgern,
zu Brücken zwischen den Welten des Bewusstseins.
Nana Nauwald, die sowohl lange Jahre bei Felicitas Goodman gelernt hat
als auch jahrzehntelange Erfahrungen in schamanischen Bewusstseinswelten
indigener Völker, vor allem im Amazonasgebiet gesammelt hat, wird uns an
diesem Tag anleiten, über die Erfahrung in der Trance mit allen Sinnen
in Verbindung zu kommen mit der Qualität des eigenen Wachstums und der
eigenen "Sonnenkraft". Es wird ein Tag sein mit Impulsen über Körper und
Klang, um den inneren Blick zu weiten und zu klären. So können durch
diese Erfahrung wintermüde Zellen zu einem neuen Tanz der Lebensfreude
verwirbelt werden, kann die eigene "Saat" erkannt werden, die zur
Verwirklichung drängt.
LEITERIN Nana Nauwald
TERMIN Samstag, 28. März 2009
ORT Frauenheilehaus Wennenden bei Blaubeuren
66 Eurakel
MAGIE DES SINGENS
Lieder und Gesänge erfüllen uns mit Freude. In Ritualen und im
Alltagsleben sind sie ein zentrales Medium, um mit unserer Seele in
Kontakt zu treten oder die Verbindung zu anderen Wesen aufzunehmen. Mit
Liedern zu den Elementen, zur Göttin und Mondin werden wir unsere
Frauenkraft stärken.
Wir treffen uns im Frauenheilehaus in Wennenden auf der Blaubeurer Alb,
die bekannt ist für ihre alten Kraftplätze. Nach Möglichkeit werden wir
in einer der zahlreichen Höhlen in der Umgebung singen.
LEITERINNEN Annetraut Groner und Ursa Illgen
TERMIN Samstag, 20. Juni 2009, 10 bis 18 Uhr
ORT Frauenheilehaus Wennenden bei Blaubeuren
27 Eurakel
EINFÜHRUNG IN PERSÖNLICHKEITSPSYCHOLOGIE FÜR WEISE FRAUEN
Ein Tag der Selbsterkenntnis
Es gibt große Unterschiede, wie Menschen die Welt wahrnehmen und
verstehen, und diese Unterschiede können zu sehr gegensätzlichem
Verhalten führen. So sind uns andere manchmal ein Rätsel und wir
verstehen einfach nicht, wie frau (oder mann) so "ticken" kann. Und es
gibt andererseits Leute, mit denen wir fast ohne Worte klar kommen, mit
denen wir uns vom ersten Moment an wohl fühlen.
Solche Phänomene haben viel mit unserem psychologischen Typus zu tun,
also damit, wie unser "Ich" funktioniert: Ob es öfter denkt oder fühlt,
leichter empfindet oder intuiert, ob es nach innen gerichtet ist oder
sich hauptsächlich nach außen orientiert. Ursprünglich von C.G. Jung
entwickelt, inzwischen verfeinert, ist das Konzept der psychologischen
Typen ein intelligentes Werkzeug, uns selbst und andere in unserer
Komplexität und in unseren Unterschieden besser zu begreifen. Darüber
hinaus kann diese Persönlichkeits-psychologie - wenn wir an unserer
Entwicklung arbeiten möchten - ein sicherer Kompass für uns sein.
An diesem Tag möchte ich eine Einführung in das Konzept der
psychologischen Typen geben und die Teilnehmerinnen dabei inspirieren,
sich selbst mit Hilfe dieses Instrumentes besser kennen zu lernen.
LEITERIN Avesta
ZEIT Samstag, 4. Juli 2009, 10 bis 17 Uhr
ORT Baltmannsweiler
59 Eurakel
URSYMBOL LABYRINTH
DREIfaltigkeit ist die EINfachste ART größtmöglicher VIELfalt.
Wieder erwarten uns zwei reichhaltige, lebendig gestaltete Tage, die für
Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet sind wie für Neueinsteigerinnen.
Li Shalima vermittelt uns mit ihrer erfrischenden Art, welche
lebensnahen Erfahrungen im Labyrinth möglich sind, wenn wir dem Ursymbol
seine EINdeutigkeit zurückgeben und es in Zusammenhang mit den
Erkenntnissen moderner Matriarchatsforschung stellen.
Auf spielerische Weise verbindet sie theoretisches, philoso-phisches,
spirituelles und intuitives Wissen. Mit Leichtigkeit wechseln wir von
besinnlich tiefgreifenden Einzel-Erfahrungen zu fröhlich bewegenden
Gruppen-Erlebnissen, von Konzentration zu Entspannung.
Unter anderem stellt sie ihre Forschungsergebnisse zu den geometrischen
Grundlagen des Labyrinths vor, mit denen sie in den letzten zehn Jahren
ihre farbintensiven Ölbilder als neue zukunftsweisende Symbole
entwickelt hat.
Auch die historischen Hintergründe für die Entwicklung vom ältesten
Labyrinth zum heutigen Irrgarten hat sie eingehend untersucht und lässt
uns, je nach Bedarf und Wunsch der Gruppe, daran teilhaben.
Vor allem aber werden wir uns vertiefend die einfachen Choreographien
und Lieder erarbeiten, die sich für besondere Anlässe wie Geburtstage,
Jubiläum, Taufe, Verbindungs-rituale, Initiation und auch
Jahreskreisfeste eignen. Sie sind so konzipiert, dass sie immer und
überall und auch sehr spontan mit Gästen jeder Couleur angeleitet werden
können.
Und nicht zuletzt kommt in den immer wieder eingeschobenen
Gesprächskreisen jede einzelne Teilnehmerin selbst ausführlich zu Wort.
LEITERIN Li Shalima
TERMIN Samstag, 11. Juli, 10 Uhr bis Sonntag, 12. Juli 2009, 16 Uhr
ORT Frauenheilehaus Wennenden bei Blaubeuren
111 Eurakel + 10 Eurakel Übernachtung + Selbstverpflegung
Übernachtung im eigenen Schlafsack auf Matratzen im Gemeinschaftsraum
oder im eigenen Zelt.
ZAUBER DES TAROT
das Spiel mit den Botschaften der Karten
Die 78 bildlichen Darstellungen des Tarot zeigen die einzelnen Facetten
unseres Lebensweges auf. Uralte Lebensweisheiten sind in ihnen
gespeichert und die Wurzeln des Tarots reichen zurück bis ins Alte
Ägypten.
Mit Hilfe der Tarotkarten können wir unsere inneren Prozesse sichtbar
machen und wichtige Anregungen für den Umgang mit den kleinen und großen
Themen in unserem Leben finden.
Wir werden die Bedeutungen der einzelnen Karten sowie eine Reihe von
Anwendungsmöglichkeiten kennen lernen. Ein eigenes Tarot-Deck ist sehr
zu empfehlen. Wir werden mit dem Motherpeace-Deck und dem Rider-Waite/Smith-Deck
arbeiten.
LEITERIN Ursa Illgen
TERMIN Freitag, 24. bis Sonntag, 26. Juli 2009
ORT Frauenheilehaus Wennenden
133 Eurakel + 20 Eurakel Unterkunft + Selbstverpflegung
Übernachtung im eigenen Schlafsack auf Matratzen im Gemeinschaftsraum
oder im eigenen Zelt.
  
Impressum
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keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die sich
zu diesem Zweck zusammenfanden.
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Bilder:
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