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Herzlich willkommen zur 31ten Ausgabe des Schlangengesangs.
Die Zeit floss diesmal ebenso schnell dahin wie das Wasser, das in dieser Ausgabe Thema ist. Daher gibt es eine kleine Verspätung, aber das Warten hat sich für euch hoffentlich gelohnt.
Und für alle die es noch nicht wissen, wir haben auch ein Schlangengesang-Forum. Dort kann man sich nicht nur austauschen, sondern auch über den Schlangengesang diskutieren und eigene Ideen einbringen.
Wir wünschen Euch wie immer viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
Annika, artemisathene, Cailynn, Esmerelda, Gwenhwyfar, jana, Lilia, MedeaLaLuna, Sassenach
Inhaltsverzeichnis
Göttinnen:
- Yemaja
- Yemaya Eindrücke
Thema: Wasser
- Das Element Wasser - Traditionelle Bedeutung und Symbolik
- Wasserfrauen
- In meiner Erinnerung
- Wasser
- Nereiden, Najaden und Okeaniden
- Lesbos, Du Schöne
- Kelche des Tarot
- Undine
Pflanzen:
- Bäume des Wassers
- Heilpflanzen für den Wasserhaushalt des Körpers
Praktisches:
- Korrespondenzliste Wasser
- Yoga-Übung Fisch
- Dusch-, Bade- und Putzrezepte
- Kochrezepte
- Reiseritual - Wasser als Wegbereiter/in
- Wassersteine
- Herbstäquinoktium - Erntedank
- Dunkelheitsfest – Samhain – All Hallow´s Eve
Rezensionen:
- Ulrike Ascher - Die Magie der Elemente, Band III: Wasser
- Andreas Schulz – Geräte zur Wasserbelebung
Kalender:
- Der Schlangengesang – Göttinnenkalender
- Feiertage im September
- Feiertage im Oktober
- Feiertage im November
Netze weben:
- Veranstaltungen
- Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden
Yemaja – die afro-karibische Santeria-Göttin des Wassers
Yemaja verfügt über viele Gesichter, viele Namen und viele Mythen. Sie ist eine Göttin vieler Völker und in vielen Ländern zuhause. Wenn wir uns die Verehrung der Yemaja betrachten, schlagen wir einen großen Bogen von Afrika über Kuba und die Karibik, bis nach Nord- und Südamerika. Und nicht nur das, Yemaja wird bis heute verehrt, sie hat viele Generationen und viel Ungemach überdauert: aus Afrika, genauer Nigeria, wurde sie über den Sklavenhandel mit ihrem Volk, den Yoruba, nach Kuba exportiert. In der Karibik überstand sie die Zeit der Sklaverei in den Zuckerrohrplantagen durch die Synkretisierung mit der christlichen Maria. Schließlich wanderte sie mit ihren Verehrern auf den amerikanischen Kontinent ein und ist heute sogar in Europa zuhause. Die weite Reise ist also nicht nur über Kontinente hinaus zu verstehen, sondern beinhaltet auch die Wandlungsfähigkeit im Bezug auf ihren Kult, der die Symbole und Riten verschiedener Religionen in sich vereint. Von der Naturreligion bis zur christianisierten Marienverehrung – überall erkennen wir die große Göttin Yemaja.
Yemaya ist Urmutter allen Lebens, Süß- und Salzwassergöttin, Muttergöttin, Göttin der Frauen, der Schwangeren, Gebärenden und Unfruchtbaren, Göttin der Fischer und der Seefahrer, der Schiffbrüchigen und der Toten.
Wenn wir uns Yemaja in Gesamtheit nähern wollen, müssen wir uns ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen einzeln nähern:
Yemoya in Afrika
Folgende Namen trägt sie in Afrika: Yemoya, Ymoya, Iemanya. Der Name Yemoya ist eine Verkürzung der Bezeichnung: "Yeye emo eja", was soviel heißt, wie "die Mutter deren Kinder wie Fische sind".
Yemoya ist Muttergöttin der Yoruba, eines Volkes aus Nigeria. Als Patronin der Frauen, speziell der Schwangeren, Gebärenden und Mütter, wird sie vor allem in Fragen der Fruchtbarkeit und der Mutterschaft angerufen. Da in den Augen der Menschen das Element Wasser im direkten Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit des Landes stand und durch den Fischreichtum der Flüsse und Meere sich eine weitere Nahrungsquelle erschließt, wurde Yemoya zur Göttin des Wassers. Sie wird sowohl mit dem Süß- wie auch mit dem Salzwasser in Verbindung gebracht. So ist sie beispielsweise die Personifikation des Flusses "Ogun", dessen Wasser auch Unfruchtbarkeit heilen soll. Es gibt diverse Varianten von Mythen rund um Yemoya. Einmal wird sie als Ursprung allen Lebens bezeichnet, als Göttin, die aus sich selbst heraus die anderen Götter und Geister "Orishas" geschaffen hat. Ein andermal sind ihre Eltern Oduduwa und Obatala. Oduduwa ist der Stammesgott und göttlicher Ahn der Yoruba und repräsentiert das Land des nigerianischen Volkes. Obatala besitzt die Köpfe und somit die Seelen der Lebewesen. Gemeinsam erschaffen Oduduwa und Obatala alle Lebewesen.
Auch in diesem Fall ist Yemoya die Mutter aller "Geister", der "Orishas".
Im west-afrikanischen "Ifa"-Kult wird die Wassergöttin als "Iemanja Nana Borocum" oder als "Nana Burku" verehrt. Sie wird dort als alte Frau dargestellt, die entweder Erde, Sumpf oder Schlamm symbolisiert. Ihre Farben sind schwarz und lila.
Yemanja in Brasilien
Yemanja, Iemanja oder Janaina heißt die Göttin in Brasilien. Im "Candomblé-" oder "Umbanda-Kult" spielt diese "Orisha", ein Geistwesen, eine große Rolle. Als "Königen der Meere" ist sie die Schutzpatronin der Fischer und Schiffbrüchigen. Als Mondgöttin ist sie Fruchtbarkeitsspenderin und wird vielfach von Frauen verehrt. Christianisiert, bzw. synkretisiert (Verbindung aus Naturreligion und Christentum) wird sie auch als "Our Lady of the Seafaring" = "unsere liebe Frau der Seefahrt" bezeichnet. Als solche wird ihr zu Ehren auch am 2. Februar ein Fest abgehalten in Bahia, Salvador. Tausende bringen ihr zu diesem Datum Opfer dar. Man setzt zum Beispiel Figuren der Iemanja in ein kleines Boot, das mit Blumen und Opfergaben geschmückt wurde. Typische Geschenke für Iemanja sind Dinge, über die sich Frauen freuen, wie Parfüm, Schmuck, Schminke oder glänzende Spiegel. Fischer nehmen die kleinen geflochtenen Boote mit auf See und setzten sie dort aus. Auf den Straßen der Stadt wird derweil ein großes Fest gefeiert.
Auch am 8. Dezember wird Iemanja in Bahia gefeiert, sowie an Neujahr an der Copacabana in Rio de Janeiro. Mit dem Feuerwerk, Blumen und anderen Opfergaben, wie brennenden Kerzen in einem kleinen Boot, erbitten die Menschen von Iemanja Glück für das neue Jahr. In den Straßen werden Bilder der Göttin verkauft, die darstellen wie sie aus dem Meer aufsteigt.
In Sao Paulo wird Iemanja an den ersten zwei Dezemberwochenenden verehrt. Dabei fahren kleine Gefährte mit Bildern der Göttin von den Bergen zum Meer hinab.
Yemaya in der Karibik
Besonders auf Cuba und Haiti wird Yemaya im Santeriakult, aber auch im Vodoo verehrt. Im Vodoo heißt sie LaSiren oder LaSirène. Synkretisiert heißt sie "Our Lady of Regla" = "unsere liebe Frau von Regla" und wird mit der Jungfrau Maria gleichgesetzt. Auf Cuba nennt man sie Yemaya, Yemayah oder Iemanya.
Im Santeria ist Yemaya Mutter aller Lebewesen und Göttin des Wassers. Ihre Zahl ist die 7, die Zahl der sieben Weltmeere. Ihre Farben sind weiß und blau, wie das Wasser. Geopfert werden ihr, neben Fischen und Schweineschwarten, Zuckerrohrsirup und Melonen. Bei der Initiationszeremonie, die "kariocha" oder kurz "ocha" genannt wird, offenbart sie sich dem Betenden in einer ihrer vielen Erscheinungsformen: Ogunte (eine Kriegerin in den Farben silber, tiefem blau und etwas rot), Asesu (hier ist sie alt, taub und antwortet nur langsam, ihre Farben sind hellblau und korallenrot, sie wird mit einer Ente oder aber stillem, stehendem Wasser dargestellt), Okoto (als Pirat, oder unter Wasser jagendes Untier sind ihr die Farben Indigo und blutrot zugeordnet), als Majalewo oder Ibu Aro wird die im Wald lebende Erscheinung der Yemaya mit dem Handel in Verbindung gebracht und mit den Farben türkis, indigo oder korallrot dargestellt. Hier ist ihr Mann der Orisha des Regenbogens, Oshumare. Als Ashaba ist sie jedoch so schön, dass sie niemand direkt ansehen kann.
Yemonja in Zentral- und Nord-Amerika
In Yemonja, Yemanja oder Iamnaje verehren die Santeria-Anhänger die Meeresgöttin auch als "Mutter der Sonne". Mit ihrem Bruder, dem Gott der Erde, "Odduda", soll sie eine Sohn bekommen haben – die Sonne. Zur Sommersonnenwende kleiden sich deshalb ihre Verehrer in weiße Kleider und feiern am Strand. Sie bestücken kleine Boote mit Opfergaben und lassen diese schwimmen. Mit den karibischen Sklaven und später mit den Wirtschaftsflüchtlingen kam der Yemonja-Kult nach Amerika. Dort hat sie mittlerweile eine große Anhängerschaft und eigene "Santeria-Kirchen". In den Voodo-Kulten in New Orleans ruft man sie Yemalla oder auch Yemana.
Symbole der Göttin sind Muscheln (vor allem Vulva-förmige), aber auch Perlenketten. Als Opfergaben bekommt sie Boote, gefüllt mit Blumen, Schmuckstücken, Figuren oder Bilder der Göttin und Nahrungsmittel, besonders die Wassermelone. Als typische Farben werden blau, weiß und silber genannt.
Literatur und Links:
Amy Sophia Marashinsky: Göttinnen-Geflüster
Kris Walsherr: Umarme die Göttin in dir
Shahrukh Husain: Die Göttin
http://de.wikipedia.org/wiki/Santeria
http://en.wikipedia.org/wiki/Yemanja
artemisathene
Yemaya – MeerMutter – Mama Watta
Das Meer – berührend, entspannend, tiefgründig. Ich lernte die letzen Wochen Yemaya kennen. Noch kenne ich sie nicht gut, aber die Eindrücke sind tief.
Yeeeeeeemaaaaaaaya Mama Watta.
Yemaya – die schwarze Muttergöttin des Meeres. Meeresmuttter. Sie antwortet sofort auf mein zaghaftes Anklopfen. Eine Göttin, die ganz präsent ist:: sie wird lebhaft verehrt – ist ganz da – sofort spürbar. Die Eindrücke in meinem Geist sind lebhaft. Viele Berichte las ich, Bilder sah ich, Videos von Priesterinnen und Priestern ihrer unterschiedlichen Kulturen. Nie war mir so unklar wie bei Yemaya, ob ich nicht doch die Eindrücke selber produziere, basierend auf meinen romantischen Vorstellungen anderer Kulturen.
Yeeeeeeemaaaaaaaya Mama Watta.
Yemaya ich erforsche dich in meinem eigenen Gefühl, Bild, Ton, am Meer und im Ritual.
Ich erlebe Yemaya als umfangend, Geborgenheit gebend, direkt, nah und liebend. Lebendige Muttergöttin eben. Aber während die Bilder von Maria abgeschwächt sind*, ist Yemaya kraftvoll, prall und durchaus mit derbem Humor.
Der Kontakt zu ihr und die Gedanken an die Frauen, die sie in USA, Brasilien, den karibischen Inseln und Afrika verehren, gibt mir Kraft und Stolz. Borge ich mir hier etwas aus einer fremden Kultur? Romantische Fantasie? Nicht nur, und falls doch, dann als Mittel zur Heilung.
Lasst uns Feiern, singen, tanzen und trommeln, Schwestern**:
Yeeeeeeemaaaaaaaya Mama Watta.
*ich mag Maria sehr und verehre sie als Göttin, wenn ich auf Reisen bin, da ihre Heiligtümer in katholischen Landen überall gepflegt werden.
** Männer können Yemaya selbstverständlich auch ansprechen, nur meinte ich jetzt hier und heute in meinem Erleben schwesterliche Verbundenheit und Kraft.
jana
Das Element Wasser
Traditionelle Bedeutung und Symbolik
Die heißen, überflussreichen Tage des Sommers liegen nun hinter uns. Die Kornfelder wurden abgeerntet und die Nächte werden merklich kälter. Die frühe Dämmerung kündigt bereits den nahenden Winter an. Mit dem Beginn des Herbstes ziehen die Pflanzen ihre Lebenskraft in die Wurzeln zurück und auch für uns bricht die Zeit an, uns mit unseren Wurzeln zu beschäftigen.
Mit dem Beginn des Herbstes beginnt die Zeit der Ruhe. Die Natur bereitet sich auf den nahenden Winter, den nahenden Todesschlaf vor. Die Schnitterin zieht mit ihrer Sense über das Land, beendet, tötet. Sie opfert der Fruchtbarkeit des Landes ihren Geliebten, den Sommerkönig. Sie verteilt sein Blut über die Felder, auf dass diese im kommenden Jahr wieder Früchte tragen werden. Um zu Samhain selbst – genau wie der Großteil ihrer Schöpfung- in die Unterwelt einzukehren, sich zu erneuern und im Frühjahr als junge Göttin wieder geboren zu werden.
Der Herbst ist traditionell die Zeit des Elementes Wasser, das im Westen an den Kreis gerufen wird- der Himmelsrichtung, in der die Sonne untergeht. Am Lebensabend kann man auf sein vergangenes Leben zurückblicken und reflektieren. Es ist ein Element des Übergangs. Die Kelten beispielsweise dachten sich die Andreswelt, in der die Ahnen, Feen und Koolde lebten, als im Westen liegend, sie sollte über das Wasser zugänglich sein. Sicher eine Metapher, denn mit dem Wasser wird oft auch das eigene Unbewusste, die eigene Unter- oder Anderswelt bezeichnet. Hier liegen versteckte Hoffnungen, begrabene Ängste, verdrängte Ereignisse...Das Element Wasser wird mit tiefen Emotionen in Verbindung gebracht, wie langjährige Liebe, bei der das Sexuelle, also das Feuer, nicht mehr im Vordergrund steht, genauso wie mit tiefem emotionalen Schmerz, Trauer, Hoffnung. Aber auch mit Visionen, Instinkt und Intuition, die aus unseren eigenen Wassern des Unbewussten in unser Bewusstsein auftauchen. Es gilt als weibliches Element. Ebenso wie Wasser sind Gefühle schwer greifbar, haben keine eigenständige Form, sind irrational. Sie reichen vom sanften, kleinen Regentropfen, der sanft, fast unmerklich auf einem Grashalm abperlt bis hin zum großen, unergründlichen Ozean, dessen Wellen plötzlich aufpeitschen und zur vernichtenden, unkontrollierbaren Kraft werden können, die alles ihn Umgebende veschlingt.
Von der Anomalie des Wassers haben wir in der Schule alle gehört: Anders als alle anderen Stoffe zieht es sich bei Kälteeinwirkung nicht zusammen, sondern ändert seinen Aggregatzustand und bekommt als Eis mehr Volumen als vorher. Bei großer Hitze geht das nasse Element in den gasförimgen Zustand über, aber perlt als Kondenzwasser auch wieder ab. Wasser ist wandelbar, unvorhersehbar, weit, tief und dunkel.
Wenn wir uns in Ritualen tiefgreifend mit Wasser beschäftigen, beschäftigen wir uns auch immer mit unseren ganz tiefen Seelenschichten, eben dem Übergang in unsere eigene Unterwelt. Wir leisten praktisch Schattenarbeit, auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind.
Im Kreis befindet sich das Wasser, wie bereits erwähnt, im Westen. Ihm gegenüber im Osten liegt die Luft- der Intelekt, der Verstand, die Ratio und die Struktur klarer Worte und Bewusstheit. Wasser ist das genaue Gegenteil der Luft. Luft denkt und Wasser fühlt...Das eine kann das andere niemals vollständig ausdrücken.
Dem Wasser wird oft die Farbe Blau zugeordnet- die Farbe, die die klare See hat, wenn sich das Licht darin bricht. In Systemen, in denen die Luft mit hellblau belegt ist, ist das Wasser dann dunkelblau. Ist die Luft mit gelb assoziiert, spielt der Blauton des Wassers keine Rolle. Ferner kann das Wasser auch als grün gelten. Grün sei dabei die Farbe des Planeten Venus und wird über die Göttin der Liebe als passend zum Element Wasser hergeleitet.
Das magische Werkzeug oder auch die magische Waffe des Westens und des Wassers ist der Kelch, die Schale oder der Kessel. Es sind Gefäße, die etwas auffangen können, bewahren. Sie sind geformt wie der weibliche Schoß.
Die zugeordneten Sternzeichen sind Krebs, Skorpion und Fische. Die Elementarwesen sind die Undinen. Ein Symbol, das von verschiedenen magischen Traditionen als Zeichen für das Wasser verwendet wird, ist ein gleichschenkliches Dreieck (meist blau), das mit seiner Spitze nach unten zeigt.
 
Ein anrufendes Wasserpentagramm (Um die Eigenschaften des Elementes und seiner Elementarwesen zu rufen. Man kann es beipsielweise nach dem Ziehen des Kreises an die Kreislinie im Westen ziehen, um durch das Pentagramm hindurch das Element zu rufen. Beim Verabschieden zieht man dann ein bannendes Wasserpentagramm. Diese technik wird in verscheidenen magischen Traditionen verwendet und stammt in seiner Zuordnung ursprünglich wohl vom Golden Dawn.) beginnt in der linken oberen Ecke, die für das Element Wasser steht und zieht in die rechte Ecke, die für die Luft steht und dann so weiter. Zum Schluss zieht man die erste Linie ein zweites Mal und bekräftigt somit die Richtung des Pentagrammes. Insgesamt zieht man also sechs Linien. Zum Bannen des Elementes beginnt man in der rechten, oberen Ecke und zieht in die linke obere und so weiter.
Cailynn
Melusine, Undine und die kleine Seejungfrau
"Ich bin alles,
weil ich nur fließendes Leben bin,
und nichts als das;
ich bin unsterblich,
weil aller Tod in mich einmündet,
von dem Stockfisch von vorhin bis zu dem von Zeus;
in mir vereinigt werden sie wieder Leben,
das nicht mehr persönlich und begrenzt ist,
sondern panisch und frei."
Guiseppe Tomasi de Lampedusa: "Die Sirene"
Für manchen unheimlich, unergründlich, unendlich tief und weitgehend, undurchschaubar, aber sehr anziehend und sowohl lebensnotwendig als auch lebensgefährlich – diese Eigenschaften treffen sowohl auf die Tiefen des Meeres als auch auf das Wesen der Weiblichkeit zu. Kein Wunder also, dass die Metapher und Symbolik des Meeres untrennbar mit Mythen und Legenden von geheimnisvollen Frauen verbunden zu sein scheint. Wasserfrauen spielen in den unterschiedlichsten Sagen eine Rolle und ihr Bild und ihre Bedeutung haben sich über die Jahrhunderte stark gewandelt. Einige Gemeinsamkeiten lassen sich aber in all den Geschichten herauslesen und liefern vielleicht Antworten darauf, was gerade die Frau mit dem Element Wasser verbindet.
Melusine
Die älteste dieser drei Wasserfrauen ist die Melusine, die 1211 in einer Geschichte des Gervasius von Tilbury als namenlose Fee den Burgherr Raimund heiratet unter der Bedingung, dass er sie niemals nackt sehen dürfte. Als er dieses Tabu bricht und sie beim Baden sieht, verwandelt sie sich in eine Schlage und taucht im Wasser unter. Karl Heisig und Helga Trüpel-Rüdel stellen in ihren Ausführungen jeweils fest, dass es sich bei dieser Fee wohl ursprünglich um eine Göttin gehandelt haben muss und das Tabu der Nacktheit im übertragenen Sinn zu verstehen ist, d.h. der Mann darf die Göttin nicht in ihrer Wahrhaftigkeit erblicken, da er als Sterblicher dem nicht gewachsen ist.
200 Jahre später nahmen sich Jehan d’Arras und Couldrette des Stoffes an, gaben der Fee den Namen Melusine und aus dem veränderten Verständnis des Verhältnisses von Mann und Frau der Zeit fügten sie einige Änderungen hinzu. Raymond, der Ritter, heiratet Melusine nämlich nur, nachdem diese seine Zweifel an ihrer Gottesfürchtigkeit zerstreut hat und beteuert, eine gute Katholikin zu sein. Auch darf sie ihm ihren Körper nicht mehr verweigern, sondern spricht lediglich das Tabu aus, dass er sie samstags nicht sehen dürfe. Denn auf Melusine lastet der Fluch, sich jeden Samstag in ein Mischwesen mit Fischschwanz zu verwandeln. Sie kann nur erlöst werden, durch einen ehrlichen und treuen Mann, der das Samstagstabu nicht bricht. Es ist klar, wie die Geschichte enden muss: Raymond sieht seine Frau samstags im Bad mit Fischschwanz und beschuldigt sie später, aufgrund ihres Mischwesen schuld an einem Unglück zu sein. Daraufhin verwandelt sich Melusine in ein Ungeheuer mit Flügeln und Fischschwanz und fliegt davon.
Aus der einstigen Göttin, die eine Liaison mit einem Sterblichen eingeht, ist im christlichen Mittelalter eine Dämonin geworden, die aus der Hölle erlöst werden will. Dieses Erlösungsmotiv stammt aus dem Glauben, dass die Frau an sich erst einmal keine Seele besitze und erst durch den Mann eine solche bekommen könnte. Auch die Dualität von Natur (Frau) und Geist (Mann) spielt hier eine große Rolle, weshalb man auch kaum von Meermännern gelesen oder gehört hat. Denn die Männer können keiner solchen Naturhaftigkeit zugeordnet werden, da sie den Geist repräsentieren.
Undine
Diese Idee steckt auch hinter dem Kunstmärchen "Undine" von Friedrich de la Motte Foqué (erschienen 1811, also in der Romantik), bei dem Gisela Dischner bestätigt: "Die männliche Phantasie, daß das "Naturwesen" Frau erst durch den Mann ein seelenvoller Mensch werde, ist uralt – in der Undine-Thematik ist sie gleichsam ursprungshaft formuliert." So trifft nämlich auch Undine auf einen Ritter: Huldbrand von Ringstetten, der sich in sie verliebt. Sie erscheint als Kindfrau, als sprunghaft und geheimnisvoll, was Huldbrand zunächst anzieht. Beide heiraten, obwohl Huldbrand zu Hause eigentlich schon Bertalda versprochen ist, wegen der er überhaupt in den Wald geritten ist. Das Tabu, das Undine in ihrer Beziehung aufstellt, entwickelt sich erst im Laufe der Geschichte. Huldbrand muss ihr versprechen, sie nie in der Nähe eines Wassers auszuschimpfen, da sie sonst von ihresgleichen hinabgezogen wird. Huldbrand weiß um die Andersartigkeit seiner Frau, doch mehr und mehr stößt ihn dies ab.
Als er schließlich das Tabu bricht, muss Undine zurück ins Wasser und erbittet aber die ewige Treue ihres Mannes, damit ihm die Meeresgeister nichts antun können. Als er sich dennoch mit Bertalda vermählt, tötet Undine ihn mit einem Kuss.
In der Romantik und speziell der Undinen-Sage wird die Natur und die Naturhaftigkeit wieder poetisiert. Zwar lasten auch hier einige Überbleibsel früherer Erzählungen, in denen die Frau und die Natur dämonisiert wurden, auf der Geschichte, aber sie ist offener, denn in der Romantik war es oberstes Ziel, der Natur wieder näher zu kommen, in ihr aufzugehen. Nicht umsonst ist die unbeschreibliche Sehnsucht im Symbol einer blauen Blume unsterblich geworden.
Die kleine Seejungfrau
Eine andere Geschichte um die Sehnsucht einer Seejungfrau nach der Vermählung mit einem Menschen beschreibt Hans Christian Andersen in seinem Märchen "Die kleine Seejungfrau". Die kleine Seejungfrau rettet einen jungen Prinzen vor dem Ertrinken und verliebt sich unsterblich in ihn. Sie erbittet von der Meerhexe in einen Menschen verwandelt zu werden. Diese erfüllt ihr den Wunsch, aber sie kann nie wieder eine Seejungfrau sein und sollte sie es nicht fertig bringen, dass sich der Prinz ebenso unsterblich in sie verliebt, dann bekommt sie keine Seele. Heiratet er gar eine andere, so wird ihr Herz brechen und sie wird zu Meeresschaum verwandelt. Trotzdem willigt die Seejungfrau ein und bezahlt die Meerhexe teuer: sie gibt ihr ihre Stimme und jeder Schritt mit ihren neuen Menschenbeinen verursacht ihr ungeheuerliche Schmerzen, als ob sie auf Messern und Nadeln liefe. Jeder weiß wohl, wie die Geschichte ausgeht: der Prinz glaubt, eine andere habe ihn damals aus den Fluten gerettet und da die Seejungfrau nicht sprechen kann, heiratet er die andere. Die Seejungfrau könnte ihn töten und würde wieder zu ihrer Familie ins Meer zurückkehren können, aber ihre Liebe ist zu groß und so wird sie am Hochzeitsmorgen zu Schaum auf den Wellen des Meeres.
Es entstanden im Laufe der Zeit viele solcher Geschichten und Sagen und fast jeder Dichter oder Dichterin erlag einmal dem Thema – von Goethe über Heine, Wilde und Fontane bis hin zu Ingeborg Bachmann und Nelly Sachs. Mal erscheint die Wasserfrau als Unheil bringend, wenn sie wie die Loreley auf dem Felsen sitzt, ihr Haar kämmt und Schiffe kentern lässt. Mal ist sie die lebensrettende Wassernymphe, die den Menschen vorm Ertrinken rettet. Mal ist sie Erlösungssuchende, wie die Undine, der dieser Wunsch verwehrt bleibt. Aber immer umgibt sie ein Hauch von Mystik und Geheimnis, welcher sie einerseits sehr anziehend macht, aber andererseits wie ein Fluch erscheint. Dieser Zwiespalt hat die Geschichten wohl auch so lange überdauern lassen und ist Inspirationsquell für Schriftsteller und Schriftstellerinnen.
Quellen:
Undinenzauber – von Nixen, Nymphen und anderen Wasserfrauen. Reclam 1991
Gabriele Bessler: Von Nixen und Wasserfrauen. Köln 1995
Helga Trüpel-Rüdel: Undine – eine motivgeschichtliche Untersuchung. Bremen 1987
Karl Heisig: Über den Ursprung der Melusinensage, Fabula, 3, 1959
Annika
In meiner Erinnerung
In meiner Erinnerung
sehe ich wie das Meer am Strand leckt,
sich immer weiter zur Düne reckt,
überall Muscheln, Steine und Tang,
und dieser ganz besondere Klang.
Buhnen auf denen Möwen sitzen
in den Wellen sehen sie was blitzen,
höre ihr Lachen, Schreien und Streiten
seh sie auf Wellenkämmen reiten.
Schwalben, die Nester in der Steilküste bauen
und sich dabei auch mal gegenseitig beklau’n,
Ein Gefühl von Freiheit macht sich in mir breit,
sich erheben wollen, in Schwerelosigkeit.
Fühle den warmen, weißen Sand
zwischen den Zehen und in meiner Hand,
Der Wind treibt die Wolken vor sich her
und ich träume - von einer Wiederkehr.
Esmerelda
Wasser
Alles Leben kommt aus dem Wasser. Ohne Nahrung können wir ca. 7 Tage überleben, ohne Wasser nur 3. Unser Körper, unsere Zellen bestehen zum größten Teil aus Wasser, ebenso ist der größte Teil der Erde mit Wasser bedeckt. Die Evolutionskette begann im Wasser, und ihre Stadien durchlaufen wir noch immer im Fruchtwasser.
Wasser ist ein Transportmedium, es leitet Elektrizität, es löscht Feuer, es macht Erde fruchtbar. Wasser erfrischt, reinigt, belebt. Es kann uns tragen - wie die Erde, wenn wir uns ihm anvertrauen wie ein Boot. Wir können darin eintauchen und versinken, um verändert daraus hervorzukommen - Katharsis.
Wasser sucht sich seinen Weg, es passt sich an, es fließt um einen Felsen herum oder höhlt ihn aus. Es ist sanft oder gewaltig, plätschert leise vor sich hin, staut sich oder lässt Dämme brechen, wie Mutter Erde kann es Leben geben oder nehmen.
Wir können uns dem Fluss des Lebens anvertrauen oder gegen den Strom schwimmen. Wir können "im Fluss sein", beweglich, flexibel und geschmeidig oder Widerstände entgegensetzen. Wir können zerfließen, nah am Wasser gebaut sein, Dinge aufstauen oder wir (unsere Ideen) können Kreise ziehen.
Die Gefühlswelt wird dem Element Wasser zugeordnet, besonders Trauer - alle nichtgeweinten Tränen setzen sich als Wasseransammlungen unter der Haut ab, heißt es. "Stille Wasser sind tief" und unheimlich. Wir wissen nicht, was darin verborgen ist. Das Unbewusste, die Unterwelt liegt in bzw. jenseits dieser Tiefe (Unterweltsfluss Styx). So ordne ich dem Wasser den Melancholiker zu, einer, der in seinen Tiefen versunken scheint. Im Tarot stehen hierfür die Kelche.
Doch ebenso wird die Liebe diesem Element zugeordnet, die Herzensangelegenheiten, die Herzkraft (und das Herzchakra), die "ozeanischen Gefühle", die Hingabe, das Verschmelzen mit einem Menschen, das "All-eins-Sein" mit dem Kosmos (Religion im Gegensatz zu Spiritualität), die Intuition und auch die Wünsche und Träume. Die Mondkräfte, die Gezeiten zeigen uns das Wechselspiel des Wasserelements.
Hier finden wir die Sternzeichen Fische, Krebs und Skorpion, sowie die Planeten Mond, Neptun und Pluto. Wir finden hier Träumer, Tellerwäscher, Fischer, Heiler und Therapeuten, Maler, Schauspieler, Installateure, Metallgießer, Seeleute und Botschafter. Im Körper stehen alle Körperflüssigkeiten für das Wasser sowie die Organe Blase und Niere. Die Instrumente Harfe, Wasserorgel, Regenhölzer, Ocean-Drum und eigentlich alle Saiteninstrumente werden hier zugeordnet, im Tierreich alle Wasserlebewesen, vor allem aber die Meeressäuger. Als Naturgeister finden wir hier die Undinen, die Nixen, die Wasserfrauen (Lorelei) sowie die Göttinnen Aphrodite, Tiamat, Yemaya, Mami Wata, Isis, Mari(a). Seine Entsprechung findet Wasser im Herbst, im Abend, in den Wechseljahren - in allen Übergangsphasen. In der Magie ist Wasser das Verbindende sowie die Reinigung und die Intuition.
Der Mensch heute ist weit entfernt vom Wasser, er geht verschwenderisch damit um, lebt aber sein Wasserelement in der Gefühlswelt nicht aus. Übergänge in Lebensabschnitten sind unwichtig geworden, da das Funktionieren im Vordergrund steht. Ein Wiederbeleben der Rituale kann uns besonders mit dem Wasserelement versöhnen - als "religiöse Handlung", als verbindendes Medium mit unsern und Gefühlen anderer (Lebewesen). Wie der Fluss kann uns das Wasser transportieren, mitreißen oder trennen, wie ein Teich kann es spiegeln oder unergründlich sein, wie das Meer ist das Auf und Ab des Lebens - wie der Kreislauf des Wassers ist der Kreislauf des Lebens: wie einzelne Tropfen fallen wir auf die Erde, verbinden uns zu Bächen, Flüssen oder Strömen, fließen am Ende ins Meer und steigen als Dunst wieder auf, um neue Tropfen zu bilden.
Mother Ocean wash me with your wisdom.
Andrea Homersen
Nereiden, Najaden und Okeaniden
-die griechischen Wasserwesen und Göttinnen
In der griechischen Mythologie wird etwas so wundervolles und einmaliges wie die Natur mit dem "Göttlichen" assoziiert. Alle Naturerscheinungen, positiv oder negativ für den Menschen, schön anzusehen oder schrecklich und furchterregend; alles, was "Mutter Natur" hervorgebracht hat, bekam den Status des Göttlichen. Es konnte gar nicht anders sein, als dass Meer, Seen, Flüsse, Quellen und Teiche, Bäume und Berge von göttlichen Wesen beseelt waren. Die altgriechischen Naturwesen, weiblichen Geistwesen, werden unter dem Oberbegriff "Nymphen" zusammengefasst. Nymphen sind in der Regel weiblich, jung und zeichnen sich durch ihre natürliche Schönheit aus. Die Göttin Artemis wählt sich ihre Begleiterinnen aus der Schar der Nymphen aus.
Die Wesen des Wassers werden unterschieden in Nereiden, Najaden und Okeaniden. Flüsse werden jedoch nicht nur in die Kategorie der Nymphen und Naturwesen einsortiert, sondern als Götter und Göttinnen personifiziert. Häufig personifiziert man sie mit Göttern, es gibt aber auch Beispiele von Flussgöttinnen. Der Unterweltsfluß Styx ist so ein Beispiel, die Göttin Styx wacht über die Grenze zwischen dem Reich der Lebenden und dem Totenreich "Hades".
Nixen
Etymologisch stammt der Begriff aus dem althochdeutschen, von "nihhus", "niccus" oder "nichessa" und bedeutet soviel wie Wasserwesen. Eventuell kann man es auf das lateinische "necare" (= töten) zurückführen, was allenfalls durch die Sagen über Seefahrer tötende Wasserfrauen erklärbar wäre. Auch wenn der Begriff "Nixe" in den deutschen Übersetzungen von griechischen Sagen häufig auftaucht, ist er doch wohl nicht richtig. Denn je nach ihrer Herkunft werden die Wassernymphen als Nereiden, Najaden, Okeaniden oder diverse andere Wasserwesen bezeichnet.
Nereiden
Hesiod schreibt in seiner "Theogonie", dass die Nereiden aus der Verbindung des Nereus, des gerechten und gütigen Meergreises, und der Okeanide Doris entstanden seien, noch bevor es Menschen gab. Ihr Oberkörper ist der einer nackten jungen Frau, ihr Unterkörper endet in einem Fischschwanz. Sie sind die sanften und segenspendenden Begleiterinnen der Meeresgöttinnen und Meeresgötter. Die Großeltern der Nereiden sind Pontos (ein Urmeergott) und Gaia. Nereiden sind freundliche Wesen, die im Mittelmeer leben, Schiffbrüchigen helfen und Seefahrer mit Spielen unterhalten. Sie werden häufig von Delfinen oder Tritonen begleitet. Tritone sind männliche Nereiden, mit Fischschwanz und nacktem, männlichen Oberkörper. Nereiden und Tritone begleiten die Meeresgöttinnen Tethys, Amphitrite oder den Gott Poseidon. Die Namen einiger Nereiden sind bekannt: So heißen sie beispielsweise: Thetis (deren Sohn der Held Achilleus war), Agaue ("die Verehrungswürdige"), Eudora ("diejenige, die gute Geschenke macht") oder Glauke ("die Blaue").
Najaden
Etymologisch stammt "Najaden" vom griechischen Wort "naein" = fließen. Die Najaden bewachen Seen, Flüsse, Bäche, Teiche und Quellen, sie gelten als Töchter des Okeanos. Najaden sind Nymphen des "Süßwassers". Mit dem vertrocknen "ihres" Gewässers, endet das Leben einer Najade. Vergil beschreibt, dass sich ihr wundervoller Palast in den Tiefen eines Flusses befindet. Nach Ovids "Metamorphosen" sind die Najaden Begleiterinnen der Göttin Diana/Artemis, mit Ausnahme der "Salmakis", die durch ihre Zweigeschlechtlichkeit und ihren geringen Jagdinstinkt nicht zur "Jägerin" taugte. An Quellen und Flüssen waren den Najaden häufig lokale Kulte, Heiligtümer und Tempel geweiht. Dem Wasser ihrer Gewässer wurde heilende oder prophetische Wirkung nachgesagt. Wie es auch heute noch "Heilwässer" und "Orakelwässer" gibt.
Die Najaden unterscheidet man nach ihrem Gewässer in: Crinaeae (Quellen), Limnades/Limnatides (Seen), Pegaeae (Bäche), Potameides (Flüsse) und Eleionomae (Sümpfe).
Eine bekannte Mythe rund um eine Najade ist die Geschichte von Daphnis und Nomia: Die eifersüchtige Najade Nomia straft den untreuen Daphnis mit Blindheit, worauf dieser aus Gram bald stirbt. Weitere bekannte Najaden sind die Quellgöttin Juturna (Quellbrunnen in Rom), Kastalia (die durch ihr Plätschern Dichter zur Kunst inspiriert) und Leiriope (die Mutter des Narziss).
Okeaniden
Nach Hesiod sind die Okeaniden die 3000 Töchter des Meeresgottes Okeanos und der Meeresgöttin Tethys. Während die Nereiden über das Mittelmeer herrschen, sind die Okeaniden für die anderen Ozeane zuständig. Manche Autoren gehen davon aus, dass es auch 3000 männliche Okeaniden gab. Einige berühmte Okeaniden sollte man namentlich kennen. Dazu zählen: Amphitrite (Frau des Meeresgottes Poseidon und selbst "Beherrscherin der Meere"), Asia (Namenspatronin des Kontinents Asien und evtl. Mutter des Prometheus), Doris (Mutter der Nereiden), Europa (Geliebte des Zeus und Namenspatronin des Kontinents Europa), Eurynome (Mutter der Chariten), Metis (erste Frau des Zeus und Mutter der Athene), Perse (griechische Göttin des Neumondes), Pleione (eine der Plejaden) und Styx (Göttin eines Unterweltsflusses). Heilige Eide, wie auch der Olympische Eid wurden auf die Styx geschworen.
Meeresgöttinnen
Tethys
Tethys ist eine Titanin. Tochter des Urgottes Uranos und der Urmutter Gaia. Sie ist eine Meeresgöttin, eine "Herrin der Meere", und wurde, wie in der altgriechischen Göttergenealogie häufig, mit ihrem Bruder Okeanos, dem "Herrn der Meere", verheiratet. Sie ist die Mutter der 3000 wichtigsten Flüsse des Universums: z.B. des Nil, des Mäander und des Skamandros. Außerdem ist sie die Mutter der 3000 Okeaniden. Homer schreibt Tethys in seiner Ilias die Rolle der "Allmutter" zu, die alles aus sich selbst hervorgebracht habe (siehe auch Eurynome). Nonnos sagt sie sei "alt wie das Weltall". Während Okeanos die Welt umgürtet habe, sei Tethys die Mutter aller seiner Kinder, aller Götter und aller Lebewesen. Diese Version geht wahrscheinlich auf den Sagenschatz der Pelasger zurück. Antike Schriftsteller beschreiben Tethys mit Begriffen wie "zart", "grün" oder "grau".
Thetis
Tochter des Nereus und der Doris, sie ist eine Nereide. Zeus und Poseidon werben um Thetis, aber eine Weissagung der Göttin Themis verhindert eine Ehe mit den Göttern. Diese hatte prophezeit, dass Thetis einem Gott einen Sohn gebären würde, der mächtiger als der Vater werde, einem Sterblichen aber werde sie einen Helden gebären. Obwohl Thetis sich als "Feindin der Ehe" bezeichnet, heiratet sie Peleus, den König von Phthia und hat mit ihm einen Sohn, den Helden Achilleus. Diesen hält sie lebendigen Leibes über ein göttliches Feuer, um ihn unsterblich zu machen. Ihr ängstlicher Gatte Peleus verhindert jedoch, dass Achilleus unsterblich wird - die berühmte Achillesferse bleibt seine Schwachstelle. Thetis erhebt schließlich Peleus in den Stand eines Meergottes und erlaubt ihm mit ihr im Palast ihres Vaters Nereus, auf dem Meeresgrund, zu wohnen.
Angeblich ist Thetis die schönste der Nereus-Töchter. Heliodor preist ihr goldenes Haar und Homer und Hesiod nennen sie "silberfüßig". Die Gunst des Gottes Hephaistos erwirbt sie sich durch die hingebungsvolle Pflege des von Hera verstoßenen jungen Gottes. Sie pflegt ihn zusammen mit Eurynome. Mit Doris rettet sie eine Mutter und ihr Kind vor dem Ertrinken.
Außerdem rettet Thetis Iasons Schiff "Argo" aus Stürmen und vor Skylla und Charybdis (siehe unten). Sie lenkt das Schiff sicher zum Ziel.
In Phthia, in Thessalien, der Heimat ihres Mannes Peleus hat Thetis ein Heiligtum, an dem der Hochzeitstag der Göttin gefeiert wurde. Begleitet wird Thetis gerne von Delfinen und Tritonen, sie soll aber auch die Eisvögel geliebt haben.
Amphitrite
Nach Homer bedeutet Amphitrite schlicht "Meer", er bezeichnet sie als "Ernährerin" der Meerestiere. Der Name gibt etymologisch allerdings den Hinweis auf das "dritte Element", nach Luft und Erde: Wasser. Über die Eltern der "Beherrscherin der Meere" und späteren Frau Poseidons gibt es unterschiedliche Quellen. Homer bezeichnet sie als Nereide, also die Tochter des Nereus und der Doris. Andere nennen Amphitrite eine Okeanide, also die Tochter des Okeanos und der Tethys. Amphitrite wollte nicht heiraten, sie hatte als Meeresgöttin auch gar keinen Grund dazu. Doch Poseidon verliebte sich in die dunkeläugige, "bläulich schimmernde" Amphitrite. Diese floh vor Poseidon, dem "Erderschütterer" bis zu den Atlasbergen, d.h. bis ans Ende der Welt. Delphinos, der delfingestaltige Helfer des Meeresgottes, überredete Amphitrite zu einer Verbindung mit Poseidon. Aus Dankbarkeit versetzte Poseidon Delphinos als Sternbild an den Himmel und machte die Delfine zu den Begleitern seiner Frau. Poseidon und Amphitrite haben drei gemeinsame Kinder: Triton (ein Mischwesen: Mann mit Fischschwanz), Rhode (Frau des Sonnengottes Helios und Namenspatronin der Insel Rhodos) und Benthesikyme, die prophetische Gaben hatte und über das Wasser gehen konnte.
Poseidon stand seinem Bruder Zeus in Sachen Untreue in keinster Weise nach und Amphitrite kochte zuweilen vor Eifersucht. Er hatte zahlreiche Liebschaften und unzählige Kinder mit Göttinnen, Nymphen und Sterblichen. Berühmt ist Ovids Version von der Verwandlung der Skylla, einer schönen Geliebten des Poseidon, in ein hässliches Ungeheuer (s.u.). Dazu warf Amphitrite magische Kräuter in Skyllas Badewasser. Augenblicklich verwandelte sich die arme Skylla in ein hundeähnliches Ungeheuer mit sechs Köpfen und zwölf Füßen.
Robert von Ranke-Graves sieht in der Trias Tethys, Amphitrite und Nereis (= "die Nasse", es ist allerdings fraglich ob es überhaupt eine Göttin dieses Namens gab!) eine "Dreifaltige Mondgöttin als Herrscherin des Meeres". Er sieht auch ihre Kinder in der Tradition des Mondlaufes (Triton = Neumond, Rhode = voller Erntemond und Benthesikyme als abnehmender Mond).
Eine weitere Sage rankt sich um die Krone der Ariadne, die sie von Amphitrite geschenkt bekommen haben soll. Delfine und Nereiden sollen Theseus die Krone und einen Ring für seine Gattin aus dem Meer geholt haben.
Eurynome
In der griechischen Mythologie gibt es eine ganze Reihe von "Eurynomes". Die Urgöttin des pelasgischen Schöpfungsmythos trennt das Meer vom Himmel und tanzt auf den Wellen um die Schöpfung in Gang zu bringen. Homer nennt diese Urmutter Tethys und vermählt sie mit Okeanos. Sicherlich haben beide Mythen die gleiche Wurzel.
Eurynome kommt aber auch in den Reihen der Olympier vor. Dort zeugt sie (oder ihre Namensverwandte) mit Zeus die Chariten, die drei Göttinnen der Anmut (Eurphrosyne, Thalia und Agleia) und Asopos, einen Flussgott.
Robert von Ranke-Graves sieht in Eurynome und Tehtys Beinahmen der Mondgöttin.
Doris
Manche Autoren gestehen ihr nur den Rang einer Nymphe zu, sie steht allerdings in der altgriechischen Götter-Genealogie ganz oben in der Rangfolge. Als Kind des Okeanos und der Tethys ist sie eine Okeanide. Sie heiratet den Meeresgott Nereus und hat mit ihm 50 Kinder - die Nereiden. Das Haar der Doris wird als "herrlich gelockt" beschrieben. In den Texten des Lukian wird sie sowohl als neidisch und eifersüchtig, wie auch als äußerst mitleidig in einem anderen Fall beschrieben. Wie alle Meeresgöttinnen reitet sie gerne auf einem Delfin.
Eurybia
Ihr Name bedeutet die "weite Stärke" oder "die weithin Mächtige". Eurybia ist eine Tochter des Meeresgottes Pontos und der Gaia. Auch sie beherrschte das Meer. Angeblich besaß sie eine "Seele aus Stahl". Ihre Geschwister sind die Meeresgötter Nereus, Phorkys und Thaumas sowie Keto, ein Meeresungeheuer. Robert von Ranke-Graves sieht auch in ihr einen Beinamen der Mondgöttin in ihrer Eigenschaft als Herrscherin über das "nasse Element". Seiner Deutung nach ist sie vielleicht auch ein Teil der Göttinnen-Trias aus Eurynome (Herrscherin des Himmels und der Erde), Eurybia (Herrscherin des Meeres) und Eurydike (Herrscherin der Unterwelt).
Weibliche Meerungeheuer
Keto
Tochter des Meeresgottes Pontos und der Gaia, Schwester der Eurybia. Ihre Kinder sind die Phorkiden Ladon, Echidne, die drei Gorgonen (Medusa, Euryale und Stheino), die drei Graien und evt. auch die drei Hesperiden.
Keto wird als schreckliches Ungeheuer dargestellt und spielt eine wichtige Rolle in der Erzählung von Perseus und Andromeda. Die äthiopische Königin Cassiopeia hatte es gewagt zu behaupten, schöner als die Nereiden zu sein. Zur Strafe schickt Poseidon ihr Keto, die das Opfer von Cassiopeias Tochter Andromeda anordnet und überwachen soll. An einen Felsen gekettet, soll Andromeda von der Flut verschluckt werden. Dem Helden Perseus gelingt es Keto zu töten (Varianten: mit dem Schwert oder mit dem Medusenhaupt) und die Hand der Andromeda zu erlangen.
Skylla
Dieses Meeresungeheuer wird von Homer als unglaublich hässlich beschrieben. Sie haust in einer Höhle zu Füßen einer steilen, glatten, wolkenverhangenen Klippe. Ihre Stimme gleicht der eines "neugeborenen Hündleins", doch sie ist ein Monster mit sechs langen Hälsen und zwölf unförmigen Füßen. Auf jedem Hals sitzt ein "gräuliches Haupt" mit drei Reihen Zähnen. Ihre Köpfe ragen aus der Grotte heraus und machen Jagd auf Delfine und Fische. In bildlichen Darstellungen wird sie häufig mit dem Oberkörper einer nackten Frau, sowie Hunde- oder Wolfsköpfen dargestellt. Dass sie ein Meerungeheuer ist, erkennt man in der Regel an einem oder mehreren Fischschwänzen.
Es gibt eine ganze Reihe von Sagen um Skylla. Da jedoch jedes Mal ein anderes Elternpaar genannt wird, ist fraglich, ob es sich jedes mal um dieselbe Skylla handelt.
Die Verwandlung von Skylla, der schönen Tochter der Hekate Krataiis und des Phorkys ist berühmt geworden. Es gibt zwei Varianten, beide mit demselben Hintergrund und demselben Ausgang: Der Meeresgott Poseidon oder aber Glaukos hatte ein Auge auf die schöne Skylla geworfen, die jeweilige Partnerin, Amphitrite oder die Zauberin Kirke, war eifersüchtig. Um die Nebenbuhlerin loszuwerden, warf die eifersüchtige Göttin/Zauberin magische Kräuter in das Badewasser der schönen Skylla und verwandelte sie sogleich in ein Meeresungeheuer.
Skylla wurde nachgesagt, dass sie Seeleute ergriff, ihnen die Knochen brach und sie dann langsam verschlang. Dabei gab Skylla bellende Schreie von sich. So erging es auch einigen Seeleuten des Odysseus, der auf seiner Irrfahrt zwischen den Seeungeheuern Skylla und Charybdis hindurch fahren musste. Odysseus kam Skylla zu nah und büßte sechs seiner Seeleute ein.
Als Väter der Sagenfigur Skylla werden Zeus, Typhon (selbst ein Meeresungeheuer), Phorkys und Nisos gehandelt.
Charybdis
Auch Charybdis ist ein Meeresungeheuer, ein personifizierter Wasserstrudel zu Füßen der zweiten Klippe die Odysseus umsegeln muss. Skylla und Charybdis sind benachbart, die Durchfahrt zwischen beiden lebensgefährlich. Charybdis ist die Tochter der Gaia (Mutter Erde) und des Poseidon. Die Legende besagt, sie sei eine unersättliche Frau gewesen, die Zeus für ihre Gefräßigkeit bestrafte, in dem er sie mit einem Blitz ins Meer schleuderte und in ein Ungeheuer verwandelte. Sie musste fortan dreimal täglich große Mengen Wasser schlucken, um diese dann gleich wieder auszuspeien. Charybdis ist somit eine Allegorie für einen Wasserstrudel mit Sogwirkung, wie er während Wirbelstürmen auf See vorkommen kann.
Während seiner Irrfahrt durch die Ozeane, versucht Odysseus durch die Meerenge zwischen Skylla und dem Strudel der Charybdis zu manövrieren. Er verliert dabei erst einige Seeleute an Skylla und wird nach einem Schiffbruch auf einem provisorischen Floss direkt auf Charybdis zugetrieben. Nur mit Mühe entkommt er ihr. In seinen Worten beschreibt er Charybdis so: "…wenn sie ausspie, so brodelte sie ganz auf wie ein Kessel auf vielem Feuer, herumstrudelnd, und hoch flog der Schaum bis auf die Spitzen der beiden Klippen." (Homer, Odyssee)
Quellen und Literaturhinweise:
Homer: Odyssee
Robert von Ranke-Graves: griechische Mythologie
Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos
www.imperiumromanum.com
www.wikipedia.org
artemisathene

Lesbos, Du Schöne
Lesbos, Du Schöne...
Feuergeboren, wellenumspielt...
Deine Wasser mich liebkosen,
Deine Felsen mich stützen,
Deine Winde nehmen Altes mit sich,
Deine Sonne wärmt mein Herz.
Alte Drachin, die Du dort ruhst,
riefst mich in Deine Träume,
flüstertest leise Deine Botschaft mir zu.
Deine Schlangenkinder wanden sich durch mich hindurch
und Dein steinerner Leib verband sich mit meinen Knochen.
Es löste meine Seele sich los
und träumte von Bruder Adler,
der ferne Botschaft mir sandte –
strong bones, strong hearts, strong minds.
Meine Gesänge und Tänze lockten
die glänzendem Gefährten des Meeres herbei,
ich erhaschte ein Blick auf ihr Spiel,
im Herzen verschmolz ich mit ihnen und folgte.
Im Traum (?) tanzte und sang ich
mit irdischen Gespielinnen,
preiste Deine Schönheit und atmete
im heißen Wasser die Lebenskraft von Mutter Erde.
AEH 10/07
Kelche des Tarot
Im dritten Teil meiner Reihe zu den kleinen Arkana des Tarot möchte ich für die Wasserausgabe die Kelche besprechen, da man sie traditionell diesem Element zuordnet.
Der Kelch als bewahrendes und schützendes Gefäß symbolisiert schon seit vielen Jahrhunderten den weiblichen Schoß, das mütterliche Prinzip, weibliche Spritualität, Weiblichkeit überhaupt. Ob nun die Ritter der Tafelrunde, die den heiligen Gral suchten, Cerridwens Kessel oder einfach die Verbindung der Frauen zur Nahrungszubereitung (vor allem in Form von Muttermilch bei ihren Kindern) und damit Lebenserhaltung der Familie: überall finden wir die Assoziation von Weiblichkeit und Kelch.
Wenn wir also die Tarotkarten der Kelche betrachten, finden wir sozusagen einen "weiblichen Blickwinkel", d.h. es werden Gefühle angesprochen, innere Stimmen und Vorahnungen, Unbewusstes, Wünsche, Ängst und Spiritualität. Waren bei den Schwertern vor allem Intellekt, Wissen und Geist vorherrschend, so finden wir nun bei den Kelchen das große, unergründliche Meer der Gefühle vor uns ausgebreitet. Es geht immer darum, tief in sich hineinzuhorchen, wie mit der Muschel am Ohr, und das innere Gewässer zuerkunden.
Für mich sind die Kelche sehr affirmative und bestärkende Karten. Sie ermuntern, in den eigenen Seelenozean einzutauchen und wollen "Mut zum Gefühl" machen. Sie zeigen deutlich, dass die Lösung des Problems oder der Fragestellung, in deren Kontext sie fallen, in uns selbst liegen; sie sind immanent und können nicht in äußeren Faktoren gefunden werden. Es gilt, sich Ängsten zu stellen und diese zu besiegen, Wünsche klar zu äußern und sich so Ziele zu stecken. Nicht umsonst erscheint die glatte Wasseroberfläche im gefüllten Kelch wie ein Spiegel der Seele und die Kelche laden ein, darin zu sehen und zu verstehen.
Auch die Unberechenbarkeit und Unbeständigkeit des Wassers spiegelt sich in den Karten wider: durch den Kelch ist das Wasser sicher aufbewahrt; es liefert dem flüchtenden Element Halt. Für die Karten bedeutet dies, dass das Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit und Stabilität nur durch ein stabiles und beständiges "Innenleben" erreicht werden kann. Makrokosmos und Mikrokosmos müssen im Gleichklang sein, denselben Wellenrhythmus besitzen. Erst dann kann der Platz im Leben richtig eingenommen werden. So symbolisiert die Wasserquelle unserer Herkunft und die Mündung unsere Bestimmung, das Aufgehen in einem größeren Ganzen.
Quelle: eigene Deutung und Erfahrung
Bürger/Fiebig: Tarot für Einsteiger/innen, Königsfurt Verlag
Udo Becker: Lexikon der Symbole, HERDER spektrum
Annika
Undine
fließe, fließe, woge,
dringe, feuchte, quelle,walle,
steige, reiße, perle, tränke,
nehmegebe, trage, friere, breche,
benetze, falle, hülle, halte, bewahre,
taue, schenke, labe, wirble,
kläre, fließe, fließe
Shermin Arif
Bäume des Wassers-Elements
Alles Leben kommt aus dem Wasser – alles Leben braucht Wasser!
Auch die Bäume, die sämtlich zunächst wohl alle eher dem Erde-Element zugeordnet werden - sind sie doch mit ihren Wurzeln tief in Mutter Erde verankert - sind ja auf Wasser angewiesen und leben mit diesem Element mehr oder weniger eng verbunden. So gibt es Bäume, die ihr Leben im Wasser stehend verbringen. Andere erdulden hin und wieder Überschwemmungen. Und wieder andere Bäume können sogar zeitweise ohne Wasser auskommen. Aber immer brauchen Bäume irgendwann einmal das Lebenselixier Wasser, um gedeihen zu können. Das Bild der Oase in der Wüste zeigt es deutlich: ohne das Leben spendende Wasser ist die Wüste ein Ort ohne Bäume. Aber um die Lebensquelle Wasser herum wächst und gedeiht auch der Baum in der Wüste.
Als eindrucksvolle Bäume des Wasser-Elements werden an dieser Stelle der Weißdorn, die Birke, die Erle und Weide sowie der Holunder vorgestellt und beschrieben1. Allen diesen Bäumen ist gemeinsam, dass sie auch als Schwellenbäume beschrieben wurden und werden – was allerdings nicht verwundert, ist doch das Element Wasser dasjenige, was am intensivsten mit Gefühlen, Geheimnissen, Intuition und Übergängen in Verbindung steht.
Der Weißdorn (Crataegus), dem noch heute in Irland, England und auch Skandinavien eine tiefe Verehrung entgegengebracht wird, ist der Baum, der in früheren Zeiten an Quellen und Brunnen gepflanzt wurde, um diese zu schützen. Dies war sozusagen sein hauptsächlicher Schutzaspekt. In Irland haben zum Beispiel die meisten heiligen Quellen, wenn sie einen Schutzbaum an ihrer Seite haben, einen Weißdorn neben sich. Der Weißdorn, der als Baum oder auch als Strauch vorkommt und ein Alter von 500 Jahren erreichen kann, hat ein zersaustes Aussehen und wächst ebenso gern als dichte Weißdornhecke. Er ist daher auch als Hagedorn (hegen = schützen, pflegen, nähren) bekannt und altbekannter Schutzbaum für Menschen und Tiere. In seinem Schutz können und konnten zum Beispiel viele Vögel ihre Brut aufziehen, sich jederzeit sicher dank der Dornen verstecken und im Herbst die roten Beeren, die Früchte des Weißdorns, verzehren. Der Weißdorn schützte auch die Menschen, indem er die Einfriedung heiliger Haine bildete und die Menschen sich hinter der Weißdornhecke beschützt und geborgen fühlen konnten: keine negative Energie konnte den dornenbewehrten Weiß- bzw. Hagedorn überwinden! Die Dornen wecken gleich Erinnerungen. Und richtig: der Weißdorn gehört in die Familie der Rosengewächse und im Märchen Dornröschen2 ist es eine Weißdornhecke, die den Schutz für die schlafende Jungfrau3 bildet.
Der Weißdorn ist nicht nur zerzaust, wild wachsend und wehrhaft. Alles übrigens Attribute, die den Frauen in ihrer Gestalt als Weiße Göttin zugesprochen werden! Der Weißdorn ist auch zart blühend mit seinen über und über von weißen Blüten bedeckten Zweigen und wunderbar duftend – nach dem weiblichen Geschlecht, wie die einen sagen. Oder unangenehm riechend, wie andere zu berichten wissen….. Wenn der Weißdorn aber weiß blüht, so beginnt der Sommer! Spätestens dieser Anblick erfreut das Herz und beseitigt chronische (Frühjahrs-) Müdigkeit und Lethargie. Und ja! Da sind wir bei einem zweiten Aspekt des Elements Wasser: der Heilungskraft dieses Elements. Und so verwundert es nicht, dass der Weißdorn nicht nur mit seinen Blättern, Blüten und Beeren bei Herzschwäche und Kreislaufproblemen hilfreich ist. Auch die Anwesenheit bei einem – am besten am Wasser stehenden! – Weißdorn, das Anlehnen an seinen Stamm und das Einatmen dieses wunderbaren Duftes lassen die Seele heilen und das Herz erfreuen. So wundert es nicht, dass frau bei einer Räucherung der Weißdornbeeren "mit den Augen des Herzens" sieht.
Der Weißdorn: der Baum der Liebe, des Selbstschutzes, des Heilens von altem Schmerz. Versuche es einmal. Der Weißdorn wartet schon auf Deinen Besuch.
Wenn Du den Weißdorn im September/ Oktober besuchst, kannst Du gleich ein paar Beeren sammeln, sie sind dann wunderschön rot und sehr heilkräftig. Sie schmecken zwar mehlig, aber sie sind eben eines der besten Stärkungsmittel für das Herz. So kannst Du einen Aufguß bereiten: 2 Teelöffel Beeren pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen und 20 Minuten ziehen lassen. 3 x täglich eine Tasse über einen so langen Zeitraum, wie Du willst.
Die Birke (bzw. Hängebirke, Betula pendula, - siehe zu diesem Baum auch Schlangengesang Ausgabe Nr. 5) ist nicht nur ein sehr bekannter Baum - es heißt, die Birke ist der einzige Baum, den alle Menschen er-kennen - , sie ist auch ein Pionierbaum und war die erste (gemeinsam mit der Espe bzw. Zitterpappel), die nach der letzten großen Eiszeit sich hier bei uns ansiedelte und sehr schnell große Areale einnahm. Diese sind leider inzwischen fast überall verschwunden.
Die Birke ist stark und schnellwüchsig, elegant und verspielt. Sie ist äußerst frosthart und bereitet das Land und das Leben vor – im Frühling ist die Birke diejenige, die mit ihren grünen Blättern und ihrem Saft die Frühjahrsmüdigkeit und den Vitaminmangel vertreibt. Wie kein anderer Baum verkörpert die Birke Anmut und Leichtigkeit. Und sie ist DER Frühlingsbaum schlechthin! Und hier zeigt sich auch, warum die Birke ein ‚Wasserbaum’ ist: eine gewisse Zeit im Frühjahr fließen jeden Tag große Mengen Wasser durch den Stamm nach oben in die Krone. In mancher Literatur wird von bis zu 70 Litern gesprochen, die täglich durch den Birkenstamm fließen. Um an diesen begehrten und super gesunden Baumsaft zu gelangen, werden Birken Jahr für Jahr angezapft, also an der Rinde angebohrt, so dass der Birkensaft heraustropft. … Und dem Menschen zur Wundheilung (!) sowie bei Hautproblemen und zur Vitalisierung während der Frühjahrskur dient. Es können aber genauso die Blätter genutzt werden! Dies ist sogar die bessere Lösung, denn hierbei wird die Birke ja nicht verletzt. Ihren Ausdruck als Frühlingsbaum hat die Birke auch als traditioneller Maibaum. Die vorchristlichen Frühjahrs- und Fruchtbarkeitsriten wurden in damaliger Zeit überall in Birkenhainen durchgeführt, was der Kirche aber gar nicht gefiel und von ihr unter Strafandrohung verboten wurde. Allerdings ließen sich die Leute nicht ganz von ihren Ritualen und ihrem ‚sündhaften Treiben’ abbringen und holten, statt zum Baum hinzugehen4, diesen einfach ins Dorf, dekorierten den Baum und hielten ihr Frühlingsfest (Maifest) darum herum ab. So ist es mancherorts ja noch bis heute. Und auch die Kirche übernahm den Ritus, wollte sie doch ihre Gläubigen in ihrer Kirche begrüßen: Sie ihrerseits holte Birkenzweige in die Kirche, z.B. zur Pfingstdekoration, und gab dem uralten Brauch damit wenigstens einen christlichen Anstrich!5
Am liebsten wächst die Birke, insbesondere die Moorbirke (Betula pubenscens), am Wasser, sogar im Wasser: In Bruchwäldern besiedelt die Moorbirke feuchte bis staunasse Böden. Hier wächst sie gern in Gesellschaft der Erle.
Die Hängebirke kommt zwar auch mit weniger Wasser zurecht. Aber egal, ob Hänge- oder Moorbirke: Birken zeigen uns, wie wir (wieder) flexibler, lebendiger, beweglicher werden können, also (wieder) "in Fluss kommen". Die Birke ist der Baum, um Blasen- und Nierenprobleme zu behandeln, denn so, wie sie selbst mit dem Element Wasser wunderbar zurecht kommt, stärkt sie auch unsere Körper, wenn wir eben hiermit Probleme haben. Sie zeigt uns, wie wir wieder in die Balance kommen!
Negative Kräfte, Altes, Überholtes – können wir auch auf andere Weise mit Hilfe der Birke loslassen, nämlich mit ihren Zweigen6, dem Reisig, die wir - zum Hexenbesen gebunden – verwenden können, um mit schützender und reinigender Wirkung alles auszukehren – vorzugsweise im Frühling, zur Birkenzeit.
Wenn Du also im nächsten Frühjahr zur Birke gehst, um Reisig für Deinen Hexenbesen zu sammeln, und sie trägt schon die ersten Blätter: pflücke gleich welche für Deinen Tee!
Du kannst auch gleich Blätter essen, sie haben einen hohen Vitamingehalt und sie schmecken lecker, pur oder im Salat.
Welche Frau beginnt nicht zu träumen beim Anblick dieses wundervollen Baumes? Die Trauer-Weide (Salix babylonica oder Salix alba tristis), die so oft an Gewässern steht und sich dem nassen Element zuneigt, ist auch ein Baum, der überall und in allen alten Kulturen, auch bei den Kelten, mit weiblicher Macht und in Beziehung zur Mondin gesehen wurde. Die Weide lebt im Einklang mit dem Wasser und dem Mond, sie ist eine Wassernymphe, die Baumgestalt angenommen hat.7 Die Weide gehört zu den Mond(in)bäumen, die in vorchristlichen Zeiten als Bäume der Großen Göttin hohes Ansehen genossen! Dieses hohe Ansehen genießen Bäume heute weltweit nicht mehr. Aber: immer mehr Menschen suchen wieder den Kontakt und die Verbindung zu den Bäumen.
Nach Petra Sonnenberg ist die Trauerweide ein einzigartiger Baum – und da hat sie Recht, wie alle bestätigen werden, die einmal am Weiden-Stamm lehnend Kontakt zu ihr aufgenommen haben. "Man kann sie jederzeit aufsuchen. Was der Grund auch sein mag, es ist egal, jede Gelegenheit ist richtig. Sie steht uns jederzeit zur Verfügung. Obwohl sie den Namen Trauerweide trägt, wird man nach einem Treffen mit ihr niemals traurig sein. Das ist ausgeschlossen, denn warum sollte man nach einer Begegnung mit der Mutter traurig sein?" (Petra Sonnenberg). …. Oder Freundin, Schwester ….
An unseren heimischen Gewässern wächst neben der Trauerweide, die ursprünglich aus Ostasien stammt, die ebenfalls wunderschöne Silberweide8 (Salix alba). In Überschwemmungsbereichen großer Flüsse wachsen diese Silberweiden zu mächtigen Exemplaren heran, wenn sie dürfen. Denn Weiden sind nicht nur ausgesprochen schnell wachsende und eine unbändige, erneuernde Lebenskraft in sich tragende Bäume, sie können auch bis zu 35 m hoch werden und mit weit ausladender Krone wachsen. Die Weide ist ein heilender Baum, der die Fähigkeit besitzt, Unheil und Krankheiten auf sich zu nehmen. Aus ihren Zweigen9 wird das altbekannte Heilmittel Weidenrinde hergestellt. Der älteste schriftliche Beleg für die Anwendung der Weidenrinde als fiebersenkende und schmerzlindernde Arznei findet sich auf einer assyrisch-babylonischen Tontafel aus der Zeit von vor 2.700 Jahren10. Damals wie heute11 sind es die gleichen Indikationen, bei denen die Weidenrinde angewendet wird: Fieber, Erkältungen, Gicht und rheumatische Erkrankungen.
Die Weide ist zudem DER Hexenbaum! Aus den biegsamen Weidenruten werden mit Vorliebe die Zauberbesen der Hexen gefertigt. Und in den hohlen Weidenstämmen sitzen sie oder unter den schönen, silbernen Blättern tanzen sie, die Hexen!
Aus dem Holz der Weide werden magische Stäbe gefertigt, die dem Mond geweiht sind und für Mond- und Frauenmagie verwendet werden.
Alle Teile der Weide sind schützend gegen negative Einflüsse und können zu diesem Zweck zum Beispiel am Körper getragen werden. Um etwas Böses abzuwenden, kann frau an einen Weidenbaum klopfen ("auf Holz klopfen") oder Blätter, Rinde und Holz der Weide im Heilungszauber verräuchern.
Traditionell werden aus den biegsamen Weidenruten – ja mancherorts bis heute – Behälter und Gefäße (z.B. Körbe) hergestellt. Diese Gefäßform findet sich auch im Tarot wieder – der Kelch, die Schale ist im Tarot das Symbol für das Element Wasser.
Wenn Du Weidenrinde sammeln möchtest für Deinen Tee (- statt einer Schmerztablette -), so tue dies im Frühjahr und achte darauf, dass der Baum nicht zu sehr verletzt wird. Auch wenn eine Weide gleich wieder austreibt, eine Verletzung ist es schon, wenn wir ihre Zweige abbrechen. Nach dem Trocknen der Rinde, was sehr schnell geht, muss diese dunkel aufbewahrt werden. Für einen Tee wird 1 gehäufter Teelöffel mit 1 Tasse kaltem Wasser 8 Stunden ausgezogen und danach 1 x aufgekocht. Du kannst 2 Tassen pro Tag bei fieberhaften Erkrankungen, Erkältungen und Kopfschmerzen trinken.
Die Erle (Schwarzerle, Alnus glutinosa), die zu den Birkengewächsen gehört, war in früheren Zeiten ein hoch geachteter Baum, dem große Kräfte nachgesagt wurden. Eben dies wurde diesem wundervollen und prächtigen Baum dann später zum Verhängnis! Die Erle symbolisiert nämlich die dunkle, mächtige und verschlingende Kraft und Macht des Wassers und - der Frau12. Und diese Kraft macht Angst, mitunter sogar den Frauen selbst. Vor allem aber denjenigen, die mächtige Frauen nicht aushalten können.
Die Erle kann im Sumpf nicht nur überleben, sie liebt diesen Standort und hat sich spezialisiert auf das Leben an diesem Ort: sie lebt mit ihren Wurzeln in Symbiose mit so genannten Strahlenpilzen, mit denen sie den Boden mit Stickstoff anreichern kann.
Die Erle sucht nach Plätzen am Wasser, sie lebt mit dem Wasser, sie lebt vom Wasser, sie wirkt zusammen mit dem Wasser: Erlen gedeihen am besten zwischen den Welten, am Übergang zwischen Wasser und Erde. An der Grenze zwischen diesen beiden Elementen ist sie auch die Hüterin der Schwelle, die Pforte, der Eintritt zur Anderswelt. Das wussten in vorchristlicher Zeit auch die Menschen und wandten sich, auf der Suche nach der Anderswelt, an eine alte Erle. Noch bei den Kelten war die Erle ein geachteter und angesehener Schutzbaum!
Mancherorts wird die Schwarzerle auch Roterle genannt. Ihr Holz ist rötlich und frisch geschlagen oder geschnitten - also bei einer Verletzung des Baumes - färbt es sich orange-rot: es sieht aus (…und fühlt sich so an…), als würde die Erle bluten13! Noch ein Grund mehr, die Erle in neuerer Zeit als Hexenbaum zu bezeichnen: die Erle selbst schien die Verkörperung der Hexe oder Dämonin zu sein14.
Die einstige Macht und Angesehenheit der Erle sollte und musste gebrochen werden – so, wie auch ganze Eibenhaine und besonders alte Eichen gefällt und vernichtet wurden. Es darf nur einen Gott, nur eine Macht, nur die männliche Macht geben. Am Ansehen der Erle wird der Untergang der einst weiblichen Macht und die verächtliche Darstellung der Frauenkraft – die in der Massenvernichtung der Weisen Frauen und / als Hexen gipfelte – auch in den Bäumen deutlich sichtbar. Die Erle ist die Kraft, die Baumschwester, die es - immer noch - zurück zu erobern gilt.
Als Heilmittel hat die Erle keine so große Geschichte, wie frau annehmen könnte. Obwohl Blätter und Rinde unter anderem auch entzündungshemmend wirken, werden sie kaum eingesetzt. Die Homöopathie kennt die Mittel Alnus rubra und Alnus serrulata.
Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist der Schwellenbaum schlechthin. So viele Geschichten und Mythen ranken sich um diesen Baum – und immer ist er natürlich verbunden mit der Göttin Holle, die später im Märchen Frau Holle wurde. Nicht nur in diesem Märchen kann frau fündig werden, will sie ihre alte Macht und Stärke wieder finden.
Der Holunder war Lieblingsbaum der germanischen Göttin Holla, sie war eine Göttin, die den Menschen von allen Krankheiten heilen konnte und ihnen mütterlich zugeneigt war.
Und der Holunder steht unter dem Schutz der Weisen Alten. Sie bewacht das Tor zu den dunklen inneren Mysterien. Sie liebt auch besonders die Quellen und Brunnen. Wollte eine zu ihr gelangen, so musste sie zunächst durch einen Brunnen hinab tauchen. Mit der Christianisierung15 wurde insbesondere der alte Brauch, an Quellen und unter (Holunder)Bäumen zu beten und zu opfern, verboten und mit hohen (Todes-) Strafen belegt16. Und aus weisen, gütigen Göttinnen wurden gefährliche Hexen….
Holunder erleichtert (als Schwellenbaum) den Übergang, das Hinüberwechseln in den Tod. Er kann nach schweren Verlusten, Zeiten des Leids und langen Krankheiten in jeder Form angewandt werden, um den seelischen Kontakt zur Hoffnung wieder herzustellen. Auch beim Räuchern kann der Holunder um Heilung und Schutz gebeten werden. Und Zauberstäbe werden traditionell aus Holunderholz hergestellt. Der Aufenthalt beim Holunder kann zu einem großen Erlebnis werden: nicht nur in Dänemark und Schweden wird die Legende erzählt, dass, wer sich in der Mittsommernacht unter dem Holunder aufhalte, die Feenkönigin und ihr Gefolge von Elfen, Nymphen und sonstigem Feenvolk, das auf Holunderflöten spielt, vorüberziehen sehen könnte. Also, einen Versuch im nächsten Sommer ist es jedenfalls wert, oder!
Inzwischen kannst Du Holunderbeeren pflücken gehen und spätestens jetzt ersten Kontakt mit Deinem Holunder - er wächst sicher ganz in Deiner Nähe - aufnehmen. Die frischen Holunderbeeren in wenig Wasser zu Hause 2 bis 3 Minuten kochen, dann den Saft auspressen und … auch den wundervollen Duft genießen! Um den Saft zu konservieren, werden 10 Teile Saft mit 1 Teil Honig kurz aufgekocht und dann abgefüllt. Lecker! Lecker!
In allen alten Kulturen gibt es die Vorstellung des Lebensfadens, der in den drei Farben weiß, rot und schwarz die drei Farben17 der Göttin symbolisiert: Weiß ist die jungfräuliche18 Göttin, rot ist die menstruierende Göttin, die Mutter oder mütterliche Göttin. Und schwarz ist die Weise Alte, die Ahnin. Diesen Lebensfaden spinnen wir auch heute noch weiter und finden die Dreifaltigkeit19 der Göttin ja ebenso in unserem eigenen Frauen-Leben wieder – und ebenso bei den Bäumen! Denn Bäume waren zu alten und allen Zeiten auch immer der Ort für die Menschen, mit der Göttin in all ihren Formen und mit all ihren Namen in Kontakt zu kommen. In vorchristlicher Zeit waren die Bäume die grünen Altäre der Göttin. Bei auserwählten, meist alten Bäumen wurden die Rituale gefeiert. Je nach Anlass des Rituals im Jahreskreis wurde der entsprechende Baum aufgesucht und in seinem Umfeld das Ritual begangen. Dabei standen die Bäume dann mit der weißen, roten oder schwarzen Göttin in Verbindung.
Ein Name der weißen Göttin ist Brigid (oder Brigit) und ihr Baum ist die Birke. Eine weitere weiße Göttin ist Artemis (sie verkörpert Stärke und Selbstvertrauen, Freiheit und Unabhängigkeit, um nur einige ihrer Attribute zu nennen) und ihr Baum ist der Weißdorn. Eine Bemerkung an dieser Stelle: Neben der Birke oder dem Weißdorn gibt es auch noch andere Bäume, die den Göttinnen Brigit und Artemis zugeordnet waren und sind, je nach Kulturkreis. Und es gibt selbstverständlich auch noch weitere Weiße Göttinnen. Aber eine Nennung aller Göttinnen und Bäume würde den Rahmen sprengen, weswegen ich mich hier begrenze. Sicher ist es interessant und spannend, weitergehende Zuordnungen vorzunehmen!
Zur roten Göttin Vesta (oder Hestia) (Göttin des heimischen Herdfeuers) gehört natürlich der Schutzbaum Holunder, aber auch der im September wundervoll mit roten Früchten übersäte Weißdorn ist hier zu nennen.
Zu der schwarzen Göttin Spinnenfrau (nach Kris Waldherr existierte die Spinnenfrau bereits, bevor die Welt existierte; durch ihr Spinnen und Singen gelang es ihr, die vier Himmelsrichtungnen zu erschaffen und von diesem Raum aus ihre Ur-Töchter zu erzeugen) sowie zur Hekate (sie ist die Göttin, die den Tod bringt und damit den Zyklus schließt) gehört die Erle. Da Spinnenfrau, Hekate und die Erle aber zugleich auch den Übergang und die Wiederkehr symbolisieren, sind wir am Schluß angekommen – und am Anfang, denn:
Selbstverständlich gibt es zu jedem Baum, zu jeder Baumschwester, der/die hier vorgestellt wurde, noch viel, viel mehr zu be-schreiben!
Aber in diesem Zusammenhang ging es um die Verbindung der Bäume zum Wasser-Element und darauf wurde also der Schwerpunkt gelegt. An anderer Stelle und zu einem späteren Zeitpunkt wird noch viel weiter Interessantes zu den oben genannten Bäumen zu berichten sein!
Vielleicht weiß ja auch die eine oder andere Leserin spannende Geschichten zu berichten – über Austausch freue mich sehr !
1 Allerdings keine botanischen Einzelheiten: Hier geht es ja nicht um die botanische Beschreibung der Bäume, sondern um deren Beziehung zum Element Wasser.
2 In dem Grimm’schen Märchen ist daraus dann eine Rosenhecke geworden. – Und auch ansonsten lässt sich in dem Märchen einiges entdecken, was sich interessant interpretieren lässt (ähnlich wie bei Frau Holle), denken wir z.B. an die "böse 13. Fee". …
3 Und hier (siehe nächste Fußnote!) ist es bereits die patriarchale Jungfrau, die "durch den Kuss eines Mannes geweckt wird", also ihre Unabhängigkeit längst abgesprochen bekommen hat.
4 Da ich eine Gegnerin des Baumfällens bin, finde ich es schade, dass es noch heute so gemacht wird. Für den Baum - und für uns – wäre es die bessere Variante, wieder zum Baum hinzugehen, statt ihn für die Feier abzuschlagen. Denken wir nur an die armen Weihnachtsbäume jedes Jahr, die nach ein paar festlichen Tagen am Straßenrand als Abfall liegen….
5 Nach- und weiter zu lesen bei Fred Hageneder.
6 Um die Birke herum liegen im Frühling viele heruntergefallene Zweige; es brauchen also keine Zweige abgebrochen zu werden!
7 Fred Hageneder, in Geist der Bäume
8 Siehe hierzu: www.wikipedia, Stichwort "Silber-Weide". Hier wird der – botanische – Unterschied zwischen der Silber-Weide und der Trauer-Weide für Interessierte ausführlich erläutert.
9 Oder aus den Zweigen der Bruch-Weide oder Purpur-Weide: Salicis cortex.
10 Ursel Bühring, S. 252
11 Nachdem es gelungen war, den Hauptwirkstoff Salicin zu isolieren und zu synthetisieren (Aspirin!), ging der Gebrauch der Weidenrinde als Droge stark zurück. Da aber das Schmerzmittel Aspirin – im Gegensatz zur Weidenrinde – mitunter erhebliche Nebenwirkungen hervorruft, greifen heute immer mehr Menschen wieder auf die ursprüngliche Droge zurück.
12 Und diese dunkle, verschlingende Kraft, die auch die Schwarzmondin symbolisiert sowie die Weise Alte, die ohne Angst in Eigenmacht lebt, machte aber dem Patriarchat schon immer Angst und wurde mit allen Mitteln, wie die Geschichte lehrt, bekämpft.
13 Wenn ihr Baumsaft mit Luft in Berührung kommt, färbt sich das Holz rot. Die Erle blutet wirklich!
14 Die Angst der Männer vor dem Blut der Frau machte auch vor den Bäumen nicht halt…….
15 Wie harmlos sich das anhört……
16 Von der Kirche in ein negatives Licht gerückt, überlebten dennoch viele Relikte der alten Verehrung: so kommt es zu so scheinbar widersprüchlichen Mischungen zustimmender und ablehnender Bräuche, gerade bei denjenigen Bäumen, die in vorchristlicher Zeit sehr verehrt wurden.
17 Diese drei Farben finden sich übrigens im Holunder: weiß ist die Blüte, schwarz glänzen die Früchte auf roten Stielen!
18 Jungfräulich bedeutete in früheren, vorpatriarchalen Zeiten, dass die Frau vollkommen frei und unabhängig lebt und entscheidet. Kein Mann konnte über sie bestimmen. Später bekam die Jungfräulichkeit eine völlig andere Bedeutung, weil sie den Mann in den Mittelpunkt des Frauenlebens stellte und der Frau damit ihre vollkommene Unabhängigkeit verloren ging.
19 Die Dreifaltigkeit haben die Christen ja später auch übernommen.
Weiteres zu den einzelnen Göttinnen:
Holle siehe Schlangengesang Ausgabe 21
Vesta siehe Schlangengesang Ausgabe 15
Brigit siehe Schlangengesang Ausgabe 3
Artemis zum Weiterlesen siehe Diana, Schlangengesang Ausgabe 23
Quellen / Verwendete Literatur / Literaturempfehlungen:
Bühring, Ursel, Alles über Heilpflanzen, Ulmer Verlag
Hageneder, Fred, Geist der Bäume, Verlag Neue Erde
Sonnenberg, Petra, Die spirituellen Kräfte der Bäume, Iris-Verlag
Waldherr, Kris, Umarme die Göttin in Dir, Bauer Verlag
Birkenfoto von Rena (in Memoriam)
alle anderen Fotos von der Autorin
Marita Akaja
Heilpflanzen für den Wasserhaushalt des Körpers
Das Ausscheidungssystem Niere/Blase ist neben der Leber das Haupt-Entgiftungssystem des Körpers. Diejenigen Stoffe, die für den Stoffwechsel nicht oder nicht mehr nötig sind, werden über den Harn ausgeschieden. Auch eine Reihe von Stoffwechselendprodukten wie Harnsäure, Harnstoff, Ammoniak etc. können so eliminiert werden.
Bei Blutreinigungs- und Entgiftungskuren werden deshalb in der Regel die Nieren angeregt, mehr Harn auszuscheiden. Besonders bei Stoffwechselerkrankungen, Allergien und rheumatischen Beschwerden ist eine harntreibende Kur wertvoll.
Bei Neigung zu Harngrieß und Harnsteinen sollte besonders intensiv und dauerhaft die Ausscheidung angeregt werden. Vorsichtig sollten Menschen mit Ödemen (Wassereinlagerung) sein, die durch eine Herzinsuffizienz entstehen. Eine übertriebene Entwässerungstherapie kann den Kreislauf stark belasten und zu einer Mineralstoffdysbalance führen. Besonders dann, wenn schon Tabletten zur Entwässerung eingenommen werden, sollte man auf eine entwässernde Kur verzichten.
Wichtig ist, dass bei einer Ausleitung über die Nieren, der Flüssigkeitsverlust durch viel Trinken ausgeglichen wird. Wasser eignet sich sehr gut dafür.
In der TCM (traditionellen chinesischen Medizin) stehen die Nieren mit den Emotionen Angst und Furcht in Verbindung. So dass man auch bei entsprechenden psychosomatischen Beschwerden wie Herzangst, Hypochondrie, lavierter Depression und Angstneurosen an eine Therapie der Nieren denken sollte. Aus der Apotheke von Mutter Natur stehen uns folgende Wirkstoffgruppen zur Therapie der Nieren und der Blase zur Verfügung:
Aquaretika
Leitet sich aus dem Lateinischen her, von "aqua" = das Wasser. Diese Substanzen sorgen dafür, dass Körperflüssigkeit vermehrt zur Ausscheidung kommt. Sie verstärken die "Harnflut", entwässern den Körper und senken den Blutdruck.
Reine Aquaretika gibt es in der Pflanzenwelt selten, zumeist sind sie auch Diuretika (s.u.).
Heilpflanzen aus dieser Gruppe sind: Birke (Betula pubescens, Betula verucosa, Betula alba, Betula pendula), Brennnessel (Urtica dioica (große Brennnessel), Urtica urens (kleine Brennnessel), Liebstöckel (Levisticum officinale) und Engelwurz (Angelikawurzel, Angelica archangelica)
Diuretika
Kommt von dem lateinischen Begriff "urina" = Harn. Diese Substanzen regen die Nieren zu verstärkter Tätigkeit an. Deshalb werden nun neben Wasser auch harnpflichtige Substanzen, Stoffwechselendprodukte und Gifte ausgeschieden. Man unterscheidet zwei unterschiedliche Wirkweisen:
a) über Verbesserung der Nierentätigkeit (= Erhöhung der Filtrationsrate). Pflanzen, die die Nierentätigkeit verbessern sind: Goldrute (Solidago virgaurea), Indischer Blasen- und Nierentee (Orthosiphon aristatus)
b) Zur Reizung des Nierengewebes und somit zu einer vermehrten Harnausscheidung werden folgende Heilpflanzen eingesetzt: Petersilie (Petroselinum crispum), Wacholder (Juniperus communis), Liebstöckel
Uragoga
Leitet sich von dem lateinischen begriff "urethra" = ableitende Harnwege ab. Diese Substanzen führen zu einer vermehrten Ausscheidung von Harnsäure. Damit zählen sie zu den wichtigsten Heilpflanzen bei der Behandlung der Gicht. Es sind: Berberitze (Berberis vulgaris, Sauerdorn), Brennnessel, Goldrute und Grüner Hafer (Avena sativa)
Antidyskratika der Niere
Antidyskratika sind Wirkstoffe, die nicht nur eine Pflanze widerstandsfähig machen gegen Umweltgifte und Schwermetalle, sondern auch den menschlichen Körper entgiften helfen. Über die Niere entgiften besonders diese Antidyskratika: Löwenzahn (Taraxacum officinale), Brennnessel, Goldrute, Birke, Bärentraube (Uvae ursae), Schafgarbe (Achillea millefolium)
 
Typische Tees für die Blase und die Niere
Birkenblättertee: wird zur vermehrten Wasserausscheidung getrunken. Bei Nieren- und Blasenleiden, sowie zur Verringerung des Harnsäurespiegels und somit zur Vermeidung von Gicht und rheumatischen Erkrankungen : 2 TL Birkenblätter mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. 3 Tassen Tee kann man als Kur über 4-6 Wochen einnehmen.
Nebenwirkungen: der Tee hat keine bekannten Nebenwirkungen.
Brennnesselblättertee: zur Anregung des Körperstoffwechsels, bei Gallen- und Leberproblemen und zur Anregung der Harnausscheidung. Bei Männern kann ein Tee aus Wurzeln oder auch Blättern der Brennnessel die Prostata schützen und den Harnfluss anregen. Ödeme gehören deshalb auch zu den Anwendungsgebieten der Brennnessel.
2 EL Brennnesselblätter mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen. 5-10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen.
Nebenwirkungen: unbekannt.
Goldrutentee: bei Blasen- und Nierenerkrankungen, bei Harnwegsinfekten zur Durchspülungstherapie. Bei Harnsteinen und Nierengrieß. Zur Entgiftung über die Niere, bei Leberleiden sowie als Blutreinigungsmittel bei Gicht und rheumatischen Erkrankungen. Zur Therapie bei Hauterkrankungen.
2 TL Goldrute mit ¼ Liter kaltem Wasser übergießen, erhitzen und 2 Minuten kochen lassen, oder mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. 1 Liter auf den Tag verteilt trinken.
Nebenwirkungen: unbekannt.
Teemischung zur Durchspülungstherapie bei Blasenentzündung: Birkenblätter und Brennnesselblätter zu gleichen Teilen mischen und 1-2 EL davon auf ca. 1 Liter kochendes Wasser geben. 10 Minuten ziehen lassen. 1-2 Liter davon über den Tag verteilt trinken. Bei Zubereitung einer Tasse (200 ml) 2 TL Teekraut überbrühen.
Teemischung bei chronischen Blasenleiden: Birkenblätter, Goldrutenkraut, Brennnesselblätter und Schafgarbenblätter und -blüten zu gleichen Teilen mischen und 2 TL auf ca. 200 ml kochendes Wasser geben. 10 Minuten ziehen lassen. 2-3 Tassen davon über den Tag verteilt trinken.
Die angegebenen Tees und Hinweise zur Verwendung der Heilpflanzen beruhen auf Erfahrungen und Erkenntnissen der Autorin und sind kein Ersatz für eine individuelle Therapie. Bei akuten und chronischen Erkrankungen ist es deshalb unbedingt notwendig einen Arzt oder erfahrenen Heilpraktiker aufzusuchen.
artemisathene
Korrespondenzliste Wasser
Element Wasser/Richtung Westen
Einflußbereiche: Emotionen, Gefühl, Liebe, Mut, Kühnheit, Trauer, das Weltmeer, die Gezeiten, Seen, Teiche, Ströme, Flüsse, Brunnen und Quellen, Intuition, das Unbewußte, der Schoß, Zeugung, Fruchtbarkeit
Tageszeit: Abenddämmerung
Jahreszeit: Herbst
Farbe: blau, blaugrün, gün, grau, indigo, schwarz
Instrument: Harfe
Göttinnen: Aphrodite, Oshun, Yemaja, Isis
Pflanzen: Farn, Lotos, Moos, Binsen, Algen, Wasserlilien, alle Wasserpflanzen
Tarot: Kelche
Sternzeichen: Krebs, Skorpion, Fische
Geräte: Kelch oder Becher
Opfer: Wein
Planet: Venus
Tag:
Engel: Gabriel
Wesen: Nixen
Feste: Samhain, Herbsttagundnachtgleiche
Sinn: Geschmackssinn
Geschmack: salzig
Räucherung: Myrrhe
Mond: Vollmond
Kristall: Aquamarin
Baum: Weide
Tiere: Drachen als Schlangen, Delphine, Seeschlangen, alle im Wasser lebenden Geschöpfe und Seevögel
Totems: Wolf, Specht, Schlange
Die Korrespondenzlisten zu den anderen Elemente sind in den jeweiligen Themenausgaben zu finden.
MedeaLaLuna
Yoga-Übung Fisch
Lang gestreckt, gerade und mit geschlossenen Beinen auf den Rücken legen. Die Handinnenflächen liegen auf dem Boden bzw. der Yoga-Matte auf. Der Blick ist zur Decke gerichtet. Die Hände nun unter den Körper schieben, bis sich die Daumen unter dem Gesäß berühren. Wer kann schiebt weiter nach unten in Richtung Oberschenkel. Gewicht nun auf die Ellenbogen stützen und den Brustkorb mit der Einatmung langsam heben und nach hinten führen. Die Bewegung endet darin, dass der Kopf auf der Matte aufliegt und der Brustkorb so weit wie möglich angehoben ist. Blickrichtung ist nun also nach hinten.
Vorsicht: Nacken nicht überstrecken, Schultern locker lassen und nicht hochziehen! Das Gewicht sollte überwiegend auf den Ellenbogen sein, nicht auf dem Kopf! Wichtig ist nun tief in die Spannung im Brustbereich einzuatmen (sollte es im Lendenbereich ziehen, ist die Übung nicht richtig ausgeführt) und wie der Fisch frei, locker und leicht durch das Meer zu gleiten. Ein bis zwei Minuten tief und entspannt ein- und ausatmen und dann aus der Übung lösen.
Diese Übung stärkt vor allem die obere Rückenmuskulatur und öffnet den Körper und somit auch die Haltung. Der Fisch hat eine sehr aktivierende, lösende und befreiende Wirkung.
Annika

Dusch-, Bade- und Putzrezepte
Bei dem Wort Wasser, denke ich, dass es der Lebensspender schlechthin für Menschen, Tiere und Pflanzen ist, denke an ein Bad im Meer, in einem See oder einem Fluss oder eben auch einer Badewanne, ans Duschen, an Regen, an Überschwemmungen und an Wassermangel, daran dass der Mensch bei seiner Geburt aus ca. 80% Wasser besteht (später sind es nur noch 60 – 70 %, da mit zunehmendem Alter, die Fähigkeit Wasser im Körper zu binden, verloren geht).
Neben all diesen Punkten, nutzen wir Wasser auch zur Reinigung. Zum Putzen, Waschen und in der Hygiene. Mit Wasser ist für mich auch spirituelle, magische Reinigung verbunden. Hier sind einige Rezepte und Ideen wie ich es im Alltag und auch zu besonderen Gelegenheiten nutze.
Wenn ich ein besonderes, für mich wichtiges Ritual feiern möchte, dann gehört für mich auch eine Reinigung dazu, eine besondere, nicht alltägliche.
Dusch-Reinigungspaste
Zutaten: Salz, flüssiger Honig, Beifuß und/oder Salbei
Mischung: Alles miteinander gut vermischen, darauf achten, dass die Paste nicht zu zäh wird.
Beim Duschen sich von Kopf bis Fuß mit der Paste einschmieren, empfindliche Menschen sollten das Gesicht, besonders die Augenpartie auslassen.
Durch das Salz wirkt die Paste wie ein Peeling.
Beim Waschen und Abduschen visualisieren wie der Stress und die Anspannungen des Alltags weggespült werden und durch den Abfluss verschwinden.
Reinigungsbad
Zutaten: Joghurt oder Milch, Salz, ca. 7 bis 10 Tropfen ätherisches Öl nach Vorliebe
Mischung: Das Salz und Öl in den Joghurt oder die Milch geben und mischen, anschließend im Badewasser gut verteilen.
Bitte darauf achten, dass es sich um 100% reines, natürliches, ätherisches Öl handelt, denn synthetisch hergestellte Öle können Hautreaktionen und/oder Kopfschmerzen verursachen. Das Gleiche gilt bei einer Überdosierung des Öls, denn nicht immer hilft viel auch viel.
Magisches Putzen
Putzen ist an sich ja eine profane und sehr erdende Tätigkeit. Doch auch sie kann zu einer magischen Handlung werden, wenn dem Putzwasser ca. 3 bis 5 Tropfen ätherisches Öl (bitte nur 100% reines, natürliches, ätherisches Öl verwenden, da sonst Hautreaktionen und/oder Kopfschmerzen auftreten können) in das Wischwasser geben.
Das Fenster weit aufmachen, damit negative Energien entweichen können, und dann wie gewohnt den Boden wischen.
Als ich es zum ersten Mal selber ausprobiert habe, überraschte mich die Wirksamkeit.
Esmerelda
Kochrezepte zum Thema Wasser
Zum Element Wasser in der Küche kommen mir zuerst Assoziationen wie Fisch, Schalen-, Krusten- und andere Meerestiere. Besonders lecker und intensiv kommt man mit dem nassen Element in Berührung, wenn man frischen Fisch zubereitet: filettieren, würzen, entgräten, braten, kochen, usw. Aber auch Algen (für die deutsche Küche eher ungewöhnlich) bringen maritime Aspekte in die Küche. Daneben gehört Wasser natürlich auch in Form von Suppen und Getränken dazu. Auch viele Obst- und Gemüsesorten, wie z.B. die Gurke oder die Wassermelone können mit ihrem hohen Wasseranteil das Element Wasser in der Küche vertreten. Außerdem ist besonders die Zubereitung von Tee ein wichtiges Ritual, um mit dem Element in Verbindung zu treten. Nicht umsonst wird der Tee überall auf der Welt besonders beachtet, etwa bei der britischen Tea-Time oder der japanischen Teezeremonie.
Herzmuschelsuppe
für 2 Personen:
etwa 16 Herzmuscheln
10 g Butter
½ kleine, feingehackte Zwiebel
10 g feingehackte Sellerie
1 EL feingehackte Petersilie
10 g Mehl
200 ml Sahne
5 ml Sahne
Offene Muscheln sollten von vornherein aussortiert werden, nur mit geschlossenen Muscheln arbeiten, da sonst die Gefahr einer bakteriellen Infektion besteht. Die Muscheln gründlich reinigen und in einer großen Pfanne mit etwa 1 EL Wasser 5 Minuten dünsten. Nun sollten alle Muscheln geöffnet sein. Die Flüssigkeit unbedingt filtern und aufbewahren. Wenn die Muscheln "Fingertemperatur" haben (also etwas abgekühlt sind), das Fleisch herauslösen. Sollten noch einige geschlossene Muscheln dabei sein, müssen sie leider aussortiert werden.
Zwiebel und Sellerie mit Butter in einer Pfanne andünsten und bevor sie braun werden, das Mehl hinein rühren. Muschelflüssigkeit, Milch, Sahne und Petersilie hinzufügen und für 10 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen. Schlussendlich wird das Muschelfleisch hinzugegeben.
Tzatziki
etwa 2 bis 3 Portionen
1 Salatgurke
100 g Naturjoghurt
150 g Quark
1 EL Olivenöl
1 EL Dill
Salz und Pfeffer
Knoblauch nach Belieben
Die Salatgurke gut waschen und ohne Schale in kleine Würfel schneiden. Gut salzen, damit etwas Flüssigkeit entzogen wird. Joghurt, Quark, Olivenöl, Knoblauch und Dill vermengen und schließlich die Gurkenstückchen unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Danach für mindestens 2 Stunden ab in den Kühlschrank, damit das Ergebnis schön fest und aromatisch wird.
Geräucherter Wildlachs mit Rührei
für 1 Person
40g geräucherter Wildlachs
Butter, 3 Eier, 1 EL Milch für die Rühreier
2 Scheiben dunkles Toastbrot
1 EL Sahne
1 TL fein gehackter Schnittlauch
In einer Pfanne etwas Butter schäumen lassen. Milch und Eier in einer Schüssel verrühren und mit Pfeffer und Salz würzen. Anschließend in der heißen Pfanne mit der geschäumten Butter zu Rühreiern verarbeiten.
Das getoastet Brot mit Butter bestreichen. Tipp: auf einem vorgewärmten Teller bleibt das ganze schön warm und knusprig! Die Pfanne mit den Rühreiern vom Herd nehmen und Sahne, Schnittlauch und den in Scheiben geschnittenen Wildlachs hinzufügen und unter mengen. Schließlich die ganze Masse auf dem Toastbrot anrichten.
Irisch Moos Pudding (Carraigín Pudding)
Rezept mitgebracht von meiner Irlandreise (aus Liscannor. Danke Jennifer!)
für 5 Personen
¾ l Milch
½ Vanillestange
einige Teile Irisch Moos (auch bekannt als Knorpeltang, Irländisches Moos, Perlmoos, Carrageenalge) je nach Belieben
1 Ei (getrennt)
2 gestrichene EL Zucker
Das Irisch Moos gründlich säubern und in lauwarmem Wasser etwa 10 Minuten einweichen. Danach zusammen mit der Milch und einem Viertel Vanillestange in einem Topf kurz aufkochen und anschließend etwa 15 Minuten auf niedriger Stufe weiter köcheln lassen. Das dickflüssige Gemisch nun durch ein Sieb in eine Rührschüssel drücken. Zusammen mit Eigelb, Zucker und der übrigen Vanilleschote kräftig verrühren. Schließlich das geschlgene Eiweiß vorsichtig unterheben. In kleine Schälchen abfüllen und gut gekühlt servieren.
Tipp: Entweder mal im Asia-Laden nach Algen stöbern und damit experimentieren oder ins Asia-Restaurant oder in die Sushi-Bar gehen und neue Geschmäcker ausprobieren!
Annika
Reiseritual - Wasser als Wegbereiter/in
In meiner Familie gibt es einen Brauch. Eine kleine Verrücktheit, an der vor allem ich selbst hänge. Bei jeder größeren Reise die jemand antritt, muss einer der Zurückbleibenden (meistens ein dazu verdammter Nachbar) den Abschiednehmenden Wasser hinterher schütten.
Mein Vater (seines Zeichens Kurde, eigentlich Muslim, der aber – dank sozialisitischer Ideale in der Jugend – eher atheistisch ist) brachte diese Tradition in unsere Familie. Und als Kind, das schon immer einer magischen Welt verhaftet war, nahm ich dieses Ritual dankbar an, ohne zu hinterfragen. Ich habe keine Ahnung warum er, der – gemäß seiner Erziehung und seiner Bildung – eigentlich immer etwas schmunzelnd auf Aberglauben herabblickte (seine Mutter war von Wahrsagern, Hellsehenden und Scharlatenen quasi besessen) meiner Schwester und mir dies beibrachte. Im Laufe der Jahre wurde ich zur Bewahrerin dieses Rituals. Wenn meine Eltern wegfuhren, goss (und gieße) ich – gutmütig belächelt von ihnen – Wasser auf ihren Reiseweg. Ganz egal ob nun viel befahrene Stadtstraße mit verwirrten Autofahrern die mich anglotzen oder Bahnhof samt irritiertem Menschenvolk, das beobachtet, wie ich den Inhalt einer Evian-Flasche hinter einem abfahrenden Zug herkippe.
Ein Brauch, den ich auch bei Freunden vollziehe, den ich weitergegebe, über den ich befragt wurde und über den ich gestehen musste, dass ich ihn von nirgendwoher anders kenne.
Lang tradierte Glaubenssätze aus der Kindheit hinterfragt man selten, ganz ehrlich: man kommt einfach nicht auf die Idee. Aber irgendwann macht es manchmal "klick" und man gelangt urplötzlich an so einem Punkt. In meinem Falle fragte ich mich: Warum tue ich das eigentlich? Und ist das überhaupt "echt"...? Oder nur eine Erfindung meines Vaters für seine kleine Tochter? Nachdenken, hinterfragen, analysieren. Und feststellen: Ja, für mich ist es echt – ich wünsche meinen Lieben eine gute Reise, ich gebe ihnen meine besten Wünsche und Gedanken mit auf einen (vielleicht) beschwerlichen Weg. Ich rufe damit die Geister des Weges, den sie vor sich haben, vielleicht auch die Ahnen, ihnen beizustehen. Bis jetzt waren alle unsere Reisen gut, meist sicher, man hatte (teilweise unglaubliches) "Glück im Unglück".
Wasser fließt, reist, trägt davon. Wasser ist Medium zur Fortbewegung und Reise. Wasser ist in heißen Ländern auch kostbar. Ich habe in Kurdistan Frauen um Wasser betteln sehen. Also auch eine Opfergabe? Auf jeden Fall für mich ein wichtiges Reise- und Abschiedsritual, das ich (mit aller Konsequenz und bauchfühligem Aberglaube) weiter fortführe.
Umso interessanter und schöner war es dann, als ich mir vor einigen Jahren ein Buch kaufte - "99 Fragen zum Islam" von Melani Miehl – die erste Seite aufschlug um dann direkt bei "A" wie "Gibt es Aberglauben im Islam?" an folgendem Abschnitt hängen zu bleiben: "Den bösen Blick [...] fürchtet man im Orient aber sicher nicht allein auf muslimischer Seite. Die Mittel, ihn abzuwenden, variieren. [...] Eine türkische Eigenheit ist es, Abreisenden etwas Wasser hinterherzugießen."
Nun bin ich zwar Kurdin und nicht Türkin – aber dies ist eine gänzlich andere Diskussion und schmälerte für mich keineswegs den Wert dieser Entdeckung.
Shermin Arif
Heilsteine fürs Wasser
Wasser ist der wichtigste und sensibelste Informationsträger des Körpers, der guten wie der schlechten Informationen. Da wir zu 70% aus Wasser bestehen, hat dies für unseren Organismus enorme Konsequenzen. Unser Zellwasser ist eine empfindliche Schnittstelle zwischen feinstofflicher und grobstofflicher Welt.
Unser gewöhnliches Leitungswasser ist in der Regel biologisch und energetisch gesehen weitgehend tot und kann somit auch kaum noch die für den Organismus wichtige Stoffwechseltätigkeit erbringen. Die moderne Aufbereitung, lange Wasserleitungen und das Durchlaufen des Wassers durch Pumpen zerstören die ursprüngliche Struktur des Wassers und nimmt ihm so viel seiner energetischen Kraft.
Energetisiertes Kristallwasser sorgt für bessere Umsetzung aller wasserlöslichen Stoffe, für einen besseren Schlackenabtransport und trägt zur Geschmacksverbesserung unseres Trinkwassers bei.
Reines und lebendiges Wasser ist ein wichtiger Grundbaustein für unsere Gesundheit!
Selbst hergestelltes Kristallwasser kann in vielen Bereichen verwendet werden, z.B.:
als Getränk "pur" für Mensch und Tier
zum Kochen (auch für Kaffee oder Tee und Suppe)
zur Haut- und Haarpflege
zum Blumengießen
Der Rosenquarz fördert Selbstliebe, Liebesfähigkeit und Einfühlungsvermögen. Er befreit von Sorgen und macht uns aufgeschlossen anderen gegenüber. Er stärkt Herz und Geschlechtsorgane, fördert die Gewebsdurchblutung und wirkt fruchtbarkeitsfördernd.
Der Bergkristall fördert Klarheit, Selbsterkenntnis und verbessert die Wahrnehmung. Dadurch trägt er dazu bei, Probleme auf einfache Weise zu lösen. Er harmonisiert, stärkt die Nerven und regt die Drüsentätigkeit an. Er kann Schmerzen lindern, Fieber senken und hilft bei Schwellungen, Übelkeit und Durchfall.
Der Amethyst fördert Konzentration, geistige Wachheit und klärt das Traumgeschehen. Er wirkt allgemein schmerzlindernd und spannungslösend; langfristig wirkt er beruhigend und ausgleichend. Er bringt Erleichterung bei Darmbeschwerden und hilft bei Hautunreinheiten, Nervenleiden und Erkrankungen der Lunge und Atemwege.
Der grüne Aventurin stärkt die Selbstbestimmung und Individualität. Er fördert Entspannung, Regeneration und hilft gegen Einschlafstörungen. Er macht geduldig, beruhigt bei Wut und Ärger und fördert Toleranz. Er regt den Fettstoffwechsel an und senkt den Cholesterinspiegel und kann so Herzinfarkt und Arteriosklerose vorbeugen. Er wirkt entzündungshemmend, lindert Hautkrankheiten und Allergien.
Der Orangencalcit gibt Stabilität und Selbstvertrauen. Er wirkt gegen Trägheit, verbessert Gedächtnis und Entscheidungsvermögen. Er regt den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem. Er lindert Haut- und Darmbeschwerden, fördert Heilung von Gewebe und Knochen und stärkt das Herz.
Der Sodalith fördert Idealismus, Wahrheitsstreben und hilft, sich selbst treu zu bleiben. Er löst Schuldgefühle auf hilft dabei, sich von einengenden Vorstellungen und Regeln zu verabschieden. Er bringt Erleichterung bei Beschwerden von Hals, Kehlkopf und Stimmbändern. Er kann den Blutdruck senken und regt die Flüssigkeitsaufnahme im Körper an.
Anwendung:
Nach einer kurzen Reinung unter fließendem Wasser, gibt man die Steine (einzelne Sorten oder gemischt) in ein Glasgefäß und füllt dieses mit Leitungswasser auf. Das Wasser nimmt nun die Informationen der Steine auf und ist nach ca. 30 Minuten trinkfertig. Sie können jederzeit Wasser entnehmen und wieder nachfüllen. Alle 3-4 Tage sollten Gefäß und Steine unter fließendem Wasser gereinigt werden und sind danach sofort wieder einsatzbereit. Einmal im Monat möchten die Steine "ausruhen"; dann legt man sie für einige Stunden ins Sonnenlicht und/oder Mondlicht (z.B. auf die Fensterbank). Ich mache das immer bei Vollmond, dann bekommen die Steine beide Energien.
Quelle: Michael Gienger, Die Steinheilkunde
Lilia
Herbstäquinoktium - Erntedank
Die Tage sind schon kürzer geworden und die Nächte länger. Wieder einmal gibt es das Einpendeln zwischen dem Gleichgewicht von Hell und Dunkel, ein kurzes Innehalten vor dem Überwiegen der Dunkelheit. Es ist an der Zeit, sich die Ernte des Jahres anzusehen: Ist die Jahresaufgabe, die wir uns stellten herangereift, hat sie uns eine reiche Ernte gebracht, die uns über den Winter nähren kann? In diesen Tagen, wenn die Sonne in das Zeichen der Waage wechselt, sagen wir Dank - allen Kräften, die uns in diesem Jahr geholfen haben, allen Menschen, die für uns da waren und auch uns selbst sollten wir einmal die Anerkennung für unsere Leistungen aussprechen. Vor uns liegt die Zeit der geschäftigen Wintervorbereitungen bevor wir zu Halloween (Nacht zum 1. November) das Jahr für uns abschließen und uns - wie die Pflanzen und Tiere - zurückziehen.
Noch einmal zeigt sich jetzt die Natur in großer Farbenpracht und Fülle. Die Feldfrüchte werden eingebracht; es ist die Zeit der Äpfel und des jungen Weins, die Zeit des Saft- und Marmeladeneinkochens. Frau Holle schickt uns erste schwarze Grüße mit den reifen Holunderbeeren. Eine gute Zeit Projekte abzuschließen und ein großes Essen zu geben. Wir können unser Haus mit Erntekränzen aus buntem Laub, Obst und Herbstblumen schmücken. Im Garten können nun junge Nuss- und Fruchtbäumchen gepflanzt werden. Unserem Körper - besonders der Haut - tun wir mit einer Walnusskur Gutes (als Bad und als Tee, der harntreibend und desinfizierend wirkt).
Es ist die Zeit, wo wir (Erntedank)Feuer anzünden um uns von der lichten Hälfte des Jahres zu verabschieden. Wir verabschieden uns auch von altem Groll, der sich im Laufe des Jahres angesammelt hat. Es heißt, dass nun Persephone, die Tochter der Demeter, für 4 Monate in die Unterwelt geht um dort als Herrin der Toten neben ihrem Gatten Hades zu herrschen (oder je nach Mythe zu Hekate, der alten Herrscherin des dunklen Reiches zu gehen). In antiken Zeiten war dies der Beginn der eleusinischen Mysterien. Wie Persephone nehmen wir nun den Gang in die Dunkelheit an. Tut es in dem Bewusstsein, dass die Dunkelheit sich wie ein schützender Mantel um Euch legt und dass es ohne Dunkelheit kein Wachstum gibt.
Andrea Homersen
Dunkelheitsfest – Samhain – All Hallow´s Eve
Die Ernte ist eingebracht, die Vorratskammern sind gefüllt. Es hängt zwar noch buntes Laub an den Bäumen, doch erste Nachtfröste kündigen den Winter an, die Natur begibt sich zur Ruhe. Überschüssiges Vieh wird nun geschlachtet, vor allem das Geflügel (Tradition der Martinsgänse, bzw. Thanksgiving Turkey). Das Haus wird ebenfalls auf diese Phase vorbereitet, die Bettstreu erneuert, die langen Abende am Kaminfeuer beginnen. Die rote Lebenskraft hat sich ins Dunkle zurückgezogen, wir feiern das Dunkelheitsfest.
Traditionell wird es in der Nacht zum 1. November gefeiert, am "Allerseelenabend" (die Christen machten 2 Feste daraus – Allerheiligen am 1.11. und Allerseelen am 2.11.). Eigentlich aber beherrscht der Dunkelmond im Skorpion das Fest der Toten, die Kraft des Loslassens und der Grenzüberschreitung. Im November spüren wir oft die Dunkelheit und das trübe Wetter am stärksten obwohl die dunkelste Nacht noch weit entfernt ist. Vielen Menschen schlägt das grau in grau aufs Gemüt und bringt dunkle Gedanken. Die Sterbensrate ist ebenfalls in diesem Monat sehr hoch. Genau zu dieser Zeit feierten die Kelten das Fest des Totengedenkens mit einem großen Festmahl, an dem für die Verstorbenen mitgedeckt wurde. Es heißt, dass der Vorhang zur "Anderswelt" offen ist und wir mit den Seelen oder Geistern in Kontakt treten können und sie mit uns. Im katholischen Brauchtum werden Lichter und Immergrün auf die Gräber gebracht und in Mexiko werden regelrechte Partys auf den Friedhöfen gefeiert (mit Zuckerwerk in Schädelform für die Kinder). Wir ehren den Platz, den die Toten im Leben hatten und noch haben. Ganz besonders werden die Verstorbenen des letzten Jahren geehrt. Im schamanistischen Weltbild sind alle Lebewesen miteinander verbunden – egal ob gerade lebendig oder tot. Wir werden an unsere Vergänglichkeit erinnert und alles scheint in der Dunkelheit zu verschwinden, manchmal auch die Hoffnung.
So feierten die Kelten diesen Zeitpunkt auch als Jahreswechsel. Doch Wechsel bedeutet zugleich auch Neubeginn und in ihrem Glauben war die Wiedergeburt ein fester Bestandteil. Schauen wir also mal genauer hin: die Erde kompostiert die Reste allen (alten)Lebens und macht daraus einen überaus fruchtbaren Boden für neues Leben. Alles Wachstum beginnt im Dunkeln, Pflanzenkeime reifen heran wie ein Fötus im Mutterleib. Aber all das braucht seine Zeit und für uns bedeutet das Abwarten und Nichtstun. Das Leben geht nun unterirdisch weiter in Prozessen, die wir uns zumeist schwer vorstellen können. Diese Phase ist das Vergehen vor dem neuen Werden (zur Wintersonnenwende). Wir haben den Tod (denn um den geht es hier) größtenteils aus unserem Leben verbannt und sehen vor allem seine Notwendigkeit nicht. Manchmal muss etwas sterben, damit anderes Leben entstehen kann. Wir haben also jetzt die Chance Altes gehen zu lassen um Platz für Neues zu machen – wie eine Entrümpelungsaktion. Natürlich geht so etwas mit Trauer und Bedauern einher, doch sollten diese Gefühle uns nicht schrecken. Sie gehören dazu, wie die Vorfreude auf das Neue. Wir können hier auch Unangenehmes loslassen, alles, was uns im letzten Jahr geärgert und uns im Weg gestanden hat bei unserer Jahresaufgabe. Im Ritual können wir Resumée ziehen und das Alte verbrennen oder der Erde übergeben.
Wir haben nun die Phase der Innenschau vor uns, den Abstieg in unsere Unterwelt. Es ist Zeit, der dunklen Schwester zu begegnen wie im Mythos Inanna der Ereshkigal (die Geschichte geht übrigens gut aus). Vielleicht ist es auch an der Zeit, unsere Vorstellung von Dunkelheit und der dunklen Göttin zu überdenken. Warum freunden wir uns nicht an mit dieser Gestalt, die einen dunklen, schützenden Mantel um uns legt für diese Prozesse und uns Trost spendet wenn nötig? Sie ist die weise Alte, die uns mit Rat und Tat zur Seite steht, auch wenn sie dabei manchmal unbarmherzig ist. Sie erzählt uns an den langen Abenden Geschichten von Leben und Tod. Als Hekate reicht sie Dir den Apfel, doch nicht, damit er Dir im Halse stecken bleibt wie einst Schneewittchen. Sie zeigt Dir das Geheimnis, wie schon Persephone und bereitet Dich vor auf das Kommende: "Schneide ihn quer auf und erblicke den Fünfstern im Innern," sagt sie. Das Pentagramm verweist Dich auf die Wachstumsphasen Geburt, Initiation, Erfüllung, Rückzug und Tod.
Die alte Cerridwen rührt im großen Kessel des Lebens und wir dürfen gespannt sein, was dabei für uns heraus kommt. Wir haben Zeit, lehnen wir uns also zurück und genießen die langen Abende – bei Kerzenschein, bei einem guten Buch oder Film, bei duftenden Kräutern oder mit unserem Tagebuch. Nehmen wir uns Zeit für uns selbst, söhnen wir uns mit dem Alten aus und lassen es gehen – das Neue kommt und wir haben Zeit, uns in Ruhe darauf vorzubereiten. Vielleicht mag eine auch eine ausgelassene Halloween-Party feiern und den Geistern zeigen, dass sie dazu gehören. Spirit for the Spirits! Blessed be!
Andrea Homersen
Ulrike Ascher - Die Magie der Elemente
Band III - Wasser
Ein weiterer Band aus der Elementereihe des Arun-Verlages und wieder bin ich schwer beeindruckt von der Fülle an Information!
Ich dachte, ich hätte mich bereits ausgiebig mit gerade diesem Element auseinandergesetzt- doch weit gefehlt. Diese Autorin beleuchtet Themen des Elementes, auf die man in anderen Veröffentlichungen nicht oder sehr, sehr selten stößt: So zum Beispiel die Annomalie des Wassers und wie man damit magisch arbeiten kann. Ehrlich gesagt, machte ich mir über die unterschiedlichen Aggregatzustände dieses Elementes vorher nie Gedanken. Die Lektüre dieses Buches hat meinen Horizont eindeutig erweitert und ich gehe jetzt flexibler mit dem Thema "Wasser" um, denke nicht mehr in so starren Mustern und Formen.
Dieser Band bietet wieder eine reiche Fülle an Übungen, Ritualen und Zaubern, die helfen das Wesen des Wassers zu ergründen und damit zu arbeiten. Aber wie bereits im Band "Feuer", der von uns rezensiert wurde, fehlen auch hier die einführenden Worte für den Anfänger. Die Ritualvorschläge sind sehr kreativ, aber vorgeschriebene, gereimte Zaubersprüchchen gefallen mir persönlich nicht. Für den Anfänger mögen diese aber durchaus eine hilfreiche Stütze darstellen. Allerdings sollte er sich vorher ein anderes Buch über die Grundlagen der Magie zu Gemüte führen, denn das scheint nicht der Zweck dieses Buches hier zu sein.
Näher eingegangen wird u.a. auf die Arbeit an der Gezeitenzone, Lösezauber, Reinigungsrituale, verschiedene Wasserwesen und der Umgang mit ihnen, Träume, Visionen, Heilung mit dem Element Wasser, heilsame Brunnen und Tinkturen, der rituelle Umgang mit dem Tod und mit den Ahnen...Mein besonderes Highlight war das Kapitel über Mondmagie, das neben einer Betrachtung der Menstruation, also des Frauenmondes auch einen Vorschlag für den Männermond bietet. Schön, dass das Thema Mond auch einmal für Männer aufbereitet wird, allerdings leider von einer Frau.
Das Buch schließt mit einer Betrachtung der Jahreskreisfeste, die als Mondfeste gelten und ausführlichsten Korrespondenzlisten: Tiere, Wesenheiten, Götter, Steine, Metalle usw., die mit dem Wasser in Verbindung stehen.
Wieder illustrieren sehr viele Fotos diesen Band. Interessant sind dabei die Fotografien, die in sich gespiegelt sind und damit wunderbar eine wichtige, nicht zu unterschätzende Eigenschaft des Wasser wiedergeben.
Für Fortgeschrittene und alte Hasen eine unbedingte Leseempfehlung- hier findet ihr garantiert noch neue Denkanstöße! Für Anfänger eine wunderbare Einstiegshilfe zum Umgang mit diesem Element, allerdings ist Sekundärliteratur unbedingt zu empfehlen.
Das Preis-Leistungsverhältnis ist hier mehr als stimmig!
Umfang: 159 Seiten, A4, durchgängig farbig bebildert
Verlag: Arun
ISBN: 978-3-86663-005-5
Preis: 19,95€
Cailynn
Andreas Schulz – Geräte zur Wasserbelebung
Ein praktischer Führer mit Tests von 40 Geräten - Ratgeber
Eine Leserinnenrezension
Durch Masaru Emoto wissen wir, dass die Clusterstrukturen von Wasser Träger von Informationen sein können. Mit diesem Buch bietet Andreas Schulz, selbst Vorstand der Hagalis AG, ein seit Jahren international tätiges Labor für Qualitätsanalysen von Wasser und Lebensmitteln, einen Überblick über die weite Landschaft der Möglichkeiten zur Vitalisierung von Trinkwasser.
Das Buch besticht durch die drei großen Hauptkapitel, in denen sich der Autor mit den Grundlagen des Themas Wasserqualität auseinandersetzt, ausführlich über die Möglichkeiten zur privaten Aufbereitung von Wasser informiert und mit Fakten zu den unterschiedlichen Geräten durch den Dschungel der Systeme (wie zum Beispiel Filtrations- und Umkehrosmoseanlagen, Magnetisierbare Geräte, Verwirbelungsgeräte und energetische Wasseraufbereitung mit Tachyonenenergie) und Anbieter führt. Mithilfe der Wasser-Kristall-Analyse hat Andreas Schulz über 300 der auf dem Markt befindlichen Systeme und Verfahren zur Vitalisierung des Trinkwassers untersucht. Die 40 besten hiervon stellt er in seinem Buch vor, darunter zum Beispiel der Weber-Isis-Wasser-Aktivator oder der Liquid Energizer.
Fazit: Grundlagenbuch und Einstiegshilfe, das Orientierung vor dem Kauf eines Gerätes zur Wasserbelebung verschafft.
AT Verlag, 2006
ISBN-13: 978-3038003106
135 Seiten, 23,90 Euro
Shermin Arif
 
Der Schlangengesang – Göttinnenkalender
Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine Lebensaufgabe.
Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.
artemisathene
Feiertage im September
Dieses Jahr entspricht unser Kalendermonat September ziemlich genau dem antiken Mondmonat Boedromion. Boedromion wurde benannt nach dem Gott Apollon als Helfer in der Not. Einer Quelle zufolge hieß der Monat auch Demetrion nach der Göttin Demeter, deren Fest der Eleusinischen Mysterien in diesem Monat gefeiert wurde.
Im römischen Reich hieß dieser Monat September, der siebte Monat nach dem alten Jahresbeginn im März. Er soll dem Gott Vulcan geweiht gewesen sein.
Im germanischen Sprachgebiet hieß der Monat Scheiding, von shei = trennen, scheiden. Er zeigt das "Scheiden" des Sommers an und ist der Monat der Obsternte.
Um den 30. September fand auch das Ernte-Dankfest statt.
Es gibt aber auch die Monatsbezeichnungen: Holmonat das bezieht sich auf das Holzholen für den Winter, Herbitsmânoth (der erste Herbstmonat), Halegmanoth (althochdeutsch) Herbstmond und Überherbst sind Namen neueren Datums, denn sie weisen auf die Jahreszeit Herbst.
Herbsting zeigt auf das Thing (germanische Versammlung), die in diesem Monat Brauch war. Früchtemonat, Obstmond oder Vollmonat beziehen sich auf die reichhaltige Ernte der Herbstfrüchte.
Wildmond erinnert an den Beginn der Jagdzeit, Saumond an das Treiben der Schweine in den Wald zur Eichelmast.
Silmand und Seelenmonat – der neunte Jahresmonat war der Opfermonat und diente dem Gedenken der Verstorbenen.
14./15. September = 15. Boedromion – 20./21.September = 21. Boedromion: Fische, zunehmender Mond, Vollmond
Beginn der großen Eleusinischen Mysterien in Griechenland. Dieses 9tägige Mysterien-Fest um die Legende von Demeter und Persephone hatte die Aufgabe den Teilnehmenden die Angst vor dem Tod zu nehmen und sie am Mysterium von Tod und Wiedergeburt teilhaben zu lassen. (siehe Schlangengesang 1/03)
Quelle für das Datum: http://www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/696.4.Boedromion.html
17. September: Widder, abnehmender Mond:
Byzantinisches Fest zu Ehren der Heiligen Sophia, der Göttin der Weisheit und ihrer drei Töchter: Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe.
Quelle: ?
23. September: Krebs, abnehmender Mond:
Fest der Göttin Latona (lateinischer Name der griechischen Göttin Leto), Mutter der Zwillinge Artemis und Apollon.
Quelle: (3)
26. September: Löwe, abnehmender Mond:
Festtag der Venus Gen(e)trix, der Stammmutter Roms durch ihren Sohn Äneas. (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: (3), http://de.wikipedia.org/wiki/Venus_%28Mythologie%29
26./27. September = 27. Boedromion: Löwe/Jungfrau, abnehmender Mond
In Griechenland: Opfer zu den Nymphen und Gaia (Erdmutter) in Erchia und zu Athene in Teithras.
Quelle: (6)
Ende September: genauer Termin war leider nicht feststellbar: Fest der ägyptischen Göttin Hathor.
Quelle: http://www.land-der-pharaonen.de/Wissenschaften/body_wissenschaften.html
Ebenso ohne festes Datum, wahrscheinlich um den 29./30. September: Wotanstag, mit dem Erntefest und Wodansblot im germanischen Kulturkreis. Es ist Zeit, dass man Besuch von Wodan erwarten kann, der überprüft ob man bereit ist den neuen Reichtum auch zu teilen. Es wird ein Bierfest veranstaltet, Tisch und Raum werden mit Hopfenblättern geschmückt.
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar: 17.9. Fest der Sophia (Byzanz), 22.9. Fest der Seegöttin (Sedna?) bei den Eskimos, 27.9. Varuni (Indien), 28.9. Baubo (Giechenland)
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
(7) http://home.scarlet.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
artemisathene
 
Feiertage im Oktober
Dieses Jahr fällt der altgriechische Mondmonat Pyanepsion mit unserem Oktober zusammen. Der Name Pyanepsion kommt vom gleichnamigen Fest zu Ehren der Göttin Artemis und ihres Bruders Apollon sowie der Horen (Personifikationen der Jahreszeiten).
Im römischen Kalender war der Oktober der achte Monat nach dem alten Jahresbeginn im März.
Der alte Name dieses Monats im germanischen Sprachraum wird als "Gilbhart" angegeben. Es bezeichnet die Zeit des Welkens und Vergehens des Laubes. Etymologisch ist anzunehmen, dass sich Gilbhart aus den Bezeichnungen gilb = gelb und hart = viel, sehr zusammensetzt.
1.Oktober: Waage, zunehmender Mond
Fest der römischen Göttin Fides, der Göttin der Treue (mehr dazu im schlangengesang 7/04)
Quelle: (4),
Ebenso Festtag der römischen Göttin Juno Sororia: es war wohl ein Fest zur Einweihung der jungen Mädchen ins "Frau-sein". Ein Pubertätsfest für die Mädchen Roms.
Quelle: (3), http://students.roanoke.edu/groups/relg211/minor/festivals.html
4. Oktober: Schütze, zunehmender Mond
Ieiunium Cereris: römisches Fest zu Ehren der römischen Göttin Ceres.
Der Ritus geht auf Anweisungen in den Sibyllinischen Büchern zurück und ist daher sicherlich eher griechischen Ursprungs. An diesem Festtag wurde gefastet.
Quelle: http://home.scarlet.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
5. Oktober: Schütze, zunehmender Mond
Öffnung des Mundus Cereri: Die "Welt der Ceres", ein Erdspalt auf dem Forum Romanum, der nur dreimal jährlich geöffnet wurde und einen Eingang zur Unterwelt darstellte. Diese Öffnung zur Unterwelt steht sicherlich im Zusammenhang mit Proserpinas Winterhalbjahr in der Unterwelt.
Quelle: (3), http://home.scarlet.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
Ebenso an diesem Tag: "Fest der alten Weiber" in Litauen.
Quelle: Bericht von Litauern.
5./6. Oktober = 6.Pyanepsion: Schütze, zunehmender Mond
Proerosia: Übersetzt heißt dieses Fest "Einleitung zum Pflügen" und ist ein landwirtschaftliches Fest der Göttin Demeter in Eleusis. Mehr dazu im schlangengesang 5/04
Quelle: (5)
6./7. Oktober = 7.oder 8. Pyanepsion: Schütze/Steinbock, zunehmender Mond:
Oskhophoria: ein Traubenernte und Traubenkelterfest. In erster Linie war es ein Fest des Gottes Dionysos, aber auch Apollon und die Athene Skira bzw. die Göttin Skira wurden bei diesem Fest verehrt. Die Geschichte des Theseus und der Ariadne, bzw. der Mythos vom Minotauros spielte im Verlauf des Festes eine wichtige Rolle.
Quelle: (5)
6.-9.Oktober: Durga Puja: Fest der indischen Göttin Durga. Je nach Region konnte dieses Fest zwischen 2 und 9 Tage dauern.
Quelle: http://www.durga-puja.org/durga-puja-calendar.html, http://www.divya-jyoti.de/Kalender/text_Religi%C3%B6se%20Feste.htm, http://hinduism.about.com/library/weekly/extra/bl-alm.htm
8./9. Oktober = 9.Pyanepsion: Wassermann, zunehmender Mond
Stenia: In Eleusis und Alimountas stattfindendes nächtliches Fest zu Ehren der Göttinnen Demeter und Persephone. Es war der Auftakt zu den Tesmophorien und nur Frauen vorbehalten. (siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: (5)
9. Oktober: Wassermann, zunehmender Mond
Fest der Fausta, vergöttlichte Frau des römischen Kaisers Constatin und Fest der Felicitas, der Göttin des Glücks sowie der Venus Victrix, der Göttin des Sieges in Rom.
Quelle: (4), http://home.scarlet.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
10. Oktober: Wassermann, zunehmender Mond
Fest der Juno Moneta, einer römischen Göttin, der "mahnenden, warnenden" Juno. Sie galt als Beschützerin der Stadt gegen Überfälle von Feinden, war aber auch Schutzherrin der Münzprägestätte in Rom. Ihr Tempel war gleichzeitig auch Prägestätte. Sie hat einen weiteren Festtag am 1.Juni.
Quelle: (3), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
10./11. Oktober – 12./13. Oktober = 11.-13. Pyanepsion: Thesmophorien: Feier zu Ehren Demeters und Persephones zu Beginn der Saatzeit (Sporetos). Die Feierlichkeiten waren auf Frauen beschränkt und gehörten zum Bereich der weiblichen Mysterien. (siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: (5)
11. Oktober: Wassermann, zunehmender Mond
Meditrinalia: Festtag der römischen Göttin Meditrina, Göttin der Gesundheit und des Weines. (siehe Text im schlangengesang 05/4)
Quelle: (3)
12. Oktober: Fische, zunehmender Mond
Augustalia: Fest der Fortuna Redux: römische Göttin der glücklichen Heimkehr nach Reisen, Abenteuern oder Feldzügen. Mehr dazu im schlangengesang 5/04
Quelle: (3), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
13. Oktober: Fische, zunehmender Mond
Fontinalia: Fest zu Ehren des Gottes Fontus, Sohn des Janus und der Nymphe Juturna. An diesem Tag wurden die Quellen Roms besucht und mit Blumen geschmückt und ein Weinopfer wurde dargebracht. Man dankte den Quellgöttern und Quellgöttinnen für die Heilkraft des Quellwassers.
Quelle: http://www.ancientworlds.net/aw/NewsStory/194879
14. Oktober: Widder, Vollmond
Lakshmi-Puja: zum Vollmond nach dem Durga-Fest feiern die Hindus zuhause das Fest der Mutter-Göttin Lakshmi. Sie laden dazu ihre Nachbarn ein und beten zu Lakshmi um Gesundheit und Wohlstand. Die Hindus glauben, dass Lakshmi zu diesem Vollmond die Häuser der Menschen besucht.
Quelle: http://hinduism.about.com/library/weekly/extra/bl-alm.htm
28. Oktober: Waage, abnehmender Mond
Diwali, Kali Puja: Fest der hinduistischen Göttin Kali, der Göttin in ihrem dunklen Aspekt. Die zerstörerische Macht der Kali ist gefürchtet, in diesem Fest verbinden sich die Verehrer der Kali mit ihrer mütterlichen Kraft, die mit all ihrer Macht für ihre "Kinder" sorgt.
Quelle: http://hinduism.about.com/od/festivalsholidays/a/hindu_calendar.htm
28./29. Oktober = 29.Pyanepsion: Waage/Skorpion, abnehmender Mond/Neumond
Khalkeia: griechisches Fest für den Schmiedegott Hephaistos und die Göttin Athene Ergani. Es war ein Fest der Handwerker, der Waffenschmiede aber auch der Weber (Ergastinai), die an diesem Tag mit der Arbeit an dem Peplos begannen, das Athene an den Panathenaien zum Geschenk gemacht wurde.
Quelle: (5), http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
29. Oktober – 2. November: Isia: Fest der ägyptischen Göttin Isis in Rom. Früher war dieses Fest vom 13. bis 16.November gefeiert worden. In der späteren Zeit des römischen Reiches wurde das Fest vorverlegt. (siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
Dann gibt es noch zwei nicht näher spezifizierte Feste im Oktober:
Apaturia: Opfer zu Ehren des Zeus Phratios und der Athena Phratia. Gefeiert wurde in Athen und bei den Ioniern.
Marawu und Owaqlt: Zeremonien der Frauenbünde der Hopi-Indianer: Fest für Fruchtbarkeit und Heilung.
Quelle. http://bauerw.tripod.com/indianer/hopi.htm#hopi_zeremonien
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
artemisathene
 
Feiertage im November
Im Jahreskreis der alten Griechen teilten sich die Mondmonate Pyanepsion und Maimakterion die Zeit unseres diesjährigen Novembers. Der Name Pyanepsion kommt vom gleichnamigen Fest zu Ehren der Göttin Artemis und ihres Bruders Apollon sowie der Horen (Personifikationen der Jahreszeiten). Maimakterion leitet sich von einem Beinamen des Gottes Zeus her und bedeutet soviel wie der zürnende, tobende Zeus. Das Fest mit gleichem Namen (Maimakteria) stand für den Winteranfang, ein genaues Datum dafür ist aber nicht überliefert.
Der November ist im römischen Kalender der neunte Monat des Jahres. Begonnen wurde die Zählung mit dem März.
Nebelung war die germanische Bezeichnung für den Monat November. Damit wird ein nebel- und windreicher Monat bezeichnet. Die Indogermanische Sprachwurzel "Nebh" bezeichnet Feuchtigkeit, Dunst und Nebel.
1.November: Schütze, zunehmender Mond
Tag der Banschees, der Geister aus der Anderswelt in der keltischen Religion. In Irland wird noch teilweise ein Brauch dazu zelebriert. Man legt den Verstorbenen Äpfel auf die Gräber als Symbole für den ewigen Kreislauf aus Geburt – Tod – Wiedergeburt. Banshee kommt etymologisch von ban = Frau und sidhe = Fee.
Quelle: Edain Mccoy: Die keltische Zauberin
Geburtstags-Fest der schottischen Göttin Cailleach. Ihre Herrschaft als Wetter- und Sturmgöttin, Zerstörerin und wilde Furie, die jedes aufkeimende Frühlingsblatt mit ihrem Zauberstab zu zerstören sucht, beginnt am ersten November. Sie endet, je nach Überlieferung an Imbolc, 2.Februar, oder sogar erst an Beltane, 1.Mai. (Mehr zu Cailleach im schlangengesang 8/04)
Quelle: http://www.mysteriousbritain.co.uk/folklore/calleach.html
wohl auch Festtag einer schottischen Göttin mit Namen Nicneven. Als Totengöttin reitet sie ähnlich wie Hel in den dunklen Monaten durch unsere Welt um Seelen einzusammeln.
Quellen: einzige Quellen, unsicherer Qualität:
http://www.sacklunch.net/mythology/N/Nicneven.html
In Mexico: Opfer an die aztekische Liebesgöttin Xochiquetzal. Göttin der Frauen, des Handwerks, des Tanzes, Gesanges und der Blumen, Schmetterlinge und Vögel. (Siehe Schlangengesang (24/07)
Quelle: http://mexiko-lexikon.de/mexiko/index.php?title=Xochiquetzal
13.November: Stier Vollmond:
Festtag der römischen Göttin Feronia. Sie war die Göttin der Wälder, Heilquellen und Heilkräuter. (Siehe Text im schlangengesang 5/04)
Quelle: (4), Barbara Hutzl- Ronge Feuergöttinnen und Sonnenheilige
13.-16. November: Isia: Fest der Aussaat und des Keimens im alten Ägypten und in Rom vor der Kaiserzeit. (siehe auch Oktober)
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar:
1.11.Pomona, römische Apfelgöttin, 6.11. Göttin Tiamat, 16.11 Nacht der Göttin Hekate, bzw. der Diana Lucifera, 18.11. Ardvi-Sura Anahita, persische Göttin, 28.11. Sophia
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
artemisathene
Netze weben:
Veranstaltungen
Jahresgruppe für spirituelles Wachstum
Arbeit mit dem Medizinrad, Trancereisen, Kraftlieder finden.
4 Wochenenden + 5-tägiges Retreat am
Odilienberg (Bochum) in 2009.
Nähere infos unter: 0162 - 4546283, www.frauenpfade.de
Vortrag - Kubabas Granatapfel
Meine Reise zur Heilung - Luisa Francia
Wann:
30.09.2008 19:00 Uhr
Als Luisa Francia erfährt, dass sie einen Tumor im Bauch hat, ist ihre erste Reaktion, das Leben zu feiern. Auf ihrem Weg zur Heilung kommt sie mit der Göttin Kubaba in Kontakt und vertieft auf ihrem schamanischen Initiationsweg ihre weibliche spirituelle Kraft. Mit ihrem persönlichen Erfahrungsbericht macht Luisa Francia anderen Frauen Mut, sich aktiv für ihre Heilung einzusetzen. Nur durch die Aktivierung der eigenen Heilkraft, durch den beherzten Entschluss, etwas zu finden, was Heilung ermöglicht, kommt der Prozess des Heilens in Gang.
Wo:
Thalia-Buchhandlung im Mediaplex W3 Wien Mitte
Landstraßer Hauptstraße 2A
1030 Wien
www.thalia.at
Mit Mutter Erde tanzen
Mittwoch, 08.10.2008, 20 Uhr
Prof. Dr. Irmela Neu, München
Das kosmische Weltbild alter Kulturen verehrt "Mutter Erde" als Lebens- und Nahrungsspenderin, als Urraum allen Lebens. An Beispielen aus verschiedenen Kulturkreisen - Kelten, Aymara, Kallawaya und Maya - erfahren wir, wie die Erde verehrt, geachtet, besungen und in Ritualen betanzt wird. Dem gegenüber steht das technisch orientierte Weltbild, das die Erde als Trägerin ausbeutbarer Ressourcen betrachtet, die mit Geld bewertet werden. Durch diese Betrachtungs- und Verhaltensweise entbindet sich der Mensch von der eigenen Natur. Wie und was können wir für einen bewussten ökologischen Umgang von den alten Kulturen lernen?
Prof. Dr. Irmela Neu ist an der Hochschule München im Fachbereich Tourismusmanagement für Interkulturelle Kommunikation Spanien und Lateinamerika tätig. Der Schamanismus ist Teil ihrer anwendungsbezogenen Forschungen.
Eintritt € 9,-/7,-
Frauenstudien München e.V.
Tel. 089 4481351
www.frauenstudien-muenchen.de
)0(Frauenmond- Spirituelle Frauenzeit)0(
ein Tag von und für Frauen..
dieses mal unter dem Motto: "Loslassen"!
Ich bleibe vor dem Tor stehn,
kann nicht durch dieses Tor gehn,
was lass ich an dem Tor zurück
wohin wendet sich danach mein Blick?
Ich werde durch das Tor gehn, bleibe nun nicht mehr stehn
lasse hier etwas zurück
wünsch mir auf meinem Wege Glück!
(CD "Die Erde ist die Mutter"- Kalias Liederwerkstatt)
Die Tage werden merklich kürzer, die Bäume werfen ihr Blattkleid ab, wir haben geerntet -
die dunkle Zeit beginnt langsam! Eine Zeit in der die Menschen auch schon früher Ballast zurück ließen und sich auf das Wesentliche besinnten! Für uns die Zeit nach Innen zu gehen, eine Zeit der Wandlung, eine Zeit um Dinge, Verhaltensweisen, Denkmuster zurückzulassen um unbeschwerter in die dunkle, besinnliche Zeit einzugehen.
Am heutigen Tag geht es um`s loslassen, zurücklassen, um sterben und wieder geboren werden.... gemeinsam gehen wir in die dunkle Zeit... treffen unsere dunkle Seite, geben Mutter Erde was wir nicht mehr brauchen und bitten sie uns in der dunklen Zeit zu leuchten...
Das wollen wir an diesem Tage tun: reden, zurücklassen, entspannen, nach innen sehen, loslassen! Was wollen wir mitnehmen, was brauchen wir in der dunklen Zeit?
Natürlich wollen wir nicht Trübsal blasen- deshalb soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen!
Dies werden wir mit Meditationen und meditativer Arbeit tun; wir reisen zu Inanna, formen Göttinenfiguren, reden, tanzen, essen und feiern gemeinsam ein Ritual!
Den Tag habe ich der Göttin Inanna gewitmet.....
Wie ich meine passender weise..
Sie steht unter anderen auch für den dunklen Aspekt der Göttin mit dem sie nun über diese Jahreszeit regiert. Sie ging in die Unterwelt um alles zurückzulassen was sie ausmachte.. und kam "neugeboren“ wieder zurück
Ich freue mich auf ein bewegendes, schönes Wochenende mit Euch!
Wann: 08. November 08, 9.30 – 19.00 Uhr
Wo: Neuendettelsau
Übernachtungsmöglichkeit: bitte nachfragen!!
Kosten: 35,- €
Getränke und Kuchen gibt es!
Zum Mittagessen gehen wir in ein Bistro gleich nebenan!
Bitte mitbringen:
Ein Notizbuch um Deine Reise/Meditationserlebnisse aufzuschreiben
1 – 2 Steine (Kiesel)
Für das Ritual:
Fell und/oder Isomatte
Warme Kleidung
Opfergabe für die Göttin (Stein, Apfel, Getreide, Blume...)
Göttinenfigur (gestalten wir an diesem Tag)
Stein zum "loslassen" (gestalten wir auch an diesem Tag)
Evtl. Trommel (bitte ein Tuch oder eine Schnur zum umhängen wenn du eine Djembe mitbringst), Rassel
Anmeldung:
Caillean Tirah
www.wege-zu-gaia.de.tf
gaia-energie@arcor.de
Tel. 0170 9648623
Die Heilerin und Weise Frau
Freitag, 3.10.2009
19:00h – ca. 21:30h
In zahlreichen Mythen begegnet uns die Göttin als Heilerin und weise Frau. Dieser Abend ist der Göttin als Heilerin gewidmet. Die Teilnehmenden lernen, wie sie die eigenen Heilkräfte entdecken und entfalten können.
Unkostenbeitrag: 3.-€
Die Heckenschule, Laßheider Weg 90, 33699 Bielefeld
sekhmet@online.de
Schutz & Reinigung
Samstag, 11.10.08
14.00 Uhr
Ende gegen 20.00 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen
Mitbringen: Warme Kleidung und feste Schuhe, Malerkittel, Glas mit Kerze, Unterlage, Decke und Sitzkissen, etwas für unser gemeinsames Essen
Kosten:45,- € inkl. Aller Materilien für Dein Schild
An diesem Tag wirst du Dein persönliches schutz und Segensschild gestalten und bemalen, so wie es seit alten Zeiten getan wurde!
Und Du wirst Möglichkeiten aus verschiedenen Kulturen zu Deinem Schutz und Deiner Reinigung kennelernen.
Ort: Die Feder – Haus der zeremoniellen Heilkultur
Heidrun Strauß
Im unteren Dorf 12
91793 Trommetsheim
Tel. 09146/90295
Mondscheinspaziergang Oktober 2008
Der nächste Mondscheinspaziergang durch Wälder und Felder in der Neuendettelsauer Umgebung findet am
13. Oktober 2008 um 20.00 Uhr statt
Wir laufen gemeinsam durch die nächtliche Natur und genießen das intensive, helle Licht des Mondes.
Schließlich finden wir uns zu einer Erdungs- und Entspannungsübung zwischen den Bäumen zusammen und lassen und ganz auf die heilsame Ruhe der Natur ein.
Kosten tut's nix.
Interesse? Einfach anmelden unter:
09874 50 43 09
oder tita@zaunreiterei.de
www.zaunreiterei.de
Jenseits der Nebel von Avalon
-Die Rückkehr der Feen-
Samstag, den 1.11. und Sonntag, den 2. 11.:
Wochenendseminar mit Rt. Rev. Claudia Silvestris, Ardbandroi Druid Clan of Dana, Irland
Immer mehr Menschen verspüren wieder die eigene, tief im Inneren der Seele wurzelnde Verbundenheit mit Bäumen und Tieren, Meeren und Flüssen, Wäldern und Bergen. Der Name "Avalon" bezeichnet in der inselkeltischen Mythologie das Feenreich, oft auch "Anderswelt" oder in der irischen Mythologie "TirnanOg, das Vielfarbige Land". Das Seminar "Jenseits der Nebel von Avalon" ist eine Einladung an alle, die sich der Welt der Feen und Elfen verbunden fühlen und diese tiefer ergründen möchten. Die bildhafte Symbolsprache der keltischen Mythenwelt offenbart die uralte Weisheit der Weisen Frauen und Druiden.
In der heutigen Zeit der Entfremdung von der Schöpfung kann uns dieses Wissen helfen, in der direkten Naturbegegnung unsere Verbundenheit mit der Natur und damit unsere Wurzeln neu zu entdecken.
Im Seminar lernen die Teilnehmenden Meditationstechniken aus dem reichen druidischen Wissensschatz. In dieser Wiederverzauberung der Welt entwickelt sich eine völlig neue Sichtweise, die es der oder dem Praktizierenden ermöglicht, in der Kommunikation mit dem Feenreich die eigene Quelle der Kraft zu finden. So kann die Bewusstheit für die eigenen natürlichen Fähigkeiten wachsen, die in der Neuzeit mit ihrer Entmythologisierung der Welt zunächst verloren erscheinen mögen und das eigene kreative Potential wird neu erfahren. Innere Selbstheilungs- und Heilkräfte für andere werden durch diese neue Achtsamkeit und Feinfühligkeit geweckt. Im geschützten Rahmen einer einfachen Zeremonie werden wir persönlichen Totemtieren und Seelenverbündeten aus dem Feenreich zu begegnen.
Teilnahmekosten für Wochenendseminare ohne Übernachtung:
75.-€ p. Pers. inkl. 2 mal Mittagessen, Kaffee / Tee und Kuchen / Kekse am Nachmittag, umfangreiches Handout
Übernachtungsmöglichkeiten können ab 30.-€ p.Pers. in den nahegelegenen Ferienpensionen und Hotels reserviert werden
Die Heckenschule, Laßheider Weg 90, 33699 Bielefeld
sekhmet@online.de
Impressum
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Bilder:
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Zierelemente von Distelfliege, Lilia
Fotos: artemisathene, Marita Akaja, Rena
Zeichnung: Esmerelda, jana
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