| Hallo,
Herzlich willkommen zur 27ten Ausgabe des Schlangengesangs.
Der Winter sollte da sein - doch meist ist es nass und neblig. Wir haben in dieser Ausgabe einige Winterfotos, um den Frost und den Schnee bald anzulocken.
Ganz besonders freuen wir uns, dass wir für diese Ausgabe auch Zusendungen von euch bekommen haben.
Dafür vielen Dank und bitte schickt uns weiter eure Texte und Fotos.
Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
Annika, artemisathene, Caitlin, Cailynn, Gwenhwyfar, jana, Karmindra, Lilia, MedeaLaLuna
Inhaltsverzeichnis
Göttin:
- Frau Percht – die Göttin aus dem Alpenraum
Brauchtum:
- Perschtenläufe von Kirchseeon
Pflanzen:
- Ingwer
Praktisches:
- Menstruationsdecke
- Rezepte: Winterbrunch
In eigener Sache:
- Aufruf zur Mitarbeit
Buchrezensionen:
- Frau Percht - Göttin im Exil
- Orakelset "Die Weisheit der Göttinnen"
- Erfolgreich wünschen
Nachtrag zur Ausgabe 26:
- Die Rauhnächte
Kalender:
- Feiertage
- Veranstaltungen
Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden
 
Frau Percht – die Göttin aus dem Alpenraum
In der Mitte Deutschlands verehrte man im Winter die Frau Holle, in süddeutschen Raum, in Österreich, Südtirol und auch Slowenien hieß diese Göttin Percht oder Perchta. Es gibt auch andere Schreibweisen und verwandte Bezeichnungen wie Perscht, Perschtl, Beri, Berhta, Weri, im Salzburgischen Bachlpercht, Gemachtpercht in Tirol, Perchtlbaba im Slowenischen, in der Schweiz auch Königin Bert(h)a. Als Berchtababa, Perchtl Woga, Berchtra Waba, Perchtlweibl, Wildaberta, Perchtlmuada, Bermuada oder Perchtfrau geistert sie durch Sagen und Legenden. Auffällig ist die Bindung ihres Namens an die Feste in der Wintermitte: Dreikönigspercht, Lichtmeßpercht, Martinipercht. In Oberbayern ist der 6. Januar der "Perchtentag", in Österreich bezeichtet Gemacht- oder Bachltag den Weihnachtstag. Im Alpenraum vermischt sich die Percht auch mit anderen Rauhnachtswesen wie der Luz/Lucia (einer dämonisierten christlichen Heiligen), der Habergeiß/Habergoaß, einem männlich-weiblichen Mischwesen, das die Kinder erschreckt oder der italienischen Stampe (vom lat. Wort für Stampfen).
Für die Herkunft des Namens Perchta gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder der Name kommt vom althochdeutschen "perath" = leuchtend, strahlend, prächtig, glänzend (vergleichbar dem englischen Wort "bright") oder aber von "pergan" = verbergen, verhüllen. Da die Perchten, die dämonischen Begleiter der Frau Percht, als maskierte, verkleidete Gestalten oder zumindest mit Ruß geschwärzten Gesichtern ihre Läufe veranstalten, kann man den Zusammenhang sicher sehen. Anzunehmen ist jedoch, dass es sich eher um eine strahlende, sonnengleiche Göttin handelte, schließlich ist ihr Brauchtum eng mit der Wintersonnenwende verknüpft. Auch der Umstand, dass die Percht zumeist als Frau Percht bezeichnet wird, spricht für ihren hohen Rang. In früheren Zeiten, bis sogar in unsere Zeit hinein, war die Bezeichnung "Frau" einer Dame von Rang zugeordnet. Auf dem Land hießen so nur Adelige oder aber die Gottesmutter Maria, "unsere liebe Frau". Einfache Frauen wurden mit der Endigung "-in" gekennzeichnet: die Huberin, die Maierin, die Gschwendnerin, u.s.w.
Die Gelehrten streiten sich nun schon lange darüber, ob die Percht wirklich eine Göttin ist, die eine lokale Personifikation der großen Göttin im germanisch-bajuwarischen Sprachraum darstellt und wie Holle in die Märchen- und Sagenwelt verdrängt wurde, oder ob es sich bei ihr gar bloß um eine Personifikation eines Kalendertages handle. Der 6. Januar, heute der Dreikönigstag, wurde früher Epiphanie = "Erscheinung" genannt. Die italienische "Hexe Bafana" hat wohl daher ihren Namen, warum nicht auch die Percht? Doch da taucht schon die nächste Frage auf: was war zuerst da, die Henne, oder das Ei? War zuerst der christliche Epiphanietag da, oder aber die strahlende Göttin der Wintersonnenwende, die dem 6. Januar ihren Namen gab?
Sicher können wir das nicht wissen. Die erste handschriftliche Erwähnung der Frau Percht stammt aus dem beginnenden 15. Jahrhundert. In der Schrift eines Mönchs, die sich im Münchner Staatsarchiv befindet, wird unter dem Begriff "superstitio" (= lat. für Aberglauben) seitenweise von der "fraw Percht" erzählt. Der Mönch beklagt die Unsitte der Bevölkerung in den Rauhnächten für die Frau Percht und ihr Gefolge die Häuser zu säubern, zu schmücken und ihr Speisen aufzustellen. Auch stellt er einen Zusammenhang her zwischen der Frau Percht und der Personifikation der Sonne als göttliches Wesen, zu dem zum Beispiel im Krankheitsfall gebetet wurde.
Auch wenn der Zeitpunkt der Perchtenverehrung immer im Winter ist und immer in der Zeit um die Sonnenwende, so gibt es doch lokale Unterschiede. Diese könnten durch die Wirren der Kalenderreform entstanden sein. Hatte sich doch durch die Ungenauigkeit des julianischen Kalenders das Festdatum so oft verschoben. So gab es in Tirol Perchtenläufe am Abend vor Nikolaus, dem 5. Dezember, im Pinzgau jedoch am 2. Weihnachtsfeiertag, am 5./6. Januar oder sogar erst am Faschingsdienstag. Südlich von Salzburg laufen die Perchten in den wichtigsten Rauhnächten: Nikolaus (5.Dez.), Thomasnacht (21.Dez.), der Christnacht (24.Dez.), der Neujahrsnacht (31.Dez.) und in der Nacht auf den Dreikönigstag (5.Jan.).
Damit wir uns selbst ein Bild von der Frau Percht machen können, müssen wir intensiver mit ihr und ihren Erscheinungsformen vertraut machen:
Das Aussehen der Percht
Die Frau Percht hat zwei Gesichter, nicht nur in Kirchseeon, wo ihre neuzeitliche Maske vorne das schauderhafte Teufelgesicht der "schiachen Luz" zeigt, während die Rückseite das wunderschöne, stahlenumkränzte Sonnengesicht präsentiert. Je nach Sage und Legende wird sie als hässliche, alte Hexe, mit langer Nase und krummem Rücken oder aber als weißgewandete, schöne, ehrfurchtgebietende Helferin dargestellt. Als lichte Erscheinung in glänzendem Kleid, schwebt sie den "Seelchen" voran. Wenn sie als Alte dargestellt wird, zeigt sich ihre Hässlichkeit in ihrem "Gans- oder Schwanenfuß" oder in eisernen Körperteilen: ob ganz aus Eisen, mit Eisenhandschuh, mit eiserner Zitze oder eiserner Nase.
Frau Percht als Einkehrende
Wie auch für die Frau Holle, so werden noch heute mancherorts in den Rauhnächten der Frau Percht Gabentische (tabula fortunae) aufgestellt. Man erwartet sie mit ihrem Gefolge (der Wilden Jagd oder den Heimchen/Seelchen) und stellt ihr deshalb Nahrung vor die Tür: Besonders Mehlspeisen, Getreide, Nüsse und Milch aber auch Schmalzgebackenes wie Krapfen sind die Speise der Percht. Anderenorts fordert sie Grütze und Fisch, Brot und Käse, Knödel (Klöße) oder eine Scheibe des Neujahrsbrotes. Außerdem trinkt sie gern Bier. Selbst auf dem Dach wird ihr und ihrer fliegenden Dämonenschar Essbares angeboten.
Wer aber der Percht und ihrem Gefolge auflauert, kann mit harter Bestrafung rechnen: sie straft mit Blindheit, schenkt aber oftmals nach einem Jahr die Sehkraft wieder, sozusagen als Warnung vor zu viel Neugier.
Frau Percht als Belohnerin der Fleißigen und Ordentlichen und als Bestraferin der Faulen
Da der Winter früher die Zeit der Hausarbeit und besonders der Spinn- und Webarbeiten war, hatte die Frau Percht über die Hausarbeiten zu wachen. Sie überprüft, ähnlich der Holle, ob die Spulen abgewickelt, die Rocken leer gesponnen sind. Ist dies nicht der Fall, so straft sie durch Verwirrung oder Verunreinigung des Garns oder aber sie schneidet der säumigen Spinnerin den Bauch auf und füllt Dreck und Kehricht oder Steine hinein. Fleiß jedoch belohnt sie. Ob mit Goldfäden auf der Spule oder mit Goldtalern im Eimer.
Die Percht als die Königin der Heimchen
In Perchtas Gefolge befinden sich häufig auch die so genannten Heimchen, die Seelen verstorbener Kinder. Auf ihrem Wagen fährt die Percht mit ihnen durch das Land in der Zeit zwischen den Jahren, in der dunklen Jahreszeit. Manchmal begleiten die Heimchen oder Seelchen die Percht auch zu Fuß. Wenn ein Fährmann dem Zug der Heimchen über den Fluss hilft oder ein zufällig des Wegs kommender Wanderer den kaputten Wagen der Percht repariert, wird er dafür mit reichlich Gold entlohnt. In einem Bericht aus dem Jahre 1936 heißt es, dass "Frau Bercht nachts in Begleitung von sieben Kindern mit einem Wasserkrug umhergeht. In dem Gefäß sammelt sie die Tränen der Mütter, die ihre Kinder durch den Tod verloren haben." (J. und B. Schiefer, Zeitschrift "Inn/Isengau")
Die Frau Percht als Schicksalsdeuterin bei Neujahrsorakeln
Einige bäuerliche Orakel waren noch im vergangenen Jahrhundert an die Gestalt der Percht geknüpft: So ließ man auf dem Gabentisch für die Percht einen Topf mit Milch und einem Holzlöffel darin stehen. Setzte sich über Nacht Rahm am Löffel ab, so galt dies als gutes Omen für das kommende Jahr. Das Ablecken des Löffels konnte je nach Auslegung Glück oder Unglück für die Naschkatze bedeuten. Fiel der Löffel jedoch herab, bedeutete es den Tod eines Hausbewohners im kommenden Jahr.
Die Percht, die Perchten und die "Wilde Jagd"
Die Zeit der Perchtenumgänge ist die Zeit der Rauhnächte, seit je her eine raue, kalte und unwirtliche Jahreszeit. In Bayern gefürchtet als die Zeit, in der das "Wilde G'joad" durch die Luft braust. Winterstürme, dunkle Tage und eisige Nächte machten den Menschen das Wirken von Dämonen geradezu erfühlbar. Vielleicht verknüpften sich so die Bräuche der Sonnwend-Göttin Percht mit den wilden, umherziehenden Fratzen der Winterdämonen, die früher wie heute noch in den Perchtenläufen und den Heischegängen verkleideter und vermummter Menschen zur Schau getragen werden. Auch dieser Brauch könnte eine alte Wurzel haben. Schließlich war es zu den römischen Saturnalien, dem Weihnachtsfest im antiken Rom, üblich, dass die Herren die Sklaven bedienten, ihnen Speisen vom eigenen Tisch gaben und sogar Geldgeschenke verteilten. Im Mittelalter kamen schließlich die so genannten "Heischegänge" auf: Arme, Kranke und Leidende hofften in dieser "reichen Zeit" des Jahres, wo sich auf den Tischen der wohlhabenden Bauern und Bürger die Erzeugnisse der Jahresernte türmten, auf milde Gaben. Sie liefen von Haus zu Haus und erbettelten Speisen und Geld. Da sie häufig krank, manchmal gar aussätzig waren, vermummten sie ihre Gesichter und machten von weitem mit Kuhglocken auf sich aufmerksam. Mit ihrem "Heidenlärm" erfüllten sie die Dunkelheit der Rauhnächte. So verwob sich wohl die Schar der umherziehenden "Dämonen" mit den Heimchen der Percht, die Perchten waren geboren. "Schönperchten" und "Schiachperchten" (schiach = bayr. hässlich), Klaubauf und Habergoaßn, die schiache Luz und die Schnaderschnalzer.
Wenn wir nun alles überblicken, was uns an Brauchtum, Sagen und Quellen übermittelt ist, so kristallisiert sich für mich ein Bild heraus: Die alte bayrische große Göttin Percht, die den Menschen zur Wintermitte das Licht der Sonne wiederbringt, die strahlende, helle, aber auch strafende, todbringende, dunkle Muttergöttin, hat überlebt. Sie sammelte über die Jahrhunderte eine Reihe von alten Bräuchen aus vor- und frühchristlicher Zeit unter ihrem Mantel ein und die Menschen verwoben die Bräuche rund um die Sonnenwende zu einem Gesamtbild. Viele dieser Einzelbilder lassen sich zurückverfolgen bis ins Mittelalter und darüber hinaus. Wie auch die Percht. Die Menschen des Mittelalters wie auch der Neuzeit konnten und wollten nicht auf sie verzichten, auf ihre Göttin mit den zwei Gesichtern und sie müssen es auch nicht. Denn die Perchtenläufe erfreuen sich in unserer Zeit großer Beliebtheit.
Quellen und Literaturtipps:
Perchtenbrauch in Bayern, Hrsg. Perschten-Stiftung
Frau Percht – Göttin im Exil?, Hrsg. Perschten-Stiftung
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens
artemisathene
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Die Perschtenläufe von Kirchseeon
Kirchseeon ist eine Gemeinde östlich von München. Dort finden seit 1954 die Perschtenläufe wieder regelmäßig statt. Der Name "Perscht" ist hierbei eine lokale Ausformung der Göttin Percht. Dieser im Alpengebiet weit verbreitete Brauch des Umherziehens der schaurig-schönen Perchten mit ihren Holzmasken und den Zottelkostümen, ist in Kirchseeon erst verhältnismäßig spät, in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts, durch die Einwanderung von Holzknechten aus dem Alpenraum, entstanden. Nach dem ersten Weltkrieg geriet der Brauch in Vergessenheit und wurde in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zu neuem Leben erweckt.
Die als Naturgeister verkleideten Gesellen (ursprünglich waren es nur Männer, heute sind aber auch Frauen dabei), tanzen lärmend durch die Straßen der Ortschaft und besuchen die Häuser der Anwohner um ihnen Segen zu spenden. Sie tragen Holzmasken und Kleidung aus Stoff, Fell, Wolle, Leder, Filz und anderen Naturmaterialien, wie Zweigen und Nadelbaumzapfen.
Es gibt verschiedene Arten von Perchten: die "Schönperchten", die mit ihrem Glockenspiel und den Trommeln die Begleitung für die Tänze anstimmen, die "Klaubauf" und die "Holzmandl", die die Tänze ausführen, während die "Schlenzer" die mitlaufenden Zuschauer "tratzen" und erschrecken. Mit ihnen laufen die "Schiachperchten" (schiach = hässlich) und die "Habergoas" (Haberl = Hoden des Stieres und Goaß = Ziege), eine zweigeschlechtliche Gestalt, die die Gaben der Anwohner einsammelt.
Inmitten dieser wilden Gesellen bewegt sich die "Frau Percht", die doppelgesichtige Göttin. Die Maske ist zweigeteilt, nach vorne zeigt sie das dunkle, teufelsartige Gesicht der "Luz" (Luzia), die Rückseite stellt die von Sonnenstrahlen umrahmte schöne Perchta, die "Strahlende" dar. In der Hand hält sie einen Stab mit einem Drudenfuß (Pentagramm) als Krönung. Der Versuch der Kirche die Percht durch die heilige Luzia zu ersetzen schlug fehl. Die Menschen wollten in den Rauhnächten nicht die zarte, heilige Blondine Luzia, die Retterin der verfolgten Christen, sondern sie wollten die dunkle, blutige, wilde Percht. So wurde aus der heiligen Luzia die kindermordende "blutige Luz".
Wenn die Gruppe der Perschten bei ihrem wilden Lauf einen Hof oder ein Haus erreicht, legt die Frau Percht mit ihrem Stab den Tanzplatz fest. Sie dreht sich in alle vier Himmelsrichtungen und zieht mit dem Stab den magischen Kreis. Zum Tanz wird sie von den „Klaubauf“ und „Holzmandl“ umringt. Diese stampfen und schreiten singend um die Göttin. Die Habergoaß überbringt den Anwohnern den Segen der Percht und nimmt das Dankopfer entgegen. Unter dem Scheppern der Kuhglocken bewegt sich der Zug weiter zum nächsten Haus.
Längst reichen die Rauhnächte, die Tage zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar nicht mehr aus, um alle Bewohner von Kirchseeon heimzusuchen. Die Perschtenläufe beginnen deshalb meist schon am 1.Advent. Ursprünglich jedoch fanden sie zur "Zeit zwischen den Jahren" statt, wenn die Menschen Haus und Hof ausräucherten (Rauchnächte) und die "wilde Jagd" übers Land zog (Percht, Holle oder Freya mit dem Seelenwagen). Die Perchten sollen, genauso wie die Räucherungen, das Böse fernhalten, das alte, verbrauchte Jahr beenden und Platz und Reinheit für ein neues, unverbrauchtes Jahr schaffen. Der Segen der Perchten gilt als Glück bringend, Fruchtbarkeit versprechend und apotropäisch (Unheil abwendend).
"Die Perschten tanzen und springen,
Spring auch du,
Glück und Segen zu bringen,
immerzu."
(Perchtenbrauch in Bayern, S.123)
Literatur zum Thema: Perchtenbrauch in Bayern, Hrsg. Perschten-Stiftung
Frau Percht – Göttin im Exil, Hrsg. Perschten-Stiftung
Internet-Link und Termine der Perschtenläufe: http://www.perchten-kirchseeon.de/
Schlangengesang zum Thema 6. Januar
Auch in früheren Ausgaben sind wir schon auf die Göttinnen des 6. Januar eingegangen, auf Frau Holle, Befana, die 3 Bethen und das Brauchtum rund um diesen Göttinnenfesttag.
In folgenden Ausgaben könnt ihr im Archiv die Artikel lesen:
Brauchtum am 6. Januar: Ausgabe 2/03
Holda: Ausgabe 1/03
Holle: Ausgabe 21/07
Holle: Ausgabe 26/07
Sexy Holle: Ausgabe 5/04
Leserinnenbrief: Ausgabe 23/07
Befana, 3 Bethen, Holle und Percht: Ausgabe 2/03
artemisathene
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Ingwer
Neulich beim Japaner um die Ecke.........
Als ich mit meinem Mann Essen war und mal wieder die leckere, scharf Meerrettichpaste gegessen habe, dachte ich mir, was ist das, was da Japanische Essen so schön lecker scharf macht Daraufhin überlegte ich mir, was ich dort noch so alles Scharfe esse und mir kam die Idee zu einem Ingwer-Artikel für den Schlangengesang. Jetzt, in der Winterzeit rieche ich an jeder Ecke Ingwergewürz, Ingwerbonbons und Ingwerkekse, weshalb der Ingwer herrlich in die kalte Jahreszeit passt. Seine vielen Anwendungsmöglichkeiten machen den Ingwer vielseitig un vielfältig verwendbar, nicht nur in der Küche.......
Wo der Ingwer (Zingiber officinale) seinen genauen Ursprung hat, kan nur gemutmaßt werden, aber sein heutiges Hauptanbaugebiet liegt in de Tropen und Subtropen. Die Ingwerpflanze erreicht Höhen von über einem Meter und besteht aus schilfartigen Trieben, an denen lange, schmale Blätter sprießen. Diese grünen Blätter werden im Laufe der Zeit gelb, sodass bei diese Ingwerernte der so genannte Gewürzingwer gewonnnen wird. Den Speiseingwer, den wir für unsere Gerichte verwenden, wird geerntet, sobald die Blätter noch grün sind. Das, was wir von der Pflanze essen, nennt sich Rhizom. Die Rhizome enthalten sehr viel ätherische Öle, welche dem Ingwer nicht zuletz seine Schärfe verleihen und ihn auch für die Medizin unverzichtbar machen. Aufgrund dieser Eigenschaft kann er gut gegen Hustenreiz verwende werden. Er kann auch gekocht und roh verspeist werden, eignet sich hervorragend als Speisewürze. In asiatischen Ländern wird nicht nur die scharfe Würzpaste zum Essen gereicht, sondern auch eingelegter Ingwer, der ein herrlich süßes Aroma neben seiner Schärfe hat.
In der Küche findet der Ingwer seine Verwendung, sowohl getrocknet zum Beispiel als Lebkuchen- und Plätzchengewürz, wie auch in seine Ursprungsform, als Knolle.
Auch in der Medizin, nicht nur in der heutigen, hat der Ingwer seine festen Platz, nicht zuletzt dank seiner Öle.
Temkes
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Praktisches
Menstruationsdecke - Der kreative Umgang mit der Menstruation
Idealerweise, aber nicht zwingend, erlebt jede Frau in 28 Tagen (Wobei diese Angabe nicht zwingend ist, Zyklen von 25-33 Tage gelten durchaus noch als regelmäßig und normal.) einen kompletten Zyklus, der in seiner Dauer und seiner Ausprägung dem Lauf des Mondes entspricht. Da der Mond mit seinen unterschiedlichen Phasen sehr viel Einfluss auf das irdische Leben nimmt (Gezeiten, Pflanzenwachstum...), sind Frauen diesen natürlichen Rhythmen durch ihre Menstruation aufs Engste verbunden.
Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation (!) und endet mit dem ersten Tag der darauf folgenden. Vom Beginn der Blutung an reift im Eierstock ein neues Ei heran; man spricht dabei auch von der Follikelreifungsphase. Dieser Zyklusabschnitt entspricht dem jungfräulichen Aspekt der Göttin. Aufgrund des Hormoncocktails in ihrem Körper berichten viele Frauen, dass sie in dieser Phase besonders aktiv, kreativ und lebendig sind. Dies findet seinen Höhepunkt um den 14. Zyklustag herum, an dem die Ovulation stattfindet. Hier sind sie besonders empfänglich für andere. Für ihre Ideen und Emotionen, aber auch für ein Kind. Dies entspricht dem Vollmond und der erwachsenen, vollblütigen Muttergöttin. Danach folgt oft eine Phase der inneren Einkehr: Die Vorbereitung auf eine Entwicklung oder Geburt aus dem tiefsten Inneren heraus. Man spricht hierbei von der Lutealphase. In dieser Phase, die bis zur Menses anhält, ist man am stärksten mit seiner Inneren Stimme verbunden und merkt am deutlichsten, wenn im Leben etwas schief läuft - ein Grund dafür, dass viele Frauen kurz vor der Mens zickig sind. Sie bemerken - manchmal auch nur unbewusst - ihre Unzufriedenheit und machen sich Luft. Die prämenstruelle Phase ist die "Grenze zwischen den Welten". Studien nach zu urteilen, träumen Frauen in dieser Phase am häufigsten und besonders intensiv. Sie sind am engsten mit ihrem Unterbewusstsein verbunden, die Alte regiert. Damit endet der Zyklus, der nächste beginnt wieder mit dem ersten Blut der nächsten Menstruation.
Die Menstruation ist also der Übergang von der Alten zur Jungfrau. Altes wird beseitigt, eine Reinigung erfolgt (physich und idealerweise auch psychisch) und gleichzeitig wird mit der erneuten Reifung eines Eis die Grundlage für Neues geschaffen.
Selten hat man wirklich Zeit für sich und man kommt nie wirklich dazu, auf seinen Körper zu hören und in ihm das Pulsieren von Mutter Erde zu spüren. Doch gerade das Schwellenerlebnis der Menstruation kann und sollte man für sich nutzen, um Altes Revue passieren zu lassen, tief in sich hineinzuspüren und so gleichzeitig die Grundlage für etwas Neues zu schaffen. Man kann das in einer Meditation tun, aber auch indem man kreativ tätig ist.
Beim Malen von Bildern z.B. kann man sich seines eigenen Seelenbildes bewusst werden und auf den Grund gehen. Man kann sich ausdrücken und sich so wenigstens einmal im Monat selbst gerecht werden.
Ich z.B. wählte das Nähen meiner "Menstruationsdecke". Die Idee entwuchs einem Scherz von meinem Mann.
Jedes mal wenn ich meine Periode habe, nehme ich mir Zeit für mich und meine Decke. Aus bunten Stoffstücken nähe ich, was mich gerade beschäftigt. Schaffe Symbole und kleine Landschaften, habe bei der Näharbeit Zeit, über mich, mein Verhalten, meine Sorgen und Ängste nachzudenken und sie zu wandeln. Wie sie am Ende aussehen wird, weiß ich jetzt noch nicht.
Die Decke, an der ich wirklich nur während des Blutens arbeite, saugt dabei die besondere Qualität dieser Zeit auf. Sie wird sozusagen energetisch mit "Menstruation" aufgeladen. Was mit ihr wird, wenn sie fertig ist, ob ich sie immer raushole, wenn ich menstruiere, ob ich sie der Göttin in einem Teich opfere oder ähnliches und ob sie jemals fertig wird, kann ich jetzt noch nicht sagen.
Meine Decke ist nur eine Möglichkeit von vielen.
Jede Frau sollte für sich so eine Möglichkeit finden, auf ihren Körper zu hören, Krankheiten auf den Grund zu gehen und ihrer Weiblichkeit besonderen Ausdruck zu verleihen. Sei es durch das Nähen von Puppen, dem Zeichnen von Mandalas, dem Erschaffen von Liedern und Geschichten oder ähnlichem.
Dieser Text soll ein Anstoß für jede Frau sein, kreativ mit ihrer Menstruation umzugehen und die Periode bewusst als eine Zeit wahrzunehmen, die sie nutzen kann, um über ihr Blut zu sich selbst zu finden.
Cailynn
 
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Winterbrunch
Für unseren diesjährigen Winterbrunch habe ich wieder versucht, interessante und leckere Rezepte herauszusuchen. Diese lassen sich natürlich gut durch selbstgebackene Brötchen ergänzen. Dieses Jahr habe ich folgende Rezepte ausprobiert:
Perchtenreis
Für 4 Personen
250 g Milchreis
250 ml Milch
20g Ingwer
5 gestr. EL Zucker
frische Früchte nach Belieben
Milch vorsichtig aufkochen lassen und den Milchreis sowie den Zucker dazugeben. 40 – 45 Minuten unter ständigem Rühren quellen lassen. Dann den Ingwer hinzugeben und die kleingeschnittenen frischen Früchte vorsichtig unterrühren. Ich habe versucht auf "exotische" Früchte zu verzichten und, vor allem der Farbe wegen, schwarze und grüne Weintrauben, Äpfel und Birnen dazugegeben.
Brie mit Rotwein-Pflaumen
Für 4 Personen
500g Pflaumen
250 g Brie
4 EL Quittengelee
6 EL Rotwein
1 TL grüner Pfeffer
Ingwer nach Belieben
Quittengelee und den Rotwein (ich fand einen halbtrockenen sehr lecker dazu) sirupartig einkochen (Vorsicht: die Masse darf nicht schäumend aufkochen, denn dann entsteht bei Abkühlung erneut ein Gelee und das ist zu fest!). Da ich eingekochte Pflaumen aus dem Glas verwendet habe, habe ich noch deren Einlegwasser hinzugegeben. In die Sauce den Pfeffer geben und mit Ingwer abschmecken. Frische Pflaumen sollten in der Sauce 2-3 Minuten gedünstet werden, eingekochte Pflaumen nur in die heiße Sauce geben und nicht mehr kochen.
Den Brie aufschneiden und zusammen mit den etwas abgekühlten Pflaumen anrichten.
Kräuterweiblein
Für 1 bis 2 Gläser
250g Kefir
4 EL gemischter, fein zerkleinerter Kräuter (z.B. Dill, Petersilie, Bärlauch, Schnittlauf, Zitronenmelisse...)
1 EL Zitronensaft
Pfeffer, Knoblauchsalz, Zucker
Geriebene Haselnüsse und Zitronensaft zur Dekoration
Kefir, die Kräuter und den Zitronensaft miteinander verrühren und mit Pfeffer, Knoblauchsalz und Zucker abschmecken. Den Glasrand eines hübschen Trinkglases mit Zitronensaft bestreichen und in die geriebenen Haselnüsse tauchen. Vorsichtig die Kefir-Kräutermischung einfüllen.
Perchtenschmarrn nach Luisa Francia in "Das magische Kochbuch"
Für 4 Personen
300g Zwetschgen
200g Mehl
1/8 l Milch
4 Eier
1 EL Zucker
Walnussöl
Ich habe wieder eingekochte Zwetschgen verwendet, so dass das waschen, entsteinen und in Wasser aufkochen wieder wegfiel. Mehl, Milch, Zucker und das Eigelb miteinander verrühren, aus dem Eiweiß Eischnee schlagen und vorsichtig unterheben.
Walnussöl in die Pfanne geben und erhitzen. Dann den Teig und die Zwetschgen hinzufügen und von beiden Seiten goldbraun backen. Danach mit einem Holzlöffel auseinander reißen und in einer großen Schüssel anrichten. Besonders lecker schmeckt der Perchtenschmarrn, wenn man die Stücke mit Puderzucker bestreut.
Annika
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In eigener Sache
Aufruf zur Mitarbeit an den Themenausgaben für 2008
Liebe Leserinnen und Leser des Schlangengesang, immer wieder freuen wir uns über eingesandte Texte, Leserbriefe, Fotos, Anregungen und Kritik von euch! Danke dafür! Unser Rundbrief soll nicht nur zum Nachdenken und Erweitern des eigenen Horizontes anregen, sondern auch euer Wissen und eure Meinung aufnehmen und an andere weitertragen, um einen Dialog zu entfalten. Deshalb rufen wir euch auch dieses Jahr wieder zur Mitarbeit auf!
Im Jahr 2008 wird der Schlangengesang 5 Jahre alt! 5 Jahre, was für eine lange Zeit! Und es macht mir heute mindestens genauso viel Spaß wie im Sommer 2003, als wir uns zusammenfanden, um einen Rundbrief für Göttinnenspiritualität zu entwickeln. Am meisten freue ich mich immer über eure Briefe oder die wunderbaren Texte und vielfältigen Beiträge aus allen Teilen des deutschsprachigen Raums. Auch zu unserer Jubiläumsausgabe würden wir uns über eure Zuschriften freuen. So wünsche ich mir zum Beispiel sehr von euch zu hören, was euch am Schlangegesang gefällt, welche Ausgabe eure bisherige Lieblingsausgabe war, welche Göttin euch besonders inspiriert hat, welchen praktischen Tipp ihr am liebsten ausprobiert habt oder welche Heil- und Zauberpflanze euch durch unsere Texte ans Herz gewachsen ist. Außerdem möchten wir sehr gerne hören, was wir noch verbessern können, welche Kritikpunkte ihr seht, worauf wir mehr Augenmerk richten sollten oder welches Thema dringend mit einer Themenausgabe gewürdigt werden sollte. Die Jubiläumsausgabe wird wohl im kommenden Sommer oder im Herbst erscheinen, wir würden aber gerne bald mit dem Sammeln von Texten und Vorschlägen dazu beginnen. Deshalb, frisch ans Werk!
In diesem Jahr haben wir uns für 4 Themenausgaben zu den 4 Elementen Luft, Feuer, Wasser und Erde entschieden. Die erste dieser Themenausgaben (Thema Luft) wird im März erscheinen. Wenn ihr dazu oder aber zu einem der anderen Elemente einen Beitrag leisten wollt, nur zu! Wir freuen uns über Texte zu Göttinnen und Luftwesen, zu Ritualvorschlägen zum Thema Luft, mit Rezepten und praktischen Bastelarbeiten, persönlichen Erfahrungen und vielem mehr.
Auch Feuer, Wasser und Erde kommen im Laufe des Jahres zu Ehren und auch hierzu freuen wir uns auf eure Mitarbeit.
Wenn ihr uns helft, dass uns die Ideen und Themen nicht ausgehen und die Motivation der Redaktion nicht nachlässt, hoffe ich auf weitere 5 Jahre Schlangengesang!
Herzlichst, eure artemisathene
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Buchrezensionen:
Frau Percht – Göttin im Exil?
Herausgeber dieses schön bebilderten Buches ist die Perschten-Stiftung der Kirchseeoner Perschten. Der Autor, Ernst Weeber, hat die Quellen der Brauchtumsforscher, Historiker und Göttinnenforscher/Innen gelesen und die gesammelten Erkenntnisse in diesem Buch verarbeitet. Dabei fällt auf, dass der bekennende Christ geradezu fasziniert ist vom Archetyp der Großen Göttin, der Erdmutter. Er spannt einen weiten Bogen von der Göttin des Paläolithikums, den Erkenntnissen von Marija Gimbutas, über die Göttinnen Inanna und Lilith zum griechischen und römischen Pantheon. Zudem beschreibt er die Quellenlage zu den keltischen und germanischen Pendants der Percht: Frau Holle, Herta, Nerthus und Co. Ernst Weeber taucht ein in wissenschaftliche Erkenntnis- und Philosophietheorien, gibt aber auch Einblicke in das Frauenbild der christlichen Überlieferung von Adam, Eva und Lilith bis hin zur „Muttergottes“ Maria. Dabei verkommt die Percht mit ihrem aufsehenserregenden Brauchtum ein wenig zur Randfigur.
Besonderes Augenmerk widmet er der allgegenwärtigen Gefährdung und Zerstörung der Erde, dem Körper unserer Erdmutter, und ermahnt uns nachdrücklich zurückzukehren zu einem respektvollen und verehrenden Umgang mit Mutter Erde.
Das Buch ist durch seine umfassende Betrachtungsweise sicherlich interessant, wer sich jedoch ein detailliertes Bild der Percht und ihres Brauchtums verschaffen will, sollte sich lieber das ebensfalls in der Perschten-Stiftung erschienene Buch „Perchtenbrauch in Bayern“ zulegen. In diesem, bereits 2004 erschienen Buch wird genauestens über das Brauchtum, Tänze, Kleidung und die historischen Erkenntnisse rund um die alte bayrische Göttin informiert.
Ernst Weeber
Frau Percht – Göttin im Exil? Auf der Suche nach der Frau Percht – zu Beginn des 21. Jahrhunderts
Herausgeber: Perschten-Stiftung
ISBN 3-00-014309-2
Preis: 29,90 €
artemisathene
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Orakelset "Die Weisheit der Göttinnen"
Ich habe mir die Orakelkarten "Die Weisheit der Göttinnen" von Kris Waldherr geschenkt, die es seit kurzem auch in der deutschen Ausgabe gibt.
Einige Zeit hat mich das Begleitbuch vor dem Schlafengehen wach gehalten, weil ich mit viel Freude die wunderschönen Beschreibungen der verschiedenen Göttinnen (in praktischer A-Z Einteilung) gelesen habe.
Vier Aussagen gibt es zur einzelnen Göttin pro Seite:
Der Name und der Titel zeigen einleitend auf das Bild hin und diesem werden drei Eigenschaften zugeschrieben, die vom Mythos der Göttin abgeleitet wurden. Die Beschreibung des Herkunfts-Kults und Umfeldes der Göttin ist leider sehr knapp gehalten und verlangt nach einer eigenen Recherche – dies gibt aber jeder Frau die Chance, die Göttin im eigenen Weg zu erkennen. Zum Abschluss gibt es noch einen Satz der als Tagesspruch, Antwort auf eine Frage oder momentane Situations-Beschreibung gehalten werden kann – so wie sich Frau eben dabei fühlt, wenn sie sich beim Sprechen der Worte in dem herrlichen Bild vertieft.
Die Karten beschreiben 80 Göttinnen aus den verschiedensten Kulturkreisen mit dem unterschiedlichsten Wissen und Stärken. Mit dem dunkelblauen Hintergrund erinnern sie an das Nachtlicht am Himmel, denn die Bilder sind in eine honigfarbene Spiralborte "gewickelt". Die Bilder sind von einer wundervollen Klarheit und Detailkraft, dass mich der erste Blick darauf bereits in den Bann zieht, allerdings wünschte ich mir, dass sie größer wären um mich hineinschmuggeln zu können, um darin zu wandeln.
Unter anderem zeigt die "Mondkönigin" INNANNA den Lauf der Sterne, der sie umgibt ...
... oder LAKSHMI, die "Göttin der Fülle" zieht auf dem Phoenix ihre Runde ...
... und die "Göttin des Feuers" PELE zeigt durch ihre machtvolle Geste die Wandlungskraft des Feuers ...
... während "die Seele" verwoben ist mit dem Sinnbild der PSYCHE;
auch SOPHIA die "weibliche Weisheit" zeigt sich mit dem fühlenden Herz vor arabesken Mustern.
Aber auch die Rückseite der Karten schmückt eine allumfassende Göttinnen-Macht, die in allen Frauen wohnt – Sie, die Große Göttin, die ihren Blick in sich wendet und auf weiten Schwingen zu ihrer Kraft fliegt. Eingebettet ist ihr Bildnis in honigfarbene Spiralen, die auf direktem Weg zur Inneren Weisheit führen.
Schon die Schachtel, in dem das Kleinod geliefert wird, ist außen mit Göttinnenbildern verziert (auf dem Deckel SOPHIA, die weibliche Weisheit und auf dem Booklet PERSEPHONE, stehend für die Jungfrau); beim Öffnen habe ich jedes mal das Gefühl, ich würde an einem großen Geheimnis teilhaben.
Orakelset "Die Weisheit der Göttinnen" von Kris Waldherr
erschienen im Aquamarin Verlag
ISBN 9-783894-273798
Ina-Lena
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Erfolgreich wünschen
Sicherlich hast Du Dich auch schon mal gefragt: "Wieso haben andere immer so viel Glück und ich nicht?" In diesem Buch findest Du die Antwort darauf. Und nicht nur das. Auch wie Du das Glück anziehen kannst, wird hier erklärt. Mit "Regeln" werden die wichtigen Informationen auf den Punkt gebracht. Beispiele, vom Autor selbst erlebt, zeigen, wie es gehen kann. Hilfestellungen und Tipps gibt es auch noch. Fehlt nur noch eines: Fang an!!!
Dass es ganz einfach ist, kann ich bestätigen. Kleinigkeiten, z.B. einen freien Parkplatz zu wünschen, geht ganz leicht. Schwieriger wird es schon mit größeren Dingen, z.B. einem neuen Auto. Aber auch das ist möglich. Und vieles mehr. Man muss es nur richtig wünschen, daran glauben und den Wunsch am besten gleich vergessen. Was aber gar nicht so einfach ist. Doch mit etwas Übung geht auch das.
Besonders gut gefallen hat mir, das der Autor nicht darauf festgelegt ist DAS UNIVERSUM oder GOTT oder eine andere bestimmte Macht anzurufen. Ganz im Gegenteil, er verweist ausdrücklich darauf, dass jeder die Macht um Hilfe bitten bzw. mit seinen Wünschen bedenken soll, die er für richtig hält.
Zudem gibt es beim Wünschen viele Parallelen zur Magie – die Regeln sind fast 1:1 in die Magie adaptierbar. Auch regt der Genuss dieses Buches zum Nachdenken über sich selbst, seine Situation und sein Leben an. Und es macht definitiv Lust auf mehr. Ich kann es nur empfehlen.
Erfolgreich wünschen von Pierre Franckh
ISBN-13: 978-3936862669
Verlag: Koha
Auflag: 9. Aufl. (Juli 2005)
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Größe und/oder Gewicht: 17 x 11,2 x 2 cm
Preis: 9,95 Euro
Sassenach
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Nachtrag zu Ausgabe 26: Die Rauhnächte
Im letzten Schlangengesang hatten wir einen Leserinnentext zur Göttin Holle veröffentlicht, in dem Shayana auf die Rauhnächte einging. Kurz darauf bekamen wir einen Leserbrief von Anne, die uns auf Ungereimtheiten bezüglich der Rauhnächte hinwies. Schließlich können es ja vom 21.12. bis zum 5.1. nicht 12 Rauhnächte sein. Es wären dann schließlich 16 Nächte. Folglich müssten die Rauhnächte mit dem 25.12. beginnen, dem Tag nach Weihnachten.
Da war die Konfusion groß! Deshalb habe ich mich auf die Suche gemacht zum Thema Rauhnächte und in alten und neuen Quellen geforscht. Das sind nun meine Ergebnisse:
Zum Namen: Der Name Rauhnächte kommt wohl von dem Adjektiv rau(h), was soviel bedeutet wie wild, ungestüm, vielleicht sogar behaart. Als rau wurden wilde Leute, Waldleute, aber auch Naturdämonen bezeichnet. Sie hießen oft auch „kleines Volk“ und galten als über und über behaart. Im Mittelhochdeutschen gibt es das Wort "rûch" = haarig für Tierpelze. Noch heute benutzen wir die Bezeichnung "raue Gesellen" für wilde Kerle (wie die Perchten) oder für raues Wetter, für frostige, windige und harte Witterung.
Da die Rauhnächte oftmals aber auch Rauchnächte genannt werden, wegen des allgemein üblichen Brauchs des Ausräucherns von Haus und Stall, könnte sich der Name auch vom Wort "räuchern" herleiten. In der Oberpfalz nannte man die Rauhnächte auch Raub- oder Raunnächte. Als etymologische Herkunft gibt das Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens das Wort "rauen" = heulen, winseln an.
Zum Zeitraum der Rauhnächte: Der Zeitraum der Rauhnächte ist von Region zu Region unterschiedlich, daher auch die Verwirrung über den richtigen Zeitpunkt. Entstanden sind die Rauhnächte aller Wahrscheinlichkeit aus dem alten, bäuerlichen Mondjahr, dessen 354 Tage eine Differenz von 11 Tagen, bzw. 12 Nächten ergaben. Aus der germanischen Kultur ist bekannt, dass sich zu dieser Zeit die Stämme versammelten, feierten und Gericht hielten über die Straftaten des vergangenen Jahres. Dieser Zeitraum wird auch die "Zeit der Zwölften" genannt. Diese "Zwölften" sind aber wohl nicht identisch mit den Rauhnächten.
In Niederösterreich gibt es 8 Rauhnächte, die sich auf wichtige Feste im ganzen Jahreskreis verteilen und auch "schwarze Nächte" genannt werden: Thomas (21.12.), Nikolaus, Christnacht, Dreikönige, Fastnacht, Walpurgis und Andreas (30.11.).
Karl von Leoprechting gibt in seinem 1855 erschienenen Buch "Aus dem Lechrain - Bauernbrach und Volksglaube in Oberbayern" an, dass es 4 Rauhnächte gab: Mit dem 21. Dezember, …" beginnen die Rauchnächte. Deren sind vier: Sanct Thoma (21.12.), Weihnachten, Neujahr und hl. Dreikönig, allzeit der Vorabend. Die erste und letzte Nacht sind die Haupt-Rauchnächte,…" (S. 190/191). Er sagt aber auch, dass mit dem 25.12. besondere Tage beginnen, die bis zum 5. Januar andauern, er nennt diese Zeit die "Gennachten". "…Mit dem 25. Dezember beginnen die "Gennachten, welche sich am Dreikönig schließen. Während dieser zwölf Nächte geht das wilde Gejaid am ärgsten, und ist dieß eine Zeit, wo man viel unternehmen kann… " (Karl von Leoprechting: "Aus dem Lechrain - Bauernbrach und Volksglaube in Oberbayern", S. 191/92). Woher der Begriff "Gennachten" oder "Gebnachten" kommt, weiß er allerdings auch nicht zu sagen.
Mancherorts werden wohl auch nur 3 Rauhnächte gefeiert, diese dann von Weihnachten (Christnacht 24.12.) bis zur Dreikönigsnacht. Oder aber im Pinzgau die drei Donnerstage vor Weihnachen.
Das Rauhnachtsbrauchtum: zum Rauhnachtsbrauchtum gehört in erster Linie das Ausräuchern der Häuser und Ställe. Karl von Leoprechting schreibt dazu: "Die erste und letzte Nacht sind die Haupt-Rauchnächte, inner deren man mit den Sangen von Maria Himmelfahrt (die Kräuter des Himmelfahrtsbuschens), so zu trockenes Pulver zerrieben und mit Kranbeeren (Wacholderbeeren) und Weihrauch gemischt, nach dem Abendläuten Haus und Stall tüchtig ausräuchert. Zuvor muss man schon gemelkt haben, denn nach dem Räuchern darf niemand mehr in den Stall. Ein solches wird von dem Gleichgültigsten nicht unterlassen. "…(Bauernbrach und Volksglaube in Oberbayern, S. 190/191). Hierzu wurden in der Regel Gebete gesprochen um böse Geister zu vertreiben.
Außerdem wurden in den Rauhnächten allerlei Orakel und Zukunftsprognosen durchgeführt. Vielerorts hießen diese Nächte deshalb auch "Losnächte". Neben dem heute noch praktizierten Bleigießen, gab es vor allem Liebesorakel. In der Thomasnacht (21.12.) sollte eine ledige Jungfrau ihren Betschemel vors Bett stellen, sich völlig entkleiden und sprechen: "Betschemel, ich tret dich, heiliger St.Thomas ich bitt, dich, lass mich sehen den herzallerliebsten Meinigen, diese heutige Nacht." Hierauf ging sie lautlos zu Bett. In der Nacht soll ihr im Traum ihr Bräutigam erscheinen. Auch sollen die Träume in den zwölf Rauhnächten wegweisend sein für die kommenden 12 Monate. Jede Nacht für einen Monat des kommenden Jahres. Aus dem keltischen Kulturkreis ist ein Brauch bekannt, nach dem heiratswillige Frauen in den Rauhnächten an Wegkreuzungen oder bekannten magischen Plätzen ihren Bräutigam würden sehen können. Diese Mädchen oder Frauen durften die Gestalt aber nicht ansprechen, sonst müssten sie sterben.
Wie in dem Text über die Frau Percht schon erwähnt, spielt diese alte Göttin des Alpenraumes in den Rauhnächten eine wichtige Rolle. Im Haus musste Ordnung herrschen, es durfte keine Wäsche auf der Leine hängen. Ein Mädchen, das seine Garn-Spule bis zu den Rauhnächten nicht abgesponnen hatte , solle im kommenden Jahr nicht heiraten können oder einen bärtigen Mann bekommen. Wenn es ganz hart käme, dann könnte es sein, dass die Percht oder Berchta sie holen komme, also dass sie sterben müsse. In anderen Regionen wie Tirol und Italien wird erzählt, dass die Gstampe oder Stampa käme und sich durch entsetzliches Winseln und Pfeifen bemerkbar mache. Darum stellte man ihr Essen vor die Tür oder in Villnös "Seligen Kuchen" oder Grummet und Hafer für die Pferde der "wilden Jagd" aufs Dach.
Angeblich kann man in den Rauhnächten den Teufel dienstbar machen oder mit dem Vieh sprechen. In den Rauhnächten gegrabene Wurzeln sollten Pferde schnell machen. Es gibt aber auch eine Reihe von Tabus für diese Zeit: so soll man kein Korn dreschen, sonst verdirbt es soweit man das Dreschen hören kann. Man soll auch ganz still sein und sich vor bösem Zauber oder gar Werwölfen hüten. In den Rauhnächten gab es den sog. Rauchweizen, den jeder im Haus essen musste und in München wurden die "Räuchwecken" gebacken. Eine der schönsten Legenden ist vielleicht: wer in den Rauhnächten geboren wurde, wird reich. Außerdem sollen Rauhnachtskinder über magische Fähigkeiten verfügen und Geister sehen können.
Quellen, Literaturtipps und Links:
Karl von Leoprechting: Bauernbrach und Volksglaube in Oberbayern, 1975
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Weltbild-Verlag
http://de.wikipedia.org/wiki/Rauhnacht
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Kalender
Der Schlangengesang – Göttinnenkalender
Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine Lebensaufgabe.
Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.
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Feiertage im Januar
Kalender für Januar 2008
Zum griechischen Januar gehören die Mondmonate Poseideon und Gamelion. Letzterer ist benannt nach dem Hochzeitsfest, dem "hieros gamos" der Göttin Hera mit Göttervater Zeus. Dieses Fest wird oft auch Theogamia genannt. Dieses Jahr fällt es allerdings in den Februar.
Der römische Monat Januar ist benannt nach dem zweigesichtigen Gott Janus. Er hat ein altes und ein junges Gesicht und blickt somit ins alte wie ins neue Jahr.
Im germanischen Gebiet hieß dieser Monat Hartung, nach dem hart gefrorenen Schnee. Das Wort bedeutet im Althochdeutschen in etwa "sehr" oder "viel" (Schnee oder Kälte). Die Wurzel "hart" ist indoeuropäischen Ursprungs.
17./18. Januar bzw. 9. Gamelion:
Opfer an die griechische Göttin Athene im antiken Erchia.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
Zwischen dem 24.-27. Januar: Feriae Sementivae: „Saatferien“: auch Paganalia genannt: nach Ovid war es ein ländliches Fest zu Ehren der Göttin Tellus Mater und der Göttin Ceres.
Ihnen wurden nach der Aussaat des neuen Getreides Kuchen geopfert und „Fleisch ausgesät“. (Siehe Gebet im Schlangengesang 9/05)
Quelle: http://www.villaivlilla.com/GensSempronia/tellus.htm
http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_myth_gods_grecoroman_tellus.htm
30. Januar:
Fest der römischen Friedensgöttin Pax mit Lorbeerkränzen, Weihrauchopfer und einem Tieropfer eines „schneeweißen Tieres“, das vor der Opferung mit Wein besprengt wird.
Quelle: (1)
20.-25.Januar bzw.12.-15. Gamelia:
Lenaia: Griechisches Fest für Dionysos und die Mänaden. Außerdem wird der Erigone gedacht. Diese Tochter eines Weinbauers wird von Dionysos mit einer Weintraube verführt und erhängt sich nach dem Mord an ihrem Vater. Zeus versetzt sie als Sternbild „Jungfrau“ an den Himmel.
Quelle: (6), Schlangengesang 14/05
Die Frau im alten Griechenland: Julia Iwersen
31.Januar:
Fest der keltisch-irischen Göttin Brigantia / Brigid. Als „Lichtbringerin“ und schöne Jungfrau beendet sie in dieser Nacht die dunkle Herrschaft der Göttin Cailleach (nach anderen Quellen erst zu Beltane).
Quelle: http://www.wilsonsalmanac.com/book/jan31.html
Schlangengesang 1/04 Text zu Brigid
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 2. Januar, Inanna, 6.Januar: kelt. Göttin Sirona, 7.Januar: Sekhmet (Ägypten)
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
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Feiertage im Februar 2008
Unser Februar beinhaltet dieses Jahr die griechischen Mondmonate Gamelion und Anthesterion (Blumenmonat). Gamelion ist benannt nach dem Hochzeitsfest, dem „hieros gamos“ der Göttin Hera mit Göttervater Zeus. Dieses Fest wird oft auch Theogamia genannt.
In Rom wurden im Februar die Göttin Juno (römisches Pendant zu Hera) sowie ihr Sohn, der Kriegsgott Mars verehrt. Der Monatsname „Februarius“ rührt von Opferungen zur „Entsühnung“ = Reinigung her.
Im germanischen Sprachgebiet hieß dieser Monat Hornung. Die Etymologie deutet darauf hin, dass der Name vom Verb „horen“ = sich paaren kommt. Es kann übertragen auch „Bastard“ heißen und beutet wohl soviel, wie „der an Tagen zu kurz geratene Monat“. Der Februar ist auch der Monat der Fastnacht, des Karnevals und des Faschings.
1.Februar: abnehmender Mond, Schütze
Imbolc: Fest der Brigit (keltisch): Göttin des Feuers, der Geburt, der Inspiration, Fruchtbarkeit, Medizin, Musik, der Nutztiere und des Handwerks
Quelle: diverse: z.B. Edain Mccoy: die keltische Zauberin, Zsusanna E. Budapest, etc
Ebenso: In Rom: Fest der „phrygischen Mutter“: Kybele und der Juno Sospita = „Erretterin“, dargestellt als Ziege oder mit Ziegenfell bekleidet. Am 1.2. wird das Einweihungsfest ihres Tempels in einem Hain in Ostia gefeiert.
Quelle: Ovid, Fasti
1.Februar Lichtmess: Fest der Hl. Brigitta. Christianisierte Form der Brigit
Fest der Ceres in Rom: römische Göttin des Getreides
Quelle: www.novaroma.org (mit Bezug auf Quellen aus historischen Büchern)
Laut römischem Festkalender (Reclam) und www.imperiumromanum.com liegt dieser Festtag am 19. April
1./2. Februar: Fest der Santeria/Yoruba-Göttin Oya: Göttin des Sturms/Windes
Quelle: http://www.church-of-the-lukumi.org/celebrations.htm
4./5.Februar = 27. Gamelia: abnehmender Mond, Steinbock
Theogamia, das Fest der Heiligen Hochzeit des Zeus und der Hera. An diesem Tag wird Zeus als „Teleios“ (Oberhaupt der Familie) und Hera als „Teleia“ (weibliches Familienoberhaupt) verehrt. Weitere Opfer sind vorgesehen für Poseidon und Demeter Kourotrophos (Beschützerin der Kinder).
Quelle: (5)
11. Februar: zunehmender Mond, Widder
Fest der Kallisto: Nymphe aus der griechischen Mythologie. Die Gefährtin der Artemis wurde vergewaltigt von Zeus. Artemis verwandelt sie in eine Bärin und setzt sie als Sternbild an den Himmel.
Quelle: Ovid, Fasti
Vasanta Panchami bzw. Sarasvati Puja – Fest der indischen Göttin der Weisheit Sarasvati. Das Fest markiert das Ende des Winters und den Frühlingsanfang. Manchmal wird der Tag als Geburtstag der Göttin beschrieben oder aber als der Tag als sie zusammen mit Durga auf die Erde kam.
Quelle: http://www.freehomepages.com/udiscover/india/ifs/vasantpanchmi.htm
http://www.hinduism.co.za/hindu.htm#Hindu%20Festivals2008
12. Februar: zunehmender Mond, Widder
Fest der Diana: römische Mondgöttin und Göttin der Jagd
Quelle: www.novaroma.org
Nach www.imperiumromanum.com lag ihr Festtag am 15. August
Der römische Festkalender von Reclam und Ovid schweigen dazu.
13. Februar: zunehmender Mond, Stier
Beginn der Parentalia: römisches Fest für die verstorbenen Vorfahren. Dauer bis zum 21. Februar. (siehe Text im Schlangengesang 1/04)
Quelle: der römische Festkalender (Reclam)
14. Februar: zunehmender Mond, Stier
Fest der Juno Februra: römische Göttin des Liebesfeuers/Liebesfiebers (lat. febris = das Fieber), der Ehe und Familie
Quelle: www.novaroma.org evtl. 2. Februar (widersprüchliche Quellen)
15. Februar: zunehmender Mond, Zwillinge
Fest der Juno Lucina: römische Göttin der Schwangeren, Gebärenden und der sich Kinder wünschenden Frauen. Die Bedeutung „Lichtbringerin“: kommt davon, dass das Gebären der Kinder als „Anfang des Lichts“ bezeichnet wird. Das Fest fand im heiligen Hain der Juno Lucina statt und im Laufe der Feierlichkeiten wurden die Frauen mit Ruten aus den Sehnen eines Geißbocks geschlagen um ihnen Fruchtbarkeit zu bringen.
Quelle: Ovid, Fasti
17. Februar bzw. variabler Festtag: zunehmender Mond, Krebs
Fornakalien: Festtag zu Ehren der römischen Göttin Ceres Fornax, der Göttin des Brot- Backens oder des Dörrens und Röstens von Getreide. Sie soll das frisch gesäte Getreide schonen. Das erste geerntete Getreide wird ihr deshalb geopfert.
Quelle: Ovid, Fasti
18./19. bis 20./21.Februar: 11.-13. Anthesterion: Anthesteria: 3-tägiges Fest für Dionysos. Am 3. Tag findet die heilige Hochzeit zwischen dem Weingott Dionysos und Ariadne statt.
Quelle: http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
21.Februar: Vollmond im Februar, Mond im Löwen
Fest der thailändischen Göttin Lim Ko Niao. Zum Vollmond im Februar, 15 Tage nach dem chinesischen Neujahrsfest. Ihre Statue ist aus dem Holz des Cashew-Baumes, an dem sie sich erhängte, nachdem sie den Bau einer Moschee nicht verhindern konnte.
Quelle: http://www.thaipage.ch/autor/stevens/feste/02_chaomaelimkoniao.php, http://www.feste-der-religionen.de/feste/lim-ko-niao.html
Ebenso 21. Februar:
Im römischen Reich Festtag für Tacita, die Göttin des Schweigens. Opfer an die Göttin mit einem langen, komplizierten Ritual.
Quelle: Ovid, Fasti
22. Februar: abnehmender Mond, Jungfrau
Fest der Göttin Concordia = Caristia (später Charistia): römischer Festtag mit dem Zweck Missverständnisse und Zwistigkeiten in der Familie bei einem Festmahl zu beseitigen. Auch den Toten wird ein Festessen an die Gräber gestellt. Dieser Brauch hielt sich bis in christliche Zeit auch in Deutschland.
Quelle: (1), http://www.manuscripta-mediaevalia.de/gaeste/grotefend/g_c.htm
24. Februar: abnehmender Mond, Waage:
Regifugium: römisches Fest zum Tode der Lucretia
Quelle: römischer Festkalender (Reclam)
Schlangengesang: 01/04
27./28. Februar bis 4./5. März = 20.-26. Anthesterion : kleine Eleusinische Mysterien zu Ehren der griechischen Göttinnen Demeter und Persephone/Kore.
Quellen: O.E. James: der Kult der großen Göttin, Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
http://www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/696.1.Anthesterion.html
Festdaten ohne gesicherte Quelle: Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 7.2. Selene, 17.2. Kalis Geburtstag, 18.2. Spenta Armaiti, 25.2. Tag der Nut, 26.2. Hygieia- Tag
Quellenangaben: (1) Ovid: Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
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Feiertage im März 2008
Dieser Monat entspricht dieses Jahr den alt-griechischen Mondmonaten Anthesterion und Elaphebolion. Anthesterion bedeutet „der Blumenmonat“, Elaphebolion ist der Göttin Artemis in ihrem Aspekt als Jägerin geweiht. Das dazugehörige Fest findet am 6. Tag des Mondmonats statt.
Im römischen Reich ist dieser Monat Mars gewidmet, dem Kriegsgott.
Die germanische Bezeichnung des Monates war Lenzing. Von „Lenz“ = der Frühling oder auch etymologisch aus „lang“ über eine Wortverschiebung, weil die Tage nun deutlich länger werden.
In den März fiel das Fest des Frühlingsbeginns: die Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus wurde mit einem Umzug mit geschmückten Wagen auf denen ihr Abbild stand gefeiert. Diese Prozession sollte für eine reiche Ernte sorgen. (vgl. unser Karneval). Der genaue Tag des Festes ist nicht überliefert.
In der 3.Märzwoche soll die Göttin Idunna mit einem Fest der Jugend gefeiert worden sein.
27./28. Februar bis 4./5. März = 20.-26. Anthesterion : kleine Eleusinische Mysterien zu Ehren der griechischen Göttinnen Demeter und Persephone/Kore.
Quellen: O.E. James: der Kult der großen Göttin, Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
http://www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/696.1.Anthesterion.html
1.März: Schütze, abnehmender Mond:
Matronalia: Fest zu Ehren der römischen Göttin Juno Lucina (lat: lux = das Licht, der Tag); Göttin der Ehe und "Geburtshelferin"
Quelle: (1), (3) und (4)
Tag des römischen Neujahres zur Zeit der Republik.
Erneuerung des ewigen Feuers im Tempel der Vesta in Rom.
Quelle: (1) und (3)
3.März: Schütze, abnehmender Mond:
Puppen-Fest in Japan: Hina-Matsuri; Fest der Mädchen. Es werden hübsche Puppen hergestellt, die womöglich die Töchter der Sonnengöttin Amaterasu, die drei Munakata-No-Kami, repräsentieren.
Quelle: http://www.feste-der-religionen.de/feste/hinamatsuri.html
http://farstrider.net/Japan/Festivals/HinaMatsuri/index.htm
4.März: Steinbock, abnehmender Mond:
Fest der keltischen Göttin Rhiannon. Die Pferdegöttin, die auch als Epona oder Mare/Macha verehrt wird, ist eine Reiterin zwischen den Welten.
Quelle: Edain McCoy, die keltische Zauberin
Tag der Esther. Diese jüdische Königin verhinderte die Vernichtung der Juden und ihrem mutigen Verhalten wird seither mit ausgelassenen Feiern gedacht. Alkohol und Verkleidungen gehören zu diesem Fest.
Quelle: http://www.judentum-projekt.de/religion/feste/purim/
http://www.hagalil.com/kalender/kalender.htm
5. März: Wassermann, abnehmender Mond:
Das Weihrauchopfer an die Göttin Vesta in Rom ist Zeichen der Verehrung als Beschützerin der römischen Kaiserfamilie.
Quelle: (1)
5. März, evtl aber auch in der Vollmondnacht zur Tag-und-Nachtgleiche (also dieses Jahr 20.3.) Ploiaphesia: Navigium Isidis: Fest der ägyptischen Göttin Isis zu Beginn der neuen Schifffahrtssaison nach dem Winter.
Quelle: Apuleius, Metamorphoses IX, http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/volltexte/2007/37/pdf/Kleibl_Wasserkrypten.pdf
Feriae Annae Perennae: Fest der römischen Göttin Anna Perenna
Quelle: (1) und (2)
13./14. März = 6.Elaphebolion: Zwillinge, zunehmender Mond:
Elaphebolia: Fest der griechischen Göttin Artemis in ihrem Aspekt als Göttin der Jagd.
Quelle: (5), http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html#ela
Mitte März, wann genau ist unbekannt
Tag des Martyriums der Hypatia, griechische Philosophin von Christen ermordet 415 n.u.Z. (siehe Schlangengesang 1/04)
Quelle: http://www.fh-coburg.de/2717.html , http://en.wikipedia.org/wiki/Hypatia_of_Alexandria
Marit Rullmann: Philosophinnen (Teil 1)
15.-27. März: 15.3. Beginn der Hilarien: Feierlichkeiten zu Ehren der phrygischen Göttin Kybele und ihres Heros Attis in Rom (siehe Schlangengesang 2/04)
Quelle: E.O.James: der Kult der großen Göttin, Hans Kloft: Mysterienkulte der Antike,
Marion Giebel: das Geheimnis der Mysterien
17. März: Krebs, zunehmender Mond:
Liberalia: römisches Frühlingsfest zu Ehren des Götterpaares Liber und Libera; Götter des pflanzlichen, tierischen und menschlichen Wachstums
Quelle: (2) und (3)
Quellenangaben: (1) Ovid: Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
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Veranstaltungen
SCHAMANENKREIS
Drei schamanisch Praktizierende mit Helfern vereinigen ihre Trommeln am Ufer der Ybbs für Dich.
Der Schamanenkreis 2008 findet in Österreich, Nähe Linz statt. Die Daten sind: 7. Juni 2008 bis und mit 15. Juni 2008
Wir werden uns einen Tag lang ganz deinem Körper, deiner Seele, deinem Innersten widmen.
Jeder von uns hat seine eigene Art, zu arbeiten, andere Lehrer gehabt, andere Ausbildungen gemacht.
Wir kommen aus Deutschland, aus der Schweiz und aus Österreich.
Wir sind Frauen und Männer. Wir sind gut in unserer Arbeit. Jeder von uns arbeitet anders.
Wir machen Seelenrückholungen, Extraktionen, Trommel-Trance-Reisen, entfernen kaputtes Gewebe auf energetischer Ebene, wir bitten die Geister um Hilfe, haben starke Verbündete, singen und beten, trommeln und rasseln, gehen in die Geisterwelt, gehen in die Körper hinein, ziehen tote Teile heraus, verhandeln mit den Wesen des Übels.
WAS DICH ERWARTET:
Es ist keine vorhersehbare Arbeit und kann darum auch nur schwer beschrieben werden.
Wir werden alle Arten von Problemen und Ursachen und Krankheiten betanzen, besingen, betrommeln, berasseln, werden die Geisterwelt um ihre Unterstützung bitten, werden beten und weinen, lachen und aussaugen, räuchern und mit Reiki arbeiten.
Wir gehen Schritt für Schritt mit dir durch dein Leid und lösen es zusammen auf in Nichts.
Wir werden die Müllabfuhr eurer Probleme sein. Werden sie fachgerecht entsorgen und darum bitten, dass sie wo hinkommen mögen, wo sie keinem mehr schaden.
Wir suchen die Ursachen, arbeiten mit Herz aber auch mit dem WILLEN.
Wir ziehen die Kraft vom Himmel, aus dem Universum, und wir sind nicht alleine.
Hinter jedem von uns stehen Krafttiere, Totemtiere, Engelwesen, Verbündete und Wesen der Anderswelt, Hilfsgeister, Ahnen und Lehrer der Nicht-Alltäglichen Wirklichkeit.
Nach außen hin sind wir Schamanin, Physiotherapeut und Krankenpfleger, schamanisch Praktizierender, Lebensberaterin,…
Aber es geht nicht darum, was wir nach außen tragen. Es geht auch nicht darum, was ihr in diesen Tagen mit euren Augen sehen könnt.
Man kann Freiheit nicht angreifen oder beschreiben oder sehen. Aber man fühlt sie ganz deutlich.
Für die Österreichischen Rufe: http://www.schamanenkreis.at.vu
Für die Deutschland-Rufe: http://www.schamanenkreis.de.vu
Für das Schweizer-Gejodel: http://www.schamanenkreis.ch.vu
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Impressum
Schlangengesang – der Rundbrief für Göttinnenspiritualität wird von keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die sich zu diesem Zweck zusammen fanden.
V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Thulestraße 7, 13189 Berlin
Bilder:
Schlangengesanglogo von Distelfliege
Zierelemente von jana, Teleri, Caitlin, Aruna, Lilia
Fotos: artemisathene
Dieser Rundbrief darf nur als Ganzes und unverändert in der vorliegenden Form weiter verbreitet werden. Eine Weiterverbreitung als Ganzes ist erwünscht.
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Schlangengesanginfos
Schlangengesang ist ein offener Rundbrief für alle Menschen, die sich mit der Göttin beschäftigen.
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