Rundbrief für Göttinnen- Spiritualität

Herzlich Willkommen zur 26ten Ausgabe des Schlangengesangs.
November, der Nebelmond, ist da und macht seinem Namen alle Ehre. Der erste Schnee ist gefallen, der Winter steht vor der Tür.

Wir freuen uns, dass wir auch für diese Ausgabe wieder Zusendungen von euch bekommen haben. Dafür vielen Dank und bitte schickt uns weiter eure Texte.

Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,

Das Schlangengesang-Team
Annika, artemisathene, Cailynn, Caitlin, Gwenhwyfar, jana, Lilia, Medea La Luna, Temkes



Inhaltsverzeichnis

Göttin:
- Sirona

Magische Göttinnenplätze:
- Der Steintanz von Boitin
- 3-Bethen-Quelle in Leutstetten


Feedback: Heilen
- Leserinnentext Heilen

Im Jahreskreis:
- Leserinnentext Novembernacht

Pflanzen:
- Brunnenkresse

Praktisches:
- Heilstein-Wasser nach Hildegard von Bingen

Aufgelesen:
- Buchrezension:
Göttinnen-Kalender 2008

Leserinnenbrief:
Erscheinungsbild und Auftreten der Göttin Holle

Netze weben:
- Links und Infos

Kalender:
- Feiertage
- Veranstaltungen

Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden





Göttin:
Sirona


Sirona ist eine keltische Göttin der Quellen und der Heilung. Auch eine Fruchtbarkeitsbedeutung wird ihr zugeschrieben. Sie wurde in der gallo-römischen Zeit (Verschmelzung der keltischen und römischen Kultur) oft gemeinsam mit ihrem Begleiter Grannus, der nach der "Interpretatio Romana" dem Apollo gleichgesetzt wurde, verehrt. Ihr Name bedeutet in seinem keltischen Ursprung vermutlich Stern, manche Quellen führen ihren Namen aber auch auf ein keltisches Wort für Hindin oder Färse zurück. Andere bekannte Schreibweisen ihres Namens auf Weihinschriften sind Serona oder Dirona.

Bedeutsame Heiligtümer der Sirona befanden sich hierzulande im Mosel-Mittelrhein Gebiet. Die Verbreitung ihrs Kultes in Teilen des heutigen Frankreichs, der Schweiz und bis nach Italien sind durch Weihinschriften belegt. Ein in der damaligen Zeit berühmtes Quellheiligtum der Sirona und ihres Begleiters Grannus-Apollo befand sich im reinland-pfälzischen Hochscheid auf dem Hunsrück.

Die Verehrung von Wasser und Quellen als göttliche Wesen oder göttliche Erscheinungen war noch aus der Vorzeit bei den Kelten und Galloromanen (Gallier = Festlandkelten westlich des Rheins) üblich. Die Kelten glaubten an eine beseelte Natur (Animismus). Eine Seele hatte nicht nur der Mensch, sondern auch Tiere und Pflanzen. Land und Wasser wurden ebenfalls als beseelt durch eine Gottheit angesehen. Bei dem Besuch eines Quellheiligtums erfuhren die Pilger die heilende Kraft ihrer Gottheiten vor allem durch das Trinken des Wassers. Neben Trinkkuren wurden auch Bäder und Waschungen als Therapien angeboten.



Sirona wird im Gegensatz zu anderen einheimischen Göttinnen auch ohne männlichen Partner verehrt, zumindest in den gallischen Provinzen. Das sich auch die Interpretatio Romana anfänglich schwer tat diese Göttin mit einem römischen Pedant gleichzusetzen, kann als Hinweis gesehen werden , dass sie mehr als eine Quellgöttin war. Sirona behielt ihren Namen auch dann, wenn sie oft in der Gestalt der römischen Hygieia dargestellt wurde. Die Bildwerdung von keltischen Gottheiten entstand erst unter römischem Einfluss. GöttInnen wurden in vorrömischer Zeit mehr in Naturerscheinungen wie Bäumen und Quellen verehrt. Den Statuetten der Sirona sind mächtige Symbol-Attribute beigegeben, die Schlange und das Ei. Manchmal auch Früchte und Ährenzweige.

Laut den Forschungsergebnissen von Mariya Gimbutas ist die Schlange eines der wichtigsten Symbole für die Energie und Kontinuität des Lebens. Das Bild der Schlange ist eng verknüpft mit den Zyklen des Todes und der Lebenserneuerung in der Natur. Ihr Winterschaf ist die Entsprechung des Todes, während ihre Häutungen Unsterblichkeit, die ewige Kontinuität des Lebens, symbolisieren. Die Wiederkehr der Schlange im Frühjahr verkündet die Wiedergeburt der Natur. Durch ihre enge Verbindung und ihren Einklang mit den Zyklen der Natur ist sie die Garantin für Gesundheit und Kontinuität des Lebens. Durch die alljährlich stattfindende Erneuerung der Lebenskraft sichert und schützt die Schlange das Leben der Menschen und Tiere. Der Glaube an die magischen Pflanzen und Blumen der Schlange, die Kranke heilen und sogar Tote zum Leben erwecken können, schlägt sich in vielen mythologischen Überlieferungen nieder. Aus dem Körper der Schlange selbst wurden Heilmittel gewonnen. In der giftigen Schlange manifestiert sich die Gestalt der Todesgöttin.

Auch das Ei ist ein Symbol für Erneuerung und Wiedergeburt. Das Ei ist im keltischen Verständnis auch ein Symbol der Seele, des tiefsten Geheimnisses. Zahlreiche Quellen, die über Kulthandlungen, Zauber und Aberglauben berichten, belegen die tiefe Bedeutsamkeit des Eies auch für unseren Kulturraum.



Das Wasser steht als Symbol des fließenden Lebens, als lebensspendend, lebenserhaltend und lebenserzeugend. Die Verehrung der Göttin Sirona fand vorwiegend an Quellen statt. Aus einer Quelle tritt das Wasser der Tiefe aus dem Schoß der Erde an die Oberfläche hervor. In einem Text von Rosemarie Kirschmann heißt es zu einem Bild der Sirona:
So spricht Serona durch ihr Bild zu uns: "Komm zu mir in meine geheimnisvollen Wasser, tauche ein in sie, fühle die Heilige Schlangenkraft aus der Tiefe, die durch meinen Schoß emporquillt. Wenn Du in mich eintauchst, hast Du mit Deinem ganzen Sein Teil an der Erneuerung aus der Tiefe der Welt. Alle Krankheit, ja selbst die Krankheit zum Tod ist Wandlung, die Deine Erneuerung will. Komm, habe Teil an der Unvergänglichkeit des Seins und werde heil und ganz."

Ich glaube, dass sich in dieser Göttin, trotz der (beginnenden) patriarchalen Vereinnahmung, viele Aspekte der Großen Göttin Alteuropas, die große Muttergöttin als Quell allen Lebens, als den "Einen Ursprung", erhalten haben. In einer belegten Weihinschrift wurde ungewöhnlicherweise der Name der Sirona (hier als Dirona) vor ihrem männlichen Gefährten-Gott genannt. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Kelten die Lebens- und Schöpfungskräfte zwar nicht mehr ausschließlich weiblich verehrten, aber das weibliche und männliche Prinzip noch in einem besonderen (vielleicht sogar vorbildlichen?) Gleichgewicht beteiligten.



In der Nähe meines Wohnortes im saarländischen Kreis Saarlouis in der Flur "Auf der Sudelfels” (zwischen Ihn und Niedaltdorf) befindet sich ein kleines gallo-römisches Quellheiligtum, das der Sirona geweiht war. Auch andere Gottheiten wurden hier verehrt. Die oben genannte Weihinschrift wurde hier gefunden. Die Anlage wurde 1903 entdeckt und archäologisch erforscht. Sie war weniger ein sakraler Tempelbezirk als vielmehr ein integriertes Hofheiligtum einer "Villa rustica". Die Anlage wird unterschiedlich datiert: um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. bis Anfang 5. Jh. bzw. Mitte 3.Jh. bis Anfang 5 Jh. Wobei auch Funde aus dem Neolithikum auf frühe Spuren von Besiedlung hinweisen. Zerstört wurde die Anlage im 5 Jahrhundert n. Chr. vermutlich von Anhängern des Mithrakultes. Einige der gefundenen Statuetten, zum Teil des Hygieia-Typs, wurden aufgrund der Weihinschriften als Sirona identifiziert. Den Kern der Anlage bildet ein sechseckiges aus einem Sandsteinblock gehauenes Wasserbecken, aus dem heute noch kontinuierlich Wasser sprudelt. Die eigentliche Quelle liegt unterirdisch und befindet sich ca. 2 m entfernt Das Wasser wird durch einen unterirdischen Zulauf zum Brunnen geführt. Trotz Bauarbeiten zu Beginn des 20. Jh. wurde die Quelle ("wunder”samerweise) nicht zerstört.


Dieser Ort ist für mich ein ganz persönlicher Ruhe- und Kraftplatz. Hier gelingt es mir in besonderer Weise meine Sinne zu öffnen und dabei eine tiefe Ruhe und Klarheit durch die Naturwahrnehmung zu spüren. Ich schreibe hier nicht von einem "Erleuchtungserlebnis". In der Natur selbst spiegelt sich für mich etwas göttliches wieder, das durch meine sinn-liche Wahrnehmung erst erfahrbar wird. Daraus ergeben sich für mich in der Meditation über das Prinzip von "werden, vergehen und wieder werden" spirituelle Momente von Sinn und Halt für mein Leben. Eigentlich möchte ich gar keine konkrete Vorstellung von etwas "Göttlichem" haben. Und doch finde ich die Vorstellung einer "Göttin" faszinierend, besonders da ich durch eine Kultur und Religion geprägt wurde, die den weiblichen Menschen nicht angemessen beteiligt und damit herabwürdigt. Die Göttin ist für mich somit "Heilung" als Frau und ein Zugangsweg zu tieferer spiritueller Erkenntnis in der Annäherung zum Geheimnis des Lebens selbst. Dabei spricht mich in diesem Sinn der Ort am Sudelfels und seine Geschichte in besonderer Weise an. Der Text von Rosemarie Kirschmann bringt mir dabei die Göttin Sirona und das durch SIE verkörperte Prinzip in berührender Weise näher.


Quellennachweis:
www.wikipedia.de/Sirona (Mythologie)
www.dersaargau.de/Sudelfels
http://www.sironaweg.de/
www.sirona-verlag.de hier: Rosemarie Kirschmann: Sirona (pdf-Datei)
http://www.geschichtsverein-nierstein.de/
Sylvia und Paul F. Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie
Marija Gimbutas: Die Zivilisation der Göttin
Sophie Lange: Wo Göttinnen das Land beschützen (Sophie Lange unterhält eine interessante Website zum Matronenkult in der Eifel und ihren Kultplätzen)
Diana Monson/Maren Briswalter: Frühlingsreigen (eine wunderschöne Buchreihe über altes Brauchum für Kinder u. Erwachsene, hier zu: Ostara, das andere Osterbuch)
Bibliothek des Rheinländischen Landesmuseum Trier:
- Andrei Miron (Hrg.): Das galle-römische Quellheiligtum von Ihn
aus: Bericht der staatl. Denkmalpflege im Saarland, Beiheft 2
Gerd Weisgerber: Das Pilgerheiligtum des Apollo und der Sirona v. Hochscheid im Hunsrück
Fotos des Sironaheiligtums "auf der Sudelfels" von Free-Lilith
Foto "Sirona und Apollo Grannus" von Irene B. Hahn
Foto Sirona Hochscheid von Axel Schwarz
http://romanhistorybooksandmore.freeservers.com/p_trmuseum.htm

Free-Lilith







Magische Göttinnenplätze:
Der Steintanz von Boitin



Die Sage berichtet: Eine Hochzeitsgesellschaft aus dem Dorf Dreetz, das später durch die Pest ausstarb, feierte ausgelassen im Tarnower Wald. Der ausgiebige Weingenuss ließ einige Männer übermütig werden, so dass sie begannen mit Broten und Würsten Kegel zu spielen. Bald schon erschien ein alter Mann, der die Männer aufforderte diesen Frevel zu beenden. Da sie dieser Aufforderung nicht nachkamen, wurden sie von dem Geist bestraft und die gesamte Hochzeitsgesellschaft in Stein verwandelt. Etwas entfernt von dem Treiben hütete ein Jüngling seine Schafe. Er hatte mit dem Frevel der Hochzeitsgesellschaft nichts zu schaffen. Das alte Männlein forderte ihn auf, den Platz sofort zu verlassen und sich nicht umzudrehen. Um das Verbot zu umgehen, blieb der Jüngling aber im Laufen stehen und blickte durch seine Beine zurück auf den Platz der Hochzeit. Augenblicklich wurde auch er samt Schafen und Hunden in Stein verwandelt.

Etwa 10 km westlich von Güstrow liegt der Tarnower Forst in dem sich eine Anlage aus drei Steinkreisen mit einem vierten, kleineren Steinkreis in etwa 300m Entfernung befindet. Der Durchmesser der großen Kreise bewegt sich um die 12-13m – damit gilt die Kultstätte als bedeutendste, erhaltene Steinkreisanlage Deutschlands. Der Volksmund gab der ganzen Anlage den Namen "Steintanz von Boitin".



Anfang diesen Sommers statteten mein Mann und ich diesem Ort einen Besuch ab. Per Anhalter fuhren wir bis an der Rand des Tarnower Forstes und folgten dann dem Waldweg etwa 3-4 km bis rechts am Wegrand die Anlage mit den 3 großen Kreisen auftauchte, die wir uns irgendwie kleiner vorgestellt hätten. Das Gebiet ist touristisch absolut unerschlossen, selbst an Wegweisern durch den Wald wurde gespart. Es empfiehlt sich im Zweifelsfall einfach stur geradeaus zu gehen. Wir begegneten an zwei Tagen im gesamten Wald nur 2 Radfahrern; Rituale sind in den Kreisen also ungestört möglich. Es sei denn man trifft gerade auf andere "Kultplatz-Touristen". Davon, dass die Anlage auch in jüngerer Zeit kultisch genutzt wird, zeugte eine frische Feuerstelle in einem der Kreise. An der Anlage findet sich neben einigen Schautafeln auch eine Schutzhütte, in der sich Runengraffities befinden. Ein weiteres Indiz für das Klientel, das sich dort gelegentlich einfindet.

Wir wurden besonders von dem größten Kreis angezogen, in dessen Mitte eine alte Buche steht. An diesem Kreis befindet sich auch die Brautlade - ein großer Stein mit dreizehn übereinander angeordneten Löchern. Dieses Vertiefungen stammen von einem Sprengversuch, der im späten 18. Jahrhundert unternommen wurde, um Baumaterial zu gewinnen. Es regnete in Strömen und wir waren sehr damit beschäftigt unser undichtes Zelt und unser Gepäck in der nahen Schutzhütte in Sicherheit zu bringen. Der Kreis war währenddessen von ungeahnter Präsenz und wirkte auf mich beruhigend und anziehend zugleich, selbst als ich noch weit außerhalb von ihm war. Das Gefühl in seinem Inneren lässt sich für mich schwer in Worte fassen. Es war wie in einem sehr gut gezogenen magischen Kreis, an dessen Rand die Steine standen. Die Steine selbst machten den Eindruck sehr, sehr alter Wächter auf mich. Ich fühlte mich sicher. Ich weiß nicht, wann ich jemals ein so intensives Gefühl hatte, dass sich an einem Platz zwei Welten berühren. Für mich sind diese Steinkreise zweifelslos ein heiliger Ort.

Dank der Abgeschiedenheit des Platzes und dem touristischen Desinteresse Mecklenburgs an seinen archäologisches Denkmälern ist viel vom Charme der alten Anlage erhalten geblieben. Der Ort ist energetisch hoch interessant und ganz anders als die "toten" Kultplätze, die man sonst so kennt. Der kleinere Steinkreis in einiger Entfernung (der Hirte mit seiner Herde) ist allerdings nicht weiter der Rede wert. Für uns schien dieser Ort keine weitere Ausstrahlung zu haben. Es ist allerdings auch nicht geklärt, ob es sich an dieser Stelle um einen wirklichen Steinkreis handelt, oder ob der "Kleine Steintanz" nicht eher eine romantische Zutat der letzten 300 Jahre ist.

Eine erste wissenschaftliche Untersuchung der Steinsetzung fand bereits im Jahre 1929 unter dem Schweriner Archäologen Prof. Robert Beltz statt. Dabei stieß er auf zwei mit Steinen eingefasste Feuerstellen und eine eisenzeitliche Urne mit Leichenbrand, dadurch ließ sich der Steintanz als vorrömisch-eisenzeitliche (600 v.Chr-27 v. Chr.) Grabmarkierung einordnen, wie sie ursprünglich im gesamten Ostseeraum weit verbreitet waren. Sie ist eindeutig germanischen Ursprungs.

Cailynn







Magische Göttinnenplätze:
Der Quellkult der drei Bethen von Leutstetten




Die drei Bethen sind wie viele andere heilige Frauen (besonders in der Dreizahl) ein Relikt aus der Verehrung der großen Göttin in unserem Land. Christianisiert im Mittelalter (ab dem 11. Jahrhundert), findet die dreigestaltige Göttin, eine neue Heimat in den Kirchen und Kapellen Deutschlands, Österreichs und Südtirols. Als Ainpet, Gberpet und Firpet wurde ihr in Leutstetten bei München 1643 ein Altartaferl gewidmet.

Diese drei heiligen Frauen werden sehr oft mit Quellen und Brunnen in Verbindung gebracht. Der Schönberg bei Leutstetten ist reich an frischen, klaren Quellen, die sich in das Flüsschen Würm ergießen, von welchem die letzte Eiszeit ihren Namen erhielt. Das uralte Quellheiligtum der drei Beten musste schließlich einer Kapelle für den Apostel Petrus weichen.






Doch das stört die Verehrerinnen der alten Göttin nicht, sie brauchen keine Kapelle, schließlich ist nichts schöner als Mutter Natur! Heute erlebt nicht nur der Heilwasserkult eine Renaissance, täglich füllen sich die Menschen kanisterweise das "Bethenwasser" ab, sondern auch der Kult der drei "Jungfrauen" wird neu belebt. Die Büsche rund um die Quelle werden mit bunten Bändern geschmückt, Wunschzettel, Schmuckstücke, Kerzen und Heilsteine werden um den Quelltopf ausgelegt. Und es wird sogar gemunkelt, dass die "fliegenden Frauen" hier wieder ihre Jahreskreisfeste und Rituale feiern!

Das Wasser der Bethenquelle soll den Augen zuträglich sein, den Blick schärfen und "…die Schleier des Vergessens und der geistigen Vernebelung lüften…" (Erni Kutter, der Kult der drei Jungfrauen, S.147).

artemisathene










Leserinnentext Heilen


Ist derzeit in Mode, frage mich immer wieder woher die vielen Heiler und Heilungsuchenden auf einmal kommen... vielleicht wurde ja endlich wirklich gemerkt, dass die Gesellschaft, so wie sie ist, weder für Menschen noch für die Erde erträglich ist.
Heilen ist "Sinn finden", erstmal seinen eigenen... und da gibt es in unserer Gesellschaft zwei Hauptprobleme:
Das eine ist, dass Beruf nicht mehr Berufung sondern nur noch Job ist... beliebig austauschbar die Leute… och, wenn du nicht ElektrikerIn werden kannst, weil gerade keine Lehrstelle da ist, oder nicht der richtige Schulabschluss dann wirst du eben FriseurIn..wenn sich der/die Betroffene SchülerIn nun wirklich für das Fach begeistert hat, wurde hier mit ein Genie umgebracht und ein Mensch dauerhaft heilungsbedürftig gemacht, ein Mensch der vorher an Körper, Geist und Seele gesund war... wem wurde er geopfert? Dem "Gott" der Gleichheit "Alle sind gleich", da ist es doch egal was aus dir wird, Hauptsache du hast eine Lehrstelle.
Das Besondere an jedem Menschen ist sein Heil-Sein, sogar seine Heiligkeit... Göttin hat für jedeN von uns eine Aufgabe und die ist was dich glücklich macht, die ist nicht austauschbar wie ein Paar Socken.
In Stammesgesellschaften findet sich bis heute selbstverständlich für jede Aufgabe jemand, der sie mit Freude erfüllt. Auch heute ist das so, auch für die moderne Zeit hat Göttin die Aufgaben verteilt und begabte und Genies für Alles geschaffen was nötig ist.. nur leider werden diese Muster von Schulsystemen , Modeströmungen usw. verschüttet, so dass das daraus entstehende Muster verformt und verbogen wird... genau wie das Muster des Jahreskreises durch christliche Feste verformt und verbogen wurde.

Das zweite Problem sind Ideologien, früher hießen diese besonderen "Geister", die viele Leute gleichzeitig erfassen, Dämonen… und genau so sind sie beim näheren Hinsehen auch. Spätestens wenn du merkst, dass dein eigenes Göttin-gegebenes Muster quer zu allen Ideologien verläuft, wirst du merken, dass Heilen manchmal auch heißt allein mit der Göttin zu sein, weil niemand etwas mit dir zu tun haben will. Vielleicht weil du nicht nur eine begabte Schamanin, sondern auch eine begabte Biotechnologin bist, was in den Augen fast aller Ideologen nicht zusammengeht, obwohl Göttin es wunderbar in dir zu vereinen wusste .
Das Aufbrechen dieser Verkrustungen und Verhärtungen ist Heilen, das Wiederfinden und Ausleben aller Gaben der Göttin in dir ist Heilen und den eigenen Blick über den Rand der Ideologien und derzeitigen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Wahrheiten ist Heilen.

Talkin Stone Woman







Im Jahreskreis:
Leserinnentext Novembernacht - Eine besondere Nacht



Ihr wißt ja alle, das Jahresrad dreht und dreht sich ... und schon ist der nächste Höhepunkt im Jahreskreis erreicht.

Natürlich sage ich nichts Neues: In der Zeit vom 31.Oktober bis um den Novembervollmond ist Ahnen-Gedenk-Zeit. Die Zeit von Samhain (Sommerende), Halloween, Allerheiligen, Allerseelen und Totensonntag ist da. Es ist die Zeit von Holles-Seelen-Fahrt, des Seelen-Zuges aller im Jahr Verstorbenen (Menschen,Tiere,Pflanzen) unter dem Mantel der Großen-Mutter-Göttin. Es ist wieder "Wilde-Jagd-Zeit", Fahrt-Zeit in die mütterliche, fruchtbare Unterwelt, Zeit der dunklen Alten. Die Tore zur Unterwelt sind weit offen, bevor sie dann "mit lautem Knall" bis zum Frühjahr wieder fest verschlossen werden.

Jetzt ist also wieder die Zeit, bewußt Abschied zu nehmen, bewußt zu gedenken. Es ist Zeit des Rückzugs.

Es ist die Zeit der fallenden Blätter, Sommerende und Beginn der dunklen Zeit. Nebelzeit. Die Tage sind merklich kürzer, ruhiger und kälter. Es ist Übergangszeit.

Jetzt gilt das besondere Augenmerk der Einhaltung des Gleichgewichtes im großen Kreislauf des Lebens von Werden-Vergehen-Werden. Lichter werden angezündet, als Wegweiser in der dunklen Nacht, um sich nicht zu verirren. Martinsgänse werden geschlachtet, eine Erinnerung an den Zins- und Zahltag und die notwendige Schlachtung für den Winter. Werden-und-Vergehen.

Die Kinder feiern fröhlich Halloween, Kürbisse leuchten.

Und, neben fröhlichem Trubel und Geschäftigkeit ist jetzt auch oder gerade trotz allem, auch die Zeit der besonderen -Nacht der Stille-. Diese Nacht zum Beginn der kalten Jahreszeit ist auch eine Weihe-Nacht der Göttin. So schreitet sie, neben Holles und Friggas-Fahrt und der alten Wodes-Jagd, als altslawische Göttin im norddeutschen Raum, als weise Alte, im dunkelblauen Mantel über das Land, bringt Stillstand, Ruhe, Dunkelheit und Frost. Sie breitet ihren dunklen Mantel des Schweigens über die Erde aus, als ein Geschenk an uns, von großer Kraft und Bedeutung. Denn diese Phase des Stillstandes ist die Quelle aus der das Leben sich erneuert, mit neuer Kraft, in neuer Form. Das ist jetzt in dieser Nacht ihre Gabe an das Leben, sich nicht zu verausgaben, seine Kraft nicht zu verlieren, innezuhalten, Atem zu schöpfen, Ruhe zu erleben. Keine Blume blüht ewig.


Früher glaubte man: Geht die Göttin jetzt über das Land, verharrt es aus Ehrfurcht. Alles ist leise. Mit weit geöffneten Armen segnet die Göttin die Erde, die Winde, die Wasser, die Feuer und die Ruhe aller lebenden Wesen. Die Feuer erlöschten und die alte Asche des Jahres wurde gesegnet über das Land verstreut. Vergehen-und-Werden.

Ohne Abschied gibt es keinen Neuanfang.

Auf das diese -Nacht der Stille- wieder klar und kraftschöpfend war/ist/sein wird in der hektisch schnellen Zeit.

Anni






Brunnenkresse, Nasturtium officinale





Die Brunnenkresse gedeiht nur in sauberem, langsam fließendem Wasser von Quellen, Bächen oder Flüssen. Sie bildet dichte Pflanzenteppiche. Die einzelne Pflanze wird 30-90 cm lang und ihre Zweige treiben im Wasser. Die Stängel sind hohl und tragen die eiförmigen, dunkelgrünen, dickfleischigen Blätter. Die Fiederblätter tragen fünf bis sieben Blattpaare. Die weißen Blüten sind in Doldentrauben ausgebildet und mit gelben Staubgefäßen besetzt. Blütezeit ist von April bis Juni. Brunnenkresse kann das ganze Jahr über geerntet werden, ist aber besonders im Frühjahr sehr beliebt wegen ihrer entgiftenden und "blutreinigenden" Wirkung.
Man kann Brunnenkresse im Garten selbst ziehen. Dazu säht man sie in einen Eimer oder eine Schale mit etwas Schlamm und sorgt für einen regelmäßigen Zulauf aus der Regenrinne oder einem Gartenbrunnen. Geerntet wird die Brunnenkresse dann mit der Schere, indem man die Pflanzenteile über der Wasseroberfläche abschneidet. Erntezeit ist von April/Mai bis September.









Inhaltsstoffe: Glukonasturtin, ein Senfglykosid, Phenylaethylsenföl, Niacin, Kalium, Eisen, Arsen, Jod, Bitterstoffe, die Vitamine A, B2, C, D und E und viele Mineralstoffe.
Besonders wichtig für den Geschmack, aber auch für die entgiftende Wirkung der Brunnenkresse sind die Scharfstoffe, die ätherischen Senföle.
Anwendung: die frische Brunnenkresse wird als Salat gegessen oder es wird ein Presssaft aus ihr gewonnen. Sie wird eingesetzt bei chronischer Müdigkeit, Schwächezuständen, Stoffwechselerkrankungen (Gicht, Rheuma), Lungenleiden, Husten, Hauterkrankungen, Leber- und Gallebeschwerden, Magen- und Darmstörungen, Blasen- und Nierenleiden, bei Verstopfung und nervöser Grundstimmung. Sie ist ein idealer Begleiter einer Frühjahrs-Entgiftungskur mit Wildpflanzen.
Nebenwirkungen: Leicht Reizungen von Magen und Darm können in seltenen Fällen auftreten, ebenso wie leichtere Nierenreizungen.

artemisathene








Praktisches
Heilstein-Wasser nach Hildegard von Bingen


Hildegard von Bingen hat das vierte Buch ihres Werkes "Physica" der Verwendung von Edelsteinen und Halbedelsteinen in der Medizin, aber auch in der Magie, gewidmet. Dabei gibt sie verschiedene Anweisungen, wie die Heilwirkung, bzw. die magische Wirkung der Steine zu erreichen sei. Neben dem "bei-sich-tragen" des Steines, dem Auflegen auf betroffene Körperareale und dem "in-den-Mund-nehmen", gibt sie auch Beispiele der Anwendung in Verbindung mit Wasser oder Wein. Oftmals lässt Hildegard die Steine in Wasser einlegen, manchmal aber auch von siedendem Wasser bedampfen.
Die folgenden Beispiele sind eine Auswahl aus den vielen Rezepten der weisen Klosterfrau. Alle Rezepte sind keine Heilmittel im klassischen Sinne, sie sind nicht ausreichend zur Behandlung der oft ernsten Krankheiten. Vielmehr möchte ich diese "Heilstein-Wasser" als Beispiele für mittelalterliche Heilmethoden vorstellen, die uns heute sehr fremd anmuten, aber beeindruckende Quellen der Medizingeschichte sind.

1.Beryll-Wasser
Als Mittel gegen Gift in Speise oder Trank: Hildegard rät Partikel von einem Beryll in Quellwasser oder anderes Wasser zu schaben und das Ganze sofort zu trinken. Dieses Getränk soll man 5 Tage lang morgens nüchtern trinken. Das Eliminieren des Giftes aus dem Körper erfolge dann über Erbrechen oder über den Stuhlgang.

2.Chrysopras-Wasser
Gegen Besessenheit (Wahnsinn/Verwirrtheit): Wasser über einen Chrysopras in ein Glas gießen und dabei eine Beschwörung murmeln. Zum Beispiel (frei nach Hildegard): "Ich, oh Wasser, gieße dich über diesen Stein mit jener Kraft, mit der Sonne und Mond über den Himmel ziehen." Das Wasser soll daraufhin von dem "Besessenen" getrunken werden und das über 5 Tage.

3.Amethyst-Wasser
Gegen Hauterkrankungen: Wasser erhitzen und den Stein von dem Wasserdampf bedampfen lassen, bis das Kondenswasser von dem Stein ins Gefäß tropft. Dann den Amethyst in das Wasser legen. Mit diesem Wasser die Haut waschen "…und das tue er oft, und er wird eine zarte Haut und eine schöne Farbe im Gesicht haben" (Physica, S.321).

4.Achat-Wasser
Gegen Insekten-Stiche: Wasser erhitzen und den Stein von dem Wasserdampf bedampfen lassen, bis das Kondenswasser von dem Achat ins Gefäß tropft. Dann diesen für eine Stunde in das Wasser legen. Nun das Achat-Wasser für Umschläge auf dem betroffenen Hautareal benutzen.
Gegen Epilepsie: Einen Achat drei Tage lang, bei Vollmond, in Wasser legen. Am vierten Tag den Stein herausnehmen, das Wasser bis kurz vor dem Siedepunkt erhitzen. Mit diesem Wasser bis zum Neumond alle Speisen kochen. Auch in jedes Getränk (Wasser oder Wein) soll der Betroffenen einen Achat legen. Diese Prozedur soll 10 Monate lang durchgehalten werden.
Gegen das Schlafwandeln: wie bei Epilepsie, allerdings nur während der kritischen Tage und dann über 5 Monate hinweg.

5.Diamanten-Wasser
Gegen Gicht, Gelbsucht oder die Folgen eine Schlaganfalls: eine Diamanten einen Tag lang in Wasser einlegen und dieses dann trinken.

6.(Berg)Kristall-Wasser
Gegen Magen-, Bauch- und Herzschmerzen: Einen Kristall in die Sonne legen, damit er sich erwärmt. Dann Wasser über den warmen Stein gießen und eine Stunde ziehen lassen. Dieses Kristall-Wasser oft gegen die Schmerzen trinken.

Aus: Heilkraft der Natur, "Physica" der Hildegard von Bingen, Pattloch Verlag


artemisathene







Aufgelesen
Buchrezension:
Göttinnen-Kalender 2008



Für das kommende Jahr ist im Aquamarin-Kalender Verlag ein Taschebuchkalender mit dem Titel: "Göttinnen Kalender 2008 – Leben mit der Kraft der Göttin" erschienen. Er kostet 7,95 € und hat ein praktisches Handtaschenformat. Pro Doppelseite ist eine Kalenderwoche repräsentiert, beginnend mit dem Sonntag (!), wofür der Autor eine sehr fadenscheinige Begründung gibt: "Sonntag ist der Göttinnen-Tag". Ach ja? Neben einer Jahresübersicht, einem Ferienkalender und einem (wie ich finde überflüssigen Namenstage-Kalender enthält das Büchlein ein Kapitel mit 12 Göttinnen-Portraits, die hier mit dem Horoskop verknüpft werden: Widder – rote Tara, Stier – Demeter, Jungfrau - Maria usw. Diese Einteilung erscheint mir sehr subjektiv und nicht wirklich stimmig zu sein. Des weiteren sind in die Kalenderwochen Göttinnenbilder und Sinnsprüche eingefügt, die einer Göttin zugeordnet werden. An manchen Kalendertagen werden Feste bestimmter Göttinnen angekündigt, diese entsprechen aber selten der Wahrheit: es gab keine Göttin Lupercalia, das gleichnamige Fest war ein Fest des männlichen Gottes Faunus. Die Feste der griechischen Göttinnen Aphrodite und Hekate sind am Mondkalender orientiert und entsprechen für das Jahr 2008 (außer für Demeter) nicht den Angaben des Göttinnen-Kalenders. Einzig die Festtage der aufgeführten römischen Göttinnen entsprechen zumindest größtenteils dem römischen Festkalender, allerdings ist auch hier die Auswahl wieder sehr subjektiv, wie übrigens auch bei den keltischen Göttinnen, von denen nur Brigit, Cerridwen und Epona aufgezählt werden.

Den Abschluss bildet eine Abhandlung über Räucherungen, die auf die jeweiligen Göttinnen bezogen werden. Hier kommt mir die Auswahl sehr plakativ und wenig passend vor. Außerdem findet sich dort ein Rezept zu einer "Göttinnen-Sieben-Kräutersuppe", eine Abwandlung des klassischen Rezeptes der bekannten "Neun-Kräuter-Suppe".
Lobend erwähnen will ich den Menstruationskalender, der in der hinteren Umschlagseite Platz findet, das ist eine sehr sinnvolle Einrichtung für die Leserinnen, ob allerdings die männlichen Leser (die es sicherlich auch geben wird) damit etwas anfangen können?

Fazit: Leider kein gelungenes Beispiel eines "Göttinnen-Kalenders". Aber vielleicht Ansporn für andere, es besser zu machen!

artemisathene







Leserinnenbrief:
Erscheinungsbild und Auftreten der Göttin Holle



Fortsetzung des Artikels "Wie ich zur Göttin Holle kam", Schlangengesang 23

Diese Göttin hat viel Namen: Holda, Hulda, im Alpenraum auch unter Percht, Berchta, Berta; im nordeuropäischen Sprachraum unter Hulda bekannt.
Meine Oma hieß mit Vornamen Hulda, wodurch dieser Name mir sehr lieb ist und ich die Göttin gerne so nenne.
Der Holunderstrauch ist ihr Wohnort (Holuntar für Holunder ist althochdeutsch und bedeutet Baum der Holle).

Sie zeigt sich als alte und junge Göttin – ganz wie es ihr beliebt. Ihre Zeichen sind der Wind, der Schnee und vielleicht auch der Hagel. So macht sie auf sich aufmerksam.
Wenn man still ist und viel Geduld hat, so habe ich den Eindruck, kann man sie hören und spüren. Vor allem an Waldrändern, unter Apfelbäumen, in Berggegenden und Mulden.

Der Hollerbusch (Holunder) war der Lieblingsstrauch der germanischen Göttin, welcher eine herausragende Heilkraft zugesagt bekommt.
Die Beeren sind reich an Vitamin C und enthalten auch die VitamineA, B1 und B2.
Der säuerliche Geschmack kommt durch die Apfel- und Zitronensäure.

Ich möchte noch auf ein Kapitel in dem Buch : "Die gestürzte Göttin" von Sonja Rüttner-Cova hinweisen. Auf der Seite 120 findet man den Abschnitt "Die Herbst-Holla".
Ein ganz toller Bericht über das Erscheinungsbild der Göttin Holle.



Zugangsmöglichkeiten zur Holle

Ich denke hierbei muss jeder für sich selber herausfinden, wie er am besten und leichtesten Kontakt zur Göttin aufnehmen kann. Es sind wohl Erfahrungen, die hier eine Rolle spielen.

Oft hört man von den Rauhnächten (21.Dez.- 6.Januar). Und auch ich kann in dieser Zeit die Holle am leichtesten spüren und einen Kontakt herstellen. Ich denke, diese Zeit eignet sich sehr gut, wenn man in dieses Thema einsteigen und sich intensiver damit befassen möchte.

Rauhnächte – Es gibt 12 Rauhnächte
Wie bereits erwähnt, beginnen mit dem 21. Dezember die Rauhnächte.
Das Wort Rauhnacht leitet sich von Rauchnacht ab – in den Rauhnächten war bzw. ist es mancherorts üblich, Haus und Stall auszuräuchern.
Die Rauhnächte waren bei unseren Vorfahren heilige Nächte. Während dieser Zeit wurde möglichst nicht gearbeitet (z.B. nicht geputzt), sondern nur gefeiert und in der Familie gelebt. Die letzte Rauhnacht endet am 5.Januar um 24 Uhr. Diese Nacht ist eine besondere Nacht – die "Holle-Nacht".

Holletopf
Ich habe mir vor einiger Zeit einen Holletopf gemacht. Dieser kann verglichen werden mit einem Ahnentopf.
Man sucht sich ein passendes Gefäß, füllt etwas Erde hinein und Dinge, die man mit dieser Göttin verbindet oder einem wichtig sind. So hat man die schöne Möglichkeit vor diesem Topf zu meditieren und einen Kontakt zur Göttin herzustellen.

Holunder Tee
An machen Tagen, wenn ich müde und lustlos bin, trinke ich gerne Holunder Tee oder Holundersaft, um abschalten zu können und Stress loszuwerden.

Ansonsten sollte man es einfach mit einem Spaziergang versuchen, das hilft meiner Meinung nach immer.

Shayana





Netze weben
Links und Infos

Individuelle Gewandungen und Roben nach Maß

Noch auf der Suche nach einer entsprechenden historischen Gewandung für den Mittelaltermarkt oder nach einer zeremoniellen Robe für Rituale?

Ich nähe nach Maß und nach persönlichen Vorstellungen Unikate und Gewandungen in Serie. Dabei versuche ich stets die kostengünstigste Variante zu finden.

Interesse? Dann melde dich unter bloodylil@yahoo.de und wir schauen mal, ob wir etwas für dich machen können. :)






Kalender

Der Schlangengesang – Göttinnenkalender


Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine Lebensaufgabe.

Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.

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Feiertage im November

Im Jahreskreis der alten Griechen teilten sich die Mondmonate Pyanepsion und Maimakterion die Zeit unseres diesjährigen Novembers. Der Name Pyanepsion kommt vom gleichnamigen Fest zu Ehren der Göttin Artemis und ihres Bruders Apollon sowie der Horen (Personifikationen der Jahreszeiten). Maimakterion leitet sich von einem Beinamen der Zeus her und bedeutete soviel wie der zürnende, tobende Zeus. Das Fest mit gleichem Namen (Maimakteria) stand für den Winteranfang, ein genaues Datum dafür ist aber nicht überliefert.

Der November ist im römischen Kalender der neunte Monat des Jahres. Begonnen wurde die Zählung mit dem März.

Nebelung war die germanische Bezeichnung für den Monat November. Damit wird ein nebel- und windreicher Monat bezeichnet. Die Indogermanische Sprachwurzel Nebh bezeichnet Feuchtigkeit, Dunst und Nebel.

1.November: Löwe, abnehmender Mond
Tag der Banschees, der Geister aus der Anderswelt in der keltischen Religion. In Irland wird noch teilweise ein Brauch dazu zelebriert. Man legt den Verstorbenen Äpfel auf die Gräber als Symbole für den ewigen Kreislauf aus Geburt – Tod – Wiedergeburt. Banshee kommt etymologisch von ban = Frau und sidhe = Fee.
Quelle: Edain Mccoy: Die keltische Zauberin

Geburtstags-Fest der schottischen Göttin Cailleach. Ihre Herrschaft als Wetter- und Sturmgöttin, Zerstörerin und wilde Furie, die jedes aufkeimende Frühlingsblatt mit ihrem Zauberstab zu zerstören sucht, beginnt am ersten November. Sie endet, je nach Überlieferung an Imbolc, 2.Februar, oder sogar erst an Beltane, 1.Mai. (Mehr zu Cailleach im schlangengesang 8/04)
Quelle: http://www.mysteriousbritain.co.uk/folklore/calleach.html

wohl auch Festtag einer schottischen Göttin mit Namen Nicneven. Als Totengöttin reitet sie ähnlich wie Hel in den dunklen Monaten durch unsere Welt um Seelen einzusammeln.
Quellen: einzige Quellen, unsicherer Qualität:
http://www.sacklunch.net/mythology/N/Nicneven.html

In Mexico: Opfer an die aztekische Liebesgöttin Xochiquetzal. Göttin der Frauen, des Handwerks, des Tanzes, Gesanges und der Blumen, Schmetterlinge und Vögel. (Siehe Schlangengesang (24/07)
Quelle: http://mexiko-lexikon.de/mexiko/index.php?title=Xochiquetzal

09./10. Novermber = 29.Pyanepsion: Skorpion, abnehmender Mond
Khalkeia: griechisches Fest für den Schmiedegott Hephaistos und die Göttin Athene Ergani. Es war ein Fest der Handwerker, der Waffenschmiede aber auch der Weber (Ergastinai), die an diesem Tag mit der Arbeit an dem Peplos begannen, das Athene an den Panathenaien zum Geschenk gemacht wurde.
Quelle: (5), http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

13.November: Schütze, zunehmender Mond:
Festtag der römischen Göttin Feronia. Sie war die Göttin der Wälder, Heilquellen und Heilkräuter. (Siehe Text im schlangengesang 5/04)
Quelle: (4), Barbara Hutzl- Ronge Feuergöttinnen und Sonnenheilige

13.-16. November: Isia: Fest der Aussaat und des Keimens im alten Ägypten und in Rom vor der Kaiserzeit. (siehe auch Oktober)
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar:
1.11.Pomona, römische Apfelgöttin, 6.11. Göttin Tiamat, 16.11 Nacht der Göttin Hekate, bzw. der Diana Lucifera, 18.11. Ardvi-Sura Anahita, persische Göttin, 28.11. Sophia

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar

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Feiertage im Dezember

In der antiken griechischen Welt war der Dezember für dieses Sonnenjahr mit den beiden Mondmonaten Maimakterion und Poseideon besetzt. Maimakterion leitet sich von einem Beinamen des Gottes Zeus her und bedeutet soviel wie der zürnende, tobende Zeus. Das Fest mit gleichem Namen (Maimakteria) stand für den Winteranfang, ein genaues Datum dafür ist aber nicht überliefert. Poseideon hat seinen Namen zu Ehren des Meeresgottes Poseidon. Es gab je nach Bedarf, abhängig von der Übereinstimmung Mondjahr/Sonnenjahr ein bis zwei Monate mit Namen Poseideon.

Im römischen Reich war der Dezember der zehnte Monat (decem = zehn) nach dem März, dem offiziellen Jahresbeginn.

Im germanischen Kulturkreis hieß dieser Monat Julmond. Benannt nach dem, zu dieser Zeit stattfindenden, Julfest. Die Silbe "Jul" bedeutet wohl soviel wie "dunkel" und bezeichnet damit die dunkelste Zeit des Jahres, die Zeit vor der Wintersonnenwende.
Alte Namen wie Heilagmanoth, Heiligmond, Heilsmoat etc Weihnachtsmonat, Julmanoth/mond/monat zeigen auf das größte germanische Fest, das Julfest. Wolfmonat/mond stehen Symbolisch für die Dunkelheit die das Licht verschlingt.
Quelle: Gardenstone, germanischer Götterglaube

3. Dezember: Waage, abnehmender Mond
Fest der römischen Göttin Bona Dea: Fest der "guten Göttin der Gerechtigkeit", Göttin der Fruchtbarkeit, der Heilpflanzen, der Heilkunde und evtl. auch der Prophetie. Es war ein reiner Frauenfeiertag, Männer hatten bei den Feierlichkeiten keinen Zutritt.
Quellen: (2), (4)

12. Dezember: Steinbock, zunehmender Mond
Fest der alten Azteken-Göttin Tonantzin, heute verehrt als "our lady of Guadaloupe" in Mexiko. Der heutige Marienkult geht ganz eindeutig auf eine frühere Verehrung der Fruchtbarkeitsgöttin Tonantzin zurück.
Quellen: AZTEC RELIGION - (C)1997-99 Thomas H. Frederiksenn
http://www.awakenedwoman.com/tonantzin.htm

13. Dezember: Wassermann, zunehmender Mond
Fest der heiligen Lucia in Schweden: ob sie eine Heilige aus Sizilien im 3. Jahrhundert n.u.Z. war oder doch eher die Christianisierung der Diana Lucifera, der römischen Hekate, sei dahingestellt. Heute tragen die Mädchen in Schweden an diesem Tag als "Lichterköniginnen" ein weißes Gewand und auf dem Kopf einen Kranz aus Preiselbeerzweigen mit Kerzen darauf. Mit feierlichen Gesängen wird die Rückkehr des Lichtes gefeiert.
Quellen: http://www.sverige.de/lexi/lexi_feie.htm
http://www.schwedenseite.de/kultur_feste_lucia.shtml

17. -23. Dezember: Saturnalien: ausgelassenes Fest im antiken Rom. Die Standesunterschiede waren für diese Tage aufgehoben. Der Sklave konnte vom Herrn bedient werden.
Quelle: http://www.uni-leipzig.de/~geschalt/pag/saturn.html

19. Dezember: Widder, zunehmender Mond
Opalia: römisches Fest zu Ehren der Göttin Ops Mater/Ops Consiva, Göttin des Erntesegens, des Überflusses und des Reichtums, Schutzgöttin der Neugeborenen, aber auch Kriegsgöttin. (siehe Text im schlangengesang 2/03)
Quellen: (2), (4)

21. Dezember: Stier, zunehmender Mond
Angeronalia/Divalia: Fest der römischen Göttin Angerona, Göttin des Schweigens und eine der Schutzgöttinnen Roms, Göttin der Geheimnisse und Todesgöttin, Göttin der Wintersonnenwende, des neuen Jahres und wahrscheinlich auch der Fruchtbarkeit. Befreierin von Ängsten und Kümmernissen, sowie von der Krankheit "angina"
Quellen: (2), http://www.pantheon.org/articles/a/angerona.html

Dieser Tag wird bisweilen auch als Divalia bezeichnet. Damit werden die an diesem Tag stattfindenden Feierlichkeiten zu Ehren der römischen Dea Dia bezeichnet, der gemeinsam mit der Göttin Angerona geopfert wurde.
Quelle: http://www.uni-leipzig.de/~geschalt/pag/saturn.html

Zwischen dem 21. und 25. Dezember: Jul-Fest: aus dem Altgermanischen bzw. angelsächsischen Sprachraum: "Kinder-Tag", Mittwinterfest. Wiedergeburt des Gottes Baldur. Dieser Tag bzw. Abend heißt auch Wolfsmond oder Weihemond. Oft wird dieses Fest auch Mittwinter genannt.
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube

23. Dezember: Zwilinge, zunehmender Mond
Larentalia: römisches Fest der Acca Larentia, einer Göttin um die sich viele Sagen ranken. Das Fest wurde am Grabe der Larentia auf dem Palatin gefeiert.
Quelle: (2), (4)

24. Dezember: Krebs, Vollmond
"Modraniht": Nacht der Mutter bzw. Mütter: aus dem angelsächsischen Raum bekanntes Fest zur Verehrung der Mütter, das wahrscheinlich den Beginn des neuen Jahres bedeutete. Die Geburt des Sonnengottes durch die Muttergöttin.
Quelle: http://www.englishheathenism.homestead.com/textmothers.html

Ursprünglich der Tag der Juvenalien: Fest der Göttin Juventus, Personifikation der Jugend. Fest der Kinder und jungen Leute im alten Rom. Eingeführt von Nero mit Schauspielen und Gladiatorenkämpfen. Später wurde das Fest auf den ersten Januar verlegt, um die sprichwörtliche Jugend des neuen Sonnenjahres zu feiern.
Quellen: http://www.wilsonsalmanac.com/book/dec24.html

25. Dezember: Krebs, abnehmender Mond
Geburtstag des Gottes Mithras bzw. Geburt des Sonnenheros. Fest der unsterblichen Sonne "sol invictus". Im spätantiken Rom der höchste Feiertag, deshalb wurde er sicher auch später umgedeutet in den Geburtstag von Jesus Christus.
Der Tag der Wintersonnenwende wurde in Rom auch Bruma genannt.
Quelle: http://www.cs.utk.edu/~mclennan/BA/SF/WinSol.html

Festtage mit ungesichertem Datum:
"halkyonische Tage": Gedenken an die Nymphe/Pleiade Alkyone, die in einen Eisvogel verwandelt wurde. (Siehe Text im Schlangengesang 20/06)
Quelle: Ovid: Metamorphosen, http://de.wikipedia.org/wiki/Alkione, Robert Ranke-Graves: Griechische Mythologie

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar:
8.12. Tag der Astrea, 27.12. Fest der Göttin Marimba, 25.12. Fest der Atargatis, 31.12. Fest der Sekhmet

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

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Feiertage im Januar

Zum griechischen Januar gehören die Mondmonate Poseideon und Gamelion. Letzterer ist benannt nach dem Hochzeitsfest, dem "hieros gamos" der Göttin Hera mit Göttervater Zeus. Dieses Fest wird oft auch Theogamia genannt. Dieses Jahr fällt es allerdings in den Februar.

Der römische Monat Januar ist benannt nach dem zweigesichtigen Gott Janus. Er hat ein altes und ein junges Gesicht und blickt somit ins alte wie ins neue Jahr.

Im germanischen Gebiet hieß dieser Monat Hartung, nach dem hart gefrorenen Schnee. Das Wort bedeutet im Althochdeutschen in etwa "sehr" oder "viel" (Schnee oder Kälte). Die Wurzel "hart" ist indoeuropäischen Ursprungs.

1.Januar:
Eröffnungsfest des Tempels der Göttin Fortuna Omnium in Rom. (mehr dazu siehe Schlangengesang 8/04)
Quelle: (4)

Ebenso am 1.Januar: Fest der japanischen sieben Glücksgottheiten, darunter Benten, die für Musik, bzw. für die Künste im Allgemeinen zuständig ist. Man betet zu ihr aber auch um mehr Geld.
Quelle: http://homepage.univie.ac.at/bernhard.scheid/rel_vo/ikon/7fuku.htm
http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8269.html

Tag der Juvenalien: Fest der Göttin Juventus, Personifikation der Jugend. Fest der Kinder und jungen Leute im alten Rom. Eingeführt von Nero mit Schauspielen und Gladiatorenkämpfen. Ab dem Ende des 1. Jahrhunderts nach der Zeitrechnung wurde das Fest auf den ersten Januar verlegt, um die sprichwörtliche Jugend des neuen Sonnenjahres zu feiern.
Quellen: http://www.wilsonsalmanac.com/book/dec24.html

4./5. Januar = 26. Poseideon:
Haloa: griechisches Fest zu Ehren der Göttinnen Demeter und Persephone sowie des Gottes Dionysos (evtl. identisch mit dem Koreion-Fest).
Quelle: (5), (6)

5./6. Januar:
Koreion: Festlichkeiten zu Ehren der Kore-Persephone. Es ist eine Feier zum Beginn des Vegetationsjahres, Kore ist der Jungfrauenaspekt der Erntegöttin, die Kornjungfrau.
Quelle: http://www.beliefnet.com/story/2/story_264.html

6. Januar:
Feste der Göttin Holle, der Perchten, und von La Befana, Epiphania-Tag, Festtag der drei Bethen.
Quelle: Schlangengesang 2 -03,
www.nebelpfade.de/artikel/6terjanuar

6./7. Januar:
Fest der keltischen Göttin Morgane/Morrigan, einer Triadengöttin, die aus den drei Göttinnen des Krieges, der Schlacht und des Todes besteht. Schicksalsgöttin.
Quelle: die keltische Zauberin, Edain McCoy

07.Januar:
St.Distaff´s Day: Wohl das Fest der Göttin Frigga als "Spinnerin". Die stellare Konstellation des Orion in dieser Zeit ist auch bekannt als "Frigga´s Distaff". An diesem Tag nahmen die Frauen nach der Pause der Raunächte / Weihnachtszeit das Spinnen wieder auf. Dazu gab es verschiedene Bräuche. (siehe Text im Anhang)
Quelle: http://www.jpc-artworks.com/gallery/wintersolstice/giftbringers5.html

09. Januar:
Agonalia: römisches Opferfest: zu diesem Fest wird wohl nicht nur eine Gottheit geehrt, sondern den meisten Göttern des römischen Pantheon "ihr" Opfertier dargebracht: Schwein für Ceres, Hirschkuh für Diana, ein Hahn für die Göttin der Nacht (Selene, Nyx oder Hekate?)
Quelle: (1)

11. und 15. Carmentalia:
2-tägiges Fest der Göttin Carmentis oder Carmenta: etruskischer Herkunft: Göttin der "Carmina" = der Lieder, Prophetin und Geburtsgöttin, verantwortlich für die Ortsbestimmung der Gründung Roms (laut Sage), Quellgöttin
Ebenso Festtag der römischen Quellgöttin Juturna.
Quelle: (1), (2)

16.Januar:
Festtag der römischen Göttin Concordia: Personifikation der Eintracht.
Quelle: (1)

16./17. Januar bzw. 8. Gamelion:
Opfer im antiken Griechenland an die Nymphen sowie an Apollon Nymphogetes, und Apollon Apotropeus.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

17./18. Januar bzw. 9. Gamelion:
Opfer an die griechische Göttin Athene im antiken Erchia.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

Zwischen dem 24.-27. Januar: Feriae Sementivae: "Saatferien": auch Paganalia genannt: nach Ovid war es ein ländliches Fest zu Ehren der Göttin Tellus Mater und der Göttin Ceres.
Ihnen wurden nach der Aussaat des neuen Getreides Kuchen geopfert und "Fleisch ausgesät". (Siehe Gebet im Schlangengesang 9/05)
Quelle: http://www.villaivlilla.com/GensSempronia/tellus.htm
http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_myth_gods_grecoroman_tellus.htm

30. Januar:
Fest der römischen Friedensgöttin Pax mit Lorbeerkränzen, Weihrauchopfer und einem Tieropfer eines "schneeweißen Tieres", das vor der Opferung mit Wein besprengt wird.
Quelle: (1)

20.-25.Januar bzw.12.-15. Gamelia:
Lenaia: Griechisches Fest für Dionysos und die Mänaden. Außerdem wird der Erigone gedacht. Diese Tochter eines Weinbauers wird von Dionysos mit einer Weintraube verführt und erhängt sich nach dem Mord an ihrem Vater. Zeus versetzt sie als Sternbild "Jungfrau" an den Himmel.
Quelle: (6), Schlangengesang 14/05
Die Frau im alten Griechenland: Julia Iwersen

31.Januar:
Fest der keltisch-irischen Göttin Brigantia / Brigid. Als "Lichtbringerin" und schöne Jungfrau beendet sie in dieser Nacht die dunkle Herrschaft der Göttin Cailleach (nach anderen Quellen erst zu Beltane).
Quelle: http://www.wilsonsalmanac.com/book/jan31.html
Schlangengesang 1/04 Text zu Brigid

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 2. Januar, Inanna, 6.Januar: kelt. Göttin Sirona, 7.Januar: Sekhmet (Ägypten)

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

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Veranstaltungen


An heiliger Stätte

Römische Kulte und Heiligtümer an der Saar
vom 20. Mai 2006 bis 31. Dezember 2007
Ausstellung im Museum für Vor- und Frühgeschichte Saarbrücken
Eintritt frei
Öffnungszeiten:
Di, Do-So von 10.00 bis 18.00 Uhr
Mi von 10.00 bis 22.00 Uhr

Tel.: 0681/95405-0
www.vorgeschichte.de
info@vorgeschichte.de

Zur Ausstellung

In der modernen Gesellschaft steigt das Interesse an Kulten und Ritualen. Wir sind fasziniert von fremden, fernen, exotisch anmutenden Religionspraktiken, die auch einen gewichtigen Punkt unserer kulturellen Vergangenheit ausmachen. Welche Gottheiten verehrten die Menschen im Saarland vor 2000 Jahren und wie zollten Sie Ihnen Tribut?

Die Ausstellung gibt Einblick in die regionale römische Vergangenheit mit ihrer Götterwelt, ihren Kultstätten und Praktiken. Die religiösen Verhältnisse in der römischen Provinz wurden von einem Nebeneinander verschiedener Kulte und Glaubensformen gekennzeichnet - von regionalen galle-römischen Mischformen bis hin zu orientalischen Mysterienkulten. An heiligen Orten in der Natur, an Tempelanlagen und Hausaltären wurden Opfer dargebracht sowie Rituale abgehalten. Zahllose kleine Götterstatuetten aus Ton und Bronze fanden Verbreitung, zahllose Ehren und Weihedenkmäler Aufstellung. Im Gegensatz zur christlichen Religion war die Beziehung der Römer zu ihren Göttern tief greifend von formalen Kriterien bestimmt.

Heute sind es in erster Linie archäologische Funde, die von vergangenen Götterwelten und deren Verehrung berichten. In der Präsentation vermitteln neben Originalen zudem verschiedene Informationsmedien anschaulich die Kontexte und Inhalte.





Isis - eine Göttin im Wandel der Zeit
02.12.2007


Vortrag von Stephanie Wohlers

Die Fachschaft Klassische Archäologie bietet wöchentlich sonntags Führungen durch das Museum oder Diavorträge zur antiken Kultur im Hörsaal des Hauses an. Der Förderverein des Akademischen Kunstmuseums, der Verein von Altertumsfreunden im Rheinland sowie die Stadt Bonn fördern diese Veranstaltungen.


Veranstaltungsort:
Akademisches Kunstmuseum, Antikensammlung der Universität Bonn, Hörsaal
Am Hofgarten 21
53113 Bonn

Öffnungszeiten Beginn ist um 11:15 Uhr

Eintritt 1,50 € pro Person
Schüler und Studenten haben freien Eintritt

Kontakt:
Fachschaft Klassische Archäologie
Name: Kala Drewniak
Telefon: 0228 / 73 -5011
Fax: 0228 / 73 -7282
E-Mail: archinst@uni-bonn.de

Veranstalter:
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Regina-Pacis-Weg 3
53113 Bonn
Telefon: 0228-73-7647
Fax: 0228-737451
E-Mail: presse.info@uni-bonn.de
Internet: http://www.uni-bonn.de/
Ansprechpartner / Ansprechpartnerin
Dr. Andreas Archut





Cambra Skadé - Am Feuer der Schamanin
4. November – 26. Februar 2008


Cambra Skadé hat zwei Sommer den sibirischen Altai bereist und mit den Taigaschamaninnen gelebt. Die Bilder der Ausstellung sind aus diesen Reisen entstanden. Sie stellen eine Verbindung aus Fotografie und Gemaltem dar. Alte sibirische Bilder und eine persönliche Symbolik verweben sich zu einer eigenen Sprache. Symbolhaft und figurativ zeigt sich die Welt der Schamaninnen, der Rituale, der Geister. Die Bilder erzählen von Schneebergen, Steppenweite, langen Wintern, von der Taiga. In der Verbindung von Farben, Papier, und Textilem fließen schamanische Mythen und eigene Reisegeheimnisse zusammen.

Buch zur Ausstellung
Luisa Francia - Orakel
Samstag 1.12.2007


Es geht um die dunklen Seiten der weiblichen Kraft, um die Klarheit des Blickes und die Entschlossenheit. Wir träumen und tanzen uns in die Dunkelheit, die, notwendige Ergänzung zum Licht ist. Orakel führen uns in die Macht unserer Kraft. Bringt Rasseln, Trommeln, Tücher und Schmuck mit.

Seminar für Frauen
1.12.2007, 10.00 – 17.00 Uhr, Euro 70,–

frauen museum wiesbaden
Wörthstaße 5
65185 Wiesbaden
Telefon 0611.308 17 63
Fax 0611.37 86 60






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V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Thulestraße 7, 13189 Berlin

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