Rundbrief für Göttinnen- Spiritualität

Hallo,

Herzlich Willkommen zur 23ten Ausgabe des Schlangengesangs.

Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
Annika, ArtemisAthene, Caitlin, Gwenhwyfar, Gan-Chan, jana, Karmindra, Lilia, Medea La Luna, Nebelweib

 



Inhaltsverzeichnis

Göttin:
- Diana

Thema:
- Gedichte und Gebete an die Göttin Diana
- Meine Erfahrungen zur "jungen Göttin"

Praktisches:
- Yoga Übung Amazone

Pflanze:
- Wasserdost

In der Welt:
- Göttinnen und Frauen in der Inkakultur

Aufgelesen:
- Buchrezensionen:
 Die Hüterin von Avalon
  Mittsommer
- Leserinnenbriefe
 Der Heilige See
 Wie ich zur Göttin Holle kam

Netze weben:
- Ankündigung
- Links
- Kleinanzeigen

Kalender:
- Feiertage
- Veranstaltungen

- Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden
 



Göttin:
Diana - jungfräuliche Jägerin und Herrin der Tiere


Den jungfräulichen Aspekt der großen Göttin repräsentiert wahrscheinlich keine Göttin so deutlich, wie die italische Diana. Sie hat in ihrem Erscheinungsbild und ihren Zuständigkeiten wohl starke Ähnlichkeit mit der griechischen Artemis, weshalb sie von diversen Autoren gleichgesetzt werden. Dianas göttliche Eltern sind Jupiter und Latona (griechisch Leto).

Der Name Diana lässt sich auf "dium" zurückführen, was in etwa "heller Himmel" bedeutet und ihre Rolle als Mondgöttin und Schwester des Sonnengottes Apollo verdeutlicht. Wie keine andere verkörpert sie die Eigenschaften der jungen Göttin: sie ist jugendlich, schön, kraftvoll und mutig, unabhängig, stolz und mächtig. Sie wird verehrt als Göttin der Jagd und der wilden Tiere, als Mondgöttin und Göttin der Magier und Hexen, als Heilerin und Hebamme, als Beschützerin der Gebärenden und der Kinder. Wie Artemis trägt Diana aber auch den Aspekt der Fruchtbarkeitsgöttin in sich, obwohl sie keusch lebt und selbst keine Kinder gebiert. Diana verzichtet auf die Ehe, sie bleibt ungebunden und umgibt sich stattdessen mit einer großen Zahl von Nymphen. Von Ihrem Vater Jupiter wünscht sie sich als Geschenk die Jungfräulichkeit, sprich die sexuelle Ungebundenheit.



Zu den einzelnen Aspekten der Göttin:



1. Diana als Göttin der Jagd und der wilden Tiere.
In der Antike wird Diana als Jägerin abgebildet. Sie trägt in den meisten Fällen eine Tunika, die maximal bis zum Knie reicht. Damit hat sie die nötige Bewegungsfreiheit, sie kann dem Wild nachstellen, rennen und Hindernisse überwinden. Die kurze Tunika war an sich eine Bekleidung der Männer und Kinder. Frauen trugen sittsam lange Kleider und Mäntel, sowie Schleier. Häufig sind Dianas Haare offen oder nur leicht von einem Band zusammengehalten. "Fesselnd schlang sich ein Band um das kunstlos liegende Haupthaar" (Ovid, Metamorphosen). Damit offenbart sie ihre Unabhängigkeit. Die verheiratete Frauen trugen die Haare hochgesteckt oder zu Zöpfen geflochten, in der Öffentlichkeit sogar bedeckt durch den Mantel und den Schleier.
Dianas offensichtlichstes Symbol sind ihre Waffen: Lanze oder Pfeil und Bogen, sowie die Jagdhunde, die sie zumeist begleiten. Tiere, die der Diana heilig sind und oft mit ihr dargestellt werden, sind neben den Hunden: Hirsche, Wölfe und Wildvögel. Die trächtige Sau ist der Diana Lucina geweiht.
Quellen und Wälder, sowie die ursprüngliche Natur, sind die Plätze der Diana. Ihre Tempel und heiligen Bezirke verfügen in der Regel über einen heiligen Hain. Zu Festtagen werden dort Fackelläufe veranstaltet. Quitte, Granatapfelbaum, Pinie und Eiche sind der Göttin heilig, sie werden als "Glückliche Bäume" bezeichnet.
Auch Grotten, Quellen und Teiche sind heilige Plätze der Göttin. Baum-, Berg- und Quellnymphen sind ihre ständigen Begleiterinnen. "Wie am Eurotas oder auf hohem Kynthos Diana anführt den Reigen der Bergnymphen, die ihr zu Tausenden folgen, wimmelnd in Scharen sich tummeln, sie aber geschultert den Köcher trägt und im Zuge über die Göttinnen alle hinausragt, dabei im Stillen herzliche Freude empfindet."… (Vergil, Äneis).
Der Priester des Diana-Heiligtums in Latium, am See Nemi, war seit je her ein entflohener Sklave, er wurde als "Waldkönig", Rex Nemorensis, bezeichnet. In einem Zweikampf um die Nachfolge, focht er mit seinem jeweiligen Vorgänger und erschlug diesen mit einem Ast. Sueton berichtet davon. Dieser Bericht erinnert an die Machtkämpfe der Herrscher um die Gunst der jeweiligen Landesgöttin (siehe Heide Göttner-Abendroth, "die Göttin und ihr Heros"). Entflohenen Sklaven (sog. "Hirschen") gewährte die Göttin Asyl in ihrem heiligen Hain.

2. Diana als Mondgöttin, Magierin und Göttin der Hexen
Dianas Zuordnung als Hexengöttin besteht bereits seit der Antike, es ist also keine Erfindung der Christen. Bestimmt hängt es mit Dianas Aspekt als Mondgöttin zusammen. Da magische Praktiken zumeist im Dunkeln, zur Zeit des Mondenscheins durchgeführt werden, beobachtet die Mondin Diana die Zauberkundigen und begleitet sie magisch. "…Ihr meines Tuns bewährte, treue Zeuginnen, Nacht und Diana, die du Schweigen anbefiehlst, wenn heimlich heil'ges Werk geschieht,…" (Horaz, Epoden)
Zaubereien aller Art sind aus der Antike überliefert. Es gibt nicht nur Mythen, wie die von Circe oder Medea, es gibt auch eine größere Anzahl niedergeschriebener Rituale und Zaubersprüche für Liebeszauber, Erfolgszauber oder Gesundheitszauber. Nicht selten werden die Anrufungen an Diana gerichtet, oder aber an Hekate. Mit dieser und Ceres wird Diana oft als die "Dreiköpfige" dargestellt. Ein Beiname der Mondgöttin ist "Diana Lucifera", als diese wird sie zumeist mit einer Fackel in der Hand dargestellt. Ob sie als "Lichtbringerin" nun Licht in die Unterwelt bringt und deshalb auch sehr oft mit der griechischen Göttin der Kreuzwege, Hekate, gleichgesetzt wird, ist nicht eindeutig. Als "Diana Lucina" bringt sie das Licht des Lebens und hilft den Gebärenden. Die dreigestaltige Diana ist vielleicht auch dargestellt in den "Drei Matronen" - Darstellungen der römischen Kaiserzeit in Deutschland. Zumindest wurde eine als Diana bezeichnete Göttin in unseren Landen nachweislich bis ins 14. Jahrhundert verehrt.
Auch ihr Beinahme "Trivia", die über die drei Wege herrscht, bringt sie in die Nähe der griechischen Göttin Hekate. Im Zypressenhain von Aricia, stand eine "Diana Trivia"-Statue im Tempel.
Als Mondgöttin wird Diana, vergleichbar der griechischen Artemis, oft mit einer Mondsichel im Haar dargestellt. Ovid setzt sie in seinen Metamorphosen mit dem Erdtrabanten gleich, wenn er schreibt: "…Nie auch bleibt die Gestalt der bei Nacht sichtbaren Diana völlig dieselbe und gleich; denn stets ist kleiner als morgen heute das Bild, wenn die Scheibe sich dehnt, doch engt sie sich, größer.
Wie, und siehest du nicht in vier abwechselnde Formen treten das Jahr, nachahmend den Gang von unserem Leben?..."
Diana gilt, wie Artemis, als gefährliche Göttin, die vor blutigen Opfern, angeblich sogar Menschenopfern, nicht zurückschreckt. Es gibt zahlreiche Beispiele aus der Literatur für die grausame Seite der Diana: "Als nun, wie sich geziemt, durch Blut Diana versöhnt war…" oder "…Sein unschuldiges Kind hinschlachten der wilden Diana…"
Ovid: Verwandlungen (Metamorphosen).
Wie ihr Bruder Apoll verfügt sie über die Gabe der ekstatischen Weissagung. Horaz berichtet uns in seinem "Buch über die Dichtkunst": "Wird da einer vom Aussatz, von Gelbsucht befallen, vom Zorn der Göttin Diana, ekstatischem Irrwahn, so fliehen ihn alle…"

 



3. Diana als Beschützerin der Gebärenden und Kinder
Als "Lucina" oder "Diana Lucina" wird die Mondgöttin von den Gebärenden angerufen. Manchmal heißt sie auch Diana "Egeria" oder "Ilithyia" (vergleichbar der griechischen Eileithea). Sie gilt als göttliche Hebamme, hat sie doch, der Legende nach, bereits direkt nach ihrer Geburt Ihrem Bruder Apoll ans Licht der Welt geholfen. Schwangere Frauen bringen ihr Opfer und erbitten ihre Hilfe bei der Geburt. Denn Diana ist als Geburtshelferin durchaus gefürchtet. Als mächtige Herrin über Leben und Tod, obliegt es ihrer Entscheidung, ob Mutter und Kind überleben. Ein übliches Opfer für Diana Lucina war eine trächtige Sau.
Zuweilen wird sie von den Gläubigen auch als Beschützerin der Ehe und der Familien angerufen. Hier sind einige Beispiele aus antiken Quellen dazu:

"Frauen im Kreißen in ihrer Not,
Rufen dich als Lucina an,…" (Catull, Gedichte)

"Die du recht und mildreich die reife Frucht zum
Licht führst, Ilithyia und - wie du auch dich
rufen läßt - Lucina und Genitalis,
schütze die Mütter:

Göttin, gib uns Nachwuchs und segne unsrer
Väter Ratschluß über den Bund des Weibes
und die Ehgesetze, den trächt'gen Ursprung
neuer Geschlechter,…" (Horaz, Säkulargesang)

"…Bei deinen Kindern, wenn du je Lucina riefst
und sie dir beistand in den Wehn,…" (Horaz, Epoden)

"…Schwer getroffen vom Speer und von tiefer Wunde durchbohret,
Starb gleichzeitig und gab Leben die trächtige Sau.
O wie so sicher war des geschwungenen Eisens die Rechte!
Die Hand konnte gewiß die der Lucina nur sein.
Sterbend erprobete sie der Diana doppelte Gottheit,
Welche die Mutter entband und auch erlegte das Wild…" (Martial, Epigramme)

4. Diana als Heilerin
Ebenso wie Apoll, ihr Bruder, ist auch Diana Göttin der Heilkunst und Herrin über Leben und Tod. Man schreibt ihr den plötzlichen Tod junger Mädchen und Frauen zu, ruft sie aber auch an, um Erlösung von Krankheit zu erflehen. Auch weil sie als Göttin der wilden Natur über die Heilpflanzen in Wald und Feld gebietet, sowie als Göttin der Magie und Zauberkunst über die Wirksamkeit von Heilungszaubern entscheiden kann, ist sie eine wichtige Ansprechpartnerin der Kranken und Erschöpften. Die Sibylle von Cumae, die eine Priesterin der Diana war, prophezeite nicht nur die Zukunft, sondern beantwortete auch Fragen die Gesundheit betreffend.

Die Legenden rund um Diana sind zumeist identisch mit den Artemis-Legenden. Berühmte Mythen sind: Diana/Artemis und die Nymphe Kallisto, Diana und Hippolytos, Diana/Artemis und der Jäger Aktalion/Aktäon, Diana /Artemis und Orion oder Diana/Artemis und das Opfer der Iphigenie.

Dianas Hauptfest ist der 13. August, genauer gesagt, die Iden des August. Verehrt wurde die Göttin in der Antike in Latium, am See Nemi als Diana Nemorensis, in der Sibillen-Grotte von Cumae, sowie in Baiae, in Campanien, im Land der Skythen und der Thraker wurde Diana ebenso in Tempeln mit Opfergaben und Weihrauch versöhnt, wie in Thessalien, dem Land der "Hexen". Delos, als Geburtsort der Zwillinge Artemis und Apollon, aber auch Kreta galten als Sitz des Diana-Kultes.
Manchmal stifteten mehrere Gemeinden ein gemeinsames Heiligtum für Diana, wie überliefert wird von den sechs altlatinischen Gemeinden Aricia, Tusculum, Tibur, Lanuvium, Cora und Laurentum und den zwei neulatinischen Gemeinden Ardea und Suessa Pometia. Sie finanzierten für die aricinische Diana ein Heiligtum.
In Rom stand der wichtigste Dianatempel auf dem Aventin, aber auch auf dem Palatin und dem Marsfeld sind Tempel der Göttin belegt. Auf dem Esquilin befand sich das Heiligtum der "Diana Lucina", der Beschützerin der Gebärenden. Die Tempel der Diana waren, ebenso wie die der Vesta und der Minerva, häufig Rundtempel. Im Tempel der Diana wurden Gesetzes- und Vertragstexte und auch Geld aufbewahrt. Außerdem verwahrte man dort das so genannte "bucranium", die Hörner jener Kuh, die der Diana zum ersten Mal geopfert worden war. Dieses sollte dem römischen Imperium Macht verleihen.

In Deutschland gab es mit Sicherheit einige Dianatempel. Bekannt ist der Tempel von Meßkirch in Baden-Württemberg, der durch einen Weihestein identifiziert werden konnte. In Wien, dem römischen Carnutum, gab es einen Dianatempel, im portugiesischen Évora ist ein Dianatempel gut erhalten, ebenso im kroatischen Pula und im südfranzösischen Nimes. Seit der Renaissance waren "Dianatempel" wieder "IN", die Jagd war schließlich das Lieblingshobby der Fürsten. So gibt es in den großen Schlossparks häufig auch Dianatempel zu bewundern. Beispiele stehen in München (Hofgarten), in Lützschena bei Leipzig und in Österreich in Laxenburg und Sparbach.

Noch im 14.Jahrhundert ist der Kult der Diana und der Glaube an sie lebendig. Christliche Hetzschriften wie der "Canon Episcopi" und Protokolle eines Mailländer Inquisitionsgerichtes bezeugen dies. Der zentrale Satz ist hier: "Auch dies darf nicht übergangen werden, dass einige verruchte, wieder zum Satan bekehrte Frauen von den Vorspiegelungen und Hirngespinsten böser Geister verführt sind und glauben und behaupten, sie ritten zu nächtlicher Stunde mit Diana, der Göttin der Heiden, und einer unzähligen Menge von Frauen auf gewissen Tieren und legten in der Stille der tiefen Nacht weite Landstrecken zurück und gehorchten ihren (Dianas) Befehlen wie denen einer Herrin und würden in bestimmten Nächten zu ihrem Dienst herbeigerufen" (zitiert nach Hartmann 2004, S. 421).

Hilfreiche Literatur und Links:
Handwörterbuch des Aberglaubens
Barbara G. Walker: das geheime Wissen der Frauen
Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, Aufbau-Verlag
de.wikipedia.org
www.imperiumromanum.com

artemisathene

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Thema:
Gedichte und Gebete an die Göttin Diana




Catull: Hymnus auf Diana

Dianae sumus in fide
Zücht'ge Mädchen und Knaben: wir,
Die im Schutze Dianas stehn,
Ihr zum Preise laßt alle uns
Unsre Stimme erheben!

Letos Tochter du, Götterkind,
Sproß aus Jovis erhabnem Stamm,
Du, am Fuß des Olivenbaums
Einst in Delos geboren,

Grünen Wäldern und Bergeshöhn
Vorbestimmt zur Gebieterin,
Tief verborgener Triften Hort
Und erbrausender Ströme!

Fraun im Kreißen in ihrer Not
Rufen dich als Lucina an,
Trivia heißt du, im Licht, erborgt,
Leuchtend bist du uns Luna.

Du, o Hehre, auf deiner Bahn
Teilst in Monde des Jahres Kreis,
Füllst die Scheuern des Ackermanns
Reich mit Früchten des Feldes:

Sei in jeder Gestalt verehrt,
Und beglücke mit deiner Huld,
Wie du immer zuvor getan,
Rom und seine Bewohner!

[Catull: Gedichte, S. 34. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 10960 (vgl. Catull-G, S. 32)]


Horaz: An Diana

Hüterin der Berge und Wälder, Jungfrau,
die du hörst, wenn Fraun in der Wehen Not dich
dreimal rufen, und sie vom Tod errettest,
dreifache Göttin,

dein sei hier die Pinie, die in mein Landgut
ragt, und froh will Jahr ich um Jahr nun ihr das
Blut von einem Frischlinge opfern, der zum
Stoß sich schon rüstet.

[Horaz: Oden, S. 120. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 11211 (vgl. Horaz-W, S. 82) (c) Aufbau-Verlag]


Aus Seneca: Hippolyt

Was sich verkriecht
In Hyrkania's Forsten,
Oder das Blachfeld
Des Sarmaten durchstreift,
Zittert, Diana,
Vor deinem
Gewaltigen Bogen.
Wenn deine Huld,
O Göttinn, geleitet
Deinen Verehrer
Zum fröhlichen Waidwerk,
Da füllen die Netze sich
Mit gefangenem Wild;
Da zerreißet kein Tritt
Die gestelleten Schlingen,
Und es seufzet der Wagen
Unter der Beute Last.
Roth vom Wildesschweiß
Sind die Schnautzen
Der rührigen Hunde,
Und es kehret die Schaar
Der sieghaften Jäger
In langem Zuge
Jubelnd daheim.
Sey, o Göttinn, mir hold!
Horch'! es schallet der Hief,
Es schlagen an
Die rührigen Doggen,
Es ruft mich zum Wald;
Hierwärst geh' ich,
Hier biethet ein Steig
Mir kürzeren Weg.

[Seneca: Hippolyt, S. 8. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 16158 (vgl. Seneca-Trag. Bd. 1, S. 197-198)]

artemisathene

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Meine Erfahrungen zur "jungen Göttin"


Die jungfräuliche Göttin hat sich mir unter dem walisischen Namen Nimue genährt (gesprochen: Nimwäy), wie sie in Feri, der Feentradition, erlebt wird. Ihre Farbe ist weiß, ihr Symbol der Regenbogen und die lieblichen Schmetterlinge.
Eigentlich hatte ich momentan nicht vor mich näher mit ihr zu Verbinden, da ich eher noch in meiner Unterwelt reise als schon aus ihr aufzusteigen. Aber ich hatte wohl ein falsches Bild von ihr ... sie hat garnicht erst gefragt. Es ist momentan auch wirklich schwierig nicht mit ihr in Berührung zu kommen: In unserem Garten blühen Pflaume, Bienenweide und Kirschen. In strahlendem Weiß stehen sie vor mir - rein, unschuldig, voller Kraft. Sie rufen mir zu: "Wo ist dein Strahlen, wo deine Eigenmacht?" Ich will mich verstecken, doch Nimue gibt nicht auf.
Mit der Wärme der Sonne lockt sie, verführt mich in den Garten zu gehen, mich der Herausforderung zu stellen. Unter meinen nackten Füßen saftiges Gras und Gänseblümchen, die voll stolz ihre weißen Köpfe heben: "Komm erhebe dich mit uns und tanze im Wind!" Ich tanze. Der Wind trägt mich noch weiter hinaus, hinein in die Welt. Nimue fliegt mit mir, zaubert immer neue Farben und Düfte, die mein Grau bedrohen, zerstören. Statt in mir selbst zu versinken, schwärme ich mit ihr durch die Welt, um alles zu sehen, alles zu fühlen, alles zu erkennen.
Sie ruft uns aus unserem Winterschlaf, ob wir wollen oder nicht ist ihr egal. Sie will mit uns tanzen, verführt uns ihr zu folgen, weit über gesellschaftliche und bevorzugte Grenzen hinaus. Sie nimmt uns mit in den Wald, sammelt mit uns Brennesseln und lauscht den Vögeln. Oder sie schleift uns auf eine Party oder das nächste Rock-Konzert. Wer weiß wem wir dort begegnen? Sie lässt uns die Seitengassen benutzen, über die Mauern blicken, im Wald den Weg verlassen und uns jede Eissorte ausprobieren. Sie neckt und begeistert dich für das Leben, dass sie in all seinen Erscheinungen liebt. Auch die Erscheinungen, die du vielleicht nicht magst oder dir schaden. Pass also auf! Sie liebt dich wie eine gute Freundin, doch sie ist so von ihrem eigenen Spiel und all den Sinneseindrücken der Welt erfüllt, dass sie schonmal vergessen kann, dass du nur ein Mensch bist. Sie ist vollkommene Freiheit, ungebunden und nur sich selbst gegenüber verantwortlich. Sie weiß, dass du die Fähigkeit hast dich um dich selbst zu kümmern und dein Selbst zu behaupten. Wieso also auf dich aufpassen? Da sie keine Grenzen kennt, musst du deine schon selbst behaupten. Vielleicht brauchst du auch garnicht so enge Grenzen wie du dachtest? Nimue kann dir völlig neue Seiten deiner Außen- und Innenwelt zeigen. Folge ihr, wenn du bereit bist für ein Abenteuer!

Gwydion
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In der Welt
Göttinnen und Frauen in der Inka-Kultur

Als ich mich mit der Religion der Inka-Kultur beschäftigte, schien es zunächst, als gäbe es nur den Sonnengott Inti, der als oberster Gott und praktisch in staatsreligiöser Verordnung verehrt wurde, nebst dem zweithöchsten Gott Viracocha, der Schöpfergott. Doch das Götter-Pantheon der Inkas, die den integrierten Völkern erlaubten, ihre eigenen Gottheiten weiterzuverehren, ist groß genug, um ebenso wichtige und zahlreiche weibliche Gottheiten zu beherbergen. Einige davon möchte ich nun vorstellen, sowie die Stellung der Frau in der Inka-Kultur, soweit man dies rekonstruieren konnte.

 



Eine der populärsten Göttinnen ist die Mondgöttin Mama Quilla bzw. Mama Killa (zu dt. Mutter Mond oder goldene Mutter). Sie ist dem bereits erwähnten Sonnengott Inti als dessen Frau zur Seite gestellt; in anderen Mythen ist sie seine Schwester oder beides gleichzeitig. In jedem Fall scheint sie jedoch die Tochter Viracochas (Schöpfergott) und Mama Cochas bzw. Mama Quchas (Meeresgöttin). Mama Quillas Aufgabe ist es den Inkakalender, Feiertage und Hochzeiten zu überwachen. Außerdem ist sie die Schutzgöttin von verheirateten Frauen und wird von der ersten Frau des Inkaherrschers auf der Erde vertreten.

Der Mond als Bewohner(in) des Himmels führt uns zu einem zentralen Glaubensaspekt der Inka. Zwischen dem Himmel mit Mama Quilla und dem Sonnengott Inti und der Unterwelt repräsentiert durch Mama Cocha (der Meeresgöttin) liegt Pachamama bzw. Mama Pacha, die Erdgöttin. Sie ist die Mittlerin zwischen Ober- und Unterwelt als Mutter Erde, die alle Lebewesen nährt, schützt und ihnen das Leben schenkt. So wie sie als ausgleichende Kraft zwischen den Gegensätzen fungiert, so versucht auch die gläubige Bevölkerung durch Gebete, Opfergaben, etc. die Gegensätze in Balance zu halten.
Pachamama wird nicht an einem bestimmten Festtag verehrt und es existiert kein Abbild von ihr. Einmal wird sie als "drachenartige Fruchtbarkeitsgöttin" beschrieben, einmal als "kleine, hutzelige alte Frau vor, mit Kleidern aus feingesponnener Vicuña-Wolle" .
Ihr mütterlicher Charakter spiegelt sich auch in der Ansicht der Natur wieder: die Berge sind die Brüste Pachamamas und verbinden wiederum Himmel und die Unterwelt. Die Adern dieser Berge (Bäche, Flüsse, Wasserfälle) sind die Milch Pachamamas. Aufgrund aller dieser Vorstellungen wurde Pachamama besonders von Frauen verehrt.

Eine interessante Anekdote habe ich noch zu Mama Coca bzw. Cocomama gefunden. Als Göttin der Gesundheit und Freude hatte sie sehr viele Liebhaber, die sie aber letzten Endes halbiert haben. Aus ihrem Körper wuchs dann die erste Cocapflanze. Männer durften deren Blätter allerdings nur kauen, wenn sie zuvor einer Frau zum Orgasmus gebracht hatten. Dann konnten die Cocablätter ihm Gesundheit und Freude bringen...

Wie sah nun aber das Leben einer Frau in der Inkakultur aus? Hierbei will ich auf die Lebenswege von Acclas bzw. Mamaconas eingehen.

Wichtigste Laufbahn eines jungen, hübschen (möglichst noch adligen) Mädchens war die Ausbildung als Accla. Bereits mit fünf Jahren konnte man "erwählt" werden und spezielle Unterweisungen in Haushaltsführung, Kochen, Getränkezubereitung, Gesang und Musik bekommen. In einem eigenen Haus unter Aufsicht einer Art "Äbtissin" verbrachten sie die meiste Zeit damit luxuriöse Textilien zu weben, die dann an den Priester oder den Inkaherrscher gingen. Das Leben der Accla war dem Sonnengott Inti geweiht und das wichtigste Gut einer Accla war ihre Jungfräulichkeit. Sie verpflichteten sich zu strenger Keuschheit.
Etwa nach vier Jahren, spätestens aber mit dem zehnten oder dreizehnten Lebensjahr mussten sich die Jungfrauen einer erneuten Prüfung unterziehen. Dabei wurde entschieden, ob sie Mamaconas werden, einem Adeligen, Krieger, Würdenträger oder einem Ingenieur als Geschenk geben werden oder wegen mangelndem Talent (wie man es vielleicht modern ausdrücken würde) wieder nach Hause zu ihren Familien geschickt werden müssen.
Die Mädchen, die als Mamaconas erwählt werden, haben sich zu völliger Keuschheit verpflichtet, dienten dem Inkaherrscher und den Priestern. Vergleichbar mit Nonnen oder Vestalinnen lebten sie in Tempeln oder ähnlichen Heiligtümern und assistierten bei religiösen Zeremonien. Streng bestraft wurde die Verletzung ihrer Jungfräulichkeit. So wird beschrieben, dass der Verführer, die Verführte mit allen Verwandten, dem Heimatdorf und den dort lebenden Tieren und Pflanzen zerstört bzw. hingerichtet wurden. Nur der Inkaherrscher durfte dieses Tabu "legal" brechen. Ein schlimmeres Vergehen als diesen Tabubruch konnte man sich kaum vorstellen, weshalb das Entsetzen groß war, als die Spanier während der Conquista die Sonnejungfrauen vergewaltigten.
In manchen Quellen wird auch beschrieben, dass man als Accla in Dürrezeiten den Göttern geopfert wurde, um diese gnädig zu stimmen.

Für weitere Informationen zu all den anderen Göttern bitte die Quellen beachten!

Quellen:
www3.sympatico.ca/chartreuse/AvatarsOfTheGoddess/html/Content_Incan.htm
www.indianer-welt.de/sued/inka/inka-religion.htm
de.wikipedia.org/wiki/Mythologie_der_Inka
de.wikipedia.org/wiki/Inka
www.mondreich.de/goetter/index.htm
Bild: Lisa Hunt
www.lisahuntart.com

Annika
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Praktisches
Yoga-Übung: die Amazone

 



Diese Übung ist abgewandelt nach einer Übung von Shakta Kaur Khalsa. Sie heißt ursprünglich "der Bogenschütze". Für mich heißt sie "die Amazone", denn ich fühle mich genauso, wenn ich sie mache. Sie ist eine Übung zur Stärkung des Aspekts der jungfräulichen Jägerin in uns. Sie verleiht Stärke, Anmut und Willenskraft. Sie hilft dabei sich auf ein Ziel zu fokussieren. Die Konzentration auf das eine Ziel, die Ruhe, die dann in einem aufsteigt und die Gewissheit, dass man dieses Ziel auch erreichen wird, wenn man konzentriert bleibt, machen diese Übung so wertvoll. Das mutige Visieren, angesichts der möglichen Gefahr, gibt Kraft und Zuversicht.

Ausgangsstellung: Stand mit gespreizten Beinen. Fußabstand etwa 75 cm. Der linke Fuß zeigt 90° nach außen, der rechte Fuß ist in 45° zum linken Fuß gestellt.

Der linke Arm wird parallel zum Boden ausgestreckt, die Faust geballt mit dem Daumen auf der Faust liegend. Stelle dir vor du hältst einen Bogen. Drehe den Kopf in Richtung der ausgestreckten linken Hand und visiere über den Daumen dein Ziel.

Ziehe den rechten Arm mit einer Faust (wie oben) zurück, so dass der Ellbogen angewinkelt wird und horizontal zum Boden auf Schulterhöhe nach hinten gespannt gehalten wird.

Beuge nun das linke Knie bis dein Unterschenkel senkrecht zum Boden steht und verlagere dein Gewicht auf dieses Bein. Konzentriere dich auf dein Ziel, spüre die physische und die mentale Kraft der Amazone. Atme in tiefen, vollen Atemzügen 10x ein und aus. Fühle die Stärke der jungfräulichen Jägerin.

Dann löse die Spannung der hintern Hand mit einem Mal auf, schieße den Pfeil ab. Löse die restliche Körperspannung und kehre in den normalen Stand zurück. Anschließend wechselst du die Beine und wiederholst die Übung.

Viel Spaß beim Üben,
artemisathene

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Wasserdost
(Eupatorium Cannabinum)


 



Da die Blätter an Hanf erinnern, wird er auch Wasserhanf genannt, aber auch als Kundigundenkraut ist diese Pflanze bekannt. Sie stärkt das Immunsystem, was bei allen Erkältungen und Grippe sehr hilfreich ist. Dazu verwendet man das Kraut als Tee.

Die Wirkung des Wasserdostes ist aber sehr vielfältig so wurde es schon von den Indianern als Mittel gegen Leberkrankheiten verwendet.

Inhaltsstoffe: Eupatorin Bitterstoffglykosid Harz Gerbstoffe ätherisches Öl
Sammelzeit: Juli bis September

Die bis zu 2 m große Pflanze erkennt man am einfachsten an den spitzen Blättern, die schräg nach oben stehen. Im Juli blüht die Pflanze zart rosa. Das ist auch die beste Zeit zum Sammeln. Er wächst in Auwälder, Flußufer und andere feuchte Stellen besonders gut und vielzähig.
Wichtig: Wasserdost ist apothekenpflichtig und kann bei zu hoher Dosierung giftig wirken. Er darf bei Schwangeren und Kindern nicht angewendet werden

Caitlin
Quellen: "http://www.heilkraeuter.de" , "http://www.kraeuter-verzeichnis.de"
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Aufgelesen
Buchrezension


Die Hüterin von Avalon von Diana L. Paxson/Marion Zimmer Bradley

Der kürzlich auf deutsch erschienene Band, erzählt uns die Vorgeschichte zu den Wäldern von Albion. Im Orginal heisst das Buch "Ravens of Avalon" also die Raben von Avalon und dieser Titel wird dem Buch weit gerechter als "Die Hüterin von Avalon."

Avalon ist in diesem Buch ein Nebenschauplatz, ein Hauptteil der Handlung spielt auf der Insel Mona und in den verschiedensten Teilen des früheren Britannien. Wir erleben die junge Priesterin Lhiannon, ebenso wie die Geschichte von Königin Boudicca und ihrem Gemahl.
Paxson streift die Mysterien nur… im Hauptteil wird das Buch zu einem fast historischen Roman. Die Kelten versuchen die Invasion der Römer zu verhindern, das führt sie durch viele Schlachten und die Herrin der Raben, Cathubodva ist keine gütige Göttin.

Das Buch liest sich gut, ich habe mich in meinem Urlaub gerne hingesetzt um es zu lesen, es verströmt ab und an den Zauber von Avalon, aber mehr schließt es die historische Lücke zwischen den Büchern Die Ahnen von Avalon und den Wäldern von Albion.

Gwenhwyfar



Mittsommer - Feste und Rituale
von Anna Franklin

Anna Franklin stammt aus Englang und ist Wicca-Hohepriesterin. Sie hat das Buch zur Sommersonnenwende aus der Ullstein-Reihe über die Jahreskreisfeste geschrieben.
Das Buch ist voll von Bräuchen rund um die Sommersonnenwende. Anna Franklin betrachtet vor allem die verschiedenen europäischen Traditionen von der Antike bis in die Neuzeit.
Außerdem ist das Buch schon fast so etwas wie ein kleines Wicca-Lehrbuch. Ausführlich beschreibt die Autorin diverse Weissagungsmethoden (Tarot, Runen, Spielkarten und Ogham), sie informiert über den Gebrauch von Kristallen, Zauberstab und Räucherwerk. Natürlich dürfen Rezepte rund um das Mittsommerfest nicht fehlen.
Der Umgang mit magischen Kräutern, ein wichtiges Thema der Zeit der Sonnenwende, und einige Anleitungen für Rituale zum Mittsommerfest nehmen den größten Raum des Buches ein. Vier Anhänge sind den Themen Tiertotem, Kalender, Symbole sowie Götter und Göttinnen des Mittsommerfestes, gewidmet.
Das Buch ist übersichtlich gegliedert und ausführlich in der Behandlung der relevanten Themen rund um die Sommersonnenwende. Bei dem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis kann man auch über vereinzelte Ungenauigkeiten hinwegsehen. Fazit: sehr empfehlenswert.

Anna Franklin, Mittsommer - Feste und Rituale
Ullstein-Verlag, ISBN-13: 978-3-548-74158-1
Preis: 8,95 €

artemisathene
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Leserinnenbriefe
Der Heilige See


Die Vorschläge von Ulrike Zauberweib Engelhardt betreffs:
"Die Göttin im Alltag / Praktisches" vom 7.10.2003, die ich kürzlich im Archiv des Schlangengesangs gelesen habe, fand
ich ganz prima geschrieben.
Dass die Autorin einige schöne Gebete empfohlen hat, hat mich an die Gebete zur Göttin / Großen Mutter in einem meiner Lieblingsbücher, nämlich "Der Heilige See" von Rosalind Miles (2000) erinnert. Das ist eine feministische Interpretation von Lady Guinevere, Morgause und der Lady vom See. Da waren auch einige prima Gebete drin. Lancelot sagt zu einer Dame in Bedrängnis, der er einen Job bei Guinevere besorgt: "Mögen die Himmlischen Euch begleiten. Und möge Sie, die Mutter von uns allen, Euch gnädig sein und Euer neues Leben segnen." Ein Freund betet für Lancelot: "O Göttin, wo auch immer du sein magst, gib unserem Vetter Frieden, heile seine Wunden, tröste ihn in seinem Schmerz.", als er Frust wegen der
Dreiecksbeziehung mit Guinevere, die ja mit Artus verheiratet ist, hat. Als Gawain und seine Brüder ihre Mutter Morgause besuchen, wünscht Guinevere ihnen: "Möge die Große Mutter über Euch wachen und den Schritt eurer Pferde beschleunigen."
Aber einer der Brüder von Gawain ist ein Verbrecher, Agravain, er bringt einen anderen Ritter mit Gift um.
Guinevere muss sich des Verdachts, sie sei die Täterin gewesen, erwehren. Als Morgause und ihre Jungen sich über den Fall unterhalten, sagt sie: "Einer von Arturs Rittern starb einen gräuslichen Tod. Sein Bruder bezichtigt die Königin." "Aber warum bezichtigt man die Königin?" rief Gareth. "Sie gab ihm einen vergifteten Apfel (Agravain hatte den ja vergiftet und zurück in die Obstschale verfrachtet.) Sie behaupten, Guinevere hätte ihn der Dunklen Mutter geopfert." "Als würde es diese nach derartigen Opfern verlangen!" empörte sich Gareth. "Auf Camelot niemals," stimmte Morgause zu. "Aber sie befanden sich auf Caerleon, wo schon seit langem nicht mehr
an die Große Mutter geglaubt wird. Uther Pendragon hat das Mutterrecht aufgehoben und Artur steht unter dem Einfluss seiner Mönche." (Es ist wichtig, festzuhalten, dass es sich hierbei um damals, zu Beginn des Mittelalters fundamentalistische und sexistische Mönche handelte, die Guinevere und Avalon äußerst feindlich gegenüber standen.) Gawain runzelte die Stirn: "Befindet sich die Königin in Gefahr?" "Das steht zu befürchten," seufzte Morgause. "Aber doch wohl nicht in Lebensgefahr?" Lamorak (der Partner von Morgause) deutete auf die neben ihm sitzenden Ritter. "Sir Lancelot deutete auf die neben ihm sitzenden Ritter. "Sir Lancelot muss für sie streiten, so wie wir unsere Königin bis zum Tod verteidigen würden."
Statt dass Agravain froh ist, dass ihn niemand im Verdacht hat, genügt ihm eine Leiche offensichtlich nicht, und er bringt als nächstes Lamorak um, wofür er zum Schluss des Romans bei Artus und Guinevere vor Gericht landet. Nachdem Lancelot Guinevere beim Zweikampf verteidigt hat und sich nun niemand mehr traut, die haltlosen Vorwürfe gegen sie zu erheben, besucht sie die Lady von Avalon, weil sie Trost und Unterstützung braucht, da es ihr begreiflicherweise jetzt aber reicht, da sie zudem auch findet, Artur hätte sie noch mehr gegen die Vorwürfe unterstützen sollen, so dass es gar nicht zu besagtem Zweikampf gekommen wäre. Die Lady muntert sie dann auf:
"Ihr habt die drei Stadien des Glücks bereits kennengelernt. Ihr weilt nicht einmal vier Jahrzehnte auf Erden und konntet Euch der Liebe der zwei vortrefflichsten Männer auf Erden erfreuen. Ihr habt Euer Kind in den Armen gehalten, konntet Euch sieben Jahre lang an Eurem Sohn erfreuen (bevor dieser umgebracht wurde, in der Story geht also irgendwie ziemlich der Punk ab, fast wie in einem Krimi. Dieses Mal war aber ausnahmsweise nicht Agravain der Täter...)In Eurem Königreich regiert Ihr mit kluger Hand, und die Bewohner preisen Euren Namen. Und noch liegen vierzig und mehr Lebensjahre vor Euch.
Ihr werdet zu Arthur zurück kehren, als seine Gemahlin und Königin. Aber ihr werdet nicht liebelos zu leben brauchen. Ein Weg des Glücks liegt vor Euch. Doch er birgt auch Gefahren. Wenn wir fallen, müssen wir uns wieder erheben. So will es die Große Mutter. Kommt!"
Die Lady zeigt Guinevere die Heiligtümer der Göttin, die sie und Lancelot später retten werden: "Die rote und die weiße Quelle. Der Leib der Großen Mutter. Das Blut, das sie vergoss, um uns zu schaffen. (Geburtssymbolik). Die Milch der Mutter, mit der sie uns nährt. Die Liebe der Göttin, die sich in die Welt ergießt. Die Schale der Fülle, aus der die Mutter allen Nahrung gibt, die zu ihr kommen. Der Kelch der liebenden Vergebung, durch den Sie uns alle versöhnt. Das Schwert der Macht und die Lanze der Verteidigung. Die Große Mutter gebe Euch Kraft. Möget Ihr aus Eurem Schlaf erwachen und zu dem werden, was Ihr Euch erträumt hat."
Danach treffen sich Guinevere und Lancelot ebenfalls in Avalon und haben eine wunderschöne Zeit miteinander. Schließlich verstehen sich auf Guinevere und Arthur wieder miteinander. Lancelot rettet dann die Heiligtümer, von welchen Guinevere an anderer Stelle als:"Pokal der Liebe unserer Lady" spricht, vor den -damals, zu Beginn des Mittelalters fundamentalistischen und sexistischen Mönchen und bringt sie an einen sicheren Platz. Die Story hat also ein Happy-End.
Persönlich finde ich, es ist eine wunderschöne und sehr feministische Story, in der auch gezeigt wird, wie Frauen sich wehren und einander unterstützen und sich nicht unterkriegen lassen. Da so oft in positivstem Sinne Bezug auf die Große Mutter genommen wird, hab ich gedacht, das wäre möglicherweise doch auch was für den Schlangengesang. Zumal vor dem Hintergrund, dass in einer anderen Ausgabe des Schlangengesangs "Die Nebel von Avalon" von Marion Zimmer Bradley sehr positiv hervor gehoben wurde, was ich in vieler Hinsicht problematisch finde, weil es dort doch öfters sehr unaufgeklärt, grenzverletzend und übergriffig und missbräuchlich zur Sache ging und so ziemlich alle sehr indoktriniert waren in Bezug auf Pflicht und Moral und Unterdrückung und Unfreiheit und Angst- und Schuldgefühle. Ich finde, egal, ob Göttinnenspiritualität oder nicht oder feministische Theologie (christlich oder muslimisch oder jüdisch oder wie auch immer)oder einfach eher als Humanistin (oder jedwede mögliche Kombination), das wichtigste ist doch, an die Menschenrechte zu glauben, gerade auch an die Frauenrechte als Feministin, so dass eine sich auch gegen Missbrauch und Grenzverletzungen wehren kann, gleichgültig, ob diese religiös oder sonstwie begründet werden. Um nicht wieder viktimisiert zu werden, ist es relevant, die Menschenrechte und die Frauenrechte und die Freiheit und das Gewaltschutzgesetz zugrunde zu legen, denn so können wir uns und allen Frauen eine freie feministische Zukunft ermöglichen. Daher schätze ich persönlich das Buch "Der Heilige See" positiver ein als "Die Nebel von Avalon"."

Cornelia
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Wie ich zur Göttin Holle kam

Schon als Kind mochte ich das Märchen der Frau Holle sehr. Damals wusste ich noch nichts von der Bedeutung und Beziehung zur germanischen Göttin Holle - auch Hulda genannt. Als Kind hörte ich mir dieses Märchen einfach fasziniert an und malte in Bildern meine Eindrücke. Manche der Bilder habe ich heute noch und ich muss immer lachen, wenn ich sie anschaue. Sie zeigen ganz deutlich die zwei Welten (eigentlich drei) die im Märchen angesprochen werden. Der Brunnen stand oben und der Apfelbaum mit dem Bratofen unten. Dann sieht man eine Leiter (recht am Bild) welche in den Himmel führt; dort steht dann die Goldmarie und schüttelt ein Kopfkissen.
Schon damals wollte mir nicht in den Sinn, wie es den sein kann das das Mädchen in einen Brunnen springt um bei der Frau Holle die Betten zu schütteln damit es (von oben!) schneit. Ein Widerspruch…. Oder doch nicht?

Als ich dann älter wurde verlor sich meine Begeisterung für Märchen erstmal. Als ich meine Ausbildung zur Erzieherin begann, mussten wir Märchen interpretieren. Ganz klar, für welches ich mich entschied - mein geliebtes Holle Märchen.
In dieser Zeit las ich Unmengen an Übersetzungen, Interpretationen und Erklärungen zu diesem Märchen und war ganz und gar begeistert. Wie viel doch in diesem Märchen steckte. Der Bezug zu der germanischen Göttin Holle war mir sofort einleuchtend und somit beschäftigte ich mich auch mit ihr und ihren vielen Gesichtern.

Irgendwann bekam ich diesen Buchtipp: "Frau Holle - wie aus der ungeliebten Tochter eine starke Frau wird" von Ingrid Riedel und ich kann dieses Buch nur empfehlen.
Zusammen mit einer Freundin sammelte ich alle Links und Informationen die man im Internet nur finden kann.
Doch irgendwann reichte mir das nicht mehr und ich wollte die Göttin selber erfahren. Ich wollte mich ihr mit meinen eigenen Gedanken und Erfahrungen nähern.
Folgende Inhalte (die ich hier in den kommenden Monaten näher beleuchten möchte) habe ich für mich gefunden:

1. Erscheinungsbild und Auftreten
2. Zugangsmöglichkeiten zur Göttin
3. Symbole der Holle
4. Wegweiser
5. Zeit im Alltag
6. Backen, Kochen
7. Spenden und Opfer
8. Ehren /Rituale
9. Aufgaben
10. Erkenntnisse

Shayana/ April2007
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Netze weben
Ankündigung
MatriaVal
MatriaVal - Zeitung für matriarchale Were
Erscheinungsdatum: erst mal 2x pro Jahr, später dann immer zu den Sonnenfesten. Preis vorerst 5,00 Euro.

Der Verein Matriaval (siehe www.matriaval.de) hier die Gründerinnen:
- Gudrun Frank-Wissmann
- Dr. Heide Göttner-Abendroth
- Dr. Malika Grasshoff
- Siegrun Laurent
- Uschi Madeisky
- Dagmar Margotsdotter-Fricke
- Dr. Christa Mulack
- Gudrun Nositschka

erstellt die matriarchale Zeitung Matriaval.

Informationen über den Inhalt der ersten Ausgabe sind auf der Matriaval Website zu finden. Hier die hochklassigen Mitarbeiterinnen dieser Nummer:
Krista Köpp-Blodau
Kerstin Pilop
Uscha Madeisky
Heide Göttner-Abendroth
Claudia von Werlhof
Veronika Bennholdt-Thomsen
Siegrun Laurent u. Studierende der ALMA MATER Akademie
Gudrun Frank-Wissmann

Emailkonakt: journalvertrieb@matriaval.de

Andrea Schlund

Links
Schlangensang-Forum
Seit letzer Ausgabe hat der Schlangengesang auf den Webseiten auch ein Forum www.schlangengesang.de oder direkt http://www.gemeinschaft-der-goettin.de/sgforum/.
Dort ist Diskussion und Austausch über alle Themen auf dem Göttinnenweg möglich und auch die Diskussion mit dem Team. Wir freuen uns auf Euch.

Göttinnenprojekt
http://www.goettinnenprojekt.de
Ein neues Webprojekt, das Göttinnengeschichten sammelt

Kleinanzeigen

Tanzen und Tönen an Orten der Kraft.
Seminar-Reise für Frauen nach Cornwall,
England. 1.-8.9.2007 Nähere Infos bei Andrea Homersen: 0162-4546283 oder auf
www.frauenpfade.de
Rituale im Jahreskreis feiern wir regelmäßig in Bochum im FGZ immer sonntags dem eigentlichen Fest nahe. Für nähere Infos ruft mich an: Andrea Homersen, 0162-4546283 oder Termine anschauen auf: www.frauenpfade.de


Hallo,
ich bin Helena
seit einem Jahr hab ich wieder angefangen mit mit Kräutermagie und der Göttin zubeschäftigen.
Ich hatte damit schon mal angefangen aber vom gefühl wahr es wohl noch nicht die richtige zeit um es zuvertieffen.
Das hat sich vor einen Jahr geändert,sagen wir mal so ich habe einen kleinen wink bekommen das ich etwas ändern muss,wenn man 2 monate zuhause bleiben muste
und man sich nicht so bewegen kann wie man es gewohnt ist denkt man doch über so einiges nach!

Danach habe ich angefangen da weiter zumachen wo ich damalz auf gehört hatte und bin wieder bei der Kräutermagie gelandet und beim Räuchern seit dem ich damit
angefangen habe ich einfach das gefühl das es jetzt richtig ist das ich micht damit beschäftige.
Es ist für mich jetzt nicht nur mehr einfach eine Beschäftigung, sondern es gehört für mich einfach dazu ich möcht es auch richtig erlernen und das nicht
nur aus Bäuchern!
Und das ist der eingentliche grund meiner Anzeige ich würde mir wünschen, auf diesen Weg vieleicht jemanden zufinden der bereit ist mich auf diesen Weg zubegleiten und von dem ich lernen kann!

Wenn jetzt vieleicht jemand bereit ist mir zuhelfen fürde ich mich sehr freuen hier ist meine mailadresse: helena27 @ arcor.de.

 



Kalender

Der Schlangengesang – Göttinnenkalender

Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine Lebensaufgabe.

Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.

artemisathene

 



Feiertage im Mai

Dieser Mai wird bestimmt von den antiken Mondmonaten Mounychion und Thargelion. Mounychion hatte seinen Namen von dem Fest Mounychia, bei dem Artemis als Mondgöttin und Herrin der Tiere geehrt wurde. Thargelia, das Geburtstagsfest der Artemis und des Apollon, gab dem Monat Thargelion seinen Namen.

Die Herkunft des römischen Monatsnamens Mai ist nicht restlos geklärt. Ovid gibt in seinen „Fasti“ 3 Möglichkeiten für die Herkunft an: 1. von Maiestas = die Hoheit, 2. von maiores = die Älteren (bezogen auf die Senatsmitglieder) oder von Maia (Göttin, eine der Pleiaden).

In der germanischen Welt hieß der Mai „Wonnemond“, von „winne“ = Weide. Es war die Zeit in der die Hirten Weiden für ihre Tiere suchten.

1. Mai: Waage, zunehmender Mond:
Fest der römischen Göttin Maia, Muttergottheit und Fruchtbarkeitsgöttin
Quellen: (3) und (4), (Text: schlangengesang 2/04)

Festtag der Eröffnung des Tempels der römischen Göttin Bona Dea, Göttin der Fruchtbarkeit, der Heilpflanzen und der Prophezeiungen.
Quelle: (1) und (4)

Maifest im germanischen Festkalender. Der Brauch des Maibaumaufstellens geht weit in die vorchristliche Zeit zurück. Er stammt wahrscheinlich aus dem Kyblele und Attis-Kult Kleinasiens.
Quelle: Gardenstone: Germanischer Götterglaube
E.O.James: der Kult der großen Göttin

Beltane / Beltain: keltisches Fest, Maifeiertag. Fest der walisischen Göttin Creiddylad.
Quelle: Mabinogion

2. Mai: Skorpion, Vollmond:
Ende der Floralia in Rom: Fest zu Ehren der Frühlings- und Blumengöttin Flora (siehe April)

3./4. Mai = 16. Tag des griechischen Mondmonats Mounychion, Skorpion/Schütze, abnehmender Mond: Fest der griechischen Göttin Artemis Mounychion: Artemis in ihrem Aspekt als Mondgöttin und Herrin der Tiere (siehe Schlangengesang 03/04)
Quellen: (5)und http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

4./5. Mai: = 17. Tag des griechischen Mondmonats Mounychion, Skorpion, abnehmender Mond:Brabroneia: Fest der griechischen Göttin Artemis Brabroneia (siehe Schlangengesang 2/04)
Quellen: (5)

9., 11. und 13. Mai:
Lemuria: römisches Fest zu Ehren der Totengeister.
Quellen: (1), (2),(3) und (4)

14. Mai: Widder, abnehmender Mond:
Argeis: uraltes römisches Opferfest. Eine vestalische Priesterin wirft 2 menschlich geformte Binsenpuppen, die wie Greise aussehen, in den Tiber. Es gibt 2 Varianten der Erklärung: Variante 1: Als Erinnerung an vorrömische Menschenopfer für Saturn. Variante 2: um die Seelen der verstorbenen griechischen Einwanderer übers Meer nach Hause zu schicken.
Quellen: (1) und (3)

15. Mai: Stier, abnehmender Mond:
Fest der griechischen Göttin Maia in Rom. Sie war Fruchtbarkeitsgöttin, Erdgöttin und Herrin der Schätze. (Text: schlangengesang 2/04)
Quellen: (4),

20./21. Mai: 4. des griechischen Mondmonats Thargelion: Opfer an Leto, die Mutter der Göttin Artemis und ihres Zwillingsbruders Apollon in Erchia.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

22./23. Mai: 6. des Mondmonats Thargelion, Löwe, zunehmender Mond:
Opfer für Demeter Chloe in Athen, ihr wurde an diesem Tag auf der Akropolis ein Widder als Opfertier dargebracht. Chloe bedeutet „das junge Mädchen“, „die junge Saat“ und war ein Beiname der Demeter.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

22./23. Mai = 6. des griechischen Mondmonates Thargelion:
Beginn des zweitägigen Geburtsfestes (Thargelia) von Artemis und Apollon. Reinigungsriten. (siehe Schlangengesang 10/05)
Quelle: (5), http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

23./24. Mai = 7. des griechischen Mondmonates Thargelion, Löwe, Jungfrau, zunehmender Mond: zweiter Tag des Festes Thargelia: Tag der Opfer für Artemis, Apollon aber auch die Horen (Göttinnen der Jahreszeiten) und die Göttin Selene.
Quellen: http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html, http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

23. Mai: Löwe, zunehmender Mond:
Rosalia: römisches Fest zu Ehren der Venus, deren heilige Blume die Rose war. (siehe schlangengesang (3/04)
Quellen: (4), http://www.cronenburg.net/roses.htm

25. Mai: Jungfrau, zunehmender Mond
Tempelgründungstag der Göttin Fortuna Publica in Rom.
Quelle: (1)

27.Mai: Waage, zunehmender Mond: Holdatag. Der 50. Tag nach Ostara (Ostern) war der Tag der germanischen Göttin Holda. Heutzutage feiern die Christen das Pfingstfest zu diesem Termin. Auf Grund der Verbindung von Holle/Holda mit dem Brunnen als Symbol für den weiblichen Schoß der Gebärenden, wurden an diesem Tag Quellen und Brunnen besucht und geschmückt.
Quelle: Gardenstone: Germanischer Götterglaube

Ende Mai: Ambarvalia: Fest zu Ehren der römischen Göttin Ceres, mit Feldumgängen und Opfern, um die Äcker fruchtbar zu machen und Schaden von ihnen fernzuhalten.
Quelle

Ende Mai: Fest der ägyptischen Göttin Nut in Nilpferdgestalt im Chonstempel in Theben. Sie wurde als Mutter aller Götter verehrt.
Quelle

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 1. Mai, Rauni (Finnland), 4.5.oder 13.5. Sheila Na Gig (Irland), 21.5. Tefnut (Ägypten), 30.5. Frigg

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com ,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) www.geocities.com/medusa-iseum/library/griechkeis.html http://www.geocities.com/medusa-iseum/library/griechkeis.html


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Feiertage im Juni

Im antiken Griechenland waren unserem Juni die Mondmonate Thargelion und Skirophorion zugeordnet. Thargelia, das Geburtstagsfest der Artemis und des Apollon gab dem Monat Thargelion seinen Namen. Skirophorion erhielt seinen Namen von dem der Göttin Demeter geweihtem Fest am 12. Tag des Monats.

Im römischen Reich war dieser Monat der Göttin Juno heilig. Aber auch die Göttin Hebe-Juventus, die personifizierte Jugend, beansprucht den Monat für sich.

Im germanischen Gebiet gab es wohl mehrere Bezeichnungen für diesen Monat; eine davon ist: „Brachet“, benannt nach der Zeit des Umbrechens der „Brache“ (=der unbestellte Acker). In alter Zeit wurde, nach der ersten Ernte, das Feld für die Wintersaat beackert. Eine weitere Bezeichnung ist Rosenmond, weil nun die Rosen blühen. Es gibt aber auch den Namen „Grasmond“, wahrscheinlich weil nun das Gras sehr schnell wächst.

1. Juni: Schütze, Vollmond:
Carnaria: Fest der römischen Göttin Carna, Beschützerin der wichtigsten inneren Organe und ihrer Funktionen. Von Ovid gleichgesetzt mit der Göttin Carda oder Cardea, der Göttin der Türangeln.
Quellen. (1), (4), http://www.gottwein.de/Cap/Mythologie.

Fest zu Ehren der römischen Wettergötter, der Tempestates.
Quelle: (1),(3)

Festtag der Juno Moneta: Aspekt der Juno als Göttin der Ermahnungen und Ratschläge, aber auch des Geldwesens.
Quellen: (1), (4), http://www.klassphil.uni-muenchen.de/~waiblinger/moneta.htm

3.Juni: Steinbock, abnehmender Mond: Fest der Göttin Bellona im Rom. Als ursprünglich römische Kriegsgöttin verschmolz Bellona später mit der kleinasiatischen Göttin Ma zu Ma-Bellona. (Siehe schlangengesang 11/05)
Quellen: (1), (3), Hans Kloft: Mysterienkult der Antike
E.O. James: der Kult der großen Göttin

7. -15. Juni: Vestalia: Fest der römischen Göttin Vesta. Göttin des Herdfeuers und der Bäckergilde, aber auch des „Heils“ der Menschen und des Staates.
Quellen: (1), (2), (4)

8. Juni: Fische, abnehmender Mond:
Fest der Göttin Mens: römische Göttin der Vernunft, des Verstandes und der Geisteskraft.
Quellen: (1), (3), (4)

10./11. Juni = 25.Tag des Mondmonats Thargelion, Widder, abnehmender Mond:
Plynteria: Fest in Athen zu Ehren der Athena Polias, der Schutzgöttin der Stadt. (schlangengesang 3/04)
Quellen: (5), (6),

11. Juni: Widder, abnehmender Mond:
Matralia: Fest der Mater Matuta: römische Göttin der Fruchtbarkeit, der Geburt, der Kindererziehung, aber auch des Sonnenaufgangs und des frühen Tageslichts.
Quellen: (1), (2), (4)
Fest der römischen Göttin Fortuna Redux: die Göttin der glücklichen Heimkehr. Damit ist sowohl die Heimkehr nach einer Reise wie auch besonders nach einem Krieg gemeint. Deshalb wird sie auch oft wie eine Amazone dargestellt: mit Helm und entblößter Brust.
Quellen: (3), (4)
Festtag der Fortuna Virgo: ihre hölzerne Statue im Tempel war vollständig verhüllt.
Quelle: (1)

Tempelgründungstag der römischen Göttin Concordia: Göttin der Eintracht.
Quelle: (1)

13. Juni: Stier, abnehmender Mond:
Quinquatrus Minusculae: Fest der Tibicines (der Flötenspieler) zu Ehren der römischen Göttin Minerva. Sie durften an diesem Tag auf dem Capitol speisen. Außerdem war es ein Feiertag der Lehrer und ab dem 4.Jhd n.u.Z. dann auch ein Tag für Schulfeste.
Quellen: (1), (2)

Festtag der Göttin Epona/Rhiannon/Macha: keltische Göttin der Pferde, Reiter und Stallbesitzer. Artikel zu Epona im Schlangengasang 3/04
Quellen: Z.E.Budapest: das magische Jahr

17./18. Juni = 3. Tag des Mondmonates Skirophorio, Krebs, Löwe, zunehmender Mond: Arrephoria: Fest zu Ehren der Göttin Athene in Athen, Wahl der neuen Priesterinnen
Quellen: (5), (6)

19. Juni: Löwe, zunehmender Mond: Gründungstag des Minervatempels auf dem Aventin in Rom.
Quelle: (1)

21. Juni: Jungfrau, zunehmender Mond:
Fest der Göttin Beiwe, Frühlings- und Sonnengöttin der Samen. Sie wird zu Sommersonnwend begrüßt, denn sie brachte das Wachstum der Pflanzen zurück und damit die Ernährungsgrundlage der Rentiere. Außerdem heilte sie die, durch die lange Dunkelheit depressiv gewordenen, Nordländer.
Quellen: (5), http://www.geocities.com/Athens/Acropolis/5551/prevgodsarc7.htm, http://en.wikipedia.org/wiki/Beiwe

Fest der keltischen Göttin Aine: Diese Göttin des Feuers, der Quellen und Seen und des Viehs wird zur Sommersonnenwende mit einer Lichterprozession gefeiert.
Quellen: die keltische Zauberin, Edain Mccoy
http://www.werbeka.com/bibliote/500tal/510bcd.htm http://www.beepworld.de/members24/aine/goettinnen.htm

Fest der germanischen Sonnengöttin Sunna. Feier mit dem Sonnwendfeuer und dem Brauch das Vieh durch den Rauch des Feuers zu treiben, um damit die Gesunderhaltung der Tiere zu fördern.
Quelle: Gardenstone, Germanischer Götterglaube

Neuheidnisches Fest Litha: Herkunft unbekannt. Wahrscheinliche Theorie: aus dem englischen Sprachraum, denn die angelsächsischen Monatsnamen zeigen eine gewisse Übereinstimmung, da heißt der Juni Ærra Liða = Earlier Litha und der Juli Æfterra Liða = Later Litha. Ein Göttinnenbezug besteht scheinbar nicht.
Quelle: http://www.gadarg.org.uk/essays/e007.htm

24. Juni: Waage, zunehmender Mond:
Fest der Fors Fortuna bzw. Fata. Die römische Schicksalsgöttin war sowohl für Glück als auch Unglück zuständig, hatte aber auch einen starken Muttergöttin-Aspekt.
Quelle: (1), (4)

26./27. Juni = 12. Tag des griechischen Mondmonates Skirophorion, Skorpion, zunehmender Mond: Skira: Fest der griechischen Frauen zu Ehren der Göttinnen Athene, Demeter, Persephone und der Götter Poseidon, Zeus und Helios. Den Göttern wurden Opfer gebracht, um die Felder der Bauern vor der sengenden Sommerhitze zu bewahren.
Quelle: (5), (6), http://winterscapes.com/kharis/calendar.htm

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar: 4.6. Sheila Na Gig, 14.6. Geburtstag der Musen, 20.6. Ix Chel, Cerridwen

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

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Feiertage im Juli

Nach dem griechischen Mondkalender wäre dieser Juli zwischen den Mondmonaten Skirophorion und Hekatombaion aufgeteilt. Skirophorion erhält seinen Namen von dem, der Göttin Demeter geweihten, Fest am 12. Tag des Monats. Hekatombaion erhielt seinen Namen von einem großen, öffentlichen Opfer bei dem wohl ursprünglich 100 Rinder (eine Hekatombe) geopfert worden waren.

In Rom wurde dieser Monat nach Julius Caesar benannt, ursprünglich aber hieß er Quinctilius, der 5.Monat ab März.

Im germanischen Kulturkreis hieß der Juli Heuert, nach der Heuernte in diesem Monat. Die in diesem Monat gefeierten Feste waren laut Gardenstone´s germanischer Götterglaube: das Fischfest zur Erneuerung der Verbindung zwischen den göttlichen Wesen des Wassers und den Menschen, das Hausfest, bei dem es um die Wiederherstellung der Häuser vor dem kommenden Herbst und Winter ging und das Heufest am letzten Juli-Wochenende.

1. Juli: Steinbock, abnehmender Mond:
Fest der Göttin Felicitas: römische Personifikation des Glücks. Sie wird auch mit Juno gleichgesetzt. Der 1. Juli war der Einweihungstag des Tempels der Felicitas in Rom.
Quellen: (7)

5. Juli - 7.Juli: Nonae Caprotinae: Fest der Göttin Juno. Auch bekannt als das „Feigen-Fest“, es weist auf Junos Rolle als Fruchtbarkeitsgöttin hin. (Siehe schlangengesang 3/04)
Quellen: (2)

8.Juli: Widder, abnehmender Mond:
Vitulatio: Festtag einer römischen Göttin mit Namen Vitula. (mehr dazu siehe schlangengesang 03/04)
Quellen: (3), (7)

14. - 19. Juli: ägyptisches Fest der Nilschwämme (Epagomenen= 5 eingeschaltete Tage um das Mondjahr an das Sonnenjahr anzupassen). Sie wurden repräsentiert durch die Geburtstage der Götter: Osiris, Horus, Seth, Isis und Nephtys, den fünf Kindern der Göttin Nut.
Quelle: http://www.harfners.de/fest1.htm

15. Juli: Löwe, zunehmender Mond: Fest der Voodoo-Göttin Erzuli in Port Au Prince, Hawai. Sie ist eine Göttin der Liebe, der Leidenschaft und des Wohlstandes.
Quelle

15./16. Juli = 1.Hekatombaion, Löwe, zunehmender Mond: Eiseteria: Fest für die griechische Göttin Athena Boulaia, bzw. Zeus Boulaios, Athena in ihrer Funktion als Ratgeberin.
Quelle: (5)

17. Juli: Jungfrau, zunehmender Mond:
Geburtstag der ägyptischen Göttin Isis, Mutter-Göttin und All-Mutter
Quellen: Göttinnen großer Kulturen, Vera Zingsem

18. Juli: Jungfrau, zunehmender Mond
Geburtstag der ägyptischen Göttin Nephthys, Toten-, Grab- und Geburts-Göttin, Tochter der Nut und Schwester der Isis (siehe schlangengesang 4/04)
Quellen; s.17.Juli

18./19. Juli = 4.Hekatombaion, Jungfrau, zunehmender Mond: Aphrodisia: Fest der griechischen Göttin Aphrodite Pandemos und Aphrodite Peitho. (siehe Text schlangengesang 4/04)
Quellen: (5), (6)

19. Juli: Jungfrau, zunehmender Mond
ägyptischer Neujahrstag: Hochzeitstag der Isis und des Osiris
Quellen: s.17.Juli

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Veranstaltungen


Lammas - Ritual - Kräuterweihe
Leitung: Bridget
Lammas, das Schnitterinnenfest, ist das Fest des Hochsommers, der Getreideernte und der Kräuterweihe. Der Sommer entwickelt seine größte
Feuerkraft, auch wenn die Tage wieder kürzer werden. In diesem Ritual wollen wir die Erfahrung von Licht und Liebe stärken und uns damit hei-
len. Wir weihen unsere Zauberkräuter, die uns über den Winter begleiten werden, begegnen unserer Stärke und verströmen unsere eigene Hitze
mit Singen und wildem Tanz.
Zeit Mittwoch, 15. August um 18 Uhr
Ort wird noch bekannt gegeben.
Kosten 13 Eurakel (Der Erlös geht als Spende an das FrauenNetzwerk.)
Anmeldung: Online
oder
FrauenNetzwerk
Baden-Baden e.V.
Langestr. 56
76530 Baden-Baden
Telefon: 07221 / 271191
Telefonzeit ist donnerstags
von 17.30-19.30 Uhr

Reclaiming Witchcamps
Deutschland:
Phönix-Camp für Männer und Frauen, zweisprachig (deutsch & englisch)
Termin: 22. September bis 29. September 2007

Feencamp, Norddeutsches Reclaiming-Witchcamp für Frauen, wurde in 2006 in Hels Kessel gegeben und findet nicht mehr statt.

Europa:
Loreley-Witchcamp für Männer und Frauen
Termin: 10. August bis 17. August 2007

England, Somerset:
Avalon, Witchcamp für Männer und Frauen
Termin: 8. bis 15. August 2007
Weitere Infos: www.reclaiming.de/witchcamps
Termine und Infos auf www.reclaiming.de außerdem zu Treffen und Jahreskreisfesten.

Neue Ausstellung in Bregenz: Mythologische Landschaft Ostschweiz und Vorarlberg
Die erfolgreiche Ausstellung zur Mythenlandschaft der Ostschweiz und Vorarlbergs wird neu auch in Bregenz zu sehen sein:
Ort: Vorarlberger Landesbibliothek, Fluherstr. 4, A-6900 Bregenz, info.vlb@vorarlberg.at
Zeit: 16./17. Mai bis 8. Juni 2007

Mythologisch-Reisen Angebot von Edition Amalia
Samstag, 9. Juni 2007
Mythos Pilatus – ein Berg und seine Geschichte
Kulturreise in die Region Luzern und an den Vierwaldstättersee. Besuch der Kultstätte Flüeli-Ranft mit der vorchristlichen Mythenlandschaft. Weiterreise nach Alpnach-Stad und mit der Zahnradbahn auf den Pilatusberg mit seiner Sagen- und Mythenwelt. Individuelle Anreise nach Sarnen bzw. Flüeli-Ranft. Führung nach Programm (ca. 10.30-17.30 h): Flüeli-Ranft – Sarnen – Alpnach-Stad –Pilatus (von dort individuell weiter nach Luzern).
CHF 165.– / EUR 110.–

Samstag, 18. August 2007
Heilende Orte der Verena: Zurzach und Baden
Kulturreise zu den legendenhaften Stätten der heiligen Verena. Sagen, Mythen und Brauch der Grossen Ahnfrau Verena, die einst in sakralen Landschaften verehrt wurde. Besuch des Verenamünsters in Zurzach und der Wasserkultstätte Baden (ehem. Verenabad). Individuelle Anreise nach Zurzach, Führung nach Programm (ca. 10.00-17.30 h): Zurzach – (mit der Bahn nach) Baden – Museum – Verenabad.
CHF 165.– / EUR 110.–


Kräuterhexenschule: Kräutertees, Johanniskrautöl und Calendulaessenz:
Wie man Kräuterarzneien selber herstellen kann

In diesem Seminar könnt ihr lernen wie man Kräutertees, alkoholische Kräuterauszüge, Kräutersäfte - und Sirup, Bäder Kräuteröle und Salben selber herstellen kann und wie man sie anwendet. Es gibt Tipps zu Auflagen und Wickeln, sowie zur Dosierung der Arzneien. Im Seminar verarbeiten wir frische Kräuter zu einer Tinktur oder einem
Kräuteröl.
Am 23.6.2007 von 10-15.00 in Unterhaching bei München. Kosten: 40 €
(inkl. Skript und Material). Sabine Zeitler, Heilpraktikerin
Informationen unter: Homepage:www.praxis-zeitler.de, Email:
info@... oder telefonisch unter 089/60011548

 




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18.5.2007