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Herzlich Willkommen zur 20-ten Ausgabe des Schlangengesangs.
Der November ist da, den man ja früher auch Nebelmond nannte. Wir fanden das den perfekten Zeitpunkt um euch die versprochenen
Avalonausgabe zu präsentieren. Ganz besonders freuen wir uns, dass
wir für diese Ausgabe auch Zusendungen von euch bekommen haben. Dafür vielen Dank und bitte schickt uns weiter eure Texte.
Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
ArtemisAthene, Caitlin, Gwenhwyfar, Gan-Chan, jana, Karmindra, Lilia, Medea La Luna, Nebelweib
Inhaltsverzeichnis
Göttin:
- Verteidigung für Persephone
- Die Göttin in der Artussage
Thema:
- Avalon und ich
- Das goldene Zeitalter der Frau - Avalon als Orientierungshilfe
- Bradleys Avalon
- Die Nebel von Avalon der Film
- Avalontarot
Erfahrungen:
- Die Göttin zu Lammas
Pflanzen:
- Die Eibe
- Der Apfelbaum
Praktisches:
- Avalonräucherung
- Reise nach Avalon
Aufgelesen:
- Buchrezensionen:
Fee Morgane
Weihnachtshexe
Netze weben:
- Links und Infos
Kalender:
- Feiertage
- halkyonische Feiertage
- Veranstaltungen
Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden
 
Göttin:
Verteidigung für Persephone
Ich bin ein Persephone-Typus ! Das habe ich schon in mehreren
Büchern vergleichen können. Ob ich diese „Analysen“ und „Schubladen“
nun ernst nehmen will oder nicht, ist dahingestellt. Somit ist es aber
ganz natürlich, dass ich mich mit dem Mythos der griechischen
Unterweltsgöttin befasst habe. In vielen Darstellungen und Aufzeichnungen ihrer Geschichte finde
ich die verschiedensten Interpretationen ihrer Persönlichkeit; die
meisten allerdings mit eher devotem Charakter. Diese sollten vielleicht
auch mal anders beleuchtet werden; das möchte ich hiermit tun.
Demeter wird als die „Übermutter“ aufgezeigt, die vor Schmerz um
ihre Tochter die Erde verdorren lässt. Demeter hat ihre Tochter seit
deren Geburt in ihrem „Schlepptau“; das Mädchen hat ihre Berechtigung
lediglich als Mädchen (Kore) und somit kaum eine eigene Persönlichkeit.
Diese steht ihr aber zu und sie will – und wird – sie auch erlangen.
Nun ist es ja bekannt, dass es gerade die „braven Mädchen“ sind,
die die „dunklen Jungs“ anziehen; das war schon früher so, zu meiner
Zeit ebenso und wird sich wohl so schnell nicht ändern. Auch zur
Blütezeit der griechischen Götter galt bereits dieses Wechselspiel von
Licht und Schatten und hat manchmal sogar funktioniert.
Ich will mich daher in die Szene versenken:
Persephone ist mal wieder total angenervt von ihrer totalitären
Mutter, die zwar umsorgend und gebend ist, doch ist die Abhängigkeit zu
ihr auch sehr anstrengend und ihrer „Überwachung“ ist die junge Frau
auch längst entwachsen. Gedanken und Wünsche streifen durch ihre
Phantasien und plötzlich – während sie noch auf der Blumenwiese sitzt,
ihre Haare kämmt und vor ihrem geistigen Auge ihre Flucht plant – kommt
ein schwarzer Wagen mit schwarzen Pferden und auf ihm … ein dunkler
Held; groß, breitschultrig, in Leder gekleidet und mit dunklen Locken,
die sein breites Grinsen umspielen … uff, welche Jungfrau sollte da
widerstehen ! Sie lässt sich also rauben und springt in das Abenteuer – wie
jede junge Frau denkt sie überhaupt nicht dran, was sie den Menschen
für Schmerzen auferlegt, die sie zurück lässt. Wieso sollte sie auch;
schließlich ist sie jetzt mal dran mit entscheiden.
Hades zwar – als bedeutender Gott der Unterwelt, aber durch seine
düstere Heimstatt nicht gerade der beliebteste unter den Olympiern –
würde sich am liebsten sofort über die Maid hermachen, doch jetzt, wo
Persephone durch eigene Entscheidung aus dem Schatten ihrer Mutter
getreten ist, zeigt sie Weisheit und Kraft. Erst will sie legitime
Gattin und somit auch Königin werden, bevor sie dem Drängen ihres
Verehrers nachgibt – das schützt sie zwar nicht vor dem häufig
begangenen Ehebruch der Götter (wie Zeus ja offenkundig aufzeigt), doch
gibt ihr der Status einer Gattin eben auch die Würde der Königin und
somit ebenbürtige Regentin im Totenreich; kein zu verachtender Titel.
Die Zeiten in den verschiedenen Ebenen von Erde und Totenreich
laufen anders, das ist uns allen bekannt. Die drei Vorbereitungstage
der Hochzeit sind die drei Klagemonate der Demeter und somit
verschieben sich wieder die Dimensionen.
Auch lässt sich Persephone nicht irgendwelche Totenspeise in den
Mund schieben ! Nein, ganz gezielt nimmt sie pro Tag einen
Granatapfel-Kern zu sich, denn auch sie weiß, dass sie dadurch mit
ihrer neuen Heimat verbunden ist und das will sie ja auch. Aus dem
Mädchen, das nie Entscheidungen treffen musste (durfte) ist eine starke
und kluge Frau geworden, die sich einen der patriarcharen Hauptgötter
zur Seite gestellt hat. Jedoch steht sie im weiterführenden Mythos als
Göttin des griechischen Totenreiches; Hades selbst wird oft nur noch am
Rande erwähnt, wenn es um streitende Parteien in der Götterwelt geht.
Wie bei den Griechen heute noch üblich, hat im Hause die Frau das
Sagen, weil sie die Hüterin ist – Persephone hat sich also ganz gezielt
Hausrecht verschafft.
Auch wusste die junge Frau, dass ihre Mutter auf der Erde alles in
Bewegung setzen würde, um sie wieder zu finden und ihr Recht zu
erstreiten, die Tochter an der Seite zu wissen. Somit war ihr klar,
dass die Dunkelheit ihres Reiches immer gepaart sein würde mit dem
Erwachen auf der Erde und für sie die ideale Symbiotik ergibt.
Dass die Ehe zwar mit einem Raub, einer Naturkatastrophe und einem
mütterlichen Desaster begann, im weiteren Verlauf jedoch kaum Skandale
vorzuweisen hat, ist wohl auch der klugen Wahl der Persephone zu
verdanken, die sich ihren „wilden Krieger“ sehr schnell zähmte.
Hiermit wollte ich einfach mal einen Stab für die mir sehr am
Herzen liegende Göttin brechen, die in ihrem eigenen Mythos von den
anderen Akteuren so an die Wand gespielt wird, dass man fast meinen
könnte, sie hätte keinen Einfluss auf ihre eigene Geschichte gehabt –
doch weit gefehlt. Eigentlich hat sie alles eingefädelt und inszeniert;
alle anderen waren nur ihre Statisten und sie hat die Regie geführt.
Ina-Lena
 
Göttin:
Die Göttin in der Artussage
Da es schwierig ist, sich auf eine avalonische Göttin festzulegen,
entschieden wir uns, euch an dieser Stelle die weiblichen Archetypen
der Göttin vorzustellen, die in der Artussage vorkommen.
Durch die Christianisierung und permanente Veränderung der Texte,
ist nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar, dass praktisch alle in
der Artussage erwähnten Frauen Göttinnen darstellen.
Beginnen wir mit einer der faszinierendsten Figuren: Morgan le Fay.
In den mittelalterlichen Versionen der Sage ist sie oft die „böse“
Zauberin, bei Thomas Malory ist sie zusätzlich eine der drei Königinnen
die den verwundeten Artus nach Avalon bringen., weiterhin kann sie ihre
Gestalt wandeln, was sie unter anderem zum Schutz ihrer Schwestern
nutzt. Bei Geoffrey Monmouth wird schließlich deutlich, dass Morgan die
Beschützerin und Göttin der keltischen Anderswelt ist und ihre
Feindseligkeit gegenüber Artus daher rührt, dass sie als seine Prüferin
auftritt. Als Prüferin tritt Morgan auch in der Geschichte um Gawain und
den grünen Ritter auf. Sie ermöglicht ihm hier eine Initiation, die
notwendig ist um ihn zu prüfen und ihn auf seine Rolle als „Ritter der
Göttin“ vorzubereiten. Morgan deren Ursprünge bis zu den irischen
Göttinnen Macha und Morrigan reichen ist eine dunkle Göttin. Sie
verkörpert somit auch die Qualitäten des Winters und des Krieges.
Gerade in der Artussage, hat sie aber einen Gegenpol und das ist
Gwenhwyfar die die „Blütenbraut“ oder Frühlingsgöttin verkörpert. Sie
steht für das aufkeimende blühende Leben. Diese beiden Aspekte der
Göttin sind nicht vereinbar und werden so zu Gegenspielerinnen.
Auch die Dreiecksbeziehung von Artus, Lancelot und Gwenhwyfar, hat
ein göttliches Motiv: der Helle und der Dunkle, der Sommerkönig und der
Winterkönig, kämpfen um die Hand der Blütenbraut. Die Geschichte um die
Blütenbraut ist eine alte Geschichte, die für den Wechsel der
Jahreszeiten steht und auch Parallelen zum Persephone Mythos hat.
Gwenhwyfar ist aber nicht nur die Göttin in Form der Blütenbraut,
sondern sie symbolisiert außerdem auch die Souveränität des Landes. Das
ist der Grund warum sie von Melwas geraubt wird, denn wer die
Souveränität des Landes besitzt, ist somit der Herrscher des Landes.
Das macht auch das eigentliche Drama der Liebe zwischen Lancelot und
Gwenhwyfar aus, denn Gwenhwyfar ist eben nicht nur einfach eine
beliebige Frau, sonder eine der wichtigsten für Britannien. Und indem
Lancelot Gwenhwyfar durch seine Liebe für sich gewinnt, entmachtet er
gleichzeitig Artus als König des Landes.
Und so ist es mit vielen Frauen in der Artussage, manche werden nur
beiläufig erwähnt um den Anschein zu erwecken sie seien unwichtig, über
die Jahrhunderte und Generationen wurden sie in der Geschichte
geschmälert und verändert, aber immer noch können wir das Antlitz der
Göttin erkennen, und ohne sie und ihre Impulse wäre die Artussage
nichts.
Quellen: John Matthews: „Der Artus-Weg“
Heide Göttner-Abendroth “Fee Morgane” siehe auch unter „Aufgelesen“
Gwenhwyfar
Thema:
Avalon und ich
Der alte Weg. Ich blicke auf und lasse diese Worte in mir
nachklingen. Der alte Weg – der alte Weg. Ich bin 12 und lese Marion
Zimmer Bradleys „Die Nebel von Avalon“. Ich bin gebannt, gefesselt,
fasziniert. Avalon, die Nebel, das zweite Gesicht – der alte Weg.
Mit diesem Buch fing alles an, ich hatte es aus der Schulbücherei
ausgeliehen. Die Geschichte hatte mich sofort in ihren Bann geschlagen.
Das war alles so faszinierend. Die Priesterinnen mit dem zweiten
Gesicht, die Feste, die Bräuche, einfach alles. Der alte Weg hat mir
schon damals gefallen, auch wenn ich mich noch nicht weiter darüber
informiert habe. Wie soll man auch mit zwölf wissen, dass man das auch
wirklich leben kann? Doch obwohl ich das nicht wusste hat mich das Buch
beeinflusst. Da war die Geschichtsstunde in der ich protestieren
wollte, weil ich es bei Bradley etwas anders gelesen hatte, oder die
Ethikklausur in der es um den Tod ging. Und ich schrieb von Leben, Tod
und Wiedergeburt, dabei kannte ich das in dieser Form nur aus den
Avalonbüchern.
Im Herbst 2001 saß ich mal wieder am Rechner und gab bei Google®
den Begriff „Wicca“ ein. Den hatte ich beim fernsehen aufgeschnappt und
wollte nun rausfinden was das ist. Das Suchergebnis überraschte mich
dann doch. Das waren ja endlos viele Seiten. So hatte ich dann erst mal
genug zu lesen, und was ich da las gefiel mir auch. Kurze Zeit später
las ich mal wieder die Wälder von Albion, einen der Folgeromane zu den
Nebeln und da fielen mir dann einige Parallelen auf. Das verdutze mich
erst mal, doch dann fiel mir der Dankestext auf der letzten Seite der
Nebel von Avalon ein. Ich holte mir also das Buch schlug die Seite auf,
las und da stand es ganz eindeutig: Bradleys Vorlagen waren Wicca und
Naturreligion. Eigentlich wunderte ich mich, dass mir das nicht gleich
aufgefallen war, war es doch wirklich überdeutlich.
Ich weiss nicht ob Bradley wusste welche Wirkung ihre Bücher haben
würden. Ich bin viel im Internet unterwegs und habe so schon viele
Leute kennen gelernt die ebenfalls durch Avalon auf den alten Weg
gekommen sind, und die von Bradleys Bücher beeinflusst wurden und
werden. Manche von ihnen glauben, dass alles genauso war wie Bradley es
schrieb. Andere glauben, dass alles nur ein Mythos ist.
Ich gehöre zu denen die nicht glauben, dass alles so war wie
Bradley es schreibt, auch wenn ich als Schülerin da noch anderer
Meinung war. Ich denke dass der Verdienst von Marion Zimmer Bradley einfach
ist, eine Alternative aufgezeigt zu haben. Eine Alternative, in der
Frauen die Geschicke der Welt lenken, eine mit einem starken
Göttinnenbezug, eine die zeigt, wie es gewesen sein könnte und wie es
vielleicht heute noch sein könnte.
Mir hat sie eine Tür gezeigt und ich bin hindurchgegangen,
beschreite nun den Weg der Göttin um IHRE Priesterin zu sein. Avalon
als Tür, aber auch als eine Art Heimat, als Ursprung, als Erinnerung.
Gwenhwyfar
~)O(~
Thema:
Das goldene Zeitalter der Frau - Avalon als Orientierungshilfe
Avalon war und ist von jeher eine mystische Insel, ähnlich dem
versunkenen Atlantis. Von ihrer Existenz zeugen nur wenige Quellen und
über ihr Verschwinden ist in der Allgemeinheit auch nur wenig bekannt.
Ihre magische, fast enigmatische Wirkung aber, machte sie zu einem
Mythos, zu einem Sagenland, dass nach dem Glauben oder dem Wunsch der
Anhänger irgendwann wieder zurückkehren wird. Und mit ihr all ihre
Mysterien und Geheimnissen.
Der Mythos Avalon und die damit verbundenen Assoziationen,
reflektieren nicht zuletzt vor allem die Symbiose von Matriarchat und
Mythologie.
Was viele Wicca-Anhänger und spirituelle Frauen an Avalon
fasziniert, ist meist nicht das tragische Mittelalterdrama, sondern die
Eigenständigkeit, das Selbstbewusstsein und die Kraft der Frauen
Avalons. Die Vorstellung einer, auf einer Göttinnen-Religion
aufbauenden Gesellschaft, die friedlich einem auf das Weibliche
zentrierten Organisationsmodell folgte, beeindruckte ganz Generationen.
Das assoziierte Bild einer Gemeinschaft wie auf Avalon kann somit, wenn
in den Mittelpunkt gerückt, die Neubestimmung der Stellung der Frau in
modernen Gesellschaftsformen, beeinflussen.
Die moderne westliche Gesellschaft und auch die Gesellschaft der
letzten Jahrhunderte hat den meisten Frauen glauben gemacht, sie
müssten innerhalb eines bestimmten sozialen Rollenschemas agieren. So
erklärte Schopenhauer in seinem Werk „Über die Weiber“, Frauen könnten
nicht rational handeln, denn ihr Denken sei von Tratsch, Belanglosem
und Emotionen geprägt. Des Weiteren waren Frauen größtenteils auf Heim und Herd
beschränkt, scheinbar immer dem Patriarchat unterlegen. Dennoch brachte
der erste und zweite Weltkrieg eine erste große Wende, da während und
nach dem Krieg Frauen als Arbeitskräfte unentbehrlich, wenn nicht so
gar begehrt waren. Der kriegsbedingte Überschuss an Frauen in den 20er und 30er
Jahren führte zu einem neuen Selbstbewusstsein der Frauen, die sich
erstmals auch lasziv schminkten und figurbetont kleideten. Zwar wurde
die Frau in den 50er und 60er Jahre wieder zurück zur adretten
Mutterfigur stilisiert, aber gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts
emanzipierten sich die Frauen und schafften den Sprung in die Karriere.
Trotz alledem empfinden viele Frauen der Spagat zwischen
Unabhängigkeit, Freiheit und der naturbedingten Mutterrolle in einer
männerdominierten Gesellschaft immer noch als äußerst schwierig.
Vorurteile, gläserne Decken und vermehrte öffentliche soziale Kritik
verunsichern viele junge Frauen, denn zusätzlich propagiert das moderne
Schönheitsbild den Stereotyp der schlanken, schönen und beruflich sowie
privat erfolgreichen Frau.
Das innere Ungleichgewicht, welches hierbei von vielen Frauen
wahrgenommen wird, war unter anderem auch Grund für eine Rückbesinnung
zur Naturverbundenheit. Die Harmonie mit der Umwelt spielt eine
wichtige Rolle bei der weiblichen Selbstfindung. Umso schwerer fällt es
in der hektischen Moderne, den Anschluss an die Rhythmen der Natur zu
finden.
Vorbilder und Ideale sind in dieser schwierigen Zeit somit unerlässlich, um Lebenswege und Lebensalternativen aufzuzeigen.
Die Ideale und Werte des Mythos Avalon dienen dabei nicht nur als
Inspiration einer friedlichen Co-Existenz mit und in der Natur, sondern
auch als Wegweiser für eine „gynozentrische Ethik“, weg von
Materialismus und Konsumfreudigkeit. So schlussfolgert Shahrukh Husain, dass „das Goldene Zeitalter
der Frau […] als notwendiges Zukunftsmodell betrachtet [wird]: als der
Versuch durch die Neuschöpfung einer friedlichen, ökologiebewußten Welt
um eine Katastrophe abzuwenden.“*
Somit sollte Avalon nicht nur retrospektiv sondern auch
zukunftorientiert betrachtet werden, als Möglichkeit der Orientierung
und Versinnbildlichung einer Lebensart.
*Zitat nach: HUSAIN, Shahrukh, Die Göttin: Das Matriarchat, Mythen und Archetypen, Fruchtbarkeit und Überfluss, (2006 Köln)
Cethin Aig
~)O(~
Thema:
Bradleys Avalon
1982 erschien in den USA Marion Zimmer Bradleys „The Mists of
Avalon“ ein Buch das Marion Zimmer Bradley zu Bestseller Autorin
machte.
Das Buch behandelt die Artussage aus weiblicher Sicht.
Marion Zimmer Bradley war generell ein großer Fan der Artussage,
und hat diese seit ihrer Kindheit in allen verfügbaren Varianten
gelesen. So lag es nahe, dass sie selbst auch eine Version schrieb,
aber eine mit weiblichen Hauptcharakteren. So hat sie es in vielen
ihrer Bücher gemacht, Frauen die Geschicke in die Hand gegeben und so
eine Reihe kraftvoller Charaktere geschaffen. Für ihre Geschichte brauchte sie natürlich Material, welches sie
einmal in den Sagen und der Geschichte Englands, aber auch der Legende
von Atlantis fand.
Sie hat gut recherchiert, soll sogar auch an die einzelnen
Handlungsorte gereist sein und hatte definitiv Kontakt zu
naturreligiösen Gruppen geknüpft um alles so authentisch wie möglich
gestalten zu können. In den Folgebänden zu „den Nebel von Avalon“ hat sie versucht
eine Brücke zu Atlantis und ihrem 1984 erschienen Roman „Das Licht von
Atlantis“ zuschlagen. Innerhalb dieses Romans gibt ein Ritual dass die
beiden Schwestern Domaris und Deoris vollziehen welches sie beide für
alle Inkarnationen, durch alle Zeitalter und bis in die Ewigkeit an die
Göttin bindet. Des Weiteren knüpfen sie einen karmischen Knoten um sich
und ihre Kinder für immer aneinander zu binden.
Die Tempelnamen der beiden Schwestern Isarma und Adsartha tauchen
in den anderen Avalonbüchern einige male auf und bilden so eine nicht
auf den ersten Blick erkennbare Brücke. Manchmal wird direkt erwähnt,
dass sich ein Charakter an Atlantis erinnert. So eine Stelle gibt es
sogar schon in den Nebeln, bei Uther und Igraine. Die größte und deutlichste Brücke schlägt jedoch der posthum
erschienene und von ihrer Freundin und Co-Autorin Diana L. Paxson
geschriebene Roman die Ahnen von Avalon, in dem wir einigen Charakteren
aus „Das Licht von Atlantis“ wiederbegegnen und die Flucht von Atlantis
auf die britischen Inseln miterleben. Bedauerlicherweise schafft es der Roman aber nicht eine
schlüssige Brücke zu den Wäldern von Albion zu schlagen. Gerüchten
zufolge soll ein weiterer und nun wirklich letzter Avalonroman in
Arbeit sein. Ich bin sehr gespannt was diesmal zum Thema gemacht wird.
Die Avalonromane nun noch mal in der Übersicht:
Geschrieben wurden sie in folgender Reihenfolge:
Die Nebel von Avalon
(behandelt die Artussage)
Die Wälder von Albion
(behandelt den Konflikt zwischen Römern und Kelten und schließlich die Flucht der Priesterinnen nach Avalon)
Die Herrin von Avalon
(besteht aus 3 Einzelbänden, der erste bildet dir Nachgeschichte zu
den Wäldern von Albion, der letzte ist die direkte Vorgeschichte zu den
Nebeln von Avalon. Der mittlere bildet die zeitliche Brücke zwischen
beiden)
Priesterin von Avalon
(hier geht es um die Kaiserin Helena, die ursprünglich in Avalon zur Priesterin ausgebildet wurde)
Die Ahnen von Avalon
(die Flucht aus Atlantis auf die britischen Inseln)
Wenn ihr die Geschichte chronologisch lesen wollt, also nach Handlungsverlauf dann wäre dies hier die richtige Reihenfolge:
Das Licht von Atlantis
Die Ahnen von Avalon
Die Wälder von Albion
Die Herrin von Avalon Band 1
(die beiden nächstgenannten sind austauschbar, da sie sich zeitlich überschneiden)
Die Herrin von Avalon Band 2
Die Priesterin von Avalon
Die Herrin von Avalon Band 3
Die Nebel von Avalon
Dann bleibt mir nur noch, euch beim eintauchen in diese Geschichten viel Spaß zu wünschen.
Gwenhwyfar
~)O(~
Thema:
Die Nebel von Avalon, der Film
Die Nebel von Avalon
Auf 176 Minuten Spielzeit versucht Bernd Eichinger die legendäre
Sage um König Arthus und dem Heiligen Gral darzustellen. In den
Hauptrollen Anjelica Huston als Vivianne der „Herrin des Sees, Herrin
von Avalon“ und Julianna Margulies als Morgane.
Nicht nur der Mythos um König Arthus wird dargestellt, sondern
auch der Konflikt zwischen alter Religion und neuer Religion, zwischen
Christentum und der Anbetung und Verehrung der Göttin. Es wird klar,
was es heißt, eine Priesterin zu werden und zu sein, klar, was der Weg
der Großen Mutter bedeutet. Mir fehlt der Vergleich zum Buch um sagen
zu können, ob Eichinger gelungen ist, nah am Original zu verweilen, ob
alle Facetten der Romanvorlage sich im Film wieder spiegeln.
Das Werk zeigt aber eine positive Resonanz auf all jene, die den
Weg der Mutter nicht nachvollziehen können, die nicht wirklich wissen,
was es heißt: alte Religion und die Konflikte zwischen christlichem
heutigen Glauben und dem Glauben an die Göttin. Vielen ist die Angst
vor dem Tun und dem Weg der Göttin genommen worden, die diesen Film
unvoreingenommen sahen und das Buch nicht kannten. Die Quintessenz am
Ende des Filmes, das die Mutter überlebt hat in Gestalt der Maria und
wieder angebetet und geehrt wird ist der Übergang in die Neuzeit und
bleibt auch dem ungläubigsten Zuschauer sicherlich in Erinnerung.
Eine positive Resonanz also, wenn ein solches Werk auf
Kinoleinwand a la Hollywoodfabrik aufgearbeitet wird. Will die Göttin
doch jeden erreichen, manchmal vielleicht auch über solche Wege.
„Die Nebel von Avalon“ auf DVD
176 Minuten
Eine Bernd Eichinger Produktion
Ein Uli Edel Film
Medea La Luna
~)O(~
Thema:
Avalontarot
Als ich vor einigen Jahren bei einem Gang über die Esoterik-Messe
in München das AVALON TAROT entdeckte, war es bei der ersten Berührung
um mich geschehen. Schon allein das Cover sprach mich so eindringlich
an, dass ich wußte ... das muss mir gehören. Zuhause habe ich dann ganz erfurchtsvoll die Folien entfernt und
mich mit den Bildern vertraut gemacht, die mir bereits beim Anschauen
die ersten Geschichten erzählten. Viel einzustimmen in die Avalon/Artus-Materie gabs wohl nicht
mehr bei mir, da ich diese Legende seit vielen Jahren zu meinen
liebsten Erzählungen um den Wandel des Glaubens von den alten
Weisheiten und vielschichtigen Göttern hin zum Doktrin des Christentums
und seiner Eingleisigkeit zähle – für mich ist sie ein wahrer
Schöpfungsschatz an Lehren. Dies hat mich auf die Idee gebracht, meine Gefühle in die
Erklärung der Karten mit einfließen zu lassen und mir meine eigenen
Texte zu den Bildern zu gestalten.
Nachfolgend habe ich die ersten 6 Karten als kleinen Einblick in
das Gesamtwerk für die Leser bereit gestellt; ich hoffe, es bereitet
Euch genauso viel Freude, wie mir, jedesmal bei der Arbeit mit diesen
ganz speziellen Karten.
Solltet Ihr Interesse am „Gesamtwerk“ haben, dann meldet Euch doch bitte unter: magie @ animali-cooking. de
0 – Der Narr
PARZIFAL
„Oh, Du mein ... Antiheld“.
Weich, warm und zärtlich wuchst Du auf –
kein Arg war in Deinem Herzen und
auch nachdem Du das Nest verlassen hattest,
trugst Du hehre Kraft in Deinem Geiste.
Der Mutter Herz gebrochen,
der Kundry Liebe verweigert,
versagst Du Dir jede sinnliche Regung;
selbst Mitleid hat da keinen Platz im Herzen.
Viele Jahre Knechtschaft des eigenen Geistes
musstest Du ertragen, um dann zu sehen:
„Du kannst nur für Dich allein entscheiden !“
Zu spät warst Du geboren, geliebter Tor,
als dass Dich die alten Weisheiten hätten führen können.
Erzogen und geprägt durch die Strengen Sitten der Christen,
die Dir anfangs sogar das „mit-leiden“ untersagen.
1 – Der Magier
MERLIN
Du kraftvolles Wesen
mit den schweren Entscheidungen.
Oft und viel
wurde alles abverlangt von Dir
und Du gabst – wie Du bekamst !
Der Sinn des Abwägens steckt in Dir –
so soll der Vorteil nicht Dein Schaden sein.
Musst Menschen begleiten und
willst Dich doch lieber den Feen zuwenden.
Gibst Dein Wissen denen,
die oft nicht verstehen damit umzugehen.
Versuchst Deine Energien
allein nur für die Gerechtigkeit einzusetzen -
doch macht Dich das auch gerecht ?
Macht Dich die Liebe zu den
falschen Menschen denn gleich schlecht ?
Wenn Du zu uns zurückkehrst,
haben wir viele Fragen an Dich !
2 – Die Priesterin
NIMUE
Du Wandlerin zwischen der Insel
und den Hainen.
Klar und rein ist Deine Nebelgestalt.
Kann man Dir trauen, wenn man sich Dir anvertraut ?
Führst Du mich in die weite Ferne
oder ins enge Dunkel –
egal, ich gebe Dir meine Hand.
Vertrauen will ich Dir,
da es meine Schwestern taten,
und hoffen, Du wirst es nicht verraten,
wo und wie Du damals gebannt,
den Zauberer ins Liebesland.
Damit ich von Dir lerne die Magie,
die immer gut tut und schadet nie !
3 – Die Kaiserin
GUINEVERE
Holde Unglückliche Du, die sich nicht entscheiden kann
zwischen Liebe und Pflicht.
Warum stellt man Dir unerfahrenes Mädchen
auch solch einen Zwiespalt.
Warum gibt man Dir nicht das Recht,
beide Männer zu lieben und
damit zu Dritt ein Reich zu regieren.
Wie wohl wäre da das Volk geborgen,
würden sich Drei Liebende um es sorgen:
Rechts der starke, würdige, hohe Herr,
mittig die liebende, glänzende Frau und
links von allen, der gütige, treue Freund
der beide liebt und verehrt
und somit im Triumvirat
den Ausgleich gewährt.
Warum folgtest Du nicht
Deiner inneren Stimme,
zu entwirren, die verworrenen Dinge;
der Liebe Los gabst Du dafür,
die Christengebete hielten Dich
nicht schadlos dafür.
4 – Der Kaiser
ARTUS
Du stolzer Unglücklicher –
nie wolltest Du dem Ruf folgen, ein König zu sein.
Doch alle anderen entschieden für Dich –
Dein ganzes Leben lang:
Merlin – Du wärst Herrscher;
Guinevere – Du wärst Gemahl;
Morgaine – Du wärst Vater;
Lancelot – Du wärst Freund;
das Volk – Du wärst Retter.
Die Kirche jedoch entscheid für Dich:
Du wärst
- verfallen im Inzest,
- Retter des Grals,
- gehörnter Ehemann und
- Freundesverliebter.
Was wäre wohl erst für ein Großer
aus Dir geworden,
wenn Du jemals selbst
entscheiden hättest können ?
5 – Der Hohepriester
TALIESIN
Du Zauberer und Wissender,
der Du Dich in vielen Gestalten
in unser Herz und unser Leben schleichst
und uns mit Deinen Worten und der Musik
der Anderswelt entführst.
Wie Orpheus lässt Du uns
an Deinem Talent teilhaben,
das Du von den Feen selbst bekommen hast.
Unsere Seele wird weich, wenn wir Dir lauschen
und mit Deinen Harfenklängen unser inneres Ich bereisen.
Schnell wurde Dein Andenken vergraben,
da Du zu kraftvoll für den neuen Glauben bist.
Doch als man Dich auch nach vielen Jahren nicht mehr leugnen kann,
setzte man einen weisen Mönch mit Deinen Gaben ein,
der wohl als Franz von Assisi
auch viele Lebewesenherzen erweichen kann.
Dieser war wohl nur eine Deiner vielen Gestalten,
in der Du nun unter uns wandelst.
Ina-Lena
Anmerkung der Redaktion: Leider können wir euch zu diesem Beitrag
aus urheberrechtlichen Gründen keine Bilder zur Verfügung stellen.
Dafür haben wir euch den Link zu aeclectic.net herausgesucht, dort
werden einige Karten gezeigt:
Bitte hier entlang
Erfahrungen:
Die Göttin zu Lammas
liebes wunderbares schlangengesang-team,
ich habe gerade den neuesten rundbrief gekommen und habe natürlich
umgehend begonnen ihn zu lesen. bei der erwähnung von tiranias email
musste ich jetzt erst einmal unterbrechen und selber was an euch
schreiben, zumal in der ausgabe davor von glastonbury und avalon die
rede war:
jedes jahr, seit nunmehr 11 jahren, findet in glastonbury um lammas
herum die goddess conference statt zu ehren der großen mutter, der lady
of avalon. die gesamte umgebung wird als heiliger boden verehrt, lammas
gilt als ihr höchstes ehrenfest.
jedes jahr treffen sich um die 300 frauen und ein dutzend männer
(obwohl, es werden tatsächlich immer mehr, es waren dieses mal schon
fast 20) und nehmen an diskussionen, vorträgen, konzerten, ritualen,
sakralem theater, tanz, gesängen, trommeln und pilgerprozessionen zu
ehren der göttin in all ihrer vielfalt teil. dabei ist auch die eigene
kreativität gefragt, jede wird ganz individuell nach ihren bedürfnissen
und wünschen in das gesamtgeschehen eingebunden und trägt ihren teil
dazu bei.
zehn tage lang wird der gesamte ort von buntgewandeten, fröhlichen
frauen beherrscht und den ungeheuren energien, die diese frauen
erzeugen. sie kommen aus der ganzen welt um für die göttin dieses fest
gemeinsam zu feiern: aus neuseeland und australien, aus japan und
hawai, aus brasilien, mexiko, den usa und canada, aus ganz
skandinavien, ungarn, tschechien, polen und russland, aus spanien,
portugal, italien, frankreich, österreich, schweiz und deutschland, von
malta und kreta und irland.... rituale und zeremonien finden nach
möglichkeit im freien statt, an den heiligen plätzen avalons . ich habe
mit meinem mann und meiner achtjährigen tochter dieses jahr zum vierten
mal teilgenommen. allerdings herrschte helferinnen-mangel, melissas
genannt, und so habe ich auf der konferenz gearbeitet - ein
intensiveres erleben der göttin kann ich mir nach 25 jahren aktivem
leben für Sie nicht vorstellen. die energien und die liebe dort tragen
uns danach fast bis zur nächsten konferenz durch alle tiefen und alle
dunkelheit. es ist als brächte man eine spirituelle fackel mit, um das
eigene feuer im heim neu zu entzünden.
blessed be
biene - auch elster mondschatten genannt
Die Eibe - Taxus baccata
Die Eibe ist ein 20 m hoher, immergüner Nadelbaum oder Strauch mit
etwa 2 mm breiten und 3 cm langen Nadeln, deren Unterseite heller ist.
Sowohl männliche als auch weibliche Blüten der Eibe sind eher
unscheinbar. Blütezeit ist im März und April. Der im reifen Zustand
dunkelbraune Same ist von einem roten, schleimigen Samenmantel umgeben.
Der Weg zur Unterwelt ist mit Eiben umsäumt. In allen Kulturen, die
die Eibe kannten, galt sie als heiliger Baum. Sie war immer mit dem
todbringenden Aspekt der Götter verknüpft. Und noch heute sieht man sie
am oberen Ende der Alle zur Unterwelt. Auf dem Friedhof.
Das Holz der Eibe ist langfaserig, hart und elastisch. Es war daher
in früheren Zeiten bei Bogenschützen sehr begehrt. Auch heutzutage
hätte das qualitativ so hochwertige Eibenholz seinen Platz im Holzbau
gefunden. Was dagegen spricht, ist die geringe Verfügbarkeit von
Eibenholz. Eiben wachsen sehr langsam; Bäume von geeigneter Größe sind
daher größtenteils schon über 1000 Jahre alt und stehen
selbstverständlich unter Naturschutz. Gegen den forstwirtschaftlichen
Anbau von Eiben sprechen wirtschaftliche Gründe (langsames Wachstum).
So fristet die Eibe ihr Dasein überwiegend als Zierpflanze.
In der Volksmedizin wurde die Eibe als Abführmittel und bei
Blasenerkrankungen, sowie Lungenkatarrh und Husten eingesetzt. Auch als
Herzmittel war sie bekannt.
Die Eibe ist die Pflanze, mit der sich die
Giftinformationszentralen am meisten beschäftigen müssen. Dennoch
kommen ernsthafte Vergiftungen nur äußerst selten vor. Aufgrund dieser
Giftigkeit sollte die nicht in eigenregie für gesundheitliche Zwecke
verwendet werden.
Quellen: www.giftpflanzen.com, / „Aus den Grünen Hain“ von Simone
Neblich-Spang / „Blätter von Bäumen“ von Susanne Fischer Rizzi
Caitlin
Der Apfelbaum
Der Apfel oder Apfelbaum hätte natürlich super in diese
Themenausgabe gepasst, aber wir haben ihn euch schon vorgestellt und
zwar im Schlangengesang 7, daher an dieser Stelle einfach nochmal der
Link:
Praktisches
Avalonräucherung
Eisenkraut (Verbene)
Drachenblut
Apfelblüten
Eichenmoos
Eichenrinde
Misteln
Pfefferminze
Zu gleichen Teilen mischen und in einem Mörser pulverartig
zerkleinern. 9 x gegen den Uhrzeigersinn mit dem Stößel kreisen
(symbolisch für den Weg in die Anderswelt), dann 9 x im Uhrzeigersinn
kreisen (symbolisch für den Weg zurück).
Artemisathene
 
Reise nach Avalon
Reise nach Avalon
Hier noch ein Text den ihr für eine kleine Reise nach Avalon nutzen
könnt. Wenn alles klappt und ihr die Bilder gut visualisieren könnt,
solltet ihr auf der Insel eure eigenen Bilder sehen können. Lasst euch
den Text entweder vorlesen, lernt die Schritte auswendig oder sprecht
den Text aus Band, dann könnt ihr auch selbst über die Pausen zwischen
den einzelnen Schritten bestimmen. Und hier der Text:
Es ist Nacht… die Mondin scheint am Himmel… ein silbriger Schleier
liegt über allem. Taunasses Gras unter den Füssen…. Es geht durch
Gebüsch hin zum Ufer…
Da liegt er der See… die Mondin spiegelt sich wieder… ein sanfter Windhauch…
Da kommt sie... bahnt sich ihren Weg… sanfte Wellen schlagen sich
zum Ufer… die Barke hält am Ufer… darin wartet Sie… deine Führerin… du
steigst ein… die Barke dreht und es geht raus auf den See… sanftes
Schaukeln… du blickst auf den See… den Schimmer… siehst die Schwäne die
majestätisch vorbeischwimmen… nein vielmehr scheinen sie die Barke zu
begleiten… dann wird es kälter die Luft ist feucht… Die Barke fährt
durch dicken Nebel…dort hinter dem Nebel liegt es… Avalon… Die Worte
der Macht müssen gesprochen werden…wer soll sie sprechen du oder deine
Führerin? Die Worte sind gesprochen die Gesten gemacht… ein Ruck… und
dort liegt sie die Insel… ihr legt am Ufer an und du steigst aus… begib
dich nun auf deine eigene Reise…
Gwenhwyfar
 
Aufgelesen
Buchrezension
Fee Morgane
Zum Thema Avalon gibt es natürlich einiges an Büchern, darum liegt
es nah euch auch hier ein solches vorzustellen. Bradleys Avalon hätte
sich sicher angeboten *ggg* aber da das sicher viele kennen, und es
unzählige Rezensionen dazu gibt möchte ich euch hier ein Buch von Heide
Göttner-Abendroth vorstellen. Der Titel des Buches ist „Fee Morgane ~
Der heilige Gral“ und der Untertitel „Die großen Göttinnenmythen des
keltischen Raumes.“ Der Titel lässt schon vermuten worum es geht.
Göttner-Abendroth hat hier die Artussage und die Legende um den
Heiligen Gral neu erzählt und zwar aus einer Sicht die matriarchale und
patriarchale Welten aufeinander prallen lässt.
Die weiblichen Hauptfiguren wie Igraine, Morgaise und Morgane
agieren hier als Göttinnen. Parcival, der Gralssucher sucht in Wahrheit
die Göttin. Beide Geschichten können getrennt voneinander gelesen
werden und haben mir vom Erzählstil und Lesefluss sehr gut gefallen.
Die matriarchale Sichtweise lässt die Sagen in neuem Licht erscheinen
und gibt den einen oder anderen Denkanstoß. Klar es ist nur eine
mögliche Sichtweise, aber für alle die, die Artussage mal anders
erleben wollen ist das Buch unbedingt zu empfehlen.
Gwenhwyfar
Heide Göttner-Abendroth
Fee Morgane - Der heilige Gral. Die grossen Göttinnenmythen des keltischen Raumes.
Helmer (Juni 2005)
ISBN:3-8974-1166-0
Amazonlink
Die kleine Hexe feiert Weihnachten
Von der belgischen Künstlerin Lieve Baeten stammt dieses wundervoll
gezeichnete und humorvoll getextete Kinderbuch. Ihre Bücher wurden
bereits mehrfach ausgezeichnet. Die kleine Hexe Lisbeth bereitet ihr Haus für das Weihnachtsfest
vor, beherbergt jede Menge eingeschneite Hexenkolleginnen und deren
Tiere, bäckt Plätzchen, zaubert einen wunderschönen Tannenbaum und
passt ganz nebenbei auch noch auf die Nichte der Weihnachtshexe auf.
Dieses schöne Bilderbuch mit spannenden Aufklappseiten, ist seit
Jahren ein treuer Begleiter meiner Tochter durch die Adventszeit. Und
sie liebt ihre Weihnachtshexe und ist stolz darauf anderen Kindern und
auch Erwachsenen erklären zu können, dass bei ihr nicht der
Weihnachtsmann oder das Christkind die Geschenke bringt, sondern
selbstverständlich die Weihnachtshexe!
Ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch für kleine Heidinnen und Heiden, sowie deren Eltern.
Lieve Baeten, „die kleine Hexe feiert Weihnachten“
Oetinger-Verlag
ISBN 3-7891-6312-0
Preis: 12 €
Amazonlink
Netze weben
Links und Infos
Hypogeum
Jana vom Schlangengesang hat den Onlineshop Hypogeum übernommen,
der feinstes Räucherwerk, sowie Göttinnen-Schmuck und Magiebedarf
verkauft.
Deshalb gibt es jetzt mal die ungewohnte kurze Werbung: www.hypogeum.de
Wer „Schlangengesang 20“ bei der Bestellung mit angibt, erhält bis zum 30.11.2006 einmalig 5% Rabatt auf den Gesamtbestellwert.
Die Nebel von Avalon - Magische Geheimnisse
Auf dieser zweisprachigen Seite (deutsch und englisch) findet ihr
viele Informationen zum Thema Avalon, wobei der Aufhänger die Bücher
von Marion Zimmer Bradley sind. Die Seite ist nicht aktuell, aber
deshalb nicht weniger informativ
http://www.geocities.com/Athens/Crete/2682/100mist/menuhome.html
Kalender
Der Schlangengesang – Göttinnenkalender
Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in
ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten
aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es
gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber
deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das
Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine
Lebensaufgabe.
Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und
Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen.
Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer
gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu
eingeladen.
artemisathene
 
Feiertage im November
Im Jahreskreis der alten Griechen teilten sich die Mondmonate
Maimakterion und Poseideon die Zeit unseres diesjährigen Novembers. Der
Name Maimakterion war von einem Beinamen der Zeus hergeleitet und
bedeutete soviel wie der zürnende, tobende Zeus. Das Fest mit gleichem
Namen (Maimakteria) stand für den Winteranfang, ein genaues Datum dafür
ist aber nicht überliefert. Der Monat Poseideon hat seinen Namen zu
Ehren des Meeresgottes Poseidon.
Der November ist im römischen Kalender der neunte Monat des Jahres. Begonnen wurde die Zählung mit dem März.
Nebelung war die germanische Bezeichnung für den Monat November.
Damit wird ein nebel- und windreicher Monat bezeichnet. Die
Indogermanische Sprachwurzel Nebh bezeichnet Feuchtigkeit, Dunst und
Nebel.
13.November: Löwe, abnehmender Mond:
Festtag der römischen Göttin Feronia. Sie war die Göttin der
Wälder, Heilquellen und Heilkräuter. (Siehe Text im schlangengesang
5/04)
Quelle: (4), Barbara Hutzl- Ronge Feuergöttinnen und Sonnenheilige
13.-16. November: Isia: Fest der Aussaat und des Keimens im alten Ägypten und in Rom vor der Kaiserzeit. (siehe auch Oktober)
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich
wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch
sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt
und zitieren kann wäre ich sehr dankbar:
1.11. Pomona, römische Apfelgöttin, 6.11. Göttin Tiamat, 16.11
Nacht der Göttin Hekate, bzw. der Diana Lucifera, 18.11. Ardvi-Sura
Anahita, persische Göttin, 28.11. Sophia
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene
 
Feiertage im Dezember
In der antiken griechischen Welt war der Dezember für dieses
Sonnenjahr mit den beiden Poseideon-Mondmonaten besetzt. Davon gab es
je nach Bedarf, abhängig von der Übereinstimmung Mondjahr/Sonnenjahr
ein bis zwei. Poseideon hat seinen Namen zu Ehren des Meeresgottes
Poseidon.
Im römischen Reich war der Dezember der 10. Monat (decem = zehn) nach dem März, dem offiziellen Jahresbeginn.
Im germanischen Kulturkreis hieß dieser Monat Julmond. Benannt nach
dem, zu dieser Zeit stattfindenden, Julfest. Die Silbe Jul bedeutet
wohl soviel wie dunkel und bezeichnet damit die dunkelste Zeit des
Jahres, die Zeit vor der Wintersonnenwende. Alte Namen wie Heilagmanoth, Heiligmond, Heilsmoat etc
Weihnachtsmonat, Julmanoth/mond/monat zeigen auf das größte germanische
Fest, das Julfest. Wolfmonat/mond stehen Symbolisch für die Dunkelheit
die das Licht verschlingt.
Quelle: Gardenstone, germanischer Götterglaube
3. Dezember: Stier, zunehmender Mond
Fest der römischen Göttin Bona Dea: Fest der „guten Göttin der
Gerechtigkeit“, Göttin der Fruchtbarkeit, der Heilpflanzen, der
Heilkunde und evtl. auch der Prophetie. Reiner Frauenfeiertag, Männer
hatten bei den Feierlichkeiten keinen Zutritt.
Quellen: (2), (4)
12. Dezember: Jungfrau, abnehmender Mond
Fest der alten Azteken-Göttin Tonantzin, heute verehrt als „our
lady of Guadaloupe“ in Mexiko. Der heutige Marienkult geht ganz
eindeutig auf eine frühere Verehrung der Fruchtbarkeitsgöttin Tonantzin
zurück. Quellen: AZTEC RELIGION - (C)1997-99 Thomas H. Frederiksenn
http://www.awakenedwoman.com/tonantzin.htm
13. Dezember: Waage, abnehmender Mond
Fest der heiligen Lucia in Schweden: ob sie eine Heilige aus
Sizilien im 3. Jahrhundert n.u.Z. war oder doch eher die
Christianisierung der Diana Lucifera, der römischen Hekate, sei
dahingestellt. Heute tragen die Mädchen in Schweden an diesem Tag als
„Lichterköniginnen“ ein weißes Gewand und auf dem Kopf einen Kranz aus
Preiselbeerzweigen mit Kerzen darauf. Mit feierlichen Gesängen wird die
Rückkehr des Lichtes gefeiert. Quellen: http://www.sverige.de/lexi/lexi_feie.htm
http://www.schwedenseite.de/kultur_feste_lucia.shtml
17. -23. Dezember: Saturnalien: ausgelassenes Fest im antiken Rom.
Die Standesunterschiede waren für diese Tage aufgehoben. Der Sklave
konnte vom Herrn bedient werden. Quelle: http://www.uni-leipzig.de/~geschalt/pag/saturn.html
19. Dezember: Schütze, abnehmender Mond
Opalia: römisches Fest zu Ehren der Göttin Ops Mater / Ops Consiva,
Göttin des Erntesegens, Göttin des Überflusses und des Reichtums,
Schutzgöttin der Neugeborenen, aber auch Kriegsgöttin. (siehe Text im
schlangengesang 2/03)
Quellen: (2), (4)
21. Dezember: Steinbock, zunehmender Mond
Angeronalia/Divalia: Fest der römischen Göttin Angerona, Göttin des
Schweigens und eine der Schutzgöttinnen Roms, Göttin der Geheimnisse
und Todesgöttin, Göttin der Wintersonnenwende, des neuen Jahres und
wahrscheinlich auch der Fruchtbarkeit. Befreierin von Ängsten und
Kümmernissen, sowie von der Krankheit „angina“
Quellen: (2), http://www.pantheon.org/articles/a/angerona.html
Dieser Tag wird bisweilen auch als Divalia bezeichnet. Damit werden
die an diesem Tag stattfindenden Feierlichkeiten zu Ehren der römischen
Dea Dia bezeichnet, der gemeinsam mit der Göttin Angerona geopfert
wurde.
Quelle: http://www.uni-leipzig.de/~geschalt/pag/saturn.html
Zwischen dem 21. und 25. Dezember: Jul-Fest: aus dem
Altgermanischen bzw. angelsächsischen Sprachraum: „Kinder-Tag“,
Mittwinterfest. Wiedergeburt des Gottes Baldur. Dieser Tag bzw. Abend
heißt auch Wolfsmond oder Weihemond. Oft wird dieses Fest auch
Mittwinter genannt. Quelle: http://www.hauszellengemeinde.de/weihnachten_bedeutung.html
Gardenstone: germanischer Götterglaube
23. Dezember: Wassermann, zunehmender Mond
Larentalia: römisches Fest der Acca Larentia, einer Göttin um die
sich viele Sagen ranken. Das Fest wurde am Grabe der Larentia auf dem
Palatin gefeiert. Quelle: (2), (4)
24. Dezember: Wassermann, zunehmender Mond
„Modraniht“: Nacht der Mutter/ bzw. Mütter: aus dem
angelsächsischen Raum bekanntes Fest zur Verehrung der Mütter, das
wahrscheinlich den Beginn des neuen Jahres bedeutete. Die Geburt des
Sonnengottes durch die Muttergöttin.
Quelle: http://www.englishheathenism.homestead.com/textmothers.html
Ursprünglich der Tag der Juvenalien: Fest der Göttin Juventus,
Personifikation der Jugend. Fest der Kinder und jungen Leute im alten
Rom. Eingeführt von Nero mit Schauspielen und Gladiatorenkämpfen.
Später wurde das Fest auf den ersten Januar verlegt, um die
sprichwörtliche Jugend des neuen Sonnenjahres zu feiern.
Quellen: http://www.wilsonsalmanac.com/book/dec24.html
25. Dezember: Fische, zunehmender Mond
Geburtstag des Mithras bzw. Geburt des Sonnenheros. Fest der
unsterblichen Sonne „sol invictus“. Im spätantiken Rom der höchste
Feiertag, deshalb wurde er sicher auch später umgedeutet in den
Geburtstag von Jesus Christus. Der Tag der Wintersonnenwende wurde in Rom auch Bruma genannt.
Quelle: http://www.cs.utk.edu/~mclennan/BA/SF/WinSol.html
http://www.hauszellengemeinde.de/weihnachten_bedeutung.html
Mitte Dezember: kleine Asclepigeia: griechisches Fest zu Ehren der Heilgötter: Asclepios, Apollon, und der Göttin Hygieia
Quelle: (5)
„halkyonische Tage“: Gedenken an die Nymphe/Pleiade Alkyone, die in einen Eisvogel verwandelt wurde. (Siehe Text im Anhang)
Quelle: Ovid: Metamorphosen, http://de.wikipedia.org/wiki/Alkione_(Trachis), Robert Ranke-Graves: Griechische Mythologie
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich
wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch
sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt
und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar:
8.12. Tag der Astrea, 27.12. Fest der Göttin Marimba, 25.12. Fest der Atargatis, 31.12. Fest der Sekhmet
artemisathene
 
Feiertage im Januar
Zum griechischen Januar gehörten die Mondmonate Poseideon und
Gamelion. Letzterer benannt nach dem Hochzeitsfest, dem „hieros gamos“
der Göttin Hera mit Göttervater Zeus. Dieses Fest wird oft auch
Theogamia genannt. Dieses Jahr fällt es allerdings in den Februar.
Der römische Monat Januar war benannt nach dem zweigesichtigen Gott
Janus. Er hatte ein altes und ein junges Gesicht und blickte somit ins
alte wie ins neue Jahr.
Im germanischen Gebiet hieß dieser Monat Hartung, nach dem hart
gefrorenen Schnee. Das Wort bedeutet im Althochdeutschen in etwa „sehr“
oder „viel“ (Schnee oder Kälte). Die Wurzel „hart“ ist indoeuropäischen
Ursprungs.
1. Januar: Zwillinge, zunehmender Mond
Eröffnungsfest des Tempels der Göttin Fortuna Omnium in Rom. (mehr dazu siehe Schlangengesang 8/04)
Quelle: (4)
Ebenso am 1.Januar: Fest der japanischen sieben Glücksgottheiten,
darunter Benten, die für Musik, bzw. für die Künste im Allgemeinen
zuständig ist. Man betet zu ihr aber auch um mehr Geld.
Quelle: http://homepage.univie.ac.at/bernhard.scheid/rel_vo/ikon/7fuku.htm
http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8269.html
Tag der Juvenalien: Fest der Göttin Juventus, Personifikation der
Jugend. Fest der Kinder und jungen Leute im alten Rom. Eingeführt von
Nero mit Schauspielen und Gladiatorenkämpfen. Ab dem Ende des 1.
Jahrhunderts nach der Zeitrechnung wurde das Fest auf den ersten Januar
verlegt, um die sprichwörtliche Jugend des neuen Sonnenjahres zu
feiern.
Quellen: http://www.wilsonsalmanac.com/book/dec24.html
5./6. Januar: Löwe, abnehmender Mond
Koreion: Festlichkeiten zu Ehren der Kore-Persephone. Es ist eine
Feier zum Beginn des Vegetationsjahres, Kore ist der Jungfrauenaspekt
der Erntegöttin, die Kornjungfrau.
Quelle: http://www.beliefnet.com/story/2/story_264.html
6. Januar: Löwe, abnehmender Mond
Feste der Göttin Holle, der Perchten, von La Befana, Epiphania-Tag, Festtag der drei Bethen.
Quelle: Schlangengesang 2 -03,
www.nebelpfade.de/artikel/6terjanuar
6./7. Januar: Löwe/Jungfrau, abnehmender Mond
Fest der keltischen Göttin Morgane/Morrigan, einer Triadengöttin,
die aus den drei Göttinnen des Krieges, der Schlacht und des Todes
besteht. Schicksalsgöttin.
Quelle: die keltische Zauberin, Edain McCoy
07.Januar: Jungfrau, abnehmender Mond
St.Distaff´s Day: Wohl das Fest der Göttin Frigga als „Spinnerin“.
Die stellare Konstellation des Orion in dieser Zeit ist auch bekannt
als „Frigga´s Distaff“. An diesem Tag nahmen die Frauen nach der Pause
der Raunächte / Weihnachtszeit das Spinnen wieder auf. Dazu gab es
verschiedene Bräuche. (siehe Text im Anhang)
Quelle: http://www.jpc-artworks.com/gallery/wintersolstice/giftbringers5.html
http://www.valleyoakkindred.com/calander.htm
7./8. Januar bzw. 8. Gamelion: Jungfrau, abnehmender Mond
Opfer im antiken Griechenland an die Nymphen sowie an Apollon Nymphogetes, und Apollon Apotropeus.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
8./9. Januar bzw. 9. Gamelion: Jungfrau, abnehmender Mond
Opfer an die griechische Göttin Athene im antiken Erchia.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
09. Januar: Jungfrau, abnehmender Mond
Agonalia: römisches Opferfest: zu diesem Fest wurde wohl nicht nur
eine Gottheit geehrt, sondern den meisten Göttern des römischen
Pantheon „ihr“ Opfertier dargebracht: Schwein für Ceres, Hirschkuh für
Diana, ein Hahn für die Göttin der Nacht (Selene, Nyx oder Hekate?)
Quelle: (1)
11. und 15. Carmentalia: Waage und Schütze, abnehmender Mond
2-tägiges Fest der Göttin Carmentis oder Carmenta: etruskischer
Herkunft: Göttin der „Carmina“ = der Lieder, Prophetin und
Geburtsgöttin, verantwortlich für die Ortsbestimmung der Gründung Roms
(laut Sage), Quellgöttin
Ebenso Festtag der römischen Quellgöttin Juturna.
Quelle: (1), (2)
11./12.-14./15. Januar bzw.12.-15. Gamelia:
Lenaia: Griechisches Fest für Dionysos und die Mänaden. Außerdem
wird der Erigone gedacht. Diese Tochter eines Weinbauers wird von
Dionysos mit einer Weintraube verführt und erhängt sich nach dem Mord
an ihrem Vater. Zeus versetzt sie als Sternbild „Jungfrau“ an den
Himmel. Quelle: (6), Schlangengesang 14/05
Die Frau im alten Griechenland: Julia Iwersen
15./16. Januar = 26. Poseideon: Schütze, abnehmender Mond
Haloa: griechisches Fest zu Ehren der Göttinnen Demeter und
Persephone sowie des Gottes Dionysos (evtl. identisch mit dem
Koreion-Fest).
Quelle: (5), (6)
Unspezifizierte Feste:
Fest der indischen Göttin Sarasvati: mit Sicherheit am Anfang des Jahres, wann genau konnte ich nicht feststellen.
Quelle: http://www.rosettastoneinc.com/california/fest.html
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich
wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch
sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt
und zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 2. Januar, Inanna, 6.Januar:
kelt. Göttin Sirona, 7.Januar: Sekhmet (Ägypten)
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene
Die halkyonischen Tage
Alkyone war eine Nymphe und ist durch ihre Verwandlung in einen
Eisvogel (den Halkyon) und ihre Versetzung an den Himmel, als eine der
sieben Pleiaden, vergöttlicht worden. Sie gilt als Anführerin der
Pleiaden.
Alkyone ist die Tochter des Windgottes Aiolos, des Hüters der Winde.
Der Name der Mutter ist umstritten. Das rührt wahrscheinlich daher,
dass der Name Alkyone für mehrere Figuren in der griechischen
Mythologie verwendet wird, die nicht identisch sind. Manchmal heißt es,
Pleione sei ihre Mutter gewesen, weshalb Alkyone auch eine der Pleiaden
wurde. Andere Quellen sehen Aigiale oder Enarete als Mutter. Berühmt wurde die anrührende Schilderung der traurigen
Liebesgeschichte von Keyx von Trachis, dem Sohn des Morgensterns und
der Alkyone. Dieser Mythos von Liebe und Treue, auch über den Tod
hinaus, wurde von Ovid in den Metamorphosen wundervoll geschildert. Der
frisch verheiratete Keyx begibt sich auf See, um das Apollonorakel von
Klaros zu befragen. Alkyone bittet besorgt darum, ihn begleiten zu
dürfen, Keyx aber versagt ihr den Wunsch und bricht alleine auf. Die
Sorgen der Alkyone sind berechtigt, es zieht ein Sturm auf und das
Schiff kentert. Keyx letzter Gedanke gilt seiner Alkyone. Alkyone
wartet unterdessen auf Keyx Heimkehr. Die Göttin Juno, zu der Alkyone
betet, schickt ihr Morpheus, den Gott der Träume. Er erscheint bei
Alkyone in Gestalt des toten Keyx und berichtet ihr von seinem
Schiffbruch. Als Alkyone schließlich den angeschwemmten Leichnam ihres
Geliebten findet, stürzt sie sich ins Meer. In ihrem unendlichen
Schmerz, wünscht sich Alkyone mit Keyx wieder vereint zu sein. Aus
Mitleid verwandeln die Götter sie und Keyx in Vögel. Der Eisvogel trägt heute ihren Namen: Alcedo oder auch Halcyon.
Auch die windstille, angenehme Zeit Mitte Dezember, in der im
Mittelmeerraum noch Vögel brüten und ihre Jungen aufziehen, wird nach
Alkyone benannt: als die "halkyonischen Tage". Der Windgott und Vater
Alkyones, Aiolos, besänftigt in dieser Zeit die Winde, damit seine
Tochter und Keyx schöne Flitterwochen verbringen können. Angeblich
umfasst dieser Zeitraum 7 Tage vor und 7 Tage nach der
Wintersonnenwende. Das ab November bis März die Pleiaden am Winterhimmel am besten zu sehen sind, ist sicher auch kein Zufall.
Literaturempfehlung: Ovid, Metamorphosen, XI, 410-748 (eine der schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur!)
artemisathene
 
Veranstaltungen
Wir Menschen sind Engel mit einem Flügel
Ausstellung am zweiten Adventswochenende
Wir Menschen sind Engel mit einem Flügel
Wir müssen uns umarmen, damit wir fliegen können..
...deshalb wird die 4. Ausstellung von Frau Angelika Speigl eine
Gemeinschaftsausstellung mit Frau Christel Koch sein
Beide haben in ihren Arbeiten die FRAU als Schwerpunkt gewählt,
unterschiedlich in Ausdruck und Material.
Frauen-Engel
von Angelika Speigl
Engel aus Speckstein werden Sie
in der Ausstellung erwarten.
Engel, die ihre Weiblichkeit
zeigen und dadurch ihre
archaische Kraft zum Ausdruck
bringen.
Schauen Sie vorbei und lassen
Sie sich überraschen.
Frauen-Bilder
von Christel Koch
Frauen auf Leinwand –
unterschiedliche Gefühle:
Einsam, niedergeschlagen,
beschützend, stark, geborgen,
Höhen und Tiefen, das ist es,
was unser Leben ausmacht..
Wir laden Sie ganz herzlich
ein.
Die Ausstellung findet über den 2. Advent im Crutzenhof, Kalbach,
An der Grünhohl 9, statt.
Die Eröffnung ist am Freitag, den 08. Dezember 2006 um 20 Uhr.
Weitere Öffnungszeiten: Samstag und Montag von 11 bis 20 Uhr
Sonntag, nach dem Gottesdienst bis 20 Uhr
 
Impressum
Schlangengesang – der Rundbrief für Göttinnenspiritualität wird von
keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die sich
zu diesem Zweck zusammen fanden.
V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Thulestraße 7, 13189 Berlin
Bilder:
Schlangengesanglogo von Distelfliege
Zierelemente von jana, Teleri, Caitlin, Aruna,
Fotos: Biene, Lilia, Angelika Speigl, Caitlin
Dieser Rundbrief darf nur als Ganzes und unverändert in der
vorliegenden Form weiter verbreitet werden. Eine Weiterverbreitung als
Ganzes ist erwünscht.
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Dateien u.ä.) liegt bei den jeweiligen AutorInnen, KünstlerInnen, die
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Autoren, der jeweiligen Autorin, erlaubt.
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