Rundbrief für Göttinnen- Spiritualität

Hallo,

Herzlich Willkommen zur 18. Ausgabe des Schlangengesangs.
Das Thema "Braucht die Göttin einen Tempel?" hat euch ja sehr bewegt, wie uns die zahlreichen Meldungen bestätigen. Daher wird in dieser Ausgabe der Schwerpunkt auf diesen Briefen und Kommentaren liegen. Die bereits angekündigte Avalon-Ausgabe wird vermutlich dann die nächste sein.
Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,

Das Schlangengesang-Team
ArtemisAthene, Caitlin, Gwenhwyfar, Gan-Chan, jana, Karmindra, Markus, MedeaLaLuna, Nebelweib, Temkes, Zauberweib

 



Inhaltsverzeichnis

Göttin:
- Die Große Göttin bei den Thrakern
- Braucht die Göttin einen Tempel?

Praktisches:
- Spirituelle Gartenkunst

Aufgelesen:
- Aktuelles:
Hindutempel
- Buchrezensionen:
Im Kreis des Lebens

Netze weben:
- Bericht vom Frauen-Gedenk-Labyrinth
- Kontaktanzeigen

Kalender:
- Feiertage Juli / August / September
- Volcanalia
- Veranstaltungen

Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden

 




Die Große Göttin bei den Thrakern

Die Thraker waren ein indoeuropäisches Volk auf dem Balkan, in der Region, die heute auf die Länder Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien und Teile Nordgriechenlands aufgeteilt ist. Durch die Kolonialisierungsbestrebungen des antiken Griechenlands entstand ein reger Austausch zwischen den Kulturen beider Völker. Denn obwohl die Thraker keine eigene Schrift kannten, hatten sie doch eine hoch entwickelte Kultur mit einer großartigen Kunsthandwerker-Szene und interessanten eigenen Mythen. Berühmt wurden vor allem die Goldschmiedearbeiten, die noch heute Weltruhm genießen.

Wahrscheinlich ist, dass die Thraker über Kleinasien und Griechenland ins Gebiet des Balkans wanderten. Dafür sprechen zahlreiche Ortsbezeichnungen, aber auch die Ähnlichkeit der Mythologie der Völker Kleinasiens mit der Mythologie der Thraker. Löwen, Greife und auch Stiere sind beliebte Motive auf den gefundenen Grabbeigaben und auch der Name der Göttin Kybele taucht als Bezeichnung für die thrakische „große Göttin“ auf.
„Thrake“ soll nach Arrainos eine Nymphe gewesen sein, die heilkundig war und mit Hilfe von Pflanzen und Musik Schmerzen hervorrufen und heilen konnte.
Die Sprachwurzel per-/pir/per(k), was soviel wie Felsen, Berg oder Stein heißt, war in dem Namen Pèrke enthalten, welcher der Vorläufer der Bezeichnung Thrake gewesen sein soll. Tatsächlich wurde die „große Göttin“ in Thrakien meist auf Bergen und Felsen verehrt.

Schon in der Frühzeit der thrakischen Kultur nimmt die „große Göttin“ eine Sonderstellung ein. In den Gräbern der Jungsteinzeit (6.-4. Jahrtausend v.u.Z.) finden sich in Hügelgräbern kleine Figurinen aus Ton und Knochen, die eine Muttergottheit darstellen. Sie wird als Schwangere, Gebärende oder Mutter dargestellt.
Sogar das Modell eines Kultplatzes ist erhalten. Es zeigt Altäre, Kulttische und -Stühle, Gefäße und die Figuren von Priesterinnen. Verziert waren diese Tonfiguren mit Spiralen, Mäandern, Dreiecken und anderen Ornamenten.
Herd und Ofen spielen in der Verehrung der thrakischen Muttergöttin eine wesentliche Rolle und erinnern uns damit auch an ihre griechische „Schwester“ Hestia. Den Erd- bzw. Wasser-Verbundenen Aspekt der „großen Göttin“ zeigen die aus Ton modellierten Tiere, die symbolhaft für sie sind: Schildkröte, Schlange und Frosch.
Die Darstellungen männlicher Figuren und tönerner Stiere kommen erst zum Ende der Jungsteinzeit auf, in einer Zeit, die auch deutlich von gesellschaftlichen Veränderungen geprägt ist. Steppennomaden dringen in das Gebiet der Thraker vor, der Kult der bis zu diesem Zeitpunkt alles beherrschenden „großen Göttin“ wandelt sich.

In der Bronzezeit gibt es einen deutlichen Einfluss der kretisch-mykenischen Kultur. Sowohl bei Gefäßen wie auch bei Metallarbeiten ähneln sich die verwendeten Designs und Ornamente. Spiralen und konzentrische Kreise sind nach wie vor beliebte Symbole. Es wurden auch Tafeln mit der mykenischen Linear-B-Schrift gefunden.
In dieser Zeit bildet sich in der thrakischen Religion eine göttliche Trias heraus: Mutter-Göttin, Tochter-Göttin und Sohn-Heros.

Schriftliche Zeugnisse der „großen Göttin“ gibt es erst in der Zeit der griechischen Kolonialisierung. Herodot bezeichnet sie als Artemis oder Artemis-Basileia (Königin). Sie trägt aber häufig auch die Beinamen: Tereia, Kotytto, Bendis, Axiokersa. Der jeweilige Herrscher erhielt seine Macht aus den Händen der Göttin, weshalb er häufig ihren Namen annahm (z.B. Kotys, Teres). Die Göttin war zugleich die Mutter und die Gemahlin des Herrschers. Der Name des Heros-Gottes war Sabazios/Zagreus, der des gemeinsamen Sohnes Zalmoxis, Rhesos oder Orpheus.
Heilige Plätze der „großen Göttin“ waren Höhlen, Berggipfel und Haine, wo auch die Inthronisationsriten stattfanden.
Der Name der griechischen Göttin Semele, Mutter des Gottes Dionysos, ist thrakischer Herkunft, er stammt von Zemelos = Erde.

In den letzten Jahrhunderten vor unserer Zeitrechnung (ab ca. 300 v.u.Z.) verschmilzt die „große Göttin“ in den Darstellungen immer mehr mit den Göttinnen des griechischen Pantheons. Dennoch gibt es weiterhin sehr typisch thrakische Darstellungen der „großen Göttin“ als Beschützerin der Tiere. Sie wird meist geflügelt abgebildet und hält in einer Hand einen Becher als Symbol der Fruchtbarkeit. Die Häufigkeit ihrer Darstellung übertrifft die aller anderen Götter.
In der griechisch-thrakischen Kunst spielen die griechischen Göttinnen Artemis, Athena, Hera und auch Nike eine herausragende Rolle.

Die Darstellung der Göttin verändert sich in römischer Zeit erneut. So gibt es neben den im römischen Reich üblichen Darstellungen von Göttinnen, für das Thraker-Gebiet typische Besonderheiten: Weihreliefs mit den Darstellungen des Heilgottes Asklepios/Aeskulap und der Göttin Hygieia, der Göttin der Gesundheit, sowie Weihreliefs mit drei Nymphen oder Fruchtbarkeitsgöttinnen, vergleichbar mit den Darstellungen der drei Grazien. Die Symbole, die diese in den Händen tragen, sind Muschel, Blume oder ein Gefäß, aus dem Wasser fließt.
Auch der Göttin Diana/Artemis wurden solche Relieftafeln geweiht. Sie wird meist auf einem Reh reitend dargestellt, mit dem Köcher und dem Bogen über der Schulter, begleitet von einem Hund oder einem Wildschwein.

Auch einige Mysterienkulte, die sich besonders in der römischen Kaiserzeit großer Beliebtheit erfreuten, hatten ihre Basis in Thrakien: der Kult des Orpheus, des mythischen Sängers und Sohns der Göttin Bendis, sowie der Dionysos/Bacchus-Kult, der auch einen starken musischen Aspekt besaß, durch die Tänze der Mänaden und der Satyrn. Mit geheimen Einweihungsriten und eigenen Tempeln blieben diese Kulte jedoch einem engeren Kreis von Gläubigen vorenthalten.

Verwendete Literatur und Links:
„Gold der Thraker“ – archäologische Schätze aus Bulgarien, Philipp von Zabern -Verlag
Die Thraker – das goldene Reich des Orpheus, Philipp von Zabern - Verlag
Bonner Rundschau – Thraker extra 2004
http://de.wikipedia.org/wiki/Thraker
http://www.kah-bonn.de/index.htm?ausstellungen/thraker/index.htm

Artemisathene


 




Braucht die Göttin einen Tempel?

Sehr viele haben sich zu der Frage geäußert - dazu erstmal recht herzlichen Dank an euch alle! Den Großteil der Meldungen also im Folgenden; aber keine Bange: schreibt uns weiterhin, es kommen noch genügend Schlangengesänge, die eure Antworten und Gedanken enthalten können :)

 



Das wäre herrlich, im deutschsprachigen Raum ein Tempel für die Göttin. Meine Vision ist etwas ganz anderes. Etwas, das der Natur viel näher kommt und nicht so teuer wäre wie ein Betonbau. Wie jana schreibt, „Auf dem Göttinnenpfad wissen wir, die Göttin ist überall (in jeder Frau). Ich kann sie überall spüren und ihr begegnen, im Lachen, im Wind, in der Blume, im Baum....“

Jetzt die Frage, könnten man nicht versuchen dies alles zusammen zu nehmen und etwas ganz Neues zu bauen. Keine schwere Betonbauten sondern frische, lebendige Sträucher und mit denen einen Tempel formen, so wie es schon einige Häuser gibt. Der Fortschritt auf diesem Gebiet ist riesengroß.

Wenn diese Zeilen Anklang findet, dann schaut das Bild im
permakultur-akademie.net an. Zugegeben ich stelle es mir noch größer und noch schöner vor, aber alles in reiner Natur. Ich glaube sicher, dass in einem solchen Tempel wir in unserem Innern am nächsten sind.

Poseidon

 

~)O(~



Seit vielen Jahren spüre ich, wie die Göttin in meinem Herzen ist. Daher hatte ich nie wirklich das Bedürfnis nach einem Tempel für SIE. In meinem Schlafzimmer habe ich einen Altar und einen Ritualtisch und im Garten das Glück eines kleinen Feuerplatzes für meine persönlichen „Events“.
Als Kind lernte ich die Göttin im Wandel der Natur und ihrer Lebewesen kennen – dies ging allerdings so natürlich von statten, dass es mir erst viel später bewusst wurde.
In späteren Zeiten spürte ich auf vielen Reisen ins „Klassische Altertum“ (Griechenland, Türkei und Ägypten) das Wesen der Göttin in den ihr errichteten Tempeln, und die unzähligen Bittgebete in ihrem Namen (wenn auch aus längst vergangener Zeit) lassen mein Herz immer wieder freudig strahlen.

Ein Ort allerdings, den ich 1999 kennenlernen durfte, hat mir die Vorstellung meines persönlichen Tempels für die Göttin vor Augen geholt, so dass ich davon nicht mehr lassen kann und wann immer es möglich ist, ich in Gedanken zu dieser Höhle reise (da sie ca. 2000 km von meinem momentanen Wohnort entfernt ist, geht das leider in persona nicht so oft).
Wiederum entsteht in meinen Gedanken das Bild der Melissani-Höhle auf der Insel Kefalonia (größte ionische Insel von Griechenland).

Viele Legenden ranken sich um dieses Höhle, in der man sowohl die sich vor zurückgewiesener Liebe in den See stürzenden Nymphe Melisanthe, wie auch die Nymphengrotte aus der Odyssee vermuten kann. Archäologisch fest steht, dass es die Höhle und den See seit ca. 20.000 Jahren gibt und dass auf der kleinen Insel im hinteren Drittel prähistorische Funde von Frauenstatuen und Votivgaben (mit weiblichen Motiven) gefunden wurden.
Als ich damals das erste Mal mit dem kleinen Ruderboot über den türkisstrahlenden See gefahren wurde – und auch noch das Glück hatte, dass kein anderes Boot meine Gedanken störte – spürte ich sowohl die Stimme der Göttin - noch klarer als sonst - in meinem Herzen als ich auch körperlich ihre Anwesenheit fühlte. Als wir um die kleine Erhöhung herumgerudert wurden, rollte gerade ein Stein – ohne ersichtlichen Anstoß –soweit ans Wasser, dass ich ihn ergreifen konnte; ich bedankte mich bei der Göttin für das Geschenk und musste meine Tränen vor dem Bootslenker und meinem Mann verbergen (als ich mit meinem Mann wieder alleine war, habe ich ihm dann alles erklärt, denn er versteht sehr viel!).
Als ich 2004 wieder zurück auf „meine Insel“ kam, war natürlich wieder ein Besuch der Grotte dabei und – obwohl sie auch eine Touristenattraktion ist - hatte ich auch diesmal das Glück, von anderen Booten verschont geblieben zu sein. Ich spürte wieder ihre Bestimmung als Tempel für die Göttin; zumindest in meinen Gedanken, meinen Worten und meinem Herzen (bin ich für sie).

An keiner anderen Stelle – auch nicht in den Tempeln der Aphrodite oder der Hathor persönlich – habe ich mehr die Anwesenheit von IHR gespürt als hier. Wenn ich nun an meinem kleinen Ritualplatz zuhause sitze oder in das Blätterdach über mir auf meiner Gartenwiese schaue, dann kommt dieses Bild zurück in meinen Kopf und mein Herz und dann weiß ich – jetzt bin ich ihr ganz nahe – in ihrem Tempel !

ina wähner

 

~)O(~



Ein Tempel für die Göttin? Das klingt phantastisch und ist ein Traum, der wahr gemacht werden sollte.

Eine der ersten Fragen, die ich mir bei dieser Überlegung gestellt habe, war, was ein Tempel in diesem Sinne für uns sein sollte. Was wollen wir mit selbem erreichen? Worauf wollen wir unser Augenmerk richten und was ist uns dabei wichtig? Welche Ziele wollen wir uns setzen?

Zunächst einmal bin ich, trotz des Artikels der letzen Schlangengesang-Ausgabe, noch immer der Meinung, man sollte die Göttin nicht hinter Mauern eingeschlossen verehren, so kunstvoll diese Mauern auch sein mögen. Man kann sicher auch heute noch nur bewundern, was die Baumeister der Antike und des Mittelalters geschaffen haben, und von welcher Beständigkeit ihre Bauwerke noch heute sind. Doch gerade das ist es. So viele Kulturen hatten ihre eigenen, für sie unveränderlichen, beständigen Gottheiten, so wie ein Mensch im Grunde auch immer derselbe ist. Natürlich, jeder Mensch hat seine Launen und wird durch so viele Erlebnisse in seinem Leben geprägt. Doch er bleibt trotz allem immer er selbst. Genauso, wie beispielsweise die Gottheiten der griechischen Antike, der Maya oder die Hindu-Gottheiten. Sie alle hatten ihren eigenen unverwechselbaren Charakter und ihre Attribute.

Wir jedoch verehren das große Ganze; jede einzelne Facette, jeden einzelnen Aspekt des Wesens der Göttin, weil Sie wandelbar und jeder Teil von Ihr ehrenswert ist. Sie hat so viele Gesichter, dass es mir unmöglich erscheint, Sie in einem unabänderbaren Gebäude zu ehren. Somit sollte auch Ihr Tempel wandelbar sein. Jeder, der die Göttin in Ihrem Tempel verehren möchte, kann hier seine Visionen von Ihr hineinbringen, seine Phantasie und seine Träume ausleben, seine Wünsche äußern und mit in die Gestaltung des Tempels einfließen lassen, und dann die Möglichkeit haben, ihn erneut zu ändern, wenn die nächste Phase des Lebens beginnt, sodass er genauso facettenreich und wandelbar wird, wie Sie selbst es auch ist.

Das geht, wie gesagt, nicht, indem wir uns von Ihr durch Mauern abgrenzen, sondern nur indem wir Ihre Nähe suchen. Denn:

Strahlt Sie uns als Sonne, so lachen wir in Ihrem Licht.
Scheint Sie uns als Mond, so singen wir in Ihrem Glanz.
Fällt Sie uns als Regen, so tanzen wir in Ihrem Takt.

Meine Vision ist also ein veränderlicher Tempel, in welchem wir alle die Baumeister sind, in den jeder seine eigene Vorstellung von der Göttin einfließen lassen kann, aber auch die Möglichkeit hat, an den Vorstellungen anderer teilzuhaben und sich mit ihnen auszutauschen. Es soll ein Ort sein, an dem wir zusammenfinden und gemeinsam ein Zeichen setzten können. Um zu zeigen, dass wir, trotz all der Geschehnisse der letzten Jahrhunderte, noch immer nicht verschwunden sind und wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rücken versuchen. Wir wollen uns austauschen, Erfahrungen teilen und die Göttin, in welcher Erscheinungsform auch immer, gemeinsam ehren.

Es ist ein Tempel, der an keinen festen Ort gebunden ist. Er kann überall errichten werden, wo wir Heiligkeit finden, und die finden wir überall in der Natur.

Meine Idee ist noch längst nicht ausgereift, doch das ist das Grundlegende, was ein Tempel der Großen Göttin für mich erfüllen müsste. Na, wie seht ihr das?

Ausbau der Idee, Einsprüche, weitere Denkanregungen oder Korrekturen nehme ich sehr gern an. ;o)

Ryi (IsleOfRyi@web.de)

 

~)O(~



Als ich anfing, über das Thema nachzudenken, war ich hin und her gerissen. Brauchen wir wirklich einen Tempel für die Göttin? Einen Tempel, ähnlich wie eine christliche Kirche, um zu beten, zu feiern, der Göttin nah zu sein? Brauchen wir wirklich einen Ort der Gemeinschaft, einen heiligen Ort?

Vielleicht ist die Bezeichnung „Tempel“ auch eine nicht-treffende Begrifflichkeit. Für mich sollte es ein Ort der Begegnung sein. Ein Ort, an dem wir uns zusammenfinden können, unter Gleichgesinnten sein. Ein Ort zu dem sich Frauen hingezogen fühlen, auch wenn sie noch nichts von oder über die Göttin wissen. Ein Ort, der es ermöglicht, auf den „Weg der Göttin“ gebracht zu werden. Ein Ort des Austausches, der Gleichberechtigung ohne Dogmen ohne Ego-Gehabe. Mit einem vielleicht rituellen Raum. Nur stellt sich gleich die Frage im Anschluß, wer oder was darf den nutzen? Wieder nur ein elitärer Kreis? Ein Kreis von Frauen, die den sog. Tempel „betreiben“? Frauen, die schon lange auf dem Weg der Göttin sind? Frauen, die sich in einer Art Coven zusammengeschlossen haben? Dann blieben diejenigen, die Suchen oder noch unsicher sind, wieder einmal auf der Strecke. Dann haben wir die selben Hirarchien, wie wir sie doch so alle ablehnen. Strukturen, wer darf wann was tun etc. Dann brauchen wir keinen Tempel, oder ich zumindest nicht.
Ein Ort der Begegnung, ein Ort, an dem man sein kann, was man ist. Ein Ort unter Gleichgesinnten ohne festgelegte Strukturen.

Doch werfen wir die vielen verschiedenen Göttinnenrichtungen noch mit in den Pulk der Überlegungen:
Ich habe in meinem Kreis gelernt, dass wir uns doch einigen müssen, damit wir nicht immer herumdiskutieren müssen. Also doch feste Strukturen wieder ( das erklärt auch, warum ich nicht mehr in dem initiierten Kreis bin). Also, welche Farbe welcher Himmelsrichtung zugeordnet wird, wie sollte angerufen werden, wie die Elemente eingeladen werden und was darf überhaupt eingeladen werden? Ich musste meinen „Drachen“ immer draußen lassen, er war nicht gewünscht von meiner Hohepriesterin. Meine Haus- und Hofgöttin Oya musste ich ebenfalls vor der Türe lassen. Wie ein Verrat war das immer für mich. Aber eine so heftige Göttin, damit kam der elitäre Kreis nicht wirklich klar.
Wir haben Spielregeln und wenn wir gemeinsam feiern wollen, müssen wir uns einigen. So einigten wir uns im Sinne der Hohepriesterin, die vehement ihre Tradition durchsetzte. Es sei uns freigestellt, eine eigene Tradition zu gründen. Nun denn, das war niemals mein Bestreben, als ich mich für eine Initiation entschied. Ich wollte die Gemeinschaft der Frauen und war noch so blauäugig zu glauben, dass mein individueller Weg gleich mit gestärkt und unterstützt werden würde. Von meinen Schwestern sicherlich, nur nicht von der Hohepriesterin.

Denke ich jetzt wieder an einen Tempel, kommen diese dogmatischen Erinnerungen mit hoch. Auch in einem Kreis wollte ich unter Gleichgesinnten sein, mich aufgehoben fühlen. Das selbe würde ein Tempel für mich versinnbildlichen. Doch es soll doch eigentlich ein Ort der Begegnung sein, ohne Egostreben, ohne Machtgehabe.

Nicht jede hat die Möglichkeit, daheim einen eigenen Raum für sich zu haben oder einen kleinen Altar aufzustellen. Die meisten der Frauen die ich kenne, leben ihren Göttinnenweg im Verborgenen. Ihre Familien wissen nichts davon, selbst die beste Freundin nicht, man will ja nicht als außergewöhnlich oder gar Hexe gelten. Es ist bis zum Outen oft ein langer Weg. Die meisten gehen ihn heimlich und einsam, dabei suchen sie die Gemeinschaft. Wie schön wäre da doch so ein „Ort der Begegnung“? Wegen meiner auch ein Tempel, wie auch immer man diesen Ort nennen mag. Ein Ort, an dem die Gegenwart der Göttin fühlbar ist. Ein Ort, an dem ihre Energie verankert ist. Ein heiliger ritueller Ort. Aber immer ein Ort, an dem sich Frauen sicher fühlen, ihren Weg gehen zu können. Wenn ich mich dort wieder den alten Strukturen der Gesellschaft unterwerfen muß, weil es eine Hohepriesterin gibt, die das vorgibt, oder eine Tempelvorsteherin, die die Spielregeln festlegt, dann denke ich als neu-auf-dem-Weg-Gehende, kann ich doch gleich in meinem alten Muster verhaftet bleiben. Ich möchte nicht die männlich-orientierte Seite einfach nur gegen die weiblich-orientierte Seite austauschen. Oder doch? Ich möchte ein Gleichgewicht im besten Fall erwirken und ich möchte auch nicht heimlich den Gott dazurufen müssen, weil es in vielen Frauenkreisen unerwünscht ist, den Gott anzurufen.

Es wird und ist ein Spagat: brauchen wir einen Tempel ja oder nein? Wenn die Göttin in uns ist, brauchen wir doch eigentlich keinen Ort im Außen, um sie zu ehren. Ehren wir uns selber und sehen unsere menschliche Hülle als Tempel der Göttin, brauchen wir keinen im Außen. Vielleicht brauchen wir einen Ort, um Gleichgesinnte zu treffen, einen Ort der Begegnung mit einem Örtchen, an das man sich zurückziehen kann, beten und bitten kann, Kraft schöpfen kann.
Einen Ort inmitten der Stadt zu finden, wo ich in Ruhe ungestört und unbeobachtet bin, meine Arme gen Göttin strecken kann, das kann sich als schwere Suche erweisen. Wenn ich schon auf dem Weg bin, mein Outing hinter mir habe, keine Angst habe, als Hexe bezeichnet zu werden, kann ich mich überall, mitten auf dem berühmten Marktplatz stellen, und in der Göttinnenhaltung verweilen. Dann kann ich den Namen der Göttin laut aussprechen, ohne Furcht und Angst, ohne lächerlich gemacht zu werden. Dem Beispiel könnten hier viele folgen. Doch für all jene Frauen, die den inneren Drang verspüren, sich und ihrer Weiblichkeit wieder näher zu kommen, für all jene Frauen, die auf der Suche sind, für all jene Frauen, die sich an die alten Riten der Mutter erinnern, für jene wird es schwer sein, wenn sie nicht einen Ort der Begegnung, vielleicht auch einen kleinen Tempel haben. Vielleicht ist ein Gemisch denkbar, oder vielleicht werden es mal viele kleine Tempelchen aufs Land verteilt sein, und diejenigen, die Suchen, werden diese Orte finden. Nicht alle sind schon so gestärkt und mutig, ein Inserat in die Zeitung zu setzen oder zu einem Hexenstammtisch zu gehen. Die meisten haben einen langen einsamen Weg hinter sich. Ob das im Sinne der Göttin ist? So viele Frauen es gibt, so viele verschiedene Bedürfnisse, Meinungen und Vorstellungen werden wir finden. Die Göttin ist in uns und um uns herum und da bedarf es sicherlich keinem punktuellen Ort, also einen Tempel.

Die Göttin spricht: Wenn Du das, was Du suchst, nicht in Dir selber findest, wirst Du es niemals im Außen finden.

Da muß man erstmal vom Denken und Fühlen her bereit sein, dieses innere Wissen muß erst geweckt sein und die innere Bereitschaft, sich der Weiblichkeit zu öffnen, muß gegeben sein, dann brauchen wir keinen Tempel. Bis dahin kann er für einen Teil der suchenden Frauen sicherlich eine hilfreiche Stütze sein und für die, die gefunden haben sicherlich ein Ort der Gemeinschaft und des Ausstausches sein: Der Tempel der Göttin

MedeaLaLuna

 

~)O(~



Vision: Göttinnentempel in der Stadt des Einhorns

Das Fundament für einen Treffpunkt Göttinnen-Liebender zwischen Hochrhein, Schwarzwald und Bodensee ist schon gelegt. Bereits vor sehr vielen Jahrhunderten wurden die Mauern und Gewölbe aus Muschelkalksteinen in Tengen-Hinterburg errichtet. Der Weg dorthin führt durch ein Stadttor mit einem Wappen, auf dem das Einhorn jede PilgerIn begrüßt. Dahinter öffnet sich ein ruhiger, mittelalterlicher Platz und es geht vorbei am Brunnen und der hohen Ruine des Burgturmes. Nun empfiehlt es sich erst hinab in die wildromantische Schlucht zu steigen und sich ganz dem Rausch und dem tiefen Fall des Alten Bachs hinzugeben. Das drehende Mühlrad zeigt den Aufstieg über den Eselsweg zur Hinterburg an. Dort steht ein krummes Hagazusselhäuschen auf den Überresten der einst mächtigen Burgbefestigung. Dieses und den kleinen Kräutergarten davor haben mein Mann und ich vor kurzem erworben. Noch ist unendlich viel zu tun, um das Häuschen gemütlich zu machen und auch vom Kräutergarten ist bisher erst ein gigantischer Liebstöckel heimisch, ein Lieblingskraut von mir. Doch unabhängig davon könnte das höhlenartige Gewölbe der alten Burg darunter bereits zum Tempel ausgebaut werden, fänden sich hierzu beherzte Hände ein.

Hinter dem Garten führt ein verwittertes Türchen in dunkle alte Zeiten hinein. Es geht vorbei an einer längst erloschenen Herdstelle und an der ehemaligen Räucherkammer. Ein weiteres Türchen führt in einen höchst rustikalen Raum mit Südfenster, in dem ich zukünftig meine tönernen Göttin-Figurinen erschaffen möchte. Dahinter kommt ein Gewölbe-Gang, bei dem größere Zeitgenossen ziemlich den Kopf einziehen müssen. Jetzt beginnt der eigentliche Tempelraum. Er ist so urig, klein und niedrig, dass unweigerlich das Gefühl aufkommt, im bergenden Leib von Mutter Erde zu sitzen. Einige Mauernischen bieten sich zum Aufstellen von Kerzen und Göttinnen Figuren an. Doch das Beste ist ein Torbogen aus uralten Zeiten in der Mitte der Ostwand, dessen untere Hälfte schon lange zugemauert und der obere Teil mit Brettern verschlossen ist. Niemand weiß, was sich dahinter befinden mag. Es ist ein rätselhaftes Tor für Träume und Visionen. Vielleicht ist dort ja das Einhorn oder gar der heilige Gral begraben? Ganz sicher aber lässt sich nach der Erforschung dieses Geheimnisses unter dem Torbogen ein wunderbarer Altar für die Große Göttin einrichten.
Doch unsere Hinterburg bietet noch mehr. Im abgelegenen unteren Teil ist noch ein kleiner Raum mit schönen Kalksteinwänden und zwei Torbögen, der zu stiller Besinnung und Meditation genutzt werden könnte. Zu unserem Haus gehört auch ein ehemaliger Heuboden mit alten Fachwerkwänden. Hier wäre Raum für regelmäßige Treffen Göttinnen-Liebender, wenn diese auf Komfort verzichten wollen. Er böte einen rustikalen Rahmen für verborgene Jahreskreisfeste, Gesprächsrunden oder andere kreative Events.

Es könnte ein Göttinnen-Tempel entstehen, in der von Feuer und Eis bizarr geformten Vulkanlandschaft des Hegaus, zwischen dem größten Wasserfall und dem wasserreichsten See Europas, auf uralter fruchtbarer Kulturerde und in schönster Natur in Tälern und Höhen mit Aussichten über die Alpenkette, in einem winzigen romantischen Städtchen auf einem steilen Bergsporn, indem die Stille nur vom Rauschen der umströmenden Bäche aufgeheitert wird.
Ein Tempel macht nur Sinn, wenn sich PilgerInnen dorthin auf den Weg begeben. Für die Verwandlung dieses vom Staub der Jahrhunderte verfinsterten Gemäuers in einen Tempel zu Ehren der Göttin, sollten sich Menschen zusammenfinden, die in gemeinsamer Anstrengung eine solche Vision verwirklichen wollen. Ich denke dabei nicht nur an Leute aus der Region Südschwarzwald und Bodensee. Die Mithilfe am Aufbau und der spätere Genuss dieses Göttinnentempels könnte auch mit einem Urlaub in dieser schönen Landschaft verbunden werden, die mit zahlreichen wunder-vollen Kraftorten lockt. Meine Kräfte sind mit der Instandsetzung von Wohnhaus, Werkstatt und Garten weitgehend gebunden. Für das Entstehen eines Göttinnentempels und Treffpunktes in der Stadt des Einhorns hoffe ich auf das Engagement und die handwerkliche Tatkraft Gleichgesinnter. Ich würde mich sehr über Kontakte freuen. Die Göttin weiß, was daraus wird.

Kontakt: info@goettin-figurinen.net
Ein Blick auf meine Kunst: http://www.goettin-figurinen.net

Ianana

 

~)O(~



Ich merke, daß ich eine Sehnsucht nach einem Ort habe, wo ich Menschen treffen kann, die sich der Göttin auch nahe fühlen!
Ich stelle mir das als einen sehr kult-urigen Ort vor... Räume, die gemietet werden können von Gruppen, WorkshopanbieterInnen, offene Angebote zum Meditieren, Begegnungscafé, Ausstellungsmöglichkeiten, etc.

Toll wäre natürlich, wenn da ein großer Garten dabei wäre mit einem heiligen Hain, Schwitzhütte, Labyrinth, Kräutergarten und Menshaus!
Ich brauche keinen speziellen Ort, um die Göttin treffen zu können. Aber um Menschen zu treffen, die einen ähnlichen spirituellen Weg gehen wie ich, dafür hätte ich gerne einen speziellen Ort!

Brigid

 

~)O(~



Also generell finde ich, dass es schöner ist, die Göttin draußen zu ehren. Aber im Winter und wenn's regnet und so, finde ich drinnen auch schön. Und die Idee, einen Raum als Tempel zu nutzen, hatte ich auch schon wegen meines Vollmondkreises. Ich habe überlegt, wie der Raum beschaffen sein müsste, damit sich alle wohlfühlen.

Wahrscheinlich sollte er nur eine Grundausstattung an Material für Rituale haben. Schmuck, zum Beispiel Blumen im Sommer und so kann dann je nach Ritual angepasst werden. Ich bin mir aber noch nicht schlüssig, wie und wo ich das realisieren kann, aber generell finde ich das schon spannend. Und IMMER muss frau sich da ja nicht treffen.

Anja

 

~)O(~



Die Idee, Göttinnentempel einzurichten, finde ich sehr schön! Allerdings kam mir spontan in den Kopf: "aber noch lieber outdoor".
Es gibt zwar schon viele schöne Orte, die (vielleicht) alte Kultplätze sind oder einfach nur so schön als Naturdenkmäler, aber ich denke da mehr an solche Dinge wie heilige Haine, Vierecksschanzen, Labyrinthe - oder einfach ein Stückchen Wiese oder Garten, mit einem Holzobjekt oder einer Skulptur, mit besonderen Bäumen, vielleicht einem Altar ...
Ich glaube, wenn ich geeignete Örtlichkeiten besäße, würde ich so was gerne mal machen und zumindest für "Eingeweihte" öffnen.

Vielleicht gibt es ja hier und da jemanden, der ein Stückchen Wiese oder Wald besitzt, wo so etwas machbar ist?
Oder meint ihr, solche Orte laden zu sehr zur Verwüstung ein?

Bodecea

 

~)O(~



Ich vermisse einen Versammlungs-Ort von Gleichgesinnten, einen Treffpunkt. Aber nicht einen Tempel, im Gegenteil. Gerade das hebt meinen Weg sehr deutlich von anderen Wegen ab, dass ich eben *keine* von Menschenhand geschaffene Gebäude brauche (und will). Der Wald ist mein Tempel, und mein Garten, Mutter Erde.

Natürlich gibt es für mich spezielle Kraftorte, Schreine, Orte der Achtsamkeit. Die können besonders kraftvoll sein oder sich gut eignen, um Ruhe und Stille zu finden. Dort hinterlasse ich auch meistens ein Geschenk oder manchmal ein sonstiges Andenken. Das genügt aber meiner Meinung nach völlig. Andere Spuren meines Glaubens muss und möchte ich nicht hinterlassen.

Grainne

 

~)O(~



Brauchts nen Tempel? ich würde da eher eine Art "Begegnungsstätte" vorschlagen, wie Brigid auch meinte. Wo es Workshops, Ausstellungen usw. gibt. Regelmäßige Treffen verschiedenster Art. Ganz toll wären gleich noch ein paar Zimmer dabei, damit frau sich dort direkt für Seminare o.ä. einquartieren kann. (Ja, ich möchte es "nur für Frauen" haben) Und
sowas _wenigstens_ in jeder größeren Stadt, wie z.B. München _und_ Nürnberg.

Das Andere ist das, was wir selbst mit einfachen Mitteln tun können: Stammtische gründen und sehen, was daraus wird. Wenn sich eine Schwesternschaft gefunden hat, die zusammenpasst, die gemeinsam was bewegen wollen - für sich! - dann wird sich auch was bewegen. Dann findet sich auch sicher ein Raum/Örtlichkeit welcher Art auch immer, in der sie sich einmieten und die sie nach ihren Wünschen gestalten können.

Ich glaube, das wäre stimmiger, wenn es von innen heraus wächst, als wenn "irgendwelche Leute" irgendwo einen Tempel (welcher Art auch immer) bauen und sagen: "So, das is nu euer/unser aller Tempel, fühlt euch wohl drin." Ich schätze, so wirds nicht funktionieren, wenn die entsprechenden Leute nicht von Anfang an dabei sind.

Zauberweib

 

~)O(~



Ich fände eine Begnungsstätte auch sehr schön, ob es ein Tempel sein muss - ich weiß nicht. Aber in dieser Begegnungsstätte könnte man ja auch Rituale abhalten, wobei wir ja wieder bei einer Art Tempel wären.

Seminare, Workshops etc. in einem geschützten Raum, sich mit Gleichgesinnten treffen, da würde ich auch gern hingehen und auch mal die Frauen kennenlernen, schauen, was sich da entwickelt.
Die Stammtische, die ich kenne, sind meist Wicca-/Hexenstammtische und waren nicht unbedingt mein Fall ;-)

Selket

 

~)O(~



Ich könnte mir sowas schon nett vorstellen. Zwar brauche ich keinen Tempel, die Natur ist viel schöner, aber einen Versammlungs-Meditations-Seminarraum, das wäre klasse. Und dann so verteilt, dass frau immer einen solchen Raum in ihrer Nähe findet. Ich meine auch, dass es nicht nötig ist, sich auf die Städte zu beschränken, es ist durchaus zumutbar mal rauszufahren. Vielleicht könnte man darauf achten, dass der Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist.
Zum Beispiel könnte man eine Stelle zwischen zwei Städten wählen, wie zwischen Bremen und Hannover.

Ein Traum von mir wäre es noch, wenn wir uns Mensräume bauen könnten. Ich wünschte mir oftmals, mich einfach mal absondern zu können um mich ganz und gar der Mens zu widmen. Vielleicht auch mal mit anderen Frauen zusammen, gemeinsam singen und atmen und tanzen und meditieren, losgelöst vom Alltag. So ein- bis zweimal im Jahr wäre das schon wunderschön.

Renate

 

~)O(~



Einen Tempel so generell brauche ich nicht. Da ist mein Tempel eindeutig die Natur, die mir mit ihren Waeldern, Bergen, Hoehlen, Seen usw. alles vielseitig bietet.
Aber so einen Seminar-Meditation-Versammlungs-Treffen-Raum fuer Gleichgesinnte, das faende ich schon schoen. Optimal waere da eine Verbindung zwischen Innen- und Aussenbereich. Das kann dann auch ein Ort sein, an dem gemeinsame Rituale abgehalten werden, aber andererseits auch die Moeglichkeit einfach fuer Treffen und auch Seminare und
Workshops gegeben ist. Und schon als Heiliger Raum geweiht.

Sianna

 

~)O(~



Einen Tempel so richtig Stein auf Stein bräuchte ich auch nicht. Da reicht mir die Natur vollkommen, doch einen Ort der Begegnung, der Ruhe und des Rückzugs mit anderen Frauen, oder wie Renate schon geschrieben hat, einen Mensraum, um mit anderen Frauen zu bluten. Es muß nicht groß sein, sollte aber weiter verbreitet sein, so das jede die Möglichkeit hat, solche Begegnungssätten aufzusuchen. Auch gerne wo gemeinsame Feste gefeiert werden und dergleichen mehr...

Silke

 

~)O(~



Die HeidInnenszene ist doch sehr vielfältig, vom schwertschwingenden Asatru-Verein bis zu Elfen-Regenbogen-Licht-und-Liebe und den PragmatoheidInnen und Technopagans irgendwo mit dabei. So. Ich würde schon eine Art heidnisches Begegnungszentrum mit mehr oder weniger regelmäßigem Aktionsangebot begrüßen. Celebrate the rain, hin oder her,
mal ein festes Dach über dem Kopf ist auch nicht verkehrt, vieleicht auch mit Bücherei.
Aber da alle Bedürfnisse und Vorstellungen unter einen Hut zu bekommen, das stelle ich mir abenteuerlich vor. Schon alleine, ob die Deko selbst gemachte schmiedeeiserne Speere oder rosa Tüll (Klischee, ich weiß) sein soll...

Auf der anderen Seite, andere Religionen mieten sich auch Räumlichkeiten und bekommen das organisiert. Fragt sich, ob der Mangel an heidnischen Tempeln im Sinne von spirituellen Treffpunkten ein Ausdruck von "sich nicht aufraffen" oder von mangelndelm Bedürfnis ist.

Caroona

 

~)O(~



Ich brauche keinen Göttinnentempel, sondern finde es auch besser die Feste draußen zu feiern (die Natur ist Ihr Tempel), aber die Idee von einem Begegnungszentrum, den einige hier geäußert haben, finde ich gut!
Eine Freundin von mir ist übrigens auf der Suche nach einem Grundstück (aber ohne Gebäude) um z. B. Jahreskreisfeste zu feiern. (Auf öffentlichen Gelände ist frau ja oft nicht ganz ungestört)

Silvia


 




Praktisches
Spirituelle Gartenkunst – die Belladonna-Spirale

Dieses ganz private Gartenkunstwerk ist als Synthese dreier Vorlieben entstanden. Die heilige Zahl 3 der Dreifachen Göttin steckt in dieser Naturskulptur.
Meine drei Lieben sind:
1.mein Garten. Als Vorstadtfrau liebe ich mein kleines, privates Grün. Mein Refugium der Ruhe und Besinnung, den Ort, an dem ich neue Kraft schöpfe und wo mir die Göttin in all ihrer jahreszeitlichen Entfaltung entgegenlacht.
2.meine Liebe zu den Nachtschattengewächsen und hier in erster Linie zur Belladonna, der Tollkirsche. Ich liebe ihren majestätischen Anblick im Wald bei meinen Spaziergängen und ich benutze ihre trockenen Stängel des vergangenen Jahres als Basis für einige Basteleien. Die 3 spielt auch in diesen trockenen Stängeln eine wichtige Rolle, da zumeist eine 3-fache Gabelung die Krone der Belladonna bildet.
3.meine Verehrung des britischen Fotokünstlers Andy Goldworthy, der mit seinen wundervollen Naturskulpturen wie kein anderer versteht, die Göttlichkeit der Natur, unserer Mutter Erde, einzufangen.

Drei Lebenszeiten spiegeln sich in dieser Spirale: die gegenwärtigen Löwenzahnblüten, die toten Belladonnastängel und das Ewige der Steine.
Doch damit nicht genug, die 3 spielte auch in der Vollendung der Belladonna-Spirale eine dominante Rolle: sie ist ein Gemeinschaftswerk von Vater, Mutter und Kind. Mein Mann, meine Tochter und ich haben gemeinsam daran gearbeitet.

artemisathene

 



Aktuelles

Hindu-Göttinnentempel in Hamm

3sat und „Die Zeit“ veröffentlichten kürzlich Berichte über den großen tamilischen Hindu-Tempel in Hamm, Westfalen. Anlass war das Tempelfest im Juni – ein religiöses Großereignis mit Prozession und rituellen Waschungen.

Der Tempel, der in einem Industriegebiet errichtet wurde, ist der Göttin Kamadchi Ampal geweiht. Er ist der wohl zweitgrößte Hindutempel in Europa – gleich nach London – und der größte tamilische Hindu-Tempel Europas. An den Pujas – den Verehrungszetremonien oder „Andachten“, bei denen die Götter – bzw. in diesem Fall die Göttin – bewirtet wird, können auch Andersgläubige teilnehmen, auch ist der Tempel inzwischen wohl ein beliebtes Tourismusziel – zumindest wird auf Tourismusseiten darauf hingewiesen. Zu dem Tempelfest wurden 15.000 Menschen erwartet – Hindus aus ganz Europa nehmen an den Zeremonien teil, zu denen auch schmerzhafte Bußbekundungen gehören. Rund ein Viertel der Anwesenden sind auch nicht-hinduistische Zuschauer.

Der Priester Sri Paskaran, der den Tempel gründete, begann mit einem Altar im Keller für die Hindus Hamms. Dann wurde eine ehemalige Wäscherei zu einem Tempel. Wegen Beschwerden der Nachbarn zog der Tempel später in ein Industriegebiet, wo jetzt ein Neubau im indischen Stil – eben ein echter Hindu-Tempel - steht.

"Die Zeit" zitiert den Priester Paskaran mit dem Satz „»Kamadchi Ampal erlöst uns von Krankheit und finanzieller Not«

Wikipedia erklärt zu Sri Kamadchi: kama-akshi; Sri = respektvolle Anrede, Ampal = Göttin, Kamadchi = Ableitung aus dem Sanskritnamen, K?m?k??, Kamakshi), die "die Wünsche von den Augen abliest" oder die "mit den Augen der Liebe". Kamakshi – wie der Name normalerweise transskripiert wird – gilt wohl als Muttergöttin und wird gleichgesetzt mit Parvati, der Gemahlin Shivas.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sri_Kamadchi_Ampal-Tempel_Hamm

nora


 




Aufgelesen
Buchrezension


Im Kreis des Lebens

Noch ein Buch, das versucht, die Frau in 13 Aspekte einzuteilen. Hier sind es:
"die Unschuldigen": Tochter, Jungfrau, Blutsschwester
"die Nährenden": Geliebte, Mutter, Hebamme
"die Starken": Amazone, Matrone, Priesterin
"die Weisen": Zauberin, Alte Weise, Dunkle Mutter.
Als 13. kommt die Verwandlerin hinzu, der bei dieser Einteilung eine besondere Rolle zukommt. Sie ist mit allen Aspekten verbunden. Zu ihr kann frau jederzeit springen und von ihr kann frau zu jedem Aspekt springen.

Die Vierteilung analog zu den Mondphasen ist klar erkennbar:
Unschuldige - zunehmender Mond
Näherende - Vollmond
Starke - abnehmender Mond
Weise - Neumond
Jede dieser Gruppe ist in drei Aspekte unterteilt, die jeweils aufeinander aufbauen, aber auch unabhängig voneinander in Erscheinung treten.

Die Autorinnen vertreten die Meinung, dass das Leben ein Tanz ist, dass es oftmals wild durcheinanderwirbelt und es daher nur logisch ist, dass frau sich heute als verletzliche kleine Tochter und morgen als Priesterin fühlt. Die Verwandlerin ist hierbei der "Joker". Es ist die Phase des Wandels, eine Art Auszeit, der angemessene Beachtung geschenkt werden sollte. Gerade dies ist es, was dieses Buch, diese Theorie so besonders macht. Auf diese Weise wird deutlich(er) gemacht, dass das Leben eben nicht linear verläuft, sondern jederzeit alles möglich ist. Zahlreiche Berichte von Frauen belegen dies und machen es leichter nachvollziehbar als ellenlange Vorträge dies könnten.

Die Aspekte werden jeweils als Achsen vorgestellt, also Tochter und Amazone, Jungfrau und Matrone usw., da die beiden gegenüberliegenden Aspekte naturgemäß viel gemeinsam haben - die Unterschiede bestehen zumeist nur in der Umkehrung.

Das Buch ist gut lesbar geschrieben; gerade das Zurückgreifen auf Erfahrungsberichte lässt viel Raum zum Selber-forschen, Nachspüren, Erkunden. Dennoch wäre es teilweise wünschenswert, wenn ein bisschen mehr erklärt worden wäre. Ebenfalls zur Abwertung führen einige Tippfehler im ersten Drittel des Buches - "46 Hexagramme" statt richtigerweise 64 dürften vom Lektorat nicht übersehen werden.

Davon abgesehen, ist es ein Buch, das Weite schafft, das neue Möglichkeiten eröffnet und Mut machen will, sich mit anderen Frauen zusammen zu schließen und auszutauschen. Denn schließlich befindet sich jede Frau immer irgendwo im Kreis des Lebens. Diese Erlebnisse miteinander zu teilen, einander mitzuteilen, ist für alle Kreisschwestern ein Gewinn. So endet das Buch denn auch mit einem Aufruf und konkreten Vorschlägen, wie sich ein Frauenkreis bilden lässt.

Wenn auch mit Abstrichen, kann ich die Theorie der beiden Autorinnen nur empfehlen. Es ist eine gänzlich andere Herangehensweise als z.B. bei Angelika Aliti (das Maß aller Dinge), und genau das macht das Buch zu etwas Besonderem.

die dreizehn Archetypen der Frauen / Elizabeth Davies ; Carol Leonard. - Arun, 2005
ISBN 3-935581-75-0

Amazon-link

Ulrike Zauberweib Engelhardt


 




Netze weben
Bericht vom Frauen-Gedenk-Labyrinth

Gelesen und gehört hatte ich schon immer mal vom Frauen-Gedenk-Labyrinth/Fest der 1.000 Frauen. Es wurde z.B. beim 1. Matriachats-Weltkongress damals in Luxemburg auf Dagmar von Garnier gezeigt mit der Bemerkung, „das is doch die, die…“, auch wenn Frauen berichtete, „ich war doch die und die im Labyrinth“, dann immer mit einem besonderen Ausdruck im Gesicht oder einem besonderen Ton in der Stimme, ja und immerhin gibt es in Berlin eine Gruppe von „Labyrinth-Frauen“, das alles war mir bekannt.

Als ich dann aber bei einem Treffen von dieser Gruppe eine Reportage von Uschi Madeiski über das Labyrinth in Frankfurt/M sah - diese Bilder waren es, ganz, ganz viele Frauen auf einem öffentlichen Platz - das war der Moment, als ich den Wunsch hatte, das selber zu erleben. Dann ging alles leicht und hat sich wunderbar gefügt – Organisation, Geld, Hinkommen, Unterkunft, von allen Seiten gab es Tipps und Unterstützung. So saß ich dann vor einer 5seitigen Liste von den in Labyrinth geehrten Frauen, deren Patinnen/Stifterinnen in diesem Jahr nicht nach Wiesbaden kommen konnten und für die noch Zweitfrauen gesucht wurden. Ich hab 2 Nächte recherchiert und gelesen, ja für welche geh ich denn ins Labyrinth, bis auf ganz wenige Ausnahmen waren mir die Frauen unbekannt. Ich hab mich für Else Zach entschieden, eine Frau aus Wutenow bei Neuruppin, die ihre Tochter vor Vergewaltigung geschützt und 1945 selber vergewaltigt wurde und 7 Jahre darauf als Anfang 50-Jährige gestorben ist. Ich hab lange und oft mit der Schulfreundin von Else Zachs Tochter telefoniert und musste akzeptieren, dass meine Fragen über den genauen Hergang nicht beantwortete werden können. Ich kann immer noch nicht einfach fragen, wie viele warn`s, was hat sie dabei gefühlt, wie sieht es die Tochter heute, hat sie`s verarbeiten können, wie hat Else Zach mit den Vergewaltigungen leben können.

Gewalt gegen Frauen, das Dauerthema im Patriachat.

Meine Patinnen müssen Amazonen gewesen sein. Obwohl ich Mutter zweier Söhne bin, ich wollt Else Zach ehren und für sie ins Labyrinth hineingehen. In welcher Kleidung? Worüber hätte sich Else Zach gefreut? Ich hab ein blaugeblümtes Rosenkleid gewählt. Dazu eine ausgeblichene Schürze „davorgebunden“. Und ich hab mich mit 9 Tüchern geschmückt, die ich von meiner Großmutter und von all den Frauen als kleines Mädchen geschenkt bekommen hatte, die alle!!! Im Krieg vergewaltigt wurden.

Mit ihren Tüchern über- und untereinander gebunden (die typichen Blumenwoll- bzw. dünnen bunten Nylontücher) hab ich mir Kopf und Hüften geschmückt. Warm wars und Kopftuch tragen ist ungewohnt, aber das musste sein. Es war sehr warm, die dicken runterrutschenden Baumwollsocken in den Schlappen hab ich weggelassen, ich bin für Else Zach barfuß ins Labyrinth getanzt.

Es war ein Traumwochenende in Wiesbaden. Und es ist auch irgendwie in Ordnung, dass so ein Zusammenkommen nicht alle Jahre wieder oder noch häufiger möglich ist. Über 400 kostümierte Frauen, aber nicht nach Faschingsart, so viele. Mir sind die Sinne übergegangen.

Am Labyrintheingang standen 2 Frauen, die gerade aus dem Hopi-Land kamen, die segneten jede, das hatte so was Echtes, Tiefes. Und wir sind alle im gleichen Fluß gegangen – 7 Schritte – danach Wie-ge-schirtt - (eine liegende Acht mit Hüftwackeln und 4 Wiegeschritten nachgemalt), Schweizerinnen haben dazu musiziert. Es war erhebend. Die Frauen waren alle doppelt da – als Vertreterin und sie selbst natürlich, so viele engagierte Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die engagierte Frauen ehrten. Das war Frauenpower.

Kein statisches Kunstwerk, sondern ein lebendiges, eins im Fluß, verbunden, das weitergeht…

Vor mir ist Dr. Vermot aus der Schweiz ins Labyrinth gegangen, Nationalrätin im Europa-Rat, u.a. Organisatorin von 1.000 Frauen für den Frieden (der Friedensnobelpreis 2005 sollte an eine Frau gehen), sie hat uns Geschichten von ihren Reisen erzählt, die waren so herzergreifend…, zwei hinter mir die bekannte Filzerin aus Havelaue Gabriele Küther-Stauder, die letztes Jahr auch in der Galerie gegenüber vom Pergamonmuseum ausgestellt hat, hinter ihr Uschi Madeiski, die Filmemacherin von matriachalen Filmen, dahinter Annemarie Schmidt-Cords, eine Frau, die lange in Brasilien war und für Pandora gegangen ist (dazu gäbe es viel zu sagen) und so könnt ich jetzt unzählig weitermachen.

Alle Generationen. Es war zwar vereinbart, dass, um die älteren zu schonen, der doppelte Wiegeschritt weggelassen werden sollte, aber die Frauen waren so drin, wir waren alle so in der Macht der Schritte, so sind wir alle in der gleichen Weise hinein- und hinausgetanzt.
Kurpark, Maienwiese und soviel Energie!

Ich glaub, am schönsten war für mich der der Ball, aber auch den Film Iron Jawed Angels über die Erkämpfung des Wahlrechts für Frauen in Amerika werd ich nicht vergessen. Der war richtig heftig und an der Grenze des Ertragbaren.

Im Internet-Tagebuch von Luisa Francia hab ich irgendwo mal gelesen, - Kunst interessiert mich nur da, wo sie lebendig ist – ja, so etwa könnte sie aussehen, lebendige Kunst, es waren nicht die 1.000 ausgelegten Steine, sondern die festlich gekleideten Patinnen mit ihren Geschichten und die „Gaben“ für die Ahninnen, die auf die Steine gelegt wurden. Dadurch, das jede „eine Rolle“ hatte, kamst Du mit jeder sofort ins Gespräch, aber es war ja keine Tagung, es war eine Ehrung und ein Fest der Frauen. Mit Essen und Lachen und Filmen und Kunst im prunkvollen Kuppelsaal des Kurhauses und Ausstellungen und riesigen Kreistänzen, Maria Marcks war leibhaftig da (das ist die berühmte und betagte Karikaturistin, Du kennst mit Sicherheit ihre Bilder und vor allem, wie sie zu den Zeichnungen geredet hat…) usw., die Überfülle und jede hat sich halt davon was herausgepickt.

Na und, dass ich mit einem geschwollen Knie und 4 Blasen an der Fußsohle vom wilden Tanzen nach Berlin zurückkam Seitdem üb ich, das „man“ endlich aus meinem Sprachgebrauch zu bannen. Auch auf Arbeit. „Welche hat“, „kann eine“, klar doch, es geht.

Denn montags bin ich schließlich noch für Luise Pusch ins Labyrinth gegangen. Ihre Patin, Dr. Luise Reddemann, war da und hat den Gedenkstein ins Labyrinth getragen. Sie ist eine vielgefragte Klinikleiterin und Traumatherapeutin. Sie hat z.B. erzählt, wie Frau Pusch mit Humor gegen die männliche Sprache vorgegangen ist, wir haben uns gebogen vor Lachen. (so in der Art: Gebrauchsanweisung von o.b.-Tampons – bei JEDEM ist die Menstruation etwas anders, oder „wer hat SEINEN Lippenstift vergessen"…) Wenn Frau Reddemann in Fachkreisen vor hauptsächlich weiblichen Publikum redet, dann stellt sie voran, das die Männer natürlich immer mitgemeint seien, wenn sie in der weiblichen Form spreche, von Patientinnen, Therapeutinnen usw. und wie die drei Hanseln dann reagieren. Ich üb jetzt schon anderthalb Monate, es geht wirklich.

Überhaupt hat das Labyrinth Aggressionen bei Männern ausgelöst. Die Frauen, die dort geschlafen haben, sind jede Nacht tätlich angegriffen worden etc., ich hatte auch eine „Diskussion“ mit einem Typen, Li Schalima hatte ohne BH nur ein dünnes Spitzenoberteil und darüber ihren Filzumhang und einen Rock an, mit einer riesigen und sehr schöne gefilzten Vulva. Mit abwertendem Blick auf ihren Busen kam dann „und dann noch das Ding da!!“, so ging die Pöpelei. Ja, eine Patin von einer Schriftstellerin aus dem 14.!!Jh. meinte, das das, was die Frau im 14.Jh. schrieb, heute noch aktuell ist.

Ich danke für die Kraft, die ich aus diesem Erlebnis bekommen hab.

Sybille


 




Kontaktanzeigen

Wir suchen Menschen im Saarland und Umgebung, die wie wir den Weg der Göttinspiritualität beschreiten. Wir möchten unseren kleinen Kreis von drei bzw. drei Personen vergrößern, uns austauschen, miteinander lachen, die Jahreszeitenfeste miteinander feiern usw. Wer uns kontaktieren möchte, kann uns über u.g. E-Mail-Adresse erreichen: triskel@gmx.net.

 

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"Stadthexen" in und um München gesucht! Wer hat Lust auf Gründung eines Frauenkreises ?
Zusammenführen könnten uns Themen, wie z.B.: Magie, der Weg der Göttin, Tierliebe und -heilung, sprituelle Reisen, Frauen-Lebens-Lust u.n.v.m.
Bittet meldet Euch unter: magie@animali-cooking.de

 

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Kartenjahresausbildung im mystischen Kartenlegen der Mll Lenormandkarten
Start: August 2006, Anmeldungen und Infos ab sofort bei SONIA / Email: info-reiki-kartenlegen@gmx.de



 




Der Schlangengesang – Göttinnenkalender

Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine Lebensaufgabe.

Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.

artemisathene


 




Feiertage im Juli

Nach dem griechischen Mondkalender wäre dieser Juli zwischen den Mondmonaten Hekatombaion und Metageitnion aufgeteilt. Hekatombaion erhielt seinen Namen von einem großen, öffentlichen Opfer, bei dem wohl ursprünglich 100 Rinder (eine Hekatombe) geopfert worden waren. Metageitnion wurde nach einem Fest zu Ehren des Apollon „als Freund guter Nachbarschaft“ benannt.

In Rom wurde dieser Monat nach Julius Caesar benannt, ursprünglich aber hieß er Quinctilius, der 5.Monat ab März.

Im germanischen Kulturkreis hieß der Juli Heuert, nach der Heuernte in diesem Monat. Die in diesem Monat gefeierten Feste waren laut Gardenstones „germanischer Götterglaube“: das Fischfest zur Erneuerung der Verbindung zwischen den göttlichen Wesen des Wassers und den Menschen, das Hausfest, bei dem es um die Wiederherstellung der Häuser vor dem kommenden Herbst und Winter ging und das Heufest am letzten Juli-Wochenende.

 

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14. – 19. Juli: ägyptisches Fest der Nilschwämme (Epagomenen= 5 eingeschaltete Tage um das Mondjahr an das Sonnenjahr anzupassen). Sie wurden repräsentiert durch die Geburtstage der Götter: Osiris, Horus, Seth, Isis und Nephtys, den fünf Kindern der Göttin Nut.
Quelle: http://www.harfners.de/fest1.htm

15. Juli: Fische, abnehmender Mond: Fest der Voodoo-Göttin Erzuli in Port Au Prince, Hawai. Sie ist eine Göttin der Liebe, der Leidenschaft und des Wohlstandes.
Quelle: http://people.tribe.net/michaelmanion/blog/7316ba66-7f0f-4b86-8c94-f226c46cf4a1

16./17. Juli = 21. Hekatombaion: Widder, abnehmender Mond
Artemisia: Fest für die griechische Göttin Artemis.
Quelle: (5), (6)

17. Juli: Widder, abnehmender Mond
Geburtstag der ägyptischen Göttin Isis, Mutter-Göttin und All-Mutter
Quellen: Göttinnen großer Kulturen, Vera Zingsem
18. Juli: Stier, abnehmender Mond
Geburtstag der ägyptischen Göttin Nephthys, Toten-, Grab- und Geburts-Göttin, Tochter der Nut und Schwester der Isis (siehe schlangengesang 4/04)
Quellen; s.17.Juli

19. Juli: Stier, abnehmender Mond
ägyptischer Neujahrstag: Hochzeitstag der Isis und des Osiris
Quellen: s.17.Juli

21. Juli: Zwillinge, abnehmender Mond
Einweihungsfest des Tempels der Concordia: römische Göttin der Eintracht.
Quellen: (7)

22./23. Juli = 27. Hekatombaion: Zwillinge/Krebs, abnehmender Mond
Ponnykhis: Nachtwache mit Fackelrennen, Tanz der Jungfrauen und Spiele für die Jugend als Auftakt für die am nächsten Tag stattfindenden Panathenaia. Opferhandlungen für den Gott Eros und die Göttin Athene.
Quelle: http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html

23./24. Juli = 28. Hekatombaion: Krebs, abnehmender Mond
Kleine Panathenaia: Jährliches Fest zu Ehren der griechischen Göttin Athene. (siehe Text schlangengesang 4/04) Geehrt wurden Athene sowie Hygieia, Göttin der Gesundheit und Medizin, Nike, Göttin des Sieges und Pandrosos, der Legende nach die erste Priesterin der Göttin Athene
Quellen: http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html

25. Juli: Löwe, Schwarzmond
Furrinalia: Fest zu Ehren der römischen Erd-Mutter-Göttin Furrina. (mehr dazu siehe schlangengesang 4/04)
Quellen: (2), (7)

27. Juli: Löwe, zunehmender Mond
Geburtstag der ägyptischen Königin-Göttin Hatschepsut
Quellen: (7)

31. Juli/1.August (letztes Juli-Wochenende): Waage, zunehmender Mond
Heufest: germanisches Erntefest zur Heuernte.
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar: 6.7. Nymphe/Göttin Io (Griechenland), 10.7. Göttin Hel (germanisch), 17.7. Amaterasu (Japan), 23.7. Brigid (Irland)

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar

artemisathene


 




Feiertage im August

Im antiken Griechenland hießen die beiden Mondmonate, in die der diesjährige August fällt, Metageitnion und Boedromion: Metageitnion wurde nach einem Fest zu Ehren des Apollon als Freund guter Nachbarschaft benannt, Boedromion nach Apollons Eigenschaft als Helfer in der Not. Einer Quelle zufolge hieß der Monat auch Demetrion nach der Göttin Demeter, deren Fest „Eleusinische Mysterien“ in diesem Monat gefeiert wurde.

In Rom hieß dieser Monat ursprünglich Sextilis, der sechste Monat nach dem Jahresbeginn im März. Später wurde er zu Ehren des ersten Kaisers Augustus umbenannt. Diesen Namen trägt er auch heute bei uns. Der August war auch der Göttin Ceres geweiht.

Im germanischen Sprachgebiet hieß dieser Monat Ernting, Aranmanoth, Erntemond Sichelmond, Schnittermond oder auch Ährenmonat. Alle diese Namen deuten darauf hin, dass die Zeit der Getreideernte in diesem Monat lag. Heute erinnern noch Feste wie das Brotfest und die „Sichelhenke“ in bäuerlichen Regionen an den Brauch, den Beginn der Getreideernte zu feiern.

 

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1. August: Waage, zunehmender Mond:
Tempeleinweihung der römischen Göttin Spes (Personifikation der Hoffnung)
Quelle: (7), http://www.maat.it/livello2/2004-calendarium-romanum-novum.pdf

5. August: Schütze, zunehmender Mond:
Fest der römischen Göttin Salus: der Göttin der Gesundheit und des Wohlstandes. Ihr Tempel befand sich auf dem Quirinalshügel.
Quelle: (7), http://www.maat.it/livello2/2004-calendarium-romanum-novum.pdf

10./11. August = 16. Tag des Mondmonats Metageitnion. Fische, abnehmender Mond
Opfer zu Ehren der Göttin Artemis Kourotrophos, der Beschützerin und Versorgerin der Kinder und Jugendlichen und zu Ehren der Hekate, der Göttin der Wegkreuzungen, der Unterwelt und der Magie.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
http://www.antonineimperium.org/metageitnion.htm

12. August: Widder, abnehmender Mond:
Einweihungsfest in Rom für die Tempel der Venus Victrix (Venus als Siegerin), der Virtus (Personifikation der Tugend) und der Felicitas (Personifikation des Glückes).
Quelle: (7), http://www.maat.it/livello2/2004-calendarium-romanum-novum.pdf

12./13. August (zweites Augustwochenende): Widder, abnehmender Mond:
Brotfest: germanisches Fest zu Beginn der Getreideernte. (schlangengesang 5/04)
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube

13. August: Widder, abnehmender Mond:
Fest der Göttin Diana auf dem Aventin in Rom. Als Mondgöttin trägt sie alle Aspekte der jungfräulichen Göttin. Sie ist eine junge, schöne und ungebundene Jägerin.
Quelle: (3), (4), (7)

Vertumnalia: römisches Fest zu Ehren des Gottes der Jahreszeiten: Vertumnus und der Pomona, Göttin der Gärten
Quelle: (7), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm

Einweihungsfest des Tempels der Blumengöttin Flora.
Quelle: (7), http://www.maat.it/livello2/2004-calendarium-romanum-novum.pdf

14./15. August = 20. Metageitnion: Widder/Stier, abnehmender Mond:
Opfer für die Göttin Hera Thelchinia / Thelkhinia, sie erhielt ihren Beinahmen nach einem Tempel auf Rhodos, der vom Volksstamm der Thelchinen für die Göttin errichtet worden sein soll.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
http://www.antonineimperium.org/metageitnion.htm

15.August: Stier, abnehmender Mond:
Fest der sieben Schmerzen Marias oder Mariä Himmelfahrt, Ende des Frauendreißigers = Erntezeit für Heilkräuter
Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maria_Assunta.html

19. August: Krebs, abnehmender Mond:
Vinalia Rustica: römisches Fest zum Beginn der Weinernte. Gleichzeitig Tag der Einweihung des Tempels der Venus obsequens (die Erhörende) im Jahr 295 v.u.Z. Dieser Tempel wurde aus den Strafgeldern verheirateter römischer Patrizierinnen gestiftet und erhalten, die Ehebruch begangen hatten.
Quelle: (4), (7)

23. August: Löwe, Schwarzmond:
Volcanalia: römisches Fest zu Ehren des Schmiede- und Feuer-Gottes Vulcanus und seiner Begleiterinnen: die Göttin Juturna und die Stata Mater.
Quelle: (4), http://www.sungaya.de/schwarz/romer/juturna.htm

24. August: Jungfrau, zunehmender Mond:
Fest des „Mundus Cereris“: wörtlich „die Welt der Ceres“, ein Erdspalt auf dem Forum Romanum, der als Kultplatz der Göttinnen Ceres und Proserpina an diesem Tag geöffnet wurde. Den Rest des Jahres blieb der Erdspalt verschlossen. (schlangengesang 5/04)
Quelle: (4)

25. August: Jungfrau, zunehmender Mond:
Opiconsivia: Stiftungsfest des Tempels der Göttin Ops (lat. opes = Reichtümer), die den Beinamen consiva = „sie soll die Erde sein“ trug. Als Göttin des Reichtums, materiell wie immateriell, war sie seit Gaius J. Caesar auch für den Reichtum des Staates zuständig. In ihrem Tempel auf dem Capitol lagerte der Staatsschatz. Zweiter Festtag: 19. Dezember, Opalia; (Schlangengesang 2/03).
Quelle: (2), (4)

25./26. August = 2.Boedromion: Jungfrau/Waage, zunehmender Mond:
Niketeria: Fest zu Ehren der griechischen Siegesgöttin Nike. Die geflügelte Personifikation des Sieges trägt meist einen Lorbeerkranz in der Hand.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

26. August: Waage, zunehmender Mond:
Fest der finnischen Göttin Ilmatar. Sie wurde als Luft- und Meeresgöttin verehrt. Ihre Legende ist eine Art Schöpfungsmythos
Quelle: http://www.godchecker.com/pantheon/finnish-mythology.php?deity=ILMATAR

Volturnalia: Fest des römischen Flussgottes Volturnus, Personifikation des Tiber und seiner Tochter Juturna, einer Quellgöttin.
Quelle: (7)

28./29. August = 5. Boedromion: Waage/Skorpion, zunehmender Mond:
Genesia: griechisches Totenfest und Fest der Göttin Gäa/Gaia und des Totengottes Thanatos. (näheres siehe Schlangengesang 5/04)
Quelle: http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

29./30. August = 6. Boedromion: Skorpion, zunehmender Mond:
Kharisteria Ursprünglich Geburtstags-Fest der griechischen Göttin Artemis Agrotera, der „Jägerin“ Artemis. Nach dem Sieg bei Marathon wurde an diesem Tag ein Dankesfest als Erinnerung an den wichtigen Sieg der Athener gefeiert.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar: 1.8. Habondias (kelt.Göttin?), 2.8. Tag der Dryaden (Mazedonien), 12.8. Lichtfest der Göttin Isis, 22. 8. Aedesia (Philosophin), 23.8. Nemesis (Griechenland)

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) http://www.novaroma.org, (4) http://www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar

artemisathene


 




Feiertage im September

Im antiken Griechenland fallen in unseren September die Mondmonate Boedromion und Pyanepsion. Boedromion wurde benannt nach dem Gott Apollon als Helfer in der Not. Einer Quelle zufolge hieß der Monat auch Demetrion nach der Göttin Demeter, deren Fest der Eleusinischen Mysterien in diesem Monat gefeiert wurde. Der Name Pyanepsion kommt vom gleichnamigen Fest zu Ehren der Göttin Artemis und ihres Bruders Apollon sowie der Horen (Personifikationen der Jahreszeiten).

Im römischen Reich hieß dieser Monat September, der siebte Monat nach dem alten Jahresbeginn im März. Er soll dem Gott Vulcan geweiht gewesen sein.

Im germanischen Sprachgebiet hieß der Monat Scheiding, von shei = trennen, scheiden. Er zeigt das „Scheiden“ des Sommers an und ist der Monat der Obsternte.
Um den 30. September fand auch das Ernte-Dankfest statt.
Es gibt aber auch die Monatsbezeichnungen: Holmonat das bezieht sich auf das Holzholen für den Winter, Herbitsmânoth (der erste Herbstmonat), Halegmanoth (althochdeutsch). Herbstmond und Überherbst sind Namen neueren Datums, denn sie weisen auf die Jahreszeit Herbst.
Herbsting zeigt auf das Thing das in diesem Monat Brauch war. Früchtemonat, Obstmond oder Vollmonat beziehen sich auf die reichhaltige Ernte der Herbstfrüchte.
Wildmond erinnert an den Beginn der Jagdzeit, Saumond an das Treiben der Schweine in den Wald zur Eichelmast.
Silmand und Seelenmonat – der neunte Jahresmonat war der Opfermonat und diente dem Gedenken der Verstorbenen.

 

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1.September: Schütze, zunehmender Mond:
Fest der indischen Göttin Lakshmi. Dieses Fest mit Namen „Vara Lakshmi Vrata“ fand am Freitag vor dem Vollmond im August/September statt. Gefeiert wurde die Göttin des Glücks, der Schönheit, des Wohlstandes und der Gesundheit mit einem Gelübde der Frauen. (siehe schlangengesang 4/04)
Quelle: http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/HinduistischeFest/27.htm

Sri Radhashtami: Fest der mystischen Liebe zwischen dem weiblichen und dem männlichen Prinzip. Liebesfest des Gottes Krishna und der (Göttin) Radha, seiner Lebensgefährtin. Es findet am 8. Tag in der hellen Mondphase von Badhrapada (August/September) statt, dem Geburtstag der Radha.
Quelle: http://de.geocities.com/preciousprabhupada/add/bow_down_mister.html
http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/HinduistischeFest

6./7. September: Wassermann, zunehmender Mond, Fische, Vollmond:
Fest der Santeria/Yoruba-Göttin Yemaya, Muttergöttin, All-Mutter, Göttin der Meere und Seen.
Quelle: : http://www.church-of-the-lukumi.org/celebrations.htm

7./8. September = 15. Boedromion: Fische, Vollmond/ Fische, abnehmender Mond:
dieses Jahr: Beginn der großen Eleusinischen Mysterien in Griechenland. Dieses 9tägige Mysterien-Fest um die Legende von Demeter und Persephone hatte die Aufgabe, den Teilnehmenden die Angst vor dem Tod zu nehmen und sie am Mysterium von Tod und Wiedergeburt teilhaben zu lassen. (siehe Schlangengesang 1/03)
Quelle für das Datum: http://www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/695.4.Metageitnion.html

10. September: Widder, abnehmender Mond:
Fest der Asclepigenia. Philosophin und Zeitgenossin der Hypatia. (Siehe schlangengesang 4/05))
Quelle: http://www.geocities.com/Paris/Metro/3936/womenphilo3.html
http://www.wilsonsalmanac.com/september.html

11./12. September: Stier, abnehmender Mond:
Fest der Santeria/Yoruba-Göttin Oshun: Fluß-Göttin, Liebesgöttin, Göttin des erotischen Tanzes und Heilerin. Sie erneuert die Welt, wenn sie zerstört wird.
Quelle: http://www.church-of-the-lukumi.org/celebrations.htm

13. September: Zwillinge, abnehmender Mond:
Bankett zu Ehren der kapitolinischen Trias in Rom: Juno, Minerva und Zeus). (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: (1), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm

14. September: Zwillinge, abnehmender Mond:
Lichtfest im alten Ägypten. Vor den Statuen der Götter und der Verstorbenen wurden Feuer entzündet, die die ganze Nacht hindurch brannten. Möglicherweise als Wegweiser für die Seelen der Verstorbenen, damit es ihnen dadurch möglich war, die Lebenden zu besuchen.
Quelle: (7), http://paganinstitute.org/e-sacred_times.html

17. September: Krebs, abnehmender Mond:
Byzantinisches Fest zu Ehren der Heiligen Sophia, der Göttin der Weisheit und ihrer drei Töchter: Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe.
Quelle: http://paganinstitute.org/e-sacred_times.html

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar: 22.9. Fest der Seegöttin (Sedna?) bei den Eskimos, 27.9. Varuni (Indien), 28.9. Baubo (Giechenland)

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) http://www.novaroma.org, (4) http://www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar

artemisathene


 




Volcanalia

Dieses römische Fest wurde zu Ehren des Gottes Vulcan und seiner Begleiterinnen, der Göttinnen Juturna und Stata Mater abgehalten.

Über die Riten des am 23.August stattfindenden Festes für den Gott des Feuers und der Schmiedekunst ist heute leider nur noch wenig bekannt. Da das Fest zwischen zwei Festen mit starkem Bezug zur Ernte stand (Consualia 21.8 und Opisconsicia 25.8) ist anzunehmen, dass die Römer mit dem zelebrierten Fischopfer lebender Tiberfische versuchten den Gott Vulcanus und die Göttinnen Juturna und Stata Mater gnädig zu stimmen. Sie sollten mit ihrer Gnade verhindern, dass die gerade erst gefüllten Getreidespeicher in einem Feuer vernichtet würden. An die Stelle des Fischopfers trat später ein Kalb oder Eber.

Interessant sind allerdings auch die zwei Begleiterinnen des Vulcanus:

Die Göttin Juturna: (Ihr Name kommt vom lateinischen iuvare = helfen) war eine Göttin der Quellen und des Süßwassers.
In der Legende heißt es, dass Juturna eine Prinzessin gewesen sei, die den Tod ihres Bruders im trojanischen Krieg so arg betrauerte, dass sie sich in einem Brunnen ertränkte. Zeus war so gerührt, dass er sie in eine Nymphe verwandelte und sie zur Göttin der stillen Gewässer (Teiche, Seen, Quellen, Brunnen) machte.
Juturna war auf dem Marsfeld ein Tempel geweiht und die Feierlichkeiten zur Einweihung wurden jedes Jahr am 11.Januar als Juturnalia gefeiert. Die Göttin wurde besonders von den Angehörigen der Bautrupps von Aquädukten verehrt.
Auf dem Forum Romanum war die wohl älteste Quelle des Palatin nach ihr benannt: “lacus iuturnae“. Neben dem Vesta-Tempel gelegen bestand diese Quelle aus einem Brunnen, einer Ädicula (Tempelnische) und einem Altar.
Die Verehrung zu den Volcanalia geht wahrscheinlich auf die schützende Wirkung des Wassers zurück, das aus den Brunnen natürlich auch zum Löschen von Bränden verwendet wurde.

Auch die Stata Mater wahr eine Helferin im Kampf gegen Feuersbrünste, auch wenn ihre genaue Rolle nicht überliefert zu sein scheint. Sie wird in anderem Zusammenhang als Schutzgöttin der Straßen genannt. Wie das aber zusammen passt kann ich leider nicht erklären…

artemisathene


 




Veranstaltungen

Vortrag: Die wilde Göttin - Macht und Energie indischer Göttinnen
3. September, 11.30 Uhr
Referentin: Dr. Cornelia Mallebrein

Führung: Lebende Gottheiten auf Erden: Kraft und Energie der ‚wilden‘ Göttin
03. September, 14.30 Uhr
Referentin/Treffpunkt: Dr. Cornelia Mallebrein

beides Veranstaltung im Rahmen von:
Lebende Gottheiten auf Erden - Indische Volks- und Stammestraditionen. Eine Fotoausstellung von Cornelia Mallebrein
2. Juli 2006 bis 16. Januar 2007
Ubierring 45, 50678 Köln
Tel. 0221-33694-0 ; Fax 0221-33694-10
E-Mail rjm@rjm.museenkoeln.de
Öffnungszeiten: Di-Fr. 10-16; Sa+So 11-16 Uhr. Eintritt: 3,-/4,- Euro
http://www.museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum/default.asp?ver_01.asp~inhalt

 

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29./30.07.06 Workshop Erwecke die Göttin in dir

Im Mittelpunkt dieses Frauenworkshops steht die Liebe und die Wertschätzung für das eigene Frausein, sowie die weibliche Sexualität aus spiritueller und wissenschaftlicher Sicht. Ein Weg für ein freudvolles, lustvolles, ekstatisches und selbstbewusstes Frausein.
Infos: Monika Roth, Tel.: 09187/903187 oder www.moniro.de Termine in 2006: 29./30.7., 23./24.09. und 11./12.11.
http://www.frauenbranchenbuchfranken.de/veranstaltung.html

 

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6.-8. Okt. Hamburg: Abstieg ins Dunkel und Aufstieg zum Licht

Mythos der sumerischen Göttin Inanna. Seminar mit Ischtar Dvorak. Info: Tel. 04189-810003, huraksh@t-online.de
http://www.sufiorden.de/veranstaltungen.htm


 




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