Rundbrief für Göttinnen- Spiritualität

Hallo,

Herzlich Willkommen zur 16-ten Ausgabe des Schlangengesangs.

an dieser Stelle erst einmal vielen Dank für die vielen Zuschriften und guten Wünsche, die wir von Euch erhalten haben. Es war schön, zu sehen, wie viel Feedback unser Abschied von Elea ausgelöst hat. Danke dafür.
Diese Ausgabe ist nun wieder bunt gemischt und prall gefüllt und wir alle hoffen, dass der Frühling nun endlich beginnt.

Wir wünschen Euch ein schönes Ostara und auch schon ein schönes Beltane, denn wir lesen uns erst danach wieder,

Das Schlangengesang-Team
ArtemisAthene, Caitlin, Gwenhwyfar, Gan-Chan, jana, Markus, MedeaLaLuna, Nebelweib, Temkes, Zauberweib
 



Inhaltsverzeichnis

Göttin:
- Ixchel

Pflanzen:
- Hagebutte

Praktisches:
- Segnung
- Dein innerer Hain

Aktuelles:
- Sekhmet Statuen

Erfahrungen:
- Imbolc
- Göttin, Druiden, Runen der Göttin

Zauberspiegel:
- Ostara
- Hexen

Reisen zur Göttin:
- Jesmond Dene

Aufgelesen:
- LeserInnenbriefe
- Richtigstellung / Stellungnahme
- Buchrezension: Gespräche mit der Göttin

Netze weben:
- Kontaktanzeigen
- Urmütter der Steinzeit - Bilder weiblicher Schöpfungskraft

Kalender:
- Feiertage
- März
- April
- Mai
- Liberalia
- Veranstaltungen

Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden

 



Ix Chel

Ix Chel ist die mexikanische Mondgöttin. Sie ist zuständig für Fruchtbarkeit, Zyklus, Geburt - alle Frauenbelange. Außerdem ist sie die Schutzpatronin der Weberinnen sowie, einigen Quellen zufolge, sämtlicher Handwerksberufe. Als Mondgöttin ist sie auch eine Dreifache Göttin: sie wird sowohl als junge Frau, als auch als Mutter/Gebärende und weise Alte dargestellt. Auf ihrem Haupt thront eine Schlange, die durch ihre Häutungen Regeneration und Wiedergeburt symbolisiert. Ihr Gemahl wird als Kaninchen dargestellt.

Nach der Maya-Mythologie hat Ix Chel, die Göttin des Regenbogens, zusammen mit ihren Gemahl Itzamna alle Göttinnen und Götter des Pantheons geboren. Laut mexiko-lexikon.de ist dieser der Sohn von Hunab Ku. Schaut eine auf dessen Seite nach, erfährt sie, dass dieser der Weltenschöpfer der Maya war, einen Sohn, Itzamna, hatte und eine Ehefrau namens Ix Chel. Es drängt sich die Frage auf, ob wirklich Hunab Ku der Weltenschöpfer war, oder nicht doch Ix Chel - was naheliegender ist. Dass Itzamna gleichzeitig Sohn und Gatte Ix Chels ist, lässt an den heidnisch-naturreligiösen Jahreskreis erinnern: Göttin und Gott halten Hochzeit, sie gebiert einen Sohn, mit dem sie im nächsten Jahr wiederum Hochzeit hält. Sie ist die Immerwährende (die Jungfer, die Mutter, die Alte/die Tödin), während ihr Sohngemahl durch seinen Tod und Wiedergeburt das Leben am Leben erhält.

Unbestimmten Quellen zufolge lag Ix Chel im ewigen Streit mit der Sonne, obwohl beide einander doch liebten. Im Zorn befahl die Sonne Ix Chel, den Himmel zu verlassen. Fortan war sie tagsüber nicht mehr zu sehen.
Diese Legende könnte ein Hinweis zur Untermauerung meiner These sein, dass eigentlich Ix Chel die Weltenschöpferin der Mayas war. Die Sonne als Repräsentant des Männlichen, der Mond des Weiblichen. Ob sie sich um den Status des Schöpfers gestritten haben? Welche der beiden hat denn nun alles erschaffen? Die Frau, was eine naheliegende Annahme ist, da sie ja die Gebärende ist, oder der Mann, der durch seinen Samen schließlich auch seinen Teil beigetragen hat? Der Streit endet damit, dass die Sonne den Mond verbannt. In die Nacht, in die Dunkelheit, wo sie, die Mondin, fortan dank der Gnade seines Glanzes der Nacht ein bisschen Licht spenden darf. Vielleicht sollten wir öfter einmal dran denken, dass es die Sonne ist, die die Mondin anstrahlt, sie ins Rampenlicht inmitten der Dunkelheit stellt. Dieser Blickwinkel ist sicher einiger Überlegungen wert.

Verschiedentlich wird Ix Chel auch als Göttin der Heilkunst bezeichnet, ihre Pflanze ist die Ringelblume. In Amy S. Marashinskys "Göttinnen-Geflüster" wird ihr die Kreativität zugeordnet, sowie das Spinnennetz als weiteres Attribut. Eine Ähnlichkeit zur keltischen Brigid ist erkennbar. Da sie oftmals mit einem Krug oder Kessel abgebildet wird, kann auch eine Verbindung zur Tarotkarte des XVII - Sterns gesehen werden (insbesondere des Crowley-Harris-Decks), sowie - in der Form der Alten - zu Cerridwen. Mit letzterer hat sie noch etwas - wenn auch ungesicherten Quellen zufolge - gemein: beiden ist als Feiertag der 20.6. (Sommersonnwende?) zugeordnet.

Neben Nike ist sie die zweite Göttin, die heutzutage eher mit Turnschuhen bzw. Sportkleidung in Zusammenhang gebracht wird. Und genau so trat Ix Chel (wieder) in mein Leben: in der Trambahn steckte jemand in ihren Schuhen.

Ulrike Zauberweib Engelhardt

 



Pflanzen
Hagebutte

Ein Männlein steht im Walde…
Hierzulande kennt wohl jedes Kind diesen Text und auch die Lösung.
Steht da wirklich ein kleiner Mann hinter einem Baum oder ist es vielleicht ein Zwerg?
Nein, natürlich nicht! In dem Lied wird die Rosa Canina, die Hagebutte besungen.

Ganz still und stumm…
Die Hagebutte wächst oft an Waldrändern, Hängen oder aber an nicht viel befahrenen Straßen und wird mehrere Meter groß.

Es hat vor lauter Purpur ein Mäntlein um…
Im Sommer zeigt uns der Strauch noch seine weißen Blüten, die aber recht bald verschwinden und den schönen, roten Schalen Platz machen. In diesen Schalen befinden sich kleine Nüsse, die Samen des Hagebuttenstrauchs.
Diese Nüsschen kennen die Meisten von uns bestimmt auch noch aus den Kindertagen: getrocknet und unter ein Hemd gestreut, jucken sie ganz fürchterlich und sorgen so für eine Menge Spaß.
Das rote Kleid der Hagebutte verliert sich im Winter nicht, wird jedoch sehr häufig in eine weiße Schneehülle gedeckt und wartet so auf das kommende Frühjahr. Erst jetzt beginnen die Schalen abzufallen damit wieder neue Blüten wachsen können.

Der Name der Hagebutte leitet sich vom altdeutschen Wort Hag, für Hecke ab und eine Butte ist ein kleines Gefäß zum Sammeln von Früchten. Deshalb wird die Hagebutte oft auch Heckenrose genannt.

Die Schalen des Hagebuttenstrauchs haben einen sehr hohen Vitamin- C-Gehalt und sorgen somit auch im Winter, als Tee aufgebrüht, für eine Abwehr gegen Erkältungen aller Art. Auch als Marmelade kann die Hagebutte den Körper schützten, jedoch nicht so intensiv, wie der Tee. Auch Vögel lieben es, die Kerne der Scheinfrucht heraus zu knabbern und sie mit ihren Schnäbeln zu knacken. Die Hagebutte kann ohne weiteres auch Ziervögeln und Käfigvögeln gereicht werden, da sie vollkommen ungiftig ist und somit weder Tier noch Mensch schadet.

Zum Bereiten des Tees sollten die Scheinfrüchte im Herbst geerntet, von den Nüssen befreit, im Ofen getrocknet und dann mit heißem Wasser übergossen werden. Da freut sich Mensch doch schon auf den Winter und dessen Gemütlichkeit und Wohlduft.

Licht und Liebe
Temkes

 



Praktisches
Segnung

Fülle Wasser in Deinen Ritualkelch und gebe dem Wasser eine Priese Salz hinzu. Rühre dies dreimal um, halte deine Hände über den Kelch und sprich:
Ich segne dieses Wasser im Namen der Göttin.
Sprich nun die Segnung und betupfe dabei die entsprechende gesegnete Körperstelle mit dem gesegneten Wasser.

Sprich:
Die Göttin in mir segnet die Göttin in Dir:
Ich segne Dich, ich reinige Dich,
denn Du bist die Tochter der Göttin.
Ich segne Deine Augen damit Du Ihre Schönheit erkennst.
Ich segne Deinen Mund und Deine Lippen, damit Du immer die Wahrheit sprichst.
Ich segne Dein Herz, damit es immer liebevoll bleibe.
Ich segne Deine Hände, damit sie stets zum Wohle allen Lebens handeln.
Ich segne Deine Füße, damit sie stets auf den rechten Pfaden der Göttin wandeln.

Stell Dich vor Deine Schwester und sprich:
Die dreifaltige Göttin segne Dich- möge die Jungfrau dich reinigen, die Mutter dich schützen und die weise Alte dich segnen. Sei gesegnet Schwester.

Sei gesegnet Schwester.

(Auch als tägliche Eigensegnung mit entsprechender Textänderung sehr wirkungsvoll.)

Der Text ist mündlich in einem Kreis weitergegeben geworden, der/die AutorIn uns unbekannt
MedeaLaLuna


 




Dein innerer Hain
Dieser Text ist ein Auszug aus dem Runenkurs von Isma Awendragoness. Von Isma gibt es in der Rubrik "Erfahrungen" noch mehr zu lesen.

Dein innerer Hain ist der magische Ort, in dem du dich immer zurückziehen kannst, unabhängig von jeder Wetterlage und von den Jahreszeiten. Es ist der Ort, an dem du magisch arbeiten, oder dich einfach nur erholen kannst.
Dies ist dein innerer Tempel. Es ist auch der Ort, an dem du geschützt bist, immer gerne angenommen und liebevolle Helfer finden kannst. Dein innerer Tempel der Göttin. Vielleicht fragst Du nun, wie komme ich dorthin?

Die innere Reise
Suche Dir einen Ort, an dem Du ungestört bist und Dich wohl fühlst. Lege Dich hin oder setze Dich hin wie es Dir am besten gefällt. Widme Dich nun Deinem Atem und atme alles aus, was Dich belastet und was nicht hierher gehört.
Atme nun dreimal in deinem Herzen indem Du Dich auf Dein Herz konzentrierst beim Einatmen und Ausatmen.
Vergiss nun Deinen Atem und entspanne Deine Füße, fühle wie sie schwer werden und ganz entspannt sind.
Fühle nun wie sich Deine Beine, Hüfte, Bauch, Brust, Nacken, Hände Arme und Gesicht entspannen und Du ruhig und gelassen auf deiner Unterlage sitzt oder liegst.

Ein wunderschöner Pfad erscheint vor Deinen Augen und folge ihm.

Die Luft ist wunderbar frisch und klar. Du gehst immer tiefer in den Wald bis du an eine Lichtung kommst. Hier siehst du nun deinen Hain.
Wie sieht er aus? Ist es ein Steinkreis? Oder ein Hain mit vielen alten Bäumen? Ist es beides?

Ein Feuer brennt in der Mitte und die Flammen sind lebendig doch ruhig und sanft.
Schaue dich um und fühle die Kraft der Erde unter Dir. Spüre wie die Kraft der Erde durch Deine Fußsohlen in Dich hineinsteigt und Dich stärkt und versorgt. Schaue ob es Tag oder Nacht ist. Sieh in den Himmel und spüre wie die Kraft des Himmels in Dich hineinfließt.

Fühle nun wie sich dein Lichtkörper bildet. Das heißt wie Licht um deinen Körper ist weißes Licht und auch innen in deinem Körper ist.
Schau dir deinen Hain nun genau an und falls du Tiere entdeckst sprich mit Ihnen. Vielleicht kommt auch eine weise Frau oder ein Mann der dich begrüßt. Rede mit Ihnen wie Du mit alten Freunden reden würdest.
Verweile solange in deinem inneren Hain wie du magst.

Wenn du wieder hinaus willst, bedanke dich und lasse nun das weiße Licht wieder in dich hineinfließen und gehe aus deinem Hain heraus ins HIER und Jetzt... recke und strecke dich, atme tief ein und aus. Öffne die Augen und komme ganz hier ins Tagesbewusstsein zurück.

Von nun an kannst du jederzeit in deinen inneren Hain gehen, Runenreisen machen oder andere Übungen. Es ist dein heiliger innerer Ort. Falls du am Anfang Schwierigkeiten hast, Dir solch einen Ort vorzustellen ist es gar nicht schlimm. Dann sage Dir wie der Ort aussieht. Je öfter Du diese Übung machst desto leichter wird dies.

Manche Menschen sagen, sie können sich nichts vorstellen. Das stimmt nicht. Jeder kann einen grünen Ball innerlich sehen. Vielleicht noch nicht in Farbe aber das Gefühl: so da ist nun ein grüner Ball kann jeder entwickeln. Sei nicht hart mit dir sondern mache dies spielerisch.
Eine andere Möglichkeit wäre es auch dir deinen inneren Hain auf einem Blatt Papier als Übung zu malen. Falls du meinst du kannst nicht malen klebe dir Bäume auf ein Papier.. sei erfinderisch spielerisch. Dein innerer Hain wird je mehr du ihn benutzt kräftiger und schöner werden... Es ist dein heiliger Platz, den du verdient hast, um das zu werden, was du bist.

Isma Awendragoness
www.wayofjoy.co.uk

 



Aktuelles
Sekhmet Statuen
Insgesamt 23 Statuen der Göttin Sekhmet wurden in diesem Jahr von einem ägyptisch-deutschen ArchäologInnenteam auf der westlichen Nilseite gegenüber der Stadt al-Uqsur (Luxor) gefunden. Die Statuen aus schwarzem Granit sind knapp zwei Meter hoch. Sie entstammen der 18. Dynastie. Sie stellen die löwenköpfige Göttin mit dem Ankh in der Hand dar. Die Statuen ergänzen den Fund von insgesamt 30 Sekhmetstatuen im letzten Jahr. Jede der weitgehend identischen Statuen enthält Inschriften mit verschiedenen Namen des Pharao Amenhotep III.

Pharao Amenhotep III, der zwischen 1390 und 1350 v.u.Z. regierte, lies nördlich des heutigen Luxor (damals Waset) intensiv am Tempel von Karnak bauen. Später wurde unter seiner Regentschaft am Westufer sein zweiter Tempelkomplex errichtet, neben dessen Ruinen jetzt die Statuen der Sekhmet gefunden wurden. Bisher waren nur zwei überlebensgroße Statuen des Pharao selbst aus dem Tempel bekannt. Der Pharao ließ vermutlich hunderte Statuen verschiedener Gottheiten herstellen.

Unklar ist bisher, warum diese Statuen dort gefunden wurden. Ihre Zugehörigkeit zum Tempel ist nicht zweifelsfrei belegbar, denn Ihr Fundort hat nur mittelbar mit den Tempelruinen zu tun. Einige ExpertInnen vermuten deshalb, dass sie bereits in antiker Zeit eingegraben wurden, als der Tempel seine Bedeutung verloren hat. Möglicherweise eine Schutzmaßnahme, um sie vor Zerstörung zu bewahren.

Nach einer anderen Theorie wurden wurden die Statuen anlässlich einer Zeremonie zu Ehren des Pharao aus Waset auf die Westseite des Nils gebracht. Sekhmet war jedoch auch für Heilung, Leben und Tod zuständig. Der Legende nach soll sie einst die Menschheit beinahe ausgerottet haben. Peter Brand, Ägyptologe an der University of Memphis in Tennessee/USA, hält es demnach für möglich, dass die Statuen zu einen religiösen oder magischen Ritual zusammengeführt wurden, mit dem eine Epidemie oder eine plagenähnliche Seuche abgewehrt werden sollte.

Nach Planungen der zuständigen Behörden sollen alle Stauten geborgen und näher untersucht werden.

Markus

 



Erfahrungen
Imbolc

Ich kam zur Göttin, wie die Jungfrau zum Kind. Eigentlich wollte ich nur etwas über die Mondphasen erfahren, lernen wie man Amulette ermächtigt. Das es vor Ort Hexen waren und ich in einem Seminar für selbige saß, war mir mehr wie unangenehm. Ich hatte trotz der vielen Jahre meines spirituellen Weges dieses Thema immer ausgeblendet, dachte mir, das es das früher einmal gab, aber doch wohl nicht mehr im 21 Jh. Die sog. Hohepriesterin erzählte über die Hexenverfolgung, der alten Religion, den Jahreskreisfesten. Vieles von alledem war mir ein Begriff, doch, wo war die ganze Zeit die Göttin gewesen? So etwas gab es auch? Ich kam mir reichlich stümperhaft vor, doch verstand ich wovon sie sprach. Wir lernten viel an diesem besagten Samstag und mir läuft heute noch ein kalter Schauer über den Rücken wenn ich an ihre Worte denke, als wir (meine Freundin und ich) ankamen: „Da seid Ihr ja endlich wieder“...So wirklich habe ich in dem Moment nicht darüber nachgedacht. Wie gesagt, wir lernten viel an diesem Tage und abends sollten wir das erste Fest mitfeiern. Imbolc.
Ich werde diesen Abend niemals vergessen. Er war so beeindruckend und Spuren hinterlassend, er sollte mein gesamtes Denken verändern, mich auf neue Wege bringen. Es trafen nach und nach um die 15 Frauen ein, alle in weiß gekleidet...Wir bekamen Anweisungen für das Ritual, bitte alles den übrigen Frauen gleichzutun, den Kreis auf keinen Fall zu verlassen. Als das Fest begann, war ich schon in eine andere Zeit versetzt...und dann erschien die Göttin leibhaftig. Eine der Frauen hatte die Rolle der Lichtbringerin übernommen, es war unbeschreiblich... die Göttin, die vielen Frauen in weiß gekleidet, der Raum erhellt von weißen Kerzen... Im Anschluß an das Fest aßen wir alle gemeinsam an einer großen Tafel. Frauen zwischen 15 und 65 Jahren, alle gemeinsam, niemand viel auf, das meine Freundin und ich neu waren. Nach Stunden fragte man uns, woher wir eigentlich kommen würden? Wir fühlten uns aufgehoben und ich dachte: So muß es früher einmal gewesen sein. Wir waren eingebettet in den Schoß der Göttin, gemeinsam haben wir gefeiert, gegessen, die Nacht zusammen verbracht... Als wir am nächsten Tag zurückfuhren, hatte sich mein Leben einmal komplett verändert... Imbolc für mich die erste Begegnung mit der Göttin. Sie hatte mich gefunden und sollte mich nie wieder los lassen. Ich war endlich zuhause angekommen, endlich!

MedeaLaLuna

 



Göttin, Druiden, Runen der Göttin

Auf Jana's liebevolle Anregung werde ich nun einen Artikel schreiben von meiner Arbeit die ich mache aber auch weil dies miteinander komplett verbunden ist mein Weg der Göttin den ich gehe.
Es fällt mir kein anderer Weg ein als dies "druidisch " zu gestalten indem ich mit den Runen anfange und auch mit Ihnen enden werde. Es ist eine kleiner Teil meiner Reise mit der Göttin und auch wie sich das Bewusstsein in mir und meiner Umwelt verändert hat. Ich versuche es so kurz wie möglich zu halten.
Vor ungefähr 17 Jahren als meine Ehe mit einem Brahmanen in die Brüche ging, fuhr ich in mein Lieblingsgeschäft einen Buchladen in Heide/Dithmarschen.
Nachdem ich dort viele Bücher über weise Frauen, Frauengeschichte und Tarot gekauft hatte, kannte die Inhaberin mich ganz genau. Sie gab mir ein Buch, als ich in den Laden kam dass mein Leben verändern sollte. Es war das Runenhandbuch für Frauen von Inanna. Dies war der Anfang. In diesem Buch fühlte ich mich als spirituelle Frau angenommen und fand den Faden meiner Ahninnen wieder. Dieses Buch ist der Göttin gewidmet. Ein anderes Bild von den Töchtern der Göttin entstand in mir, frei und wild, nicht gezähmt wie im Hinduismus durch gesellschaftlichen Zwang. Ich fühlte mich nicht mehr alleine. Ich fing an täglich die Runen zu legen zu singen die Übungen und die Übungen zu machen.
Ein halbes Jahr später kam Inanna nach Heide, und ich nahm ein einem wunderbaren Seminar teil das sie dort gab. Eine Brieffreundschaft entwickelte sich. Je mehr ich mit den Runen arbeitete desto mehr Frauen kamen zu mir für die es wichtig war sich als Frau gut zu fühlen und die eigene Stärke wieder zu finden. Die Runen waren ein zauberhaftes Mittel dafür. Wir riefen die Runen, erschaffen Rituale feierten die Göttin und unsere Freundschaft. Wir feierten die Jahreskreisfeste doch fehlte noch vieles es war noch nicht rund.
In dieser Zeit machte ich auch noch andere Ausbildungen und wurde auch Reikilehrerin was mich sehr ausfüllte neben meinem Hauptberuf Alleinerziehende Mutter von 3 Kindern zu sein.

England
Nach meinem ersten Besuch in England fiel mir das Buch "Die Nebel von Avalon" aus dem Regal direkt vor meine Füße als ich bei einer Freundin zu Besuch war. Das war ein Zeichen für mich und endlich las ich das Buch, welches mir so viele Male ans Herz gelegt wurde. Ich begann zu lesen und war in der Geschichte, lebte in ihr, sah Bilder, träumte von vergangenen Inkarnationen: Priesterinnen in Avalon.
Ich wurde eingeladen nach Glastonbury. Dort angekommen fühlte ich mich sofort zuhause. Von nun an hatte ich Sehnsucht und Heimweh nach Glastonbury und fuhr mehrmals im Jahr dorthin. Ich lernte einen Mann der Göttin kennen. Einen wunderbaren Mann der Wicca war. Eric, mein Witch Daddy nahm mich unter seine Fittiche und lehrte mich viel. Er veränderte auch mein Weltbild von Männern, denn er liebte die Göttin und war sogar im Gefängnis in seiner Jugend deshalb gewesen. Nach einem Jahr zog ich um nach England. Eric lehrte mich weiter und in dieser Zeit fand ich Obod den Orden dem ich angehöre. Eric war gerade ins Sommerland gegangen als ich dem Orden beitrat.

Druiden sehr kurze Kurzfassung
Der Druidismus ist sehr alt und seine Wurzeln gehen weit zurück manche glauben bis nach Atlantis.
Im alten Druidismus waren die Druiden die Priesterklasse. Frauen und Männer konnten beide Druide werden und eine Ausbildung dauerte ungefähr 20 Jahre. Sie wurde unterteilt in Barden (Kunst, Gesang, Rituale, Geschichten Erzähler/innen)
Ovaten (Heiler/innen, Seher/innen, Schaman/innen), Druiden (Richter/innen, Berater/innen/ Priester/innen)
Bei den Kelten waren die Frauen gleichberechtigt, in sehr frühen Zeiten zogen sie sogar mit ihren Männern in den Krieg.
Nachdem der Druidismus in den Untergrund gehen musste fiel er nicht ganz in Vergessenheit dank der irischen und walisischen Mönche (manche davon konvertierte Druiden) die teile des Druidismus christlich niederschrieben. Wir wissen was die Barden und die Druiden machten, von den Ovaten ist allerdings so gut wie nichts unbeliefert, Mann kann sich gut vorstellen, das dies nicht im Sinne der christlichen Kirche war.
Im 17. Jahrhundert begann das Druidentum wieder aufzuleben jedoch war es noch weit entfernt so zu sein wie es einmal war, oder heute ist.
Eine lange Zeit war das Druidentum mehr Freimaurertum, ohne weibliche Mitglieder im Orden. Ross Nichols brachte mit Gardner (Wicca) die Wende. Beide waren Freunde und tauschten ihre Ideen aus, wobei Gardner Wicca zum blühen brachte und Ross Nichols Druidismus. Phillip Garr Gomm übernahm den Orden in den 80iger Jahren und der Orden entwickelte sich zu einer spirituellen Gemeinschaft die vital und dynamisch eine Spiritualität erlebt die mit der Natur verbunden ist. Es ist eine Spiritualität die die Liebe zur Erde verbindet und die Liebe zur Kunst. Es ist die Kraft einer alten Tradition "Liebe". Viele berühmte Autoren/innen sind in diesem Orden, die sich mit diesen Themen befassen.
Frauen und Männer sind gleichberechtigt, in der Tat ist dies eigentlich auch kein Thema im Orden. Die Positionen sind gleichstark vertreten, Frauen eher im Übergewicht. Wir arbeiten mit der Göttin des Landes in ihren verschieden Formen und Gestalten, wie könnte man hier Frauen nicht achten:
Dies ist nur eine sehr kurze Beschreibung von dem Druidismus den ich lebe. Auf Wunsch kann ich ein andres Mal ausführlicher schreiben.

Die Runen der Göttin
Das "Angenommensein" als Frau in diesem Orden war sehr wohltuend für mich. Die Göttin war eine Selbstverständlichkeit in Gesprächen. Nach wie vor arbeitete ich mit den Runen und sowie die Göttin immer sichtbarer wurde im Bewusstsein meines sozialen Umfeldes merkte ich, es wird Zeit etwas mit den Runen zu machen.
Es ist nicht nur ein Handbuch für Frauen. Es sind die Runen der Göttin. Inanna hatte den Anfang gemacht indem sie den Faden von unseren Ahninnen aufgenommen hatte. Ich wollte Ihn weiterspinnen. Die Ausbildung als Druidin und meine vorheriges Training im Wicca kamen mir sehr zu gute, weil ich hiermit das ganze rund werden lassen konnte.
Ich entschloss mich es als einen Kursus zu gestalten, weil ich aus Erfahrung mit anderen Frauen weiß, dass ein Ansprechpartner sehr wichtig sein kann um sich auszutauschen.
Ich begab mich auf die Suche nach Göttinnen... für die einzelnen Runen. Es ist keine leichte Angelegenheit 23 Göttinnen zu finden. Es gibt 25 Runen wovon eine keine Beschreibung hat (Wyrd) und eine andere Ing/Inguz männliche Energie ist. Ich besorgte mir Bücher aus Leihbüchereien, kaufte Bücher und kam auch auf diese Seite auf der Suche nach Göttinnen. Durch diese Suche fand ich Euch:

Es dauerte lange bis ich die Göttinnen gefunden hatte die zu den einzelnen Runen passen und auch gut in unseren Kulturkreis passen. Es sind zumeist keltische Göttinnen aber auch germanische, nordische, indische chinesische und eine afrikanische. Ich habe versucht die bekanntesten Göttinnen hierfür zu nehmen, weil ich meine, dass der Zugang somit leichter wird. Im letzten Jahr im Februar war ich bei der letzten Rune angelangt Inguz. Männliche Energie. Ich war gerade aus einer Beziehung zu einem Druiden gegangen und saß da und musste über männliche Energie schreiben: Die Göttin hatte einen guten Einfall und schickte mir einen wunderbaren Heiden aus Amerika auf einen Chat, den ich in einem großen Netzwerk kennen gelernt hatte. Der Zauber der Göttin war wunderbar und ohne dass ich es bemerkte redeten wir über die Göttin und männliche Energie. Mein Block war verschwunden und Gott Inguz bekam ein klares Bild. Es dauerte noch eine Weile bis alles in PDF verwandelt war und dennoch möchte ich es wieder über Word versenden da ich mit PDF nicht klarkomme. Im Anschluss ein Überblick über den Kursinhalt. Es ist für Anfängerinnen im Heidentum geeignet.

 

steinkreis



Die Runen der Goettin (Kursus)
Runen sind starke Energieträger und die Anwendung von den Runen im täglichen Leben lässt sich mit dem östlichen Yoga weg vergleichen. Die Runen ganzheitlich angewendet stärken unseren Körper und unseren Geist und lassen uns positiv unseren Weg vorwärts gehen. Wir lernen mit den Runen unsere eigene Weisheit (der Göttin in uns) zu finden und unser Leben zu wandeln. Aktive und dynamisch mit den Runen weiter zuwandeln als Töchter der einen Großen Göttin auf unserer Mutter Erde.

Inhalte des Kurses:
· Einführung in die Geschichte der Runen
. Der innere Hein (dein Tempel der Goettin)
· Herstellung der Runen. Das erste Set
· Vorstellung der einzelnen 25 Runen
· Der Tagesbeginn mit Runen
· Runenreisen
· Runenwanderungen
· Runenyoga die Stellungen
· Runenyoga der Gesang
· Runenlegen - Beratung
· Wie erschaffe ich meinen Runenkreis
· Binderunen
· Runenmagie
· Runenrituale um das eigene Leben zu verwandeln und Ziele zu erreichen
· Die Kraft des Wortes und wie wähle ich die richtigen Worte
· Runenfeuer
· Die Hochzeit Gott und Göttin

Auf meiner Webseite www.wayofjoy.co.uk die in den nächsten Tagen auch in einer deutschen Version gelauncht wird kannst Du noch mehr über Druiden, Runen, Ogham (keltische Baumalphabet) lesen. Es ist auch ein deutschsprachiges Forum angeschlossen. Ich würde mich freuen Euch auch auf meinem Forum begrüßen zu können.
Möge unsere Göttin Euch segnen.

Isma Awendragoness
www.wayofjoy.co.uk

 



Zauberspiegel
Ostara breite Deine Arme aus

Ostara breite deine Arme aus
jag aus dem Boden rasch die kalten Fröste raus
dein warmer Atem streife Felder,Wald und Wiesen
auf das dort grün die Frühlingsgräser spriessen
erlöse unsre Gärten von dem letzten Schnee
und von dem Eis, des Waldes tiefen blauen See

Atemlose Stille auf dem gefrohr´nen Boden liegt
und nur des Winters kalter Hauch darüberfegt
dringet erst Ostaras Wärme durch die kahlen Äste
die Natur berufen ist zu einem frohen Feste
ist die Erde dann bedeckt vom tausendfacher Blütenpracht
erinnert nichts mehr an die kalte dunkle Winternacht

Schau dir die kahlen Bäume an,oh welch ein Graus
seh´n die nicht allesamt wie dumpfe Galgen aus
Umarme sie Ostara und liebkose ihre Rinde
und sich grüne Knospenpracht im Nu darauf befinde
Küsse deren Wurzeln,in der Mutter Erde tief verborgen
um mit frischer Lebenskraft die alten Stämme zu versorgen

Auch die Fauna hat Ostaras Reich für sich erkoren
von allen Seiten zartes Zwitschern dringt an unsre Ohren
Finken schlagen, Amseln tirilieren
ein stehtes summen, surren, musizieren
Der Dachs verlässt den Bau, der lange ihn gefangen hielt
auf leisen Sohlen er sich alsbald von dannen stielt

Lass auch in unsren Herzen wieder Frühling sein
lulle unsre Körper sanft in deinen Mantel ein
streichle unsre Seelen, wie einer Geliebten Wangen
im Reich der Schwermut sie dann nicht länger mehr gefangen
Tatendrang schenkt uns den Mut nun neues zu beginnen
oder alte, längst vergang´ne Liebe wieder zu gewinnen

Steht der Frühlingsgöttin Reich hernach in voller Blüte
taut auf, dein vom Winterfrost geschundenes Gemüte
drum geh hinaus, wirf in Ostaras Arme dich
lass ihr Mysterium in deinem Geiste rasch entfalten sich
Ihr Energiestrom bringt dein heisses Blut zum Wallen
nunmehr in einem neuen Leben du dir kannst gefallen

Maik Eisfeld

 


Drei Hexen treffen sich
Zwei Hexen schlenderten eine Straße entlang und sprachen über Götter und die Welt. Auf einmal hörten Sie lautes Knattern und Rattern. Das Quietschen eines Keilriemens zerschneidet die Stille des anbrechenden Abends. Die Bremsen siegen ihr Klagelied, als ein altes, bereits auf einem Auge blindes, Auto neben ihnen hält.
Verwirrt schauen sich die beiden Hexen an. Mit einem Ruck geht die Tür auf eine Frau springt aus ihm heraus.
?HA! Ich habe doch gewusst, dass ihr es seid!? Die Frau aus dem Auto stürmt auf die beiden Hexchen zu und umarmt sie wild. ?Mensch Hilde, du hast uns vielleicht einen Schrecken eingejagt! Schön dich zu sehen. Wie geht es dir??, stößt die halb erstickt ältere der beiden Hexen hervor. ?Ach Renate, du weißt doch, das Leben einer Hexe ist nie das einfachste.?, entgegnet ihr die wilde Hilde: ?Weißt du schon das neuste?? Neugierig tritt Renate näher an Hilde heran: ?Ne ? erzähl!? Stolz streckt Hilde ihr Brust hervor: ?Ich bin die auserkorene Retterin von Robbie Williams!? - ?Nein!? ? ?Doch!? ? ?Wow!? Ehrfürchtig schaut Renate Hilde an: ?Woher weißt du das denn? Hat er dich angerufen?? ?Ach Renate?, entgegnet ihr Hilde, ? so läuft das doch heutzutage nicht mehr. Ich hatte eine Vision? - ?Nein!? ? ?Doch!? ? ?Wow!?- ?Ja, ich habe dreimal hintereinander geträumt, dass ich ihn rette. Also bin ich seine Retterin!? - ?Nein!? ? ?Doch!? ? ?Wow! Klar, das ist eindeutig. Du musst einfach seine Retterin sein. Mensch Hilde, du erlebst immer so aufregende Dinge!?, erwidert Renate, die Hilde noch ehrfürchtiger ansieht. Nach einer kurzen Pause fährt sie fort: ? Ha! Ich habe es doch immer gewusst ? endlich entwickelt meine Tochter auch magische Fähigkeiten!? Verwirrt schaut Hilde Renate an: ?Wie kommst du denn jetzt darauf, wir waren doch gerade bei mir.? ?Naja?, Renate holte einmal tief Luft: ?Meine Maus hat mir erzählt, dass sie schon mehrfach von Tokio Hotel geträumt hat! Das waren dann doch eindeutig Visionen!? *Stille*

?Habe ich dir eigentlich schon von meiner neusten Robe erzählt?? fragte Hilde Renate. ?Nein ? erzähl!? ?Ich sag dir Renate, der letzte modische Schrei. Tod schick! Ich sage nur: Pannesamt!? ? ?Nein? ? ?Über 400 Pailetten? ? ?Wow!?- ?Eine 3-Meter-Schleppe? ? ?Der Hammer!? ? ?Und natürlich Fledermausärmel? ? ?Ich bin begeistert!? Renate grübelte kurz: ?Ist das vielleicht nicht etwas unpraktisch im Wald?? ?Ach i-wo?, sagte Hilde: ? Ich wollte letztens ein brandneues Ritual zur Dämonenbeschörung ausprobieren, dass ich im Internet downgeloadet habe.? - ?Ach Hilde, du bist immer so mutig!? - ?Ich weiß Renate. Naja, leider regnete es an dem Tag und so stapfte ich in meiner wunderhübschesten Robe, mit Gummistiefeln und meinem Ritualkoffer bewaffnet, durch den Wald. Und dann geschah es!? - ?Was?? - ?Just, als sich meine Schleppe zum 7 Mal verhedderte hatte ich eine Vision!? ? - ?Nein!? ? ?Doch!? ? ?Wow!? - ?Die Göttin persönlich hat mir offenbart, dass ich ab diesem Zeitpunkt meine Rituale nur noch auf meinem Fernsehsessel zelebrieren darf!? ? - ?Nein!? ? ?Doch!? ? ?Wow! Ach Hilde, du hast es auch immer gut ? Ich hätte auch gerne einen so innige Beziehung zur Göttin!? sagte Renate - ?Naja Renate, dass schaffst du bestimmt auch ? irgendwann. Naja, ich muss jetzt auch weiter. Die Göttin segne euch!? Und schon brauste die wilde Hilde weiter.

Verschüchtert meldete sich das kleine Hexchen, dass bis jetzt noch nichts gesagt hatte: ?Ach Renate, ich möchte auch einmal eine richtige Hexe werden! Leider habe ich momentan nicht das Geld für schöne Roben oder teure Ritualgegenstände und die ehrenamtliche Tätigkeit im Hospiz beansprucht mich sehr. Naja, trotzdem ist es ein schönes Gefühl anderen Menschen Trost und Hoffnung in den letzten Tagen spenden zu können. Und richtige Rituale kann ich auch noch nicht feiern, ich gehe nur raus in die Natur, lausche dem Flüstern der Blätter und habe das komische Gefühl von meiner Mutter umarmt zu werden.?

Gaea

 



Reisen zur Göttin
Jesmond Dene

Das Jesmond Dene ist eine kleines Tal entlang eines etwas verdreckten Flüsschens in Newcastle upon Tyne im Nordosten Englands. Beim Landeanflug auf den lokalen Flughafen oder aus den Hochhäusern der Stadt ist bereits die Berge an der schottischen Grenze zu erkennen.

Newcastle upon Tyne ist vielleicht nicht die attraktivste Gegend Britanniens. Es scheint fast, als haben sich die Geister der Stadt in dieses Dene verzogen. Vielleicht nicht ihr letztes aber eines der reichsten und interessantesten „Reservate“. Jesmond Dene fühlt sich jedenfalls auf eigenartige Weise für mich sehr magisch an. Ganz anders aber als die großen bekannten Orte in Südengland oder Nordwesten Schottlands.



Mitten im Dene ist eine ehemalige Kirche, St. Mary's Church. Heute eine Ruine. Das Kirchenschiff wird teilweise als Lager der Stadtverwaltung genutzt. Die Westseite ist in einen neueren Bau aus dem 19. Jahrhundert integriert worden, der heute Banquetting Hall heißt. Ich bin selten wirklich "begeistert".
Aber im unteren Teil des Gebäudes, der Kircheruine, hatte ich mehrfach spannende Begegnungen mit Wesen, die ich sonst eher aus Märchen kannte. Und die sich auch benehmen wie die Wesen in alten Märchen. Anders, straighter, stärker, als ich es von Naturgeistern in Deutschland gewohnt war.
Leider ist dieser Teil der Ruine inzwischen nicht mehr direkt zugänglich. Ich weiß nicht, wer den Auftrag gegeben hat aber das Stück ist eingezäunt. Wer will kommt allerdings noch nah genug heran, um die Kraft des Ortes und seiner BewohnerInnen zu erleben.
Zudem wird offenbar an der anderen Seite seit Jahren ein Bäumchen immer wieder mit Wunschbändern geschmückt. Auch Obst und andere Dinge, die angeordnet sind, als wären sie ein Opfer für Geister oder GöttInnen, lassen dort manchmal finden.

Ich kann an dieser St. Mary´s Church die Namenspatronen selbst nicht als Präsenz erkennen. Wenn es die ChristInnen je geschafft haben, ihr hier eine Heimat zu geben, scheint diese Kraft längst verflogen. Ich weiß noch nicht ob es Ironie sein soll, jedenfalls mündet neben dem Banquetting Hall eine kleine Strasse namens Glastonburry Crescent.

Quer durch das Dene wurden früher Kühe getrieben. Als das Tal Naherholungsgebiet im halbwegs modernen Sinn wurde, haben die Leute Rinnen gegraben und Brücken drüber gebaut. Unten die Kuhwege, oben die SpaziergängerInnen. Letztere sollten von den Viechern halt nicht belästigt werden.

St.Marys ChapelDie seltsame Regelung hat abenteuerliche Schleichwege hinterlassen. Und einer von denen führt direkt von St. Mary's Church zu St. Mary's Chapel am oberen Teil des Dene. Auch die Kapelle ist eine Ruine. Aber was für eine ... Kein Dach, zerfallene Wände, ein Gelände, das in Deutschland wahrscheinlich gesperrt werden würde. Aber in Benutzung. Hinter dem Platz wo früher der Altar stand, wurde ein neuer Marienaltar errichtet, in der Nische, die vorher das Fenster war.
Jede weitere Nische ist mit Blumen, Bildern und Statuen gefüllt. Nach wie vor und schon so lange ich die Chapel kenne. Also einige Jahre.
Dort, wo der Altar gestanden haben muss, zieht es gelinde gesagt auch weniger sensitiven Leuten die Schuhe aus. Wer nicht weiß, was ein Kraftplatz ist ... Ich kann die Verehrung für den Ort und seine - na ja eigentlich ihre - Energie nachvollziehen. Hier ist deutlich spürbar eine Göttin präsent. Eine große, alte, mächtige Kraft.

Der Gatekeepers Trust, eine 1980 gegründete britische Organisation, die sich der individuellen und planetarischen Heilung durch Pilgerschaft verschrieben hat, führt einmal im Jahr Pilgerwanderungen zur Ruine im Jesmond Dene durch.

Die Chapel steht auf einem Grundstück an der Strasse, die am Dene entlangführt. Westlich der Road geht ein Fußweg ab, der zu einem völlig unauffälligen Grundstück führt, an dem immerhin ein Schildchen steht. Erst seit dem 17. Jh. belegt, findet mensch hier die St. Mary's Well. Trotzdem sie scheinbar "neu" ist, gilt sie als heilige Quelle. Hin und wieder hab ich hier ebenfalls Marienstatuetten gesehen. Eine davon steht manchmal in der Chapel, manchmal hier. Keine Ahnung, was das bewirken soll. Aber ich denke, es gibt einen Plan dahinter und der fühlt sich anders an, als ich ihn umsetzen würde. Gleichwohl nicht schlecht.
Warum übrigens die Efeublätter in der Nähe so groß werden, wie eine Hand, hab ich noch nicht rausgefunden. An der Feuchtigkeit kann es nicht liegen, nicht in Britannien.

Ich bin mehrmals pro Jahr in Newcastle. Nicht Primär wegen des Denes aber trotzdem mindestens einmal pro Tour an der Church, der Chapel und der Well. Das Opfer für die Geister in der Kirchenruine, ein bisschen Aufräumen an der Quelle. Und ein Gespräch mit IHR in der Kapelle: An der Rückwand der Ruine steht eine Bank.

Andere Leute würden es vielleicht Marienerscheinung nennen. Sie erscheint mir zunächst auch als Maria, das Gesicht, das sie den Menschen dort vielleicht immer zeigt, weil sie sie in Form der St. Mary verehren. Nicht, dass ich damit Probleme gehabt hätte. Aber sie wird für mich schnell erdhafter, vielfältiger, älter, wie es schien. Würde ich lange warten, würde sie vielleicht sogar zu etwas umfassenderen werden, etwas das nicht mal mehr "SIE" ist. Keine Ahnung. Möglicherweise hätte ich es dann gar nicht mehr begriffen.

Wir "sprachen" über verschiedene Dinge. Orte zum Leben. Orte für Kinder. Orte, die kraftvoll sind. Sie beantwortet Fragen, erfüllt Wünsche ... eine Göttin eben. Danke.

Markus

 



LeserInnenbriefe

Leserbrief von "Guter Regenbogen" zur 14. Ausgabe des "Schlangengesanges"

Hallo,
Ich erhalte den "Schlangengesang" seit mehr als einem Jahr. Die letzte Ausgabe - Thema Heilige Zeit Menstruation 1-3 - hat mir besonders gut gefallen und mich inspiriert, einige meiner Gedanken zum Thema Hinführung zur Religion der Erde, Schöpfungsspiritualität und Schöpfungs(Erd)mystik niederzuschreiben und mit euch zu teilen.

Als ich den genannten Abschnitt gelesen habe, kam mir meine Bildmeditation zum Bild "alte Frau" in den Sinn. Einen Ausschnitt möchte ich hier wieder geben. Da hier das "Tun im Nichttun" sehr stark fokussiert wird, vorab dazu eine kurze Bemerkung.

"Tun im Nichttun"
Dieses Wort stammt meines Wissens von dem mittelalterlichen Weisen und Mystiker Meister Eckhart (um 1260-1328) Er versteht darunter das Loslassen oder eine Form der Gelassenheit auf dem Weg zur Vereinigung mit dem Höchsten. Eckhart meint, der Intellekt müsse aufhören, sich mit den Dingen zu verwechseln und sich von allen Fixierungen (Ich, Tugend, Gott) loslösen, um zur Einheit mit dem Weltgrund zu gelangen.

Ich verstehe das "Tun im Nichttun", in dem Sinne, dass ich mich bewusst den vegetativen oder biochemischen Prozessen (der Erde und Natur, Körper) überlasse (ich passe mich ihnen an, ich füge mich in sie ein), auch wenn sie manchmal viel Zeit erfordern, viel Geduld, Unannehmlichkeiten und z.T. große Schmerzen beinhalten, weil sie mich als Mensch, Frau/Mann bereichern können, mir Weisheit schenken und mich tief mit der Erde verbinden. Die Frau, die blutet und Kinder zur Welt bringt, ist wie die Erde, die im Frühling unzählige Kinder hervorbringt. Wer viele Schmerzen erträgt - gleichgültig in welcher Form - kann den Schmerz anderer Menschen, den Schmerz der Mutter Erde, der Tiere und Pflanzen viel besser verstehen und mitfühlen. Dies hat für mich etwas zu tun mit was Meister Eckhart meint: Vereinigung mit dem Höchsten oder Einheit mit dem Weltgrund.
Ich bin mir sicher das "Tun im Nichttun" in Zusammenhang mit Eckhart gelesen zu haben, aber ich habe trotz intensiven Suchens das Buch und die Quellenangabe nicht gefunden.

Hier also ein Ausschnitt aus meiner Bildmeditation:

"Bild: alte Frau
Die Körper-, Seins- und Lebenserfahrung des Tuns im Nichttun macht der moderne Mensch im Zeitalter des "Machens" nur bei wenigen Gelegenheiten, oder er ist sich dessen nicht bewusst, weil sie unangenehm ist, da er sie mit seiner Vernunft nicht oder nur bedingt steuern kann. Wir finden sie beim kranken Menschen im Genesungsprozess, in der Erfahrung des Schmerzes, bei vegetativen Vorgängen wie Atmung, Verdauung, Ausscheidung oder Schlaf, beim alten, zerfallenden, sterbenden Menschen, in der Ruhephase des Baumes, bei Menstruation, Schwangerschaft und Geburt. Dies sind typische, vegetative Prozess der Natur, des Neuwerdens, des Wachstums, der Regeneration, der Transformation von einem Daseinszustand in einen anderen, die sich ohne den Verstand, ohne meinen willentlichen Einfluss, ohne mein Zutun oder weitgehend ohne sie vollziehen. Tun im Nichttun bedeutet:
Etwas geschieht in und mit mir, wie bei der alten Frau, deren Kräfte zunehmend schwinden oder bei der schwangeren Frau. Ich lasse dies im Vertrauen auf die Kraft und Weisheit der Natur geschehen. In der Überzeugung, die Natur will es gut mit mir, überlasse ich mich diesem physiologischen biochemischen, psychischen, geistigen oder spirituellen Prozess, der sich in mir abspielt. Die Natur hat mit dem Tun im Nichttun keine Probleme.

Bei ihr geschieht alles auf diese Weise. Wir haben vor dem Tun im Nichttun Angst, weil wir
mit unserem Verstand diese Prozesse nicht oder nicht ausreichend kontrollieren können und wir meinen, die Natur sei dumm, geistlos und primitiv, weil sie die Naturgesetze nicht umgehen kann. Viele verstehen die Anpassung an die Naturgesetze sehr negativ und betrachten sie in einem verächtlichen Sinn als "Unterwerfung". Aber was wäre ich ohne die Erfahrung des Tuns im Nichttun, durch die ich eingebunden bin in die vegetativen, biochemischen Gesetze der Natur? Dies verbindet mich ganz tief mit ihr. In diesem Tun im Nichttun wird einerseits eine Eingrenzung und Einschränkung deutlich, sie zeigt aber andererseits die Weisheit und Intelligenz der Erde und ist eine Quelle der Glückseligkeit. Wenn ich in einem Urvertrauen zu meiner Mutter der Erde die vegetativen, biochemischen Prozesse der Natur an mir geschehen lassen, wenn ich mich ihr und ihren Kräften überlassen kann, dann werde ich Misstrauen und Angst überwinden und innere Ruhe und Glück spüren und Einklang und Frieden mit ihr. Wie glücklich bin ich oder könnte ich sein, wenn ich mich durch die bewusste, positive Einbindung in die Gesetze der Natur, vertrauensvoll in die Arme der Mutter Erde fallen lassen und auf die Fürsorge der Göttin vertrauen kann."

Zum Dank für ihre ganz tiefe Verbindung zur Erde, dafür dass sie sich stark der Natur überlässt, für ihre Anpassung an die Naturgesetze, für ihre Schmerzen, ihre große Geduld und die Unannehmlichkeiten bei Menstruation, Schwangerschaft und Geburt erhält die Frau als Geschenk eine bezaubernden Anmut und Schönheit. Wenn die Erde und das Leben das Höchste sind, dann ist auch die Frau die Höchste, denn sie ist das Leben. Sie besitzt eine besondere Nähe und Verbindung zur Erde und zur Göttin, deshalb ist es weise - im indianischen Sinne, wegen ihrer Fürsorge für das Leben der nächsten Generationen - das Weibliche zu ehren und zu verehren.

Johann
Guter Regenbogen


 



Stellungnahme / Richtigstellung:
Auf den Spuren der Großen Göttin


Zu dem Beitrag "Auf den Spuren der Großen Göttin" in der letzen Ausgabe, erreichten uns mehrere Zuschriften, die darauf hinwiesen, diesen oder einen ähnlichen Text von einer anderen Verfasserin zu kennen. Wir lernten, dass ein solcher Text zum Beispiel mit "Gott" statt Göttin auf Kalendern, christlichen Postern oder in Memobüchern steht - ohne AutorInnennennung - und dass Margaret Fishback Powers vermutlich die ursprüngliche Autorin ist.
Zu dem Gedicht von Margaret Fishback Powers: http://www.kombu.de/footprin.htm:

Stellungnahme von Sonia:
Ich wollte sicherlich nicht dreist sein oder mich mit fremden Federn schmücken. Das liegt mir absolut fern.
Der Text entstand in einem gemeinsamen Dialog vor einigen Jahren in unserem Hexenkreis. Ich schmückte ihn aus und legte ihn beiseite. Das es einen Originaltext gibt weiß ich seid heute (3.3.06), da durfte ich ihn dann auch lesen. Ich wusste das wirklich nicht. Deshalb entschuldige ich mich für dieses zustande kommen, wenn ich es doch sonderbar finde, wenn man das Original wirklich nicht kennt. Also keine böse oder gewollte Absicht meinerseits.

Viele lichtvolle grüße und eine gesegnete Zeit
Sonia


Wir danken unseren aufmerksamen Leserinnen!
Das Schlangengesang-Team

 


 



 



Buchrezension
Gespräche mit der Göttin

Im Herbst letzen Jahres ist ein ungewöhnliches Göttinnen-Buch einer bisher recht unbekannten deutschen Autorin erschienen: Gespräche mit der Göttin von Christel Katharina Deutsch. Christel Katharina Deutsch ist Heilpraktikerin und Gesprächstherapeutin - inzwischen 70 Jahre alt, lebt in der Nähe von Berlin. Christlich geprägt, mit nicht einfacher Lebensgeschichte, entdeckte sie über den Umweg der Bachblüten und der Forschung nach dem keltischen Wissen um die dort verwendeten Pflanzen, schließlich die Große Göttin. Letzten Herbst nun erschien der Dialog, den sie mit der Göttin führte und niederschrieb.
Ungewöhnlich ist das Buch deshalb, weil es ausschließlich diesen Dialog, diese Gespräche enthält. Christel Katharina Deutsch, die Fragen stellt und die Göttin, die antwortet. Es ist nicht etwa eine fiktive oder aus pädagogischen Gründen erdachter Dialog, sondern ein echter: gechannelt, meditativ, wie immer man es nennen möchte. Eine ganz andere Art, die Göttin zu erfahren. Anfangs beim Lesen sehr skeptisch wurde ich recht bald von meinem Gefühl, meiner Wahrnehmung und nicht zu letzt meinem Wiedererkennen davon überzeugt, dass die Gespräche echt sind.

Es ein authentisches Dokument einer Göttinnenfrau "von nebenan". Ein Buch, das vielleicht für einige Initialzündung oder "Heimkehr"-Anlass sein kann - ein Buch, dass Gold wert sein kann, wenn es aus dem Regal vor die Füße fällt.
Das Buch ist sehr persönlich. Es spiegelt die Göttin, wie Christel Katharina Deutsch sie sieht und erkennt und versteht. Sie stellt die Fragen, die Göttin antwortet. Ihre Fragen ergeben sich aus ihrem sozialisierten esoterischem (unmagischen aber keltisch orientierten) Weltbild, dem starken Einfluss der christlichen Religion und ihrem Leben. Sie fragt nach Politik, Alltagsproblemen, viel nach christlichen Lehren, Geschlechterverhältnis, danach, warum die Welt so schlecht ist, nach Okkultismus, Engeln und Außerirdischen. Die Autorin gibt auch ihren Zweifeln und ihrer Skepsis Ausdruck. Auch die Antworten sind geprägt von den Fragen - denn die Göttin antwortet in der Bildsprache, der Sprache und den Zusammenhängen, die die Fragende kennt und versteht. Die Sprache zwischen der Göttin und mir ist eine komplett andere als die zwischen der Göttin und Christel Katharina Deutsch und eine andere als die zwischen dir und der Göttin. Kritisch finde ich an dem Buch, dass genau dieses nicht thematisiert oder erklärt wird. Die Leserin / der Leser wird direkt hinein geworfen in den Dialog, es gibt weder vorher noch nachher eine Einordnungshilfe, oder Hinweise, was mensch damit tun könnte, oder wie mensch selber solche Erfahrungen machen kann.
Der einzige Hinweis auf diese Thematik, die aber für mich grundlegend für das ganze Buch ist, kommt von der Göttin selber auf Seite 182ff:
 

"Ihr seid noch nicht in der Lage, die göttliche Wahrheit ganz zu begreifen. Die Gottheit gleicht dem, der Kanal ist, nach seinem jeweiligen Stand dese Wissens und der Erfahrung, die er in vielen Inkarnationen gewonnen hat, die vermittelte Wahrheit an. Verstehst du, es kann nichts gelehrt werden, was dem Verstand unbekannt ist. Wenn ich mit einem jungen Kind über die Evolution spreche, muss das in Worten geschehen, die es versteht, oder es müssen Metaphern verwendet werden, deren Bedeutung sich dem kindlichen Geist öffnet. Da diese "Auslese" getroffen werden muss, kann nicht d i e Wahrheit vermittelt werden. Ihr Sinn bliebe dunkel, viele Worte würden ungehört verhallen, weil sie mangels Erfahrung nicht vom Verstand in Wissen umgesetzt werden könne. - Meine Kinder sind immer noch Kinder, sehnsüchtige zwar, aber auch - widerborstige Kinder.

Versuchst du mir gerade klarzumachen, dass alle vermittelten Botschaften nur unter Vorbehalt aufzunehmen sind?

Es wird in j e d e Botschaft die menschliche Persönlichkeit des Übermittlers einfließen.

Wie kann denn dann die Wahrheit von Lug und Trug unterschieden werden?

Prüfe nicht so sehr die Botschaft, sondern prüfe dein Herz. Wenn es hinter den Worten das reine Wissen vernimmt, wird es jubeln. Die Stimme der Gottheit hat eine eigene, klingende Energie. Du wirst sie vernehmen, und das Gehörte oder Gelesene wird dich glücklich machen."



Für mich beinhaltete das Buch einige Denkanregungen - aber ungewöhnliche. Da meine Lebenswirklichkeit von der der Autorin sehr stark abweicht.. war ich die meiste Zeit war ich damit beschäftigt, mir eine Übersetzung zu suchen, abzugleichen - ich kam mir vor wie im Fremdsprachenkurs. So habe ich mehr über die Autorin als über die Welt und die Göttin gelernt. Mit ähnlichem Background wie die Autorin ist das Buch sicherlich effektiver und ansprechender. Mit Sorge erfüllt mich allerdings der Gedanke - hoffentlich zu Unrecht - dass mensch eine solche Art von Buch - das fast "direkte" Wort der Göttin sehr leicht zu neuen Dogmen, Regeln und -Ismen missbrauchen könnte. Vielleicht ist dies aber auch einfach nur die Assoziation und unberechtigte Angst einer sehr freifliegenden eher wilden Göttinnenfrau.
Mein Herz erkannte deutlich, das Buch ist echt. Es war zeitweise berauschend, dann irritierend, die Stimme der Göttin auf diese Weise zu hören.

 

"Ich bin immer bei euch Ihr denkt mich nur in die Ferne. Ich bin in euch und ihr seid in mir. Wir sind eine Einheit... Erinnert ihr euch an mich, erinnert ihr euch gleichzeitig auch an die euch innewohnende göttliche Macht. Die Bitte an diese göttliche Macht in euch ist der Schlüssel zur Hilfe und zur Veränderung." (S. 282)



Möge das Buch zu denen finden, denen es hilft.

Jana
März 2006

Gespräche mit Der Göttin
Christel Katharina Deutsch
Sirius Verlag
23 Euro, Buch bei Amazon

 



Netze weben
Kontaktanzeigen


Ich möchte in der Gesamtschule meiner Tochter eine AG anbieten... Oberbegriff: Der Jahreskreis/Jahreskreisfeste/Bräuche und Sitten, die Göttin. Die Kids werden im Alter von ca 10 bis 13 Jahren sein. Wer von Euch hat schon mal was mit Kindern in dieser Richtung gemacht oder kann mir nützliche Hinweise geben? email: MedeaLaLuna@gmx.de

Kontaktanzeigen findet ihr außer im Schlangengesang auch hier:
Kontaktforum von dieGöttin.de
(http://f2.webmart.de/f.cfm?id=1465920)


 



Urmütter der Steinzeit - Bilder weiblicher Schöpfungskraft
Ausstellung steinzeitlicher Frauenfiguren und abstrakter Bilder im Museum "Mensch und Natur" in München vom 3.2. - 30.04.2006


In nur einem einzigen Ausstellungsraum des Museums finden sich über 90 Repliken steinzeitlicher Figurinen die die Archäologin und Sammlerin Ruth Hecker zusammengestellt hat. Der Raum ist dunkel gestaltet, wie eine Höhle oder vielmehr wie der "Schoß der Urmutter". Man tritt durch einen Tunnel aus Weidengeflecht und assoziiert sofort einen Geburtsvorgang, einen Übertritt in eine andere Welt. Die Wände des fensterlosen Raumes sind mit den großformatigen, abstrakten und mystischen Gemälden von Judith Hecker geschmückt. Im Raum verteilt sind erleuchtete Vitrinen mit den Frauenfiguren der Steinzeit-KünstlerInnen, die nach Entstehungszeit und Herkunft geordnet sind. An den Wänden finden sich kurze, begleitende Texte zur Geschichte der Figurinen.
Besonders schön finde ich die Gestaltung der hintersten, linken Ecke. Dort wurde eine Fundanordnung nachgestellt: einige Tierfelle sind um eine Feuerstelle ausgelegt, in die eine kleine, weiße Frauenfigur gebettet wurde. Es ist jedem Besucher erlaubt, die Figur in die Hand zu nehmen und zu "be-greifen". So kann jede/r seine ganz eigene Erfahrung mit dieser steinernen "Urmutter" machen und sich im Geist auf eine Zeitreise zu unseren Ahninnen begeben.

Jede der Frauenfiguren ist einzigartig und individuell unterschiedlich gearbeitet, auch wenn sie natürlich gemeinsame Merkmale aufweisen: zumeist nackte Körper mit ausgeprägt weiblichen Rundungen. Ein breites, gebärfreudiges Becken, ein großer Busen, ein schwellender Bauch sowie das häufig deutlich hervorgehobene Schamdreieck charakterisieren die Fruchtbarkeit dieser Urmütter. Die Zur-Schau-Stellung des lebenspendenden, mütterlichen Prinzips macht deutlich, dass es sich bei diesen Figuren nicht um die Darstellung einer realen Frau oder Göttin handelte, sondern um ein verehrungswürdiges Naturprinzip.
Die ersten dieser steinernen Urmütter fanden sich in der Nähe der Feuerstellen, d.h. dort wo das "nährende Prinzip" für alle erkennbar und verehrungswürdig war. Vor 27.000 bis 14.000 Jahren benutzten unsere Ahnen/Ahninnen diese Frauenfiguren für religiöse Zwecke und wohl teilweise auch als Talisman oder Apotropäum, denn einige der Figuren weisen Löcher auf, so dass sie auch als Anhänger genutzt werden konnten.

In der Jungsteinzeit, vor ca. 9.000 bis 6.000 Jahren tauchten erneut steinerne Urmütter im vorderen Orient auf. Nun wurden die Figuren den Toten beigegeben oder an speziellen Kultplätzen verehrt. Allgemein wird angenommen, dass in den damals vorherrschenden egalitären Gesellschaften die Frauen einen eigenen religiösen Kult besaßen. Mit dem Beginn der patriarchalen Gesellschaften änderte sich sowohl der soziale, wie auch der religiöse Status der Frauen: aus den Figurinen ohne erkennbares Gesicht, die Symbol waren für die universelle Schöpferkraft des weiblichen Prinzips, entwickelten sich die Statuen der hierarchisierten Göttinnen der antiken Kulturen des Mittelmeerraums.

Von Frankreich bis Sibirien, von Malta bis nach Deutschland, die Verehrung des weiblichen Schöpferprinzips hat die Spiritualität unserer Vorfahren geprägt. Aus den Materialien des Mutterschoßes, aus Ton, Stein und Knochen fertigten die steinzeitlichen Künstler/Innen magische Objekte, die uns noch heute in ihren Bann ziehen.
Der große Ansturm auf die Ausstellung überraschte übrigens auch das Münchner Museum "Mensch und Natur"; 250 Kataloge waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Ich kann nur allen ans Herz legen, sich diese schöne Ausstellung anzusehen. Sie ist schon seit 2002 auf Reisen und vielleicht auch mal in eurer Nähe.

Museum Mensch und Natur
Schloss Nymphenburg, München
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr
Faschingsdienstag, 28.02.2006, ist das Museum geschlossen.

Eintritt:
Erwachsene: 2,50 Euro
Kinder und Jugendliche: unter 18 Jahren haben freien Eintritt
ermäßigt: 1,50 Euro für Berechtigte
Gruppenermäßigung: 2,- Euro (ab 15 Personen)

artemisathene

 




Kalender

Der Schlangengesang – Göttinnenkalender

Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine Lebensaufgabe.

Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.

artemisathene

 




Feiertage im März (2. Hälfte)

Mitte März, wann genau ist unbekannt
Tag des Martyriums der Hypatia, griechische Philosophin von Christen ermordet 415 n.u.Z. (siehe Schlangengesang 1/04)
Quelle: http://www.fh-coburg.de/2717.html , http://en.wikipedia.org/wiki/Hypatia_of_Alexandria
Marit Rullmann: Philosophinnen (Teil 1)

15.-27. März: 15.3. Beginn der Hilarien: Feierlichkeiten zu Ehren der phrygischen Göttin Kybele und des Attis in Rom (siehe Schlangengesang 2/04)
Quelle: E.O.James: der Kult der großen Göttin, Hans Kloft: Mysterienkulte der Antike,
Marion Giebel: das Geheimnis der Mysterien

16./17. März: Waage, abnehmender Mond = 17. Elaphebolion: Pandia: Fest der Göttin Pandia, Tochter des Zeus und der Selene, Göttin der Helligkeit, sowohl der Sonne wie auch des Vollmondes
Quellen: (5) und http://mitglied.lycos.de/blackchrystal/newpage3.html

17. März: Waage, abnehmender Mond:
Liberalia: römisches Frühlingsfest zu Ehren des Götterpaares Liber und Libera (siehe Anhang); Götter pflanzlichen, tierischen und menschlichen Wachstums
Quelle: (2) und (3)

19. -23. März: Quinquatrus: Fest der römischen Göttin Minerva: Göttin der Kunst und des Handwerks (siehe Schlangengesang 2/04)
Quelle: (1), (2), (3) und (4)

23. März: Steinbock, abnehmender Mond:
Tubilustrium: die Miltärtrompeten der römischen Armee werden gereinigt und der Göttin Minerva geweiht.
Quelle: (1)

25. März: Wassermann, abnehmender Mond:
Lady Day / Mariä Empfängnis: der heutige christliche Festtag ist der alte Festtermin der Empfängnis des Kindes der Großen Göttin, welches sie zur Wintersonnenwende gebiert. Um diese Zeit wurde im alten Rom das Fest der Kybele und des Attis gefeiert. Da Kybele lateinisch als "Domina" = Herrin, babylonisch "Beltis", engl. Lady bezeichnet wurde, ist die Herkunft des Lady Day klar.
Quelle: http://philologos.org/__eb-ttb/sect31.htm

 



Festtage im April
Thargelion. Mounychion hatte den Namen von dem Fest Mounychia, bei dem Artemis als Mondgöttin und Herrin der Tiere geehrt wurde. Thargelia, das Geburtstagsfest der Artemis und des Apollon gab dem folgenden Monat seinen Namen.

In Rom war der April der Monat der Liebesgöttin Venus (griechisch Aphrodite). Entstanden ist diese Zuordnung aus dem Mythos, dass Aphrodite nach ihrer Geburt im April den Boden Zyperns betreten haben soll. Wo sie hintrat wuchsen Gras und Blumen.

Im germanischen Gebiet hieß dieser Monat Ostermond. Ob die Göttin Ostara damit in Verbindung gebracht werden kann, bleibt noch zu klären. Festtage sollen Ostara und Walpurgis gewesen sein. Für das Ostarafest gibt es kein überliefertes Festdatum aus vorchristlicher Zeit. Es ist aber anzunehmen, dass der 1. Vollmond nach dem Frühlingsanfang nicht eine christliche Erfindung ist, sondern schon vorher zu diesem Vollmond das Frühlingsfest Ostara gefeiert wurde. Dieses Jahr wäre das der 13.April.

1. April: Stier, zunehmender Mond
Veneralia: Festtag der römischen Liebesgöttin Venus. Ihr war im römischen Reich der gesamte Monat April geweiht. Sie wurde an diesem Tag speziell auch als Venus verticordia, welche die Herzen verändern kann, in ihrem Tempel geehrt. (siehe Schlangengesang 10/05)

Am 1. April wurden ebenso die Fortuna Virilis, die Göttin des Glücks der Frauen bei den Männern verehrt.
Quellen: (1) und (3)

2. April: bzw. 4.-10. April: Megalesia: kultisches Fest der Göttin Kybele in Rom.
Quellen: (1) und "der Kult der großen Göttin", E.O.James

5. April: Krebs, zunehmender Mond
Tempelweihungstag der römischen Göttin Fortuna Publica auf dem Quirinal.
Quelle: (1)

12. April: Waage, zunehmender Mond
Cerealia: römisches Fest der Göttin Ceres, Göttin der Erdkräfte, Vegetationsgöttin (von lat. crescere = wachsen, bzw. wachsen lassen)
Quelle: (1), (2) und (4)

13. April: Waage, Vollmond
Tempelgründungstag der Göttin Libertas, der römischen Personifikation der Freiheit.
Quelle: (1)

14./15 April = 16. Tag des griechischen Mondmonats Mounychion:
Fest der griechischen Göttin Artemis Mounychion: Artemis in ihrem Aspekt als Mondgöttin und Herrin der Tiere (siehe Schlangengesang 03/04)
Quellen: (5)und http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

15. April: Skorpion, abnehmender Mond
Fordicidia/Fordicalia: Fest der römischen Göttin Tellus Mater: ein uraltes Fest zu Ehren der Erdmutter. (siehe Schlangengesang siehe Schlangengesang 10/05)
Quellen: (1), (2) und (3)

15./16. April: = 17 Tag des griechischen Mondmonats Mounychion, Skorpion, abnehmender Mond
Brabroneia: Fest der griechischen Göttin Artemis Brabroneia (siehe Schlangengesang 2/04)
Quellen: (5)

21.April: Wassermann, abnehmender Mond
Parilia/Palilia: Fest der Pales, der römischen Göttin der Weiden und der Herden, Wächterin über die Herden.
Quellen: (1), (2), (3), (4),

23. April: Fische, abnehmender Mond
Tempelgründungstag der Venus Erucina, der römischen Göttin der Straßenmädchen und Huren.
Quelle: (1)

25.April: Widder, abnehmender Mond
Robigalia: römisches Fest der Göttin Robigo: Göttin des Gertreiderostes oder des Getreidebrandes, einer Pilzerkrankung des Getreides, die Ernteminderung bis sogar Komplettausfälle verursachen konnte.
Quellen: (1) und (2)

27. April: Stier, Schwarzmond
Akitu:12-tägiges babylonisches Neujahrsfest dessen Höhepunkt die heilige Hochzeit der Göttin Inanna mit ihrem Partner, dem Hirtengott Dumuzi war. Sie fand am 10.Tag des Festes, dem Neumondtag statt.
Quelle: http://www.gatewaystobabylon.com/religion/akitu.htm

27. April: Schwarzmond/Neumond nach dem 21.3. und damit in Phönizien und Syrien Festtag der Göttin Astarte: Mond und Vegetationsgöttin oft als Kuh oder mit den Kuhhörnern/Mondhörnern dargestellt.
Quelle: ? Ursprüngliche Quelle nicht mehr vorhanden. Keine überzeugende gefunden…

28. April: Stier, zunehmender Mond
Tempelgründungstag der römischen Göttin Vesta auf dem Palatin durch Kaiser Augustus.
Quelle: (1)

30. April: Zwillinge, zunehmender Mond
Walpurgisnacht: Germanischer Festtag zu Ehren der Göttin Walpurga. Gardenstone gibt in seinem Buch "germanischer Götterglaube" zwei Möglichkeiten für die Herkunft des Namens Walpurga/Walburga: zum Einen von Wald-Burga, was soviel wie Schutz des Waldes heißen soll, zum Zweiten könne der Name von einer germanischen Seherin aus dem 2.Jahrhundert stammen, die dem Volksstamm der Semnonen angehörte und Waluburg geheißen haben soll. In diesem Fall käme der Name von "Walus", dem Stab der Seherin.

Ende April bis Anfang Mai: Floralia: Fest der römischen Flora, Göttin des Frühlings und der Blumen (siehe schlangengesang 2/04 zur Göttin Flora)
Über die Dauer und das genaue Datum des Festes gibt es unterschiedliche Meinungen; der Grund könnte sein, dass es sich bei den Floralia laut des "römischen Festkalenders" von Reclam um einen Festtag der feriae conceptivae = bewegliche Feiertage gehandelt habe.
Quellen: 28.4.-3.5. www.imperiumromanum.com
Ebenso: http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_ludiflorales.htm
28.4 -1.5. Ovid: Fasti
Ebenso: http://www.pantheon.org/areas/mythology/europe/roman/articles.html
27.4.-2.5. www.novaroma.org
3.5. der römische Festkalender; Reclam

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar: 5. April, Kwan-Yin, 21./22. April bzw. 13. Mounychion: Demetreia, ein Demeter-Fest,

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html

Artemisathene

Festtage im Mai
Dieser Monat wird bestimmt von den antiken Mondmonaten Thargelion und Skirophorion. Thargelia, das Geburtstagsfest der Artemis und des Apollon gab dem Monat Thargelion seinen Namen. Skirophorion dagegen erhält seinen Namen von dem der Göttin Demeter geweihtem Fest am 12. Tag des griechischen Mondmonats.

Die Herkunft des römischen Monatsnamens Mai ist nicht restlos geklärt. Ovid gibt in seinen "Fasti" 3 Möglichkeiten für die Herkunft an: 1. von Maiestas = die Hoheit, 2. von maiores = die Älteren (bezogen auf die Senatsmitglieder) oder von Maia (Göttin, eine der Pleiaden).

In der germanischen Welt hieß der Mai "Wonnemond", von "winne" = Weide. Es war die Zeit in der die Hirten Weiden für ihre Tiere suchten.

1. Mai: Zwillinge, zunehmender Mond:
Fest der römischen Göttin Maia, Muttergottheit und Fruchtbarkeitsgöttin
Quellen: (3) und (4), (Text: schlangengesang 2/04)

Festtag der Eröffnung des Tempels der römischen Göttin Bona Dea, Göttin der Fruchtbarkeit, der Heilpflanzen und der Prophezeiungen
Quelle: (1) und (4)

Maifest im germanischen Festkalender. Der Brauch des Maibaumaufstellens geht weit in die vorchristliche Zeit zurück. Er stammt wahrscheinlich aus dem Kyblele und Attis-Kult Kleinasiens.
Quelle: Gardenstone: Germanischer Götterglaube
E.O.James: der Kult der großen Göttin

Beltane / Beltain: keltisches Fest, Maifeiertag. Fest der walisischen Göttin Creiddylad.
Quelle: Mabinogion

1./2. Mai: 4. des griechischen Mondmonats Thargelion: Opfer an Leto, die Mutter der Göttin Artemis und ihres Zwillingsbruders Apollon in Erchia.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

2. Mai: Krebs, zunehmender Mond:
Ende der Floralia in Rom: Fest zu Ehren der Frühlings- und Blumengöttin Flora (siehe April)

3./4. Mai: 6. des Mondmonats Thargelion: Krebs, Löwe, zunehmender Mond:
Opfer für Demeter Chloe in Athen, ihr wurde an diesem Tag auf der Akropolis ein Widder als Opfertier dargebracht. Chloe bedeutet "das junge Mädchen", "die junge Saat" und war ein Beiname der Demeter.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

3./4. Mai = 6. des griechischen Mondmonates Thargelion:
Beginn des zweitägigen Geburtsfestes (Thargelia) von Artemis und Apollon. Reinigungsriten. (siehe Schlangengesang 10/05)
Quelle: (5), http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

4./5. Mai = 7. Thargelion: Löwe, zunehmender Mond:
zweiter Tag des Festes Thargelia: Tag der Opfer für Artemis, Apollon aber auch die Horen (Göttinnen der Jahreszeiten) und die Göttin Selene.
Quellen: http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

9., 11. und 13. Mai:
Lemuria: römisches Fest zu Ehren der Totengeister.
Quellen: (1), (2),(3) und (4)

14. Mai: Schütze, abnehmender Mond:
Argeis: uraltes römisches Opferfest. Eine vestalische Priesterin wirft 2 menschlich geformte Binsenpuppen, die wie Greise aussehen in den Tiber. Es gibt 2 Varianten der Erklärung: Variante 1: Als Erinnerung an vorrömische Menschenopfer für Saturn. Variante 2: um die Seelen der verstorbenen griechischen Einwanderer übers Meer nach Hause zu schicken.
Quellen: (1) und (3)

15. Mai: Schütze, abnehmender Mond:
Fest der griechischen Göttin Maia in Rom. Sie war Fruchtbarkeitsgöttin, Erdgöttin und Herrin der Schätze. (Text: schlangengesang 2/04)
Quellen: (4), http://www.cronenburg.net/roses.htm

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Liberalia

Römisches Fest zu Ehren des altitalischen Götterpaares Liber und Libera. Diese waren archaische Personifikationen des pflanzlichen, tierischen und menschlichen Wachstums. Liber wurde mit Bacchus gleichgesetzt und Libera mit Kore/Proserpina. Sie galt auch als Tochter der Demeter/Ceres, mit der Liber und Libera eine göttliche Trias bildeten und in einem gemeinsamen Tempel verehrt wurden.

Ovid schildert den Festbrauch am 17. des Monats März: Es war ein Frühlingsfest, man aß auf offener Straße. Alte Frauen, die einen Kranz aus Efeu trugen, verkauften eine Art Honigkuchen (liba), der von einer Priesterin des Dionysos (Bacchus / Liber) im Namen des Käufers auf kleinen, tragbaren Öfen dem Gott Liber geopfert wurde. Außerdem wurden Zimt und Weihrauch sowie das Fleisch eines Stiers als Opfer verbrannt. Die Opfergaben sind von ihrer Herkunft aus dem östlichen Mittelmeerraum, da auch der Kult des Dionysos (Bacchus / Liber) aus dem Osten kam.
Es gibt aber auch die Überlieferung, dass an diesem Tag phallische Umzüge veranstaltet wurden. Angeblich wurde ein überdimensionaler Phallus auf einem Wagen über die Felder gekarrt und eine "Matrone" hätte einen Kranz über ihn geworfen. Der Zweck sei gewesen, die Fruchtbarkeit der Felder zu steigern und die Saat vor Bösem zu schützen.

Für die männliche römische Bevölkerung war es auch deshalb ein wichtiger Tag, da an ihm die Einführung der jungen Männer in die Bürgergemeinde erfolgte (deductio in forum). Der gereifte junge Römer durfte nun die Männertoga anlegen (toga virilis).

Quellen: Ovid, Fasti,
der römische Festkalender der Republik, Reclam
www.novaroma.org

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Veranstaltungen
Vielen Dank für Eure Zusendungen von lokalen Terminen - bitte seid weiter so fleißig!


Termine in München:

29.03. um 20 Uhr Lesung und Gespräch:
"INANNA, ISIS FEE MORGANE FRAU HOLLE"
HEIDE GÖTTNER-ABENDROTH

Mit ihren literarischen Nacherzählungen berühmter Epen schenkt uns die Autorin das Staunen über die Anfänge der Welt zurück. Sie erzählt die großen Göttinnenmythen des Vorderen Orients und östlichen Mittelmeeres, des keltischen Raumes und Mitteleuropas neu – in drei wunderschön ausgestatteten Mythenbüchern. Es sind die Mythen jener Religion, in der für den gesamten westlichen Teil der Alten Welt die Wiege der matriarchalen Kultur stand (Band 1). Und es sind jene Religionen, wo die Zeugnisse matriarchaler Kultur bis in die Neuzeit hinein erhalten blieb (Band 2 und 3).
Wir erfahren von den göttlichen Lebenszyklen der Inanna von Sumer. Isis von Ägypten kämpft –unterstützt von ihrem Sohn Horus – um ihre alte Kultur, die der Wüstengott Seth und der Sonnengott Re ihr streitig mache. Fee Morgane und ihre Schwestern setzen den Kampf gegen die Eroberer ihrer magischen Kräfte ein. Frau Holle, die Große Göttin Mitteleuropas, sorgt für Gerechtigkeit bis in patriarchale Zeiten hinein.
UKB: € 7,00 erm. € 5,00
Lillemors Frauenbuchladen: Barerstr. 70, 80799 München, tel. 089 272 1205


Samstag, 01.04.06, 9 - 17 Uhr,
Exkursion
Erni Kutter München
Heilige Frauen und Göttinnen auf Altären, Brücken und Plätzen in München
Mutter Anna und ihrer Tochter Maria, Ursula und ihren amazonischen Gefährtinnen, der streitbaren Athene, den drei Bethen und anderen mehr oder weniger heiligen Jungfrauen werden wir auf unserem Streifzug durch Münchner Kirchen begegnen. In verschiedenartigen Erscheinungsweisen repräsentieren sie den Reichtum weiblicher Spiritualität und eine Frauenkultur, die Raum läßt für unterschiedliche Lebensentwürfe und Vorbilder.
Wir fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln (bitte entsprechendes Tagesticket für mehrere Zonen be-sorgen), besuchen verschiedene Kirchen und Plätze und gehen immer wieder auch ein Stück zu Fuß (gutes Schuhwerk, evtl. Regenbekleidung, Sitzkissen mitbringen). Unterwegs gibt es Gelegenheit zum Kaffetrinken oder Brotzeitmachen.

Erni Kutter, Sozialpädagogin mit Tanz- und Ritualerfahrung, beschäftigt sich seit Jahren mit der Wiederentdeckung spiritueller Frauentraditionen unseres Kulturraumes.
Treffpunkt um 9 Uhr direkt unter dem Karlstor am Stachus.
Feste Anmeldung erforderlich, Teilnahmegebühr € 40,-/35,-
http://www.frauenstudien-muenchen.de/aktuell.htm

noch bis 30.4.: Ausstellung Urmütter der Steinzeit - Bilder weiblicher Schöpfungskraft (siehe "Netze weben" diese Ausgabe)

07.07-09.07.: Die Erde ist die Mutter, Seminar mit Starhawk. Anmeldeschluss 9.Juni.
die erde ist unsere wichtigste lehrerin und heilerin - ob wir unsere persönlichen verletzungen oder die wunden heilen wollen, die unsere gesellschaftsysteme der erde und uns menschen zufügen. nur wenn wir ihre zyklen und den wandel der natur verstehen - verstehen, wie sie vernetzte systeme entwickelt, können wir veränderungen in unserem persönlichen leben und unserer umwelt sinnvoll gestalten. unabhängig von der aktuellen politischen situation wird unsere verbindung mit mutter erde die wichtigste quelle der hoffnung, der erneuerung und der stärke sein.

in diesem workshop nimmt starhawk gedanken aus ihrem neuen buch "earth path" ("der pfad der erde") auf. mit hilfe von ritual, geführter phantasie, spiel und erzählung verbinden wir uns mit den elementaren kräften der natur. die kreativen energien, die durch diesen prozess frei werden, können wir in ihrer ganzen fülle in unser leben, unsere gemeinschaft und unser umfeld einbringen. so tragen wir dazu bei, mehr heilung und gerechtigkeit in den alltag zu bringen und verloren gegangenes gleichgewicht wieder herzustellen.
das seminar wird in amerikanischem englisch gehalten und ins deutsche übersetzt.
Kosten 195 Euro, www.kalia.de

Nürnberg
25.03. Wurzeln und Flügel, Workshop mit Luisa Francia
25.03. 20.00 Uhr Lesung Luisa Francia
Frauengesundheitszentrum, FGZ e.V., Fürther Str. 154 Rgb., 90429 Nürnberg http://www.fen-net.de/fgz

Wiesbaden: Frauen-Gedenk-Labyrinth
befindet sich vom 29. April bis 29. Mai 2006 in Wiesbaden
im Park hinter dem Staatstheater
Vorstellung des Frauen-Gedenk-Labyrinths im Schlangengesang Nr. 9

Termine im Raum Frankfurt
12.05.-14.05.: Reclaiming-Veranstaltung: 3. Magisches Wochenende: Der Weg der Elemente
98 Euro, http://www.reclaiming.de/Flyer_Raven_Elemente.pdf

30.06.-02.07. The Earth Path - den Weg der ERde gehen
Workshop mit Starhawk und David Miller
175 Euro
http://www.kalkwerk.com/html/starhawk.html

Termine in Berlin
29.03 um 19:00
Göttinnen "zum Anfassen" - FrauenZirkel "Die Göttin lebt"
Voraussichtliches Thema: "Ägyptische Göttinnen"
Treffpunkt: AstroCafé, Gleditschstr. 47, Schöneberg
zu erreichen: U 7 Kleistpark oder U 7 Eisenacherstr. - ca. 10 Min.
einfach vorbeikommen - zirkel@frauenkulturservice.de

26.03. und 02.04. Frauenfiguren aus Tonerde formen – kraftvoll und heilsam mit anschließendem Raku-Brand, mit Marieluise Theile, 2xSonntag 26.3. und 2.4. 13.00-18.00, 38,00 EUR inkl. Material, Tel. 497 6436, da nur 6 Teilnehmerinnen.

03.04. Video Töchter der 7 Hütten – 19.30, Heselerstr. 22 F, Gemeinschaftscafe, vom U-Bhf Kaiserdamm noch 7 Minuten.

05.04. 19.00 Vernissage Gemalte Gebete – Labyrinthe von Li Shalma, Ausstellung geht bis 17.5., Galerie in der Glaubenskirche Tempelhof, Friedrich-Franz-Str. 9, U-Bahn Kaiserin- Augusta,-Str., Busse 170, 184, 16.00-18.00

26.04 um 19:00
Göttinnen "zum Anfassen" - FrauenZirkel "Die Göttin lebt"
Voraussichtliches Thema: "Im Schoß der Erdgöttin -die Kulthöhlen der Ile-de-France" - wissende , sprechende Steine, Symbole und Heilenergien
Treffpunkt: AstroCafé, Gleditschstr. 47, Schöneberg
zu erreichen: U 7 Kleistpark oder U 7 Eisenacherstr. - ca. 10 Min.
einfach vorbeikommen - zirkel@frauenkulturservice.de

13.05. und 14.05. Aus der Reihe "Kinder der weißen Göttin- Heilpflanzenkunde wie sie gemeint war": 2. Lieben
Praxis am Pfefferberg, Schönhauser Alee 177, 10119 Berlin-Prenzlauerberg, Kosten 70 E, Anmeldung Tel oder Email bis zum 7.5.: Saskia Dörr, Tel/Fax 030 448 25 83, olgananda@gmx.de

Seminare und Veranstaltungen in Bergkamen:
21.3.06: Wir feiern Ostara und werden den Quartalszauber wiederholen. Infos auf Anfrage.
Auf Anfrage: Möglich zum Vollmond, Ritual "Eins mit dem Frausein" zur Stärkung des weiblichen, zur Selbstannahme des Frauseins ... Infos auf Anfrage.
Ausbildung im mystischen Kartenlegen der Mll Lenormandkarten: Jederzeit, auch Einzelausbildungen oder in einer kleinen Gruppe, individuell, auf Anfrage.
Infos unter: www.reiki-kartenlegen.de, info-reiki-kartenlegen@gmx.de


Anläßlich des 20 Jahre Bestehens feiert die Akademie Hagia von Heide Göttner Abendroth drei Jubiläumsfeste in unterschiedlichen Städten:

am 22.04. Frühling, zu Ehren der Weissen Göttin des Lichtes und des Anfangs in Weghof, Winzer an der Donau

am 09.07. Großes Jubiläumsfest zu Sommer zu Ehren der Roten Göttin der Liebe und der schöpferischen Kraft in Bonn im Frauenmuseum und

am 23.09. zum Herbst zu Ehren der schwarzen Göttin der Umwandlung und Erneuerung in Dresden, Rathaus und Akademie
Die Feste sind ganztägig und im Sinne des Schenkens kostenlos.

07.07-14.07.: Feencamp: Norddeutsches Reclaiming-Witchcamp nur für Frauen
Seelenhaut - Heilung und Reinigung.

Wir folgen dem Elementezyklus und werden dieses Jahr im Camp mit dem Element Wasser arbeiten.
Wasser symbolisiert auch unsere tiefen Gefühle, unsere Liebe und unsere Bereitschaft zur Hingabe. Mit Wasser geschieht Auflösung von Verkrustetem und Heilung in uns.
Das Inuit-Märchen “Seehundfell-Seelenhaut” führt uns vor Augen, wie der Initiationsweg von Frauen aussieht, die in einer an Männern orientierten Gesellschaft leben. Diesen inneren Weg wollen wir mit der Heldin gehen, um jenseits von Selbstaufgabe, Depression und Trauer in unsere eigene Macht und Stärke initiiert zu werden und zu der Liebe zu finden, die uns aus unseren Abhängigkeiten befreit.
Die Geschichte "Seehundfell, Seelenhaut" steht in dem Buch "Die Wolfsfrau" von Clarissa Pinkola Estes.
Mit der in uns lebendigen Liebesgöttin Freya gehen wir den Weg der Ermächtigung, indem wir die Tiefe unserer Seele ausloten und das Wissen um die Stärke unserer Ahninnen für uns nutzen
http://www.witchcamp.de/Feencamp/
315 bzw 365 Euro bzw. Unterstützung beim Kursgeld durch "Stipendium"

Glastonbury Goddessconference
Glastonbury, England
Celebrating the Great Mother at Her Festival of Lammas
01.08.-06.08.2006
http://www.goddessconference.com/programme.html


 



Impressum
Schlangengesang – der Rundbrief für Göttinnenspiritualität wird von keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die sich zu diesem Zweck zusammen fanden.

V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Thulestraße 7, 13189 Berlin

Bilder:
Schlangengesanglogo von Distelfliege
Zierelemente von Caitlin, Teleri, Aruna, Temkes, Jana
Fotos: mdw, Isma Awendragoness

Dieser Rundbrief darf nur als Ganzes und unverändert in der vorliegenden Form weiter verbreitet werden. Eine Weiterverbreitung als Ganzes ist erwünscht.
Das Copyright des vorliegenden Materials (Bilder, Texte, Grafiken, Dateien u.ä.) liegt bei den jeweiligen AutorInnen, KünstlerInnen, die im Einzelnen der Redaktion namentlich bekannt sind. Jegliche Weiterverwendung des Materials ist nur mit Genehmigung des jeweiligen Autoren, der jeweiligen Autorin, erlaubt.


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Diese Ausgabe wurde am 18.03.2006 an 1.192 Online-AbonenntInnen verschickt.