| Hallo ,
Herzlich Willkommen zur 13. Ausgabe des Schlangengesangs.
Liebe Leserin, lieber Leser, in der Herbstausgabe 2005 erfahrt ihr
mehr über die magische 13 und einiges mehr.
Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
ArtemisAthene, Ash, Caitlin, Elea, Gwenhwyfar, Jana, Karmindra,
Markus, Nebelweib, Silver, Temkes, Zauberweib

Inhaltsverzeichnis
Göttin:
- Die 13. Göttin
Pflanzen:
- Alkaloidhaltige
Nachtschattengewächse
Praktisches:
- 13 Aspekte weiblichen Seins nach Angelika Aliti
- Shakti-Meditation
- Bitten - Beten - Wünschen
Aufgelesen / Aktuelles:
- Feuerweiberkunst Blog
- Die Sonne, der Mond - oder umgekehrt?
- Die Göttin und ich
Netze weben:
- Spendenaufruf: Waris Dirie Foundation
Kalender:
- Feiertage
- Das Fest der Venus Genetrix in Rom
- Veranstaltungen
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Göttin: Die 13. Göttin
Die Auswahl der Göttin für diese 13. Ausgabe gestaltete sich sehr
schwierig. So wie die 13 eine besondere Zahl ist, so sollte natürlich
auch die 13. Göttin eine ganz besondere sein. Da wir uns nicht auf
eine Einzelne festlegen konnten und aufgrund der Vielschichtigkeit
dann auch nicht wollten, geht es diesmal um einen oft vernachlässigten
Archetypus der Göttin. Den Zauberin- oder Matriarchin/Matronen-Aspekt
der Göttin.
Beide Bezeichnungen sind Büchern entliehen. Der »Zauberin-Aspekt« aus
dem Buch »Roter Mond« von Miranda Gray, während »Matriarchin/Matronen-Aspekt«
aus dem Buch »Im Kreis des Lebens - Die 13 Archetypen der Frauen« von
Elizabeth Davis & Carol Leonard stammt.
Überträgt man die Darstellung der Göttin auf die Mondin und ihre
Phasen, so stoßen wir auf die Triadenmondin und die Phasen Jungfrau
(zunehmender Mond), Mutter (Vollmond) und Weise Alte
(Schwarzmond/Neumond). Meistens wird der Weisen Alten aber auch die
Phase der abnehmenden Mondin zugeschrieben.
Sehr oft werden den Phasen der Göttin auch die Jahreszeiten
zugeordnet. Jungfrau (Frühling), Mutter (Sommer) Weise Alte (Herbst
und Winter). Ohne dem Aspekt der Weisen Alten die Wichtigkeit nehmen
zu wollen, so hat Frau doch das Gefühl, dass es nicht ganz passt, wenn
sie für zwei Jahreszeiten stehen soll.
Das führt uns nun zu dem Zauberin/Matriarchin/Matronen-Aspekt. Ihm
wird die Jahreszeit Herbst zugeordnet. Nach der fruchtbaren, nährenden
Phase, verfällt ja nicht sofort alles in die Starre und Regeneration
des Winters. Zuerst erfährt die Natur eine Zeit der Fülle und des
Erntens. So wie das auf die Jahreszeiten bezogen werden kann, kann es
auch auf die Frau bezogen werden.
Viele Frauen nach der Vollmondphase empfinden sich nämlich noch nicht
in der Phase der Weisen Alten, sondern in einer Phase dazwischen. Sie
sind über die bloße Mutterschaft hinaus. Sie geben nicht mehr nur, sie
sind auch wieder bereit zu nehmen. Sie können wieder an sich denken,
ihren eigenen Kopf entwickeln, sich starrsinnig und verrückt zeigen.
Hier begegnet uns die reife, eigenmächtige Frau. Das ist eigentlich
vielleicht der wichtigste und kraftvollste Aspekt der Göttin, vor
allem wenn wir bedenken was die Medien und die Welt um uns herum heute
aus uns machen will. Wir dürfen junge Frauen sein und Mütter, auch
Großmütter, aber dazwischen gibt es nichts gesellschaftlich
Anerkanntes. Denn sie sind unangepasste Frauen, die sich ihre Rechte
nicht nehmen lassen wollen, die sich auch nicht scheuen zu ihrer
Meinung zu stehen und sie laut aussprechen. Sie sind einfach unbequem
für die anderen.
Deshalb ist dieser Aspekt so gefürchtet und leider auch sehr negativ
belegt. Er begegnet uns in den Märchen und Mythen in der Gestalt von
»bösen« Hexen, Stiefmüttern, der 13. Fee, im Prinzip in allen
»ungeliebten Frauen«. Göttinnen die den Zauberin/Matriarchin/Matronen
Aspekt symbolisieren sind zum Beispiel: Baba Jaga, die Percht, Frau
Holle, die Banshee, Morrigan, Ceridwen, Boudica, Sekhmet, Hekate und
Lilith im Besonderen, da sie sich kaum einem Aspekt zuordnen lässt,
ihr aber die Eigenmächtigkeit nicht abgesprochen werden kann.
Sicherlich kann darüber diskutiert werden wie schmal der Grat zwischen
der Weisen Alten und der Zauberin/Matriarchin/Matrone ist, denn sie
haben ja schon ähnliche Eigenschaften. Auch die Darstellung der
Triaden-Göttin müsste ja zumindest umbenannt werden. Denn Sie
symbolisiert ja mit den Mondphasen dann die Aspekte
Jungfrau-Mutter-Zauberin/Matriarchin. Die Phase der weisen Alten ist
ja eigentlich der verborgene Aspekt der Göttin, so wie die
Schwarzmondin unserem Auge verborgen ist und im Winter eher verborgene
Kräfte der Natur arbeiten.
Gewissermaßen ist die zunehmende Bedeutung der Zauberin/Matriarchin/Matrone
Phase eine notwendige Anpassung der Göttin-Aspekte auf die Neuzeit.
Früher als die Menschheit noch nicht ein Alter von 70, 80, 90 Jahren
erreichte, sondern nur ein Alter von 30 oder 40 Jahren passte das
heute übliche Bild der Triadengöttin. Die Frauen bekamen jung Kinder,
gingen in den Mutteraspekt über und darauf folgte oft schnell der
Aspekt der Weisen Alten. Heutzutage haben wir viel mehr Zeit diesen
Aspekt als eigenständige Phase zu erleben.
Teleri und Gwenhwyfar
Alkaloidhaltige Nachtschattengewächse
Seit Urzeiten werden alkaloidhaltige Pflanzen von den Menschen in
vielfältiger Weise genutzt. Zu medizinischen ebenso wie zu kultischen
Zwecken.
Die Inhaltsstoffe dieser Pflanzen haben die Eigenschaft, das
Bewusstsein zu verändern und so den Konsumenten näher zu seinen
Göttinnen/Göttern zu bringen. Manchmal gefährlich nah, denn wie
Paracelsus so schön sagte: die Dosis macht das Gift!
Priester und Schamanen nutzten die halluzinogen wirkenden Alkaloide um
Trancen zu erzeugen, Visionen hervorzurufen, die Grenzen zwischen
unserer Welt und der »Anderswelt« zu verringern oder auch als
Opfergabe an die Göttinnen/Göttern, Ahnen oder Geister.
Medizinisch gesehen enthalten die Nachtschattengewächse wie die
Tollkirsche, die Alraune, der Stechapfel, die Engelstrompete und das
Bilsenkraut Tropanalkaloide, die im zentralen Nervensystem die
Übertragung von Neurotransmittern beeinflussen. Meist wird im
vegetativen Nervensystem der Sympathikus aktiviert, dazu gehören all
die Symptome, die typisch sind für eine Alkaloidvergiftung.
In den oben genannten Pflanzen kommen die Tropanalkaloide
grundsätzlich in allen Pflanzenteilen vor, besonders aber in Samen und
Blättern. Die wichtigsten Substanzen sind das Atropin (Tollkirsche),
das Hyoscyamin (Bilsenkraut) und das Skopolamin. Sie kommen in
unterschiedlichen Mischungsverhältnissen in allen Pflanzen vor, sind
miteinander chemisch verwandt und ebenso mit dem Opiat Cocain
verwandt.
Wie wahr die Auffassung des Paracelsus ist, dass die Dosis das Gift
macht, sieht man daran, dass diese Pflanzen in homöopathischen
Potenzierungen höchst wirksame Helfer der Naturheilkundler sind.
Von der Verwendung in höherer Dosierung kann ich nur dringend abraten,
der Schritt von einer wirkungsvollen Arznei zu einem tödlichen Gift
ist sehr klein!
In höheren Dosierungen haben die Tropanalkaloide halluzinogene und
narkotisierende Wirkung. Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, sensible
Missempfindungen, Krämpfe oder Lähmungserscheinungen, Einschränkungen
der geistigen Fähigkeiten, Amnesie bis hin zu völligem
Realitätsverlust. Herz-Rhythmusstörungen und Atemlähmung können im
Extremfall den Tod herbeiführen.
Die rituelle Verwendung der Alkaloid-Pflanzen reicht
nachgewiesenermaßen bis in die Antike zurück. Im Aphroditekult spielte
die Alraune eine wichtige Rolle, denn ihr wurde eine erotikfördernde
Wirkung nachgesagt. Demokrit und Plinius verfassten Abhandlungen über
psychoaktive Pflanzen bzw. Giftpflanzen sowie über magisch und rituell
verwendete Kräuter.
Berühmt geworden ist die Verwendung alkaloidhaltiger Pflanzen in der
so genannten »Hexensalbe« oder »Flugsalbe«. Da Tropanalkaloide schnell
über die Haut oder auch die Schleimhäute resorbiert werden können,
haben sie auch in Salbenform psychoaktive Wirkung. Die früheste
Erwähnung stammt aus dem 2. Jhd. n. u. Z. von Apuleius. Im
Spätmittelalter und in der Renaissance nehmen die schriftlichen
Zeugnisse zu und das erste Rezept veröffentlichte Hartlieb 1456 im
»Buch aller verbotenen Künste«.
Anfang des 16. Jhd. kursierte ein Rezept in dem unter anderem das
Bilsenkraut und die Alraune enthalten waren. In einem anderen wird die
Tollkirsche erwähnt.

Zu den berühmtesten Beispielen alkaloidhaltiger Nachtschattengewächse
und ihrem Einsatz in der Medizin und im Kult zählen:
Tollkirsche; Atropa belladonna
Name: von der griechischen Schicksalsgöttin Atropos, »die
Unabwendbare«, die letzte der Moiren, die den Lebensfaden abschneidet
und damit den Tod bringt.
Heimat: Mittel- und Südeuropa und Kleinasien
Aussehen: bis zu 1,50 m große, mehrjährige Staude mit geraden,
verästelten Stängeln, länglichen Blättern und glockenförmigen,
dunkellila Blüten. Der kirschartige Fruchtknoten ist zuerst grün,
später tiefschwarz.
Blütezeit: Juli bis August
Medizinische Verwendung: in der Antike als Schmerzmittel, heute in der
Homöopathie (meist ab D4) bei krampfartigen Schmerzen im
Magen-Darm-Trakt, Asthma, bei Menstruationsbeschwerden und
neuralgischen Schmerzen.
Rituelle Verwendung: In Ungarn wird sie in der St. Georgen-Nacht
gegraben nach einem Brotopfer an »elbische Unholde«.
In Germanien wurde sie mit den Töchtern Wotans, den Walküren
assoziiert und bei einem »Verwandlungsritual« in eines der Opfertiere
(Vogel, Fisch, Gans) des Odin benutzt. Noch im 19. Jhd. benutzten
Jäger 3-4 Beeren vor der Jagd um ihre Sehkraft zu schärfen (Nicht
nachahmen!).
Neuzeitliche Verwendung: als Räucherung zur Orakeldeutung und für
Kontakt mit Göttern und Geistern.
Alraune; Mandragora officinarum
Heimat: Südeuropa, Nordafrika, Kleinasien und vorderer Orient
Aussehen: mehrjährige, stengellose Pflanze mit einer bis zu 1m langen,
bizarr geformten Wurzel, die menschenähnliche Form annehmen kann.
Lange, breite Blätter in einer Rosette. Violette, glockenförmige
Blüten, die gelben Früchte erscheinen erst, wenn die Pflanze verwelkt.
Medizinische Verwendung: homöopathisch ab D4 bei Kopfschmerzen,
neuralgischen Schmerzen, Depressionen, Reizbarkeit und
Magen-Darm-Erkrankungen
Rituelle Verwendung: im alten Testament als »Liebesäpfel« (?), in der
jüdischen Kabbala, im nahen Osten als Aphrodisiakum, zum Liebeszauber,
in Ägypten als Liebespflanze der Göttin Hathor/Sekmet (ihr heiliges
Alraunen-Bier war berühmt), in Griechenland zum Liebeszauber im Kult
der Aphrodite und der Hekate, assoziiert mit Kirke und Medea, Im
Orient Pflanze der Ishtar/Astarte. Im Mittelalter für allerlei
»Behexungszauber« wegen der menschenähnlichen (anthropomorphen) Form.
Neuzeitliche Verwendung: Räucherwerk für prophetische Träume,
Aphrodisiakum, als Talisman oder als Opfergabe
Stechapfel; Datura (verschiedene Variationen: u.a. D.metel,
D.strammonium, D.innoxia)
Heimat: Nord-, Süd- und Mittelamerika, Mittel- und Südeuropa, Orient,
Himalaja und seit dem 16.Jhd. auch in Deutschland verwildert.
Aussehen: 1-jährige Pflanze, bis zu 1,2 m hoch, mit verzweigten
violetten Stängeln und
gezahnten Blättern. Die trichterförmigen, fünfzipfeligen Blüten stehen
hoch und verströmen einen betörenden Duft. Sie können weiß, lila oder
gelb sein. Die Samenkapseln sind rund und stachelig (daher der Name).
Medizinische Verwendung: homöopathisch ab D3 bei Keuchhusten, Asthma,
Neuralgien und nervöser Unruhe
Rituelle Verwendung: Schamanenpflanze zur Erzeugung einer heiligen
Trance zur Initiation, Befragung von Geistern, Göttern, Ahnen oder
Krafttieren, für prophetische Träume und Weissagungen, als Räucherwerk
und Speise sowie als Rauchmischung

Engelstrompete; Brugmansia (verschiedene Variationen: u. a. B.arborea,
B.candida, B.insignis, B.sanuinea, B.versicolor)
Heimat: wild in Ecuador, Bolivien, Chile, Zucht auch in Europa als
Zierpflanze
Aussehen: baumartiger, mehrjähriger Strauch, bis zu 5 m hoch. Große,
längliche Blätter und hängende, trompetenförmige, fünfzipfelige Blüten
mit betörendem Duft in den Farben weiß, rosa oder lila. Früchte werden
so gut wie nie gebildet.
Medizinische Verwendung: selten, wenn ja, siehe Datura
Rituelle Verwendung: siehe Datura
Bilsenkraut; Hyoscyamus (verschiedene Variationen: albus, niger und
muticus)
Heimat: Europa, Asien und Nordafrika
Aussehen: ein- oder zweijährige bis zu 80 cm große Pflanze mit
gezackten, stark riechenden Blättern und fünflappigen blassgelben bis
violetten, geäderten Blüten.
Blütezeit: Juni bis Oktober
Medizinische Verwendung: bis ins 20. Jhd. als schmerz- und
krampfstillendes Mittel. Bilsenkrautöl: frei verkäuflich, da
alkaloidfrei gegen Schmerzen zur äußeren Anwendung. Homöopathische
Anwendung ab D6 bei Unruhe, Nervosität und Schlafstörungen,
krampfartigen Verdauungsstörungen, psychischen Erkrankungen,
krampfartigem Husten, Muskelkrämpfen, Tremor und neurologischen
Erkrankungen
Rituelle Verwendung: In der Antike: Assyrer: als Bierzusatz und
Räucherwerk für Schutzzauber, Persien: für Jenseitsreisen und Visionen
in Wein, Germanen: dem Orakel- und Sonnengott Baldur geweiht als
Räucherung, als Regenzauber (Donar geweiht), und als Bierzusatz (Pils
= Bilsenbier), Wikinger: als Grabbeigabe im Lederbeutel
Im Mittelalter: Für Orakel- und Liebeszauber, Geister- und
Totenbeschwörungen, in Räuchermischungen, Rauchmischungen und in der
»Hexensalbe«
Quellen und Literaturempfehlungen:
Christian Rätsch; Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen
Christian Rätsch; Pflanzen der Venus
Markus Berger: Stechapfel und Engelstrompete
artemisathene

Praktisches
13 Aspekte weiblichen Seins nach Angelika Aliti
Angelika Aliti ist sicher vielen ein Begriff, und um ihre Zuordnung
der 13 Aspekte weiblichen Seins geht es hier: Amazone (Widder),
Bäuerin (Stier), Denkerin (Zwilling), Liebende (Krebs), Königin
(Löwe), Wissende (Jungfrau); Händlerin (Waage), Heilerin (Skorpion),
Künstlerin (Schütze), Weise Alte (Steinbock), Priesterin (Wassermann),
Mutter (Fische) und die Wilde Frau.
Sie alle wohnen in jeder von und wollen am Leben teilhaben. Die
Vergleiche zur Astrologie können als Merkhilfe dienen, da gewisse
Ähnlichkeiten nicht zufällig sind. Die Wilde Frau - der 13. Aspekt -
ist das, was verdrängt und vergessen wurde, aber jetzt unbedingt
wieder hervorkommen will und soll: eben die Wilde Frau, die
Ursprüngliche, Freie, Urwüchsige, die zu lange unter einem zu engen
Korsett gelitten hat. Vergleiche hierzu auch die 13. Fee aus
»Dornröschen«.
Mit den »Rollenbezeichnungen« hat Aliti schon gut dargelegt, was die
einzelnen Aspekte bedeuten, so dass du gleich loslegen kannst:
Visualisiere eine Wüste und rufe die 13 Aspekte. Namentlich,
nacheinander. Achte genau, wie sie aussehen, wie sie erscheinen. Was
sie sagen. Bringen sie etwas mit? Verändern sie die Kulisse? Welches
Verhältnis hast du zu jeder einzelnen? Welchen Teil des »Du« übernimmt
sie in deinem Wesen?
Lasse alle in einem Kreis zusammen kommen und miteinander reden. Was
haben sie einander zu sagen? Achte darauf, dass wirklich alle zu Wort
kommen. Achte auf die Schüchternen ebenso wie auf die Wortführerinnen.
Gibt es welche, die besonders gut miteinander können, und welche, die
sich meiden? Höre, sehe, erfasse alles, was geschieht. Wenn du das
Gefühl hast, es ist alles gesagt, getan, erledigt, entlasse sie
wieder.
Sobald du selber zurück bist, lass alles Revue passieren, was du
erlebt hast. Es kann eine große Hilfe sein, schnellstmöglich alles
aufzuschreiben - bevor die frischen Eindrücke verblassen. Wichtig ist
dann auch, nach zwei bis drei Tagen deine Aufzeichnungen nochmals
durchzulesen, wenn du einigen Abstand gewonnen hast. Vieles wird dir
dann in einem anderen Licht erscheinen, neue Zusammenhänge tun sich
auf. Eine für mich sehr wirkungsvolle Methode, den eigenen
Mechanismen, Verstrickungen und Mustern auf die Schliche zu kommen.
Eine Wüstenlandschaft ist deshalb angebracht, weil es eine neutrale
Kulisse ist, die aber im Fall des Falles erweitert werden kann.
Eine andere Möglichkeit, dich mit den 13 Aspekten auseinanderzusetzen,
geht über die Astrologie. Besonders, wenn du dich in diesem Bereich
auskennst, können dir die 13 Aspekte helfen, die herkömmlichen
Tierkreiszeichen zu adaptieren, frauengemäß umzusetzen. Auch dies
können spannende Reisen werden, zu dir selber (jedem einzelnen
Aspekt/Zeichen) und zu den Wurzeln unserer Gesellschaft: Woher kommen
die Symbole und warum? Weshalb fehlen weibliche Bilder nahezu
vollständig (das einzig verbliebene ist bezeichnenderweise auch noch
die Jungfrau) und wie passt das auf die Gegenwart? Frauenspiritualität
und Feminismus gehören zusammen, wenngleich es verschiedene
Schwerpunkte der einzelnen gibt.
Die Aspekt-Idee hat Aliti bereits in »Die Wilde Frau« in den 1980ern
aufgegriffen, damals waren es jedoch erst sieben Aspekte. Bereits
dieses Buch hat mich schon fasziniert, allerdings war es Mitte der
1990er schon schwierig zu lesen, da Aliti nun mal eine Frau ist, die
lebendig ist, im Hier und Jetzt beheimatet ist. So muss bei der
Lektüre immer der Kontext mitbeachtet werden.
Mit »Das Maß aller Dinge« hat sie die Wilde Frau ins Dritte
Jahrtausend gebracht. Aus den sieben Aspekten sind 13 geworden, Aliti,
inzwischen selber zur Weisen Alten geworden, hat bessere Wege
gefunden, ihre Ziele zu erreichen, als noch vor 20 Jahren. Mit diesem
Werk setzt sie wirklich Maßstäbe und macht frau aufmerksam auf
Kommunikation und Beziehungen, wie wir sie tragen und ertragen - und
dass das gar nicht so sein muss, sondern auch anders gehen kann.
»Der Kreis in der Wüste« schließlich ist das Arbeitsbuch zu den 13
Aspekten. Hierin sind die Aspekte und Dornrosas Geschichte ausführlich
beschrieben. Aus dieser Sicht ist es nicht zwingend notwendig, »Das
Maß aller Dinge« ebenfalls zu lesen. Obwohl es natürlich wie alle ihre
Bücher lesenswert ist, keine Frage.
Die Aspekt-Idee lässt sich erweitern, so habe ich mir für dieses Jahr
je eine Rune zu den Aspekten gezogen, die mich begleiten und mir mehr
über sie - und somit über mich - verraten. Da ich den Runen
grundsätzlich noch etwas näher stehe als der Astrologie, habe ich
darin eine für mich äußert fruchtbare Verbindung gefunden.
Bücher bei Amazon bestellen:
Das Maß aller Dinge:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3881043233/wortmagieunda-21
Der Kreis in der Wüste:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3881043349/wortmagieunda-21
Macht und Magie:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3881043004/wortmagieunda-21
(hier nicht vorgestellt; dem Buch sind 49 Symbolkarten beigefügt, die
ihre Magie sehr anschaulich und praktisch verdeutlichen)
Altiti online:
http://www.schlangenberg.at
Ulrike Zauberweib Engelhardt
Shakti-Meditation
Diese Meditation stammt aus dem Kundalini-Yoga. Kundalini kommt von
dem Wort »kundal« und bedeutet »Haarlocke eines geliebten Menschen«.
Das Erwecken des Kundalini ist wie das Entrollen einer Haarlocke,
dabei wird das kreative Potential in jedem Menschen entwickelt.
Shakti ist im indischen Hinduismus das weibliche Prinzip. Wie das Yin
in der chinesischen Philosophie ist es universell überall vorhanden.
In Mann und Frau, Tier und Pflanze, im gesamten Kosmos herrscht dieses
weibliche Prinzip genauso vor wie das männliche.
Shakti gilt als die lebenspendene Kraft im Universum, sie ist die
Kraft, die der gesamten Schöpfung das Leben schenkte. Die Kraft, die
ewig ist. Die Kraft, die die Dunkelheit durchbricht. Die nährende
Kraft der Mutter.
Ausgangsstellung für diese Meditation ist der Schneidersitz.
Als Mudra (symbolische Handhaltung) eignen sich zwei Varianten:
1. Beide Hände liegen im Schoß des Übenden, der rechte Handrücken ruht
in der linken Handfläche, die Daumenkuppen berühren sich.
2. Die Arme sind über der Brust, dem Herzchakra, gekreuzt. Die linke
Handfläche unten, die rechte darüber gekreuzt.
Die Augen sollten geschlossen werden und das Mantra kraftvoll und
monoton aus dem Herzchakra gechantet werden. Dabei sollte man das Herz
vibrieren spüren und nachfühlen können, wie sich der Bauchnabel im
Rhythmus leicht einzieht.
So kann man die Energie von Shakti in sich und um sich herum spüren.
Empfohlene Übungsdauer sind 5, 11 oder 31 Minuten.
Das Mantra hat vier Teile:
1. Ada Shakti, Ada Shakti, Ada Shakti, Namo, Namo. (Shakti wird wie
Schakti gesprochen)
»Vor der Urkraft, die alle Dinge erschaffen hat, verneige ich mich.«
2. Sarab Shakti, Sarab Shakti, Sarab Shakti, Namo, Namo.
»Vor der gesamten Kraft von Shakti verneige ich mich.«
3. Prithum Bagwati, Prithum Bagwati, Prithum Bagwati, Namo, Namo.
(»th« wird wie »t« gesprochen)
»Vor der ursprünglichen Göttin, dem Schwert der Wahrheit, verneige ich
mich.«
4. Kundalini, Mata Shakti, Mata Shakti, Namo, Namo.
»Vor dem Kundalini, der Mutterkraft, verneige ich mich.«
Viel Spaß beim Üben!
Entnommen aus: Yoga für Frauen, Shakta Kaur Khalsa
Musik dazu auf CD erhältlich:
http://www.spiritvoyage.com
artemisathene
Bitten - Beten - Wünschen
In einem Leserinnenbrief von Ibanez wurden wir darauf aufmerksam
gemacht, dass wohl zu wenige Rituale im Schlangengesang vorgestellt
werden würden. Also wollen wir das ändern, nicht jedoch ohne darauf
hinzuweisen, dass Rituale immer nur Vorschläge sein können. Wir
stellen keinerlei festen Anleitungen auf, sondern wollen Rituale als
Anregungen verstanden wissen. Die natürlich 1:1 übernommen werden
können, wenn es sich für dich so richtig und stimmig anfühlt. Doch das
eher übliche Vorgehen soll und darf das Baukastenprinzip sein: nimm
dir, was du brauchen kannst, was sich für dich passend anfühlt.
Modifiziere, baue um, verwandle und verändere, solange bis es für dich
stimmt.
Wunschmagie, Bestellungen im Universum, Bitten und Beten sind nach
meinem Verständnis Synonyme. Bei allen Varianten werden mittels
Ritualisierung höhere Mächte angerufen, mit der Absicht, ein vorher
formuliertes Ziel zu erreichen.
Ritualisierung kann vieles bedeuten: Sich zurückziehen, zur Ruhe
kommen. Die Hände falten, sich hinknieen, einer bestimmten
Himmelsrichtung zuwenden, eine besondere Haltung einnehmen. Musik
auflegen, Kerzen anzünden, Räucherungen durchführen. Einen besonderen
Ort aufsuchen, besondere Kleidung anzulegen, besondere Farben zu
verwenden (Kerzen, Altartuch, etc.). Einem Ritual kann ein mehrtägiges
Fasten vorangehen, eine äußere Reinigung in Form von Großputz und/oder
Ausräuchern der Wohnung. Oder du kannst dich einfach an deine
Göttin/Gottheit wenden, und dein Anliegen vortragen. Ohne weitere
Verzierung, Dekor, Brimborium.
All diese Arten sind legitim und wirkungsvoll. Ein Ritual wird nicht
besser oder schlechter durch das Drumrum. Wichtig ist dabei letztlich
nur, mit dem Herzen, mit der Seele während des Rituals präsent zu
sein. Alles andere sind Hilfsmittel, die tatsächlich eine
unterstützende Wirkung haben (können) - nicht zuletzt deshalb, weil
sich durch die Aufmerksamkeit, die dem Anliegen bereits in den
Vorbereitungen gewidmet wird, der Blick, die Gedanken zentrieren.
Ibanez hat uns erzählt, dass sie ihre Gebete/Rituale mithilfe von
Runen durchführt. Dafür formuliert sie ihren
Dank zunächst aus und schreibt ihn in Runen nieder. Dann schickt sie
das Blatt Papier durch die Elemente und zündet es am Schluss an, bis
es in Asche verwandelt ist. Diese Asche sammelt sie ein und trägt sie
bei sich.
»Durch die Elemente schicken« kann in Form von Anrufungen an Feuer,
Wasser, Luft und Erde bzw. Süden, Westen, Osten, Norden geschehen,
oder durch Vierteilung: ein Teil wird winzig zerrissen und in die Luft
gewirbelt, ein anderer Teil vergraben, der dritte Teil dem Wasser
übergeben und der vierte Teil verbrannt. Besonders für Wünsche ist
dies eine geeignete Methode. Wenn du magst, kannst du für diese Zwecke
ein besonderes Papier verwenden: extra dafür gekauftes oder selber
geschöpftes.
Was »dem Wasser übergeben« angeht: ich bin der Meinung, dass die
Klospülung eine durchaus adäquate Möglichkeit dafür ist, schon aus dem
einfachen Grund, dass dieses Wasser die Kläranlage durchläuft und
somit das Opfer mit keiner weiteren Umweltverschmutzung einhergeht. In
diesem Sinne versteht sich auch bei den anderen drei Teilen, dass es
sich niemals um giftige Substanzen handeln darf und bei der Übergabe
eines z. B. Plastikopfers dieses nicht in der Erde, sondern im
Plastikmüll seinem Element übergeben wird.
Abschließend noch ein kleines Segen- und Dankesgebet, kurz genug, um
sich einzuprägen (falls gewünscht), lang genug, um eine gewisse
Feierlichkeit zu verbreiten. Ich habe es Ende 2003 erschaffen.
Göttin, ich danke Dir für Dein Erscheinen,
Dein Verweilen in meinem Leben,
für Deinen liebevollen Segen,
dass Du bei mir bist auf meinen Wegen.
Ich bitte Dich, Göttin, für mich und die meinen,
mögest Du weiter bei uns hier verweilen.
Segne unsre Lebensräume,
wo wir wohnen, wirken, weilen,
Gedanken und Gefühle teilen.
Öffne meine Sinne, nimm Dich wahr durch mich:
was Du auch durch mich erblickst,
bist Du, bin ich, für Dich und mich.
In Deinem Schoß bin ich geborgen,
gestern, heute und auch morgen.
Ulrike Zauberweib Engelhardt
Feuerweiberkunst Blog -
http://feuerweiberkunst.twoday.net
Blogs schießen ja nach wie vor wie Pilze aus dem Boden - doch bei
diesem handelt es sich um etwas wirklich Besonderes. Ins Leben gerufen
wurde die FeuerweiberKunst von Aine, der Baumkriegerin (baumkriegerin.twoday.net)
und bereits nach einer Woche hatten sich 10 Weiber mit ihrer Kunst,
ihren Werken vorgestellt. Kunst meint hier sowohl Wort als auch Bild.
Spirituell und politisch. Feministisch und persönlich. Es ist ein
wundervolles »Bilderbuch« entstanden, voller Leben und Energie, voller
Liebe und Weisheit. Darin zu blättern, zu versinken, ist immer wieder
ein Erlebnis.
Ulrike Zauberweib Engelhardt
Die Sonne, der Mond - oder umgekehrt?
Diana, Artemis, Arianrhod, Isis, Maria und unzählige andere sind als
Mondgöttinnen bekannt. Der weibliche Zyklus entspricht etwa dem
Mond-Zyklus, die Große Göttin bzw. Triadengöttinnen in all ihren
Aspekten erinnern an die Mondphasen zu-, Voll- und abnehmender Mond.
Attribute wie »weiblich, Nacht, Unterbewusstes, Traum, Wasser« werden
dem Mond zugeschrieben, hingegen »Feuer, Kraft, Löwe, Held, König«
sind eher Eigenschaften, die der Sonne zugeordnet sind.
So ist es nur naheliegend, wenn z.B. unsere französischen Nachbarn »la
luna« als Mondin betrachten und »le sol« als Sonner. Bei uns ist es
jedoch umgekehrt: es heißt DIE Sonne und DER Mond, was zuweilen zu
kleinen Glaubenskriegen ausarten kann. Ist nun Mond oder doch Mondin
»richtig«? Wurde die Sprache benutzt, um Göttinnenspiritualität zu
verdecken, oder müssen wir einfach andere Zusammenhänge finden?
Gerda Weiler hat mir in ihrem - leider etwas langatmigen - Buch »Ich
brauche die Göttin« neue Aspekte geliefert, die ich hier ein bisschen
ausspinnen möchte:
Sonnengöttinnen sind ja nicht gänzlich unbekannt, wie z. B. die
japanische Amaterasu (s. Schlangengesang Nr. 10) oder - näher - die
germanische Sol/Sunna (Schwester von Mani-Mond) zeigen. Die Sonne ist
das Zentrum unseres Sonnensystems (!), um sie dreht sich alles, sie -
ihre Wärme, ihr Licht - machen das Leben auf unserem Planeten
überhaupt erst möglich. Was ist also für Pandea so abwegig, die Göttin
mit der Sonne zu verbinden?
Wenn wir jetzt schon mal bei Sonne = Göttin angelangt sind, spinnen
wir den Gedanken weiter: durch Parthogenese hat sie sich selber
befruchtet und unser Sonnensystem geboren - soweit stimmt der Mythos
in etwa mit der wissenschaftlichen Deutung überein. Diese Geburt ist
aber etwas Einmaliges aus unserer Sicht. Die hier vonstatten gehenden
Zyklen sind derart lange, dass wir in diesem Zusammenhang getrost von
»ewig« reden dürfen.
Dennoch können wir regelmäßig eine solche Geburt erleben: nämlich
immer dann, wenn der Mond als schmale Sichel wieder neu am Himmel
erstrahlt. Er wächst heran, wird prall und rund, und gibt sich in
seiner zweiten Lebenshälfte wieder hin. Am Ende stirbt er. Der
Kreislauf beginnt von Neuem.
Steckt hier nicht auch ein sehr bekannter Mythos verborgen? Die
Sonnen-Göttin gebiert den Mond-Gott, mit dem sie sich an Voll-Mond zur
Heiligen Hochzeit vereinigt. Danach lassen die Kräfte des Mond-Gottes
nach. Er stirbt - um nach drei Tagen wiedergeboren zu werden,
aufzuerstehen. Der Kreislauf beginnt von Neuem.
Egal ob eine nun die Variante mit der Parthogenese oder der Heiligen
Hochzeit bevorzugt - beides wäre in diesem Bild möglich. Der Mond-Gott
ist jedoch in jedem Fall ein »matriarchaler Gott«, kann nur in
Abhängigkeit von und durch die Göttin existieren. Wenn dieser
Gedankengang weitergesponnen wird, kommen Verbindungen zur heutigen
Gleichsetzung »Mond = weiblich« zutage und zeigen auf, wie die
Bedeutung mancher Begriffe durch das Patriarchat pervertiert wurden:
»Abhängigkeit« ist im patriarchalen Sinne oft mit »Unterdrückung«
verbunden, im matriarchalen Sinne war hier aber eher eine innige
Verbindung zwischen Mutter/Sohn-Geliebten gemeint. Ebenso die
»Hingabe« - im Patriarchat von den Frauen (Mond) gefordert,
tatsächlich ist es jedoch der Mann (Mond), der beim Geschlechtsakt
sich/etwas der Frau »hingibt«.
Ich werde trotz dieser für mich neuen Erkenntnisse bei der
altbewährten »Mondin« bleiben. Dennoch hilft mir dieser Blickwinkel
sehr dabei, auch dem Gott bzw. einem männlichen Aspekt in meinem
Glauben einen Platz einzuräumen. Und vielleicht kann dieser Bericht ja
beitragen, das eine oder andere Streitgespräch zum Thema Mondin/Mond
zu schlichten.
Ulrike Zauberweib Engelhardt
Die Göttin und ich
Ich möchte gerne mit euch teilen, was die Göttin mir bedeutet und wie
sie sich mir zeigt und offenbart. Dies mag vielleicht auch daher
interessant für euch sein, weil ich ein Mann bin, zu dem die Göttin
kam.
Meine Kindheit und Jugend war sehr anstrengend und schmerzlich.
Scheidung, unkontrollierte Gewalt, Weinen bei Nacht. Ich verstand
nicht wie so etwas nur mit meiner Familie und mir geschehen konnte.
Warum sollte so etwas »normal« sein? Bei einer
protestantisch-lutherischen Mutter aufwachsend und eine katholische
Grundschule besuchend, betete ich zum christlichen Gott um Antwort.
Doch er schien mich nicht zu hören. Ich bekam keine Antwort. Es
geschah einfach gar nichts und ich fühlte mich nun noch mehr
alleingelassen und ungeliebt als zuvor. Wenn es ihn gab und er
wirklich so gütig und gerecht war, warum tat Gott nichts? Oder war
mein Leben so gerecht, wie es war und ich verstand es bloß nicht? Ich
wusste es nicht. Enttäuscht und zurückgelassen kündigte ich dem
christlichen Gott die Freundschaft. Er hatte sich mein Vertrauen
verspielt. Das einzige »christliche« was ich tat, wann immer ich eine
katholische Kirche betrat, war es, Maria, der Mutter Gottes, eine
Kerze anzuzünden. Sie schaute so mild, so sanft und die vielen roten
Lichter gaben mir Frieden und Trost. Seitdem war ich auf der Suche,
beschäftigte mich mit asiatischen Religionen, die zwar interessant,
doch fremd für mich waren. Als ich dann eines Tages durch ein
Buchgeschäft schlenderte, stach mir ein Buch aus einem Regal ins Auge.
Ich laß den Titel. Es ging um Hexen, Kräuter und... heidnische
Göttinnen! Irgendwie war ich in keiner Weise erstaunt darüber zu
lesen. Vielmehr war es ein »Na, endlich!«, das mir durch den Kopf
ging. Ich kaufte das Buch. Schon bei den ersten Anrufungen, den ersten
Zaubern, spürte ich, dass ich gehört wurde. Ich spürte die Gegenwart
der Göttinnen deutlich um mich herum und erhielt endlich die Klarheit,
die Kraft und die Stärke, um die ich schon so lange gebetet hatte.
Seit diesem Tage wandele ich auf den alten Wegen. Von den
Vorstellungen der Feentradition der Hexenkunst und von Zsuzanna E.
Budapest stark beeinflusst, sehe ich die Große Göttin, die Allmutter,
als alles umfassende, alles gebärende und alles beinhaltende Gottheit.
Sie ist die Erde unter meinen Füßen, die Luft, die ich atme, die
Wälder und Felder, die Sterne, ja, das ganze Universum. Sie ist auch
meine Knochen, mein Leib, mein Blut, denn ich bin, wie alles, ein Teil
von ihr. Wohin ich mich auch wende, wohin ich auch schaue, was immer
ich riechen oder schmecken mag, immer ist es die Göttin, die ich
wahrnehme.
Unsere wunderschöne, lebendige Erde ist ein Teil, ein Aspekt von ihr.
Diesem lebenden Organismus, den manche Gaia nennen, gebührt meine
Hingabe und mein Wirken. Indem ich zum einen Recycling und
Naturschutz, zum anderen meine FreundInnen und meine Gemeinschaft
unterstütze, diene ich ihr. Indem ich die Jahreszeiten und die
Entwicklungen um mich und in mir feiere und anerkenne, bringe ich
Liebe und Freude in die Welt. Indem ich das Wissen und die Weisheiten
unserer Spiritualität an meine FreundInnen weitergebe, unterstütze ich
ihr Wachstum. Auch (oder vor allem?) ist die Göttin für mich ein
Symbol der Werte und Vorstellungen, die ich als meine erkannt habe. So
sind es Begriffe, wie Teilen, Mitteilen, Anteilnehmen, Annehmen,
Freude und wahrer Wohlstand, die ich mit ihr verbinde. Es sind
matriarchale Konzepte, wie beispielsweise die Einheit aller Dinge,
Basisdemokratie, Konsensfindung, Bejahung der Vielfalt, das Leben in
Clans/Großfamilien, die ich befürworte, die sich für mich in ihr
Ausdrücken.
Doch sie ist mehr als ein Konzept, mehr als ein Symbol. Sie ist für
mich eine liebende, unterstützende Mutter und Freundin, die mir stehts
tatkräftig unter die Arme greift; mich in den Arm nimmt, wenn ich
traurig bin und mit mir tanzt, wenn mein Herz vor Freude fasst zu
bersten scheint - und dies sind keine Methaphern, sondern Tatsachen!
Ich muss nicht an die Göttin »glauben«, sondern erleben sie und ich
bin überglücklich, dass wir uns gefunden haben.
Wittiko
Netze weben
Spendenaufruf: Waris Dirie Foundation
»Wäre Genitalverstümmelung ein Männerproblem, dann wäre alles längst
erledigt.« sagt Ms. Waris Dirie auf der Website Ihres neuen Projekts
Waris Dirie Foundation (http://www.waris-dirie-foundation.com)
gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM; Female Genital Mutilation).
FGM ist leider auch in Europa ein grosses Problem und bis zu 500 000
Mädchen und Frauen sind in der Europäischen Union von
Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht.
Ms. Waris Dirie hat die 15 wichtigsten Ziele im Waris Dirie Manifest
zusammengefasst:
The Waris Dirie Manifest
Meine 15 Ziele
Ich will, dass...
1. alle Menschen in Europa Genitalverstümmelung als gemeinsames
Problem erkennen, vor dem man nicht mehr die Augen verschließen kann,
2. sich jede Religionsgemeinschaft laut und deutlich gegen
Genitalverstümmelung ausspricht,
3. jedes Opfer von FGM, das Hilfe braucht, auch Hilfe bekommt,
4. alle Regierungen Europas Bestimmungen erlassen, die Mädchen vor
Genitalverstümmelung schützen; in Europa und auf der ganzen Welt,
5. alle Regierungen Europas Gesetze verabschieden, nach denen Täter,
Täterinnen und ihre Helfer gerecht bestraft werden können,
6. jede Entdeckung einer Verstümmelung bei Minderjährigen einem
Staatsanwalt gemeldet werden muss,
7. alle Länder Europas Genitalverstümmelung als politische Verfolgung
werten und als Asylgrund anerkennen,
8. alle darüber aufgeklärt werden, dass es sich bei
Genitalverstümmelung nicht um eine kulturelle Tradition, sondern um
ein Verbrechen handelt,
9. alle Opfer von Genitalverstümmelung endlich sensibel und menschlich
behandelt werden,
10. alle, die im Gesundheitssystem arbeiten, über FGM informiert sind
und wissen, wie sie mit den Opfern umgehen sollen und ihnen helfen
können,
11. jede Frau, die es wünscht, gratis rückoperiert und dabei
psychologisch betreut wird,
12. endlich offen über Genitalverstümmelung gesprochen werden kann,
13. alle FGM-Hilfsorganisationen endlich an einem Strang ziehen und
sich auf gemeinsame Ziele einigen,
14. allen FGM-Hilfsorganisationen endlich genug Geld zur Verfügung
gestellt wird, damit sie wirksam arbeiten können,
15. alle Menschen in Europa meinen Traum vom Ende der
Genitalverstümmelung in die Tat umsetzen.
Helfen Sie uns durch Überweisung eines beliebigen Betrages an:
Waris Dirie Foundation
Bank Austria Creditanstalt Kto.-Nr.: 50333 903 555, BLZ: 12000
IBAN: AT 30 1200 0503 3390 3555, BIC: BKAUATWW
Deutschland: Dresdner Bank, Kto.-Nr.: 40 55 64000, BLZ: 500 803 00
Weitere Informationen auf den Seiten der Waris Dirie Foundation:
http://www.waris-dirie-foundation.com
Ash

Kalender
Der Schlangengesang – Göttinnenkalender
Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren
vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten
aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es
gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber
deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das
Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine
Lebensaufgabe.
Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und
Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen.
Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer
gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu
eingeladen.
artemisathene
Feiertage im September 2005
Im antiken Griechenland fallen in unseren September die Mondmonate
Metageitnion und Boedromion. Boedromion wurde benannt nach dem Gott
Apollon als Helfer in der Not. Einer Quelle zufolge hieß der Monat
auch Demetrion nach der Göttin Demeter, deren Fest der Eleusinischen
Mysterien in diesem Monat gefeiert wurde.
Im römischen Reich hieß dieser Monat September, der siebte Monat nach
dem alten Jahresbeginn im März. Er soll dem Gott Vulcan geweiht
gewesen sein.
Im germanischen Sprachgebiet hieß der Monat Scheiding, von shei =
trennen, scheiden. Er zeigt das »Scheiden« des Sommers an und ist der
Monat der Obsternte.
Um den 30. September fand auch das Ernte-Dankfest statt.
Es gibt aber auch die Monatsbezeichnungen: Holmonat das bezieht sich
auf das Holzholen für den Winter, Herbitsmânoth ( der erste
Herbstmonat), Halegmanoth (althochdeutsch) Herbstmond und Überherbst
sind Namen neueren Datums, denn sie weisen auf die Jahreszeit Herbst.
Herbsting zeigt auf das Thing das in diesem Monat Brauch war.
Früchtemonat, Obstmond oder Vollmonat beziehen sich auf die
reichhaltige Ernte der Herbstfrüchte.
Wildmond erinnert an den Beginn der Jagdzeit, Saumond an das Treiben
der Schweine in den Wald zur Eichelmast.
Silmand und Seelenmonat - der neunte Jahresmonat war der Opfermonat
und diente dem Gedenken der Verstorbenen.
13. September: Steinbock, zunehmender Mond:
Bankett zu Ehren der kapitolinischen Trias in Rom: Juno, Minerva und
Zeus). (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: (1), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
14. September: Steinbock, zunehmender Mond:
Lichtfest im alten Ägypten. Vor den Statuen der Götter und der
Verstorbenen wurden Feuer entzündet, die die ganze Nacht hindurch
brannten. Möglicherweise als Wegweiser für die Seelen der
Verstorbenen, damit es ihnen dadurch möglich war, die Lebenden zu
besuchen.
Quelle: (7), http://paganinstitute.org/e-sacred_times.html
17. September: Fische, zunehmender Mond:
Byzantinisches Fest zu Ehren der Heiligen Sophie, der Göttin der
Weisheit und ihrer drei Töchter: Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe.
Quelle: http://paganinstitute.org/e-sacred_times.html und http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
18./19. September = 15. Boedromion: Fische, Vollmond/ Widder,
abnehmender Mond:
dieses Jahr: Beginn der großen Eleusinischen Mysterien in
Griechenland. Dieses 9tägige Mysterien-Fest um die Legende von Demeter
und Persephone hatte die Aufgabe den Teilnehmenden die Angst vor dem
Tod zu nehmen und sie am Mysterium von Tod und Wiedergeburt teilhaben
zu lassen. (siehe Schlangengesang 1/03)
Quelle für das Datum: http://www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/695.4.Metageitnion.html
23. September: Zwillinge, abnehmender Mond:
Fest der Göttin Latona (lateinischer Name der griechischen Göttin Leto),
Mutter der Zwillinge Artemis und Apollon.
Quelle: http://www.novaroma.org
26. September: Krebs, abnehmender Mond:
Festtag der Venus Gen(e)trix, der Stammmutter Roms durch ihren Sohn
Äneas. (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: http://www.novaroma.org und http://de.wikipedia.org/wiki/Venus
(Mythologie)
30. September/1. Oktober = 27. Boedromion: Löwe, abnehmender Mond/
Jungfrau, abnehm.
In Griechenland: Opfer zu den Nymphen, zu Acheolus (giechischer
Flussgott und Herrsche über alle Flüsse), Alochus (?), Hermes
(Götterbote) und Gaia (Erdmutter) in Erchia und zu Athene und Teithras.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
September/Oktober (Aswayuja): Durga Puja: Fest zu Ehren der indischen
Göttin Durga. Das Fest dauerte 9 Tage in Anbetracht der 9
Erscheinungsformen der Göttin. (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: http://www.divya-jyoti.de/Kalender/text_Religi%C3%B6se%20Feste.htm
Ende September (genauer Termin war leider nicht feststellbar): Fest
der ägyptischen Göttin Hathor.
Quelle: http://www.land-der-pharaonen.de/Wissenschaften/body_wissenschaften.html
Ebenso ohne festes Datum, wahrscheinlich um den 29./30. September:
Wotanstag, mit dem Erntefest und Wodansblot im germanischen
Kulturkreis. Es ist Zeit, dass man Besuch von Wodan erwarten kann, der
überprüft ob man bereit ist den neuen Reichtum auch zu teilen. Es wird
ein Bierfest veranstaltet, Tisch und Raum werden mit Hopfenblättern
geschmückt.
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder
auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen
belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren
kann, wäre ich sehr dankbar: 22.9. Fest der Seegöttin (Sedna?) bei den
Eskimos, 27.9. Varuni (Indien)
Quellenangaben:
(1) Ovid Fasti,
(2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) http://www.novaroma.org,
(4) http://www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene
Feiertage im Oktober 2005
Der Oktober teilte sich im antiken griechischen Kalender auf die
Mondmonate Boedromion und Pyanepsion auf. Der Name Pyanepsion kommt
vom gleichnamigen Fest zu Ehren der Göttin Artemis und ihres Bruders
Apollon sowie der Horen (Personifikationen der Jahreszeiten).
Im römischen Kalender war der Oktober der achte Monat nach dem alten
Jahresbeginn im März.
Der alte Name dieses Monats im germanischen Sprachraum wird als
»Gilbhart« angegeben. Es bezeichnet die Zeit des Welkens und Vergehens
des Laubes. Etymologisch ist anzunehmen, dass sich Gilbhart aus den
Bezeichnungen gilb = gelb und hart = viel, sehr zusammensetzt.
30. September/1. Oktober = 27. Boedromion: Löwe/Jungfrau, abnehmender
Mond:
In Griechenland: Opfer zu den Nymphen, Gaia (Erdmutter) in Erchia und
zu Athene.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
1. Oktober: Jungfrau, abnehmender Mond:
Fest der römischen Göttin Fides, der Göttin der Treue
Quelle: (4)
Ebenso Festtag der römischen Göttin Juno Sororia: es war sohl ein Fest
zur Einweihung der jungen Mädchen ins Frau sein. Ein Pubertätsfest für
die Mädchen Roms.
Quelle: (3), http://students.roanoke.edu/groups/relg211/minor/festivals.html
2.Oktober: Waage, Schwarzmond:
Marawu: Zeremonie der Frauenbünde der Hopi-Indianer: Fest für
Fruchtbarkeit und Heilung.
Quelle. http://bauerw.tripod.com/indianer/hopi.htm#hopi_zeremonien
3. Oktober: Waage, Neumond:
Ieiunium Cereris: römisches Fest zu Ehren der römischen Göttin Ceres.
Der Ritus geht auf Anweisungen in den Sibyllinischen Büchern zurück
und ist daher sicherlich eher griechischen Ursprungs. An diesem
Festtag wurde gefastet.
Quelle: http://societasviaromana.org/Collegium_Religionis/caloct.php
5. Oktober: Waage, zunehmender Mond:
Öffnung des Mundus Cereri: Die »Welt der Ceres«, ein Erdspalt auf dem
Forum Romanum, der nur dreimal jährlich geöffnet wurde und einen
Eingang zur Unterwelt darstellte. Diese Öffnung zur Unterwelt steht
sicherlich im Zusammenhang mit Proserpinas Winterhalbjahr in der
Unterwelt.
Quelle: (3)
Ebenso an diesem Tag: »Fest der alten Weiber« in Litauen.
Quelle: Bericht von Einheimischen.
9. Oktober: Schütze, zunehmender Mond:
Fest der Fausta, vergöttlichte Frau des römischen Kaisers Constatin
und Fest der Felicitas, der Göttin des Glücks sowie der Venus Victrix,
der Göttin des Sieges in Rom.
Quelle: http://societasviaromana.org/Collegium_Religionis/caloct.php
9./10. Oktober = 6. Pyanepsion: Schütze/Steinbock, zunehmender Mond:
Proerosia: Übersetzt heißt dieses Fest »Einleitung zum Pflügen« und
ist ein landwirtschaftliches Fest der Göttin Demeter in Eleusis. Mehr
dazu im schlangengesang 5/04
Quelle: (6)
10./11. Oktober = 7. Pyanepsion: Steinbock, zunehmender Mond:
Pyanepsia: Fest der herbstlichen Früchteernte in Griechenland und
bitte um den göttlichen Segen für die Aussaat. Es war ein Fest zu
Ehren Apollons, Helios (Sonnengott) und der Horen
(Jahreszeitengöttinnen).
Quelle: (5), (6)
10. Oktober: Steinbock, zunehmender Mond:
Fest der Juno Moneta, einer römischen Göttin, der »mahnenden,
warnenden« Juno. Sie galt als Beschützerin der Stadt gegen Überfälle
von Feinden, war aber auch Schutzherrin der Münzprägestätte in Rom.
Ihr Tempel war gleichzeitig auch Prägestätte. Sie hat einen weiteren
Festtag am 1.Juni.
Quelle: (3), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
10./11. oder 11./12. Oktober = 7.oder 8. Pyanepsion:
Steinbock/Wassermann, zunehmender Mond:
Oskhophoria: ein Traubenernte und Traubenkelterfest. In erster Linie
war es ein Fest des Gottes Dionysos, aber auch Apollon und die Athene
Skira bzw. die Göttin Skira wurden bei diesem Fest verehrt. Die
Geschichte des Theseus und der Ariadne, bzw. der Mythos vom Minotauros
spielte im Verlauf des Festes eine wichtige Rolle.
Quelle: (5), (6)
11. Oktober: Steinbock, zunehmender Mond
Meditrinalia: Festtag der römischen Göttin Meditrina, Göttin der
Gesundheit und des Weines. (siehe Text im schlangengesang 05/4)
Quelle: (3)
11.-14.Oktober: Durga Puja: Fest der indischen Göttin Durga. Je nach
Region konnte dieses Fest zwischen 2 und 9 Tage dauern.
Quelle: http://www.durga-puja.org/durga-puja-calendar.html
12. Oktober: Wassermann, zunehmender Mond:
Augustalia: Fest der Fortuna Redux: römische Göttin der glücklichen
Heimkehr nach Reisen, Abenteuern oder Feldzügen. Mehr dazu im
schlangengesang 5/04
Quelle: http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
und http://www.novaroma.org/calendar/october.html.de
12./13. Oktober = 9.Pyanepsion: Wassermann, zunehmender Mond:
Stenia: In Eleusis und Alimountas stattfindendes nächtliches Fest zu
Ehren der Göttinnen Demeter und Persephone. Es war der Auftakt zu den
Tesmophorien und nur Frauen vorbehalten. (siehe Text schlangengesang
5/04)
Quelle: (5), (6)
13. Oktober: Wassermann, zunehmender Mond:
Fontinalia: Fest zu Ehren des Gottes Fontus, Sohn des Janus und der
Nymphe Juturna. An diesem Tag wurden die Quellen Roms besucht und mit
Blumen geschmückt und ein Weinopfer wurde dargebracht. Man dankte den
Quellgöttern und Quellgöttinnen für die Heilkraft des Quellwassers.
Quelle: (7), http://www.ancientworlds.net/aw/NewsStory/194879
14./15. Oktober - 16./17. Oktober = 11.-13. Pyanepsion: Thesmophorien:
Feier zu Ehren Demeters und Persephones zu Beginn der Saatzeit (Sporetos).
Die Feierlichkeiten waren auf Frauen beschränkt und gehörten zum
Bereich der weiblichen Mysterien. (siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: (5), (6)
17. Oktober: Widder, Vollmond:
Lakshmi-Puja: zum Vollmond nach dem Durga-Fest feiern die Hindus
zuhause das Fest der Mutter-Göttin Lakshmi. Sie laden dazu ihre
Nachbarn ein und beten zu Lakshmi um Gesundheit und Wohlstand. Die
Hindus glauben, dass Lakshmi zu diesem Vollmond die Häuser der
Menschen besucht.
Quelle: http://hinduism.about.com/library/weekly/aa100900a.htm
27.Oktober: Löwe, abnehmender Mond:
Owagit: Heilungszeremonie der Hopi-Indianer-Frauen
Quelle: http://www.wilsonsalmanac.com/book/oct27.html, http://www.geocities.com/sacredsanctuary/Hopi.html
29. Oktober - 2. November: Isia: Fest der ägyptischen Göttin Isis in
Rom. Früher war dieses Fest vom 13. bis 16.November gefeiert worden.
In der späteren Zeit des römischen Reiches wurde das Fest vorverlegt.
(siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
Dann gibt es noch zwei nicht näher spezifizierte Feste im Oktober:
Apaturia: Opfer zu Ehren des Zeus Phratios und der Athena Phratia.
Gefeiert wurde in Athen und bei den Ioniern.
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder
auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen
belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren
kann, wäre ich sehr dankbar:
Quellenangaben:
(1) Ovid Fasti,
(2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) http://www.novaroma.org,
(4) http://www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene
Feiertage im November 2005
Im Jahreskreis der alten Griechen teilten sich die Mondmonate
Pyanepsion und Maimakterion die Zeit unseres Novembers. Der Name
Maimakterion war von einem Beinamen der Zeus hergeleitet und bedeutete
soviel wie der zürnende, tobende Zeus. Das Fest mit gleichem Namen (Maimakteria)
stand für den Winteranfang, ein genaues Datum dafür ist aber nicht
überliefert.
Der November ist im römischen Kalender der neunte Monat des Jahres.
Begonnen wurde die Zählung mit dem März.
Nebelung war die germanische Bezeichnung für den Monat November. Damit
wird ein nebel- und windreicher Monat bezeichnet. Die Indogermanische
Sprachwurzel Nebh bezeichnet Feuchtigkeit, Dunst und Nebel.
1. November: Waage, abnehmender Mond:
Tag der Banschees, der Geister aus der Anderswelt in der keltischen
Religion. In Irland wird noch teilweise ein Brauch dazu zelebriert.
Man legt den Verstorbenen Äpfel auf die Gräber als Symbole für den
ewigen Kreislauf aus Geburt - Tod - Wiedergeburt. Banshee kommt
etymologisch von ban = Frau und sidhe = Fee.
Quelle: Edain Mccoy: Die keltische Zauberin
Geburtstags-Fest der schottischen Göttin Cailleach. Ihre Herrschaft
als Wetter- und Sturmgöttin, Zerstörerin und wilde Furie, die jedes
aufkeimende Frühlingsblatt mit ihrem Zauberstab zu zerstören sucht,
beginnt am ersten November. Sie endet, je nach Überlieferung an Imbolc,
2.Februar, oder sogar erst an Beltane, 1.Mai.
Quelle: http://www.caerclud.vscotland.org.uk/cailleach.html und
http://www.mysteriousbritain.co.uk/folklore/calleach.html
wohl auch Festtag einer schottischen Göttin mit Namen Nicneven. Als
Totengöttin reitet sie ähnlich wie Hel in den dunklen Monaten durch
unsere Welt um Seelen einzusammeln.
Quellen: einzige Quellen, unsicherer Qualität: http://www.jbbb.de/cerridwen/panthe02.html
und http://www.beepworld.de/members7/rawenna/rituale.htm
1./2. November, 29. Pyanepsion oder 2./3. November, 30.Pyanepsion:
Waage, abnehmender Mond / Schütze, Schwarzmond / Neumond
Khalkeia: griechisches Fest für den Schmiedegott Hephaistos und die
Göttin Athene Ergani. Es war ein Fest der Handwerker, der
Waffenschmiede aber auch der Weber (Ergastinai), die an diesem Tag mit
der Arbeit an dem Peplos begannen, das Athene an den Panathenaien zum
Geschenk gemacht wurde.
Quelle: http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
und http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
13.November: Widder, zunehmender Mond:
Festtag der römischen Göttin Feronia. Sie war die Göttin der Wälder,
Heilquellen und Heilkräuter. (siehe Göttinnen-Text)
Quelle: http://imperiumromanum.com/religion/antikereligion/feronia_01.htm
und Barbara Hutzl- Ronge Feuergöttinnen und Sonnenheilige
13.-16. November: Isia: Fest der Aussaat und des Keimens im alten
Ägypten und in Rom vor der Kaiserzeit. (siehe auch Oktober)
Quelle: Vera Zingsem - Göttinnen großer Kulturen
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder
auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere
Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und
zitieren kann wäre ich sehr dankbar:
1. 11. Pomona, römische Apfelgöttin, 6. 11. Göttin Tiamat, 16. 11.
Nacht der Göttin Hekate bzw. der Diana Lucifera, 18. 11. Ardvi-Sura
Anahita, persische Göttin, 28. 11. Sophia
artemisathene
Das Fest der Venus Genetrix in Rom
Durch die Eroberung Griechenlands durch die Römer begann der Mythos
der göttlichen Herkunft des römischen Volkes von der Göttin Venus.
Nach der Äneas-Sage in der Vergil das Ende Trojas und die Flucht des
Abkömmlings der Liebesgöttin nach Latium beschreibt, entwickelt sich
ein Kult um die Venus Genetrix = »die den Stamm hervorbringende«.
Caesar treibt diesen Kult schließlich auf die Spitze, er führt sein
Geschlecht der Julier (angeblich war Julus ein Sohn des Äneas) auf die
Leibesgöttin zurück und baut 46 v.u.Z. der Venus Genetrix einen
Tempel. Dieser war völlig überdimensioniert und bombastisch
ausgestaltet. Darin ließ er eine Statue seiner Geliebten Kleopatra
aufstellen die mit den Symbolen der ägyptischen Göttin Isis
ausgestattet war. Wahrscheinlich eine auf einem hochlehnigen Thron
sitzende Frau mit den Symbolen der Gestirne. Auch Kaiser Hadrian hat
ihr 135 n.u.Z. einen Doppeltempel mit der Stadtgöttin Roma gebaut, von
dem heute noch die Grundmauern in der Nähe des Kolosseums zu sehen
sind.
Die zur Tempelgründung eingeführten Feiern wurden von elftägigen
Spielen begleitet. Sie fanden um den 26. September herum statt.
artemisathene
Veranstaltungen
Göttin-Begegnung am Bodensee
Göttin-Begegnung am Bodensee geplant am 17./18./21. 9. muß leider
ausfallen.
Ausstellung »aus Ton und Holz« am 24./25. September 2005
Litzelbergstr. 12, Güttingen (Radolfzell am Bodensee)
Eröffnung: 14 Uhr
Anfahrt (ab Autobahnausfahrt Radolfzell): Richtung Stockach, nach etwa
500m Güttingen, der Hauptstraße bis zum Ortsende folgen, dort (Byfangweg)
scharf links und bergauf ...
Claudia Schäffer materialisiert mit ihren Göttin-Figurinen
jahrtausendealte Symbolkraft.
htp://www.Goettin-Figurinen.net
Sa: Intro von Ines Happle-Lung + Robert um 15 bis 15.30; Klang (Andi
und Julius, Luzern) und dann ab 18 Uhr easy listening / live music

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