Rundbrief für Göttinnen- Spiritualität

Hallo ,


Herzlich Willkommen zur neunten Ausgabe des Schlangengesangs.

Wenn es immer einen geraden und direkten Weg zum Ziel gäbe, wäre das Leben langweilig.
Auf den gewundenen und verschlungenen Pfaden ist es viel aufregender und interessanter -
wenn wir offene Augen und Herzen haben. (aus Lilias Buch der Schatten)


Dank der unberechenbaren Technik (u.a. Ausfall von dsl) war die Vorbereitung dieser Ausgabe wirklich aufregend für uns. Passend zum Thema Labyrinth schlugen wir ungewöhnliche Wege ein, verirrten uns aber nicht, und so ist diese Ausgabe mit leichter Verspätung fertig geworden. Wir wünschen dir, dass du nicht nur beim Lesen, sondern auch in deinem Leben, den roten Faden immer wiederfindest.

Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
das Schlangengesang-Team
Andrea, ArtemisAthene, Caitlin, Elea, Gwenhwyfar, Hannibal, jana, Karmindra, Lilia, Markus, Mooncraft, Silver, Temkes, Zauberweib

 



Inhaltsverzeichnis

Göttin:
- Bona Dea, die "gute Göttin"


Pflanzen:
- Christrose

Labyrinth:
- Im Labyrinth- Ortstagebuch
- Das Labyrinth - Gedanken und Erfahrungen
- Minotaurus - was steckt dahinter?

Praktisches:
- Ein kretisches Labyrinth zeichnen

Aufgelesen:
- Frauen-Gedenk-Labyrinth
- Buchrezension: Ilse M. Seifried, Das Labyrinth oder Die Kunst zu wandeln

Netze weben:
- Aufruf in eigener Sache
- Kontaktanzeigen

Kalender:
- Feiertage
- Gebet an Tellus Mater und Ceres
- Anthesteria - das Fest der Blüten
- Kalender: Januar
- Kalender: Februar
- Kalender: März

- Veranstaltungen

Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden


 



Göttin: Bona Dea, die "gute Göttin"

Herkunft:
Römische Göttin, wahrscheinlich eine Verschmelzung aus der griechischen Göttin Agathe Theos und einer alt-italischen Göttin (eventuell Fauna, Ops oder Maia). Ihr Name ist geheim gehalten worden, weshalb sie nur als "Bona Dea", die gute Göttin bekannt ist. Manchmal wird sie als Damia bezeichnet, aber dazu gibt es keine Deutung.
Ihr Kult war allein Frauen vorbehalten. Bona Dea sollte den Frauen Fruchtbarkeit gewähren und sie war eine heilende Göttin: ihr zugeordnet waren alle Heilpflanzen- und Kräuter. Es gibt auch Berichte wonach Sie eine Göttin der Vorsehung und Prophezeiung sein soll. Ihr Kult bestand wahrscheinlich seit dem 3. Jh.v.u.Z.

Feiertag und Heiligtümer:
Das Fest der Bona Dea wurde Anfang Dezember im Haus eines hohen Beamten gefeiert. Es waren nächtliche Kulthandlungen, die von Frauen unter Beteiligung der Vestalinnen stattfanden. Männer hatten keinen Zutritt. Die Frau des Magistrats übernahm die Funktion des Staatlichen Aufsehers, da die Zeremonie pro populo = für das Volk abgehalten wurden. Durch viele Votiv-Gaben weiß man, dass die Bona Dea besonders beliebt bei Sklavinnen war. Diese durften an der nächtlichen Feier allerdings nicht teilhaben, außer als Musikantinnen.

Auf dem Aventin entstand im 1. Jahrhundert v.u.Z. ein Tempel, sub Saxum, das heißt unter dem Felsen der Auguren (Vogelschau deutende Priester). In diesem Tempel wurden Schlangen gehalten und Heilkräuter gelagert. Ebenso gab es in Trastevere (Rom) einen Tempel und wahrscheinlich ein gemeinsames Heiligtum mit dem Gott der Heilkunst Aesculapius auf der Tiberinsel. Die Priesterin der Bona Dea hieß Damniatrix.

In Süditalien gibt es einige Kultstätten der Bona Dea, häufig wird sie mit lokalen Schutz-Göttinnen vermischt und bekommt Namen wie: Fauna, Fatua, Fenta Fatua und Fenta Fauna.

Kult:
Durch die Geheimhaltung der Riten, kann man heute wenig über den Ablauf einer Feier sagen. Sicher ist folgendes: der Kultraum wurde mit Weinlaub geschmückt, der Kopf der Statue der Bona Dea wurde mit Weinblättern zugedeckt. Myrten wurden aber entfernt (siehe Legenden zur Bona Dea). Eine Sau diente als Opfertier = Damium. Wein, Tanz und Musik haben wohl eine große Rolle gespielt (siehe Skandal).
Die jüngeren (unverheirateten) Frauen waren nur am Beginn der Feierlichkeiten dabei, sie wurden belehrt und eingewiesen in die Mythen der Bona Dea, durften aber an den geheimen, heiligen Handlungen nicht teilnehmen.

Skandale:
Zweimal kam der Kult der Bona Dea in die antiken Schlagzeilen: 123 v.u.Z weihte eine Vestalin namens Licinia eine Kultnische aedicula der Göttin ein. Diese wurde dann aber von den Pontifices (staatliche Oberpriester) nicht anerkannt, weil diese zu sehr dem sklavischen Element im Kult der Göttin diene. Die Bona Dea wurde vor allem von griechischen Sklavinnen hoch verehrt.
Das 2. Mal das Bona Dea in die Schlagzeilen kam war zu Zeiten Caesars, im Jahr 62 v.u.Z. Caesars Frau Pompeia war Gastgeberin der Kultfeiern, als unter den Gästen ein als Frau verkleideter Mann entdeckt wurde. Mit einer Harfe oder Zither und in Stöckelschuhen und Mieder gekleidet hatte er versucht sich unter die Feiernden zu mischen. Er hatte versucht die Mysterien der Bona Dea zu ergründen und so die Kulthandlungen entweiht. Dies galt als ein unglaublicher Frevel und ein böses Omen. Der Eindringling, Clodius Pulcher wurde zur Rede gestellt und aus dem Haus geworfen, die Feierlichkeiten abgebrochen. Und obwohl Caesar und Clodius politische Gegner waren wurde nicht er bestraft, sondern unglaublicherweise Pompeia, Caesars Frau! Er trennte sich sofort von ihr, da gemunkelt wurde, Clodius habe in jener Nacht zu ihr gewollt und beide hätten eine Beziehung miteinander.

Legenden:
Da die Mysterien der Bona Dea geheim gehalten wurden, entwickelten sich viele Legenden um die Göttin:

In einer Version ist sie die Frau des Gottes Faunus. Sie sei so übertrieben keusch gewesen, dass sie weder ihren Namen nannte noch das Haus jemals verlies. Aus Langeweile soll sie dem Wein zugesprochen haben. Ihr Mann geriet darüber in Wut und schlug sie mit Myrtenzweigen tot. Dann reute ihn seine Tat und er vergöttlichte seine Frau. (Anmerkung der Verfasserin: In dieser Legende werden die Elemente des Kultes angesprochen: Enthaltsamkeit, verschweigen des heiligen Namens der Göttin, Kulthandlungen in einem geschlossenen Haus, der kultische Weingenuss und die Abneigung der Teilnehmerinnen gegen die Myrte.)

In deiner zweiten Version, als Tochter des Faunus, wird Bona Dea von ihrem Vater sexuell begehrt. Sie wehrt sich und verweigert sich, worauf er sie mit den Myrtenzweigen schlägt. Sie verwandelt sich daraufhin in eine Schlange um seinen Nachstellungen und Gewalttätigkeiten zu entgehen. (Anmerkung der Verfasserin: auch hier spiegeln sich Kultelemente wieder: die Keuschheit, die Schlange und das Verbot der Myrtenzweige bei den Feierlichkeiten).

Die dritte Version einer Legende zeigt die Rivalität von rein männlichen Kulten und rein weiblichen Kulten, nach den Motto: "wie Du mir so ich Dir"!
Hercules soll bei seiner Durchquerung von Italien an einer Kultstätte der Bona Dea vorbeigekommen sein, wo gerade gefeiert wurde. Er darum trinken zu dürfen, dies wurde ihm verwehrt und er schloss fortan Frauen von den Opern an seinem Altar auf dem Forum Boarium in Rom aus.

Literatur und Links:
· Der römische Festkalender, A. und I. König
· Der Frevel des Clodius, John Maddox Robberts, Roman
· http://www.imperiumromanum.com/religion/antikereligion/bonadea_0.

Oktober 2003, artemisathene

 




Christrose, schwarze Nießwurz
Helleborus niger


Die Christrose ist äußerst giftig und darf deshalb unter gar keinen Umständen angewendet werden. Die Pflanze enthält insbesondere in ihren Wurzeln neben dem Saponin Helleborin die hochwirksamen Digitalis - Glycoside. Der griechische Gattungsname setzt sich zusammen aus Helein für töten und bora für Speise, was darauf hinweist, dass der Verzehr tödlich wirkt. "Niger" weist auf die schwärzlichen Wurzeln hin.

Die krautige Pflanze erreicht eine Höhe bis 30 cm. Die schwarzbraune Wurzel verjüngt sich zu einem Stiel aus dem der runde, lange und rötlich gefärbte Stengel entspringt. Die Blätter stehen grundständig, sind langgestielt, ledrig, 4 - 9 teilig und von einer dunkelgrünen Farbe. Meist entsteht nur eine weiße hängende Blüte mit einem Durchmesser bis zu 10 cm. In der Blütezeit verändert sich die Farbe von weiß über rosa zu grün. Die Samen sind in einer vielsamigen Kapsel zu finden. Die Blütezeit ist von November bis April. Sie steht unter Naturschutz (besonders geschützt).

 



Auf dem Land galt die Christrose als Orakelblume. Man stellte in der Weihnachtsnacht zwölf Blütenknospen der Christrose ins Wasser. Jede Knospe bedeutet einen Monat, und man liest das Wetter des kommenden Jahres an der Art und Weise ab, wie sich die Knospen öffnen. Die geschlossenen Knospen bedeuten schlechtes Wetter, die offenen gutes.

Die Wurzel der schwarzen Nießwurz zu Pulver zermahlen und auf den Boden gestreut, sollte sie gar unsichtbar machen! Sie galt als Mittel zur Erhaltung der ewigen Jugend. In Räucherungen wird sie zu Exorzismus- und gegenmagischen Zwecken verwendet. Außerdem hilft die Christrose Astralreisen zu erleichtern. Die Christrose wird heutzutage nur noch von erfahrenen Naturheilärzten und Heilpraktiker zu Gesundheitszwecken eingesetzt. Die Wurzel wirkt stark abführend und menstruationsfördernd. Um 600 v. Chr. wurde die Christrose als "chemische Waffe" im Kriegsfall eingesetzt. Im 19. Jahrhundert kam es zu tödlichen Vergiftungen durch die Verwendung der Christrose als Wurmmittel.


 


Auf eine Christblume

Die Schönste bist du,
Kind des Mondes,
nicht der Sonne.
Dir wäre tödlich
andrer Blumen Wonne.
Dich nährt,
den keuschen Leib
voll Reif und Duft,
himmlischer Kälte
balsamsüße Luft.

Eduard Mörike (1804-1875)



Quelle: "Naturrezepte aus der Hausapotheke" und "Aus dem grünen Hain" von Simone Neblich-Spang

Caitlin November 2004

 



Labyrinth

Im Labyrinth - Ortstagebuch

Verabredung: Trommeln, Rasseln und Labyrinthgänge mit Frauen von Jana's Vollmondliste im Labyrinth.. Ein Blick aus dem Fenster: Der Himmel hat sich nach einem regnerischen Tag aufgehellt, noch ist es nicht dunkel. Ich wickel Druna Syr in die selbergenähte Trommeltasche und mache mich auf den Weg. Ostkreuz - drei Frauen sind schon da, zusammen zum nächsten Treffpunkt..

Am Himmel zieht eine Gewitterfront über uns hinweg, aber es regnet nicht. Die Trommel ist schwer, aber als ich den kleinen Feldweg betrete ist es wie gewohnt, das überschreiten der Schwelle. Die zwei grossen Pappeln, Torwächterinnen, begrüssen uns und ich bin froh dass wir willkommen sind. Unterwegs binde ich mir ein Glockenband ums Gelenk, um uns bei den wilden BewohnerInnen anzukündigen, Jana packt ihre neue Rassel aus. Das Labyrinth ist stellenweise etwas zerwühlt, die Säue haben unter ein paar Steine geschaut, trotz Dunkelheit ist es schnell repariert.

Ankommen, noch eine Zigarette, dann auspacken, die ersten Trommeltöne. Viele Rasseln, die eine klingt wie Grillenzirpen. Ich singe für Lele, die Wolfs-Frau intoniert rollende Laute.. Jana geht rein, Druna fällt in einen Herzschlag-Rhythmus. Irgendwie geht die nächste schon rein, wenn die letzte noch nicht draussen ist. Ich bin mir nicht sicher ob ich das packe, manchmal fall ich aus der Konzentration raus.. Drunas tiefer Ton hallt zweimal. D-rrrun tack tack D-rrrun tack tack D-rrrrun.. Ich höre aus Druna den Herzschlag der Erde, und aus den Birken die Winde flüstern und singen. Bin wieder "drin".. Die vorletzte Frau kommt aus dem Birkentor, und ich stehe auf - Uaaaaah - Beine kaputt, vom langen Sitzen - und übergebe ihr Druna zum trommeln. Ich gehe mit geschlossenen Augen rein. Zuerst geht es gut - ich finde den Weg, und es wird zu einer Reise, hier die kleine Rassel, da die grosse, hier bin ich in der Nähe vom Tor - es wird heller, jetzt bin ich wieder auf dem Weg in den "hinteren Bauch" - es wird dunkler. Unterwegs sind plötzlich steile Berge und tiefe Täler. Nur nicht das Gleichgewicht verlieren.. Irgendwann muss ich eine Begrenzung überschritten haben, bin wieder am Tor. Egal, jetzt geh ich halt sehenden Auges rein.. Vielleicht zu wenig Zeit, hmmmmm... zu sehr beeilt? In der Mitte glüht Räucherkohle, gut! Ich räucher mich mit Artemisia und trinke Wasser aus meinem weissen Mondhorn. Das ganze Labyrinth ist wieder mal ein einziger Kraftkreis.


 



Zuletzt denke ich, sind mir in Erinnerung: Die vielen Rasseln an den verschiedenen Stellen die wie von allein näher zu kommen und sich zu entfernen schienen, während die Trommeln eher eine Konstante waren. Der Wind in den Birken. Druna und die Erde. Am Ende fühl ich mich in diesem Wald zu Hause wie sonst selten. Ich freue mich dass den Anderen das Labyrinth so gut gefällt, dass sie es zu schätzen wissen.. Ich denke an die, mit denen ich das Labyrinth gebaut habe, an unsere Treffen und Rituale. Sie fehlen mir, manchmal. Ich denke daran dass jede "neue" Gruppe immer ein wenig braucht bis sich dieses wortlose Zusammenwirken ergibt, aber dafür dass es für mich eine unbekannte Gruppe war, hat es gut geklappt.

Rückweg.. schon auf dem Rückweg leichtes Heimweh, dieses Gefühl dass die Welt in die wir gehen, mir eigentlich fremd ist. Das Baumtor, die Schwelle. Da steht ein Auto, ein weisser Mercedes. Als die wilden Weiber mit ihren Federstöcken, Rasseln und Trommeln vorbeigehen, blendet der Fahrer ängstlich die Standlichter auf. Wir glotzen neugierig: Ein knutschendes Pärchen, hähähä.

Distelfliege, kraftorte.spiritvoices.de


 




Das Labyrinth - Gedanken und Erfahrungen

Ein Labyrinth ist ein Symbol, ein Ort, eine spirituelle Erfahrung. Wissenschaftlich- historisch gesehen, gehören Göttinnenspiritualität und Labyrinth nicht wirklich zusammen, die Ursprünge des Labyrinthes sind zu unklar, an zu vielen Stellen der Welt tauchte es zu unterschiedlichen Zeiten auf. Für mich jedoch gehört das Labyrinth zur Göttinnenspiritualität.

Mit Labyrinth ist kein Irrgarten gemeint, sondern ein Weg, der auf folgender Grundform basiert:


 



Das Labyrinth ist ein Ort
Ein sichtbares Labyrinth - z.B. aus Steinen - passt sich nicht nur in die Landschaft ein, in der es gelegt wird - es verändert die Landschaft. Es verbindet sich und verändert den Ort - es zeigt Aspekte eines Ortes, die wir sonst nicht wahrnehmen. Es kann ähnlich fungieren wie Steinkreise - göttliche Energie akzentuieren, die Göttin in der Erde sichtbar machen, die Dimensionen vermischen. Es ist ebenfalls wie die Steinkreise ein uralter Tempel - ein Tempel im Körper der Göttin selber, der die Heiligkeit der Erde, der Orte offenbart.

Das Labyrinth ist eine spirituelle Erfahrung
Heute ist es aus diesem Grund auch in Kirchen und christlichen Arbeitsgruppen zu finden. Das Labyrinth verbindet meiner Ansicht nach spirituelle Erfahrung der /des Einzelne(n) und den Raum miteinander: Es ist ein Tor. Für mich ist, ein Labyrinth zu begehen, wie eine Reise ins Universum - oder in eine andere Dimension - innerhalb des Labyrinths ist eine andere Welt als außerhalb. Das Zentrum fühlt sich für mich an wie der Mittelpunkt des Universums - mein innerstes ich - die Göttin selbst.
Das Labyrinth zu begehen, verändert, ist immer eine Erfahrung. Rituell begangen eine sehr große. Es bewirkt bei mir Reinigung, Stärkung, Klarheit, die Wiedergeburt im kleinen Maßstab.
Und das alles macht für mich das Labyrinth auch zu einem Symbol:
Für mich bedeutet dieses Symbol spirituelle Erfahrung, Wiedergeburt, Göttinnenspiritualität, altes Wissen, Wandlung, Heilen, Erfahren der Göttlichkeit.

Spirale und Labyrinth
Auf die Spirale trifft vieles von oben genannten auch zu. Die Spirale ist das Symbol, das stärker als Göttinnensymbol, für das Zyklische und Tod-Wiedergeburt steht als das Labyrinth. Für mich ist das Thema der beiden Formen das gleiche, aber mit fühlbaren Unterschieden.
Die Spirale nehme ich beim Tanz zum Beispiel als sehr dynamisch, kräftig, Energie geladen wahr, das Labyrinth ist eher zentriert, ruhig. Eine Spirale hat einen Anfang und einen Endpunkt, auch wenn mensch sie umdrehen kann. Beim Labyrinth ist ein Teil der beeindruckenden Erfahrung der, die Orientierung zu verlieren: Es geht nicht geradlinig ins Zentrum, der Weg führt zeitweilig weg vom Zentrum, um dann "überraschend" doch dort zu enden - dies hat eine ganz andere Wirkung als die Gradlinigkeit.

Für mich ist das Labyrinth ein Geschenk: Ein Geschenk aus ferner Zeit, um die Göttin zu treffen, die Welten zu wechseln, neu geboren zu werden.

jana

 




Minotaurus - was steckt dahinter?

Der Minotaurus - ein wütender, fürchterlicher Stier, wurde inmitten eines Labyrinthes gefangen. Hier ist die Welt vor ihm sicher, doch er verlangt jedes Jahr sieben Jungfrauen zu speisen. Als dann die Tochter des Königs an der Reihe ist, findet sich auf wundersame Weise der rettende Held, der den Stier bei den Hörnern packt und tötet. Da Ariadne - die Königstochter - ihm einen Faden mitgegeben hat, findet der Held den Ausgang wieder und in seinen Armen die Tochter, die ihm der König als Lohn überreicht. Über das Ende sind sich die verschiedenen Versionen nicht so ganz einig. Eine davon lautet, dass er ihrer schon im nächsten Hafen überdrüssig wurde, und ohne sie weiterfuhr.
Der Stoff, von dem Hollywood lebt.

Ich will im folgenden den Mythos einmal aus einer anderen Perspektive betrachen. Die Geschichte ist voller Symbole und Hintergründe, dass ich hier aber gar nicht alles erfassen kann. Deshalb kratze ich nur ein wenig an der Oberfläche und hoffe damit Anregung zum Weitergraben zu geben.

Theseus, der Held, wird hier in den Mittelpunkt gestellt. Doch vorher muss er den Minotaurus, das gräßliche Ungeheuer, erlegen. Der König ist tot - es lebe der König! Schade, dass es auf diese Art geschehen muss. Zu alten Zeiten - zu denen der Stier noch gehört - musste kein junger König den alten stürzen. Die Natur erledigt das doch von ganz alleine. Ein jegliches zu seiner Zeit. Durch diesen Mord kam alles ins Wanken und brach schließlich zusammen. Doch genau das war der Plan des Theseus. Der kein Held und Retter war, sondern ein Eroberer, der wusste, welche Taktik er anwenden musste.

Ort der Handlung Kreta. Eine der letzten matriarchalen Gesellschaften. Theseus, der Held, kommt aus Athen, einer militärischen Stadt, in der die Göttinnen bereits entmachtet sind. Eine Göttin, die Zeus' Vorstellungskraft entsprungen ist, als Hauptgöttin. Auch er wusste, welche Taktik er anwenden musste.

Der Göttin Ariadne wird der Mythos, wie wir ihn heute kennen, in keinster Weise mehr gerecht. Ihr Name bedeutet die "Reine, Heilige". Sie hat Theseus einen Faden gegeben. Aber was soll das eigentlich bedeuten? Hat sie ihre Fäden in seine Hände übergeben? Ihm ihre Eigen-Macht gegeben? Das denke ich nicht. Ariadne-Arachne-Faden-Spinne-Netz - da kommen bei mir ganze Assoziationsketten ins Routieren. Wäre es nicht wahrscheinlicher anzunehmen, sie hat ihre Taktik angewandt? Den Fremden als Gast empfangen und ihn über die Riten des Volkes aufgeklärt und einbezogen? Es soll rituelle Labyrinthtänze gegeben haben, an denen Bänder gehalten werden. Vergleiche hierzu auch die Bändertänze um den Maibaum - vermutlich sogar derselbe Tanz, nur eben inzwischen ohne Labyrinth. Sich aus dem Labyrinth wieder heraustanzen ist gleichbedeutend mit Neuanfang, Wiedergeburt, Frühling und Fruchtbarkeit.

Womöglich war es das: Ariadne hat ihn Willkommen geheißen. Theseus spielt mit und lässt sich einweihen. Um so die Macht an sich zu reißen. Der Stier, den er tötet, ist seit jeher Opfertier für die Göttin. Außerdem sind Ariadne und Minotaurus Halbgeschwister. Somit ist anzunehmen, dass sie einander versprochen waren. Theseus hat also auch den Verlobten getötet und tritt an dessen Stelle nun in die Erbfolge ein. Die im Patriarchat nicht mehr matrilinear verläuft. Seine Taktik geht auf. Allerdings gehen auch die Gerüchte, dass Ariadne ihm überdrüssig geworden war (als er die Masken fallen ließ?) und ihn fortschickte. Dieses Ende bevorzuge ich jedenfalls der Variante, nach der Theseus Ariadne auf einer ihr fremden Insel einfach ausgesetzt hat - fern ihrer eigenen Kultur und Geschichte.

Es gibt noch etliche Mythen mehr, die den Übergang einer eher matriarchalen zu patriarchalen Kulturen bezeugen - wenn man ein bisschen an der Oberfläche kratzt. Auch Freya musste mit ihrem Brudergemahl von Vanaheim nach Asgard umsiedeln und diese "schändliche" Beziehung beenden. Odin wurde an ihrer Seite zum Göttervater.
Um nur eine zu nennen.

weiteres zum Minotaurus unter:
http://matriarchat.net/kreta/mythe_vom_minotaurus.html

und eine Fundgrube zu Göttinnen, Göttern und Mythologie:
http://www.sungaya.de/schwarz/griechen/minotauros.htm

zum Labyrinth:
Ilse M. Seifried: Das Labyrinth oder Die Kunst zu wandeln.
(Buchbesprechung in dieser Schlangengesang-Ausgabe)

Ulrike Zauberweib Engelhardt


 




Praktisches
Ein kretisches Labyrinth zeichnen

Ein einfaches kretisches Labyrinth zeichnen, ist gar nicht so schwer. Hier ist eine Anleitung, wie es in neun Schritten geht - folge einfach den Pfeilen:
 



 



 



Lilia

Aktuelles

Frauen-Gedenk-Labyrinth

Über die Buchmesse in Frankfurt bin ich auf ein sehr interessantes Projekt gestoßen, das Frauen-Gedenk-Labyrinth.

Dagmar von Garnier rief dieses Projekt ins Leben, inspiriert durch ein anderes Projekt genannt "The Dinner Party". Ursprünglich geplant als einmaliges großes Fest, das Fest der 2000 Frauen, sollten 1000 Frauen heutiger Zeit, 1000 Frauen vergangener Zeit ehren. Jede geehrte Frau bekam einen Gedenkstein auf dem mit Goldener Schrift ihr Name, Geburts- und Todesdatum, sowie ein Stichwort zu ihrem Lebenswerk stehen und weiter unten dann der Name der Frau aus dieser Zeit, die (meist mit Unterstützung vieler anderer) diese Ehrung möglich gemacht hat.

Zum Termin am 1 .Juni 2000, als das Labyrinth auf dem Frankfurter Opernplatz ausgestellt wurde, waren dann zwar nicht die angestrebten 1000, aber immerhin 300 Steine graviert. Geehrt wurden viele Pionierinnen verschiedenster Sparten Wissenschaftlerinnen, Schauspielerinnen, Schriftstellerinnen, eine Reihe Frauen die als "Hexe" verbrannt wurden genauso wie Mütter, Archetypen wie die 13.Fee und Aschenputtel, historische Frauen wie Kassandra von Troja oder Jeanne d´Arc und auch eine Reihe Göttinnen, darunter Baba Jaga, Bastet, Demeter, Diana, Freya, Frigga, Justitia, Kore/Persephone, Medb/Maeve und Sheila na Gig.
Angeordnet wurden die Steine in Form eines Labyrinthes, das über sieben Wege in die Mitte führt und im Eingangsbereich das Bild einer Göttin formt.
Mittlerweile sind 430 Steine beschriftet und 30 weitere in Vorbereitung. Das Frauen-Gedenk-Labyrinth ist also ein lebendiges, stetig wachsendes Projekt, an dem Frau sich immer noch auf vielfältige Weise beteiligen kann.

Da das Frauen-Gedenk-Labyrinth ein rein privat getragenes Projekt ist, ist es natürlich auch auf Spenden angewiesen. Jede Spende ist steuerlich absetztbar und wir ab eine Höhe von über 50 €uro auch quittiert. Eine Spende von 50€ gilt als "Informationsspende", was bedeutet, dass Frau regelmäßig mit Neuigkeiten rund um das Frauen-Gedenk-Labyrinth versorgt wird.

Beteiligen kann natürlich auch heißen einen Stein für eine "neue" Frau auf den Weg zu bringen, um die angestrebten 1000 gravierten Steine im Labyrinth zu erreiche. Ein solcher Stein kostet 1000€, darin enthalten sind die Kosten für die Gravur, Transport und Versicherung, Begleitung vor Ort, Katalogerstellung und Öffentlichkeitsarbeit für jede Stadt und die das Frauen-Gedenk-Labyrinth aufnimmt. Eine Patin unterstützt das Projekt also nicht nur mit einem Stein sondern auch in der Gesamtheit. In den meisten Fällen, ist eine Frau Patin und wird von vielen anderen finanziell unterstützt, da die wenigsten diese 1000 € alleine tragen können. In das Labyrinth sollen Frauen aufgenommen werden, die sich für Frauen engagiert haben oder einen deutlich frauenbezogenen Vorbildcharakter haben.

Natürlich kann Frau auch eine Patin für einen Gedenkstein unterstützen die noch nicht die komplette Summe für den Stein zusammen hat. Aktuell werden zum Beispiel noch Unterstützerinnen für einen Frau Holle Gedenkstein gesucht.

Beteiligen kann aber auch bedeuten die Nachfolgepatin oder Zweitpatin einer geehrten Frau zu werden. Beides ist unabhängig werden von finanzieller Unterstützung und bedeutet sich ebenso wie die Hauptpatin mit dem Leben der geehrten Frau auseinanderzusetzen, wenn das Labyrinth in der Nähe ist anderen Interessierten Auskunft zu geben. Es ist angestrebt, dass für jede geehrte Frau immer eine Patin da ist, auch wenn die Hauptpatin mal nicht mehr sein sollte. So soll dann die Zweitpatin zu gegebener Zeit eine neue Zweitpatin suchen.
Aktuell wird u.a. eine Zweitpatin für die Katzengöttin Bastet und die Amazonenkönigin Penthesilea gesucht.

Unterstützen kann Frau das Projekt auch, indem eine Orgagruppe entsteht, die das das Labyrinth in Ihre Stadt holen will. Bisher war das Labyrinth mehrmals in seiner "Geburtsstadt" Frankfurt, in Hannover auf der Expo, in Nienburg, Wetzlar, Essen und Bielefeld ausgestellt. In Vorbereitung ist eine Ausstellung in Hildesheim und geplant ist das Labyrinth auch nach Berlin zu holen. Hierfür sind aber noch viele Unterstützerinnen von Nöten.
Infos gibt es bei Dagmar von Garnier und auch bei Hinrike Gronewold Tel: 030/40301162

Finanzielle Unterstützungen gehen immer auf folgendes Konto:
Dagmar v. Garnier
Konto Nr. 32 93 22-606
BLZ 500 100 60
Postbank Frankfurt

Gebt als Verwendungszweck bitte immer Labyrinth an und den Namen der geehrten Frau an, wenn ihr konkret einen Stein unterstützen möchtet, oder wenn ihr eine konkrete Stadt unterstützen möchtet Labyrinth und den Namen der Stadt an.

Für alle weiteren Infos, Adressen der Gedenksteinpatinnen und Fragen ist die Hauptansprechpartnerin Dagmar von Garnier die unter folgender Adresse zu erreichen ist.

Dagmar von Garnier
Kunst- und Kulturverein Das Erbe der Frauen
Schneckenhofstr. 33
60596 Frankfurt
Tel: 069/ 612578
Mo-Fr: 10-14 Uhr sowie Mi+Fr 18-22 Uhr

Weitere Infos findet ihr auch online unter www.frauen-gedenk-labyrinth.de Aber Achtung die Seite zeigt momentan leider nicht den aktuellen Stand es Projektes, Frau Garnier sagte mir aber sie wolle das ändern.

Des Weiteren möchte ich euch noch auf die Bücher zum Frauen-Gedenk-Labyrinth aufmerksam machen, sie sind alle im Christel Göttert Verlag www.christel-goettert-verlag.de erschienen und enthalten Porträts über die geehrten Frauen und viele weitere Infos zu dem Projekt.

Wer möchte kann auch mir mailen, ich habe ja einige Unterlagen da und kann euch vielleicht weiterhelfen. gwenhwyfar @ inis-vitrin. De

Gwenhwyfar am 25.10.2004

 



Buchrezension

Ilse M. Seifried: Das Labyrinth oder Die Kunst zu wandeln
ISBN 3-85218-400-2

Die Herausgeberin und Mitautorin hat eine Fülle von Texten zum Labyrinth zusammengetragen. Voran ein Überblick über die verschiedenen Labyrintharten und die Erklärung, worin sich Labyrinth und Irrgarten unterscheiden.
Die weiteren Aufsätze gehen quer durch Raum und Zeit: beleuchten den Mythos um Ariadne, zeigen eine sehr interessante Sicht der Stadt als Labyrinth, geben philosophische Ansätze weiter und berichten über therapeutische Erfahrungen.
Der "Wiederentdeckung" des Labyrinths wird ein weiterer Aufsatz gewidmet: in der Kunst, und in der Labyrinthbewegung. Hauptsächlich wird hier die Schweiz genannt, aber auch Vereinigungen in Deutschland und Österreich sowie internationale Projekte werden angesprochen - so z.B. auch das Fest der 2000 Frauen und das Gedenklabyrinth.
Es gibt wunderschöne Labyrinth-Bilder und Zeichnungen und es blickt immer wieder durch, dass eine Begehung immer auch eine spirituelle Erfahrung ist. Das Aufzeigen verschiedener Bräuche spannt ein Netz über den gesamten Globus - es scheint, als wäre das Labyrinth das alles verbindende Symbol, Raum und Zeit durchdringend.
Zum Einen handelt es sich hier um ein richtig schönes Schmöker-Buch, aber oft genug bin ich auch hängengeblieben, hat sich beim Lesen ein eigenes Gedankenlabyrinth gebildet, das begangen werden wollte.
Auch wenn nicht alle Aufsätze gleich spannend waren, so ist hiermit doch eine gute Sammlung gelungen, die wirklich die unterschiedlichsten Blickwinkel aufzeigt - alleine deshalb schon lesenswert.

Ulrike Zauberweib Engelhardt 18.12.2004

 



Netze weben
Aufruf in eigener Sache

Liebe Schlangengesang Leserinnen und Leser,

vielen Dank für Eure schönen Zuschriften und Eure zahlreichen und stetig mehr werdenden Abos - das zeigt uns, dass unsere Idee und unsere Arbeit Sinn macht und ankommt und das gibt uns viel.
Wir hatten, als wir im Sommer 2003 mit dem Schlangengesang anfingen, die Vision, die Sprachlosigkeit zu überbrücken, zu zeigen, wie viele Menschen, Thesen, Erfahrungen und Ideen es auf dem Weg der Göttin gibt. Wir hatten die Vorstellung, dass jede und jeder mit den eigenen Erfahrungen und Ansichten zu Wort kommen, sich mitteilen kann.

Und daran finden wir, hapert es noch ein bisschen. Wir sind jetzt seit vielen Monaten ein fest eingespieltes Redaktionsteam - rein virtuell im Internet. Nur machen wir alle auch noch andere Projekte und wie Ihr alle wisst, braucht Spiritualität Zeit. Wir würden uns deswegen sehr freuen, wenn wir vielleicht den Gründungs-Gedanken nochmals aufgreifen können mit Euch zusammen, und Ihr den Inhalt mehr mitgestaltet.
Ich habe, wenn ich ein paar Frauen darauf angesprochen hab, gehört "Aber ich weiß doch gar nicht, was ich schreiben soll" :-)

Hier ein paar Vorschläge:

- Deine Sicht der Göttin, deine Art mit IHR zu leben
- Eine Buchvorstellung deines besten oder heiß umstrittensten Göttinnenbuches
- Ein Gedicht oder Gebet
- Die Vorstellung der Göttin, die dir viel bedeutet
- Ein Thema, dass dich bewegt und dass du mit anderen Ähnlichdenkenden teilen möchtest
- Einen Text über Brauchtum in deiner Gegend, über deine Erfahrungen und Gedanken zu (Jahreskreis-)Festen
- Die Veranstaltungen, die du im Flyer im Esoladen gefunden hast oder selber durchführst
- Irgendwann in 2005 gibt es eine Ausgabe zur Menstruation - vielleicht ein Thema für dich?
- Gerne würden wir uns auch dem Geschlechterthema von verschiedenen Seiten betrachtet zusammen mit Göttinnenspiritualitöt mal widmen
- Eben all das, was du auch gerne von anderen liest. Und vielleicht fällt dir ja auch noch etwas ein, was du vermisst.

Wir haben kaum Vorgaben für Artikel, wir veröffentlichen gerne alles: Das Thema muss nur in irgendeiner Weise erkennbar etwas mit Göttinnenspiritualität zu tun haben. 2 Wordseiten, wären als Länge ein gutes Höchstmaß (keine Pflicht)
Auch über Zeichnungen für den Newsletter freuen wir uns sehr.
Tja was soll ich sagen, wir freuen uns sehr auf Eure Zuschriften!

info@schlangengesang.de
Oder Schlangengesang, PF 870352,13162 Berlin

jana im Namen des Schlangengesangteams


 



Kontaktanzeigen

Rhein-Erft-Kreis

Eine Hexe aus Bergheim sucht Gleichgesinnte im Rhein-Erft-Kreis zur Gründung
eines Stammtisches und einer esoterischen Arbeitsgruppe. Ansprechen möchte ich
alle Hexen, Heiden, Grenzwissenschaftler, Ufologen, Astrologen und solche die es
werden möchten, die Interesse am Austausch und vielleicht auch an gemeinsamen
Aktivitäten haben. Im Rahmen der esoterischen Arbeitsgruppe dachte ich an
gemeinsames Feiern der Jahreskreisfeste, Gruppenmeditation, Trancereisen oder
auch einfach Wissensaustausch.

Meldet euch bei mir unter smbuero@web.de oder schaut in meine Homepage
www.shinyday.de. An einen Gründungstermin hatte ich so im Januar 2005 gedacht.

Be blessed
Silke

 



Umgebung Waldshut

Ich suche Frauen in der Umgebung Waldshut, die sich ebenfalls mit der Göttin
beschäftigen. In meinen Interessensbereich fällt Kräuter-, Kerzen-, Baum- und
Elementmagie, Bücher, Sprachen, Survival, Umweltschutz und Tiere (vor allem
Hunde).

Es wäre sehr schön, wenn ich Gleichgesinnte finden würde!
Noire (SaveMotherEarth@web.de)

 




Kalender

Der Schlangengesang – Göttinnenkalender

Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine Lebensaufgabe.

Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.

artemisathene

 



Gebet an Tellus Mater und Ceres

Dieses Gebet wurde anlässlich des römischen "Feriae Sementivae" genannten Festes zur Aussaat gesprochen. Diese waren ein bewegliches Fest, fanden aber meist zwischen dem 24.und dem 27. Januar statt. Dazu wurde auf dem Altar der Bauern ein Kuchen für das kommende Vegetationsjahr geopfert.

Ovid überliefert das Gebet wie folgt:

 

Placetur frugum matres, Tellusque Ceresque,
Farre suo gravidae visceribusque suis:
officium commune Ceres et Terra tuentur;
haec praebet causam frugibus, illa locum.
Consortes operis, per quas correcta vetustas
Quernaque glans victa est utiliore cibo,
Frugibus immensis avidos satiate colonos,
Ut capiant cultus praemia digna sui.
Vos date perpetuos teneris sementibus auctus,
Nec nova per gelidas herba sit usta nives.
Cum serimus, caelum ventis aperite serenis;
cum latet, aetheria spargite semen aqua.
Neve graves cultis Cerialia rura cavete
Agmine laesuro depopulentur aves.
Vos quoque, formicae, subiectis parcite granis:
post messem praedae copia maior erit.
Interea crescat scabrae robiginis expers
Nec vitio caeli palleat ulla seges,
et neque deficiat macie nec pinguior aequo
divitiis pereat luxuriosa suis;
et careant loliis oculos vitiantibus agri,
nec sterilis culto surgat avena solo;
triticeos fetus passuraque farra bis ignem
hordeaque ingenti fenore reddat ager.
Haec ego pro vobis, haec vos optate, coloni,
efficiatque ratas utraque diva preces.



"Opfert den Müttern der Feldfrucht, den Göttinnen Tellus und Ceres,
Jetzt mit eigenem Spelt (Getreide für Ceres), jetzt mit dem trächtigen Schwein! (für Tellus)
Ist´s doch Gemeinschaftsarbeit, was Ceres und Tellus verbindet:
Keimen lässt diese die Frucht, Raum gibt jene dafür.
Ihr, die Mächte, die halfen, dass Unkultur man überwand und
Dass die Eichel als Kost wich, dass vernünftig man speist,
sättigt mit reichsten Erträgen in seiner Habgier den Bauern,
Dass er den Lohn auch empfängt, den seine Arbeit verdient!
Schenkt beständigen Wuchs den zarten Keimen der Saaten,
Lasst nicht im eisigen Schnee eingehn das sprossende Grün!
Säen wir, hellt uns den Himmel dann auf durch heitere Winde;
Ist sie geborgen, dann sprengt himmlisches Nass auf die Saat!
Seid auf der Hut, dass sie, die den Feldern schaden, die Vögel,
Nicht verheerend im Schwarm herfallen über das Korn!
Schont auch, ihr Ameisen, dann die Körner im Schoße der Erde:
Ist nach der Ernte für euch größere Beute ja da!
Unterdessen wachse die Saat, und der Rost (Getreiderost, siehe Robigalia-Fest) bleibe fern ihr;
Durch ein Unwetter soll bleich werden niemals die Saat!
Dürre schade ihr nicht, noch ersticke im eigenen Wuchse
Jemals der Halm, weil er sich höher, als gut ist, erhebt!
Fern auch bleibe der Flur das den Augen so schädliche Tollkorn (Mutterkorn);
Auf dem bebauten Feld wachse der Windhafer nicht!
Weizen jedoch und Dinkel, der zweimal das Feuer erduldet (zwiefach geröstet),
Bringe - und Gerste dazu! - reichlich der Acker hervor!
Drum bitt´ ich für euch, ihr Bauern, erbittet´s auch selbst euch!
Mögen die Göttinnen dann beide erfüllen den Wunsch!

1.Buch: 24. Januar, Zeilen 671-696
Aus Publius Ovidius Naso: Fasti, lateinisch - deutsch, Artemis&Winkler - Verlag

artemisathene


 



Anthesteria - das Fest der Blüten

Dieses dreitägige Fest fand im antiken Griechenland vom 11.-13. Anthesterion (meist im Februar) statt. Es ist ein uraltes Fest zu Ehren des Gottes Dionysos, des Vegetations- und Weingottes. Neben dem Charakter als Fest des trinkbaren Weines nach der zweiten Gärung ist vor allem das Ritual der Heiligen Hochzeit für uns interessant. Diese Hochzeit von Dionysos mit Ariadne wird in der Nacht vom 2. auf den 3. Festtag gefeiert. Sicher ist diese Heilige Hochzeit eine Erinnerung an die Zeit als die große Göttin den Vegetationsgott zu ihrem Liebhaber machte um die Fruchtbarkeit des Landes zu sichern. In Zeiten des griechischen Patriarchats dagegen nimmt Dionysos die kretische Prinzessin zur Frau und macht sie zur Göttin.

Ablauf des Festes:
1. Tag: Pithoigia = "das Krugöffnen" der Pithoi (Krüge) nach der Gärung. In einer Prozession zog Dionysos auf einem Wagen, begleitet von Musikern und Satyrn in sein Heiligtum ein. Die Krüge wurden dort geöffnet und nach einer Opferspende an die Erde, mit Wasser vermischt von den Priestern ausgeschenkt.

2. Tag: Khoes = Henkelkrugfest. An diesem Tag wurden alle Tempel außer dem des Dionysos des Sumpflandes (Limnaion) geschlossen. An diesem Tag schwebten die Seelen der Unterwelt frei umher. Man schützte die Türen mit Pech und kaute Kreuzdorn als magisches Schutzmittel. An diesem Tag war es außerdem üblich 3-jährigen Wein aus dem Khous (2-Liter-Krug) zu trinken.
Es war ein Fest der Kinder. Ein wichtiges Ereignis im griechischen Leben. Ebenso bedeutsam wie Geburt, Erwachsenwerden und die Hochzeit. Die Kinder wurden bekränzt und erhielten ihren ersten Khous.
An diesem Festtag gab es sowohl ein öffentliches Gelage, wie auch viele private Feste. Der Hohepriester des Dionysos veranstaltete ein öffentliches Wetttrinken, als Preis winkte ein Weinschlauch.
Zu den privaten Feiern brachten die Gäste ihr Essen sowie ihre Khoes, gefüllt mit Wein-Wasser-Gemisch mit. Der Gastgeber sorgte für Blumenkränze, Parfüm und das Dessert. Die Kränze wurden anschließend an das Festmahl zum Limnaion getragen und dort der Priesterin des Dionysos übergeben. Jeder dankte dem Gott Dionysos, der restliche Wein aus den Khoes wurde der Gottheit geopfert.

3. Tag: Khytroi = des Topffest: die Nacht vor diesem Tag war mit der Heiligen Hochzeit des Dionysos mit Ariadne gewidmet. Im Mythos heiratet die von Theseus verlassene Ariadne den Vegetationsgott Dionysos. Zuvor hatte sie Theseus geholfen den Minotauros im Labyrinth von Kreta zu besiegen und mit Hilfe eines Fadens wieder den Ausgang zu finden.
In den Feierlichkeiten wurde Ariadne von der Frau des Priesterkönigs (Basilinna) dargestellt; der Priesterkönig (Arkhon Basileus) überlässt als Theseus agierend dem Gott Dionysos seine Frau. Die Frau des Priesterkönigs erwartete den Gott und vollzog mit ihm die heilige Hochzeit.
Zu Beginn des Rituals leistete die Basilinna einen Reinheitsschwur an den 14 Altären der 14 Dionysospriesterinnen, sie brachte Opfer und tanzte vor einer Maske des Dionysos. In einer Prozession wurde sie von einem Mann mit zwei Fackeln, sinnbildlich für Hermes Psychopompos (den Seelenführer) zum Brautgemach gebracht. Dieser trug eine verzierte Tunika und wurde begleitet von einem Satyr, der die Mitgift der Braut in einem Korb auf seinem Kopf trug. "Ariadne" wartete im Brautbett auf den Gott, bewacht von einem Satyr als Thyroros (Türwächter). Während das Paar die heilige Hochzeit vollzog lärmten die Menschen draußen vor der Türe und tanzten mit ihren Fackeln.

Nach Tagesanbruch gedachte man der Erigone, die sich aus Kummer über die Ermordung ihres Vaters selbst erhängte. Ihr Vater hatte den Athenern den Wein gebracht und war von den misstrauischen Städtern getötet worden, weil sie dachten er wollte sie vergiften. Zu diesem Fest schaukelten die jungen Mädchen an Schaukeln, ein Entsühnungsritual für eine Reinigung durch die Luft. Jungen sprangen auf mit Wein gefüllte Ziegenhäute; durch ihre Fröhlichkeit sollten die Kinder dem Fest aus traurigem Anlass Freude wiedergeben. Die Bäume wurden mit Masken und Puppen geschmückt.

Zuletzt wurde zwei Flutkatastrophen gedacht und Wasser symbolisch dafür in einen Erdspalt gegossen. Dann wurde ein Festmahl für die Toten und den Hermes Psychopompos, den Führer der Toten, veranstaltet. Ein Gemisch aus Getreide und Honig sollte den Toten wie den Lebenden schmecken und wurde von allen gemeinsam verzehrt.

Der letzte Ausruf galt den Geistern der Toten, sie wurden erneut in die Unterwelt verbannt: "Thyraze Keres, ouk eni Anthesteria!" Fort mit euch, Geister der Toten (Keres), Anthesteria ist vorbei!

artemisathene

 



Feiertage im Januar

Zum griechischen Januar gehörten die Mondmonate Poseideon und Gamelion. Letzterer benannt nach dem Hochzeitsfest, dem "hieros gamos" der Göttin Hera mit Göttervater Zeus. Dieses Fest wird oft auch Theogamia genannt. Dieses Jahr fällt es allerdings in den Februar.

Der römische Monat Januar war benannt nach dem zweigesichtigen Gott Janus. Er hatte ein altes und ein junges Gesicht und blickte somit ins alte wie ins neue Jahr.

Im germanischen Gebiet hieß dieser Monat Hartung, nach dem hart gefrorenen Schnee. Das Wort bedeutet im Althochdeutschen in etwa "sehr" oder "viel" (Schnee oder Kälte). Die Wurzel "hart" ist indoeuropäischen Ursprungs.

12. Januar: St.Distaff´s Day: Wohl das Fest der Göttin Frigga als "Spinnerin". Die stellare Konstellation des Orion in dieser Zeit ist auch bekannt als "Frigga´s Distaff". An diesem Tag nahmen die Frauen nach der Pause der Raunächte / Weihnachtszeit das Spinnen wieder auf. Dazu gab es verschiedene Bräuche.
Quelle: http://www.jpc-artworks.com/gallery/wintersolstice/giftbringers5.html
http://www.valleyoakkindred.com/calander.htm

16. Januar: Festtag der römischen Göttin Concordia: Personifikation der Eintracht.
Quelle: Ovid, Fasti

18./19. Januar bzw. 8. Gamelion: Opfer im antiken Griechenland an die Nymphen sowie an Apollon Nymphogetes, und Apollon Apotropeus.
Quelle: www.winterscapes.com

20./21. Januar bzw. 9. Gamelion: Opfer an die griechische Göttin Athene im antiken Erchia.
Quelle: www.winterscapes.com

22./23. Januar bzw. 12.-15. Gamelia: Lenaia: Griechisches Fest für Dionysos und die Mänaden. Außerdem wird der Erigone gedacht. Diese Tochter eines Weinbauern wird von Dionysos mit einer Weintraube verführt und erhängt sich nach dem Mord an ihrem Vater. Zeus versetzt sie als Sternbild "Jungfrau" an den Himmel. (siehe Text im Anhang)
Quelle: http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
Die Frau im alten Griechenland: Julia Iwersen

Zwischen dem 24.-27. Januar: Feriae Sementivae: "Saatferien": auch Paganalia genannt: nach Ovid war es ein ländliches Fest zu Ehren der Göttin Tellus Mater und der Göttin Ceres. Ihnen wurden nach der Aussaat des neuen Getreides Kuchen geopfert und "Fleisch ausgesät". (Siehe Gebet im Anhang)
Quelle: http://www.villaivlilla.com/GensSempronia/tellus.htm
http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_myth_gods_grecoroman_tellus.htm

30. Januar: Fest der römischen Friedensgöttin Pax mit Lorbeerkränzen, Weihrauchopfer und einem Tieropfer eines "schneeweißen Tieres", das vor der Opferung mit Wein besprengt wird.
Quelle: Ovid, Fasti

31. Januar: Fest der keltisch-irischen Göttin Brigantia / Brigid. Als "Lichtbringerin" und schöne Jungfrau beendet sie in dieser Nacht die dunkle Herrschaft der Göttin Cailleach.
Quelle: http://www.wilsonsalmanac.com/book/jan31.html
Schlangengesang 1/04 Text zu Brigid

Unspezifizierte Feste:
Fest der indischen Göttin Sarasvati: mit Sicherheit am Anfang des Jahres, wann genau konnte ich nicht feststellen.
Quelle: http://www.rosettastoneinc.com/california/fest.html

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 2. Januar, Inanna, 6.Januar: kelt. Göttin Sirona,

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Feiertage im Februar

Im antiken Griechenland war der Februar aufgeteilt auf die Mondmonate Gamelion ("Monat der Verbindung", gemeint ist die Heilige Hochzeit zwischen Zeus und Hera) und Anthesterion (Blumenmonat). Gamelion war der beliebteste Monat für Eheschließungen.

In Rom wurden im Februar die Göttin Juno (römisches Pendant zu Hera) sowie ihr Sohn, der Kriegsgott Mars verehrt. Der Monatsname rührt von Opferungen zur "Entsühnung" = Reinigung her.

Im germanischen Sprachgebiet hieß dieser Monat Hornung. Die Etymologie deutet darauf hin, dass der Name vom Verb "horen" = sich paaren kommt. Es kann übertragen auch "Bastard" heißen und beutet wohl soviel, wie "der an Tagen zu kurz geratene Monat". Der Februar ist auch der Monat der Fastnacht, des Karnevals und des Faschings.

1. Februar: Imbolc: Fest der Brigit (keltisch): Göttin des Feuers, der Geburt, der Inspiration, Fruchtbarkeit, Medizin, Musik, der Nutztiere und des Handwerks
Quelle: diverse: z.B. Edain Mccoy: die keltische Zauberin, Zsusanna E. Budapest, etc

Ebenso: In Rom: Fest der "phrygischen Mutter": Kybele und der Juno Sospita = "Erretterin", dargestellt als Ziege oder mit Ziegenfell bekleidet. Am 1.2. wurde das Einweihungsfest ihres Tempels in einem Hain in Ostia gefeiert.
Quelle: Ovid, Fasti

2. Februar: Lichtmess: Fest der Hl. Brigitta. Christianisierte Form der Brigit,
Fest der Ceres in Rom: römische Göttin des Getreides
Quelle: www.novaroma.org (mit Bezug auf Quellen aus historischen Büchern)
Laut römischem Festkalender (Reclam) und www.imperiumromanum.com liegt dieser Festtag am 19. April

6./7. Februar = 27. Gamelia: Theogamia, das Fest der Heiligen Hochzeit des Zeus und der Hera. An diesem Tag wurde Zeus als "Teleios" (Oberhaupt der Familie) und Hera als "Teleia" (weibliches Familienoberhaupt) verehrt. Weitere Opfer waren vorgesehen für Poseidon und Demeter Kourotrophos (Beschützerin der Kinder).
Quelle: http://www.geocities.com/athens/parthenon
www.winterscapes.com

11. Februar: Fest der Kallisto: Nymphe aus der griechischen Mythologie. Die Gefährtin der Artemis wurde vergewaltigt von Zeus. Artemis verwandelt sie in eine Bärin und setzt sie als Sternbild an den Himmel.
Quelle: Ovid, Fasti

12. Februar: Fest der Diana: römische Mondgöttin und Göttin der Jagd
Quelle: www.novaroma.org
Nach www.imperiumromanum.com lag ihr Festtag am 15. August
Der römische Festkalender von Reclam und Ovid schweigen dazu.

13. Februar: Beginn der Parentalia: römisches Fest für die verstorbenen Vorfahren. Dauer bis zum 21. Februar. (siehe Text im Schlangengesang 1/04)
Quelle: der römische Festkalender (Reclam)

13. Februar: Sarasvati Puja - Fest der indischen Göttin der Weisheit Sarasvati. Das Fest markiert das Ende des Winters und den Frühlingsanfang. Manchmal wird der Tag als Geburtstag der Göttin beschrieben oder aber als der Tag als sie zusammen mit Durga auf die Erde kam.
Quelle: http://www.harekrischna.de
http://www.freehomepages.com/udiscover/india/ifs/vasantpanchmi.htm

14. Februar: Fest der Juno Februra: römische Göttin des Liebesfeuers/Liebesfiebers (lat. febris = das Fieber), der Ehe und Familie
Quelle: www.novaroma.org evtl. 2. Februar (widersprüchliche Quellen)

15. Februar: Fest der Juno Lucina: römische Göttin der Schwangeren, Gebärenden und der sich Kinder wünschenden Frauen. Die Bedeutung "Lichtbringerin": kommt davon dass das Gebären der Kinder als "Anfang des Lichts" bezeichnet wird. Das Fest fand im heiligen Hain der Juno Lucina statt und im Laufe der Feierlichkeiten wurden die Frauen mit Ruten aus den Sehnen eines Geißbocks geschlagen um ihnen Fruchtbarkeit zu bringen.
Quelle: Ovid, Fasti

17. Februar bzw. variabler Festtag: Fornakalien: Festtag zu Ehren der römischen Göttin Ceres Fornax, der Göttin des Brot backens oder des Dörrens und Röstens von Getreide. Sie sollte das frisch gesäte Getreide schonen. Das erste geerntete Getreide wurde ihr deshalb geopfert.
Quelle: Ovid, Fasti

19./20.-21./22. Februar/ 11.-13. Anthesterion: Anthesteria: 3-tägiges Fest für Dionysos. Am 3. Tag findet die heilige Hochzeit zwischen dem Weingott Dionysos und Ariadne statt.
Quelle: www.winterscape.com
http://www.telemachos.hu-berlin.de/materialien/ovidprojekt/ovid_texte/

20./21. Februar: Charistia: römischer Festtag mit dem Zweck Missverständnisse und Zwistigkeiten in der Familie bei einem Festmahl zu beseitigen. Auch den Toten wurde ein Festessen an die Gräber gestellt. Hielt sich bis in christliche Zeit auch in Deutschland.
Quelle: www.manuscripta-mediaevalia.de und www.winterscape.com

21. Februar: Im römischen Reich Festtag für Tacita, die Göttin des Schweigens. Opfer an die Göttin mit einem langen, komplizierten Ritual.
Quelle: Ovid, Fasti

24. Februar: Regifugium: römisches Fest zum Tode der Lucretia
Quelle: römischer Festkalender (Reclam)
Schlangengesang: 01/04

27.Februar: Tag der Esther. Diese jüdische Königin verhinderte die Vernichtung der Juden und ihrem mutigen Verhalten wird seither mit ausgelassenen Feiern gedacht. Alkohol und Verkleidungen gehören zu diesem Fest.
Quelle: http://www.judentum-projekt.de/religion/feste/purim/
http://www.edu-udf.ch/d/publikationen/EDU-Standpunkt/stp-2004/535.html

28. Februar - 6./7.März = 20.-26. Anthesterion: kleine Eleusinische Mysterien zu Ehren der griechischen Göttinnen Demeter und Persephone/Kore.
Quellen: O.E. James: der Kult der großen Göttin, Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
www.numachi.com

Festdaten ohne gesicherte Quelle: Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 6.2. Fest der Göttin Lim Ko Niao (Thailand), 7.2. Selene, 17.2. Kalis Geburtstag, 18.2. Spenta Armaiti, 25.2. Tag der Nut, 26.2. Hygieia- Tag

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Feiertage im März

Dieser Monat hieß im antiken Griechenland "Elaphebolion" und war der Göttin Artemis in ihrem Aspekt als Jägerin geweiht. Das dazugehörige Fest fand am 6. Tag des Mondmonats statt

Im römischen Reich war dieser Monat Mars gewidmet, dem Kriegsgott.

Die germanische Bezeichnung des Monates war Lenzing. Von "Lenz" = der Frühling oder auch etymologisch aus "lang" über eine Wortverschiebung, weil die Tage nun deutlich länger werden.
In den März fiel das Fest des Frühlingsbeginns: die Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus wurde mit einem Umzug mit geschmückten Wagen auf denen ihr Abbild stand gefeiert. Diese Prozession sollte für eine reiche Ernte sorgen. (vgl. unser Karneval). Der genaue Tag des Festes ist nicht überliefert.
In der 3.Märzwoche soll die Göttin Idunna mit einem Fest der Jugend gefeiert worden sein.

28. Februar/1. März bis 6./7.März = 20.-26. Anthesterion: kleine eleusinische Mysterien zu Ehren der griechischen Göttinnen Demeter und Persephone/Kore. (Siehe Schlangegesang 1/04)
Quellen: O.E. James: der Kult der großen Göttin, Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
www.numachi.com

1. März: Matronalia: Fest zu Ehren der römischen Göttin Juno Lucina (lat: lux = das Licht, der Tag); Göttin der Ehe und "Geburtshelferin"
Quelle: Ovid: Fasti, www.imperiumromanum.com
www.novaroma.org

Tag des römischen Neujahres zur Zeit der Republik.

Erneuerung des ewigen Feuers im Tempel der Vesta in Rom.
Quelle: Ovid: Fasti
www.novaroma.org

3. März: Puppen-Fest in Japan: Hina-Matsuri; Fest der Mädchen. Es werden hübsche Puppen hergestellt die womöglich die Töchter der Sonnengöttin Amaterasu, die drei Munakata-No-Kami repräsentieren.
Quelle: http://www.fellowshipofisis.com/jc/jcmar1.html

5. März: Weihrauchopfer an die Göttin Vesta in Rom. Verehrung als Beschützerin der römischen Kaiserfamilie.
Quelle: Ovid: Fasti

Ploiaphesia: Navigium Isidis: Beginn der neuen Schifffahrtssaison nach dem Winter.
Quelle: Apuleius, Metamorphoses IX
http://www.fellowshipofisis.com/jc/jcmar1.html

12. März: Tag des Martyriums der Hypatia, griechische Philosophin von Christen ermordet 415 n.u.Z. (siehe Schlangengesang 1/04)
Quelle: Zsuzsanna E. Budapest (laut anderer Quellen war es Mitte März, wann genau ist unbekannt)
Sabine Bauer: die Siegel der Sophia
http://www.netzstilus.at/sophia/hypatia.html

15. März: Feriae Annae Perennae: Fest der römischen Göttin Anna Perenna
Quelle: der römische Festkalender (Reclam). Ovid: Fasti

15.-27. März: 15.3. Beginn der Hilarien: Feierlichkeiten zu Ehren der phrygischen Göttin Kybele und des Attis in Rom (siehe Schlangengesang 2/04)
Quelle: E.O.James: der Kult der großen Göttin, Hans Kloft: Mysterienkulte der Antike,
Marion Giebel: das Geheimnis der Mysterien

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 4.3. Fest der kelt. Rhiannon, 7.3. Junonalia (angeblich bei Livius zu finden, die genaue Textstelle konnte ich noch nicht verifizieren), 8.3. Geburtstag der Mutter Erde (China), 14.3. Tag der Ua Zit (Ägypten)

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Veranstaltungen

Trudimonia - Termine 2005
Infos und Kontakt unter :
Das Trudimonia Team, Chris & Minerva, Kneebuschstr.11, 44269 Dortmund, Tel: 0231 9932223
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 11.00-19.00 /Sa: 11.00-15.00 Uhr
email: trudimonia@web.de

Göttinnen Wege I
Das Leben als moderne Hexe , Vortrag
Was ist eine moderne Hexe? Was versteht man unter "neuem Hexentum".
Wie funktionier es, im Alltag Hexe zu sein ?
Wie ist es offen als Hexe zu leben? Wie geht man mit Vorurteilen um?
Wo liegt der Unterschied zwischen Wicca und Hexen ? Vortrag und
Erläuterungen
08.01.05 18.00 Uhr
08.10.05 16.00 Uhr
Kosten: 25,00 Euro

Göttinnen Wege II
Einführung in das Hexentum. Workshop. An was glauben Hexen, Altargegenstände
und Aufbau, Magische Gegenstände, Hilfsmittel, Zauber und Rituale , Elemente
Zuordnungen und mehr, wie sieht der Hexenaltar aus u.s.w Workshop Kosten:
35,00 Euro
29.01.05 18.00 Uhr
02.04.05 19.30 Uhr
24.09.05 19.30 Uhr

Göttinnen Wege III
Ritual Gestaltung.
Workshop. Wir gestalten zusammen ein Ritual, Aufbau, Zuordnungen , Anrufung
Das nächstliegende Jahreskreisfest wird besprochen. Dauer ca 2 Stunden. Wird
bei Schlecht Wetter auch im Innenraum stattfinden!
Kosten : 40,00 Euro
07.05.05 17.00 Uhr
26.07.05 15.00 Uhr
25.09.05 14.00 Uhr

Achtung 1 Die Göttinnen Wege I-III sind keine intensive Ausbildung zur Hexe!
Für eine Ausbildung /Begleitung auf dem Weg einer Hexe, bitte die Internet
Seite Frauenrituale beachten!


Gebe Deiner Göttin eine Form!
Gestalte Deine Göttin in Ton. Wie sieht Deine Göttin aus? Hast Du eine
Vorstellung? Lass Dich führen...
Mit Göttinnen Ritual.
Dauer je nach Gruppe unterschiedlich, Material wird gestellt.
Pro Person: 35,00 Euro
Termine:
11.06.05 16.00 Uhr
16.07.05 16.00 Uhr
20.08.05 16.00 Uhr
19.11.05 19.30 Uhr
11.12.05 16.00 Uhr

Wunschmondritual
Bei Vollmond auf einem alten starken Ort zelebrieren wir nach uralter
Überlieferung ein Ritual zu Wunscherfüllung. Kosten pro Person: 25,00 Euro
25.03. 05 ,23.05.05 +22.06.05 ,
19.08.0517.10.05 +15.12.05,
immer um 21.00 Uhr

Workshop Jahreskreis
Das Keltisch- Hexische Jahr begehen
Heidnische Jahreskreisfeste feiern
Für Anfänger und Leute die nicht allein
feiern mögen oder sich Inspirieren lassen möchten!

05.02.05 Imbolc , Lichtfest, 18.00 Uhr
20.03.05 Ostara, Frühlingsbeginn 15.00 Uhr
30.04.05 Beltain, 19.00 Uhr
19.06.05, Sonnenwende, 16.00 Uhr
31.07.05 Erntefest , 18.00 Uhr
31.10.05 Ahnenfest & Neujahr, 21.00 Uhr
18.12.05 Jul, die Sonnenwende 16.00 Uhr
Kosten pro Jahreskreis Workshop : 20,00 Euro

1-2-3-Trudimonias Zauberei!
Vortrag und Seminar zu unseren Magischen Produkten
Wie funktioniert die Kerzenmagie? Magie im Bad? Wie benutze ich Rituelle oder
magische Bäder? Wie gehe ich mit den verschiedenen Anna Riva Produkten um (
Schwerpunkt Thema)? Und mehr.

19.01.05 19.30Uhr / 24.02.05 20.30 Uhr/
26.10.05 19.30 Uhr / 23.11.05 19.30 Uhr
Kosten pro Person und Seminar: 20,00 Euro


Schamanisch - Naturtherapeutisches Reinigungsritual
...für Körper, Geist und Seele.
Wir reinigen uns von Altlasten und Krankmachenden Energien, mit zur
Hilfenahme der Naturkräfte und der unsichtbaren Kräfte um uns herum.
Waldritual, bitte bequeme und Waldgerechte Kleidung tragen!
Gruppen Workshop mit 3 - 5 Frauen . Ab Oktober dann im Ritual Raum!
Dauer ca. 2 Stunden
Kosten: 60 Euro pro Person
Einzel Ritual: 100 Euro
Daten:
21.05.05 17.00Uhr, 05.06.05 12.00 Uhr,
09.07.05 18.00 Uhr, 12.08.05 12.00 Uhr,
18.09.05 , 14.00 Uhr
15.10.05 , 19.00 Uhr ,
( bei großer Nachfrage werden Termine dazu genommen!)

Spirituelle Wanderungen
Kraftorte können uns helfen, uns an das alte Wissen unserer Seele zu
erinnern, über notwendige Veränderungen in unserem Leben nachzudenken und
die ersten Schritte zu gehen, die uns unserer inneren Balance und Heilung
näher bringen. Bei diesen Workshops arbeiten wir an den verschiedensten
"kleinen und großen "Kraftorten. Diese Plätze ermöglichen es, die
Erd-Rhythmen von Verbinden, Loslassen und Wandeln sehr genau wahrzunehmen.

Wir lernen, uns auf den jeweiligen Platz einzustimmen, uns für seine
Botschaften zu öffen und in Verbindung mit den Elementen, Ahn/innen und
unseren Verbündeten zu treten. Wenn wir uns öffnen und die Schwingungen
wahrnehmen, erhalten wir Nachricht von dem Wissen unserer Ahnen und können
das für uns umsetzen und nutzen.Wir bekennen unsere Ehrerbietung an den
heiligen Ort mit einem dazugehörigen Ritual, so das die Alten Plätze wieder
ins Bewusstsein der Menschheit rücken. Diese Workshops dauern je nach
Anfahrt 2-3 Stunden, bitte selbst die Verpflegung mitbringen, Bequeme
Kleidung und sonstiges.

Hügelgräber in Selm : 26.06.05 um 15.00 Uhr 25,00 Euro
Bruchhauser Steine , Uralte Heiligtümer 24.07.05 Um 12.00 Uhr Treffpunkt
an den Steinen, Kosten: 45,00 Euro
Hexentanzplatz in Schwerte Garenfeld 22.05 + 04.09.05
Je um 11.00 Uhr Parkplatz Garenfeld. Kosten: 20,00 Euro
Hügelgäberfeld Schwerter Wald :
20.02 + 17.04+28.08 je 20,00 Euro
05.05.05, 17.07.05 je 14.00 Uhr Kosten 20,00 Euro

Im Bauch der Großen Mutter
1 Tages Workshop - Höhlenworkshop im Hönnetal.
Kontakt zu unserer Urfrau / Urmann Sa. 06.08.05
Preis pro Person: 100 Euro
Informationsveranstaltung dazu am 10.07.05 um 15.00 Uhr

Hexenwanderung
Zum Gedenken an die Opfer der Hexenverfolgungen wandern wir zum Hexenkreuz
um dort einen Kranz niederzulegen. Dazu bitten wir vorher dann um Spenden.
Die Wanderung ist kostenlos.
Bitte Verpflegung und Wettergerechte Kleidung mitbringen!
Datum: 01.05.2005
14.00 Uhr Treffpunkt Parkplatz Haus Niederhofen ( am Kinderheim in
Wellinghofen)

Heiden räumen auf!
Aufgrund der tollen Aktion am Haltener See, haben wir beschlossen diesen
wunderbaren Gedanken weiter zutragen und in unserer unmittelbaren Umgebung,
dem Schwerter Wald , gutes zu tun.
Wir werden im Jahre 2005 dort eine Müllsammelaktion starten und hoffen auf
rege Teilnahme!
Termin wird über Post, Internet und Medien bekannt gegeben!
Noch kein Termin!

 



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Fotos:
Christrose: Doris Thiemann
1.Labyrinth: Distelfliege
2.Labyrinth: eine Vollmondin

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