Rundbrief für Göttinnen- Spiritualität

Hallo ,


Herzlich Willkommen zur 8. Ausgabe des Schlangengesangs.
Bunt gemischt wie das Herbstlaub sind wir diesmal. Passend zu Samhain gibt es einen Blick auf Vergangenes und auf Kommendes - mal mit engeren, mal mit weiterem Göttinnenbezug. Diesmal auch wieder im eher gewohnten Umfang :).

Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
ArtemisAthene, Ash, Caitlin, Elea, Gwenhwyfar, jana, Karmindra, Lilia, Markus, Mooncraft, Sabine, Silver, Temkes, Zauberweib



Inhaltsverzeichnis

Göttin:
- Haloa
- Cailleach

Pflanzen:
- Kürbis

Praktisches:
- Der Kürbis in der Küche
- Räuchern

Aufgelesen:
- Aktuelles:
Besuch auf der Buchmesse
- Buchrezensionen:
die geweihten Nächte

Netze weben:
- Wenns sche herbstlt

Kalender:
- Angerona
- Kalender: November
- Kalender: Dezember
- Kalender: Januar
- Veranstaltungen

Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden




Haloa

Haloa war im antiken Griechenland ein Fest der Fruchtbarkeit und der Vegetation. Gefeiert wurde es am 26. Tag des Mondmonates Poseideon. Der Ursprung ist nicht restlos geklärt. Ob der Rückschnitt der Reben nach der Ernte oder aber das Verkosten des ersten, frisch gegorenen Weines oder vielleicht doch die Fruchtbarkeit des neuen Getreides mit einem Opfer gefördert werden sollten, steht nicht fest. Halos bezeichnet zumindest den kreisförmigen Dreschplatz. Demeter, Haloa und Dionysos, aber auch Persephone waren die Götter denen geopfert wurde.

Bekannt ist, dass dieses Fest in frühester Zeit allein die verheirateten Frauen feierten.

Zum Ablauf: nach einer Prozession von Athen nach Eleusis, bei der Früchte in Opferkörben mitgeführt wurden, fand das Festmahl statt. Was die Speisen angeht, so gab es einige rituelle Tabus: es durften keine Eier, Hühner, Granatäpfel, Äpfel und auch einige Fische auf der Tafel landen.
Die eleusinischen Arkhontes, Beamtinnen, bereiteten das rituelle Festmahl zu.

Hauptattraktion waren Kuchen in Form von weiblichen und männlichen Genitalien (Phallus und Pudenda). Die Frauen trugen tönerne Modelle der Geschlechtsteile um den Hals, tanzten nackt um einen großen Phallus und feierten ausgelassen mit rituellen Obszönitäten und Weingenuss. Ein Verhalten also das im Griechenland der Antike mehr als ungebührlich für Frauen war. Dieser Teil des Festes wird als Phallophoria bezeichnet.
Auf dem Kopf trugen die Frauen eine Opferschale, das Kernoi, das Weihrauch, Getreide und andere Opfer enthielt. Diese Opfergaben wurden über den Phallus gestreut. Die Frauen und Priesterinnen ermunterten sich gegenseitig, sich Liebhaber zu nehmen.

Später am Abend wurden auch Männer dazugeholt und im Laufe der Nacht entwickelte sich das, was wir heute als Orgie bezeichnen.

Den Vorsitz über das Fruchtbarkeitsfest hatten Demeter und Persephone, dargestellt von zwei Priesterinnen, die mit zwei Fackeln in der Hand an erhöhter Position saßen.

artemisathene



Cailleach

Wir treten nun ein in die dunkle Jahreszeit, der Winter steht vor der Tür.
Der 1. November ist der Festtag der Cailleach, der Verschleierten. Ihr Name bedeutet auch soviel wie „alte Frau“ oder „Hexe“. Sie trägt auch die Namen Scota, woher der Name Schottland stammt und Gruagach (Hexe des Winters).
An Samhain beginnt ihre Herrschaft. Sie ist der dunkle, zerstörerische Winteraspekt der großen Göttin. Die Göttin Brighid legt ihre Zauberrute unter einen Holunderbusch, wäscht sich in einem Becken aus Jura und wird zur Cailleach, die als blaugesichtige Feenfrau oder Riesin dargestellt wird. Mit ihrer Zauberrute, slachclan genannt, springt sie von Berg zu Berg und überzieht die Landschaft mit Frost.
Sie bringt Krankheit und Seuche, steht für das Alte und Absterbende und hat die Macht über das Wetter und die Winde. Sie ist die Herrin der dunklen Monate und beendet ihre Herrschaft, indem sie selbst die Schlange weckt, welche als Symbol für die Kräfte des Wachstums und der Erneuerung gilt, und diese den Winter beendet.
Wann sie nun wieder von der alten Cailleach zur wunderschönen Jungfrau Brighid wird, darüber sind sich die Quellen unklar. Mal wird Imbolc als Tag der Verwandlung angegeben und mal wird der Monat März erwähnt.

Doch nicht nur durch die Verwandlung von letztlich ja auch weiser Alter zur jungen Strahlenden Göttin gilt sie als Gestaltenwandlerin. Sie soll die Fähigkeit besitzen, sich in einen Hasen, einen Reiher, eine Möwe oder eine Katze zu verwandeln.
Zu Ernte-Dank, der Herbsttagundnachtgleiche, war es Brauch, die letzte Garbe zu einer Puppe zu binden und sie nach ihr zu benennen. Diese Puppe wurde auch Kornhexe des Winters genannt. Sie zu binden war eine unbeliebte Aufgabe, da der Mann, der sie schnitt, ihr einen Platz im Haus geben musste und sie den ganzen Winter zu „versorgen“ hatte. Dies bedeutete für die Familie, so glaubte man, Unglück, Krankheit und Hungersnot.
In manchen Gegenden jedoch wurde die Puppe auch feierlich in die Kirche gebracht, im Haus bekam sie einen Ehrenplatz und im Frühjahr wurde sie an das Vieh verfüttert was diese gesund halten sollte.
Cailleach vereint in sich zwei Aspekte, die den Zyklus allen Seins widerspiegeln: Den der Zerstörung und der Erneuerung.

Karmindra und Gwenhwyfar





Der Kürbis

Wusstet ihr schon: der Kürbis ist eigentlich gar kein Gemüse, sondern eine Beerenfrucht! Um diese riesige Beere wollen wir uns zu Samhain oder Halloween einmal kümmern, ist doch nahezu alles an diesem Wundergewächs zu gebrauchen: Blüten, Frucht und Samen sind essbar, die Samen/Kerne sind medizinisch verwendbar und die Fruchtschale ist nicht nur dekorativ als Laterne, sondern eignet sich beim Flaschenkürbis auch als Haushaltsgerätschaft oder Musikinstrument.

Der Gartenkürbis heißt lateinisch Cucurbita Pepo, er gehört zu den Kürbisgewächsen, den Curcubitaceae, genauso wie die Zucchini.

Botanik: der Kürbis liebt gut gedüngten, lockeren Boden, weshalb man ihn häufig auf Komposthaufen setzt. Der Standort sollte sonnig sein. Je nach Sorte benötigt der Kürbis sogar sehr viel Sonne. Es gibt ca. 800 verschiedene Kürbissorten, die grob unterschieden werden in Zierkürbisse, Speisekürbisse und Kalebassen.

Pflege: Um große Früchte zu erhalten, sollte man den Haupttrieb nach der 4. Nebenranke abschneiden und die Fruchtbildung abwarten, dann sollten auch die Nebentriebe entsprechend gekürzt werden. Aus den leuchtend gelben Blüten entwickeln sich die Früchte. Mehr als 8 Früchte sollte man aber auch nicht ausreifen lassen, da sich die Pflanze dann erschöpft und die Früchte klein bleiben.

Inhaltsstoffe: fettes Öl, etw. ätherisches Öl, Eiweiß, Pektine, Steroide, möglicherweise auch geringe Mengen eines Alkaloids, Vitamine, besonders Vitamin E, Selen, Magnesium und die Aminosäure Cucurbitacin

Heilwirkung und Anwendung: verwendet werden die Kerne des „steirischen Ölkürbis“ bei Blasenleiden, Prostataleiden, Reizblase, Bettnässen bei Kindern, als Antioxidanz und Entzündungshemmer, Hormonspiegel regulierend und die Blasenmuskulatur stärkend.
Anwendung der Kürbiskerne: Täglich 2-3 x 1 EL Kürbiskerne über einige Monate hinweg.
Anwendung des Kürbiskernöls: 30 g auf einmal eingenommen soll eine wirkungsvolle Kur gegen Eingeweidewürmer sein.
In der Volksmedizin wird das Fruchtfleisch roh oder gekocht bei empfindlichen Nieren ebenso empfohlen wie bei Schwangerschaftserbrechen. Auch soll das rohe Fruchtfleisch eine wirkungsvolle Wundauflage sein. Der Tee aus den Kernen soll Diabetes lindern.

Geschichte: Der Kürbis ist eine alte indianische Kulturpflanze und als solche seit Jahrtausenden kultiviert worden, doch auch in China war der Kürbis bekannt. In der traditionellen chinesischen Medizin wird er sowohl bei Blasenleiden wie auch bei trockenem Husten und Fieber eingesetzt. Auch in der Apothekerkunst Mesopotamiens wurde der Kürbis verwendet. Und entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass die Spanier als erste den Kürbis eingeführt hätten, soll der Flaschenkürbis bereits 800 n.u.Z. von Karl dem Großen in Frankreich angebaut worden sein. Er war bereits in der Heilkunde des Mittelalters ein wichtiges Mittel.
Der Flaschenkürbis diente vielfach auch als praktisches Haushaltsgefäß: ob als Topf, als Löffel oder Karaffe. Auch ein Rhythmusinstrument konnte man aus ihm herstellen.

Aphrodisiakum: der Kürbis gilt als Fruchtbarkeitssymbol und Aphrodisiakum, wahrscheinlich wegen seiner runden, „schwellenden“ Form. Im Ayurveda und im Tantra werden den Kernen aphrodisische und rituelle Qualitäten zugeschrieben, sie werden bei tantrischen Liebesritualen gegessen. Auch ist bekannt, dass der Kürbis als Opiumzusatz verwendet wurde, um die aphrodisischen Qualitäten des Opiums zu verstärken.

Kürbis und Halloween/Samhain: zu diesem alten keltischen Fest zur Verehrung der Ahnen wurden schon seit alters her Laternen und Lampions gebastelt. Die Lichter sollten den Seelen der Verstorbenen den Weg zu ihrer Sippe weisen. Auf den britischen Inseln wurden ursprünglich Rüben ausgehöhlt und mit einer Kerze bestückt. Als die ersten Amerikaemigranten den Kürbis mitbrachten, fand er fortan Verwendung als Laterne. Er lässt sich leichter aushöhlen, ist größer und auch dekorativer als die Rüben, die heute völlig in Vergessenheit geraten sind.

Artemisathene



Praktisches

Der Kürbis in der Küche:

Zu den beliebtesten Speisekürbissen zählen: Gelber Zentner, Moschus- oder Muskatkürbis, Hokkaidokürbis, Sweet Dumpling, Butternutkürbis und der Spaghettikürbis. Die hübschen Zierkürbisse sind nicht zum Verzehr geeignet, sie enthalten viel Cucurbitacin, ein Bitterstoff, der Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen kann.

Der Butternutkürbis, der Sweet Dumpling und der Moschus- oder Muskatkürbis schmecken etwas nussig und können gut zu Desserts, Kuchen, Cremes und Parfaits verwendet werden. Gesüßt werden sie am besten mit Honig oder Ahornsirup.

Pikant gewürzt mit Ingwer, Curry, Pfeffer oder Muskat kann man aus dem Hokkaido, dem gelben Zentner oder dem Muskatkürbis wunderbare Suppen und Eintöpfe zaubern.

Kürbissuppe: ca. 1 kg Kürbisfleisch und 1 Karotte in Stücke schneiden, in Öl anbraten und mit 1 Liter Brühe aufgießen, salzen, 1 TL frisch geriebenen Ingwer, etwas Piment und 1 Lorbeerblatt zufügen und 15 Minuten kochen lassen. Lorbeerblatt entfernen, mit dem Mixstab pürieren und einen Schuss Sahne sowie etwas Kürbiskernöl hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kürbiskerne in der Pfanne ohne Fett anrösten und auf die angerichtete Suppe streuen.

Als Einlage für eine Kürbissuppe eignen sich auch Garnelen oder Flusskrebsschwänze. Für eine süße Variante der Suppe wird der Kürbis mit Milch statt Wasser gekocht und mit Zucker und Salz gewürzt. 50 g Amaretti werden mitgekocht. Dann die Suppe pürieren. Zum Anrichten noch einmal 50 g Amaretti über die Suppe bröseln.

Kürbis-Gnocchi: 1 kg Kürbis schälen, in kleine Stücke schneiden und mit 1 EL Olivenöl bi 180° Ober- und Unterhitze im Backofen ca. 40 Minuten garen. Ein Ei trennen. Den fertigen Kürbis pürieren, 200 g Mehl mit und das Eigelb untermengen bis ein fester Teig entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. 2 Liter Gemüsebrühe aufkochen, mit 2 Kaffeelöffeln Nocken formen und in die Brühe geben. Ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Butter und gehackten Knoblauch in einer Pfanne erhitzen und die Gnocchi darin schwenken. Mit Parmesan betreuen.

Kürbisbrot: 400 g Kürbis schälen und in Würfel schneiden. In 150 ml Wasser mit 1 TL Salz, 4 Nelken, 1/2 TL Zimtpulver und 20 g frisch geriebenem Ingwer 10-15 Minuten weich dünsten. Die Nelken entfernen und den Kürbis pürieren. 500 g Weizenmehl in eine Schüssel geben, 5 EL Zucker und 1 Würfel Hefe hineinbröckeln. 50 ml lauwarme Milch darüber gießen, vermengen und den Vorteig gehen lassen. Nach ca. 15 Minuten 2 EL weiche Butter, 1 TL Salz und das Kürbispüree dazugeben und alles zu einem festen Teig kneten. 2 EL gehackte Kürbiskerne anrösten und dann unter den Teig kneten. Nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. Ofen auf ca. 185° vorheizen. Eine Kastenform ausfetten, den Teig einfüllen. Die Oberfläche des Brotes mit Wasser bestreichen und mit ganzen Kürbiskernen bestreuen und diese leicht andrücken. So noch einmal 5-10 Minuten gehen lassen. Dann das Brot ca. 45 Minuten goldbraun backen.

Kürbismarmelade: 250 g getrocknete Aprikosen vierteln, 1,2 kg weichfleischigen Kürbis (z.B. Zentner oder Hokkaido) in Spalten schneiden, entkernen und schälen. 750 g Fruchtfleisch in 2 cm große Würfel schneiden. Aprikosen, Kürbiswürfel, Mark von 4 Vanilleschoten und 1/2 Liter Orangensaft mischen und in einem geschlossenen Topf bei milder Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen. Alles fein pürieren. 3 EL Zitronensaft und die abgeriebene Schale 1 Orange untermischen. 500 g Gelierzucker 2:1 unterrühren und alles aufkochen. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen, in Twist-off-Gläser füllen.

Wer noch mehr zum Thema Kürbisküche wissen will, hier sind die Quellen dieser Rezepte: Alfons Schubeck: „meine leichte Küche“
Edgar Essig: „KürBis(s), trendige und ursprüngliche Rezepte“
„die besten Rezepte aus Großmutters Küche“
Essen und Trinken 10/99

artemisathene



Räucherpraxis

Immer wieder wurden und werden hier Pflanzen vorgestellt; und so manche Pflanze ist direkt einer Göttin zugeordnet. Man denke dabei z.B. an "Artemisa vulgaris" - Beifuß (in der letzten Ausgabe vorgestellt).
Was liegt also näher, als - vorzugsweise selbst gesammelte - Pflanzen zu Ehren der Göttin zu räuchern?

Es gibt zwei Arten des Räucherns: die herkömmliche mittels Räucherkohle, und die "instant"-Methode, bei der das Räucherwerk auf ein feines Sieb gelegt wird, unter dem ein Teelicht brennt. Welche Möglichkeit bevorzugt wird, liegt im Ermessen des Einzelnen. Mir selber gefällt die letztere Methode besser, weil ich hier leichter dosieren kann. Bei der traditionellen Art hingegen kann die Vorbereitung in das Räucherritual einbezogen werden: in gleichem Maß wie die Kohle sich erwärmt, steigt die Konzentration und Innenschau der Beteiligten. Diese Gelegenheit fällt bei der Teelicht-Methode weg.

Was oft und gern vergessen wird, dass es viele heimische Kräuter und Pflanzen gibt, die sich sehr gut zum Räuchern eignen. Einige davon haben wir den Importen mittelalterlicher Klostergärten zu verdanken. Praktisch an jedem Wegesrand wachsen Schafgarbe, Thymian, Ysop, Kamille, Rainfarn, Beifuß. In vielen Gärten gibt es Salbei, Lavendel, Rosmarin, Rosenbüsche. Wacholder und Fichten(harz) sind beim Spaziergang zu finden. Basilikum, Lorbeer, Nelken finden sich zumindest im Gewürzregal.

Ich möchte hier ermuntern, das Räuchern einfach auszuprobieren. Lieber mit weniger Pflanzen anfangen, als sich ein umfangreiches Sortiment zuzulegen, um dann den Überblick zu verlieren.
Die Pflanzen (bzw. Teile davon: Wurzeln, Blüten, Blätter, Harze) zunächst einzeln auflegen, um die Wirkung zu testen. Sich hierbei Notizen zu machen, ist hilfreich. Später können eigene Mischungen komponiert werden. Dabei soll natürlich die Wirkung der einzelnen Komponenten zusammen passen. Die Auswahl kann aber auch anhand von Zuordnungen zu bestimmten Göttinnen getroffen werden. (Holle: Holunder, Freya: Frauenmantel, Brigid: Eisenkraut und Birke, ...)

Gerade in der nun kommenden dunklen Zeit findet man vielleicht eher die Muße für Räucherstunden und tieferes Einfinden, Auseinandersetzen mit bestimmten Göttinnen. Über die Pflanzen Zugang zu finden, ist ein möglicher Weg.
Ebenfalls in den nächsten Zeitraum fallen die Rauhnächte, die auch wieder mit Räuchern, mit Zukunftsschau und Reinigung zu tun haben. Was letzteres angeht, so verwende ich für meine regelmäßige Wohnungsräucherung Salbei. Die getrockneten Blätter können direkt angezündet und verräuchert werden - wirklich einfachste Handhabung.

Zu bestimmten Anlässen - oder wenns mal etwas mehr sein darf - mache ich mir eine Mischung aus Lavendel, Salbei und Rosmarin zu je gleichen Teilen. Im Mörser zerkleinern und dann räuchern. Diese Mischung ist nicht nur reinigend, sondern schafft auch Klarheit und ein freundliches Klima.
Sehr gern mag ich den leicht vanilligen Duft von Schafgarbe. Ihr Rauch hilft bei Zukunftsschau und Traumdeutung. (Nicht umsonst werden z.B. beim IGing traditionell Schafgarbenstengel verwendet!)
Holunder ist die richtige Räucherung für Übergänge und kann helfen, die eigene Lebensaufgabe zu finden.
Johanniskraut hilft Spannungen in einem Raum auszugleichen - sowohl bei Streit, als auch elektrische Spannungen von Fernseher, Computer, etc.
Lorbeer verhilft zum Durchblick und zur nötigen Ruhe, eine Sache noch einmal von allen Seiten zu betrachten.

Mit den nachfolgenden Buchtipps will ich zum Weiterlesen animieren und vielleicht anregen, sich im Frühjahr ein paar neue Garten- oder Balkonpflanzen zuzulegen. Damit im nächsten Herbst dann schon eine ganz eigene Räuchermischung aufgelegt werden kann.

Bader, Marlies: Räuchern mit heimischen Kräutern : Anwendung, Wirkung und Rituale im Jahreskreis. München, 2003. ISBN 3-466-34466-2
Kinkele, Thomas: Räucherstoffe und Räucherrituale : Kraftvolle Rituale mit duftenden Pflanzenbotschaften; das Handbuch für die Räucherpraxis. Aitrang, 2002. ISBN 3-89385-372-3
Cunningham, Scott: Das große Buch von Weihrauch, Aromaölen und magischen Rezepturen. München, 2001. ISBN 3-442-14217-2

Ulrike Zauberweib Engelhardt



Aktuelles

Besuch auf der Buchmesse

Ich besuchte am Sonntag, den 10. Oktober, die Buchmesse auf der Suche nach interessanten neuen Büchern zum Thema Göttin. Leider bot sich mir ein ganz anderes Bild als noch vor zwei Jahren. Damals gab es eine Reihe esoterischer Verlage und viele Veranstaltungen rundherum. Dieses Jahr lief ich durch 4 Gänge christlicher Verlage, bis ich überhaupt mal einen esoterischen Verlag entdeckte. Bei den wenigen ausstellenden Verlagen fand ich auch nichts zum Thema Göttin. So habe ich mich dann online umgeschaut was es Neues zum Thema Göttin gibt und folgendes aufgestöbert:

Im Januar erscheint bei Heyne eine Neuauflage von Francesca deGrandis „Die Macht der Göttin ist in dir“ . Die Neuauflage kostet nur noch 9.95 Eine Rezension zu diesem Buch gab es im Schlangengesang Nr. 1 und ist online nachzulesen.

Arun hat ein neues Buch von Cambra Maria Skadé herausgebracht mit dem Titel "verwurzelt Fliegen - von Wurzelkraft und Ahninnen". In diesem Buch begibt sich Skadé auf die „Spuren der Geschichte, weiblicher Geschichte, unseres Wissens, unserer tiefen Erinnerungen, unserer Ahninnen, unserer Kraft und Kreativität.“

Im Großen und Ganzen war es das leider schon zum Thema Neuerscheinungen mit Göttinbezug. Ich möchte euch daher noch Bücher aus einem bestimmten Verlag vorstellen, den ich nicht in der „Esoterikecke“ der Buchmesse fand, sondern bei den Frauenverlagen.



Und zwar ist das der Verlag Christel Göttert. Der Verlag hat Bücher zur Frauenspiritualität ebenso wie zu Frauenphilosophie. Vielleicht habt ihr ebenso wie ich noch nichts von diesem Verlag gehört, und daher möchte ich euch ein paar Bücher vorstellen die zwar nicht neu, aber vielleicht dennoch interessant sind:

1. „Sie war umhüllt vom Duft wilder Nelken“ Mein Pyrenäen Tagebuch von Angela Monika Auerbach
Die Autorin hat in einem Museum eine Statue, deren Anblick sie nicht mehr loslässt. Sie begibt sich auf die Suche nach dem ursprünglichen Kultort der Statue und erzählt nicht nur von der Schlangenfrau von Oô, und dem GöttinnenOrt in den Bergen, sondern auch von Vertreibung und Diffamierung sondern auch von matriarchalen Kulten und Riten.

2. Auf den Spuren der Göttin, eine Textsammlung
„Christa Mulack führt in die Göttin-Kultur ein, und Teilnehmerinnen einer Studienreise berichten über ihre Spurensuche in der Türkei. Ohne auf alle anstehenden Fragen eine Antwort geben zu wollen, versuchen die Autorinnen, das Gefundene aus Frauensicht einzuordnen und zu deuten - auch unter Einbeziehung von eigenen, höchst subjektiven Erfahrungen im Land der Göttin“
Die Sammlung umfasst vier Hefte
Heft 1: Die Göttin-Kultur und ihre Bedeutung heute
Heft 2: Die Göttin ist die Göttin ist die Göttin
Heft 3: In der Türkei mit weiblichem Blick
Heft 4: Auswahlbibliographie

Gwenhwyfar



Aufgelesen

Buchrezension

Ulbrich, Björn: Die geweihten Nächte

Weihnachten gilt ja gemeinhin als DAS christliche Fest überhaupt - und hat eigentlich am wenigsten damit zu tun. Woher all die Bräuche und Symbole der Winterzeit kommen, ist in diesem handlichen Buch zusammengetragen. Dabei geht es hier in keinster Weise wissenschaftlich vor, vielmehr ist es ein Erzählbuch, das auch Anregungen für die eigene Festgestaltung geben will.

Es beginnt mit einem kurzen Überblick über Sonnenkulte und Jahreslauf und was es denn mit der "Geburt des Kindes" überhaupt so auf sich hat. Im folgenden Hauptteil werden die verschiedenen Bräuche, Ereignisse und Symbole erklärt: Julbogen, Sinngebäck, Lichterkranz, Sterne, die Zwölften, Ruten, Feuer uvm. Die Texte sind durch Gedichte und Bilder aufgelockert (letzteres stört teilweise beim Lesen) und mit einigen Liedern vervollständigt.
Natürlich finden hier auch "Frau Holle"/Hel und die Percht/die Bethen ihren Platz, dazu ein kleiner Ausschnitt:

"Hel selbst ist die dunkle Erde, das Moor, das Totenreich. Sie nimmt das Leben und erneuert es. Wie das Moor ist sie nicht nur Grab, sondern auch fruchtbarer Boden und Keim für neues Leben. Wie der Schnee im Winter bringt sie nicht nur Starre und Bewegungslosigkeit über die Erde, sondern auch eine schützende Hülle, die das wiedererstehende Leben der Pflanzen und Tiere bedeckt."

Es folgen weitere Berichte über heute noch/wieder lebendiges Brauchtum rund um die Winterzeit und ein kurzer Überblick über Weihnachten im Lauf der Geschichte. Sehr interessant auch die Frage "Brauchen wir heute überhaupt noch Religion?" und die Denkansätze dazu.

Leider ist der Inhalt nicht jahreschronologisch aufgebaut, sondern in einem Durcheinander an Festen, Symbolen und Bräuchen. Gezielte Suche ist also nicht gerade einfach, aber bei 128 Seiten doch machbar. Immerhin gibt es ein Inhaltsverzeichnis. Das Ineinanderfließen von Bild und Text macht sich optisch ganz gut, stört aber manchmal beim Lesen.
Mein Fazit: ein schönes Buch zum Schmökern und Anregungen holen. Es ist hier eine ganze Menge zusammengetragen, das ich in dieser kompakten Form bisher noch nirgends gefunden habe. Doch wer tiefer gehen will, wird hiermit wohl eher wenig anfangen können.

Textauszug mit freundlicher Genehmigung des Arun-Verlages.

Ulbrich, Björn: Die geweihten Nächte : Rituale der stillen Zeit. Ein Ratgeber für Weihnachten. Arun, 1999. ISBN: 3927940526

Ulrike Zauberweib Engelhardt



Netze weben
Wenns sche herbstlt - Gedichte

MADRON

weiße frau reitet voran
tor um tor
zur blutigen späne
das anschürt das petersfeuer
bethenkraft- madronenkraft
blutmacht – rot so rot lodern
rotes netz speist
petriherrngebildeskirchen
von freising bis rom
sie lacht laut
über den petrus & den teufel
das blut gluckert in ihr
bis die schwarze reiterin
sie in den erdspalt führt
zu ihren schätzen
wendenacht
die Tore sind offen
die weiße reiterin
wird mit dem roten drachen
wiederkommen

Der Madron ist ein kleiner Berg am Eingang des Inntales mit großen Hüterinnenfunktionen-heute Petersbergl genannt(Peter – Bethen , Madron – Madrisa – die alte Muttergöttin der Alpen). Es ist für mich ein sehr roter Platz mit allen Facetten, war deshalb wohl machtmäßig äußerst interessant für die Kirche –aber wie auch immer sind die Drei die eigentlichen Herrschenden des Inntales und daran ändert nienicht gar nichts (wird sehr klar in den vielen Sagen von dem Platz) - heiliger Platz bleibt eben heiliger Platz !

Wenn`s sche herbstlt in de Berg

frische klare bergbegrenzende
Unendlichkeit
übern Morgennebel
I schaug

“S´guad wia`s is”

Kastanienkettenträume
von der Haselernte :
1-2-3 - welche Wünsche hab ich frei ?

während die Nebelfeen tanzen freigebunden
und flüstern im wispernden Schilf des Hochmoors :
„hey Gfeide, tanz mid, ois is möglich !“

Schwesterngeflecht

An einer Quelle
trinken
genießen
uns nähren
erquickt
festgehalten
in all unserem sein
gebeten und gedankt
in IHR
durch uns

mit – einand
schwesternliebe
liebe schwestern
einander
quelle sein

Martina Silvia Glatt
ALTE WEGE NEU GEHEN
Gaiamantische Exkursionen
im Chiemgau




Kalender

Der Schlangengesang – Göttinnenkalender

Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine Lebensaufgabe.

Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.

artemisathene



Richtigstellung

In der letzen Ausgabe ist uns leider ein kleiner Fehler passiert. Versehentlich wurde in der Rubrik Kalender eine Abschrift die ich für Artemisathene gemacht habe, eingefügt. Der Text stammt im Original von Gardenstone und ist dem Buch "Germanischer Götterglaube" entnommen.

Gwenhwyfar



Angerona

Herkunft: römische Göttin der Verschwiegenheit, Schutzgöttin der Stadt Rom, Göttin der Geheimnisse und Todesgöttin, Göttin der Wintersonnenwende und des neuen Jahres, wahrscheinlich auch der Fruchtbarkeit , Befreierin von Ängsten und Kümmernissen sowie von der Krankheit „Angina“

Feiertag und Kult: Sie wurde am Tag der Wintersonnenwende geehrt „Es gibt wohl welche, die sagen, dieser Tag sei heilig wegen des Jahresbeginns; es stehe nämlich fest, dass dies anfänglich der Jahresanfang gewesen sei“ (lat. Inschrift). Im römischen Festkalender war dies der 5.Tag der Saturnalien (altrömisches Bauernfest zum Ende des Erntejahres).
Ihr wurden Opfer in Rom dargebracht, über den Ort streiten sich die antiken Quellen: sacellum Volupiae oder in der Curia Acculeia, eventuell sind auch beide Orte identisch.
In Griechenland wurde an diesem Tag Demeter geehrt.

Darstellung: In ihrem Heiligtum wurde sie mit verbundenem und versiegeltem Mund dargestellt, es gibt auch Darstellungen mit dem Finger auf den Lippen oder einem Schleier über dem Mund

Texte zu Angerona:
Angerona, das Schweigen aus dem alles kam und zu dem alles zurückkehrt.
Sie fordert uns Frauen auf, hellhörig zu sein für das Unaussprechliche in der Welt und zu unterscheiden zwischen machtvollem, widerständigem Schweigen und ohnmächtiger Wortlosigkeit.
Unter dem Schleier der längsten Winternacht hütet sie die Seelen der Toten und das geheime Wissen der Frauen.

Artemisathene



Kalender: November

Im Jahreskreis der alten Griechen teilten sich die Mondmonate Pyanepsion und Maimakterion die Zeit unseres Novembers. Der Name Maimakterion war von einem Beinamen der Zeus hergeleitet und bedeutete soviel wie der zürnende, tobende Zeus. Das Fest mit gleichem Namen (Maimakteria) stand für den Winteranfang, ein genaues Datum dafür ist aber nicht überliefert.
Der November ist im römischen Kalender der neunte Monat des Jahres. Begonnen wurde die Zählung mit dem März.
Nebelung war die germanische Bezeichnung für den Monat November. Damit wird ein nebel- und windreicher Monat bezeichnet. Die Indogermanische Sprachwurzel Nebh bezeichnet Feuchtigkeit, Dunst und Nebel.

1. November: Tag der Banshees, der Geister aus der Anderswelt in der keltischen Religion. In Irland wird noch teilweise ein Brauch dazu zelebriert. Man legt den Verstorbenen Äpfel auf die Gräber als Symbole für den ewigen Kreislauf aus Geburt – Tod – Wiedergeburt. Banshee kommt etymologisch von ban = Frau und sidhe = Fee.
Quelle: Edain Mccoy: Die keltische Zauberin
Geburtstags-Fest der schottischen Göttin Cailleach. Ihre Herrschaft als Wetter- und Sturmgöttin, Zerstörerin und wilde Furie, die jedes aufkeimende Frühlingsblatt mit ihrem Zauberstab zu zerstören sucht, beginnt am ersten November. Sie endet, je nach Überlieferung an Imbolc, 2.Februar, oder sogar erst an Beltane, 1.Mai.
Quelle: http://www.caerclud.vscotland.org.uk/cailleach.html ; http://www.mysteriousbritain.co.uk/folklore/calleach.html
Wohl auch Festtag einer schottischen Göttin mit Namen Nicneven. Als Totengöttin reitet sie ähnlich wie Hel in den dunklen Monaten durch unsere Welt um Seelen einzusammeln.
einzige Quellen, unsicherer Qualität: http://www.jbbb.de/cerridwen/panthe02.html
http://www.beepworld.de/members7/rawenna/rituale.htm


8. November: in vielen Kalendern wird behauptet, dies sei der Tag des Festes der japanischen Göttin der Küche: Hattsui-No-Kami oder manchmal auch Kami. Kami ist sicher falsch, denn dieser Begriff heißt bloß „Gottheit“, und Hattsui-No-Kami ist wohl eine Göttin der Ernte und des Küchengeschehens, aber ihr Festtag scheint nicht der 8. November zu sein. An diesem Tag wird im Fuigo Shrine in Japan ein Feuer entzündet, das zum Herstellen von Schwertern verwendet wird. Die dabei verehrte Gottheit ist Fuigo, ein Gott, keine Göttin, wird aber auch mit dem Kochen in Verbindung gebracht.
Quelle: http://www.octb.jp/english/search/detail.cgi?id=02016

12./13. November: Khalkeia: griechisches Fest für den Schmiedegott Hephaistos und die Göttin Athene Ergani. Es war ein Fest der Handwerker, der Waffenschmiede aber auch der Weber (Ergastinai), die an diesem Tag mit der Arbeit an dem Peplos begannen, das Athene an den Panathenaien zum Geschenk gemacht wurde.
Quelle: http://www.geocities.com/athens/parthenon ; http://www.winterscapes.com

13.November: Festtag der römischen Göttin Feronia. Sie war die Göttin der Wälder, Heilquellen und Heilkräuter.
Quelle: http://imperiumromanum.com/religion/antikereligion/feronia_01.htm ; Barbara Hutzl- Ronge Feuergöttinnen und Sonnenheilige

13.-16. November: Isia: Fest der Aussaat und des Keimens im alten Ägypten und in Rom vor der Kaiserzeit.
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar:
1.11. Pomona, römische Apfelgöttin, 6.11. Göttin Tiamat, 16.11. Nacht der Göttin Hekate, bzw. der Diana Lucifera, 18.11. Ardvi-Sura Anahita, persische Göttin, 28.11. Sophia

artemisathene



Kalender: Dezember

In der antiken griechischen Welt war der Dezember auf die Mondmonate Maimakterion und Poseideon verteilt. Letzterer zu Ehren des Meeresgottes Poseidon.
Im römischen Reich war der Dezember der 10. Monat (decem = zehn) nach dem März, dem offiziellen Jahresbeginn.
Im germanischen Kulturkreis hieß dieser Monat Julmond. (s. oben)

3. Dezember: Fest der römischen Göttin Bona Dea: Fest der „guten Göttin der Gerechtigkeit“, Göttin der Fruchtbarkeit, der Heilpflanzen, der Heilkunde und evtl. auch der Prophetie. Reiner Frauenfeiertag, Männer hatten bei den Feierlichkeiten keinen Zutritt.
Quellen: Der römische Festkalender, Reclam ; http://www.imperiumromanum.com

12. Dezember: Fest der alten Azteken-Göttin Tonantzin, heute verehrt als „our lady of Guadaloupe“ in Mexiko. Der heutige Marienkult geht ganz eindeutig auf eine frühere Verehrung der Fruchtbarkeitsgöttin Tonantzin zurück.
Quellen: AZTEC RELIGION - (C)1997-99 Thomas H. Frederiksenn ; http://www.awakenedwoman.com/tonantzin.htm

13. Dezember: Fest der heiligen Lucia in Schweden: ob sie eine Heilige aus Sizilien im 3. Jahrhundert n.u.Z. war oder doch eher die Christianisierung der Diana Lucifera, der römischen Hekate, sei dahingestellt. Heute tragen die Mädchen in Schweden an diesem Tag als „Lichterköniginnen“ ein weißes Gewand und auf dem Kopf einen Kranz aus Preiselbeerzweigen mit Kerzen darauf. Mit feierlichen Gesängen wird die Rückkehr des Lichtes gefeiert.
Quellen: http://www.sverige.de/lexi/lexi_feie.htm ; http://www.schwedenseite.de/kultur_feste_lucia.shtml

17.-23. Dezember: Saturnalien: ausgelassenes Fest im antiken Rom. Die Standesunterschiede waren für diese Tage aufgehoben. Der Sklave konnte vom Herrn bedient werden.
Quelle: http://www.uni-leipzig.de/~geschalt/pag/saturn.html

19. Dezember: Opalia: römisches Fest zu Ehren der Göttin Ops Mater / Ops Consiva, Göttin des Erntesegens, Göttin des Überflusses und des Reichtums, Schutzgöttin der Neugeborenen, aber auch Kriegsgöttin. (siehe Text im schlangengesang 2/03)
Quellen: der römische Festkalender, Reclam ; http://www.imperiumromanum.com

21. Dezember: Angeronalia/Divalia: Fest der römischen Göttin Angerona (s. oben)
Quellen: der römische Festkalender, Reclam http://www.pantheon.org/articles/a/angerona.html
Dieser Tag wird bisweilen auch als Divalia bezeichnet. Damit werden die an diesem Tag stattfindenden Feierlichkeiten zu Ehren der römischen Dea Dia bezeichnet, der gemeinsam mit der Göttin Angerona am Altar der Göttin Volusia geopfert wurde.
Quelle: http://www.uni-leipzig.de/~geschalt/pag/saturn.html

Zwischen dem 21. und 25. Dezember: Yul-Fest: aus dem Altgermanischen bzw. angelsächsischen Sprachraum: „Kinder-Tag“, Mittwinterfest. Wiedergeburt des Gottes Baldur. Dieser Tag bzw. Abend heisst auch Wolfsmond oder Weihemond. Oft wird dieses Fest auch Mittwinter genannt. Zu Jul wurde oftmals ein Schwein geopfert, welches Jolagalt genannt wurde.
Quelle: http://www.hauszellengemeinde.de/weihnachten_bedeutung.html ; Gardenstone: germanischer Götterglaube

23. Dezember: Larentalia: römisches Fest der Acca Larentia, einer Göttin um die sich viele Sagen ranken. Das Fest wurde am Grabe der Larentia auf dem Palatin gefeiert.
Quelle: http://www.imperiumromanum.com/religion/antikereligion/accalarentia_01.htm ; Römischer Festkalender, Reclam

24. Dezember: „Modraniht“: Nacht der Mutter/ bzw. Mütter: aus dem angelsächsischen Raum bekanntes Fest zur Verehrung der Mütter, das wahrscheinlich den Beginn des neuen Jahres bedeutete. Die Geburt des Sonnengottes durch die Muttergöttin.
Quelle: http://haligwaerstow.ealdriht.org/yulerites.htm ; http://www.englishheathenism.homestead.com/textmothers.html
Tag der Juvenalien: Fest der Kinder und jungen Leute im alten Rom. Eingeführt von Nero mit Schauspielen und Gladiatorenkämpfen.
Quellen: http://www.wilsonsalmanac.com/book/jan1.html ; http://www.fellowshipofisis.com/jc/jcdec23.html

24./25. Dezember: in Griechenland: privates Fest zu Ehren der Windgötter.
Quelle: http://www.winterscapes.com

25. Dezember: Geburtstag des Mithras bzw. Geburt des Sonnenheros. Fest der unsterblichen Sonne „sol invictus“. Im spätantiken Rom der höchste Feiertag, deshalb wurde er sicher auch später umgedeutet in den Geburtstag von Jesus Christus.
Quelle: http://www.cs.utk.edu/~mclennan/BA/SF/WinSol.html ; http://www.hauszellengemeinde.de/weihnachten_bedeutung.html

Mitte Dezember: kleine Asclepigeia: griechisches Fest zu Ehren der Heilgötter: Asclepios, Apollon, und der Göttin Hygieia
Quelle: http://www.geocities.com/athens/parthenon

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar:
8.12. Tag der Astrea, 15.12. Fest der Alcyone, 27.12. Fest der Göttin Marimba, 25.12. Fest der Atargatis, 31.12. Fest der Sekhmet

artemisathene



Kalender: Januar

Zum griechischen Januar gehörten die Mondmonate Poseideon und Gamelion. Letzterer benannt nach dem Hochzeitsfest, dem hieros gamos der Göttin Hera mit Zeus. Dieses Fest wird oft auch Theogamia genannt. Dieses Jahr fällt es allerdings in den Februar.
Der römische Monat Januar war benannt nach dem zweigesichtigen Gott Janus. Er hatte ein altes und ein junges Gesicht und blickte somit ins alte wie ins neue Jahr.
Im germanischen Gebiet hieß dieser Monat Hartung, nach dem hart gefrorenen Schnee. Das Wort bedeutet im Althochdeutschen in etwa „sehr“ oder „viel“ (Schnee oder Kälte). Die Wurzel „hart“ ist indoeuropäischen Ursprungs.

1. Januar: Eröffnungsfest des Tempels der Göttin Fortuna Omnium in Rom. Kaiser Trajan weihte den Tempel und gab der von ihm sehr verehrten Göttin den 1. Januar als Festtag. Da es so viele verschiedene Fortuna-Varianten gab, schuf er den Tempel in dem alle (omnium) verehrt werden konnten. Man betete zu ihr um das Heil eines jeden neuen Tages im neuen Jahr. Außerdem wurde Fortuna besonders von Soldaten verehrt.
Quelle: http://www.imperiumromanum.com

5./6. Januar: Koreion: Festlichkeiten zu Ehren der Kore-Persephone. : Feiern zum Beginn des Vegetationsjahres, Kore der Jungfrauenaspekt der Erntegöttin, die Kornjungfrau.
Quelle: http://www.fellowshipofisis.com/jc/jcjan1.html ; http://www.beliefnet.com/story/2/story_264.html

6. Januar: Feste der Göttin Holle, der Perchten, der Befana, Epiphania-Tag, Festtag der drei Bethen
Quelle: Schlangengesang 2-03 ; http://www.nebelpfade.de/artikel/6terjanuar

6./7. Januar: Fest der keltischen Göttin Morgane/Morrigan. Triadengöttin, die aus den drei Göttinnen des Krieges, der Schlacht und des Todes besteht. Schicksalsgöttin.
Quelle: die keltische Zauberin, Edain McCoy

6./7. Januar: Haloa: griechisches Fest zu Ehren der Göttinnen Demeter und Persephone sowie des Gottes Dionysos (evtl. identisch mit dem Koreion-Fest).
Quelle: http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
http://www.geocities.com/athens/parthenon


11. und 15. Januar: Carmentalia. 2-tägiges Fest der Quellgöttin Carmentis oder Carmenta: etruskischer Herkunft: Göttin der „Carmina“, der Lieder, Prophetin und Geburtsgöttin
Quelle: Der römische Festkalender, Reclam

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 2. Januar: Inanna, 6. Januar: kelt. Göttin Sirona

artemisathene



Veranstaltungen

Fr. 24. 11.2004
Vortrag: Heilige Jungfrauen von Bayern bis Rom

Vortrag über die heiligen bayrischen 3 Madln, den Zusammenhang zu den Bethen und den Madronen und unseren eigenen weiblich göttlichen Kräften. Da andere heilige Jungfrauen anderswo ähnliche Funktionen übernommen haben, passt es gut an dieser Stelle von den Jungfrauen Roms zu erzählen, die mich an Fasching wieder nach Rom rufen und euch ein bisschen von der Reise und deren Ablauf zu erzählen. An dieser Stelle darf natürlich nicht die Hl. Ursula fehlen, sie hat nämlich die Alpen mit einem Schiff überquert, um nach Rom zu gelangen!
Anschließend Zeit für Gespräch / Fragen
Alte Wege nee gehen - Martina Silvia Glatt
Awg.mglatt@web.de, Tel 08052 - 5256
Ort: Seminarhaus Trenkle in Stein / Priental
Zeit 19-22. Uhr
Kosten: 9 Euro

So 26.12.2004 „Rauhnachtslosen auf den Inseln“
Geomantische Exkursion

Zu Stefani werden wir einen Tag lang die besonderen Plätze den Chiemseeinseln besuchen, sie und ihre Geschichten kennen lernen. Die Inseln als Zentrum des Sees und des Chiemgaus sind auch das heilige Zentrum der Percht und ihren Nachfolgerinnen (die schwarze Muttergottes, Sel Irmingard und Anna auf der Herreninsel) und so ist es auch eine Tagespilgerreise wenn wir in ihrer heiligen Zeit, ihr die Ehre erweisen im Bewusstsein, dass dies für die Bauern im Chiemgau noch vor 100 Jahren selbstverständlich war (siehe F. Hager „Drudenhax und Allelujawasser“) Kripperlschaugn im Inseldom und Gemeinsames Singen dort gehört zu dieser Exkursion genauso wie die gemeinsame Einkehr mittags auf der Fraueninsel.
Alte Wege neue gehen - Martina Silvia Glatt
Awg.mglatt@web.de, Tel 08052 - 5256
Treffpunkt Schiffsanlegesteg Prien/ Stock
Zeit 9:30 bis ca 17:30
Exkursionsgebühr incl. Schiffsfahrt zu den Inseln: 39 Euro
Mitbringen: Warme (!) wetterfeste Kleidung

So 4.2.- Mi 7.2.2005
Kehraus in Rom
Geomantische Kehrausreis für Frauen

Letzes Jahr haben wir unsere Visionen z´Liachtmeß nach Rom getragen, haben die Kessel der Etruskerinnen bewundert, am Vestalinnentempel getrommelt, bei der Agnes und den anderen heiligen Jungfrauen Roms gesungen und ihnen und unserern Wölfinnenkräften zu Ehren ein schönes Liachtmeßritual im Jungfrauenpark gefeiert. Diese Stadt der Liebe (ROMA – AMOR) in der trotzdem einiges verquer gelaufen ist und läuft, berührt unsere Seele – das Ewige der Stadt zieht uns in den Bann und taucht uns ein in diese Spirale der Geschichte, unserer Geschichte – überall und gleichzeitig – Wege und heilige Orte in dieser Stadt wo alle Wege hingehen, lassen uns Masken ereknnen, aufsetzen und ablegen – Kehraus – dann fegn ma ebn diesmoi a bisserl!
Fegen, wo vergessen ist, ROMA- AMOR ist. Und a Gaudi (gaudere lat. Freuen) gehört eben zu Ganzsein / heilesein / heilig sein ganz entscheidend dazu!
Programm vorbehaltlich:
1.Tag: Die Wölfin - das antike Rom: Tiberinsel – Kapitolshügel - Forum Romanum – Colloseum –S. Clemente (Mithrasheiligtum) – Picknick am Palatin – Circus Massimo – S. Maria in Cosmedin, Bocca de Verita – S. Maria in Trastevere
2.Tag: Rosen für die heiligen Jungfrauen Roms am Rosenmontag:
S. Angnese in fouri de mura- S. Constanza – die Katakomben – die Verzückung der Theresa v. Avila – S. Maria Maggiore – S. Prassede – S. Pudentia – Lateran – fontana die Trevi – Pantheon – S. Maria sopra Minerva
3.Tag: Renaissancelust und Vatikanfrust – Kehraus:
Villa Farnesina – Orto Botanico – Vatikan – Engelsburg – Villa Guillia – Etr. Museen - Villa Borghese – spanische Treppe
4.Tag: Im Heut und Jetzt: Einkaufsmöglichkeiten auf FLohmarkt, Campo de Fiori etc. Nachmittags nach Ostia ans Meer, dem alten Hafen Roms
Kosten für geomantische Reiseleitung und Organisation: 150 Euro.
Übernachtung im Haus „Orsa Maggiore“ (Große Bärin) ehemaliges Kloster in Trastevere, nahe dem botanischen Garten jetzt internationales Frauenhaus, in dem viel kulturell passiert und dem frau eben auch übernachten kann. Alle Zimmer haben ein Fenster in den wunderbaren Innenhof, wo sich auch ein kleines Biorestaurant befindet, in dem man köstlich und günstig speisen kann. Übernachtungskosten sind von den Teilnehmerinnen vor Ort zu begleichen (2004: Ü/F 31,- im 2 Bettzimmer)
Eigene Anreise.
Anmeldung bitte bis 21.12.2004
Nähere Info auf Anfrage
Alte Wege neue gehen - Martina Silvia Glatt
Awg.mglatt@web.de, Tel 08052 - 5256



Impressum
Schlangengesang – der Rundbrief für Göttinnenspiritualität wird von keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die sich zu diesem Zweck zusammen fanden.

V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Florastraße 57b, 13187 Berlin

Schlangengesanglogo von Distelfliege

Dieser Rundbrief darf nur als Ganzes und unverändert in der vorliegenden Form weiter verbreitet werden. Eine Weiterverbreitung als Ganzes ist erwünscht.
Das Copyright des vorliegenden Materials (Bilder, Texte, Grafiken, Dateien u.ä.) liegt bei den jeweiligen AutorInnen, KünstlerInnen, die im Einzelnen der Redaktion namentlich bekannt sind. Jegliche Weiterverwendung des Materials ist nur mit Genehmigung des jeweiligen Autoren, der jeweiligen Autorin, erlaubt.

Schlangengesanginfos
Schlangengesang ist ein offener Rundbrief für alle Menschen, die sich mit der Göttin beschäftigen.
Schlangengesang erscheint alle zwei Monate. Über das Internet als HTML-Email ist Schlangengesang kostenlos abonnierbar. Die Printversion und ist jetzt auch abonnierbar.
Schlangengesang offline Abo: Gegen einen Unkostenbeitrag (in bar) von 2 Euro ist Schlangengesang auch auf Papier abonnierbar unter der Postkontaktadresse.

Wenn Dir der Rundbrief gefällt, verteile ihn bitte weiter - sei es als Email oder als Ausdruck (z.B. im Frauenzentrum, Esoladen etc). Zum Ausdrucken findest Du hier eine geeignete PDF-Datei: http://www.schlangengesang/archiv/08.pdf.

Schlangengesang ist ein Rundbrief zum Mitmachen: Bitte schicke uns Deine LeserInnenbriefe, Beiträge, Buchrezensionen, Kleinanzeigen oder was immer Du im Schlangengesang veröffentlichen möchtest.





Kontakt
Bitte schickt LeserInnenbriefe, Kleinanzeigen und Artikel an:
kontakt@schlangengesang.de oder
Schlangengesang, PF 87 03 52, 13162 Berlin, Fax 030 49908747

Infos zu Schlangengesang, Abomöglichkeit und Archiv: http://www.schlangengesang.de