| Hueterin,
Herzlich Willkommen zur siebten Ausgabe des Schlangengesangs.
Gerade erleben wir einen wunderschönen Spätsommer, doch der Herbst naht,
und somit widmet sich auch unser Newsletter vielen herbstlichen Themen.
Auch blicken wir auf das erste erfolgreiche Jahr Schlangengesang zurück.
Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
das Schlangengesang-Team
Andrea, ArtemisAthene, Ash, Caitlin, Elea, Gwenhwyfar, jana, Karmindra,
Lilia, Markus, Mooncraft, Silver, Temkes, Zauberweib

Inhaltsverzeichnis
Göttin:
- Demeter
- Die Göttin Feronia
- Die Göttin Fides
Pflanzen:
- Der Apfel
- Getreide
Praktische Anregungen:
- Jahreskreis
- Der Altar
- Altartuch, selbst gefärbt
Aktuelles:
- Sexy Holle? - "Barbiepuppe mit Atombusen"
- GWUP-StudienteilnehmerInnen gesucht
Buchrezension:
- Das Orakel der weisen Frau
Netze weben:
- Zeitspirale vs. We'moon
- Der We'moon Kalender
- 13 Jahre Zeitspirale
- www.demeter.de
- Kontaktanzeigen
Spendenaktion:
- KARO-Sozialprojekt
Kalender:
- Ein Jahr Kalender im Schlangengesang
- Feiertage
- Demeterfeste
- Germanische Feste September/Oktober
- Meditrinalia
- Isia - Fest der Aussaat und des Keimens
- Veranstaltungen
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Göttin:
Demeter
Demeter, die Tochter des Kronos und der Rhea, ist ursprünglich die
göttliche Mutter Erde, aus der alles Leben hervorgeht. Das Brot ist die
Gabe der Demeter, „sie sondert die Frucht und die Spreu im Hauche der
Winde“ (Ilias). Sie ist die Göttin, die den Menschen die
unentbehrlichste Nahrung gibt. Durch das Brot steht sie auch im
Zusammenhang mit dem Ackerbau, welcher wiederum zur Gründung fester
Wohnsitze, die Erbauung der Städte, Einführung der bürgerlichen Ordnung,
schließlich der Ehe und des friedlichen Zusammenlebens führte. Daher hat
sie auch den Beinamen der „Gesetzgeberin“.
Im Kult der Demeter steht ihr Verhältnis zu ihrer Tochter
Kore/Persephone im Mittelpunkt.
Stets werden diese beiden in den Festen des athenischen Staatenbundes
verbunden.
Besonders bekannt ist, dass dieser Mythos im Mittelpunkt der eleusischen
Mysterien steht.

In diesem Mythos wird Kore von Hades in die Unterwelt entführt. Demeter
sucht ihre Tochter überall. Sie findet heraus ,dass Hades sie mit
Zustimmung des Zeus geraubt hat. Darüber ist sie so empört, dass sie
nicht zum Olymp zurückkehren will. So wandert sie weiter über die Erde
und verbietet den Bäumen Früchte zu tragen und den Pflanzen zu wachsen.
Zeus kann sie nicht besänftigen, die Erde soll unfruchtbar bleiben bis
Kore zurückgekehrt ist. Zeus lenkt ein, und veranlasst die Rückkehr der
Kore. Da diese aber in der Unterwelt Granatapfelkerne gegessen hat, kann
sie nicht für immer in die Oberwelt zurückkehren. Als Kompromiss wird
ausgehandelt dass sie als Kore neun Monate bei ihrer Mutter Demeter
bleiben darf, aber auch 3 Monate im Jahr als Persephone in der Unterwelt
verbringen muss.
In diesem Mythos sieht man sehr schön Demeters Rolle als Erdgöttin.
Demeter war aber nicht nur eine Erd- und Getreidegöttin, sie wurde in
Phigalia als die pferdeköpfige Schutzherrin Demeter Hippia des
vorhellenischen Pferdekultes verehrt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der der Schweinegöttin. Jutta Voss
bezeichnet sie gar als DIE Schweinegöttin. Als Schweinegöttin hat sie
mit Menstruation, mit Leben, Tod und Wiedergeburt generell zu tun. Sehr
oft geht man davon aus, dass Kore, Demeter und Persephone die gleiche
Göttin nur in ihren verschiedenen Aspekten darstellen. Hierbei vertritt
Kore den jungfräuliche Aspekt, Demeter den der Muttergöttin und
Persephone die Phase des schwarzen Mondes. Besonders deutlich wird
Demeters Schweinegöttin Aspekt im Zusammenhang mit den ihr zu Ehren
gefeierten Festen.
Gwenhwyfar
Quellen:
Herausgesucht von Leria vielen Dank an dieser Stelle: Stoll Handbuch der
griechischen Mythologie
Barbara Hutzl-Ronge, Feuergöttinnen, Sonnenheilige, Lichtfrauen
Barbara Hutzl-Ronge, Quellgöttinnen, Flussheilige, Meerfrauen
Jutta Voss, Das Schwarzmondtabu
  
Die Göttin Feronia
Herkunft: die römische Göttin Feronia ist wahrscheinlich
sabinischen Ursprungs, das heißt, sie war eine lokale Göttin des Volkes
der Sabiner, die lange Zeit Nachbarn der Römer waren und schließlich
annektiert wurden. Sie hatte aber im gesamten Mittelitalien Heiligtümer.
Besonders wurde sie von Sklaven und Freigelassenen verehrt.
Feronia war eine Göttin der Wälder, Heilpflanzen und der Heilquellen.
Sie wird aber auch mit den ersten Erntefrüchten in Verbindung gebracht
und wieder von anderen Quellen als Frühlingsgöttin beschrieben. Die
Autorin Barbara Hutzl-Ronge beschreibt sie als Vulkangöttin, die das
Feuer im Inneren der Erde genauso regierte wie die Fortpflanzung. So
bleibt ihre wirkliche Funktion leider ungewiss.
Festtag und Heiligtümer: In ihrem Tempel in Rom wurde Feronia am
13.November verehrt. Erstmals wird dieses Fest 217 v.u.Z. erwähnt. Es
fand in ihrem Tempel auf dem Marsfeld statt und dabei wurde Feronia
gemeinsam mit Juno Regina verehrt. Beiden Göttinnen wurden von „freien
Frauen“ (libertae) Opfer gebracht.
Außerhalb Roms wurde Feronia in ganz Mittelitalien verehrt. Sie hatte
zahlreiche Heiligtümer: Im Sabinergebiet lagen Trebula Mutuesca und
Amiternum, im Gebiet der Etrusker (nahe an der sabinischen Grenze) bei
Capena ist ein heiliger Hein der Göttin überliefert, der in der Nähe der
Siedlung Colonia Iulia Felix Lucoferonia lag, die nach Catos Bericht von
Hannibal geplündert wurde. Tarracina, eine Küstenstadt zwischen Rom und
Neapel, hatte ein Heiligtum, ebenso Picenum. Auch bei den Vestinern und
den Umbrern soll es Feronia-Heiligtümer gegeben haben.
In Aquileia wurde Feronia als Quellgöttin verehrt.
Kult: Von Livius wird berichtet, dass man Feronia die ersten
Erntefrüchte darbrachte. In archäologischen Grabungen konnten
Terrakottafiguren von Rindern und menschlichen Körperteilen gefunden
werden, was einen Kult sowohl einer Vegetationsgöttin wie auch einer
Göttin der Heilkunde nahe legt.
Feronias Nähe zum Stand der Sklaven bzw. der Freigelassenen zeigt sich
an einem Fund aus Terracina: Dort wurde ein Steinsitz gefunden mit
folgender Inschrift: „Bene meriti servi sedeant, surgant liberi“ (Die
verdienten Sklaven mögen hier glücklich sitzen und sich in Freiheit
erheben). In Terracina wird Feronia mit Juno gleichgestellt: Iuno virgo,
quae Feronia dicebatur (jungfräuliche Iuno, die Feronia genannt wurde).
Vielleicht rührt daher der Zusammenhang mit dem gemeinsamen Fest mit der
Juno Regina in Rom.
artemisathene

Die Göttin Fides
Die römische Göttin Fides ist die Personifikation der Tugend der Treue.
Ihr Name wird folglich vom lateinischen Substantiv fides = die Treue,
der Schutz hergeleitet. Als Göttin wurde ihr Einsatzgebiet durch
verschiedene Zusatzbezeichnungen näher bestimmt. So gab es Fides populi
romani bzw. Fides publica, die Göttin der Treue des römischen Volkes
bzw. der Bevölkerung. In der Kaiserzeit kam dann noch die Fides
exercitius bzw. Fides legionum, militärische Treue hinzu.
Die Wichtigkeit der Göttin für das römische Staatswesen kann man daran
erkennen, dass die Sitzungen des Senats im Tempel der Fides gehalten
wurden, wenn die Curie nicht benutzbar war (sie brannte mehrmals ab).
Auch wurden schon früh Münzen mit dem Abbild der Fides geprägt. Seit dem
3. Jahrhundert v.u.Z. bis in die Kaiserzeit hinein.
Herkunft: die Römer waren sehr stolz auf ihre Göttin Fides, denn
sie war nicht aus einer anderen Kultur geklaut, sondern eine eigene
Göttin. Das sie schon früh verehrt wurde, zeigt sich zum einen dadurch,
dass sie einen eignen Flamen hatte, einen Priester, der nur für eine
Gottheit zuständig war, und zum zweiten, dass ihr nachweislich schon am
1.Oktober 250 v.u.Z. ein eigener Tempel auf dem capitolinischen Hügel
errichtet wurde, der wahrscheinlich einen älteren Tempelbau ersetzte.
Der Legende nach geht ihr Kult auf den König Numa Pompilius zurück,
einen der ersten Herrscher Roms.
Festtag und Heiligtümer: Der Tag der Tempeleinweihung am
1.Okrober 250 v.u.Z. war fortan auch der Festtag der Fides. Neben dem
Tempel auf dem capitolinischen Hügel soll es noch ein weiteres Heiligtum
auf dem Palatin gegeben haben. Es wurde aber bis heute nicht gefunden.
Zum Ablauf des Festes der Göttin Fides: Die Flamines, die Priester der
Göttin, fuhren in einem zweispännigen, geschlossenen Wagen zum Heiligtum
der Fides. Während des darauf folgenden Opfers mussten die Priester die
rechte Hand, zum Schwur erhoben, in ein weißes Tuch hüllen. Die Geste
des Schwörens war symbolisch für Fides, die als Schutzherrin der
Schwüre, Versprechen und Verträge sowie aller „beglaubigter“ Dokumente
galt.
An den Wänden ihres Tempels hingen völkerrechtliche Verträge und
Militärdiplome um damit Vertragstreue zu symbolisieren. Die
unterworfenen Völker sollten sich der Göttin anvertrauen, sie standen
unter dem Schutz der Fides.
artemisathene
  
Pflanzen:
Der Apfel
Der Ur-Apfelbaum ist der wilde Holzapfel (Malus sylvestris) und wie alle
wilden Obstarten besiedelte er lichte Waldrandzonen. Er zählt zu den
ältesten Obstbäumen und wurde schon vor sehr langer Zeit kultiviert.
Dieser Baum wächst heute auch noch wild, er ist recht klein, wird nicht
größer als 9m und besitzt Dornen. Die kleineren und bitteren Äpfel
lassen sich zur Herstellung von Wein oder Marmelade wunderbar verwenden.
Die ersten veredelten Apfelbäume kamen aus Asien und über die Römer
gelangte er in unsere Breiten. Er gehört zur Familie der Rosengewächse.
Inzwischen gibt es durch Züchtung über 5000 Sorten. Der Apfelbaum liebt
feuchten, nährstoffreichen, lockeren Boden, mag einen wärmen Standort.
Er blüht in weiß bis zartrosa im Mai, Fruchtstand ab September/Oktober.
Er kann eine Höhe von bis 15 m erreichen. Angebaute Apfelsorten sind nur
noch ungeschlechtlich, meist durch Veredelung vermehrt. Im Handel werden
ca. 30–40 Sorten zum Verkauf angeboten, mit leider sinkender Tendenz. In
Europa sind es nur vier gängige Apfelsorten, die das Gesamtangebotes
ausmachen.
Außer den essbaren Apfel-Sorten werden einige Arten auch wegen ihres
Blütenschmucks in Parks und Gärten angepflanzt. Dazu gehören neben den
ostasiatischen Arten wie Tee-Apfel (Malus hupehensis), Beeren-Apfel
(Malus baccate) oder Halls Apfel (Malus halliana).
Schon die Kelten sahen im Apfelbaum die Energien wie unbezähmbare Kraft,
ewige Jugend, Heilung, ja sogar Unsterblichkeit. Seine heilenden
Eigenschaften lehren uns, unseren Körper und unsere Emotionen bewusst zu
harmonisieren. Um kein Fieber zu bekommen soll man täglich einen Apfel
essen.
An Samhain steht der Apfel symbolisch für die Vergänglichkeit und die
Wiedergeburt.
Er befreit uns, fast mühelos, von jeder schwermütigen Stimmung und zeigt
uns einen optimistischen Weg, wie wir unsere Gefühle dem Lebensrhythmus
sinnvoll anpassen können. Auch bei der Beseitigung von Energieblockaden
ist der Apfelbaum ein nicht zu unterschätzender Helfer. Schneidet man
den Apfel quer durch, so erscheint ein Pentagramm.
Als uraltes Symbol der Erde und der Offenbarung des weiblichen Prinzips
wurde der Apfel schon von Anfang an Göttinnen der Liebe und
Fruchtbarkeit zugesprochen. Bei den Babyloniern war es Ischtar, die als
Apfelträgerin verehrt wurde, bei den Griechen Aphrodite und bei den
Germanen Iduna, Hüterin des Apfels und der ewigen Jugend. Eine alte
Legende, die in den unterschiedlichsten Kulturen immer wieder auftaucht,
ist die Geschichte vom Paradiesbaum, dessen Früchte Unsterblichkeit
verleihen sollen. Seine Blüten finden Verwendung in Liebestränken,
Kräutermischungen und Räucherungen. Als Reichsapfel ist er das Symbol
der Herrschaft und Macht. Aber dieser Reichsapfel war, gelegentlich mit
Sand oder Asche gefüllt zum Zeichen der Vergänglichkeit aller irdischen
Macht.
Der Apfel steht in der Bibel im Alten Testament als Sündenfall da, womit
Eva mit Hilfe des Apfels Adam verführte. Jutta Voss (Autorin des
„Schwarzmondtabu“) geht davon aus, dass Eva Adam einen Grantapfel
überreichte. Der Granatapfelbaum ist bei den alten Ägyptern und auch bei
den Juden eine heilige Pflanze. Den Griechen galt der Granatapfel wegen
der großen Samenzahl als Symbol der Fruchtbarkeit, und die Römer liebten
ihn als "Punischen Apfel". Schließlich hat er der spanischen Stadt
Granada, dem tödlichen Geschoss Granate und dem roten Halbedelstein
Granat den Namen verliehen.
Gwenhwyfar und Caitlin August 2004
  
Getreide
Wir nähern uns der Herbst-Tagundnachtgleiche, einer wie ich finde
„erdigen“ Zeit. Wir schauen noch einmal zurück auf das was die Erde uns
diesen Sommer hervorgebracht hat und feiern es, auf unterschiedliche
Weisen in einer Reihe von Erntefesten. Bei diesen Festen spielt Getreide
immer eine große Rolle, darum wollen wir uns einige Getreidearten mal
etwas genauer ansehen.
Weizen
Schon vor 10000 Jahren wurden die Urformen des Weizens Einkorn und Emmer
in Ägypten angebaut, doch die wichtigste Getreideart, ebenfalls eine
Form des Weizens, war für die alten Ägypter der Kamut.
Es gibt noch eine weitere Urform des Weizens, die heutzutage wieder viel
Boden gewonnen hat: den Dinkel, der auch Schwabenkorn, oder Korn
der Alemannen genannt wurde. Dinkel hat im Gegensatz zu Weizen einen
nussigen Geschmack, steht in der Verwendung dem Weizen aber in nichts
nach.
Grünkern wiederum ist unreif geernteter Dinkel, der über
Buchenholzfeuer geröstet wird. Dadurch erhält er die typisch olivgrüne
Farbe und den rauchig-nussigen Geschmack. Grünkern bietet sich wegen des
würzigen Geschmacks besonders für herzhafte Gerichte als Beilage oder
Füllung an.
Mittlerweile ist Weizen zum wichtigsten Brotgetreide der Welt
geworden und darüber hinaus, bieten sich viele weiter
Verwendungsmöglichkeiten. Aus dem Weichweizen werden Mehle, Grieß und
Vollkornprodukte hergestellt, der Hartweizen wird überwiegend für die
Herstellung von Teigwaren, wie zum Beispiel Nudeln verwendet. Aber auch
Couscous und Bulgur werden aus Hartweizen hergestellt.
Beim Bulgur wird der Weizen noch vor dem vermahlen gedämpft, beim
Couscous, welcher feiner gemahlen ist, erst hinterher. Sowohl Couscous
als auch Bulgur können anstelle von Reis verwendet werden.
Roggen
Roggen ist wesentlich Robuster als Weizen und kann deshalb auch noch in
Regionen angebaut werden, wo der Weizen nicht mehr wächst. Roggen wird
hauptsächlich zum Brot backen verwendet, allerdings muss hier immer mit
Sauerteig gearbeitet werden, da der Teig sonst nicht aufgeht. Roggen
kann aber auch. Über Nacht eingeweicht und natürlich gekocht als Beilage
anstelle von Reis gegessen werden.
Hafer
Hafer war früher ein wichtiges Grundnahrungsmittel, ist aber auch heute
noch sehr beliebt. Zum Beispiel in Form der guten alten Haferflocke. Man
sagt dem Hafer nach, dass er „groß und stark“ macht, und tatsächlich hat
Hafer einen hohen Nährwert. Man findet ihn oft in Müslis, aber auch in
Keksen und natürlich im berühmten Porridge. Relativ neu ist der so
genannte Haferdrink, der zum Beispiel für Veganer eine Alternative zu
Milch darstellt.
Reis
Reis ist für den größten Teil der Weltbevölkerung, das
Grundnahrungsmittel schlechthin. Es gibt viele verschiedene Sorten, die
sich sowohl im Korn (z.B. Langkorn oder Rundkorn), als auch im
Geschmack: Basmati, Jasminreis unterscheiden. Reis hat verschiedenste
Verwendungsmöglichkeiten: unter anderem als Beilage, Füllung, Brei,
Risotto. Auch aus Reis gibt eine Alternative zur Milch: den Reisdrink,
der angenehm süßlich schmeckt.
Hirse
Wird vor allem in Asien und Ostafrika verwendet. Sie ist hitzebeständig
und wächst schnell, so dass sie vor allem in heißen Regionen angebaut
wird. Hirse hat vor allem angeröstet einen nussigen Geschmack und kann
sowohl für herzhafte als auch für süße Speisen verwendet werden. Da sie
glutenfrei ist (Gluten ist ein Getreideeiweiß) ist sie bei Zöliakie eine
Alternative.
Buchweizen ist genauso genommen kein Getreide, sondern ein
Knöterichgewächs. Verwendet wird Buchweizen als Beilage, aus dem Mehl
werden besonders gerne Pfannenkuchen gemacht.
Quinoa
Kienwa, ausgesprochen war den Inkas heilig und ein Grundnahrungsmittel
der Ureinwohner Südamerikas. Die sehr robuste Pflanze ist eigentlich
auch kein Getreide, sondern ein Gänsefußgewächs. Quinoa kann anstelle
von Reis, aber auch zum Keimen verwendet werden.
Alle Getreide haben einen hohen Anteil an Mineralstoffen und einige
enthalten auch B-Vitamine. Da diese vor allem direkt unter der Schale
vorkommen, sollten Vollkornprodukte bevorzugt werden.
Gwenhwyfar

Praktische Anregungen:
Jahreskreis
Mit Mabon feiert der Schlangengesang sein erstes Jubiläum. Grund genug
für MacherInnen und LeserInnen gleichermaßen, innezuhalten und zu
kucken, was sich denn im letzten Jahr getan hat. Welche Ziele hatten wir
uns gesetzt und was haben wir davon umgesetzt und erreicht? Wie wollen
wir den Schlangengesang in Zukunft gestalten? Wollen wir etwas ändern
oder soll die Struktur beibehalten werden, usw. usw.
Eine wunderbare Einleitung zum Thema "personalisierte Jahresfeste". Über
die Bedeutung und "traditionellem" Inhalt dieser Feste wurde und wird
andernorts viel geschrieben, das können wir uns hier sparen. Was ich für
wichtig finde, dass sie personalisiert werden. Ein vielleicht nettes
Fest - das mich inhaltlich aber nicht wirklich betrifft, berührt - zu
feiern, kann nicht Sinn der Feierlichkeit sein. Es sollte ein Bezug
hergestellt werden, oder man kann es gleich lassen.
Mabon ist das Fest der Ernte. Man sitzt an der gedeckten, übervollen
Tafel und darf - nach all der getanen Arbeit - Festschmaus halten. Doch
muss dabei im Hinterkopf bleiben, dass all diese Gaben den ganzen Winter
hindurch ausreichen müssen. Und ein weiterer Teil davon als Aussaat für
den nächsten Frühling übrig bleiben muss. Viele Nahrungsmittel sind
verderblich und müssen entsprechend eingelagert und/oder konserviert
werden.
Natürlich bezieht sich das nicht nur auf (Feld-)Früchte, sondern auf
alle Lebensbereiche. Welche Weichen habe ich zu Jahresanfang gestellt in
meinem Leben, und wohin hat es mich bis jetzt gebracht? Bin ich dort
gelandet, wohin ich wollte? Habe ich - im übertragenen Sinn - geerntet
was ich gesät habe?
Mabon ist ein Fest des Bilanzziehens - für mich sehr wichtig, mein
persönliches "Hauptfest" wenn man so will, da es zeitnah zu meinem
Geburtstag liegt. So feiere ich seit Jahren einmal meinen "weltlichen"
Geburtstag mit Freunden und Zwetschgendatschi, und einmal meinen
"spirituellen Jahreswechsel" ganz für mich allein.
Geburtstage lassen sich also gut mit Jahresfesten verknüpfen. Denn -
hier spielt ein bisschen Astrologie im weiteren Sinn mit rein - je nach
dem zu welchem Fest man geboren ist, geht man die Dinge des Lebens auch
an. März-Geborene (zur Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche) sind voller
Energie und einer gewissen Aggression - die sie aber auch brauchen, weil
es durchaus noch frostig sein kann zu dieser Jahreszeit. Und doch wagen
sich die ersten zarten Pflänzchen durch den Schnee nach oben!
Andere Möglichkeiten sind private Feiertage wie z.B. Hochzeit/Jahrestage
oder noch viel privatere Augenblicke, die "zufällig" nahe an einem
Jahresfest liegen - und meist ebenso "zufällig" von der Bedeutung sehr
gut zusammenpassen. Der Beginn einer Therapie, der Zeitpunkt der
Erkenntnis, dass man eine solche braucht. Ein Versprechen, das man sich
selber gegeben hat. Der Tag, an dem man den Mut hatte, dem Chef zu
sagen, was man von ihm hält - all dies kann Beitrag zu einem
personalisiertem Jahresfest werden.
Keinesfalls muss jedes Fest jedes Jahr genau so gefeiert werden wie alle
vorherigen. Eine Tradition kann ja auch die Veränderung feiern! Gerade
dann kann es aber sehr reizvoll sein, sich ein kleines FesttageBuch
zuzulegen, in dem nur die Jahresfeste bzw. deren Themen kurz
festgehalten werden. So können diese Feste zu einem ganz persönlichen
inneren Wachstumsanzeiger werden.
Wichtig ist - ähnlich wie bei der Altargestaltung - das "normale Leben"
mit einzubeziehen: wo stehe ich gerade und was geschieht um mich herum
und mit mir? Wo ist die Verbindung zum Jahresfest? Wenn es keine gibt:
Wo fehlt sie? Wie kann ich sie ins Leben rufen? Denn auch dies können
die Jahresfeste darstellen: Fixpunkte übers Jahr verteilt, die helfen,
die Mitte neu zu orten. Bin ich noch in meiner Mitte? Wie komme ich
wieder dorthin, falls nicht?
Mit diesen Gedanken will ich Anregung schaffen, die eigenen Jahresfeste
zu entdecken und zu gestalten. Es muss nicht immer Apfel, Nuss und
Mandelkern sein, sondern können und sollen ruhig eigene Symbole
eingeführt werden, die einem wirklich etwas sagen. Und wenn der Bezug
der neuen Wohnung grad zeitlich zur Sommersonnwende fällt, dann ist
vielleicht ein Schlüssel für dich das Symbol für dieses Fest. Für andere
muss es keinen Sinn ergeben. Es ist ja schließlich _dein_ Fest.
Genau das kann zum Problem werden, wenn du mit anderen zusammen feierst.
Hier eine traditionelle Überlieferung zu finden, die allen gerecht wird,
wird schwer sein (aber nicht zwingend unmöglich). Eine Variante könnte
sein, dass es einen "offiziellen" (traditionellen) Teil gibt, und im
Anschluss daran den inoffiziellen "traditionellen" Teil, indem dann jede
von "ihrem" Fest berichtet, was es für sie bedeutet. Auch durch diese
unterschiedlichen Schilderungen lernt sich eine Gruppe besser kennen und
kann dichter zusammenwachsen.
Wie auch immer du feierst - hab Spaß daran. Denn auch das sollen und
wollen Feiertage sein: eine willkommene Abwechslung zum Alltag. Lasten
abwerfen, sich schütteln und räkeln und mit Freunden zusammen gut essen
:)
Ulrike Zauberweib Engelhardt
  
Der Altar
In allen Religionen und Glaubensrichtungen finden sich Altäre. Egal ob
Zuhause im Wohnzimmer oder prunkvoller Altarraum in einer Kirche – er
gehört einfach dazu. Einfach gesagt, handelt es sich dabei um einen
Tisch, der „spirituelles Zubehör“ beherbergt und/oder ritueller
Bestandteil ist.
Christen kennen Altäre ebenso wie Heiden, Buddhisten oder Juden, und
vermutlich gibt es sie schon, seit mensch angefangen hat, sich mit
Spiritualität zu befassen.
Warum braucht mensch einen Altar?
Ein Altar ist ein Stück „greifbarer“ Spiritualität. Er kann dir helfen,
deinen Glauben sichtbar zu machen, Teil deines Alltags werden zu lassen.
Doch denke nicht, dass ein Altar unbedingt vonnöten ist. Wenn du nicht
das Bedürfnis nach solch einer Einrichtung hast, brauchst du auch
keinen.
Ein Altar spielt auch eine Rolle bei Ritualen: Das Stück Fußboden oder
Tisch, das du evtl. mit einer Decke schmückst, und darauf deine
Utensilien ablegst, „anrichtest“, ist durchaus auch Altar zu nennen.
Auch wenn er nicht dauerhaft eingerichtet ist.
Wo kann ein Altar aufgebaut sein?
Überall. In deiner Wohnung, an deinem Arbeitsplatz, an deinem
Lieblingsplatz in freier Natur, auf deinem Balkon, in deinem Auto.
Natürlich wird er dabei jeweils etwas anders gestaltet sein.
In der Natur wirst du vielleicht Steine, Hölzer und Blumen anordnen.
Im Auto kannst du eine kleine Göttinnenfigur, eine Schutzrune, eine
Bussardfeder und ein kleines Beutelchen mit deiner Lieblingsräucherung
zusammenbinden und hängst das Bündel an den Rückspiegel.
Am Arbeitsplatz soll der Altar vermutlich unauffällig sein, also ein
Stein, ein Symbol das für dich deine Göttin repräsentiert, eine Kerze
(wenn es der Arbeitsplatz erlaubt) und/oder deine Kaffeetasse im
Spiral-design :)
Am Balkon kann es ein Blumenkasten mit diversen Kräutern sein,
dazwischen selbstgebastelte Stecker mit Göttinnenfiguren und bunten
Bändern; vielleicht ein Traumfänger dazu.
In deiner Wohnung hast du die größte Auswahl und die vielfältigsten
Möglichkeiten:

Zweckgebundener Altar
Wenn du Schwierigkeiten hast, nach dem Arbeitstag abzuschalten und zu
dir zu kommen, kann es sinnvoll sein, deinen Altar im Eingangsbereich
deiner Wohnung aufzubauen. Duftöle, Kräuter, beruhigende Farben kämen
hier infrage. Ein Gefäß, in das du deine Schlüssel legen kannst,
symbolisch dafür, dass du damit auch deinen Arbeitstag ablegst. Hierzu
würde ich noch ein paar Kieselsteine in das Gefäß geben, da diese ungute
Schwingungen aufsammeln. Daneben ein Schälchen mit Wasser, vielleicht
mit einigen Blüten „garniert“, in das du deine Hände kurz eintauchst
bzw. ein paar Spritzer in dein Gesicht spritzt. Auch hiermit wäscht du
symbolisch den Arbeitstag von dir ab.
Der Hauptaltar in dem Raum, in dem du dich am meisten aufhältst bzw. in
„deinem“ Raum. (Oder beides). Hier können Kerzen und Räucherwerk stehen
(weil unter Aufsicht), Figuren, dein Ahninnentopf, so du einen hast,
eine Muschel, ein Stein, ein Fläschchen mit Sand vom letzten Urlaub,
Symbole für die Elemente, für dein Krafttier – alles was dir irgendwie
wichtig ist, was du mit deiner Spiritualität in Verbindung bringst
und/oder woran du gerade „arbeitest“.
Vielleicht hast du ja sogar schon einen Aufbewahrungsaltar? Damit ist
ein extra eingerichtetes Regalfach, Schublade o.ä. gemeint, in dem du
ausschließlich deine magisch-spirituellen Utensilien aufbewahrst: Das
kann ein Runenset sein, Tarotdeck, Edelsteine, dein Tagebuch,
verschiedene Essenzen, Amulette, eine Kiste mit Räucherzubehör usw.
Den Ritualaltar habe ich oben schon angesprochen: du erstellst ihn immer
wieder neu, wenn du ein Ritual durchführst. Er ist je nach Zweck des
Rituals immer wieder unterschiedlich.
Eine nicht zu unterschätzende Form ist der Reisealtar. Wie der Name
schon sagt, begleitet er dich auf Reisen. Es ist so eine Art
„magisch-spiritueller Erste-Hilfe-Kasten“. Je nachdem wie oft und wohin
du Reisen unternimmst, kannst du einen Grundbestand festlegen, den du
für jede Reise individuell erweiterst. Zum Grundbestand können z.B.
Kerzen und Feuerzeug, Reiserunen (z.B. Raidho und Algiz), Block und
Stift fürs Reisetagebuch gehören. Erweitert werden kann dies durch
passende Steine wie Bergkristall auf Geschäftsreisen, Amethyst bei
magischen Treffen, Rosenquarz fürs Familienfest, etc. etc.

Wie erschaffe ich einen Altar?
Es gibt hierbei absolut keine festen Vorgaben. Kann es auch gar nicht,
da es die verschiedensten Altäre (Zweck und Ort) gibt, und natürlich
jeder Mensch eine andere spirituelle Richtung hat. Dein Altar muss
passend für dich sein, und wenn zu deinem Reisealtar eine Tüte
Gummibärchen gehört, dann ist das eben so. (Das Gummibärchen-Orakel
findest du übrigens auch online unter
www.gummibaerchen-orakel.ch
*g*)
Wenn du willst, kannst du deinen Altar nach einer bestimmten
Himmelsrichtung ausrichten, aber es ist nicht zwingend nötig, zumal du
auch kaum deine Wohnung verschieben kannst.
Wenn du deinen ersten Altar erstellst, ist es hilfreich erst einmal zu
forschen, ob du nicht bereits eine Altarecke in deiner Wohnung hast. Wo
hast du deine Andenken und Kostbarkeiten aufbewahrt? Wie sieht dieser
Ort aus? Vielleicht musst du dort erst einmal „entrümpeln“ - manches
Stück steht vielleicht schon seit dem Einzug vor 8 Jahren da und hat
seine Bedeutung für dich inzwischen verloren? Am besten, du räumst die
gesamte Fläche erst einmal ab und nutzt die Gelegenheit für eine
Reinigung. Jep, so richtig mit Lappen und Wasser bzw. Politur.
Überlege dir dann, ob du eine Unterlage haben willst, also eine Decke,
einen Schal oder ähnliches. Soll der Altar auch praktische Funktionen
erfüllen? Dann – wenn die Fläche groß genug ist – ist es vielleicht
sinnvoll, ein kleines Schubkästchen mit draufzustellen. (gibt's z.B. bei
Ikea zum Selberbemalen/-dekorieren), in dem du viele kleine Dinge
unterbringen kannst: Duftöle, Steine, Kerzen, Runensets und Tarotkarten,
Amulette und anderen magischen Schmuck, das wichtigste Räucherzubehör,
etc.
Jetzt kannst du dich deinen Schätzen widmen, die du vorher abgeräumt
hast. Nimm dir dafür viel Zeit, denn von einigen wirst du dich ganz
trennen, andere finden einen neuen Platz und vermutlich nur wenige
werden auf dem Altar ihren neuen alten Platz einnehmen.
Dies ist übrigens ganz konkrete Altararbeit. Denn das „dekorieren“ ist
ja nicht nur zwecks der Optik, sondern bereits magische Handlung. Du
überlegst, was in dein „Heiligtum“ einziehen soll und warum – oder
nicht. Vielleicht entdeckst du bereits bei diesem Aussortieren, dass
irgend etwas Wichtiges fehlt. Als einfaches Beispiel: Du hast sehr viele
Federn, Klangspiele u.ä. gesammelt, von denen einiges auch auf dem Altar
wieder installiert werden soll. Als Ausgleich dazu solltest du aber auch
etwas „erdiges“ haben, um den Bodenkontakt zu behalten. Eine Topfpflanze
oder ein schöner großer Findstein kann hier Abhilfe schaffen. Dir ein
Erdungsritual auszudenken, kann als direkte „Hausaufgabe“ dieser
Altararbeit für dich hervorgehen.
Es ist jedoch nicht damit getan, einen Altar einmal einzurichten. Ein
Altar will benutzt werden und nicht vor sich hinstauben. Für die Art der
„Anwendung“ gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten.
Eine relativ einfache, weil nicht so zeitaufwändige Art ist es, den
Altar zu den Jahresfesten umzudekorieren. Hier musst du nur 8x im Jahr
Zeit „opfern“ - dafür dann aber vermutlich auch etwas mehr. Überlege
dir, was der kommende Jahresabschnitt für dich bedeutet, und welche
Symbolik dir passend erscheint. Überlege weiterhin, was konkret für dich
in allen Lebensbereichen in dieser nächsten Zeit ansteht. Wenn du gerade
auf Jobsuche bist, kann eine Bewerbung durchaus ihren Platz auf dem
Altar finden. Wenn du dich verstärkt deinen Schattenanteilen zuwenden
willst, finde hierfür ein Symbol, das dich immer wieder daran erinnert.
Wenn du dich gerade mit einer besonderen Göttin beschäftigst, dann ordne
ein Bild/Statue von ihr und ihre Attribute auf deinem Altar an.
Du siehst, dieses Umdekorieren nimmt einmal viel Zeit in Anspruch, wobei
viel (gedankliche) Vorarbeit geleistet werden kann (während du im Stau
stehst, in der Badewanne, bei einer langweiligen Arbeitsbesprechung,
etc.) - wichtiger ist hier aber die Nacharbeit. Mit der Neugestaltung
des Altars legst du den Weg bzw. die Stationen der nächsten Zeit fest.
Und stellst dir damit selber ein Programm zusammen.

Altararbeit kann auch jeden Tag, jede Woche, jeden Mond geschehen. Ob du
dafür direkt vor deinem Altar Platz nimmst oder dich auf den Altar
hinvisualisierst bleibt deiner Vorliebe überlassen. Diese Regelmäßigkeit
empfiehlt sich vor allem dann, wenn ein „größerer Brocken“ ansteht. Hier
kann es in Richtung Meditation oder Reisen in die Anderswelt gehen.
Netter Nebeneffekt: sich selber eine bestimmte Zeit ein regelmäßiges
Ritual aufzuerlegen kann ungeahntes Potential in dir erwecken und hilft
dir, deine Prioritäten neu zu ordnen. Gerade wenn es in deinem Leben
etwas chaotisch zugeht und du das Gefühl hast, zu schwimmen, kann dir so
ein Haltepunkt helfen.
Altararbeit soll in jedem Fall stärkend wirken, im Sinne von heil-werden.
Feste Regeln und Vorschriften gibt es nicht, bis auf die eine: befasse
dich immer wieder mit deinem Altar. Er ist Abbild deines Lebens, und so
wie sich dein Leben wandelt und verändert, sollte diese Veränderung auch
an deinem Altar sichtbar sein.
Wenn du nicht willst, dass jeder deinen Altar gleich sieht, kannst du
ihn dir in einer Schublade oder Kiste einrichten. So kann er „offen“ im
Raum stehen, sichtbar für dich, aber eben nicht für andere.
Je öfter du an deinem Altar arbeitest, umso mehr stärkt diese Arbeit
nicht nur dich, sondern du lädst auch den Altar damit auf. Schon aus
diesem Grund ist es auch wichtig, den Kopf klar zu haben, vielleicht mit
einem kleinen Reinigungsritual zu beginnen.
Als weitere Lektüre kann ich Luisa Francias und Vicky Gabriels Bücher
empfehlen, sowie Silvers Seite zu dem Thema:
www.freistilmagie.net/altar.htm
Ulrike Zauberweib Engelhardt, 12.7.2004
  
Altartuch, selbst gefärbt
Ein gelbes sonniges Altartuch ohne Chemie mit Pflanzenfarbe einfach und
schnell gefärbt.
- vom Flohmarkt eine alte weiße Baumwolltischdecke (darauf achten, dass
es 100 % Baumwolle ist, meist hängt das Pflegeschildchen noch dran)
- einen grossen Kochtopf
- einen Holzlöffel zum Umrühren
- Kurkuma (Gelbwurz), gemahlen

Kochtopf (Die Größe des Topfes hängt von der Größe des Tuches ab. Bei
einer 80x80 Tischdecke reicht ein 3 l Kochtopf.) mit kalten Wasser
befüllen, auf je einen Liter Wasser 1 Eßl. Kurkuma hinzugeben. Nun die
sauber, ohne Weichspüler gewaschene, Tischdecke eintauchen und langsam
zum Kochen bringen. Das ganze sollte eine Stunde vor sich hin köcheln.
Immer mal wieder dafür sorgen, dass das Tuch gleichmäßig färbt, indem
man es umrührt.
Danach den Kochtopf von der Herdplatte nehmen und im Färbesud auskühlen
lassen.

Nach dem Trocknen wird das Altartuch sonnig gelb. Wenn es etwas dunkler,
mehr ins orange - gelb sein soll, gibt man in den Farbsud noch
zusätzlich eine gute Hand voll Zwiebelschalen.
Kleine Info: das so gefärbte Altartuch ist lichtempfindlich!
Caitlin 11.07.2004
  
Aktuelles:
Sexy Holle? - "Barbiepuppe mit Atombusen"
Der Hohe Meißner ist mit 754 m über Meeresspiegel der höchste Berg in
Nordhessen. Er wird aufgrund seiner herausragenden Form der "König der
hessischen Berge" genannt. Um ihn herum erstreckt sich der Naturpark
„Meißner Kaufunger Wald“, schon 1926 mit einem Naturschutzstatus.
Grimmsche Märchen sind meist hessische Märchen. Und von denen kennen die
meisten Deutschen Frau Holle. In Nordhessen ist sie jedoch sehr präsent,
mehr eine Sage, denn eine Märchengestalt. Kein Wunder, dass noch immer
viele Teiche und Seen nach ihr benannt sind. So auch der Holle-Teich am
Hohen Meißner.
Dort sollte „Geschichte sichtbar“ gemacht werden. Die Sagengestalt
sollte ein Bild bekommen. Vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn sich
die Verantwortlichen wirklich mit Geschichte beschäftigt hätten, denn
das Frau Holle eben keine Gestalt einer Legende, sondern eine der
germanischen, vielleicht sogar vorgermanischen Göttinnen ist, wissen
auch HistorikerInnen.
Seit kurzem jedenfalls steht eine Plastik am Holle-Teich. Drei Meter
hoch, 1,3 Tonnen schwer. Die Figur aus Holz ist Stein des Anstoßes - für
eine heftige Debatte. "Barbiepuppe mit Atombusen" wird sie genannt, zu
figurbetont sei sie, zu sexy. Frau Holle zu erotisch dargestellt?
„Das hat richtig Wogen geschlagen“, berichtet der Bürgermeister der
Gemeinde Meißner, Friedhelm Junghans (SPD). „Das Problem war: Das haben
einige entschieden, und daran waren keine Frauen beteiligt.“ Die
Frauenbeauftragte des Werra-Meißner-Kreises, Thekla Rotermund-Capar,
schlägt in die gleiche Kerbe: „Das Projekt wurde hurtig umgesetzt, ohne
den Naturschutz und die Frauen miteinzubeziehen, die sich mit Frau Holle
beschäftigen.“ Sie meinte auch, Aufregung gebe es nicht nur aus der
feministischen Ecke: „Es gibt Menschen die sagen, man darf die
Sagenfigur nicht sichtbar machen, das müsse der Vorstellung der Menschen
überlassen bleiben, die sich an den Teich begeben.“
Die Plastik, in einem Projekt von SozialhilfeempfängerInnen und
Arbeitslosen angefertigt, soll nach Meinung vieler jedenfalls weg. Als
alternativer Standort ist eine nahe Autobahnraststätte vorgesehen. Dort
würde sie ganz nebenher auch den Naturpark nicht mit Menschenmassen
belasten. Und manchen geht die Debatte scheinbar nicht zügig genug.
Inzwischen ist die Figur mehrfach beschädigt worden.
Ganz anders sieht Märchenexperte Bernhard Lauer, Direktor des Kasseler
Brüder Grimm-Museums, die Lage: „Die Leute sollten sich über etwas
anderes aufregen. Wenn ein Künstler etwas schafft, hat dies eine
konkrete Form. Was die Gestalt der Frau Holle betrifft, gibt es
verschiedene Möglichkeiten.“
Die Grimms hätten keine Gestalt festgeschrieben. Damit sei jedes Bild
Gratwanderung zwischen eigener Interpretation und dem Geschmack der
BetrachterInnen.
So ist Kunst eben. Aber wie sieht eigentlich eine Göttin aus?
Markus
  
GWUP-StudienteilnehmerInnen gesucht
Die SkeptikerInnenorganisation GWUP hat in einem öffentlichen Aufruf die
Auszahlung eines Preisgeldes von einer Million Dollar für jede Person
ausgelobt, der es gelänge, in einem kontrollierten Test sogenannte
paranormale Fähigkeiten nachzuweisen. Inzwischen wurde der Test
durchgeführt und die Million natürlich nicht ausgezahlt. Die
Gesellschaft für Anomalistik e.V. stellt die Wissenschaftlichkeit der
Versuche in Frage, u.a. weil die GWUP nur unvollständige Daten
veröffentlicht und keine weiteren Informationen preisgibt. Die
Gesellschaft für Anomalistik versucht die Arbeitsweise der GWUP zu
überprüfen. Wenn Du jemanden kennst, die oder der an diesem Experiment
teilgenommen haben könnte, melde Dich bitte hier:
Gesellschaft für Anomalistik e.V., Postfach 1202, D-69207 Sandhausen,
Tel. (06224) 922292; Fax: (06224) 922291
E-Mail: info@anomalistik.de, Internet: www.anomalistik.de.
Mehr Infos im Netz unter
www.nebelpfade.de/artikel/meldung.php?ID=4068
Markus

Buchrezension:
Victoria Ransom und Henrietta Bernstein: Das Orakel der weisen
Frau
Vom Mysterium weiblicher Einweihung
ISBN 3404701682 Euro 7,45
Kaufen bei Amazon
Das Buch hat den Untertitel. „Vom Mysterium weiblicher Einweihung“.
Der Untertitel drückt finde ich, den Inhalt des Buches am Besten aus. Es
geht um den weiblichen Einweihungsweg. Durch das Buch führt uns Athene,
die Göttin der Weisheit, der die Autorinnen das Buch gewidmet haben. Sie
ist zugegen durch die Erzählerin, die weise Frau von Eleusis. Sie
erzählt uns Einweihungsgeschichten aus Eleusis. Die Geschichte soll uns
helfen uns mit dem Göttlichen zu verbinden. Das können wir, indem wir
Balance und Harmonie in unser Leben bringen. Diesen Vorgang nennt man
Einweihung. Die weise Frau erklärt uns die Polaritäten des männlichen
und weiblichen und wie wir sie in Balance bringen können. Das Wissen um
die Polaritäten und ihre Wirkung auf den Menschen wird als wichtigste
Lehre der Mysterien beschrieben.
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Ich war zunächst etwas
irritiert vom Vorwort, welches als Erinnerung an die Gründung des
Tempels von Eleusis geschrieben ist. Hier glaubt man fast einen Roman zu
lesen. Der Hauptteil des Buches ist dann wieder ganz anders verfasst.
Sachlicher. Ich fand es ungeheuer interessant über die Polaritäten des
männlichen und weiblichen zu lesen. Es gab viele Stellen mit Aha-Effekt
und ich werde es sicher noch mal lesen, alleine schon weil ich beim
ersten Mal gar nicht alles aufnehmen konnte, was drin steht.
Gwenhwyfar

Netze weben:
Zeitspirale vs. We'moon
Für mich ist mein Kalender oder meine Kalenda, eine wichtige Begleitung
durchs Jahr, die neben den üblichen Terminen und Geburtstagen auch
allerlei Gedankenblitze, Notizen und Kritzeleien enthält. Da ich es am
schönsten finde, wenn man einen Kalender hat, der einen besonders
anspricht, habe ich zwei Kalender herausgesucht, die euch in den
folgenden Artikeln vorgestellt werden.
Den ersten Artikel über den We'moon hat Distelfliege geschrieben. Ein
großes Dankeschön noch mal an dieser Stelle. Hierzu noch ein kleiner
Zusatz: Den We'moon 2005 mit dem Motto „Auf heiligen Wegen könnt ihr
auch bei www.amazon.de bestellen,
dort kostet er 17,50€. Weitere Infos und We'moon Produkte findet ihr auf
www.wemoon.ws. Der We'moon begleitet
euch jeweils vom 1. Januar bis 31. Dezember.
Den zweiten Artikel über die Zeitspirale haben die Kernfrauen selbst
geschrieben. Von mir dazu ebenfalls nur ein kleiner Zusatz. Die
Zeitspirale könnt ihr direkt bei den Kernfrauen bestellen, es gibt sie
aber auch in einigen Frauenbuchläden zu erstehen. Alles Wichtige erfahrt
ihr unter www.diezeitspirale.de.
Die Zeitspirale begleitet euch jeweils vom 1. November oder Hexenneujahr
an ein Jahr.
Gwenhwyfar

Der We'moon Kalender
We'moon ist ein amerikanischer Frauenspiri-Kalender, und ich besitze die
Ausgaben von 1999, 2001 und 2002.
Was am We'moon überzeugt, ist zuallererst die wunderschöne Bebilderung.
Der Einband ist in Farbe, der Inhalt schwarz-weiß, aber in sehr guter
Druckqualität. Sehr professionell wirkt auch die ganze Gestaltung. Mit
nahezu DIN A5 Grösse und Buchgewicht ist es kein Taschenkalender, den
frau wirklich überall mit hinschleppen kann.
Der Kalender erscheint zweisprachig in Deutsch/Englisch, wobei die
Kalenderseiten durchgehend auf englisch sind und alle deutschen
Übersetzungen jeweils vorne und hinten auf den ersten/letzten Seiten
eingefügt sind. Für Frauen die kein Englisch können, wird das
wahrscheinlich die Freude an der Benutzung einschränken, wenn frau immer
blättern muss um vom deutschen Text zum jeweiligen Monat und den
zugehörigen Bildern zu kommen. Ich persönlich könnte auf die deutschen
Übersetzungen auch verzichten.
Die Verwendung der astrologischen Daten ist schwierig, wenn die genaue
Zeit wichtig ist. Alle Zeitangaben sind nämlich in Zeitzonen, in denen
wir uns hier im deutschsprachigen Raum gerade nicht befinden ;) - d.h.
es muss immer umgerechnet werden. Für Astrologinnen enthält der Kalender
Angaben über die Planeten, wie sie stehen, wann der Mond durch welches
Tierkreiszeichen geht, Konjunktionen etc., etc., (ich kenne mich damit
aber NULL aus), sowie Tabellen mit "Ephemeriden", was auch immer das
ist. Es gibt extra einen Mondinnenkalenderteil, d.h. eine
Übersichtsseite pro Monat, wo für jeden Tag ein kleines Feld steht,
dessen Hintergrund mit der jeweiligen Mondphase verziert ist.
Es gibt kurze Jahreshoroskope für jedes Sternzeichen "Year at a glance
for Gemini" zum Beispiel.
Jeder Kalender hat ein Jahresthema – z.B. "Mit Gaia den Rhythmus finden"
als Thema des Kalenders 2002.
Dazu hat jeder Mond ein Mondthema, nach dem die vielen zwischen den
Kalender-Wochenseiten eingefügten Texte, Gedichte und Bilder ausgesucht
sind. Die Texte zeugen von politischer Spiritualität, ähnlich wie frau
sie von Starhawk kennt, von einer multikulturellen Spiritualität, die
jenseits vom "üblichen Anfängerpantheon" über den Tellerrand der
Kontinente blickt.
Voller wilder, weiblicher Symbolik, nichts
geschönt-feminin-zurechtgeschnittenes.
Ich kann We'moon sehr empfehlen, allerdings teuer, teuer.. 16,50 Euronen.
Bezugsquellen kann ich leider nicht nennen, ich bekomme den in meinem
lokalen Buchladen.
Distelfliege
  
13 Jahre Zeitspirale
Jubiläum eines Frauen-Hand-Kalenders
Die Zeitspirale 2005 ist die dreizehnte Ausgabe der Kalenda, wie manche
Liebhaberin sie nennt. 1992 fanden sich neun Frauen aus teilweise
selbstgestalteten und angeleiteten Seminaren zu Höhlenmalerei,
Astrologie und feministischen Ritualen in Lübeck zusammen. Sie sahen
sich in einer Verbindung zu ur- und frühgeschichtlichen
Kulturschöpferinnen in Alteuropa, ihren Gemeinschaften und
Kulturstätten, in Verbindung zu ihren friedlichen Dörfern und Städten.
Als Grundlage dieser frauenzentrierten Genealogie empfanden sie ein
zyklisches Weltverständnis vom Werden, Vergehen und verändertem
Wiederentstehen allen Lebens in kleinen und großen Zyklen. Diese
Philosophie fanden die neun im Wandel der Mondin und in den Themen der
acht Jahreskreisfeste wieder: sehen, beginnen, befruchten, blühen,
reifen, ernten, verwandeln und ruhen.
Die neun Frauen, heute erscheinen sie fast auch etwas märchenhafte Feen
gewesen zu sein, sind auf ihrer Suche nach einem
spirituell-feministischen Kalender in deutscher Sprache nicht fündig
geworden. Und so gestalteten sie die erste Zeitspirale, die ihrem Wunsch
nach frauenbezogener Spiritualität im Alltag und der Sehnsucht, Teil
einer größeren Gemeinschaft zu sein, Ausdruck gab.
Die Zeitspirale ist auch heute ein Terminkalender der besonderen Art,
eine Begleiterin.
Sie besteht nicht nur aus großzügigen Monatsübersichten, übersichtlicher
Wochengestaltung, Freiräumen im Kalendarium und praktischer
Metallspirale. Die Zeitspirale ist eine Wegbegleiterin im Alltag –
frauenstark, spirituell, vernetzend. Jeder Monat ist individuell und
liebevoll gezeichnet. Sie ist ein Netzwerk für und unter Frauen, die
ihrer Kreativität Ausdruck geben: in Worten, in Bildern, in Projekten –
nicht nur im Vernetzungsteil der Zeitspirale. Sie ist eine Verbindung
unter Frauen, die funkelnde und blühende (göttliche) Lebens-Energie in
weiblichen Formen entdecken und wertschätzen. Viele dieser Frauen sind
davon überzeugt, dass zyklisches Weltverständnis dazu beiträgt, uns
persönlich, gesellschaftlich und auch global in eine Ausgewogenheit zu
bringen, die heilsam für die Einzelne, für Gemeinschaften und für alle
Wesen ist.

Im Kalendarium der Zeitspirale ist Mond auf dem Weg durch die
Tierkreiszeichen zu finden, im Textteil sind unter anderem weitere
astrologische Angaben. Die Jahreskreisfeste sind ebenfalls Teil des
Kalendariums. So hat das Zeitspiralen-Jahr acht Jahreszeiten: Lichtmess,
Frühling, Walpurgis, Sommer, Schnitterin, Herbst, Halloween und Winter.
Jedes Fest und zugleich die mit ihm verbundene Kraft in Frauen, ist der
Reihe nach Jahresthema in der Zeitspirale: die Seherin, die Amazone, die
Geliebte, die Königin, die Erntende, die Lehrerin, die Schamanin, die
weise Alte.
Das Fest der diesjährigen Jubiläumsausgabe, das Fest der Rauhnächte im
Winter, führt über die acht Jahreskreisfeste hinaus. Die Rauhnächte sind
eine Zwischenzeit, die den Jahreskreis, bevor er mit seinen Themen
wieder von vorne beginnt, auf eine neue Ebene bringt. So gibt es keine
Wiederholungen, sondern die Themen erscheinen immer wieder in
veränderter Form. Symbol dieser Zeit ist die Spirale.
In dieser Jubiläumsausgabe werden ältere Kernfrauen mit Beiträgen
gewürdigt, den langjährigen Nutzerinnen und Weberinnen wird gedankt –
auch durch sie ist die Zeitspirale zu dem geworden, was sie heute ist.

Das Zeitspiralenjahr beginnt jeweils mit Halloween am 1. November, dem
alten Hexenneujahr. Wir laden ein zu einem Blick auf die neue Ausgabe
unter www.diezeitspirale.de.
  
www.demeter.de
Über die Göttin Demeter wurde in dieser Ausgabe bereits berichtet. Diese
Gelegenheit möchte ich nutzen, um auf die Gruppe "Demeter" aufmerksam zu
machen, die sich ökobiologischen Landbau zum Konzept gemacht hat. Und
das schon vor nahezu 80 Jahren.
Begründet ist Demeter auf Rudolf Steiners "Geisteswissenschaftliche
Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft" und wurde seither immer
weiter ausgebaut. Wer sich Demeter auf sein Produkt schreiben will, muss
weit mehr tun (bzw. lassen) als EU-Vorschriften vorgeben.
Selbstverständlich sind Demeter-Produkte u.a. frei von Gentechnik.
Die Angebotspalette reicht inzwischen über Nahrungsmittel weit hinaus,
Kleidung und Kosmetik finden sich hier ebenso wie Urlaubsangebote.
Demeter macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Die Standards sind hoch,
aber auch die Hilfen, die Ein- und Umsteigern (Anbietern) geboten
werden.
Unter www.demeter.de findet sich das
umfangreiche und sehr informative Angebot rund um Demeter. Es bleiben
keine Fragen offen und die Site selber ist immer auf dem neuesten Stand.
Sicher sind Demeter-Produkte etwas teurer als z.B. der holländische
Gewächshaus-Salat. Doch zum einen macht’s der Geschmack wett und zum
anderen ist unsere Kaufkraft die wirkliche Macht, die wir haben.
Vermutlich können es sich die wenigsten leisten komplett alles in Öko
und Bio zu kaufen. Sich aber die eine oder andere Priorität zu setzen
und bewusst bestimmte Organisationen zu unterstützen, kann am Ende etwas
bewirken. Auch hierbei kann uns Demeter, die Göttin, helfen: kleine
Schritte konsequent umzusetzen.
Ulrike Zauberweib Engelhardt
  
Kontaktanzeigen
Das Projekt "Mädchenbuch"
verfasst von Maya, Finnland, 07.09.2004
Hallo Ihr,
Ich habe mich seit einiger Zeit schon nach einem besonderen Buch für
Mädchen umgeguckt, aber leider keines gefunden, dass meinen Kriterien
entspricht.
Ich hätte gern eines zum Thema Menstruation, Sexualität und
Spiritualität plus einige andere wichtige Themen.
Ich hab deshalb das Projekt "Mädchenbuch" gestartet. Ich möchte also ein
Buch selbst schreiben. Was genau, wie und der Stand der jetzigen Planung
stehen unter
www.maya.12m.de/projekt/, falls jemand sich das anschauen mag.
Ich suche ausserdem ein paar Leutchen, die gern mit an dem Projekt
arbeiten möchten. Vielleicht habt ihr gute Anatomiekenntnisse, seit
zeichnerisch begabt (Illustration), wisst viel über den Feminismus oder
habt Übungen im Köpfchen, mit denen man 12-jährigen Mädchen sowohl ein
Körper- als auch ein Fraubewusstsein geben kann? Vielleicht ja auch
einige Gedanken zum Thema Spiritualität?
Ich freu mich jedenfalls über jeden Vorschlag und hoffe ein paar Mails
zu erhalten. Schreibt mir gern an
amethysia@web.de.
Liebe Grüsse, Maya

Spendenaktion:
KARO-Sozialprojekt
Unser Spendenaufruf geht diesmal an den "Verein zur
grenzüberschreitenden Sozialarbeit in Prostitutions- und Drogenszenen"
KARO (www.karo-sozialprojekt.de). Straßenstrich - vor allem leider auch
bei immer jüngeren Frauen und Mädchen - ist immer noch ein Thema. Die
EU-Osterweiterung hat bislang nicht zur Verringerung des Problems
beigetragen.
KARO kümmert sich um Aufklärungsarbeit und ganz konkrete Hilfe vor Ort.
Wichtig ist dem Verein eine länderübergreifende Zusammenarbeit und das
Präsentsein vor Ort.
Die Ziele des Vereins sind insbesondere:
* Beitrag zur Eindämmung von HIV/Aids und sexuell übertragbaren
Krankheiten
* Sensibilisierungsmaßnahmen in den Bereichen Zwangsprostitution,
Frauen- und Kinderhandel sowie gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern
* Beratung, Betreuung, Begleitung und weiterführende Hilfen für
Prostituierte aller Nationalitäten, die in den deutsch-tschechischen
Grenzregionen in Straßenstrichbereichen und bordellähnlichen
Einrichtungen arbeiten
* Hilfe bei der Wiedereingliederung bzw. Rückführung der Opfer in
soziale Strukturen in den Herkunftsländern
* Erweiterung von Hilfsangeboten
* Kooperation mit anderen Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen
auf nationaler und internationaler Ebene
* Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit
Der Verein bekommt keine Förderungsmittel (mehr), ist deshalb auf Geld-
und Sachspenden angewiesen. Bei letzterem bitte vorher Kontakt
aufnehmen, was konkret gebraucht wird:
Kontakt- und Anlaufstelle Plauen
(Adresse für Sachspenden)
Altmarkt 3
08523 Plauen
Projektleitung: Cathrin Schauer
Tel.: +49 3741/ 276851
Fax: +49 3741/ 276853
Mobil: +49 173 9755374
E-Mail (Verein, Frau Schauer):
KARO.adorf@t-online.de
E-Mail (Büro): KARO.office@t-online.de
Geldspenden bitte an:
Spendenkonto KARO
Volksbank Vogtland e.G.
Bankleitzahl: 87095824
Kontonummer: 5002076014
Bei Überweisungen aus dem Ausland
IBAN: DE 71870 95824 500 2076 014
BIC: GENODEF 1 PL 1
Für Spendenquittungen Name und Adresse auf dem Überweisungsträger
angeben.
Weitere Infos unter
www.karo-sozialprojekt.de
  
Kalender:
Ein Jahr Kalender im Schlangengesang
Es wird Zeit ein Resümee zu ziehen über ein Jahr Schlangengesang. In
dieser Jubiläumsausgabe wollen wir einmal zurückblicken auf die
vergangenen 12 Monate und sehen, wie sich unser Projekt verändert hat.
Es ist mir heute fast peinlich, wenn ich mir den Kalender des 1.
Schlangengesangs ansehe. Wahllos hatten wir damals Termine
zusammengesammelt, die mit der Göttin zu tun hatten. Die eine steuerte
Termine aus einem „Hexenkalender“ bei, der andere aus einem Buch oder
von einer Internetseite. Qualitätskriterien hatten wir noch keine.
Ich hatte zur ersten Ausgabe einen Artikel über die „Eleusinischen
Mysterien“ beigetragen und daraufhin beschlossen mich auch weiterhin um
Feste zu Ehren der Göttin im Jahreskreis zu kümmern. Das schien auf den
ersten Blick auch ganz einfach, existierten ja genug solcher
„Festdaten“. Bei meiner Recherchearbeit zum Kalender für die 2. Ausgabe
(November und Dezember 2003) stellte ich dann jedoch Ungereimtheiten in
der Literatur fest. Manche der Daten, die wir gesammelt hatten, stimmten
nicht mit seriösen Quellen überein. Entweder stimmte das Datum nicht
oder aber es ließ sich keinerlei seriöse Quelle dazu finden.
Angesichts dieser verwirrenden Daten begann ich ausgiebig nach
historischen Quellen zu suchen und intensiv im Internet zu
recherchieren. Etwa 50% der gesammelten Termine ließen sich nicht sicher
nachweisen. Wir diskutierten darüber, wie wir weiterhin verfahren
sollten: ungesicherte Daten aufnehmen und uns dem Makel der Unseriosität
aussetzen oder weniger Daten aufnehmen, die sich sichern ließen?
Wir haben uns für die seriöse Variante entschieden und trotzdem einen
Kompromiss geschlossen. Da es schon allein zeitlich, aber auch bedingt
durch einen Mangel an seriöser Fachliteratur, nicht möglich ist jedes
Datum hieb- und stichfest zu machen, geben wir zu den Kalenderdaten die
benutzten Quellen an. So kann sich jede/r ein Bild machen von der
Seriosität der Daten.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass in vielen Fällen historische
Quellen fehlen. Das betrifft sowohl die germanischen und keltischen
Feste, aber auch die Feste der Göttinnen aus Kleinasien. Oder aber die
Kalender sind mit unserem Sonnenkalender nur schwer kompatibel, wie der
ägyptische Kalender oder die vielen Feste, die nach dem Mondkalender
ausgerichtet waren. Soweit es möglich ist, versuchen wir dem Rechnung zu
tragen und die Daten auf den modernen Kalender zu übertragen oder
zumindest den Zeitraum anzugeben in dem die Feste gefeiert wurden.
Dachte ich anfangs noch, die Arbeit mit dem Kalender des Schlangengesang
sei nur etwa ein Jahr lang aufwendig und anstrengend, bin ich heute
schlauer… ich weiß nun, dass noch eine Menge Arbeit vor mir liegt. Da
sich die Daten des Mondkalenders von Jahr zu Jahr ändern und die mobilen
Feste angepasst werden müssen, aber auch, weil immer neue Quellen und
Hinweise auf Feste dazukommen, die recherchiert und dokumentiert werden
müssen, wird mir die Arbeit so schnell nicht ausgehen.
Dies soll aber keine Klage sein, ich mache diese Arbeit sehr gerne, habe
ich doch im vergangenen Jahr so viel gelernt über die Feste der Göttin
im Jahreskreis, über mir bis dato völlig unbekannte Göttinnen, über
interessante Feste und Riten und über die verschiedenen Kulturen unserer
Erde, die allesamt die Göttin verehren, in welcher Gestalt auch immer.
Gerade das macht meine Aufgabe so reizvoll, lerne ich doch so viel Neues
und Interessantes dazu. Von Tag zu Tag, von Monat zu Monat verändert
sich für mich das Bild der großen Göttin, erahne ich doch langsam ihre
Vielschichtigkeit und die ungeheure Liebe mit der sie überall in der
Welt verehrt wurde und wird.
Zum Abschluss meines Resümees möchte ich noch einen Aufruf starten, an
alle Leserinnen und Leser des Schlangengesangs:
Ich brauche ganz dringend eure Mithilfe!!!
Für mich alleine ist es unmöglich sämtliche Quellen für Feste im Namen
der Göttin herauszufinden und zu überprüfen! Speziell wenn es sich um
Göttinnen außerhalb unseres Kulturkreises oder in entlegenen Regionen
handelt, ist es sehr schwer an aussagekräftige Quellen zu gelangen oder
auch neue Daten für Göttinnen-Feste herauszufinden.
Mit eurer Hilfe kann der Schlangengesang-Kalender zu einem einmaligen
Dokument der Göttinnen-Kultur weltweit werden! Wenn wir alle zusammen
helfen, können wir es schaffen, nicht sofort, aber über einen längeren
Zeitraum eine Art Datenbank für Feste im Namen der Göttin aller Kulturen
zu etablieren.
Ich denke jede/r von uns kennt Frauen und Männer verschiedener
Nationalität oder aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Fragt sie aus, ob
sie Festdaten kennen, die mit Göttinnen ihrer Kultur zusammenhängen!
Vielleicht haben manche auch Bücher oder Kalender mit alten Volksfesten
oder Mythen zuhause und können uns sogar mit schriftlichen Quellen
helfen. Jede Erinnerung an ein altes Fest kann das Aussterben alter
Traditionen verhindern und uns helfen eine globale Datensammlung zu
erstellen. Je gesicherter die Daten sind, die ihr mir liefern könnt,
desto besser. Andernfalls können wir die Daten nicht in den Kalender
aufnehmen, zumindest so lange nicht, bis wir von der Richtigkeit
überzeugt sind. Denn das bleibt nach wie vor unsere Prämisse.
Bitte, helft uns!! Wenn jede/r von uns einen Teil zum Ganzen beiträgt,
wäre es wunderbar!!
So freue ich mich auf weitere spannende Jahre mit dem Schlangengesang
und auf eure Mithilfe freue ich mich ganz besonders.
artemisathene
  
Feiertage
Kalender für September 2004
Im antiken Griechenland fallen in unseren September die Mondmonate
Metageitnion und Boedromion. Boedromion wurde benannt nach dem Gott
Apollon als Helfer in der Not. Einer Quelle zufolge hieß der Monat auch
Demetrion nach der Göttin Demeter, deren Fest der Eleusinischen
Mysterien in diesem Monat gefeiert wurde.
Im römischen Reich hieß dieser Monat September, der siebte Monat nach
dem alten Jahresbeginn im März. Er soll dem Gott Vulcan geweiht gewesen
sein.
Im germanischen Sprachgebiet hieß der Monat Scheiding, von shei =
trennen, scheiden. Er zeigt das „Scheiden“ des Sommers an und ist der
Monat der Obsternte.
Um den 30. September fand auch das Ernte-Dankfest statt.
Es gibt aber auch die Monatsbezeichnungen: Holmonat das bezieht sich auf
das Holzholen für den Winter, Herbitsmânoth (der erste Herbstmonat),
Halegmanoth (althochdeutsch) Herbstmond und Überherbst sind Namen
neueren Datums, denn sie weisen auf die Jahreszeit Herbst.
Herbsting zeigt auf das Thing das in diesem Monat Brauch war.
Früchtemonat, Obstmond oder Vollmonat beziehen sich auf die reichhaltige
Ernte der Herbstfrüchte.
Wildmond erinnert an den Beginn der Jagdzeit, Saumond an das Treiben der
Schweine in den Wald zur Eichelmast.
Silmand und Seelenmonat – der neunte Jahresmonat war der Opfermonat und
diente dem Gedenken der Verstorbenen.
30.August/1.September: 16. Tag des Mondmonats Metageitnion. Opfer zu
Ehren der Göttin Artemis Kourotrophos, der Beschützerin und
Versorgerin der Kinder und Jugendlichen und zu Ehren der Hekate,
der Göttin der Wegkreuzungen, der Unterwelt und der Magie.
Quelle: www.winterscapes.com
www.antonineimperium.org/metageitnion.htm
3./4. September: 19. Metageitnion: Opfer für die Heldinnen.
Quelle:
www.antonineimperium.org/metageitnion.htm
4./5, September: 20. Metageitnion: Opfer für die Göttin Hera
Thelchinia/Thelkhinia
Quelle: www.winterscapes.com
www.antonineimperium.org/metageitnion.htm
10. September: Fest der Asclepigenia. Philosophin und
Zeitgenossin der Hypatia. (Siehe Text)
Quelle:
www.geocities.com/Paris/Metro/3936/womenphilo3.html
Wilson’s Almanac
www.wilsonsalmanac.com/september.html
www.ukans.edu/history/index/europe/ancient_rome/E/Roman/Texts/
secondary/BURLAT/11*.html
13. September: Bankett zu Ehren der kapitolinischen Trias in Rom:
Juno, Minerva und Zeus). Dabei wurde eine Statue des Zeus auf eine
clinie (Sofa) gelegt. Rechts und links von ihm Juno und Minerva. Mars
und Venus teilten sich eine clinie. Die Angehörigen des Senats durften
mit den Göttern speisen.
Quelle: Ovid: Fasti
home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/ calendar.htm - 101k
14. September: Lichtfest im alten Ägypten. Vor den Statuen der Götter
und der Verstorbenen wurden Feuer entzündet, die die ganze Nacht
hindurch brannten. Möglicherweise als Wegweiser für die Seelen der
Verstorbenen, damit es ihnen dadurch möglich war, die Lebenden zu
besuchen.
Quelle: www.clubs.psu.edu
http://paganinstitute.org/e-sacred_times.html
15.September: Fest der sieben Schmerzen Marias oder Mariä
Himmelfahrt, Ende des Frauendreißigers = Erntezeit für Heilkräuter
Quelle: www.glaubeaktuell.net
www.heiligenlexikon.de/index.htm?BiographienM/Maria_Assunta.html
17. September: Byzantinisches Fest zu Ehren der Heiligen Sophie,
der Göttin der Weisheit und ihrer drei Töchter: Glaube, Hoffnung und
Nächstenliebe.
Quelle:
http://paganinstitute.org/e-sacred_times.html
19./20. September = 5. Boedromion: Genesia: griechisches Totenfest und
Fest der Göttin Gäa/Gaia und des Totengottes Thanatos. An diesem
Tag wurde der Toten gedacht, speziell der in Kriegen gefallenen (wie
unser Volkstrauertag). Man brachte dem Schutzdämon der Verstorbenen, dem
Agatho Daimon ein Trankopfer. Untereinander wurden Geschenke
ausgetauscht und Opfer dargebracht (Blumen, Milchreis, Honig und
Butter). Ein Festmahl ohne Wein wurde abgehalten.
Quelle:
www.geocities.com/athens/parthenon
www.winterscapes.com
20.21.September = 6. Boedromion: Kharisteria Ursprünglich
Geburtstags-Fest der griechischen Göttin Artemis Agrotera, der
„Jägerin“ Artemis. Nach dem Sieg bei Marathon wurde an diesem Tag ein
Dankesfest als Erinnerung an den wichtigen Sieg der Athener gefeiert.
Quelle: www.winterscapes.com
www.geocities.com/athens/parthenon
21. September: Fest zu Beginn der Jagdsaison im germanischen
Kulturkreis.
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube
22. September: Sri Radhashtami: Fest der mystischen Liebe zwischen dem
weiblichen und dem männlichen Prinzip. Liebesfest des Gottes Krishna und
der (Göttin) Radha, seiner Lebensgefährtin. Es findet am 8. Tag
in der hellen Mondphase von Badhrapada (August/September) statt, dem
Geburtstag der Radha. Radha ist der Legende nach ein liebreizendes
Hirtenmädchen mit dem Krishna eine intensive Liebesbeziehung hat. Im
Tantrismus spielt die Beziehung dieses „perfekten Paares“ eine wichtige
Rolle.
Quelle:
www.divya-jyoti.de/Kalender/text
http://de.geocities.com/preciousprabhupada/add/bow_down_mister.html
23. September: Fest der Göttin Latona (lateinischer Name der
griechischen Göttin Leto), Mutter der Zwillinge Artemis und Apollon.
Quelle: www.novaroma.org
26. September: Festtag der Venus Gen(e)trix, der Stammmutter Roms
durch ihren Sohn Äneas. Julius Caesar und die ganze Julianische
Kaisergeneration berief sich auf Venus als Stammmutter. Caesar erbaute
ihr einen Tempel auf dem Kapitol. Zu dem Festtag wurden alljährlich
11tägige Spiele gefeiert. Unter Hadrian wurde ihr 135 n.u.Z. ein
herrlicher Doppeltempel errichtet, dessen Reste heute noch zu sehen
sind.
Quelle: www.novaroma.org
http://de.wikipedia.org/wiki/Venus_(Mythologie)
29./30. September = 15. Boedromion: dieses Jahr: Beginn der großen
Eleusinischen Mysterien in Griechenland. Dieses 9tägige
Mysterien-Fest um die Legende von Demeter und Persephone hatte die
Aufgabe den Teilnehmenden die Angst vor dem Tod zu nehmen und sie am
Mysterium von Tod und Wiedergeburt teilhaben zu lassen. (siehe
Schlangengesang 1/03)
Quelle für das Datum:
www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/695.4.Metageitnion.html
September/Oktober (Aswayuja): Durga Puja: Fest zu Ehren der indischen
Göttin Durga. Das Fest dauerte 9 Tage in Anbetracht der 9
Erscheinungsformen der Göttin. Die Teilnehmer nehmen nur Milch und
Früchte zu sich.
Durga wird als Mutter angesprochen und die Bereiche auf die sich ihre
Macht erstreckt sind vielfältig, unter anderem: Glück, Reichtum, Wissen,
Schönheit und Machtausübung. Sie hatte auch einen sehr wilden,
gefährlichen Aspekt: Zorn, Gier, Egoismus und Stolz sind alles ihre
Formen.
Durga wird angefleht diese Aspekte bei den Teilnehmern zu bekämpfen mit
ihren Waffen auf dem Löwen reitend. (siehe Text)
Quelle:
www.divya-jyoti.de/Kalender/text_Religi%C3%B6se%20Feste.htm
Ende September: genauer Termin war leider nicht feststellbar: Fest der
ägyptischen Göttin Hathor.
Quelle:
www.land-der-pharaonen.de/Wissenschaften/body_wissenschaften.html
Ebenso ohne festes Datum, wahrscheinlich um den 29./30. September:
Wotanstag, mit dem Erntefest und Wodansblot im germanischen Kulturkreis.
Es ist Zeit, dass man Besuch von Wodan erwarten kann, der überprüft, ob
man bereit ist den neuen Reichtum auch zu teilen. Es wird ein Bierfest
veranstaltet, Tisch und Raum werden mit Hopfenblättern geschmückt.
Quelle: Gardenstone: Germanischer Götterglaube
artemisathene
  
Kalender für Oktober 2004
Der Oktober teilte sich im antiken griechischen Kalender auf die
Mondmonate Boedromion und Pyanepsion auf. Der Name Pyanepsion kommt vom
gleichnamigen Fest zu Ehren des Gottes Apollon und der Artemis sowie der
Horen (Personifikationen der Jahreszeiten).
Im römischen Kalender war der September der siebte Monat nach dem alten
Jahresbeginn im März.
Der alte Name dieses Monats im germanischen Sprachraum wird als
„Gilbhart“ angegeben. Es bezeichnet die Zeit des Welkens und Vergehens
des Laubes. Etymologisch ist anzunehmen, dass sich Gilbhart aus den
Bezeichnungen gilb = gelb und hart = viel, sehr zusammensetzt. Laubmond,
Laubmonat gehören auch dazu. Alte Namen wie Weinmonat, Weinmond,
Weinlesemonat, Winmanoth und Windumemanoth beziehen sich alle auf die
Weinlese, die hauptsächlich in dieser Zeit stattfindet. Blotmanoth,
Dachsmond oder –monat und Dachsmonat waren Namen die mit der Jagd
zusammenhingen. Füghelmuun deutet auf den Vogelfang in dieser Zeit.
Herbstmond/-monat und Reifmond (erster Nachtfrost) hängen mit dem Wetter
bzw. Klima der Jahreszeit zusammen. Aarzelmaend oder Aerselmaend zeigen
auf das „rückwärtsgehen“ der Tageslänge.
1. Oktober: Fest der römischen Göttin Fides, der Göttin der Treue
(siehe Text)
Quelle:
www.imperiumromanum.de
Ebenso Festtag der römischen Göttin Juno Sororia: es war sohl ein
Fest zur Einweihung der jungen Mädchen ins Frau sein. Ein Pubertätsfest
für die Mädchen Roms.
Quelle:
http://students.roanoke.edu/groups/relg211/minor/festivals.html
www.novaroma.org
3. Oktober: Marawu: Zeremonie der Frauenbünde der Hopi-Indianer: Fest
für Fruchtbarkeit und Heilung.
Quelle.
http://bauerw.tripod.com/indianer/hopi.htm#hopi_zeremonien
4. Oktober: Ieiunium Cereris: römisches Fest zu Ehren der römischen
Göttin Ceres.
Seit 191 v.u.Z. Anfangs alle vier oder fünf Jahre, seit augustäischer
Zeit jährlich gefeiert. Der Ritus geht auf Anweisungen in den
Sibyllinischen Büchern zurück und ist daher sicherlich eher griechischen
Ursprungs. An diesem Festtag wurde gefastet.
Quelle:
www.fellowshipofisis.com/jc/jcoct1.html
http://societasviaromana.org/Collegium_Religionis/caloct.php
5.Oktober: Öffnung des Mundus Cereris: Die „Welt der Ceres“, ein
Erdspalt auf dem Forum Romanum, der nur dreimal jährlich geöffnet wurde
und einen Eingang zur Unterwelt darstellte. Diese Öffnung zur Unterwelt
steht sicherlich im Zusammenhang mit Proserpinas Winterhalbjahr in der
Unterwelt.
Quelle:
www.fellowshipofisis.com/jc/jcoct1.html
Ebenso an diesem Tag: „Fest der alten Weiber“ in Litauen.
Quelle: Bericht von Einheimischen.
9. Oktober: Fest der Fausta, vergöttlichte Frau des römischen Kaisers
Constantin und der Felicitas, der Göttin des Glücks sowie der Venus
Victrix, der Göttin des Sieges in Rom. Auch wurden der Genius Publicus,
der Geist des römischen Volkes und der Gott Apollon an diesem Tag
verehrt.
Quelle:
www.fellowshipofisis.com/jc/jcoct9.html
http://societasviaromana.org/Collegium_Religionis/caloct.php
10. Oktober: Fest der Juno Moneta, eine römische Göttin, die „mahnende,
warnende“ Juno. Sie galt als Beschützerin der Stadt gegen Überfälle von
Feinden. Die heiligen Gänse Roms waren ihre Tiere. Sie war aber auch
Schutzherrin der Münzprägestätte in Rom. Ihr Tempel war gleichzeitig
auch Prägestätte. Sie hat einen weiteren Festtag am 1.Juni.
Quelle:
www.novaroma.org/calendar/october.html.de
home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/ calendar.htm - 101k
11. Oktober: Meditrinalia: Festtag der römischen Göttin Meditrina,
Göttin der Gesundheit und des Weines. Man trank zu Diesem Fest neuen und
alten Wein, um von neuen und alten Krankheiten geheilt zu werden. Wein
galt als großartiges Heilmittel und es gibt in viele Überlieferungen
alter medizinischer Rezepte mit Wein aus der Antike. Auch Jupiter wurde
bei diesem Fest geehrt. Die Festivitäten dauerten diesen und die
folgenden Tage. (siehe Text)
Quelle:
www.clubs.psu.edu/up/aegsa/rome/oct11.htm
www.novaroma.org/religio_romana/Meditrinalia.html
11./12. Oktober / 27. Boedromion: In Griechenland: Opfer zu den Nymphen,
zu Acheolus (griechischer Flussgott und Herrsche über alle Flüsse),
Alochus (?), Hermes (Götterbote) und Gaia (Erdmutter) in Erchia und zu
Athene und Teithras.
Quelle: www.winterscapes.com
12. Oktober: Augustalia: Fest der Fortuna Redux: römische Göttin der
glücklichen Heimkehr nach Reisen, Abenteuern oder Feldzügen. An diesem
Tag wurde ein Fest zum Gedenken an die glückliche Heimkehr des Kaisers
Augustus von seinen Feldzügen im Osten 10 v.u.Z. gefeiert. Er hatte der
Göttin Fortuna Redux einen monumentalen Tempel an der Einmündung der Via
Appia in die Stadt Rom errichtet.
Quelle: home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/ calendar.htm
- 101k
www.novaroma.org/calendar/october.html.de
13. Oktober: Fontinalia: Fest zu Ehren des Gottes Fontus, Sohn des Janus
und der Nymphe Juturna. An diesem Tag wurden die Quellen Roms besucht
und mit Blumen geschmückt und ein Weinopfer wurde dargebracht. Man
dankte den Quellgöttern und Quellgöttinnen für die Heilkraft des
Quellwassers.
Quelle:
www.clubs.psu.edu/up/aegsa/rome/oct11.htm
www.ancientworlds.net/aw/NewsStory/194879
14./15. Oktober: Ahnen und Elfenfest, Disenopferfest im germanischen
Kulturkreis.
Nachdem Felder und Gärten wieder eingesät sind, wird am 14.-15- Oktober
ein wiederum zweiteiliges Fest gefeiert. Der 14. soll den eigenen Ahnen
gewidmet werden. Am nächsten Tag findet zuerst das Elfenopfer statt.
Dabei wird für eine erfolgreiche Ernte im nächsten Jahr der Elfen und
Disen geopfert. Wenn es einen Kinderwunsch gibt, sollte dieser auch hier
mit einbezogen werden. Später am Tag folgt das Disablot.
Quelle: Gardenstone: Germanischer Götterglaube
19./20. Oktober = 6.Pyanepsion: Proerosia: Übersetzt heißt dieses Fest
„Einleitung zum Pflügen“ und ist ein landwirtschaftliches Fest der
Göttin Demeter in Eleusis. Die Einrichtung dieses Festes geht auf einen
Orakelspruch des Gottes Apollon zurück, der damit Ernteausfälle und eine
Hungersnot beendete. Im Verlauf des Festes wurde von den Priestern an
diese vergangene Hungersnot erinnert und die Menschen wurden dazu
aufgerufen die ersten Früchte der neuen Ernte als Opfer darzubringen, um
Demeters Segen zu erhalten.
Quelle:
www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
20./21. Oktober = 7.Pyanepsion: Pyanepsia: Fest der herbstlichen
Früchteernte in Griechenland und bitte um den göttlichen Segen für die
Aussaat. Es war ein Fest zu Ehren Apollons, Helios ( Personifikation der
Sonne) und der Horen (Jahreszeitengöttinnen).
Quelle:
www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
20./21. oder 22./23. Oktober = 7.oder 8. Pyanepsion: Oskhophoria: ein
Traubenernte und Traubenkelterfest. In erster Linie war es ein Fest des
Gottes Dionysos, aber auch Apollon und die Athene Skira bzw. die Göttin
Skira wurden bei diesem Fest verehrt. Die Geschichte des Theseus und der
Ariadne, bzw. der Mythos vom Minotauros spielte im Verlauf des Festes
eine wichtige Rolle.
Quelle: :
www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
23./24. Oktober = 9.Pyanepsion: Stenia: In Eleusis und Alimountas
stattfindendes nächtliches Fest zu Ehren der Göttinnen Demeter und
Persephone. Es war der Auftakt zu den Tesmophorien und nur Frauen
vorbehalten.
Quelle:
www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
25./26.-27./28. Oktober = 11.-13. Pyanepsion: Thesmophorien: Feier zu
Ehren Demeters und Persephones zu Beginn der Saatzeit (Sporetos). Die
Feierlichkeiten waren auf Frauen beschränkt und gehörten zum Bereich der
weiblichen Mysterien.
Quelle:
www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
29. Oktober – 2. November: Isia: Fest der ägyptischen Göttin Isis in
Rom. Früher war dieses Fest vom 13. bis 16. November gefeiert worden. In
der späteren Zeit des römischen Reiches wurde das Fest vorverlegt.
Quelle:
www.fellowshipofisis.com/jc/jcoct23.html
Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
Dann gibt es noch zwei nicht näher spezifizierte Feste im Oktober:
Apaturia: Opfer zu Ehren des Zeus Phratios und der Athena Phratia.
Gefeiert wurde in Athen und bei den Ioniern.
Das germanische Weinfest: An einem Tag nach Wahl in der zweiten
Oktoberhälfte, dem Monat der Weinernte, wird das Weinfest gefeiert. Der
Schutzgott des Weinbaus Njord soll jetzt geehrt werden. Die Göttin
Vihansa wird angerufen um die Trinkhörner zu weihen.
Quelle: Gardenstone: Germanischer Götterglaube
artemisathene
  
Kalender für November 2004
Im Jahreskreis der alten Griechen teilten sich die Mondmonate Pyanepsion
und Maimakterion die Zeit unseres Novembers. Der Name Maimakterion war
von einem Beinamen der Zeus hergeleitet und bedeutete soviel wie der
zürnende, tobende Zeus. Das Fest mit gleichem Namen (Maimakteria) stand
für den Winteranfang, ein genaues Datum dafür ist aber nicht
überliefert.
Der November ist im römischen Kalender der neunte Monat des Jahres.
Begonnen wurde die Zählung mit dem März.
Nebelung war die germanische Bezeichnung für den Monat November. Damit
wird ein nebel- und windreicher Monat bezeichnet. Die indogermanische
Sprachwurzel Nebh bezeichnet Feuchtigkeit, Dunst und Nebel.
1. November: Tag der Banschees, der Geister aus der Anderswelt in der
keltischen Religion. In Irland wird noch teilweise ein Brauch dazu
zelebriert. Man legt den Verstorbenen Äpfel auf die Gräber als Symbole
für den ewigen Kreislauf aus Geburt – Tod – Wiedergeburt. Banshee kommt
etymologisch von ban = Frau und sidhe = Fee.
Quelle: Edain Mccoy: Die keltische Zauberin
Geburtstags-Fest der schottischen Göttin Cailleach. Ihre Herrschaft als
Wetter- und Sturmgöttin, Zerstörerin und wilde Furie, die jedes
aufkeimende Frühlingsblatt mit ihrem Zauberstab zu zerstören sucht,
beginnt am ersten November. Sie endet, je nach Überlieferung an Imbolc,
2.Februar, oder sogar erst an Beltane, 1.Mai.
Quelle:
www.caerclud.vscotland.org.uk/cailleach.html
www.mysteriousbritain.co.uk/folklore/calleach.html
Wohl auch Festtag einer schottischen Göttin mit Namen Nicneven. Als
Totengöttin reitet sie ähnlich wie Hel in den dunklen Monaten durch
unsere Welt um Seelen einzusammeln.
Quellen: einzige Quellen, unsicherer Qualität:
www.jbbb.de/cerridwen/panthe02.html
www.beepworld.de/members7/rawenna/rituale.htm
8. November: in vielen Kalendern wird behauptet, dies sei der Tag des
Festes der japanischen Göttin der Küche: Hattsui-No-Kami oder manchmal
auch Kami. Kami ist sicher falsch, denn dieser Begriff heißt bloß
„Gottheit“, und Hattsui-No-Kami ist wohl eine Göttin der Ernte und des
Küchengeschehens, aber ihr Festtag scheint nicht der 8. November zu
sein. An diesem Tag wird im Fuigo Shrine in Japan ein Feuer entzündet,
das zum Herstellen von Schwertern verwendet wird. Die dabei verehrte
Gottheit ist Fuigo, ein Gott, keine Göttin…wird aber auch mit dem Kochen
in Verbindung gebracht.
Quelle:
www.octb.jp/english/search/detail.cgi?id=02016
12./13. November: Khalkeia: griechisches Fest für den Schmiedegott
Hephaistos und die Göttin Athene Ergani. Es war ein Fest der Handwerker,
der Waffenschmiede aber auch der Weber (Ergastinai), die an diesem Tag
mit der Arbeit an dem Peplos begannen, das Athene an den Panathenaien
zum Geschenk gemacht wurde.
Quelle:
www.geocities.com/athens/parthenon
www.winterscapes.com
13.November: Festtag der römischen Göttin Feronia. Sie war die Göttin
der Wälder, Heilquellen und Heilkräuter. (siehe Göttinnen-Text)
Quelle:
http://imperiumromanum.com/religion/antikereligion/feronia_01.htm
Barbara Hutzl-Ronge, Feuergöttinnen und Sonnenheilige
13.-16. November: Isia: Fest der Aussaat und des Keimens im alten
Ägypten und in Rom vor der Kaiserzeit. (siehe auch Oktober)
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
artemisathene

Demeterfeste
Für Demeter wurden viele Feste gefeiert, bei denen die Hauptrolle die
Frauen innehatten. So ging es bei den Festen nicht nur um die
Fruchtbarkeit der Erde, sondern es wurde auch der Zyklus der Frau
gefeiert.
Als wichtigste Feste sind natürlich an erster Stelle die Eleusischen
Mysterien zu erwähnen. Ich möchte an dieser Stelle jedoch auf den im
allerersten Schlangengesang erschienen Artikel von Artemisathene zu
diesem Thema verweisen.
Zwei weitere wichtige Demeterfeste stehen in unmittelbarem Zusammenhang.
Die Skira und die Thesmophorien.
Die Skira fand im Monat Skirophorion statt. (Das entspricht bei uns etwa
Juni/Juli.) Sie beginnen daher mit der großen Sommerdürre, wenn die
Ernte eingebracht ist. Bei diesem Fest wurden lebende Schweine als Opfer
in die sogenannte „Megara“ geworfen. Die Megara muss eine Art Grube
gewesen sein, in der auch Schlangen gelebt haben sollen.
Mit dem Fest der Skira beginnt die Erdfahrt der Schweine für die
folgenden vier Monate. Die Schweine stehen hier stellvertretend für
Demeter/Persephone. Am Ende der Dürrezeit wird die Erde für die neue
Aussaat gepflügt. Das ist der Zeitpunkt zu dem die Schweinereste wieder
aus der Grube hervorgeholt werden und die Erde für die neue Aussaat
gepflügt wird. Thesmophorien (Oktober/November). Die Skira kann als Fest
der schwarzen Mondphase, der Menstruation verstanden werden.
Zu den Thesmophorien wurden die Reste der Schweine, von den sogenannten
„Schöpfweibern“ wieder aus der Megara herausgeholt. Bei dieser Prozedur
wurde viel Lärm gemacht, vermutlich um die Schlangen zu verscheuchen.
Die Reste wurden dann in Körbe gelegt und auf den Altar gestellt. Man
vermengte die Schweinereste mit dem Saatkorn und brachte selbiges dann
aus. Heutzutage werden anstelle der Schweinereste Granatapfelkerne
verwendet. Das gesamte Fest der Thesmophorien ging über mindestens drei
Tage, es gab Unterschiede zwischen denen der Stadt und denen der Dörfer
und Kleinstädte.
Die beteiligten Frauen fasteten, tanzten, opferten, teilweise hatte das
Fest Geheimcharakter, und des Nachts gab es Spott- und Schmähreden.
Männer waren bei dem Fest verpönt. Die Frau, derer Schoß Früchte wie die
Erde trägt, hat immer als bevorzugte Hüterin der Fruchtbarkeitsriten
gegolten.
Die Haloa
Die Haloa wurde gegen Ende des Monats Posideon (Dezember/Januar)
gefeiert. Zweck der Haloa war wie bei den Thesmophorien die
Fruchtbarkeit. Aber die geschlechtlichen Dinge spielen hier eine viel
größere Rolle und der ganze Charakter des Festes ist dementsprechend
viel zügelloser. An der Haloa wurden tönerne Phallen aufgestellt. Die
Frauen trugen Bilder mit männlichen und weiblichen Symbolen und
dieselben Dingen erschienen als Backwerk auf der Tafel. Die
Priesterinnen munterten heimlich zum unerlaubten Liebesgenuss auf.
Die Tafeln waren bedeckt mit allem, was Erde und Meer bieten konnten,
mit Ausnahme einiger Tabus. Der Wein floss in Strömen.
Tiefergehend sollte das Fest die aufkeimende Saat gegen schädliche
Einflüsse schützen und ihr Wachstum fördern.
Leria und Gwenhwyfar
Quellen: Texte die mir Leria freundlicherweise herausgesucht hat
Jutta Voss, Das Schwarzmondtabu

Germanische Feste September/Oktober
September
Der Name kommt vom lateinischen Septimus der Siebte, was den siebten
Monat des römischen Kalenders bezeichnete.
Alte Namen sind Witumânoth, Holmonat deuten auf das Holzsammeln, auf die
Waldarbeit, die jetzt wieder anfängt, nachdem das meiste der Feldarbeit
erledigt ist. Herbitsmânoth (der erste Herbstmonat), Halegmanoth
(althochdeutsch) Herbstmond und Überherbst sind Namen neueren Datums,
denn sie weisen auf die Jahreszeit Herbst.
Die Namen Scheiding oder Skeidan bedeuten Abschied vom Sommer, den
Übergang von den warmen Sommermonaten zu den kalten Wintermonaten.
Herbsting zeigt auf das Thing, das in diesem Monat Brauch war.
Früchtemonat, Obstmond oder Vollmonat beziehen sich auf die reichhaltige
Ernte der Herbstfrüchte.
Wildmond erinnert an den Beginn der Jagdzeit, Saumond an das Treiben der
Schweine in den Wald zur Eichelmast.
Silmand und Seelenmonat – der neunte Jahresmonat war der Opfermonat und
diente dem Gedenken der Verstorbenen.
Herbstgleiche
Früher ein Fest bei dem der Anfang der Jagdsaison im Mittelpunkt stand.
Es wird am 21. September gefeiert. Die Zeit ist nun prächtig zum
Wandern, sowohl die Farben als auch die Gerüche der natur zeigen noch
einmal ihr höchstes Vermögen. Dennoch ist inzwischen deutlich
wahrnehmbar, dass die Sonne schwächer wird, sich schnell „zum Schlafen“
hinlegen muss. Es ist Zeit sich trotz des oft noch schönen Wetters über
die anstehende Herbst- und Winterzeit Gedanken zu machen. Ist man schon
gut vorbereitet? Ist alles getan und erledigt was notwendig ist? Dieses
Fest dient als Besinnung insbesondere auf praktische Sachen, der
Vorbereitung auf den Winter. Dazu gehören nicht nur Vorräte und
Kleidung, sondern auch die eigene Gesundheit, Widerstandskraft und das
Immunsystem. Wenn da noch etwas gestärkt werden muss, ist jetzt die
höchste Zeit. Beim Heimdallblot oder Mordgutblot sollte die Tafel dafür
ein Beispiel sein, nährreiches und vitaminreiches Essen aufzutischen.
Z.B. Gemüsesuppe. Fisch, Wurzelgemüse, Getreideprodukte und Rotwein.
Dieser Tag ist wie eine Brücke zwischen Sommer und Winter und dabei
werden die Brückenwächter Heimdall und Mordgud geehrt.
Bräuche:
Es werden Herbsttische gemacht, auf einem Tablett oder einer anderen
Unterlage werden kunstvoll allerhand typischer Herbstprodukte zu einem
schönen Bild gelegt.
Wodanstag, Erntefest
Früher lag das Datum dieser Feier um den 29.9/30.9. Es gab kein
festgelegtes Datum, es wurde wie viele Feste, die mit der Erntezeit zu
tun haben, am Ende der Erntezeit gehalten und dieses war nicht überall
gleich. Nicht nur die Getreideernte sondern die gesamte Ernte wird jetzt
gefeiert, also auch Kartoffeln, Gemüse Obst usw., alles was bis jetzt
schon eingeholt wurde oder noch ansteht gehört dazu. Nahrungsmittel
verschiedenster Art sind nun wieder in Hülle und Fülle vorhanden. Es ist
Zeit, dass man Besuch von Wodan erwarten kann, der überprüft, ob man
bereit ist den neuen Reichtum auch zu teilen. Deshalb sollte für den
unerwarteten Gast auch ein Teller bereitstehen. Aber man wartet nicht
nur ab, man lädt Wodan auch ein.
Deshalb wird jetzt ein Wodanblot gehalten, bei dem Gerichte aus der
Gegend der herrschenden Jahreszeit auf dem Tisch stehen.
Bräuche:
Am Wodanstag soll man von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends jede Stunde das
Wetter aufschreiben, denn daraus kann man auf das Wetter der nächsten 12
Monate schließen. Jede Stunde entspricht einem Monat.
Es findet eine „gesetzlose“ Stunde statt. Dabei kann mit Sachen
geschmissen werden, es werden Rollen vertauscht usw. Man sollte dabei
aber immer bedenken, dass man auch nach dieser Stunde noch miteinander
auskommen muss.
Es wird ein Bierfest veranstaltet, Tisch und Raum werden mit
Hopfenblättern geschmückt.
Oktober
Der Name Oktober ist abgeleitet von lat. Octo (acht). Dies war der achte
Monat im römischen Kalender.
Alte Namen wie Weinmonat, Weinmond, Weinlesemonat, Winmanoth und
Windumemanoth beziehen sich alle auf die Weinlese, die hauptsächlich in
dieser Zeit stattfindet.
Laubmond, Laubmonat und Gilbhart deuten auf das Laub, das sich von grün
nach gelb färbt. Sie können auch damit zusammen hängen, dass in Gebieten
reicher Wälder jetzt das Laub zusammengerecht und als zusätzliche
Einstreu für die Winterställe gesammelt wird.
Blotmanoth, Dachsmond oder –monat und Dachsmonat waren Namen, die mit
der Jagd zusammenhingen. Füghelmuun deutet auf den Vogelfang in dieser
Zeit. Herbstmond/-monat und Reifmond (erster Nachtfrost) hängen mit dem
Wetter bzw. Klima der Jahreszeit zusammen. Aarzelmaend oder Aerselmaend
zeigen auf das „rückwärtsgehen“ der Tageslänge.
Ahnen und Elfenfest, Disenopferfest
Nachdem Felder und Gärten wieder eingesät sind, wird am 14.-15- Oktober
ein wiederum zweiteiliges Fest gefeiert. Der 14. soll den eigenen Ahnen
gewidmet werden. Zur Ehrung dieser Vorfahren wird ein Ahnensumbel
organisiert, bei dem in der ersten Runde alle Ahnen geehrt werden, in
der zweiten Runde, einer dieser hervorgehoben wird und in der dritten
abschließenden Runde an etwas Lehrreiches aus alten Zeiten erinnert
wird. Damit ist das Sumbel beendet, es kann freilich nachher weiter
getrunken werden.
Am nächsten Tag findet zuerst das Elfenopfer statt. Dabei wird für eine
erfolgreiche Ernte im nächsten Jahr der Elfen und Disen geopfert. Wenn
es einen Kinderwunsch gibt, sollte dieser auch hier mit einbezogen
werden. Später am Tag folgt das Disablot. Abgeschlossen wird es mit der
üblichen Erzählung.
Weinfest
An einem Tag nach Wahl in der zweiten Oktoberhälfte, dem Monat der
Weinernte, wird das Weinfest gefeiert. Der Schutzgott des Weinbaus Njord
soll jetzt geehrt werden, deshalb ist ein Njordblot fällig, und ein
anschließendes Sumbel wäre auch passend. Als Opfer gehören sich
jedenfalls Trauben, Traubensaft, Weine und verschiedene Ackerbauprodukte
in verarbeiteter Form, als Beispiel : Brotsorten, Käsesorten, Wein
Kartoffeln Salat Fisch Weißwein
Bräuche:
Hornweihe: die bei Ritualen und Sumbeln gebrauchten Trinkhörner werden
in dieser Zeit geweiht. Dazu wird die Göttin Vihansa an. Nach dem
Weihungsritual kann es sofort beim Sumbel genutzt werden.
Es wird eine Weinkönigin gewählt, die beim Sumbel, bei dem diesmal Wein
getrunken wird, Gastgeberin und Leiterin ist.
Der Opfer- bzw. Esstisch wird mit vielen bunten Herbstblättern
geschmückt.
Gwenhwyfar

Meditrinalia
Das römische Fest der Meditrinalia fand am 11. Oktober statt. Die Göttin
Meditrina, Göttin der Heilung, von lateinisch: mederi = geheilt werden,
war die Patronin dieses Festes. Sie war allerdings auch eine Göttin des
Weines, der bei diesem Fest eine große Rolle spielte. Da Wein als
Medizin im Altertum eine eminent wichtige Rolle spielte, widerspricht
sich diese doppelte Zuständigkeit nicht.
Neben Meditrina wurde auch Jupiter an diesem Tag als Gott des Weines
verehrt. Die Feierlichkeiten dauerten wie es bei ausgedehnten Gelagen
häufiger der Fall war, ein paar Tage an. Der Zeitpunkt des Festes im
Kalender gibt die Erntezeit der neuen Trauben an, aus denen dann der
neue Wein gekeltert wurde.
Ein Teil dieses Festes wird von Varro und auch in „de agricultura“ von
Cato beschrieben, es ist das Mischen von altem und neuem Wein in einem
Opfergefäß. Nachdem der Opfernde folgende Worte gesprochen hatte:
"Novum vetus vinum bibo, novo veteri morbo medeor." was übersetzt
heißt: „ich trinke neuen und alten Wein, um von neuer und alter
Krankheit geheilt zu werden“ wurde der Wein aus dem Opferfest dem
Opferfeuer übergeben. Im Anschluss folgte der feucht-fröhliche Teil des
Festes.
artemisathene

Isia - Fest der Aussaat und des Keimens
Dieses zweite mehrtägige Fest der Isisreligion fällt in die Monate
Oktober/November. Das Überschwemmungswasser des Nil war versickert, es
konnte mit der Aussaat begonnen werden. Solange die Nilflut das Land
bedeckte, sprach man vom „ertrunkenen Osiris“, der im Kampf mit Seth von
diesem ertränkt worden sein soll. Plutarch gibt als Todesdatum den 17.
Athyr (13. November) an. Das wird auch in einem Papyrus so beschrieben.
Entsprechend den drei Tagen und drei Nächten, die Osiris im Reich des
Seth, das heißt im Totenreich verbrachte, feierte man Isia. Es wurde das
Begräbnis und die Auffindung der Leiche gefeiert.
Zum Fest wurden große Prozessionen veranstaltet. Von Abydos ist
folgender Ablauf bekannt:
Götterbilder mit kostbaren Kleidern und Juwelen wurden durch die Stadt
getragen.
Ihnen folgten Priesterinnen und Priester, sowie die Gläubigen. Die
Priester waren kahlköpfig, in weiße Leinenröcke gekleidet und trugen
darüber schwarze Mäntel.
Der Oberpriester trug das Hydreion, das Gefäß mit dem heiligen
Nilwasser.
Die Priesterinnen trugen das Gewand der Göttin Isis. Über einer leinenen
Tunika trugen sie ein Kleid mit Fransen, das vor der Brust mit dem „Isisknoten“,
der Lebensschleife, geknüpft war (entspricht dem Ankh in Schlaufenform).
Darüber trugen die Priesterinnen einen Mantel mit Fransen. Kleid und
Mantel waren rötlich schimmernd und schwarz, „in den Farben der Herrin
die Licht in die Finsternis bringt“.
Die Priesterinnen tragen das Sistrum, die Isisklapper und ein
Schöpfgefäß für Nilwasser oder einen Krug für die Trankspende.
Die Oberpriesterin trug an der Stirn die Lotusblüte und um den Arm
gebunden die lebende oder bronzene Uräusschlange.
In römischer Zeit wurde der Ablauf des Rituals wie folgt beschrieben:
Eine Priesterin geht als Isis gekleidet, mit Sistrum, Ankh-Zeichen und
dem Gefäß für das Wasser des Lebens, klagend auf die Suche nach dem
verschwundenen Osiris. Sie wird von einem Priester, der den Totengott
Anubis verkörpert begleitet.
Die Priesterin sammelt die Gebeine (symbolisch) des Osiris ein und fährt
auf der Totenbarke über den Nil.
Dann bildet die Priesterin der Isis aus Lehm und Getreide eine „Mumie“,
diese wird in leinene Tücher gewickelt und mit dem Schmuck des Pharao
geschmückt.
Diese „Mumie“ wird dann in einen ausgehöhlten Baumstamm gelegt. Nach ein
paar Tagen beginnen die Getreidekörner zu keimen.
Nun beginnt in der Nacht die große, feierliche Totenklage und daran
nehmen die Gläubigen auch teil. Die Nacht wird eingeteilt in
„Stundenwachen des Osiris“, für jede Stunde gibt es bestimmte Rituale
und Gebete.
Die Priesterinnen stimmen die Totenklage an. Die Priester bringen Öl,
Salben, Weihrauch und Myrrhe dar und rezitieren Gebete.
Dann benetzt Isis den toten Osiris mit dem „Wasser des Lebens“, dem
Nilwasser. Dazu singen die Priester: „Osiris, lebe, erwache, erhebe
dich!“
Bei den ersten Sonnenstrahlen „erwacht Osiris zu neuem Leben“ und wird
von allen mit Jubel begrüßt.
Isis gebärt den Horusknaben und dieser wird von den Gläubigen angerufen:
„Heil dir, Horus, der du aus Osiris hervorgehst und von der göttlichen
Isis geboren wirst. Seele des Osiris.“
Zum symbolischen Hintergrund des Rituals:
Damit das neue Getreide wachsen kann, muss es zuerst in die Erde. Das
bedeutet Osiris muss sterben und begraben werden. Das Aufhacken der
Erde, zum Beginn der Saatzeit entspricht der Zerstückelung des Osiris
durch seinen Widersacher Seth. Der Lehm mit den Getreidekörnern stellt
seinen toten Leib dar. Zur Mumie geformt kann Osiris die Wandlung zu
neuem Leben durchmachen. Dann kann aus Osiris mit Hilfe des „Wassers des
Lebens“ neues Leben keimen. Das Korn, das aus der „Leiche“ wächst,
versinnbildlicht die Wandlung vom Tod zu neuem Leben. Dargestellt durch
das Horuskind.
Das Fest der Isis wurde zunächst vom 13.-16. November gefeiert, seit der
Römerzeit dann aber vom 29. Oktober bis zum 2. November. Wahrscheinlich
wegen der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Beachtenswert ist,
dass zu dieser Zeit in Europa Allerheiligen, bzw. Allerseelen, Halloween
und andere Totenfeste gefeiert werden. Das ist bestimmt kein Zufall.
Literatur: Marion Giebel: Das Geheimnis der Mysterien
Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
artemisathene

Veranstaltungen
Märchen, Vorträge, Ausstellung
Göttinnen und Hexen in Hittisau
Das Frauenmuseum in Hittisau (Vorarlberg/Österreich) zeigt derzeit eine
Ausstellung zum Thema „Göttin - Hexe – Heilerin - Zu einer
Kulturgeschichte weiblicher Magie“. In diesem Rahmen finden im Oktober
eine Reihe von Begleitveranstaltungen statt:
9. Oktober 2004, Lange Nacht der Museen – im Frauenmuseum eine
Märchennacht
18 – 20 h beZAUBERNdes - Kinderprogramm für Kinder und Erwachsene mit
Ida Bals, Wilma Bilgeri und Stefanie Hagspiel
19 – 21 h Ausstellungsführungen mit den Hittisauer Museumsbegleiterinnen
21 h Märchen und Mythen, gelesen von Ingrid Friedl
Ab 22 h Gemeinsames Singen und Musizieren mit Andrea Sturm
Ausstellungsführungen nach Bedarf!
10. Oktober 2004, Sonntag, 18 h, Vorträge im Frauenmuseum
Dr. Ursula Brunold-Bigler (Volkskundlerin): Der Hexenhammer und seine
Nachfahren. Ein historischer Rundgang durch die Literatur der Verfolger
In ihrem Referat zeichnet die Graubündner Volkskundlerin Ursula
Brunold-Bigler das Hexenbild nach, welches die Gelehrten der frühen
Neuzeit in ihren dickleibigen Schriften ausgearbeitet haben. Die
Verfolgung der „Agentinnen und Agenten des Satans“ baut auf dem elitären
Hexenbegriff auf, der die wesentlichen Elemente Teufelspakt, Schadens-,
Heil- und Liebeszauber, Teufelsbuhlschaft, Tierverwandlung, Hexenflug
und Hexensabbat beinhaltet. Welche dieser „Delikte“ ordneten die
Verfolger mehrheitlich den Frauen, welche eher den Männern zu? Mit
welchen eingängigen Erzähl-Beispielen untermauerten etwa der Dominikaner
Heinrich Institoris, der Autor des bekannten Hexenhammers, der
Staatstheoretiker Jean Bodin, der Weihbischof Petrus Binsfeld, der
Staatsanwalt Nicolas Rémy, der Universalgelehrte Martin Delrio, der Arzt
Johann Weyer und der evangelische Geistliche Bartholomäus Anhorn ihre
theoretischen Gedankengebäude? Was blieb davon im Volk hängen?
Dr. Manfred Tschaikner (Historiker): Die Vorarlberger Hexenverfolgungen
und ihr Auftakt im Bregenzerwald
In seinem Vortrag bietet der Historiker Manfred Tschaikner einen
Überblick über die Vorarlberger Hexenprozesse, denen im Verlauf von
anderthalb Jahrhunderten etwa 200 Menschen zum Opfer gefallen sind. Eine
besondere Stellung kam dabei den Hexenverfolgungen im Bregenzerwald zu.
Sie fanden nicht nur vergleichsmäßig früh statt, sondern lassen
volkstümliche Hintergründe des Hexentreibens erkennen, die in anderen
Regionen nicht mehr fassbar sind. Dazu zählen zum Beispiel die
Wolfsritte und die rituellen Kämpfe auf der Winterstaude.
17. Oktober 2004, Sonntag, 18 h, Vorträge im Frauenmuseum
Dr. Margarethe Ruff (Ethnologin) und Dr. Hermann Denz (Soziologe):
Magische Praktiken im Bregenzerwald
Liebeszauber, Teufelsbeschwörungen, Wahrsagerei, Schatzgräberei und
magische Heilkunde haben die Menschen seit jeher fasziniert. Margarethe
Ruff ist den Spuren magischer Praktiken in Gerichtsakten, Zeitschriften
und Literatur vom Mittelalter bis in unsere Zeit gefolgt. Sie zeigt,
dass Zauberei vor allem der Bewältigung von Krisensituationen und damit
als praktische Lebenshilfe diente.
Eine ähnliche Aufgabe hatte und hat auch die Religion. Deshalb gibt es
eine Reihe von Berührungspunkten, Überschneidungen und Konflikten
zwischen Religion und Alltagsmagie. Die Menschen haben in der
Vergangenheit und heute wieder verstärkt eigene Kombinationen der beiden
Elemente gefunden. Dies wird allgemein als Bastelreligion bezeichnet,
aber Religion war als Volksfrömmigkeit immer schon eigenwillig. Hermann
Denz wird darüber berichten, wie sich Bastelreligion im Bregenzerwald
zeigte und zeigt.
Das Museum ist in A-6952 Hittisau, Platz 501.
Sommeröffnungszeiten:
Do 19 – 21 h, Fr und Sa 16 – 18 h, So 15 – 18 h
Und jederzeit nach tel. Vereinbarung.
Tel: +43(0)5513/ 6209-50 oder +43(0)5513/2543
Eintritt: Euro 3.- (4,61 CHF, 3,65 US$)/Sonderführungen: Euro 3,5.-
(5,37 CHF; 4,26 US$)/ab 20 Personen Ermäßigung
Warum eine Ausstellung zu weiblicher Magie im Frauenmuseum? Das Museum
begründet es so:
Das Frauenmuseum betrachtet als seine Aufgabe, die Welt (Vergangenheit
und Gegenwart) aus Frauensicht darzustellen, die Auseinandersetzung der
Frauen mit ihrer natürlichen und gesellschaftlichen Umwelt, und die
daraus entwickelte (frauenspezifische) Kultur. Dazu werden Wissen und
Objekte des weiblichen Alltags gesammelt und materielle Kultur und
immaterielle Kultur, vor allem der Frauen des Bregenzerwaldes,
dokumentiert.
Forschungsprojekte sollen systematisch Zusammenhänge und
Gesetzmäßigkeiten aufzeigen. In Ausstellungen, Seminaren und Workshops
wird dieses Wissen weitergegeben.
Die Auseinandersetzung mit einer Kulturgeschichte weiblicher Magie ist
ein grundlegendes und forderndes Thema für ein Frauenmuseum. Die
Historikerin Gerda Lerner konnte nachweisen, dass Frauen im Zuge der
Durchsetzung des Patriarchats (ein Prozess, der ungefähr von 3100-500 v.
Chr. dauerte) ihrer ursprünglichen Funktion als Vermittlerinnen zum
Göttlichen schrittweise beraubt wurden: Die Fruchtbarkeitsgöttinnen
wurden entthront, die Priesterinnen entmachtet, Männer und Frauen als
völlig verschiedene Wesen in der griechischen Philosophie
festgeschrieben, der Gott in der jüdisch-christlichen Tradition mit dem
männlichen Prinzip gleichgesetzt.
Da liegt es nahe, zu fragen, welche Konstruktionen über weibliche Magie
finden sich nun im Verlauf unserer Geschichte und wie haben sie sich
verändert. Dabei eröffnet sich eine Fülle von Bildern über weibliche und
männliche Magie und über den jeweils zeitbedingten gesellschaftlichen
Umgang mit dieser Seite der menschlichen Existenz. Wir sind, unsere
Bilder der Welt betreffend, in einer großen Umbruchszeit. Da ist es
immer wertvoll, sich auch bewusst zu machen, welche Weltbilder die
Menschheit bereits entwickelt hat.
Dies auch um zu sehen, was uns heute an
Bildern/Konstruktionen/Interpretationen möglich scheint, ist wiederum
ein möglicher Schritt von wer weiß wie vielen. Die Ausstellung lädt zur
Wertschätzung und Toleranz gegenüber der Vielfalt kultureller
Ausdrucksformen von Frauen ein. Sie ist als Beitrag zur Öffnung von
Verstand und Herz, zur Öffnung von Ideologien jeglicher Art, zur
Freiheit und Mündigkeit von Frauen und Männern gedacht.
Thematik der Ausstellung
Magie war immer ambivalent: Auf der einen Seite bot sie Lebenshilfe in
Situationen, für die es keine andere Hilfe gab (Krankheiten von Mensch
und Tier, Unwetter, Beziehungsprobleme usw.) auf der anderen Seite
konnte diese Hilfe auch ganz leicht zur Bedrohung (Schadenzauber)
werden. Ähnlich ambivalent ist das Frauenbild - insbesondere in der
durch den Katholizismus geprägten Kultur. Es schwankt zwischen der
Gottesmutter und der Verführerin Eva. Wie widersprüchlich muss erst dann
die weibliche Magie sein.
Diesen Gedanken greift die Ausstellung auf, indem sie sich an der Form
einer Ellipse mit zwei Brennpunkten orientiert: Der eine Brennpunkt ist
die Vergöttlichung (dargestellt als die typisch weibliche dreifache
Göttin, wie sie in vielen alten Kulturen vorkommt), der andere
Brennpunkt ist der Scheiterhaufen als Symbol für die Hexenverbrennungen,
eine der schlimmsten Verirrungen der frühen Neuzeit, die zum größeren
Teil Frauen betroffen hat.
Um diese beiden Brennpunkte spannt sich der Bogen weiblicher Magie in
fünf Bildern von den Religionen der Vorzeit bis zu den neuen Hexen der
Gegenwart.
1. Von der Naturkraft zur Göttin:
Die frühen Religionen orientierten sich an den zyklischen Abläufen der
Natur. Die Spuren dieser Vorstellung finden sich noch in den
Frauenstatuetten der Eiszeit (ca. 30.000 Jahre alt) und im Schamanismus.
Erst später wurden diese Kräfte als Gottheiten gedeutet. Diese waren bis
ca. 3000 v. Chr. ausschließlich weiblich, erst dann tauchen auch
männliche Götter auf.
2. Die Christianisierung der Göttin:
Mit dem Vordringen des Christentums wurden alte Gottheiten und
Kultplätze entweder zerstört oder umgedeutet. An alten Kultplätzen
entstanden Kapellen, magische Pflanzen und Bräuche wurden durch
entsprechende Legenden in die christliche Religion integriert.
3. Zwischen Hexenverfolgung und Magie:
Der Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit brachte eine Fülle von
Unsicherheiten, es brauchte neue Modelle der Deutung dieser
unberechenbar gewordenen Welt. Auf der einen Seite wurde ein
magisch-christliches Weltbild geformt, das auch die Basis der
Hexenverfolgung bildete, auf der anderen Seite entwickelte sich eine in
Ansätzen bereits naturwissenschaftlich orientierte Alchimie. Die
Alchimie führte zwar nur zu einem konkreten Ergebnis, dem Porzellan,
aber aus den alchimistischen Erkenntnissen entwickelt sich sowohl eine
weit verbreitete Alltagsmagie, die bis heute verfolgt werden kann, als
auch die Naturwissenschaften, wie wir sie heute kennen. Die ersten
bedeutenden Naturwissenschaftler waren gleichzeitig Alchimisten.
4. Naturheilkunde und Alltagsmagie:
In den Klöstern des ausgehenden Mittelalters wurden die ersten
Rezeptbücher mit Naturheilmitteln geschrieben. Diese wurden immer wieder
abgeschrieben und dadurch überliefert und erweitert. Im 19. Jahrhundert
kam eine neue Welle von Naturheilverfahren (Kneipp, Künzli), die rasch
Eingang in die Haushalte fand. Nach einer Zeit des unbedingten Glaubens
an die heilsamen Wirkungen der chemisch hergestellten Medikamente, ist
in den letzten Jahren wieder eine neue Hinwendung zu Naturheilmitteln zu
beobachten (z.B. Hildegard-Medizin). Parallel und teilweise auch in
Kombination mit den Naturheilmitteln existierte eine Alltagsmagie, vor
allem magische Sprüche und magische Praktiken zum Blutstillen und gegen
einige Krankheiten.
Alltagsmagie und Naturheilkunde waren - soweit es in der Familie oder im
Dorf war - immer eine Domäne der Frauen. In einer größeren
Öffentlichkeit traten vor allem Männer auf. In den letzten Jahren ändert
sich dies alles jedoch sehr grundlegend, die Alltagsmagie vergeht und
eine an östlichen Religionen und am Schamanismus orientierte
Spiritualität tritt an ihre Stelle.
5. Die Hexe kehrt zurück:
Mit dem 19. Jahrhundert (Romantik) tauchen neue Hexenbilder auf: Die
Funkenhexe, die als altgermanisch bezeichnet wird, aber eine Erfindung
des 19. Jahrhunderts ist. Die Hexe in Sage und Märchen, die nun zwar
böse, aber doch zu besiegen is (Hänsel und Gretel). Im 20. Jahrhundert
wird die Märchenhexe immer freundlicher, um dann vor allem in TV-Serien
zu einer positiven Identifikationsfigur für Kinder und Jugendliche zu
werden. Auch die Frauenbewegung der 60er und 70er Jahre des 20.
Jahrhunderts "erfindet" ein eigenes, neues Hexenbild (die weise,
autonome und naturverbundene Frau), das zu einer positiven
Identifikation führt. Damit verbunden entwickelt sich eine neue
feministische Spiritualität. Diese wirkt einerseits auf die
traditionellen Kirchen zurück, andererseits entstand daraus die Bewegung
der neuen Hexen, welche die Verehrung der großen Göttin pflegt. Teile
dieser Strömung organisieren sich in der (kirchenähnlichen)
Wicca-Bewegung, vor allem in Amerika.
Wissenschaftliche Forschung
Der Soziologe Univ.-Prof. Dr. Hermann Denz (Universität Innsbruck)
arbeitet seit zweieinhalb Jahren an einem Forschungsprojekt zur
Alltagsmagie im Bregenzerwald aus soziologischer Perspektive. Ein
Erzählkreis von älteren Frauen im Frauenmuseum (2001) bot erste
Anknüpfungspunkte. Der Historiker Dr. Manfred Tschaikner (Vorarlberger
Landesarchiv) hat sich in den letzten zehn Jahren als Spezialist für
Hexenforschung im Bodenseeraum profiliert. Seine Forschungsergebnisse
stellen im Rahmen der historischen Hexenforschung eine kleine Sensation
dar, konnte Manfred Tschaikner doch für den Bregenzerwald sich selbst so
benennende Hexengesellschaften mit Fruchtbarkeitskulten nachweisen, wie
sie bislang vor allem für Friaul durch Carlo Ginzburg bekannt waren.
Begleitpublikation zur Ausstellung
Hermann Denz, Manfred Tschaikner, Alltagsmagie, Hexenglaube und
Naturheilkunde im Bregenzerwald, (Innsbrucker Beiträge zur
Kulturwissenschaft), Innsbruck 2004, (206 Seiten mit Abbildungen), Euro
20.- (30,69 CHF; 24,35 US$) Vermittlung
Die Museumsbegleiterinnen des Frauenmuseums bereiten sich auf die neue
Ausstellung seit März 2004 vor. Sie werden in Sonderführungen und
während der Öffnungszeiten die Thematik der Ausstellung persönlich
vermitteln.
Mehr Infos, auch zur Weiterentwicklung und Mitgestaltung, gibt es unter
www.frauenmuseum.com.
Markus/Pressemitteilung Frauenmuseum

LILLEMOR'S Frauenbuchladen und Galerie
AUSSTELLUNGEN
Mittwoch, 26.7. 2004 bis Dienstag, 6.10. 2004
Julia Schulz
Romy, Marylin und all die Anderen
Acryl/Pastell
Die namenlosen hawaianischen Trostfrauen aus dem 2.ten WK, Camille
Claudel, Norma Jean Baker, Rosemarie Albach -sie alle haben gelitten und
sind viel zu früh unter tragischen Umständen gestorben.
Ihre Leben waren bunt, vielfältig und doch so schwer und immer irgenwie
von Männern dominiert. Wer waren sie, wie lebten sie?
Ich habe nach der dunklen Seite in ihren Seelen hinter all der Schönheit
gesucht und versucht, innere seelische Brüche und Vorgänge dieser Frauen
mit bildnerischen Mitteln darzustellen. Frida Kahlo, Niki de
Saint-Phalle - schön und kraftvoll- aber erfolgreich sein bedeutet auch
seelische Krisen und Leiden- Oder bedingen sie sich gegenseitig?
Jeder Besucher der Ausstellung ist aufgefordert, darauf eine Antwort zu
finden.
Donnerstag, 7.10. 2004 bis Donnerstag, 18.11. 2004
Regina Fritsch
Wasserfrau - Feuerfrau
Mischtechnik
Bei meinen Bildern steht der Malprozess im Zentrum, aus dem heraus sich
Figurationen entwickeln, die mal mehr oder weniger eindeutig für die
BetrachterIn ablesbar sind. Die Formfindung findet über prozesshaftes
Geschehen statt. Farbe spielt dabei eine wesentliche Rolle. Nach dem
gewollten Zufallsprinzip ergeben sich so amorphe mehrdeutige Strukturen,
flüchtige Figurationen, die im Laufe der Arbeit sich wieder auflösen
können, und sich zu neuen Formen verdichten, so daß neue Figurationen
entstehen. Inhaltlich beschäftige ich mich mit der Frage der
Imagination, mit Archetypen und Manifestationen des mythologisch
Weiblichen (z.B. Katzen- und Elefantengöttinnen, Wasserfrau,
Chaos-Urmutter).
Samstag, 20.11. 2004 bis Freitag, 31.12. 2004
Margret Greenman
Gemälde
DIE LANGE NACHT DER FRAUEN
Samstag, 9.10. 2004 um 22.00 Uhr
Luisa Francia
Ritual
vor und im Frauenbuchladen
LESUNGEN
Donnerstag, 9. September 2004 um 20 Uhr liest
Adelheid Ohlig
Die bewegte Frau
Luna Yoga für Gesundheit und Lebenslust
Nymphenburger
Luna Yoga ist eine sinnliche Körperkunst und Heilweise. In ihren neuen
Buch stellt Adelheid Ohlig je fünfzehn Übungen zu den vier Jahreszeiten
vor. Damit können Frauen sich auf ihre vier Lebensalter einstimmen oder
den Jahreszyklen gemäß ihre Gesundheit pflegen. Die "bewegte Frau" lockt
zu Lebenslust und schöpferischem Tun.
UKB. € 7,00/ erm. € 5,00
Mittwoch, 29.9.2004 um 20 Uhr
Luisa Francia
Auf Katzenpfoten zur Nirwanarolle
Bewegung für Faule und Bewegungslustige
Verlag Frauenoffensive
Bewegung braucht keine Ausrüstung, keine Ausbildung, keine fachmännische
Wichtigtuerei. Für den Körper spielt es keine Rolle, ob akrobatische
Kunststückchen eingeübt werden oder ob eine bloß die Muskeln in ihrem
Körper erkundet, indem sie sie anspannt, entspannt und dabei feststellt,
wie wenig sie eigentlich über ihren Körper weiß. Das lustvolle
Bewußtsein des Körpers, also das leibliche Wohl - darum geht es in
diesem Buch mit CD, auf der Luisa Francia eine Entdeckungsreise in den
Körper macht. Viel Spaß bei der Bewegung für Faule!
UKB € 7,--/ erm. € 6,--
Mittwoch, 13. Oktober 2004 um 20 Uhr liest
Cambra Maria Skadè
Verwurzeltes Fliegen
Arun Verlag
Von Wurzelkraft und Ahninnen erzählt das vorliegende Buch poetisch,
wissens- und bilderreich, spielerisch und gleichzeitig tief in die
Materie eintauchend. Fragen werden gestellt: nach den Wurzeln, und dem,
was uns ausmacht. Wo komme ich her? In welche Tiefe reichen meine
Wurzeln? Was gibt mir Halt? Wo ist meine Seelenheimat? Wo fühle ich mich
verwurzelt? Cambra Skadè macht mit uns eine weite Wurzelreise, auf den
Spuren der eigenen Geschichte, weiblicher Geschichte, unseres Wissens,
unserer tiefen Erinnerungen, unserer Ahninnen, unserer Kraft und
Kreativität.
UKB. € 7,--/ erm. € 5,--
Mittwoch, 15.Februar 2005 um 20 Uhr liest
Barbara Yurtdas
Istanbul
Ein Reisebegleiter
Insel Verlag
Emine Sevgi Özdamar, Duygu Asena, Halide Edip, Latife Tekin, Zehra Cirak...
. Ihnen sagen diese Namen nichts? Dann wird es höchste Zeit, dass Sie
sich von Barbata Yurtdas auf den Spuren weiblicher Literatur durch das
alte und neue Istanbul führen lassen. Nicht nur türkische Autorinnen
kommen hier zu Wort, sondern z.B. auch Agatha Christie, Barbara
Frischmuth, Lady Mary Montagu, die emanzipierte Reisende des 18.
Jahrhunderts, und Anna Grosser-Rilke, die vor dem 1. Weltkrieg in der
Hauptstadt des Osmanischen Reiches eine Nachrichtenagentur leitete.
Istanbul ist schon längst nicht mehr die Stadt der schönen Haremsdamen,
doch in den Köpfen spukt bis heute das Bild von der unterdrückten und
"unendlich ergebenen" Orientalin, das der französische Schriftsteller
Pierre Loti für westliche Leser entworfen hat. Es gibt Gegenentwürfe.
Diese kennen zu lernen sollte für Frauen geradezu verpflichtend sein.
Das neue Buch von Barbara Yurtdas mit dem Titel "Istanbul". Ein
Reisebegleiter ist kein Reiseführer im üblichen Sinn, sondern bietet auf
acht Spaziergängen auf den Spuren der Dichterinnen und Dichter durch die
faszinierende Metropole.
Ukb: € 5,00/ erm.€ 4,00
Eintritt für alle Ausstellungen und Vernissagen ist frei, wir freuen uns
auf Ihren/Euren Besuch - die LILLEMOR's
Öffnungzeiten: tägl. 10 - 18.30 Uhr, Sa. 10 - 14 Uhr
Barerstr. 70, 80799 München, Tel 089 - 272 12 05, Fax 089 - 272 09 98
Email
Lillemors@Frauenliteratur.de
  
Impressum
Schlangengesang – der Rundbrief für Göttinnenspiritualität wird von
keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die sich
zu diesem Zweck zusammen fanden.
V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Florastraße 57b, 13187 Berlin
Bilder:
Schlangengesanglogo von Distelfliege
Zierelemente von Aruna, Caitlin, jana, Teleri, Lilia
Demeterfoto: jana
Altarfotos: Zauberweib, Caitlin, jana
Zeitspiralenfotos: Zeitspirale
Dieser Rundbrief darf nur als Ganzes und unverändert in der vorliegenden
Form weiter verbreitet werden. Eine Weiterverbreitung als Ganzes ist
erwünscht.
Das Copyright des vorliegenden Materials (Bilder, Texte, Grafiken,
Dateien u.ä.) liegt bei den jeweiligen AutorInnen, KünstlerInnen, die im
Einzelnen der Redaktion namentlich bekannt sind. Jegliche
Weiterverwendung des Materials ist nur mit Genehmigung des jeweiligen
Autoren, der jeweiligen Autorin, erlaubt.
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ist ein offener Rundbrief für alle Menschen, die sich mit der Göttin
beschäftigen.
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und ist jetzt auch abonnierbar.
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Ausdrucken findest Du hier eine geeignete PDF-Datei:
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oder
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