Rundbrief für Göttinnen- Spiritualität

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Das Schlangengesang-Team
Artemisathene, Caitlin, Elea, Hannibal, jana, Karmindra, Lilia, Markus, Roibin, Silver, Susanne, Temkes, Zauberweib



Inhaltsverzeichnis
Göttin:
- Mythologie: Holda
- Die Göttin, Versuch einer Vorstellung

Pflanzen:
- Sonnenblume

Praktisches:
- Begegnungen mit der Göttin, Teil 1: Räuchern für die Göttin

Aufgelesen:
- Buchrezensionen: Die Macht der Göttin ist in Dir
- Links
- Spendenaktion
- Nachrichten: Isis-Tempel in Mainz eröffnet?, Neue alte Göttin Senua

Kalender:
- Die eleusinischen Mysterien
- Feiertage
- Termine

Impressum / Kontakt / Abmelden




Mythologie: Holda

Passend zum Ende der Erntezeit möchte ich Euch eine Göttin aus „unserem Lande” vorstellen, nämlich Holda.

Beschreibung der Göttin:
Die Göttin Holda stammt aus dem Altgermanischen, und wird bei Tacitus (Germania) als Nerthus angeführt.

Ursprünglich war die Holda, von althochdeutsch hold, huld, eine freundliche und milde Göttin, die als die Erde umspannende Gestalt gedacht wurde; erst durch das Christentum mutierte sie zu einer Art Schreckgespenst, behielt jedoch weitestgehend ihre hilfreichen Eigenschaften bei.

Der Wohnort von Hulda (so wird sie auch genannt) ist, tief unter der Erde nur durch Brunnen oder Seen zu erreichen.
Sie umgibt sich dort mit den noch ungeborenen Kindern, die sie als Belohnung für große Ehrerbietung den Eheleuten schenkt.

Holda ist nicht nur Schirmherrin der Liebenden und Eheleute, sondern vielmehr Fruchtbarkeitsgöttin im doppelten Sinne.
Sie verleiht den Menschen Fruchtbarkeit, aber auch den Feldern und Äckern, die von den Menschen bestellt und bearbeitet werden. Holda belohnt gerne fleißige Arbeit indem sie z.B. den Spinnerinnen alle Spindeln in Gold verwandelt oder auch im nächsten Jahr die Äcker blühen lässt.
Aber wehe, ihr wird nicht gehuldigt oder der Schlendrian hält Einzug, dann wird die ach so sanftmütige Holda zur boshaften Rachegöttin. Indem sie alle Äcker verblühen lässt, rächt sich Holda so an einer ganzen Gegend. Es kann passieren, dass Holda ihre Boten aussendet, deren Ruf von allen Kindern gehört wird und diese dann den Boten folgen, bis in Holdas Haus unter der Erde.

Die Göttin Holda ist es auch, die in einigen Sagen die Wilde Jagd bzw. einen Umzug in der Weihnachtszeit anführt. (Sie kehrt erst mit Beginn des Faschings wieder in ihr Haus zurück.)

Ein alter Brauch sieht es vor, nach eingebrachter Ernte doch immer ein Bündel Flachs auf dem Felde stehen zu lassen, um Holda zu ehren.
In dem Buch Göttinnen für jede Jahreszeit von Nancy Blair fand ich ein Erntegedicht, das meines Erachtens sehr gut zu Holda passt:

Bring sie ein, schaff sie nach Haus.
Knirschende, knackende, geisterhafte Schatten sortieren die Saat und die Beeren.
Sammle, was die Hexen lieben.
Lass ein wenig am Busch zurück, um die Waldfeen zu nähren.

Attribute:
Der Holda ist der Hollerstrauch oder auch Holunder (lat.: Sambucus nigra) heilig. Er wird auch teilweise als ihre Wohnstätte angesehen. Ihn zu beschneiden oder gar zu fällen, brachte großes Unglück. Man zog sogar den Hut vor dem Holler.
Der Rosmarin ist das ihr geweihte Kraut, das sich deshalb auch die Bräute bei ihrer Hochzeit angesteckt haben.
Ihr Tier ist einmal der Storch, der die Kinder für sie austrägt; ein andermal der Hase, der ihr in den tiefen Höhlen die Fackel trägt.

Namen der Göttin:
Eventuell ist Holda gleichzusetzen mit der nordischen Frigga.
Aus ihrem Namen sind auch die Ausdrücke „Unhold (nicht holdagleich)” und „das Glück ist Dir hold” entsprungen.
Neben den bereits genannten Namen wird sie auch Frau Holle (Holla, Hulla) genannt. Holda diente den Gebrüdern Grimm als Vorlage für das Märchen Frau Holle. Wer einmal das Märchen gelesen hat, wird viele Ähnlichkeiten sogar Gemeinsamkeiten feststellen können.


Bücher zum Thema:
Gardenstone: Die Göttin Holle ISBN 3-935581-18-1
Sonja Rüttner-Cova: Die gestürzte Göttin ISBN 3-453-16257-9

Links zu diesem Thema:
http://www.windspiel.bravepages.com/index.html - Ein Webprojekt zu Ehren Holdas
http://members.a1.net/inkeri/percht.html- Hier wird die wilde Holle beschrieben

Licht und Liebe wünscht Euch
Eure TEMKES


Die Beiträge geben nur die Meinung der Autorinnen und Autoren wieder und nicht die Meinung der Redaktion.





Die Göttin - Versuch einer Vorstellung

Für mich ist die Göttin nicht einfach nur das weibliche Gegenstück zu Gott (welchem auch immer). Nach meinem Verständnis braucht sie auch nicht zwingend einen Gott / göttlichen Partner an ihrer Seite. Ich sehe sie als die Schöpferin allen Lebens, von allem was war, ist und sein wird. Wenn sie Resonanz in welcher Form auch immer braucht, erschafft sie sich einfach. In diesem Sinne verstehe ich auch den Mythos um den Jahreskreislauf, in welchem die Göttin den Gott gebiert, von ihm schwanger wird und der Gott am Ende stirbt - um seinem Nachfolger Platz zu machen. Die Göttin bleibt immer die selbe; nicht einmal die Kirchenmänner vermochten sie zu töten.

Die Göttin ist Fruchtbarkeit und Rhythmus. Sie ist die Seele des Landes und sie ist das Land selbst. Sie erscheint uns in allen erdenklichen Formen, da sie alles erschafft und somit und in allem lebt. Anders als beim Gott der Buchreligionen ist sie nicht von ihrer Schöpfung getrennt, vielmehr ist sie die Schöpfung und lebt, wächst und verändert sich mit jedem Tag.
Ihre Schöpfung ist kein in sich abgeschlossener Prozess mit dem Auftrag an die Menschen "Jetzt macht was daraus und seit gefälligst dankbar!". Ihre Schöpfung ist Leben, ist Tanz, ist Magie. Wenn wir tanzen, ist sie unter uns. Wenn wir am Lagerfeuer sitzen, erzählt sie die Geschichten. Wenn wir einsam in die Stille rufen, ist sie es, die antwortet. Sie ist dabei sehr kreativ und beweist oftmals einen gesunden Humor.

Die Göttin ist die wissbegierige Amazone. Die strahlende Schönheit, die lernt, mit all ihren Stärken und Fähigkeiten umzugehen und sie gezielt einzusetzen. Wenn es sein muss, ist sie auch eine Kriegerin im männlichen Sinne. Doch üblicherweise sind ihre Waffen keine Speere und Kanonen.
Sie ist die liebevoll-fürsorgliche Mutter, die für den Fortbestand und das Wohl ihres Clans sorgt. Wann immer es ein Problem gibt, weiß die Mutter Rat. Ob Schnupfen, Mathe oder Liebeskummer; auch Reifenwechseln ist kein Problem für sie. Doch der Mutteraspekt der Göttin bedeutet noch mehr. Denn sie vermag auch zu kämpfen, wenn ihr oder ihrem Clan Schaden droht. Niemand setzt sich ihr entgegen, und wer ihren Zorn heraufbeschwört, wird dies garantiert kein zweites Mal tun.
Als weise Alte sitzt sie gemütlich im Lehnstuhl und lächelt. Sie hat Ruhe und Weisheit und kann durch ein Zwinkern ihre Dinge regeln und in Ordnung bringen. Ein bisschen wie eine Mischung aus plätzchenbackender Oma und Mafia-Pate. Sie muss niemanden etwas beweisen und die Menschen werden sich hüten, Beweise welcher Art auch immer von ihr einzufordern. Ein Blick in ihre Augen ist Ein-Blick in die Ewigkeit. Ein Augen-Blick den man nie vergisst.

Die Einteilung in Mann-Frau wie wir sie heute kennen, hat mit der Einteilung Gott-Göttin nicht mehr sehr viel gemeinsam. Der Gott hat immer mehr die Züge eines patriarchalen Herrschers angenommen; ein liebevoller Vater-/ Schöpfergott ist da oft nicht mehr auszumachen. Da wir aber noch immer in weiten Teilen die Frau über den Mann definieren (nämlich, dass sie genau so gut ist) ist auch der Begriff "Göttin" verfärbt.
Um sich mit ihr auseinanderzusetzen ist es meines Erachtens erforderlich, sich zunächst mit dem weiblichen Prinzip als solchem zu befassen. Dies gilt selbstverständlich auch für die Männer, die sich für die Göttin interessieren. Und so führt im Weiteren auch an Themen wie Feminismus und Hexenverbrennung - oder allgemein gesagt: an HerStory - wohl kein Weg vorbei.

Ich bin der Meinung, dass es nicht ausreicht, den Gott einfach (wieder) durch die Göttin zu ersetzen. Da sie mit dem Leben und allem was ist verbunden ist, muss auch eine Veränderung im Außen vonstatten gehen. Augenfälligstes Stichwort ist hierbei z.B. Umweltschutz und ökologisches Bewusstsein. In vielen Bereichen sind wir noch sehr weit von einem Idealzustand entfernt, doch davon dürfen wir uns nicht abhalten lassen. Wenn wir ans Ziel kommen wollen, müssen wir uns schon in die Richtung bewegen.
Auch das (Selbst)Verständnis der Frau muss überprüft und neu durchdacht werden. Mann und Frau sind zwei völlig verschiedene Wesen, die dennoch den gleichen göttlichen Ursprung haben. Wir müssen*) diese Unterschiede erforschen und akzeptieren. Nur so können wir gemeinsam wahre Wunder bewirken: indem jedeR das tut und auf die Weise wirkt, die ihr/ihm am besten liegt. Hier können beide viel voneinander lernen. Sofern auf beiden Seiten der Wille zum Miteinander vorhanden ist. Zur Akzeptanz, dass die/der Andere eben anders ist, dies aber nicht automatisch schlecht oder gar böse bedeutet.

Fazit: Wer auf dem Pfad der Göttin wandeln will, braucht als allererstes einen Hammer - um sein vorhandenes Weltbild in Stücke zu schlagen. Dies alleine bewirkt meist schon eine Kettenreaktion: Von allen Seiten wird dir die Göttin Hilfe gewähren. Und bei vielen, die ich kenne, hat der Weg zur Göttin tatsächlich mit einem Scherbenhaufen begonnen.

Ulrike Zauberweib Engelhardt, 25.8.2003


*) müssen muss natürlich niemand etwas. Dies ist lediglich eine Darstellung meiner Meinung. Mag sich jeder davon herausnehmen, was ihm gut und richtig erscheint.

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Pflanzen: Sonnenblume – Helianthus annuus

Sie gehört zu der Familie der Körbblüter und stammt von der nordamerikanischen wild wachsenden Helianthus ruderalis ab. Um 1530 verbreitete sie sich von Spanien in ganz Europa aus. In Ihrer Heimat wurde sie als Zeichen des Sonnegottes verehrt und auf vielen Kultstätten abgebildet.

Die sehr beliebte einjährige Sonnenblume wird in Europa als Ölpflanze kultiviert. Ihr Samenöl hat einen hohen Wert in der menschlichen Ernährung durch seinen hohen Anteil an essentieller Linolsäure. Der Organismus benötigt diese Fettsäure für viele verschiedene Stoffwechselprozesse dringend, kann sie aber selbst nicht herstellen. Im Rahmen einer gesunden Ernährung ist die Linolsäure die wichtigste ungesättigte Fettsäure.

Gesundheit / Kosmetik:
Zwei Esslöffel geschälter Sonnenblumenkerne, 20 Minuten im Wasser für eine große Teetasse gesiedet, hilft bei Husten.
Leicht ist aus geschälten Sonnenblumenkernen eine tolle Reinigungspaste hergestellt. Einfach 1-2 Esslöffel geschälte Sonnenblumenkerne im Mörser zerkleinern, im warmen Wasser einen Teelöffel Honig auflösen und einen Teelöffel Olivenöl hinzufügen das ganze dann tröpfchenweise in die Sonnenblumenkernmasse einrühren bis diese streichfähig wird. Diese Paste auf das Gesicht verteilen und 20 Minuten einwirken lassen. Das ganze mit warmem Wasser abspülen.

Kreatives:
Die Sonnenblume eignet sich nicht nur dekorativ für Blumengestecke, sondern gibt in der Pflanzenfärberei einen tollen goldgelben bis olivgrünen Ton ab.

Standort:
Einen nährstoffreichen Boden mit guter Wasserversorgung ist der geeignete Boden für die Sonnenblumenpflanze.

Caitlin

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Praktisches:
Begegnungen mit der Göttin (Teil 1):
Rauchzeichen für die Göttin


Über Räucherungen sind ganze Bücher geschrieben worden; eine Räucherung kann viel mehr sein, als nur eine Repräsentanz des Elementes Luft in einem Ritual oder ein magisches Reinigungsmedium. Das Räuchern gehört zu dem uralten spirituellen Erbe der gesamten Menschheit: gekokelt wurde und wird überall, sogar in der katholischen Kirche, und das ganz offiziell (Die Protestanten sind vom Selbstverständnis her unfroher und haben solch sinnliches Vergnügen aus ihren Gottesdiensten verbannt). Daher lohnt es sich, einen näheren Blick in Richtung „Göttinnendienst“ auf diese Praxis zu werfen, die sehr universell verwendet werden kann. Kenntnisse über die Praxis des Räucherns setze ich an dieser Stelle voraus.

Voraussetzung für eine spirituelle Räucherpraxis ist, wirklich erstklassiges und selbst gemischtes Räucherwerk zu verwenden. Nur hier hat man wirklich die Garantie, dass nur das drin ist, was man auch drin haben will.

Räuchern kann man praktisch alle pflanzlichen Substanzen: Harze, Wurzeln, Hölzer, Blätter, Samen und Blüten. Das Gewürzregal in der Küche ist immer eine dankbare Quelle, wenn man sich auf die Suche nach neuen, aufregenden Räucherstoffen macht! Bei manchen Substanzen muss man vorsichtig sein, da sie beim Räuchern giftige Dämpfe absondern, hier sollte man ein gutes Buch zum Thema konsultieren.

Räucherungen waren immer auch Kommunikation mit verschiedenen Energien und Kräften, auch dem Göttlichen. Die Preise für die Rohstoffe sind nicht niedrig, insofern liegt auch der Gedanke an ein „Opfer“ nahe, das man der oder einer Göttin darbringt. Rauch ist eine Botschaft, und es liegt an dem, der räuchert, welchen Inhalt er damit transportiert. Man kann mit dem aufsteigenden Rauch, der sich ins so genannte Nichts verflüchtigt, eine Menge mitschicken: Belastungen, Hindernisse, Wünsche, Bedürfnisse oder Dank. Hierfür ist es ratsam, sich ganz auf die Räucherung zu konzentrieren, in einem Ritual, bei dem das Räuchern im Mittelpunkt steht oder das Ritual sogar ganz ausmacht.
Hierfür verbietet sich eine Mischung „von der Stange“. Die Räucherschale steht im Zentrum des Altars (oder des Tisches, um den sich eine Gruppe versammelt). Man gibt die Mischung auf die Kohle und sieht zu, wie sie verglüht. Man konzentriert sich auf den Duft sowie auf die Formen, die der aufsteigende Rauch annimmt und fällt dabei praktisch automatisch in eine leichte Trance. Ist die Mischung restlos verglüht, nimmt man die Kohle mit der Zange auf und streift sie über einem bereitstehenden Teller ab. Dann legt man sie zurück und beginnt von neuem. Man kann mehrmals dieselbe Räucherung verwenden, aber auch mehrere in einem Ritual. Mit jeder neuen Dosis Räucherwerk kann man einen Wunsch, eine Bitte oder eine sonstige Aussage auf die Reise schicken. Hier ist Kreativität gefragt: man kann dabei singen oder rasseln, den Text auf einen Zettel schreiben und mit auf die Kohle legen (die Asche sammelt man und übergibt sie nach dem Erkalten der Natur) und sie sogar mit Sigillenmagie verbinden, wenn man die Botschaft zum Symbol verdichtet. Das verglühen lassen ist dann Teil des Sigillenrituals. Auch eine Art des Dialogs ist möglich, wenn man den aufsteigenden Rauch mit einer Feder o.ä. in bestimmte Richtungen (z. B. zu seinem Körper hin) fächelt.

Es macht Spaß, für Göttinnen zu räuchern und es kann eine sportliche Herausforderung sein, eine Mischung für eine bestimmte Göttin zu komponieren (oder auch für eine bestimmte Absicht, die man im Räucherritual übermitteln will). Stellt man eine Räucherung für eine bestimmte Gottheit her, wird man recherchieren: zunächst über die Gottheit selbst, wofür sie steht und zuständig ist. Dann über die Region und die Epoche, in der sie verehrt wurde: welche Stoffe waren erhältlich, wurden mit ihr in Verbindung gebracht? Schließlich wird man die in Frage kommenden Räucherstoffe selbst erforschen und auf ihre Tauglichkeit hin testen. Die so entstandene Mischung ist in jedem Fall etwas ganz Besonderes. Wer es ganz genau nimmt, wird die Mischung aus Substanzen herstellen wollen, die in derselben Region beheimatet sind, wie die fragliche Göttin selbst. Dies ist nicht nur eine hervorragende Gelegenheit, sich über Räucherstoffe zu informieren, sondern auch der Gottheit, der man ein Anliegen oder seinen Dank vortragen möchte, in ihren unterschiedlichen Aspekten näher zu kommen.

Diese Art der Räucherung ist eine Art Dialog mit den Mächten, mit denen man in Kontakt treten will (vielleicht kombiniert mit einer Deutung des aufsteigenden Rauches als Divination, indem man ihn als Antwort benennt und interpretiert). Dieses Ritual ist einfach, wirkungs- und stimmungsvoll und eignet sich auch für eine Gruppe, die sich nicht so gut kennt, da es weniger Reibungspunkte bezüglich der Durchführung gibt.

Silver

Vorschlag für eine Inanna-Räucherung
8 Stücke Prisen echtes Zedernholz
(Möglichst im Freien sammeln: es stehen viele Atlaszedern rum. Die Zeder ist der heiliger Baum der Inanna, 8 ihre heilige Zahl)
2 Prisen Patchouli
2 Teelöffel Olibanum
1 Teelöffel Wacholderbeeren
2 Teelöffel Benzoe Sumatra
1/2 Teelöffel Benzoe Siam
2 Teelöffel Myrrhe

mit Styraxbalsam (1-2 Teelöffel) oder zähem Honig zu einer Art Paste vermengen, trocknen lassen.
Mit Ausnahme des Patchouli sind alle Räucherstoffe auch für die Sumerer nachgewiesen.

Roibin

Literatur:
Susanne Fischer-Rizzi: Botschaften an den Himmel. Heyne 1999
Ein kulturhistorischer Abriss mit interessanten Informationen zu den Räucherpraktiken verschiedener Kulturen und Epochen. Die wichtigsten Räucherstoffe werden vorgestellt, Praxistipps und Rezepte gibt es außerdem.

Christian Rätsch: Der Atem des Drachen: 72 Pflanzenporträts. AT-Verlag 2002
Der renommierte Ethnobotaniker Rätsch stellt Räucherpflanzen gewohnt qualitätvoll und detailliert vor. Ein repräsentatives, schön bebildertes Buch für alle, die tiefer in die Materie einsteigen wollen und sich besonders für die Rohstoffe interessieren. Mit interessanten kulturhistorischen Informationen.

Scott Cunningham: Das große Buch vom Weihrauch, Aromaölen und magischen Rezepturen. Goldmann 2001
Wer mit seinen Rezepten nicht zufrieden ist oder sich nicht recht rantraut an die eigenen Kreationen, für den kommt Hilfe in Form dieses Buches: eine Fülle schöner Rezepte zum Ausprobieren, Abwandeln und zur Inspiration finden sich in diesem Praxisbuch zum Thema. Analogielisten sowie Aufstellungen von Ersatzstoffen helfen nicht nur Anfängern weiter.

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Aufgelesen:

Die Macht der Göttin ist in dir


von Francesca de Grandis
ISBN: 3778771663 Euro 17,95
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Francesca de Grandis schafft es auf unvergleichliche Weise den Leser Schritt für Schritt durch die Welt der Selbsterkennung, der Selbstliebe, der Heilung und der Magie zu führen und sowohl Frau als auch Mann auf liebevollem Wege der Göttin näher zu bringen.
In 15 Wochenlektionen lädt sie den Leser ein zum philosophieren, erfahren, erkennen und lernen. Die Lektionen sind sehr gut im vorgegebenen Zeitraum einzuhalten und durchzuführen und trotz ihrer anscheinenden Schlichtheit und Einfachheit haben sie doch eine Tiefe und Kraft wie man sie selten erlebt. Das Buch geht ins Innere, es führt zu Fortschritt, Veränderung und einer besonderen Form der Bewusstseinserweiterung. Jede Woche wird die Göttin neu erfahren, kennen gelernt, geliebt und erlebt. Der Leser lernt die Göttin in sich selbst sowie außerhalb seiner Selbst zu finden, mit ihr in Kontakt zu treten und ihre Liebe zu erfahren. Sowohl Fortgeschrittene als auch Anfänger finden einen Schatz an Informationen beim durchlesen und einen Schatz von Erfahrungen beim Durcharbeiten dieses Buches.

Karmindra

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Links






Spenden-Aktion

Der BUND (Bund für Umwelt & Naturschutz Deutschland) möchte in Sachsen eine 1600 Hektar große ehemalige Tagebaufläche bei Lohsa kaufen, um dort „Wildnis zu wagen“ und ein Naturschutzgebiet einrichten, in dem Seeadler, Kranich, Wölfe und andere Tiere ein Zuhause finden können. Die Fläche ist besonders geeignet, weil das Gebiet an zahlreiche andere Naturschutzgebiete in Sachsen und Brandenburg grenzt.
Ein Beitrag von fünf Euro rettet 50 Quadratmeter dieser Naturlandschaft!
Für den Landkauf benötigt der BUND insgesamt 1,7 Millionen Euro.

Spendet bitte baldmöglichst an
Spendenkonto BUND Sachsen e.V.:
Volksbank Chemnitz, Konto: 300439110, BLZ: 87096214, Kennwort "Lohsa"

Eure Fragen zum Projekt beantwortet Christine Eckart, Tel. 0371-301477. Weiter Infos auch unter http://www.wildnis-wagen.de und http://www.bund-sachsen.de/



Nachrichten
Isis-Tempel in Mainz eröffnet?


Vor drei Jahren wurden bei Grabungen für die Tiefgarage der "Römerpassage" in der Innenstadt der rheinland-pfälzischen Hauptstadt Mainz Reste einer keltischen Grabanlage gefunden. Ihr Alter wird auf 2450 bis 2750 Jahre geschätzt.
Daneben traten Fundamente eines mehrräumigen Gebäudes zu Tage. Anhand von zahlreichen Opfergaben und Opferdepots im Umfeld wurde die Anlage als römischer Tempel identifiziert. Inschriften zeigen, dass das Heiligtum der ursprünglich ägyptischen Göttin Isis sowie der Magna Mater geweiht war.

Isis zählt zu den großen alten Göttinnen Ägyptens. Sie ist die Tochter von Himmel (die Göttin Nut) und Erde (der Gott Geb). Vor knapp viereinhalbtausend Jahren begann ihr Aufstieg zu einer der mächtigsten Göttinnen Ägyptens. Nach 1.000 v.u.Z. war der Kult um Isis und Osiris der in Ägypten am weitesten verbreitete. Zu dieser Zeit brachten HändlerInnen Isis über die Grenzen Ägyptens hinaus in die hellenische Welt. Über Griechenland und das Reich Alexander des Großen verbreitete sie sich über weite Teile Europas und Asiens. Ab dem letzten Jahrhundert v.u.Z. gewann ihr Kult erheblichen Einfluss in Rom - auch wenn er durch Verknüpfungen mit politischen Vorgängen phasenweise bekämpft und seine AnhängerInnen sogar verfolgt wurden.
Isistempel standen nicht nur in Rom selbst sondern sind für viele Städte des Imperiums, z.B. auch für Wien, nachgewiesen. Isis taucht in Gestalt der Wassilissa in russischen Märchen auf, Hinterlassenschaften ihres Kultes wurden im heutigen Afghanistan gefunden. Einige WissenschaftlerInnen vermuten, dass bei der Fixierung des christlichen Glaubens 431 auf dem Konzil von Ephesos Maria als Mutter Gottes resp. Jesu installiert werden musste, um ein christliches Pendant zur einflussreichen Muttergottheit Isis zu schaffen. In diesem Zusammenhang erklärt sich die Existenz eines Isistempels im heutigen Deutschland.

Archäologische Untersuchungen zeigen, dass der Tempel von einem ganzen Tempelbezirk mit Läden, Tavernen und Häusern von HandwerkerInnen umgeben war.
Das Gebäude selbst entstand ab dem letzten Drittel des ersten Jahrhunderts u.Z. in zwei Bauphasen. In der ersten Phase wurde ein kleiner rechteckiger Tempel errichtet, der von einer geschlossenen Mauer umgeben war. In einer zweiten Phase im zweiten Jahrhundert kamen weitere Räume dazu, darunter eine Art Brunnenzimmer.
In der Umgebung wurden Schächte entdeckt, die mit Votivgaben gefüllt waren. Auch Feuerstellen, die möglicherweise Speiseopfern dienten, konnten ausgegraben werden. Weitere Funde im Tempelinnern lassen auf eine direkte Verbindung von Kult und Magie schließen.

Im Oktober 2002 wurden die Fundamente des zweiten Tempels in die Präsentationsräume der Römerpassage gesetzt. Um die Reste herum entstand eine Dauerausstellung mit hohem Dokumentations- und Showwert, die am 30. August während eines Römerfestes eröffnet wurde. Der Aufbau der Ausstellung hat rund 3,43 Millionen Euro gekostet.

Selten in den letzten Jahrhunderten dürfte Isis eine so große Aufmerksamkeit haben, wie am letzten
Wochenende im August. Natürlich ist es gut, dass die Stadt Mainz die Fundamente eines Isistempels ausstellt. Letztlich ist es jedoch eine Marketingmaßnahme, die für den Zustrom in den Konsumtempel in der Innenstadt von Mainz sorgen soll.
Für die Stadt eine vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht lohnenswerte Investition, wie sie in ener Presseerklärung mitteilt: "Das Konzept der Passage steht für die typische Mainzer Mischung aus Tradition und moderner Stadtentwicklung - und für eine gelungene Verbindung von Wirtschaft, Kultur und Tourismus." Aber vielleicht funktioniert das gar nicht anders. Vielleicht lässt sich Kultur, Bildung und Religion (vor allem solche, die nicht Mainstream ist) derzeit nur im Zusammenhang mit Kommerz verstehen. Schade, ein fast 2.000 Jahre alter Tempel wäre ein schöner Ort für HeidInnen gewesen und sicher auch ein Kraftort, der wirkt.

Markus
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Neue alte Göttin
Fund zu bisher unbekannter keltisch-römischer Göttin Senua


Schon im letzten Jahr wurde in einem Feld im Hertfordshire, unmittelbar nördlich von London, 26 Gold- und Silberplatten - zum Teil regelrecht ineinander verklumpt - gefunden. Wie spektakulär dieser Fund ist, stellte sich erst dieser Tage durch die Arbeit des Londoner British Museum heraus. Neben den Gold und Silberplatten fand sich auch eine - stark angegriffenen - Statue einer bis dahin unbekannten Göttin.

Der Fund insgesamt ist der vergrabene "Schatz" eines alten Schreins oder Tempels, der in Hertfordshire gegen Ende des 3. Jahrhunderts u.Z. (vermutlich aufgrund einer drohenden Katastrophe) versteckt wurde. Die Platten sind Weih- und Dankplatten für die Göttin Senua. Die ArchäologInnen vermuten, dass Senua eine keltische Göttin ist, die von den RömerInnen übernommen wurde und vermutlich von ihnen mit Minerva gleichgesetzt wurde. Denn einige der Opferplatten zeigen eine Göttin, die für Minerva gehalten werden könnte, wäre nicht auf einer Platte der Name der bis dahin vergessenen Göttin Senua gefunden worden.

Laut der Londoner Zeitung Guardian nehmen ArchäologInnen an, dass der Schrein vielleicht um eine Quelle herum errichtet war und die Menschen die Opfergaben vielleicht in die Quelle oder den Brunnen warfen. Neben diesem heiligem Ort könnten verschiedene Gebäudekomplexe für die Pilger gestanden haben. Näheres dazu ist aber noch nicht bekannt. Die gefundenen Opfergaben sind sehr wertvoll: Schmuck, Gold und Silber. Eine komplette Inschrift einer solchen Opfergabe konnte rekonstruiert werden: Servandus aus Spanien erfüllt hiermit bereitwillig sein Gelübde gegenüber der Göttin. Selbst die britische Zeitung Guardian kommt zu dem Schluss, dass Servandus augenscheinlich mit den Segnungen der Göttin für ihn sehr zufrieden war. Ein Handel mit Göttern - hilfst du mir, opfere ich dir - war in dem polytheistischen Religionsalltag der RömerInnen verankert.
Unklar ist, ob die Übersetzung tatsächlich "aus Spanien" meint. Hispania, war der Name der einzigen großen römischen Garnisonsstadt dieser Zeit auf der Iberischen Halbinsel, heute Leon im Norden Spaniens.

Die ArchäologInnen hoffen, dass das Feld des Fundortes noch weitere Opfergaben, die als weniger wertvoll angesehen wurden und deshalb nicht vergraben wurden, verbirgt. Vielleicht finden sich auch Hinweise auf die Katastrophe, die es nötig machte, die Statue und die Opfergaben zu verstecken und verhinderte, dass sie jemand wieder ausgrub.

Interessant in diesem Zusammenhang mag auch eine wissenschaftliche Diskussion sein, die wegen der Unwichtigkeit des Themas bislang nahezu unterhalb der Wahrnehmungsgrenze verlief. Antike Quellen berichten vereinzelt von einem Fluss names Senua. Dieser Name konnte bislang keinem Gewässer zugeordnet werden. In der Frage der regionalen Zuordnung stehen sich zwei Thesen gegenüber. Senua könnte in Cornwall liegen, möglicherweise der heutige Helfort River sein. Die andere These sieht den Fluss im Londoner Raum. Gut möglich, dass in diese Debatte noch einmal Bewegung kommt, denn immerhin wird der jetzt gefundene Tempel als Quellheiligtum betrachtet.

jana, Markus
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Kalender

Die eleusinischen Mysterien


Die eleusinischen Mysterien sind der alles beherrschende Tot- und Wiedergeburt – Kult im antiken Griechenland. Sie basieren auf dem Mythos von Demeter und ihrer Tochter Persephone.

„Wundervoll ist fürwahr das Mysterium, das uns von den Göttern gegeben wurde; der Tod ist für die Sterblichen nicht länger Übel, sondern ein Segen“ (Inschrift in Eleusis)

Zum Mythos:
Demeter (von ge-meter = Erdmutter, gä = Erde), ihr Kult stammt wahrscheinlich aus dem 2. Jahrtausend v.u.Z. aus dem Mittelmeerraum oder Vorderasien. Ihre Tochter Persephone/Kore wird beim Blumenpflücken von Hades, dem Unterweltgott entführt. Demeter betrauert sie so sehr, dass alles Leben auf der Erde zum Stillstand kommt: Vegetation, Unfruchtbarkeit von Mensch und Tier. Demeter sucht Persephone überall, jahrelang, bis Zeus ein Machtwort spricht und Persephone zu ihrer Mutter zurückkehren darf. Da sie aber im Hades Granatapfelkerne gegessen hat, muss sie fortan ein halbes Jahr (Winter) bei Hades bleiben und ein halbes Jahr darf sie auf der Erde sein (Sommer):

Die Mysterien werden unterteilt in zwei Teile:
Die kleinen Mysterien, die zu Frühlingsbeginn in Agrai, am Südrand von Athen gefeiert wurden. Die Einweihungswilligen wurden von Priesterinnen und Priestern in der heiligen Geschichte der Göttin Demeter unterwiesen, zelebrierten Reinigungsrituale, fasteten und brachten Opfer dar. Die Göttinnen Demeter und Persephone wurden mit Gebeten, Hymnen und Tänzen gefeiert.
Im Herbst, September/Oktober fanden die großen Mysterien statt, an denen bis zu 3000 Menschen teilnahmen. Sie dauerten neun Tage. Während dieser Zeit durften keinerlei Kriegshandlungen stattfinden und angeblich war auch Männern und Frauen sexuelle Enthaltsamkeit angeraten.

Die Mysterien begannen in Athen. Dazu wurden am 14. des Monats September die heiligen Kultgegenstände von Eleusis nach Athen gebracht.
Nun die kultischen Handlungen in der Reihenfolge der Tage:

1. Tag: am Eleusinion-Heiligtum versammelten sich alle Einweihungswilligen, die sog. Mysten. Es wurde geopfert und jeder Myste musste einen Mystagogen mitbringen, der sozusagen für ihn bürgte und ihn während der Feierlichkeiten begleitete. Die Mysten bekundeten öffentlich ihre Bereitschaft zur Einweihung in die Mysterien

2. Tag: Mit dem Ruf: „Zum Meer, ihr Mysten!“ unterzogen sich die Einweihungswilligen einem Reinigungsbad im Meer. Jeder trug ein Ferkel, das stellvertretend für ihn starb um neu zu erstehen.

An den folgenden Tagen wurden Opferkuchen aus Weizen und Gerste dargebracht. Den Rest des Tages verbrachten die Mysten in ihren Häusern oder Unterkünften. Ebenso wie die Göttin Demeter aus Trauer um ihre in den Hades (Unterwelt) entführte Tochter Persephone trauert und fastet, fasteten auch die Mysten. Sie bereiteten auch einen Trank aus Gerste und Minze, den Kykeon.

Es beginnt die Prozession von Athen nach Eleusis, 20 km lang. Voran der Priester mit den Kultbildern der Göttinnen, gefolgt von den Priesterinnen mit den cista mystica genannten Körben, in denen sich die heiligen Kultgegenstände befanden. Beeindruckende Menschenmengen müssen ihnen gefolgt sein, da die Mysten neben den Mystagogen oft auch noch von Freunden und Verwandten begleitet wurden. Die Mysten trugen Stäbe mit Myrtenzweigen und Blumen, daran baumelte ein Bündel mit Proviant und den neuen Kleidern, die sie nach der Weihe tragen sollten. Alle waren mit Myrtenzweigen bekränzt (Myrte steht für Fruchtbarkeit aber auch die Totenwelt) und viele trugen Körbe mit Opfergaben (Früchte, Getreide,)
Der Zug überquerte den Fluss Kephissos. Dort wurden zu Ehren einer Magd, die es geschafft hatte, Demeter mit derben Scherzen aus ihrer Trauer zu locken, Spottreden gehalten (eine Art antikes Kabarett).
Im Tempelbezirk angekommen erhielten die Teilnehmer einen roten Wollfaden um die rechte Hand und den linken Fuß gebunden, als Zeichen, dass sie ein Opfer für die Göttin sind. Nun wird getanzt aus Freude über das Ankommen und mit Einbruch der Nach wurde das Fasten gebrochen durch Trinken des Kykeon. Die Mysten werden nun von den Uneingeweihten getrennt. Denen war es bei Todesstrafe verboten den heiligen Bezirk zu betreten.

Die nächtlichen Feiern begannen im Fackelschein. Die Mysten mussten eine Art Mutprobe bestehen: mit verhüllten Augen wurden die Fackeln ganz nah an ihre Gesichter gehalten. Sie sollten lernen loszulassen, geschehen zu lassen. Nun durften sie in Gegenwart der Mystagogen die heiligen Gegenstände aus der cista mystica nehmen. Was genau in dem Korb war ist ungeklärt, die Meinungen reichen von einer Schlange bis zu simplen Alltagsgegenständen wie Mörser und Stößel als Fruchtbarkeitssymbole. Dazu sagten sie folgenden Satz: „Ich habe gefastet, den Kykeon getrunken, ich nahm etwas aus der cista mystica und legte es in einen offenen Korb und daraus wieder in die cista.“
Danach schritten die Mysten zur „Grotte des Hades“(heute noch sichtbar), die als Eingang in die Unterwelt galt. Dort bekamen sie wohl den Raub der Persephone als Schauspiel gezeigt. Zentralthema war die geheimnisvolle Einheit von Mutter und Tochter. Die Teilnehmer zogen dann mit den Fackeln das letzte Stück bis zum Heiligtum Telestrion, dort erlebten sie die Wiedervereinigung von Demeter und Persephone. Hier schworen sie auch die Geheimhaltung der erlebten Mysterien, weshalb uns heute nicht mehr bekannt ist.

Letzter Teil der Weihenacht ist die Epiphanie der Kore (Persephone). Feuer lodert auf aus dem Allerheiligsten, ein Widder wird geopfert und der Oberpriester ruft. „einen heiligen Knaben gebar die Herrin Brimo, den Brimos!“(der Starke)
Es wird angenommen, dass die Priester den Darstellern der Demeter und Persephone ein Baby in den Arm gaben als Zeichen dafür, dass aus dem Totenreich ein neues Leben hervorkommt.
Am Tag nach der Weihenacht feierte man die Auferstehung von den Toten in dem neuen Gewand mit ausgedehntem Mahl.
Am letzten Tag gedachte man der Toten

Der Kult herrschte lange in Griechenland. Wahrscheinlich seit ca.1500 v.u.Z, erwiesenermaßen vom 7. Jhd v.u.Z bis zum Jahr 391 u.Z. Die Mysterien wurden aber trotz Verbot bis ins 5.Jhd u.Z. gefeiert. Heute erhebt sich über den Ruinen des heiligen Bezirkes eine Marienkapelle(!).

Artemisathene

Literatur:
Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
Lob der Demeter. Aus den Mysterien von Eleusis

Die Beiträge geben nur die Meinung der Autorinnen und Autoren wieder und nicht die Meinung der Redaktion.



Feiertage

13. September: Bankett der Venus (römisch) - Fest der Liebe, Gebete um Gesundheit, Reichtum und Weisheit

14. September: Zeremonie des Feuers (ägyptisch): Das Volk feierte ein Fest der Lichter mit Kerzen, Laternen und allen Arten von Lampen vor ihren Göttern und Göttinnen und den Statuen der AhnInnen. Diese wurden mit dem Licht aufgefordert die Hinterbliebenen zu besuchen.

15. September: Fest der sieben Schmerzen Marias, Ende der Frauendreißiger: Ertnezeit seit August

16. September: Fest der heiligen Lucia, Laternengehen

18. September: Fest der Demeter

19. September: Fest der babylonischen Göttin Gula, Göttin der Geburt

24. September:: Isis erweckt Osiris von den Toten (ägyptisch)

4. Oktober römisches Fest zu Ehren der Göttin Ceres

8. Oktober: Fest der heiligen Brigitta

12. Oktober: Festtag der Göttin der glücklichen Reise (röm.) - ihr Name lautet Fortuna Redux. Bitte sie um günstige Zeiten, wenn du eine Reise planst; lege Kamillenblüten in deinen Koffer, damit du auf Reisen kein Unglück erlebst

26. Oktober Fest der Hathor

28. Oktober Fest der Isis beginnt

6. November Geburt der Tiamat

8. November: Fest des Herdfeuers Fuigo Matsuri (japanisch) - Inari oder Hettsui No Kami ist die Göttin des Küchenfeuers

10. November: Feier der Göttin des Verstandes (französisch) - im revolutionären Frankreich waren die Göttin des Verstandes und der Freiheit ein und dieselbe

16. November: Nacht der Hekate (griech.)


Termine

September
Spur der Göttin, spirituelle Jahresgruppe für Frauen,
ab. 18.09.03, jeweils Do. von 20-22 Uhr.
monatlich: EUR 60,00
Schnupper-Samstag, Kosten EUR 50,00
am 13.09.03 11-18 Uhr
in der Praxisgemeinschaft für Frauen
Vereinsstraße 47a, 20357 Hamburg

Oktober

Wald-Strand-Säuberungs-Aktion am Halterner Silbersee I, 45721 Haltern NRW
Am 11.10.2003 um 10.00 Uhr
Mitzubringen sind viel Engagement da massig Müll, festes Schuhwerk, warme Kleidung und feste Handschuhe oder Gummihandschuhe. Müllsäcke werden wieder gestellt, evtl. auch Müllzangen, (aber wer schon eine hat, kann die gerne mitbringen!!!) der Müll wird auch abtransportiert. Für weitere Fragen und Wegbeschreibung bitte melden unter: E-Mail: Sianna2911@aol.com oder Handynummer 0179/8204683 (Bastians, Silke)

Die Heilkraft der Mythen im Tanz erleben
Mythen und alte Ritualtänze verschiedener Kulturen sowie meditative Kreistänze sollen uns an Quellen unserer Kraft bringen. Längst verschüttetes Wissen bekommt im Tanz wieder neue Lebendigkeit und Aktualität. Mythen von Göttinnen sind Urbilder, die sinnstiftend und kraftspendend wirken. Beginn: 25.10.2003 14.00 Uhr, VHS Ravensburg, Wilhelmstr. 5 Zimmer: 1.4, Ende: 26.10.2003 14.00 Uhr, Kurstage/abende: 2, 35 EUR

Mythos und Tanz: Auf den Spuren von Perchta
Perchta - die alte Göttin des Abendlandes und unseres Alpenraumes ist in Vergessenheit geraten. Zahlreiche Bräuche, vor allem im Salzburger Land, geben noch Aufschluss über ihr Wirken. Mit Kreistänzen, Textbildern, Imaginationen wollen wir uns an diesem Tag dem uralten Wissen annähern.
Die Teilnehmerinnen können gerne auch eigene Kenntnisse zum Thema einbringen.
Beginn: 29.11.2003 10.00 Uhr, VHS Ravensburg, Wilhelmstr. 5 Zimmer: 0.4, Ende: 29.11.2003 18.00 Uhr, Kurstage/abende: 1, 29.00 EUR

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